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Kurt Sprengeis
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1 der
B o t a n i k.
E r ft e r Band.
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Kurj Sprengeis
G e f c h i c h t e
der K
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B o t a n i k.
Neu bearbeitet.
In zwey Theilen
Erfter TheiL Mit acht Kupfern.
Alt en bürg and Leipzig:
F* A. Brockhaut.
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Inhalt.
%rfiei Büch. Entliehen botanifcber Kenntniffei S. i — 5*
Kap.i. Biblifche Flor. 6 — 26.
Kap. 2. Indifcbe Sagen von Pflanzen, 26 — *8*
Kap. 3. Aegyptifche, griecbifche und römifche Sagen von Pflanzen, 28 — 33« ,
Kap. 4. Horaerjfche Pflanzen , 33 — 4°»
Kap. 5. Erlte Grandzuge der Natnrlebre der Gewäcbfy 4« ~48.
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Kap. 6. Die Rbizotomen, 48 — 5*.
Zweyte* Buch. Anfang der wiffenfchaMchen Pflanzenkun- de, 63— 173. Kap. 1. Theopbraft von Ereßu, 53 — 96*
Kap. 2. Alesandrinifcbe Scbnle, 96 — 115. Knüver* 204. 105. Nikander, 105 - no.
Kap. 3. Pflanzenkunde nnter der Römer Herrfchafy 115 — 173. Cato, 116 — 119. Varro, 119 — im# Diophanei, 121. Virgil, 121 — 126. Columella,, «»6 — 153. Juba, 133. 134- Diofkoridei, 134« 162. Pliniui, 162 — 170. Qalen, 170 — 173?
Drittel Buch. Verfall der Pflanzenkunde, 174 — *48*
Kap. 1. Barbarey unter Griechen und Römern, 174 r- 194. Pflanzen im Talmud, 175 — 183. Apolejus, 184. Pappos von Alexandrien und Mofet von Cho-i reue* 184 — 186. Marcelloe vpn Bordeaux, i&6m Palladius, 186. 187. Kofmai Incticopleuftea , 187 — 189, Ifidorus Hifpalenfii, 189 - W« Kalfianua
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Baflus* 191. . Symeon Seth, 191. Michael Glykas,
193 Nikolaus iYiyrepfikus, 193. 194.
fKap. 2. Karls des Grofsen Capitularia, 184 — 198.
Kap. 3. Möncbifche Bearbeitung der Pflanzenkunde, 198 *- 202.
Kap. 4. Pflanzenkunde der Araber, 202 — 225. Ko- ptifch- arabiiciie und punifche Namen der Pflanzen,
22n — 22£.
5. Latipobarbaren , 228 — 248- Zwölftes Jähr- enden,, 251. üreyzthntes, 232 — 256. Vierzehn- tes, *5 6 ~ 243. Fünfzehntes, 243 — 248.
Viertes Buch. Wieder erweckte Pflanzenkunde, 249 — 37«-
Kap. \% Erneuertes Studium der Alten, 249 — 257. Hermoleus Harbarus, 250. Robert de Vaile, 25 1. M*rc Vigilius, 251. Nie. Leonicenus, 252. Pand. Collenucci, 253» Job. Manardus, 253. Job. Ruel- lius, 254. Andr. Lacuna , 255. Lor. Perez., »55. ii I^rm. Graf von Neuenaar, 256. Eur. Cordus, 256.
Kap, 2. Unterfuchung vaterländifcher Pflanzen , 457 — 338. L Deutle he Vater der Pflanzenkunde 25$ ~* 280*. Oho Brunreis, 258 — 262. Leon. Fuchs, 262 Hier. Tragus, 269 — 272. Yaler. Cor-
dus, 273. 274. Conr. G einer, 274 — 281. Job. Taal> 281 — 284« Ja^ Theodor Tabernämontanus, 284 — 2öG. Joh. Wigand, 286. II. Verdienfte dt i Italiener, 256 — 3<>f>. Barth. Urbevetanus and Ang. \yn\\aA -ai>6 1 Am. Mufa Brafavola, 287. Luc. Ghini, Ifarib, Maranta, 288« L. Angüillara, 289 — 293. P. A. Mattibii, 293 ~ 299. Fr. Calceolari, 299; Joh. Pona,. 300. Ferr. Iinperati, 301. Fab. Columna, 502— '306. III. Niederländer, 306—531.' Hemb. Dodoens, 307 — 310. Matth. Lobeluis, 310 — 317. K CliTios, 317 33t. IV. Franzofen, 332 r- 334. Jac. Dalechamp, 332 — 334. V. Batten, 334 — Währ. Turner, 334- Joh. Gerard, 335. 336. VI. Spanier tind Portugiefen, 336. 337. Amatus Lu-
fitanuv 3ß6. J, P. Jiiieve, J. Fragoii und B. Cienfue-
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DiQitizso by
gos, 337* VII. Polen , 337. 338. M. Urnedowa, Andr. Kobylina, 530.
Kap. 3. Botanifche Galten, 333 — 343, Joach. Came- rariiu, 341.
Kap. 4. Heifen in fremde Länder, dSo Pfa
erweiterten, 343 - 359. Gare, ab Uno, 347. Ch ift. da Cofta, 347« Gönz. Hern. Oviedo, Hj«* Benzoni, 35z. Nie Monardes , 5^3. Pet.'Bl,,n, 354. Leoo. Rauwolf, 355, Profp. Alpini, 357. Üo- l>or. Belli, 359*
5. Ertte Spuren einer Anordnnng der Pflam*n# 359 — 37& Lobeliui, 360. Andr. Cefalpini, 36 w Ad. Zaluzanius, 365. Joh Baubin, 364 — 5^9. .Kafp. Bauhin , 369 — 377. Compilatoren : Jüf. CäC Sca- liger, 377. Ul. Aldrovandi, Theodor Dotflea, .Ad* Lonicer, Joh. CoiUus, Käß Durante, 373.
ymeidhnhafs der griechifchen PrUmen- Kamen, 379
393.
Veneichnif* der fyftematifcben Pflanzen «Namen, ,394 421.
fleg/iter der Schriftßeller, 4a* — 424»
,r Erklärung der Kupfer.
Jfo. i. ha!». i& Scorzonera tüberofa. S. 19. 55& No. *. MmAv iß Alliom nigrom. S. 37. 63. i45-
No. 3. A#tü'< Xi|3imo\ ift Zixyphui Lotw W. S. 36. «4. "5*
ia8* *4o. 216. 290. No. 4. sAof o3f Aas iß Afphodelni rämoüu. S. 37- 68- xo7-
145. 3*3.
No. 5; Taiuvdo« ift Gladiolu* communis. 8. 30. 3»- iaa.
No. 6. Ko^oa.ra-tAo« ift Ophryi Fetrum eqoinom Deafost, S. 115.
No. 7. Atro< «fyw'im* iß Nymphaca Loiw. 8. «7. 76. »5**
188. 358*
No. 8- kvV^^NelumbiumffadörumW. 8.16.28.7«' *5*i *8&%
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Gefchichte
der
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Erltes Buch*
Entftehen botanifcher Keontniffe.
Die Gefchicbte des Entftehen S und der Ausbrei-
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toog der hiftorifchen Pflanzen - Renntnifs hat fo grofse Schwierigkeiten, dafs man auf Gewifsheit faft Ver- riebt leiften und (ich mehrentbeiJs mit Vermutbun- gen begnügen mufs.
Wir feböpfen die Nachrichten aber die Kennt* nüTe des früheften Alterthums aus fchriftlichen Denk- mälern und Denkmälern der Kunft. Die letztem würden fehr belehrend feyn, wenn deren viele übrig waren, oder wenn die noch übrigen mit folcher Ge- nauigkeit, wie die Blumen und Pflanzen auf dem ja- paoifchen PoYcel Jan, dargeftellt wären. Allein, theils bildeten die Alten Gegenftände der Natur nur feiten und blofs dann ab, wenn fie mit mythifchen Darftel- Jangen zufammenhingen ; theils hatten fie keinen Sinn für andere Darftellungeo , als folche, die die Konft erforderte. Daher die Acanthus- Windungen an den Säulen, die Lotusblätter, auf denen Harpo- krates fitzt, die Mohnköpfe als Attribute des Jung« tags mit gefenkter Fackel , tiie Myrtenzweige der 1 Grazien, die Kornähren der Ceres, die Palmen der Sie&esgöttinn, blofs einen künftlerifchen , keinen wif- tofchaftiiehen Ausdruck haben.
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Erftes Buch.
Wir müffen uns alfo an die fchriftlichen Denk- mäler halten. Allein auch hier zeigen fich zahllofe Schwierigkeiten , welche zu der gröfsten Vorficht und Behutfamkeit auffordern. Eben weil die Alten keinen Sinn für wiffenfchaftliche Befchreibungen oder fyftematifche Anordnung hatten , fchildern fie von den meiften Gewächfen nur eine Haupteigenfchaft , • unbekümmert darum, ob diefe wesentlich oder zu- fällig fey. Auch wird diefe Eigenfchaft nur beyläufig gefchildert, indem vorausgefetzt wird, dafs alle Le- fer die PHanze kennen. Jahrhunderte ändern bey der- felben Nation den Namen der Pflanze: und wir, die durch Jahrtaufende von jenen Zeiten getrennt find t haben wenige Holfsmittel, um zu erratben, welche Pflanze gemeint fey.
Dazu kommt, dafs die Länder, worin die erften Beobachtungen Ober Gewäcbfe gemacht wurden, feit Jahrhunderten von barbarifchen Nationen beherrfcht werden, die das Auffuchen folcher Pflanzen, welche mit den Befchreibungen der Alten übereinftimmen , gar fehr erfchweren. Rauwolf, Beion , Profper AU pini , Anguillara, Buxbaum, Lippi, Donati, Tour- nefoit, Haffelquift, Forskoi, Billardiere, Sibthorp und Hawkins haben die Morgenländer in botanifcher Rackficht durchreifet. Wir verdanken ihnen viel Aufklärung: aber ungemein viel bleibt noch dem künftigen Reifenden zu thun übrig: befonders, wenn er, mit hinlänglichen Sprachkenntniffen ausgerottet, die Nachrichten der Alten an Ort und Steile verglei- chen und aufklaren wird. Doch mufs man bemer- ken, dafs die Flor jener Gegenden fich feit Jabrtau- fenden geändert hat. Jetzt wachfen bey Bethlehem Tamarinden, bey Joppe Tulpen und KofcheniJIpflan« zen, überall in Palästina Durra und Sefam , die die Ifraeliten urfprünglich nicht kannten. CChatPau" hriand itincr. vol. 2. p. 122. 170.) Zuckerrohr baut«
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Entfteben botamfcner Renntnifle. 5
man zu den Zeiten der Kreuzzöge in Paläftina: daraus, imd weil das arabifche SüJj mit H^p abereinftimmt,
fchlofs Faber febr unzeitig, das letztere Wort bedeute Zuckerpohr.
Eine andere Anficht der Pflanzen- Kenntnifs ift
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die philofophifche: oder die Unterfuchung der Gründe der Erfcheinungen in der Pflanzenwelt, derBeziehun- gen derfeiben auf die grofse Haushaltung der Natur und auf das menfchliche Leben. Diefe Anficht ift offenbar älter, als die hiftorifche, welche blofs die Befchreibungen der äufsern Merkmale, die Benen* nungen und Stellung der Pflanzen in einer gewiffen Ordnung begreift. Denn ehe man die Nothwendig- keit einer wiffenfchaftlichen Anordnung einfah, mufste man erft eine fo grofse Anzahl Gewächfe kennen, dafs das Gedächtnifs fie nicht mehr faffen konnte: ehe man fich einer wiffenfchaftlichen Kunftfprache beflifs, mufste man auf andere Nationen und andere Zeitalter Rückficht nehmen lernen. Aber weder der lfraelit, noch der Grieche und Römer achtete andere Nationen und bekümmerte fich um andere Zeitalter, als in denen man eben lebte.
Auch konnte es nicht anders feyn , als dafs der jugendliche Geift des Menfchen -Gefchlechts, durch die auffallenden Einrichtungen der Pflanzenwelt ge- reizt, vom natürlichen Hang zum Wunderbaren ge- trieben, diefe Wunder mit ähnlichen Erfcheinungen in der übrigen Natur verglich utid fo den Grund zu einer Naturlehre der Pflanzen legte,welche ganz das Gepräge des jugendlichen Aufftrebens einer ungeregelten Ein- bildungskraftzeigte. Ariftoteles trefflicher Ausfpruch (metaphyß i, 2.): „Vom Bewundern fängt alle Phi* „lofophie an: daher liebten die älteften Weltweifen „die Mythen: denn der Mythos befteht aus Wundern, „und die UnwifTenheit mufs zur Wiffenfchaft durch „ die vorrätbige Kenntnifs des Auffallenden und Wun-
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6 Erltes Buch.
„ derbaren in der Natur durchdringen : " diefer Aus- fpruch beftätigt fich durch die genauefte hiftorifche Forfchung.
Erftes Kapitel.
Biblifche Flor.
Die fcbriFtliche'n Denkmäler eines Volks, wel- ches feit vier Jahrtaufenden fich faft in urfprflnglicher Befchränktbeit' erhalten hat , find gewifs die ä heften in der Welt. Nur die Liebe zu feltfameti und auffal- lenden Meinungen konnte neuerlich die Vermuthung begünftigen , dafs die heiligen Bücher der Hindu s älter und die Sanfcritfprache ursprünglicher fey, als die ebräifche. Wer mit dem Geifte der letztem fich bekannt gemacht und die heiligen Bücher der Ebräer unbefangen gelefen bat, kann kaum daran zweifeln , dafs die Mofaifchen Schriften wenigftens älter find, als alles, was andere Nationen aufzuweifen haben.
In diefen Schriften werden eine Menge Pflanzen erwähnt, die zu erklären um fo fchwerer ift, je we- niger die Länder, welche jenes Volk in den älteften Zeiten bewohnte, durchfocht worden find« Der Stammvater der Ebräer, Abraham, wanderte mit fei- nem Vater Tharach aus Ur - Chafchdim , dem nordlU chen Mefoporamien, nach Charan (Carrä, imfüdöft- lichen Mefopotamien). Von hier zog Abraham in feinem fünf und fiebzigften Jahr nach Kanaan (Pala- ftina), und von da, wegen Theurung, auf kurze Zeit nach Aegypten. Sein Enkel Jakob wanderte auf zwanzig Jahre wieder aus nach Aram-Naharaim (Me- fopotamien), und, als er mit zwey Heeren zurück- kehrte, war fein Oheim Ifmael fchon der Stammvater eines Nomaden • Gefchlechts im öftlichen Paläftina ge- worden, welches fich fpäter im füdöftlichen Arabien
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Erltes Buch. Erltes Kapitel. * 7
unter dem Namen Nabafbäer ( Saracenen nannten fie 6cb) ausbreitete. Sein Bruder Efau oderEdom haue ßcb mit den Seinigen am arabifchen Meerbufen nieder- geiaffen. Seine Nachkommen waren fchon eine Schifffahrt und Handel treibende Nation. Jakob felbft kehrte (1900 J. v. Chr.) nach Paläftina zurück und nahm das Erbe feiner Väter in Belitz. Durch Hungersnoth getrieben, wanderte fein ganzer Stamm, wie Ahraham, nach Aegypten, wo feine Nachkom- men 400 Jahre lang in den Weideländern (im Lande Gofen) lebten, bis iie, gedrückt von den Pharaonen, unter Mofes (i5oo J. v. Chr.) durch das wüfte Ara- bien wieder nach Paläftina zogen. Auch hier biie- ben ße von benachbarten Völkern gefchieden , ob- gleich die Nähe von Tyrus und Sidon und die fudöft- lieben Midianiter fie mit den Erzeugniffen ferner KU- mate bekannt machen konnten. Sie felbft fingen erft unter dem weifen Salomo ( io4o J. v. Chr.), durch das Beyfpiel der Phönicier gereizt, an, die Vortheile des Handels kennen zu lernen. Zu Lande zogen ße über Tadmor (Palmyra), welches Salomon erbauen, liefs (2 Chron. 8, 4*)> an den perfifchen Meerbufen. Zur See fchifften fie vom Hafen Ezeon • Geber (Ofcherme) am arabifchen Meerbüfen aus und befuch» ten Saba (Hadramaut im glücklichen Arabien), das Goldland Ophir , (wahrfcheinlioh die Küften Ara- biens und Indiens). Die Infein des Mittelmeers, die fie durch die Tyrier kennen lernten, nannten fie überhaupt die lnfeln oder die Infein gegen Weften. (Jerem. 25, 22.) Unter diefen wird das Land Eii- fchah (Elia im Peloponnes), Dodaoim (Dodona?) und Kittim (Italien, Sicilien) genannt. Java n hei fst gewähnlich Griechenland: Lud Lydien. Pul fch eint das nordweftliche Afrika zu feyo. (Jef. 66, 19,) Ja (ogar nach Tarfchifch (Tarteffus oder Sevilla io Spa- nien) gingen Salomon e Schiffe, obwohl nicht von
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t Erftes Hack. Erltes Kapitel«
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Ezeon • Geber am arabifchen Meerbufen aus, wie es der fpätere Chronikenfchreiber (2 Chron. 9, 21. 20 , 56.) mifsverfteht. Das ferne, herrliche Tar- fcbifch gab allen Schiffe«, die für diefe Fahrt gebaut waren und gleichwohl anderswohin fegelten, den Namen Tarfcbifch - Schiffe. Mit diefen alfo fuhr man nach Ophir und Saba, ins Goldland und Affenland. * . SaJomons Kenntnifs der Pflanzen wird gerahmt ( 1 Kön. 4> 33. ).
Zweyhundert und Gebzig Jahre beftand das unter feinen Nachfolgern getheilte Reich Salomon's , bis Salmanaffar Palästina eroberte und die zehn Stämme Ifraels nach Medien, in das heutige Khurdiftan, Schirwan und Aderbidfchan, abführte. Hundert und fiebzig Jahre fpäter ward auch der jüdifche Staat vom babylonifchen König Nebukad- Nezar zerftört und die Juden nach Babylon geführt. Ihre Gebzigjährige Verbannung an die Ufer des Euphrat , zum Theil wieder nach Gharan , wo ihr Stammvater Abraham gelebt hatte, mufste fie, wie mit den Ideen der ßa- bylonier, alfo auch mit den Erzeugniffen der Morgen* länder1, bekannter machen« Cyrus endlich erlaubte ihnen (536 J. v. Chr.), in ihr Vaterland zurückzu- kehren.
Aus diefer kurzen Dar ftel lang ergiebt fich , wie ausgedehnt die Länder waren, deren vegetabilifche Erzeugniffe die Ebräer kennen konnten. Perfien, Mefopotamien, Medien, Syrien, Arabien, Aegy- pten, felbft Griechenland, Italien, Spanien und viel- leicht die öftlichen Küften von Afrika oder Oftindien waren von ihnen befucht worden. Wollen wir die
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Pflanzen erklären, welche in jeoen alten Büchern vor* kommen, fo müffen wir die Länder unterfcheiden, woher jene Erzeugniffe gebracht wurden. Da indefo auch dies nur auf Vermuthungeo beruht , fo lind die alten Ueberfetzongen der fiebzig Dolmetfcher , die
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Biblifcbe Flor. 9
chaldäifcbe, fyrifche und arabifcbe, es find die Aus* legungen der gelehrten Rabbinen, Aben Efra, David Kimchi, Levi ben Gerfon, Mofes ben Maimon, Salo- mon ben Jarcbi u. f. f., um Rath zu fragen. Doch verfteht ßch, dafs man ßch auf diefe defto weniger Yerlaflen kann , in je entferntem Zeiten und Län- dern fie lebten. Ol. Celfius hat C Hierobotanlcon Upt 1745.) diefe Hülfsmittel alle mit befonderer Sorgfalt und Sachkenntnifs benutzt: doch ift eine kritifche Nachlefe immer noch nützlich. Joh. Ernft Faber hat Tie gehalten , und Hr. Prof. Rofenmüller in Leipzig hat die Güte gehabt, mir feinen handfchriftv licben Nachlafs zur Benutzung mitzutheilen , wofür ich ihm hier öffentlich danke. Ich geftehe, Manches daraus gelernt zu haben; aberFaber hätte doch beffer gethan , wenn er nicht die Abficht gehabt, Celfius aberall zurecht zu weifen , was ihm oft gar nicht ge« Jungen. z. B. Hiob 4°> *6. fiberfetzt er mit
den LXX: ßoCropos (Rutomusumbellatus). Dies wi« derlegt Geh fogleich durch Hiob 8, 11., wo es heifst : „Kann auch Papierfchilf ohne HS2 (Schlamm) „wachfen?"
Wir gehn nach der Ordnung des Linne'fchen Syltems :
Cufcuma longa , tZ3*D^3 (Hobel. 4, 14.).
Olea europaea, Oelbaum, HM, wird befonders im gelobten Lande gepriefen (5 Mof. 6, it.). Auch Theophraft (hiß. i, i5.) rühmt den fyrifchen Oel- bauirt wegen feiner Fruchtbarkeit. Der wilde Oel- baum ift JJOsÖ Jcf. 41 > l9*> welches Luther Kie- fern öberfetzt. An einem andern Ort Nebem. 8, i5. giebt er's durch Baifamzweige.
Valeriana Jatamanfi Jones fafiat. refearch. 2,4o5.) toll die wohlriechende Wurzel geben, welche das TV3 der Ebräer , oder die Narden liefert. Indeffen befchreibeo Diofkorides i, 6. und Avicenna (can.
lö Erftes Buch. Erltes Kapitel«
lib. 2. p. 225* ed. arab.) die Narden - Pflanze als ein Gras, welches Alexanders Heer in unfäglicher Menge in Gedrofien (Mekran) antraf. fArrian. expedL Alex. 6, 22.) Es wäre alfo Andropogon Nardus L. Vergl. Gare' ab Orto in CJuf. exot. 201. Hiane in.philof. transact. vol. 80. P. 2. p. 292.
Cyperus Papyrus , Papierfchilf , N£ä, im NiL Bildad fragt beym Hiob 8, it.: „Kann auch Papier-» „fchilf auf wachfen ohne Schlamm?" Jefajas, 18,2., ruft Wehe Ober das Volk, welches in Fahrzeugen von Papierfchilf fährt. Dafs Kähne und Fahrzeuge aus Papierfchilf gemacht wurden, bezeugt Theophraft (hiß. 4, 9.). Hieher fcheinen auch die H2H HYON. Schiffe aus Papierfchilf (Hiob 9, 26.) zu gehören! Luther überfetzt fehr unrichtig: die ftarken Schiffe* H3N ftimmt mit dem arab. Lrf, welches Papierfchilf bedeutet.
Von Getreide • Arten kannten die Ebräer fol- gende:
Sorghum faccharatum oder vulgare Will d., (Holcut DochnaForsk. ß. arab. p. i74-)> Moorhirfe, int He* fek. 4, 9. Diefe lernten fie erft in der babylonifchea Verbannung, am Fluffe Chabor , Kebär (Chaboras) in Mefopotamien kennen. Vermuthlich ift dies der Weizen , deffen Blätter Herodot im babylonifchen Lande bis vier Finger breit angiebt. (i , 193.)
Trieicum Spelta, Spelz, ward in Aegy*"
pten gebaut. (2 Mof. 9, 3a.) Andr. Michaux wollte diefe Getreide- Art in Hamadan wild gefunden haben. (Lamarck encycL 2, 56o.) Beym Hefekiel bedeutet es etwas anderes.
Triiicum aefiivum , Sommer - Weizen , »"^H» Es war fpätes Getreide in Aegypten (2 Mof. 9, 32.)t alfo kein Winter- Weizen , der fieb überhaupt erft in fpätern Zeiten aus dem Sommer- Weizen erzeugt zu haben fcheint. Im gelobten Lande wuchs dies Ge»
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Biblifche Flor# H
treide vorzüglich (5 Mof. 3, 8.). Die Tyrier zo- gen ihren Weizen von Minnith) im Gebiete der Am« moniter. (Hefek. 27, 17.)
Hordeum vulgare oder hexafiichon , Gerfte, msJ?ti7. Die Gerfte hatte in Aegypten fchon ge- fchofst, ehe der Sommer- Weizen angefetzt hatte. (2 Mof. 9, 3i.). In Paläfrtna afs man Kuchen von Gerftenbrot: |W DnVb^X (Rieht. 7, i3.), wel- ches Luther geröftet Gerftenbrot überfetzt. Wild Toll die Gerfte in Balafcham, einer nordlichen Land* febaft Indiens, wachfen. CMarco Polo in Ramufio viaggi, 2. f. io.Ä.) Mofe von Chorene giebt fie in Pbätacaranien am Araxes (in Georgien am Kur) wild- wach fend an. fGeogr.arm. p. 36o.) Dies ift aber wahrfcheinlich Hordeum bulbofum , welches auch ia Taurien wild wächft und der gemeinen Gerfte gleich fiebt. CMarfch. Bieberß.ß. taur.cauc. i,p. 82.)
Arundo Donax und PhragmUes find das Schilf, welches unter den Namen Jef. 9, 14. 19, i5.
und TIN 1 Mof. 41 > 2« Hiob Ö, 11. vorkommt.
F'wus Carica , Feigenbaum , DiNH. Die Stamm« altern des Menfchen - Gefchlechts follen fich, da fie aus dem Paradiefe vertrieben wurden , Schurze von Feigenblättern gemacht haben, (t Mof. 3, 7.). Dies kann man, wegen des beftimmten Ausdrucks, weder für Pifang« noch für Betel -Blätter halten, welche beide fchwerlich in Kafchmire, wofür Hartmann und Adelung das Paradies halten, wild wachfen.
Ficus Sycomorus , ägyptifche Feige , Dn£p^t wächft in Aegypten und Paläftina (ehr häufig: die Früchte werden vom armen Volke gegeffen. (Arnos 7, 14.) Das Holz wird als Schlechtes Bauholz dem Cedernholz entgegen gefetzt. (Jef. 9, 10.) Dies gefchieht wohl der Gemeinheit wegen: denn an fich ift das Holz voller Mafern und fo dauerhaft, dafs die Mumien feit Jahrtaufenden in Särgen von unverwefe»
11 Erftes Buch. Erftäs Kapitel*
tem Holze des agyptifchen Feigenbaums liegen« (Tiaffrlquifes Reife, 495.) Derfejbe fand die Früchte ungemein angenehm.
Solanum fanntum9 p"jn> Mich. 7» 4« Sprüchw. i5, 19. D*ffelbe hat fich im Arabifchen erhalten* fCelf. hierob. 2, 41.)
Zizyphus vulgaris* Judendorn, Y^CEO, Jef« 55, i3. , gemein durch ganz Paläftina. (Belon lib. 2. c. 78. 90.) Der ebräifche Name hat fich noch im ara- bifchen {jcud erhalten. Faber giebt dem ebräifche a
Wort eine allgemeine Bedeutung.
Zizyphus Paliurus , Judendorn mit geflügelten Frachten, ^VTt, im Morgenlande undim füdlicheri Europa gemein. Er wird als Baum (Hiob 3o, 7.) auf unfruchtbaren Äeckern (Sprüchw. 24> 3i.) genannt* Vergl Virgil ed. 5, 38.
Zizyphus §pina Chrifti ift HDN Rieht. 9, 14. 1 5. Pf. 58, 10. Vergl. Diofcor. noth. p. 443. , wo bey {Jiuvo; fteht^ 01 'Aspgoi \eyou<nv cürxhv, Belon lib. 2.
C. Ort. * ;
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Lycium Raunolßi , eine noch nicht näher be- ftimmte dornige Art ift ySCH Sprüchw. 20, 17. Kla- ge!. 3, 1 6., welches die neueften Lexicographen durch kleine Steine überfetzen. Das arab. Uq*oä, Avic.
p. 172., welches für Xüx/cv genommen wird, und Rauwolfs Befcbreibung unter jenem Narnei? p. i57» n. 28 ). brtibhten Faber auf die Vermuthung , dafs Älagel. 3, 16. *3tf YH^ h*^™ m"rfe : Er
läjsc meine Zähne auf Domen beijsen. Denn D*)3 habe im Aramäifchen die Bedeutung, mit Geräufch beifsen. Vergl. über die Pflanze Breyn. prod. 2, p* 77. Gronov. fl. orient. n. 60.
Vitis vMfera% der Weinftock , T?} > wächft in Taurien , am Kaukafus und in Armenien wild* (MarJch.Bieberfi.ß.taur.cauc. i, 1740 Bekanntlich baute ihn Noah in Armenien zuerft. (1 Mof. 9 , 20.).
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Biblifche Flor. 13
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Nerium Oleander Ml nach Haffelquift (Beife, 926.) der Baum an Waffe rbächen feyn, deffen Blät- ter nicht verwelken. (Pf. 1 , 3.) Wenigftens fand der Reifende diefen Baum in Paläftina an Bächen fehr häufig.
Salfola Kali und Anabaßs aphylla geben das *V^3f das Kali , welches aus der Afche diefer Pflanzen in Paläftina vorzuglich gewonnen und zur Seife ge- braucht wurde. Jer. 2, 22. Malach. 3, 2. Vergl. Plin. 33, 27. und Hieronymus zum Jerem. 2, 22., auch RauwolFs Reife, S. 73.
Ob naabfj (2 Mof. 3o, 34.) unfer Galbanum i(t , wofür es alle Ausleger halten , iäfst Geh noch bezweifeln. Es wurde zu Räuchwerk empfohlen , und hat den Zufatz D^ÖD , wohlriechend. Daher es eher ein anderes arabifches Räuchwerk ift. Dia Rabbinen geben dem Zufatz einer übelriechenden Sub* ftanzzu den wohlriechenden eine myftifcbe Bedeutung. Vielleicht war es die indifche Art Weihrauch, da die arabifche hiefs.
Cuminum Cyminum, morgenländifcher Kümmel, flSID , ward in Aegypten und Paläftina gebaut. (Jef.
28, 25.)
Coriandrum fativum, Koriander, "ft (2 Mof» 16, 3 1 wird in Aegypten gebaut. (Torsk. ß. aegypc. p. LXIV.)
Tamarix articulata Vahl., morgenländifche Ta- marifke, V^N (1 Mof. 21, 33. \ Sam. 22, 6.). Der Name bat 6ch im arabifchen V$f erhalten. Für diefelbe Pflanze halten Celfius (hierob. 2, 195.) und Gorter fliarlem. verhand. i5, 126.) das ^P"]? und ■)?*n^ (Jerem. 17, 6. 48, 6.>. Allein Gefenius (Hebr. deutfch. Handwörterb. 2, 89.5.) zeigt, dafs es beffer mit Michaelis Perlhuhn, oder der Verfiojiene* von "HF PL mniJ , überfetzt wird.
Linum ufuatijjimum , der Flachs, niJWB (2M0L
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14 Crftes Buch. Erftes Kapitel.
g,3i.J. Der Flachs liatte Knoten gewonnen, oder geblabt, als die Oerfte fchofste, und ehe Spelz und Weizen anfetzten. Hier und da fcheint es auch für Baumwolle zu gelten : wenigftens bedeutet HfJ^lJSf den baumwollenen Docht in der Lampe Jef. 42j 43, 17.
Lilium candidum , weifse Lilie , JtthslJ , auch ny^W, im Oriechifchen trouerov COiofc. 3, 1 16.), im Arabifcben (Jom^am , im Spanifchen Agu^ena. Da,
nach Plinins (21, 5.)» die weifsen Lilien in Paläftina's Thälern fehr häufig find, fo ift wohl daran kein Zwei- fel. Als Zierrath an den Säulen des Tempels kommt lilienförmige Arbeit vor. (1 Kön. 7, 19.)
Narcijfus orientalis , nVsDQ, (Hohe). 2, 1. Jef. 35, t.), nach der Auslegung desTargum und anderer älterer Ueberfetzer. In Saron, einem fruchtbaren Landftriche zwifchen Joppe und Cäfarea, wächft die Pflanze fehr häufig. C Chateaubriand uiniraire^ vol. 2, 122.) lken (disf. de lilio faronuico. Brem. 1728. ) hält nbS3H für einerley mit
Acorus Calamus var. indica, indifcber Kalmus, SfiDH D3JD (Jqrem. 6, 20.). Er kam aus fernen Lan- den: aus Guzurate, nach Garcia ab Orto (bey Clufi exot. p. 200.).
Allium fatwum9 Knoblauch, D^JDTOt, undACepa, Zwiebeln , n+nn (4Mof. u, 12.). Darnach ver- langen die Ifraeliten in der Wüfte. Eben dafelbft kommt A* Porrum oder Scorodoprafum, Porre oder Schnittlauch, TW1, vor, welches anderwärts (Pt io4y *4«) blofs Gras bedeutet.
Diospyros Ebenum liefert Ebenholz , welches unter dem Namen D'OSTI , Hefek. 27, i5., die Tyrier aus Oftihdien oder Arabien brachten.
Acer creticum könnte ^HIH Jef. 41 > '9« 60 , i3. feyn. Wenigftens aberfetzen die ä heften Ausleger fo. Doch ift es fehr ungewifs.
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Eiblifche Flor.
Amyris gileadenfis > Bai famftr auch , foll nach Abu 1 Fadli's Befchreibung CCelfi i , 33g ) N33 feyn. Ich zweifle mit Faben(2 Sam. 5 , 23. 24.) DieRab« binen und Lutber äberfeTzen es Maulbeerbaum. Der BaJfam felbft heifst Dto3.
Amyris Kafal Forsk. fcheint den arabifchen Weihrauch HÄ^ zu geben. Wenigftens ftimmen dia Zeu^niffe ForskoPs (fl,arab. p. 19.) und Lamarck's (encycl. 2, 626.) überein. Aber es gab einen indi- fchen, den Roxburgh undColebrook (afiai* refearch. toI. 9. p. 377.) als Boswellia (errätst oder turifera beftimmen. Die Ifraeliten zogen den ihrigen aus Saba (Hadramaut in Arabien). Doch fahrten ihnen wahrfcheinlich die Tyrier auch den indifchen zu9 der ebenfalls auf der weftlichen Küfte Arabiens und den IriTeln des perfifchen Meerbufens wächft (Pan- chaia). Nach Hohel. 4> 6. »4« follte man den Baum, der TOi^ trägt, für einen in Paläftina einheimifcben halten. Allein dem Dichter ift es erlaubt, lieh nicht fo genau an die Flor feines Vaterlandes zu halten« Empfiehlt doch Gratius Falifcua fcy/ieg*»f. v. i32.) dicZweige des fabäifchen Weihrauchftrauchs zu Wurf- fpiefsen, und ColumeiJa (Üb. 3. c. 8.) fagt fogar, daCs in römifchen Gärten die turea planta wachfe.
Lairfonia inermis, Alhenna der Morgenländer, ^CÜD, Hohel. 1, i4-> wo der Wohlgeruch der Blüthen- trauben gepriefen wird. Vergl. Belon obf. 2, 74.
Lau r 11s Caffia, Mutterzimmt, H~p und rVtfFSCp, 2 Mof. 3o, 24. Pf. 45, 9. Hefek. 27, i5. Er kam über Javan, in Jemen, aus Oftindien. Laurus Clnnamomum% Zimmt, fltW*, 2 Mof. 3o, 24« Zu* fammengefetzt wird es mit Balfam, wegen des
Oe!s. Wahrfcheinljch brachten die Midianiter und Nabathäer diefes Gewürz aus den SeeV#fen Arabiens.
Styrax ofßcinale foll n^37 1 Mof. 3o, 37. nach den LXX und Clemens von Alexandrien feyn. Di«
\
Dia
Erftcs Buch. Erftcs Kapitel«
auf Etymologie achten, halten es für die weifse Pap» pel. Avicenna fp rieht vom fyrifchen Styrax p. 198.
Fagonia arabica kann dei4 TT"!"1! 1 Mof. 3, 18* feyn, womit Jehovah den Acker des erften Menfchen verflucht Denn jene Pflanze trägt gar lange wirbei- förmige Dornen.
Euphorbia antiquorum ift vvahrfch ein lieh *t£"}0 Jef. 55, i5. Die Araber nennen wenigftens jene Pflanze *^r-£-
' Portulaca oleracea wäre, nach dem Syrer, Hlö^n Hiob6, 6., welches Luther mit den älteften Ausle- gern durch Eyweifs* überfetzt. Uebereinftimmend ift a t \\ ^ LithofpermumanguftifoliumForsk.fl. aegypt.
p., LXI1.
Michelia Tßampaca foll , nach Adelung , der Baum des Erkenntniffes l Mof. 3. feyn. Indeffen, Her fchönen Frucht wegen , könnte es eben fo gut Eugenia malaccenfis feyn : wenn man nur wüfste, ob beide in Kafchmire wachfen.
Amygdalus communis , M^ndelbaum , tp^. Dies Wort kommt von tpttt munter feyn, weil der Mandelbaum fehr früh blüht, worauf Jerem. t, 11. eine Anfpielung vorkommt. Auch 1 Mof. 3o, 37. foll der Mandelbaum feyn.
Punica granatum , Granatapfelbaum , flD") . Diefer Name ift ins Arabifche U^*/\ unc* ins P°rtu- giefifche romaa übergegangen. Unter den edlem Früchten des gelobten Landes (5 Mof. 8,8.) und Aegyptens (4 Mof. 20, 5.) wird er genannt. Die Reize, auch die geheimften, der Geliebten werden mit diefer Frucht verglichen. (Hohel. 4> 3. i3.) Aus ihr ward ein weinichtes Getränk bereitet. (Hohel.
8, 2.)
Pyrits Cydonia, Quitten, fpKJ (Hohel. 7, 9 ).
fcblifche Flor* 17
Wegen des Wohlgeruchs werden die Früchte ge-
p riefen.
Mjrtus communis , Myrte > DTH oder Cin. Nehenu 8, i5. wird es von H*QJJ Y?, dichtbelaubter Baum, unterfchieden. Damit ift DT^JJ, dicht ver- flochtene Zweige > verwandt, welches Pf. 118, 27. von Onkelos, dem Syrer und Andern durch Myrte, von Luther durch Mayen (Betula alba) öberfetzt wird. Hefek. ig, 1 1 . wird daffelbe Wort für das dichte Laub des Weinltocks gebraucht.
Rubus fanctus konnte der Dorn ftrauch PIDO feyn, den Mofe am Horeb in Flammen fah. (2 Mof. 3, 2.)
Capparis fpinofa ift H^YCN Pred. 12, />., wie es die Alexandriner, der Syrer und Araber überfetzen, und wie fich dies Wort auch im Rabbinifchen erhalten bat. Faber in feinem handfchriftlichen Nachlafs lieft TOTON ^SH , und Öberfetzt : ehe denn die Kaper- firäucher fich vermehren ; d. h# ehe lieh Gräber und Trümmer häufen, auf denen Kapern wachten. Vergl. Beion üb. 2. c. 88. von den Kapern um Jerufalem.
Ciftus creticus liefert freylich das Ladanum der Griechen. Aber das arabifche, deffen Herodot 3, 1 12. a]s einer köftlichen Spezerey erwähnt, und wel- ches Sftrabo (üb. 16. p. 43?« ed. Tzfchucke) Xa^uvov, tivhicrxTov $vpti*[A* iv ZajSai'wv y$ nennt , ift das tb , welches die lfmaeliter aus Gilead (nachmals Peräa), den öftlichen Landen am Jofdan, nach Aegypten brachten»
Nigella fativa ift , nach der Auslegung der Rab- binen n^D Jef. 28, 25., eine Pflanze, die noch in Aegypten gebaut wird. Fälfchlich überfetzt es Luther Wicken. Jefajahfagt: man drefche den nSfJ nicht, fondern fchlage ihn mit einem Stabe aus.
Flacourtia fepiaria Roxb. foll, nach Link's Ver- muthung C Schräders neues Journ* der Bot. 4, i52.), der pJ* Jef. 44> l4* feyn> weil ein verwandtes arab.
Geich, d. Botanik, t. B. 2
lg Erltes Buch. Elftes Kapitel.
Wort üU von Abul Faclli beym Celfius 1 , 192. für einen Baum im felfigen Arabien gebraucht wird , den Link als den von Roxburgh befchrjebenen zu erken- nen glaubt.
Origanum creticum ift 2 Mof. 12, 22., der als die kleinfte Staude, die aus der Wand wächft, 1 Kon. 4> 33., der Ceder vom Libanon entgegen ge- fetzt wird. Trefflich hat Faber (Keils und Tzfcliir- ners Analekten, 1, 10.) durch die Ausfage des Mofe ben Maimon, ~^TN fey j^Ljljo der 'Araber, heraus- gebracht^ es fey der kretifche Sater gemeint. Die- fer (Origanum creticum) ward von Rauwolf häufig in Paläftina gefunden, {Reife, S. i5t.) Doch gicbt Belon (lib. 2. c. 81.) auf den Bergen um Jerufaieru einen wilden Ifop an , der von dem unfrigen unter- fchieden fey und nicht in Kreta wachfe.
Goffypium lierbaceum, Baum wollen ftau de , lie- ferte 13 unc* ^S?> Baumwolle, Byffus, welches fpä- ter (liefek. 27, 16. 1 Chron. i5, 27.) genannt wird. Dafs der ebräifche Byffus gelb gewefen, fagt zwar Paufanias (Üb. 5. c. 5.)» Dann wäre Goffypium religiofum in Paläftina gebaut worden. Dies kann zwar zu Paufanias Zeiten der Fall gewefen feyn, als durch! ausgebreitetem Schifffahrt diefe indifohe Art nach Weften verpflanzt wurde. Aber Vofs (zu Vir- gils Landb. 2, 120.) hat fehr Unrecht, wenn er meint, der reiche Mann in der Parabel habe fich in brand- gelber Baumwolle gebrüftet. Die Uebereinftimmung von y© mit UoLj weifs glänzen, und von mit
tfjttf, weifser Marmor, auch , ireifse Lilie ,
fpricht dagegen. Dafs indeffan die feine Leinwand , fey fie aus Flachs oder aus Baumwolle gefponnen, mit den Namen yi3 und belegt wird, dafür fpricht, dafs Hefekiel 44, 18." da DTTsTD fetzt, wo die Mofaifchen Schriften (2 Mof. 39> 27.) und
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Biblifche Flor,
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13 (3 Mof. iG, 4.) haben. Aus Aram (Chalcfäa) zogen die Tyrier ihre Baumwolle. (Hefek. 27, 16.) Ob im Jofua 2, 6. unter yjT^nUJS (Baumflachs) Baumwollen ftauden zu verftehn feyn, laffe ich dahin gefteJIt feyn. Der Leibrock, rOH3 und rorO, y/rw, hatte wahrfcheinlich von dem Stoff, (^jJziJ , ' coeton , Kattun , den Namen: doch bedeutet (jUiS» auch Flachs und Leinwand. Efther 1 , 6. heifst die köft- lichfte Leinwand 0S"O , perf. (jaJ^sd , welches aus der San fcritfp räche abftammt. (dßat. refearch.
4> 23l.)
Pterocarpus fantaünus, den König auf den Ge- birgen Oftindiens entdeckte , liefert das wahre San- delholz , welches aJs D^E.yjN oder O^tÄN 1 Kön. 10, 11. vorkommt. Der fpätereChronikenfchreiber (2 Chron. 2, 7.) verfetzt es irrig auf den Libanon.
Ervum LenSy Linfen, find unbedenklich CPlJlP
1 Mof. 25, 34* 2 Sam. 17, 20. Noch jetzt arab.
Vicia Faha , Bohnen , eben fo gewifs V1®*
2 Sam. 17,28. Arab.
Cic*r arietinum , Kichern , fcheint H£CD beym Hefekiel 4> 9« zu feyn, weil es mit andern Hölfen- fröchten verbunden wird und der arabifche Ueber* fetzer damit Qbereinftimmt. Vergl. Faber in Keils und Tzfchirners Analekten, 1, 19.
Hedyfarum Alhagi wird unter dem Namen Clöp freylich von Petachia {itiner. p. 191. 192.) beschrie- ben. Hat fich die Bedeutung des Worts nicht geän- dert, fo mufs man Jef. 34» 1 3. SprOchw. 24, 3i. und Hof. 9, 6. diefelbe Pflanze verftehn. Sie wächft allerdings in Aegypten und in Syrien um Aleppo. (Rauwolf Reife, S. 94.)
Scorzonera tuberofa. Diefe Pflanze wächft bey Damafcus. Aus der Wurzelknolle quillt ein Saft
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so Erltes Buch, Elftes Kapitel. «
hervor, der, einer Wallnufs grofs, zu Gummi ge- rinnt , und von den Weibern in der ganzen Land- fchaft, örtlich vom Jordan, beftändig gekaut wird. Es wird als Spezerey dem Maftix vergezogen, Höcbft wahrfcheinüch ift dies das D)DZ (i Mof, 37, 25. 43, 1 1.), welches die Ifmaeliter aus Gilead brachten. Einige Ausleger überfetzen es Storax: die Araber ha- ben noch das Wort &L£L> für Tragacanth. Vergl.
Rauwolfs Reife, 1 17. und Belon Hb. 2. c. 91.
Cichorium Intybus fcheiut itFlti des Talmud zu feyn, wovon D^VTE 2 Mof. 12,8. die bittern Kräu- ter , die zum Ofterlamm gegeffen wurden. LXX irutglbeq. jA erklärt Eon Beitar (Bochart. hieroz.
1 , 606.) als Cichorie.
Artcmifia iudaica? oder A. Apfynthium\ Wer- muth, fcheint rCI^ (5 Mof. 29, 18. Jerem. 9, 14.) zu feyn.
Buxus fempervirens , Buxbaum , ift höohft wahr- fcheinüch T^Nv), welches die Tyrier aus den Infela Khittim brachten (Hefek. 27, 6.)> wo man ftatt D^UJN, D^U.vna lefen mufs. Denn Elfenbein warc^ auch nach Virgil Aen. 10, 137. , in Buxbaum einge- fafst. Doch wird Jef. 60, i3. der Baum als einhei- mifch auf dem Libanon angegeben , wo, ihn auch neuere Reifende gefunden haben.
Pinus Cedrus , Ceder vom Libanon , ift ohne Zweifel T^N, das köftüchfte Bauholz, welches man vorzugsweise vom Libanon holte. Sonft aber wächft der Baum auch auf dem Amanus undTaurus in Klein- afien. (Belon üb. 2. c, 107. 1 10.) Der fpatere Chro- nikenfehreiber (2 Chron. 2, 18.) erzählt, Salomon habe 80,000 Menfchen auf den Libanon gefchickt > um Gedern zu fällen. Indeffen weifs man, dafs die Zahlen in diefen Büchern nicht buchftäblich zu neh- men find. Auch kannte ilefekiel die Natur des
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Bibüfche Flor.
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Baums wenig, wenn er glaubte, dafs die Ceder fich durch Stecklinge fortpflanze. (Hefek. 17.) Jetzt find auf dem Libanon noch neun alte herrliche Cedern übrig, deren höchfte 21 Schuh im Umfange hält. Sooft fah Meier noch 8 bis 900 kleinere. fSchickJale eines Schweizers auf feiner Reife nach Jerufalem, B. 3. S.76 — 75.)
Juglans regia , Wallnufsbaum, ift T^N Hobel. 6, 10. Belon fand ihn am Fufs des Libanon, nach Baalbek zu. (Hb. 2. c. g5.)
Quercus Ilex> immergrüne, füdliche Eiche, ift nPin (Jef. 44» *40> denn es wird mit andern Eichen zufammengefetzt; das verwandte 1*3 führt auf Fettig- keit und Härte, und Belon fand in Paläftina die im- mergrüne Eiche fehr häutig. (Üb. 2. c. 81.)
Quercus Aegilops , die Knopper - Eiche , fcheint meiftentheils ]v?S zu feyn : denn es werden vorzüg- lich die Eichen von Bafan (Batanä'a) als Schiffbauholz gerühmt. (Jef. 2 , i3. Hefek. 27, 6.) Belon fand am See Tiberias Eichen mit fehr grofsen Früchten (lib. 2. r. 90 ) und Schultz (Leitungen des Höchßen, 5 t 072.) auf den Bergen bey Ptolemafs dicfelben, die er defswegen Eichen von Bnfan nennt.
Quercus coeeifera, die Kermes -Eiche , wächft häufig bey Jerufalem. (Belon lib. 2. c. 88.) Auf ihr niftet das Kermes - Infekt , woraus man den Schar- lach ^3ttf (Jerem. 4> 3o. 1 Mof. 38, 28.) bereitete. Dies erhellt am deutlichften aus der Zufamrnen- fetzung mit HI^Tin, der Wurm. (2 Mof. 25, 4- 3 Mof, i4j 40 Davon ift der Scharlach aus der Purpurfchnecke JCipN (Hefek. 27, 7.) verfchieclen. Auch eine dunkelblaue oder violette Farbe 0730 zog man aus einer Meerfch necke, (üefenius hebr. deutfeh. Handwönerb. 2 , 1210)
Dafs Cupreffus fempervirens die Cypreffe, der
fey, woraus Noah die Arche erbaut hab*, fucht
22
Erftcs Buch. Erbes Kapitel.
Celfius (i , 333.) wahrfcheinlich zu machen. Indef- feh hat Onkelos dafür die Ceder, die Alexandriner fetzen i* £u'Xa>v t€t^ atyüJvwv , der Araber Buchsbaum. Aber TÜ'VQ ift faft unbedenklich die Cypreffe: denn belferes Holz konnte Salomo zum Tempelbau nicht wählen. Dasbefte holten die Tyrier vom Senir - Ge- birge (Hefek. 27, 5.)> welches einerley mit dem Hermon oder Antilibanus ift. So fagt der Sirachide (24» 17.) KU7r«^c<rö? iv opeetv 'Af^utulv. Auch Eupo- lemo beyrn Eufebius (praepar. evang. 263.) fagt, Cypreffenholz fey zum Tempelbau gebraucht worden* jVTp Hohel. 1, 7. ift wohl daffelbe mit fyrifcher Aus- fprache , und Faber im handfcbrifilichen Nachlafs quält fich ohne Noth , daraus Sadebaumhoiz zu inachen.
Platanus orientalis* die morgenländifche Pla- tane , fcheint flöniT (1 Mof. 3o , 37.). Hefekiel 3i , 8. rühmt ihn wegen feines fc honen Laubes.
Ricinus communis, der Wunderbaum , ift unbe- denklich der jY^p, der den Propheten Jonas be- fchattete , und dann fchnell verdorrte. Der Talmud ielbft fetzt dafür p*p, welches mit dem xUi des Hero- dot (2, 0,4») vollkommen übereinftimmt. Auch fa- gen die älteften Ausleger ausdrücklich, dafs dies Ge- wächs bey den Arabern gjr^ heifse. In warmen
Sommern wird felbft bey uns drefe Pflanze oft zwölf bis fechzehn Schuh hoch , und gicbt reichlichen Schatten. Diofkorides (4> i64.) vergleicht ihre Höhe mit dem Feigenbaum , Plinius (i5, 7.) mit dem Oehlbaum. Vergl. J. Scaljg. epift. p. 2H9.
Cucurbita C'urullus , Walfermelonen , und C. Chate, morgenJändifche Gurken, find DVVv^N und CnNJ27p , wornach fich die Israeliten in der VVüfte fehnten. (\ Mof. 1 1, 5.) Von DY!E)2N hat fich noch erhalten , der allgemeine Name für Waffer-
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Biblifchc Flor. 2»
melonen. Vergl. Haffelquifts Reffe, S.528. La Ro- que voy. p. 201.
Cucumis Dudaim ift D\VTP? des Rüben ( 1 Mof. 3o , i4-)> deren Früchte wegen ihres WohJgeruchs gepriefen werden. (Hohel. 7, 14.) An ein Mittel, Liehe und Fruchtbarst zu erwecken , kann man defswegen nicht denken , weil Rabel fchon der Liebe ihres Gatten gewifs war. Die allgemeine Meinung» es fey Atropa Mandragora gewefen, fchreibt (ich von der alexandrinifchen Ueberfetzung her , die foJX* /x*ytyar>cf'wv überfetzen. Von diefen Beeren rühmt man im Morgenlande die fcblafmachende , aphrodifi- fche Wirkung. Diofkorides (4, 76.) pfeifet fogar ihren VVolilgeruch, welchen wir doch im AbendJande nie bemerken. Faber hat in feinem handfchriftlichen Nacblafs Ober biblifche Pflanzen durch treffliche Un* terfuchungen erwiefen, dafs auf Cucumis Dudaim, deffen Frucht die Perfer &J^*\ju*0 Woldgeruch in
der Hand , nennen , die Merkmale der Dudaim am beften paffen.
Momordica Elaterium , Efelsgurken , find die rPPp)S der Propheten -Kinder (2 Kön. 4> Sg.). Die Bitterkeit der Frucht, ihre ftark abführende Eigen* fchaft, das Zeugnifs der älteften Ausleser, das Vor- kommen der Pflanze im ganzen Morgenlande, end- lich die Verwandt fchaft mit £-3L£, platzen , zeugen
für diefe Angabe. Die Frucht nämlich platzt in der Reife bey der geringften Berührung. Durch Zufatz von Mehl benahm Elifa der Frucht die ftark purgi« rende Eigenfchaft.
Piftacia vera> Piftacien , find 0^!Q2, die Früchte von Paläftina, welche Ifraels Söhne mit [nach Aegy«, pten nahmen. (1 Mof. 43, 1 1.) Wären dies vielleicht die Myrobalanen, welche Belon am Jordan fand, aus deren Kernen dieEinwohnerOehl bereiteten? (üb. 2. c. 86.)
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24 Erltes Buch. Erltes Kapitel.
Pißacia Terebinchus , die Terebinthe , ift unbe- denklich. TN und HvN. An einem Ort indefs be- zeichnet das erfte Wort offenbar die Ebene Paran , zwifchen Midian und Aegypten , die Gränze der Ho- riter. (i MoC i4> 6.) Luther überfetzt es an diefer Stelle, wie Faber, ganz richtig durch Breite, Fläche: an einem andern Orte (i Mof. 35, 40 durch Eiche, und gleich darauf V. 8. ]V?N eb*n fo. Auch ?V?N hat diefelbe Bedeutung: die Terebinthe bey More war dem Abraham, wichtig: dort baute er einen Altar. . (i Mof. 12, 6.) Unter einer Terebinthe fafs der Engel des Herrn , der dem Gideon erfchien. (Rieht, 6, ii.) Saul lagerte fich im Terebinthenthal bey Socho gegen die FhiJifter. (i Sam, 17, 2.) Abfalon blieb an einer Terebinthe hängen. (2 Sam. 18, 9.) Doch finde ich , dafs Faber mehr für eine allgemeine Bedeutung eines Baums ift.
Pißacia Lentifcus wächft nach Belon mit der Terebinthe fehr häufig in Paläftina. (Üb, 2. c. 81.) Vielleicht ift der Maftix, den diefer Baum liefert, das *n3£, , welches die lfmaeliter aus Gilead brachten« ( 1 Mof, 37 , 25.) Der Name hat fich noch im ara- bifchen {Jr>o erhalten. Man gebrauchte "HS als WundmitteJ. (Jerem, 5i, 8, 46, u. 8, 22.) Er fcheintj wie fich aus allen Stellen ergiebt, immer felteri gewefen zu feyn. Jetzt wird er bloff auf Chios (Scio) gewonnen. (Haffe! quifis Reife, S, 22. iVie- buhrs Befchr. von Ar ab, 14}.) Faber hielt für Storax.
Excoecaria AgaUocha liefert das Aloäholz, von> befonderm Wohlgeruch, welches die Araber aus Oft« indien holten. Unter dem Namen nV?nN führt das Hohelied 4> l4» das Holz neben indifcheuSpezereyen auf. In ßileams Hede (4 Mof. 24, b\) werden die Bäume felbft , D^TJ^) als von Jehovah gepflanzt, gep riefen.
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Biblifche Hort 2$
. Salix babylonica ift die Weide S^JJ , die am Waf- fer zn Babel wuchs, woran der Pfaknift die Harfe häuglv (Pf. i37, 2,) bnr^a"«J, Bachweiden, wer- den 3 Mof, 23, 44« genannt. Der Name K-JrZ hat fich noch erhalten. Eben fo wird HDSB1C (Hefek. 17, 5.) als Weide genommen , da fich ebenfalls UUaJUj, Saffof» als Name einer Weide (S. fubferraia Willd.) erhalten hat. Vergl, Rauwolfs Reife, S. 1 1 1 . % HafTelquifts Reife, S, 544- > Forskol fl. aegypt. p. LXXVL, Faber in Keils und Tzfchirners Analekten, 1 , 20,
Boraffus ßabeWformis liefert nach Herbert de Jager (bey Kämpfer amoen. exöt. p. 668.) das BdeU lium, rTTt3, welches im Lande Cbawilah (im glück- lichen Arabien) gefunden wird. (1 Mof, 2, x3.) Vergl, Forskol fl. arab. p. CXXVI. .
Janiperus Oxycedrus fcheint ÜTY) Hiob 3o/4. zu feyn, deffen Wurzel aus Hunger gegeflen wird. Auch D5T> 1 Kön, 19,5. gehört hieher, unter deffen Schat- ten Elias fchlief. Der Baum wächft am Libanon: (Belon, Üb. 2. c. 94.) Die eine Art Spartium oder* Genifta hieher ziehn , ftfitzen fich auf den arabifchen Namen wie auf den fpanifchen retama. Linne
hielt (ora. nat, p. 27.) garChamaerops humiiis dafür» Ceratonia Sillqua könnte der Baum feyn, deffen Holz Mofes in das bittere Waffer zu Mara that, um es zu verfüfsen. (2 Mof. i5, 25.) Denn Avicenna p. 2o5. ed. arab. rühmt die Eigenfcbaft der ^S&S\ ^(jyrw,
das falzige und bittere Waffer zu verfüfsen.
Atriplex Halimus fcheint Hiob So , 4. zu
feyn, deffen Blätter aus Hunger gegeffen werden.
Acacia vtra ift der dornige Baum , ni2*w , deffea Holz D^DÖ fo häufig, als das befte Zimmerholz vor- kommt, Theophraft lobt (Tiift.^j^) ebenfalls da« Holz diefes Baums zum Schiffbau.
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Erltes Buch. Erltes Kapitel*
Eine Art Acacie, die noch nicht beftimmt ift, liefert die Myrrhe, 2 Mof. 3o, 23. Pf. 45, 9. Belon fah nicht weit von Rama eine Acacie, die er für den Myrrhenbaum hielt. (Üb, 2. c. 80.) Bruce befchrieb und bildete den Baum unter dem Namen Saffa ab. ... .
Phoenix daetylifera, Dattelpalme, ift .TEQ.
Verfchiedene Arten Fuci (denticulatus, articula- tus , crifpus etc. Forskol p. LXXVJII.) und Ulva oryziformis deffelben werden im Ebräifchen FpO ge- nannt : daher der arabifche Meerbufen den Namen Pj^D""D^_ hat. Jonas 2, 6. heifst es: Ppö (Meertang) bedeckte mein Haupt.
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Zweytes Kapitel.
Indifche Sagen von Pflanzen.
In den fehr alten Sagen der Hindu's fpielen die Pflanzen eine vorzügliche Rolle, da die von ihnen entlehnten Bilder der Sanftheit und Zartheit der Ge- fühle, die lieh in jenen Sagen ausdrücken, ungemein gut entfprecheq. Aber es ift äufserft fchwer , die Pflanzen zu beftimmen , die dort erwähnt werden, weil die Namen derfelben Pflanze im Sanfcrit , im Tamulifchen, Malabarifchen , Cingaleßfchen , und andern Dialekten äufserft verfchieden find, und weil wir die Naturgefchichtc der Pflanzen in fo entlege- nen Ländern nicht hinreichend kennen.
Faft am meiften wird Nelumbium fpecidfum Willd., die prächtige Seerofe, gepriefen. Sie kommt unter den Namen: Sirifcha, Tamala* Knmala, Kamalatay vor: die Chinefen nennen ße Ho»fu in der heiligen, und hien • hoa in' der gemeinen Sprache. (Anquetil da Perron \mOupnekhat9 i. p. 4^40 Sie wird von den Brahmanen, Chinefen, Tibetanern und Nepalern für
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Erltes Buch. Zvreytes Kapitel. 27
beilig gehalten. Ihr Schwimmen auf dem Waffer, ihr Sinken vor den brennenden Sonnenftrahlen , die kreisrunde Form ihrer grofsen Blatter mit ftachlich- ten Stielen, die Gröfse und fchöne Rofenröthe ihrer Blumen, ihr angenehmer Zimmtgeruch , die Menge des Blüthenftaubs , die befondere Bildung und grüne Farbe des Embryons im Samen , alles fchien den Brabmanen geheimnlfs - und bedeutungsvoll. fAfiatick refearch. 1, 261.) Lakfchmi, die Göttinn des Ueberflfffes , die Tochter des Ooeans. und der Nacht, fegelt in einer Sirifcha- Blume auf dem Meer. Cnew afiat. mifcell. n. 1 . p. 5.) Sie ift die Blume der Nacht: der Mond öffnet ihre Wohlgerüche. In der Sakontala CS. 63. Ausg. von Herder J werden die Blatter als Fächer gebraucht. Gerade fo, wie die griecbifchen Aegypter ihren Harpokrates, haben die Tibetaner eine kindliche Gottheit Pocio, deren Thron eine herrliche Blume des Nelumbium ift. Brahma fchwimmt, wie Ofiris, auf dem Blatte der Pflanze.
Auch die eigentliche Lotus -Pflanze, Nymphaea Lotus, kommt häufig in den indifchen Sagen vor. Von den Fafern der Lotusftengel macht Sakontala ihre Armfpangen.
Der Nagakefar, eine herrliche Frühlingsblume von trefflichem Wohlgerucb , fleifsig von Bienen be- fucht, ift Pandanus odoratiffimus.
Die Madhawi- Winde , mit rothen Blumen , die fich dem Amrah-Baum vermählt, wird fogar in der Sakontala zu Lauben benutzt: es ift Ipomaea Qua* znociit.
Die Malati -Blume (Sakonc. 36.) ift Jafminum Sambac.
Die Kuwalaya- Blume, die wie die Fingerfpi- tzen der Königinn glüht, ift Convolvulus panioulatus.
Der Wetas • Bauin , im Waffer gebogen , ift Ficus indica.
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Oft. Erltes Buch, Zweytes Kapitel.
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Die Pippala ift Piper longum. (Fleming in aßat* refearcfu 1 1 , i 74.)
Das Kuffa , ein geheiranifsreicbes Opfergras , deffen fpitze Halme frechen , ift Poa cynosuroides Retz, (Sakontala> S, 84. 89.)
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Drittes Kapitel.
Aegyptifche, griechifche und rümifche
Sagen von Pflanzen.
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Zahllos find die Sagen der alten Welt von Pflan- zen , mit dem Leben ihrer Gotter und Heroen ver- webt. Ueber zeugt, dafs noch eine febr reiche Nach- lese gehalten werden kann, begnüge ich mich, nur einige diefer Nachrichten mitzutheilen. f
In den Sagen und Denkmälern des alten Aegy- ptens find faft nur fünf Pflanzen aufgezeichnet : der Lotus, das Papierfcbilf , die Perfäa, das Krommyori und der Sykomorus.
Lotus ift das Nelumbium fpeciofum , welches den alten Aegyptern eben fo heilig war, als den Hindu's und andern öftlichen Völkern. Oliris fchwamm auf einem Lptnsblatt: Harpokrates fand feine Wiege auf einem folcben (Cuper Harpocr.p. 14.): lßs wurde mit Lotusbkittern gekrönt abgebildet. (Pococke's Reife, 1. T. 60. Gl,) Die Früchte (nuauc? a/yü7rrio?) wurden gegeffen: nur den Prieftern waren fie verboten. (Cic. de dmn, 1 , 3o, SmitKs exot, bot. n. 7. t, 3i , 32.)
Das Papierfchilf ward zu Kränzen der Könige und Götter verwandt. Ageülaus, als er nach Aegy- pten kam, freute (ich der Krone von Biblus, die ihm die Aegypter verehrten , wegen ihrer Leichtigkeit. (Theophrafi bejm Plutarcii im AgeßL c, 3b.) Der
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Erftes Bach. Dritt« Kapitel. 39
Antiftes der Priefter trug allein Schuhe von Papier» fchilf. fBöttigers Ideen zur Archäol. der Maler, S. 78.)
Die Perfäa (Cordia Myxa) war mit den erfreu Ansiedlern aus Aethiopien gekommen. (Dfodor. Sie* \y 54.) Daher, und wegen der« zierlichen Blät- ter, auch wegen des angenehmen Gefchmacks der Fracht , war fie den Aegyptern heilig : daher man die Blätter auf den Bildfaulen der Ifis und auf den Mumien abgebildet findet. (Plutarch. de Jf. et Ofir. p. 378.) Im i3ten Jahrhundert war der Baum in Aegypten faft verfchwunden. (ßyheftre de Sacy zum Abdollatif* p.47.)
Das Krommyon, Meerzwiebel {Scilla maritima) ward göttlich verehrt. In Pelufium ftand ein Tem- pel {Lucian. Iupit. trag. p. i52.): denn die Waff er- sucht, durch die SumpfJuft (Typhons Plage) erregt, lernte man früh mit Meerzwiebeln behandeln. Da- her in der heiligen Sprache der Aegypter viel Alle- gorieen vom Krommyon vorkamen. (J amblich, myfter. Aegypt. 7, i5o.)
Der Sykomorus gab faft un?erftörbares Holz zu den Särgen der Mumien. ^Abdollatif p. 91. Warne* kros im Repert.für morgenl. Liter. 1 1, 224. 12, 8 t .) Norden fand ihn auf einem fehr alten Kunftwerk ab- gebildet, (yoy. en Egypte, t.t. 58.)
Die Griechen und Römer haben uns in ihren herrlichen Kunftwerken fehr wenig Darftellungen von Pflanzen hinterlaffen : defto häufiger ericheinen fie in ihrer Mythologie.
Auf dem Schilde des Achill (II. 18, 56 1.) war die Weinlefe dargeftellt. Nach diefem ift der Schild des Herkules , den Hefiodus befchrieben , der be- rühmtefte: auch diefer enthielt die Darfteilung einer Weinlefe, wie Herkules felbft mit Weinlaub gekränzt, öfter abgebildet wurde. Auf dem Kaften des Kypfe- lus, der im Tempel der Here zu Olympia aufbewahrt
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£0 Erltes Buch, Drittes Kapitel.
wurde, war unter andern Atlas abgebildet, wie er die Aepfel der Hefperiden trugt, auch Bacchus, in einer Hole liegend , um weiche Apfel- , Granatbäume und Weinftöcke ftanden. (Paufan* 5, 18. 19.) Die Aepfel der Hefperiden werden gewöhnlich für Citro- nen oder Pomeranzen gehalten , weil Athenäus fie (deipnof. 3, 7. p. 324« ed. Schweigh.)«uocr/x« und ußgurcc nennt. Aber ße wuchfen in Maurita nien und am Fufse des Atlas. (P/£/i. 19,4» ^7, 2. Virgil, aen. 4, 4^5.) Die Agrumen aber kommen aus dem Morgenland : da- her Wallroth {Gefell, des Obfces der Alten, 111. 11 2.) nicht mit Unrecht vermuthet, es feyn Quitten, die der Göttinn der Liebe geweiht waren. (Antiphil. in Brunck anal. iy 171. Theokru an vielen Stellen.) WieHerku- les die von dem Drachen Ladon bewachten Aepfel der Hefperiden und diele Jungfrauen felbft raubte> erzählt Diodor von Sicilien (4, 27.) am weitläafjgften.
Auf den Münzen der Cyrener wird ein Zweig der Ferula tingitana mit den Bildniffender Beherrfcher oder Vorfteher des Staats dargeftelJt, weil der köft- liche und für das Land einträgliche Saft Silphium aus diefer Pflanze gewonnen ward, (Schol. Arifioph. Plut. 218.)
Das Entftehen der Pflanzen erzählen die griechi« fchen und römifchen Mythologen in Verbindung ^nit ihrer fabelhaften Götterlehre.
Sehr berühmt ift die Erzählung von dem Tode des Spartaners Hyacinthus, für den Apoll in Liebe entbrannt war. Er ward in die Blume gleiches Na« mens verwandelt , auf deren Blättern die Klagetöne AI AI, oder der Anfangsbuchftabe des Namens , wenn man jene umkehrt , zu lefen Gnd. Darum fagt Lucia n (dial. deor. 14.) ' die Blume fey fehr fchön und enthalte Buchftaben, die Klagetöne um den Tod- ten ausdrücken. (yp«fcju«TÄ l^cv iiretiu&vrx tw vtxpw.) . Man vergleiche auch Mofchus Grabfchrift auf Bion,
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Aegyptifche, griechifche u. röm. Sagen v. Pflanzen. 3X
Apollodor (lib. 3. c. 10, 3.) und Ovidte Metamor* phofen 1 o, 2 1 2. f. Andere, wie Nikander (Athen. 1 5» c. 9*p. 492*) undPaufanias (üb. 1. c. 35.), erzählten, der Telamonier Ajas fey in die Blume Hyacinthus verwandelt worden, und die Anfangsbuchftaben fei- nes Namens feyn den Blättern jener Blume aufgezeich- net. Fragt man , welche Blume der Hyacinthus der Griechen gewefen, fo haben zwar mehrere, auf der reaKrooenblattern die Zöge VV oder AA gezeichnet find, Anfprüche darauf; allein Paufanias Befchrei- bung einer Pflanze, die bey Salamis wachfe, kann, am beften auf Gladiolus communis , befonders auf die Abart triphyllus Sibthorp. fl. graec. t. 38., die er auf Cypern fand, bezogen werden. Vergl.auch Plin. 21, 11. f. 38. und Vofs zu Virgils Landb. 4, i$7. S. 780. f.
Dafs Narciffus, für fich felbft in thörichter Liebe
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entzündet , in die gleichnamige Blume verwandelt wurde, ift aus dem Paufanias (9, 3i.) und Ovid {metarn. 3, 5 10.) bekannt. Es mufs Narciffus Ta- zetta gemeint feyn , denn die innere fafrangelbe Blu- menhalle, von weifslichen Blättern umgeben, wird ausdrücklich bezeichnet.
Dapbne, von Apoll verfolgt, 'ward in einen Lorbeerbaum verwandelt. (Apollon. argon. 1,12. Eußatlu ad II lad. 1, 14.) Selbft auf Gemmen wird diefe Verwandlung dargeftellt. (Maffei 2, t. 44«)
Die Heliaden, Töchter der Sonne, wurden in Schwarzpappeln verwandelt, welche Elektrum (Bern- ftein) ausfchwitzen. (Diodor. Sic. 5 , 23. Virgil, aen. 10, 190. Ovid. metam. 2, 34o.) Dies erzählt auch Strabo, mit dem Zufatz: es fey am Eridanus gefche- hen, welcher nirgends gefunden werde, obwohl man fage, da(s er ein Nachbar des Padus fey. (Üb. 5. c, 1. §. 9. p. 1 1 o. ed. Tzfchucke).
Der Mythos von den Hamadryaden , oder Nyra-
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32 Erltes Buch. Drittes Kapitel.
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phen der Bäume, die gleich lange mit diefen lebten , .ward zuerft von Pin dar erdacht. (Schal. Apollon. ar- gon. 4 > 479») Daher Venrath diefer Name in d$n Or- phifchen Hymnen (i , einen fpätern Urfprung.
Den Namen Dryaden und Epimeliden legten die Arkadier zuerft den Najaden bey. {Paufan. 8 , 40
Minthe, die Geliebte des Hades, ward von Koro aus Eiferfucht in die Garten - Münze verwandelt, die Einige auch yjö'jo&pov nennen. (Strabo Üb« 8» c. 3* $• »4* P* 7^« Oppian. halieut. 3, 386.)
Der Mandelbaum Tollte aus den Zeugungstheilen des Agdiftis hervorgefprofet feyn. (Paufan, 7, 17.) .
Cypariffiis, Apolls Geliebter, ward durch zu tiefe Trauer in eine Cypreffe verwandelt» (OvuL me~ tarn. 10,1 56.)
Die Fichte war ein Mädchen, von ßoreas und Pan wetteifernd geliebt, von jenem getödtet. {Long, paftor* 2. p. 07.)
' Das erfte Veilchen entftand, als die Nymphen Ion, des XuthusSohn, kränzen wollten. (JSicander beytn Athen,, lib. i5. c. 9. p. 49<>-)
Die Rofe entftand aus dem Blut der verwunde- ten Aphrodite» die Anemone aus ihren Thräuen,
(Bion 1 , 6«'».)
Das Adonis-Röslein aus dem Blut des Adonis, den Aphrodite liebte (Ovid. metam. 10, 7250- die Myrte erwuchs aus dem Leichnam der Myrfine. (fieo- pon. 11,6.)
Der Mvrrhenbaum war früher ein thörichtes Mädchen , die fich in ihren Vater Kinyras verliebte. {Anton. Liber. 33. Ovld. metam. 10, 490.)
Die Nvmphe Kiytie wurde in eine Blume ver- wandelt , die man für Hefperis matronalis halten kann» QDvM. metam. 4> 267.)
Leukothoe, von Apoll geliebt, blühte als Weih- rauch bäum auf. (Ovid. metam* 4 > 2 5p.)
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Aegyptifcbe., griechifcbe u, röm. Sagen r. Pflanzen. 33
Durch dergleichen Mythen wurde Pherenikus aus Heraklea befonders berühmt. Oxylus, fabelte er, habe mit feiner Schwefter Hamadryas den Feigen- baum , den Weinftock, dieCornelle, die Ulme, die Pappel und die Buche gezeugt: daher heifsen alle diefe Bäume Hamädryaden : und Hipponax habe mit Recht den Feigenbaum die Schwefter des VVeinftocks v nennen können {Athen» 3, 5. p. 3o7. Schw.).
Diefe Sagen und Mythen beweifen , wie werth den Alten die Pflanzenwelt und wie innig verflochten fie mit ihrer Mythologie war.
.Viertes Kapitel.
Homerifche Pflanzen.
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Faft ein Jahrtaufend älter als unfere Zeitrech* nung find die herrlichen Gefänge, die man unter dem Namen der Uias und Odyffee kennt. Es hatten fich inlonien, wo diefe Gefänge gedichtet wurden, und in Griechenland zu jener Zeit zwar fchon mehrere Freyftaaten gebildet; aber die meiften Städte und Ge- biete wurden von Königen beherrfebt. Die erften Kenntniffe verbreiteten die Phönicier, welche unter Kadmus in Theben einen Pflanzftaat errichteten (i5oo vor Chr.). Die Kenntnifs der Erde erftreckte fich oftwärts bis nach Kolchis , wohin die Argonau- ten ihren berühmten Zug (1270) angeftellt hatten; weftwärts bis an den leukadifchen Felfen (Gibraltar), wo des Okeanos Quellen angenommen wurden. Aber von den Kuften Spaniens, Italiens und Galliens hatte man die dunkelften Vorftellungen , obwohl Evander fchon (1260) die Arkadier nach Latium, Aeneas die Trojaner nach dem mittlem, und Diome- des die Argiver nach Unter - Italien geführt hatte« Trinakria (Sicilien) war etwas beffer bekannt. Von
Geich, d. Boumk. 1. fi. 3
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34 Erftes Buch. Viertes Kapitel.
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Afrika, felbft von Aegypten, kannte man kaum die Küften. Die Nordländer Europens waren überThra* cien hinaus ganz unbekannt.
„Dort nun lag das Land und Gebiet der Kiramerifcbea
Männer.
eingehüllt in Nebel und Finlternila : nimmer auf jene Ichauet Helios ber mit leuchtenden Sonnenftrahlen , fondern entletzliche Nacht umruht die elenden Menfchen."
Die Pflanzenken'ntnifs der Griechen im Homeri- fchen Zeitalter befchränkte lieh alfo auf die nützlichen Gewächfe Kleinafiens und Griechenlands , und auf wenige" Pflanzen, die die Phönicier aus Aegypten, Libyen und dem fernen Spanien mitgebracht hatten.
Unter jenen einheimifchen Gewächfen war der Oehlbaum eins der wichtigften. Eine fpätere Sage wollte, dafs ^Herkules, als er den Prometheus be- freyt, vom Kaukafus den Oehlbaum nach Griechenland gebracht habe (Schol. Apollon. argon. 4> i5o,6.)# Es werden zwey Abarten des Oehlbaums unterfchieden : der wilde ($uXAj) und der zahme (Amt). In der llias (17, 55.) wird Euphorbus mit einem Oehlbaum verglichen, den ein Landmann an wafferreichen Or- ten erzogen un;l den nun fchimmernde BJüthe bedeckt. Vom Holz desOehlbaums wurden dieStieleder Streit- äxte gemacht (11. 10,612. Od. 5,236.). Aus dem Stamm des weitumfehattenden Oehlbaums zimmerte fich Ödyffens fein Ehebett (Od. 23, 190.). Die Keule des Kyklopen war aus gleichem Holz (Od. 9 , 52o.). An der forkynifchen Bucht in Itbaka war ein fchattender Oehlbaum, daneben eine Grotte, den Na- jaden geweiht (Od. i3, 102.).
Die blühende Efche (Fraxinus Ornus)% die noch jetzt, nach Hawkins, auf felfigen Bergen durch ganz Griechenland wächft, ift y,s\iat der llias. In des Ge- birgs Waldthalen wachfe fie (11. 16, 767. i5, 178.).
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Homerifciie Pflanzen* ^5
Die Speere , Lanzen und Wurffpiefse wurden aus Eichenholz gemacht (U. 2, 543.). Diefeheifsen daher tx |u«r>jvÄ odfer jULsXtxi. Ja der lanzenkundige König Priamus ift eüfJiy.e'kioLq (II. 4, 47»)«
Crocus vernus und aureus Smith, find die erften Frühlingsblumen in Griechenland. Als Zeus Here umarmte , da fprofsten aus heiliger Erde Lotus mit thauiger Blum', und Krokus, fammt Hyacinthus (II. *4> 347.).
Scirpus paluftris, Holofchoenus , mucronatus und maruimus wachfen häufig am Meerftrand der griechi- fchen Infein. Sie machten das Bin Ten - Lager {axoivoq) desOdyffeus, da er an den Strand von Scheda ver- anlagen ward (Od. 5, 463.).
Cyperus longus , der in Griechenland fehr ge- mein, könnte das Homerifche KV7rstQov feyn (Od. 4, _6o3.), welches Vofs mit Unrecht zum Galgant macht und ihm das Beywort nährend giebt, wovon Homer nichts fagt.
Cyperus Papyrus war den Griechen durch die Phönicier bekannt geworden : denn aus dem Balte des Byblus hatte man Schifffeile, womit auch die Pforten verfchloffen wurden (Od. 21 , 3o,i»).
Arundo Donax diente den Homerifchen Helden zu Pfeilfchäften. Ausdrücklich heifst es bey der Ver- wundung des Eurypylus: das Rohr brach ab («kXäVS-jj Ii tiv*!> 1J. 1 1 > 583.). Daffelbe, oder A. Phragmiees, wurde als grauwolliges Schilf, aus fumpiigen Wiefen gefammeJt , zum Decken der Zelte angewandt (II. 24,45o.).
Die Getreide- Arten , deren die Homerifchen Gefance erwähnen . find nicht ganz über allen Zwei* fei erhaben. Sommer- Weizen ift wohl Trvgof, der auch der liebliche, /u$X/>j&u<;, genannt wird. Aber, f'aeroftals Pferdefutter vorkommt (II. 8, 188. 10, 563.), fo meint Galen, man könne eher r((p^ dafür
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Erftes Buch. Viertes Kapitel,
fetzen, welche er auch /*mpo; Trupo? nennt (de faculc. ahm. i, 3i3.). Dann wäre es Einkorn, Trieicum monococcon. Allein gerade* der Zufatz , lieblich , pafst auf dies fchlechte Getreide nicht, . und wir müf* fen eben fo fehr die poetifche Freyheit hier in An- fpruch nehmen, als wenn Hektor feinen Roffen Wein zum Getränk vorfetzt (II. 8, 188.). Gerfce , xp*£>j, auch xpf, wird die weifsliche {Xevttov) auch die ftau» dende oder fchattende («Jgu^ug;) genannt (Od. 4> 41.604.).
Triticum Spelta und Zea , Dinkel und Spelz, die neuerlich wieder von Hoft {gram, auftr. 3, t. 29. 3o.) unterfchieden worden, wandte man vorzugsweife als Pferdefutter an. Jenes ift oXup« (1). 5, 196.): diefes tfii* (Od, 4, 4l« 604.)» Herodot fagt von den Aegyptern (2, 36.): 6e leben von Getreide, welches anderwärts den Thieren vorgeworfen werde : dies fey eXi>£*, welche Einige auch nennen.
Ficus Caricay der Feigenbaum (epjyeo?) kommt fehr oft vor. Lykaon, Priamus Sohn, befchnitt felbft Feigenbäume in des Vaters Garten.
Cornus mascula, die CornelJe (Kp«v*/jj), heifst die zühumwachfene (rotvv^Xotos 11. 16, 760.). Rothe Cornellen , als Schweinefutter, fchüttete Kirke den Gefährten des Odyffeus vor (Od. 10, 242.).
Viola odorata, Veilchen, ift lov, welches mit Ep- pich (Apium graveolens , criXtvov) die Wiefen der Kalypfo verfchönerte (Od. 5, 72.). Der letztere heifst richtig: der fumpfentfproffene , i\si$(sirrov
.(11,2,776.). • '
Tamarix gallica, die Tarn arifke, ift /uv^i**}, ein Strauch mit ruthenartigen Zweigen, worin fich die { Roffe des Adraftus leicht verwickeln und hinftürzen konnten (II. 6, 59.).
Zizyphus Lotus Willd. ift der bekannte Lotus * an den KüTten Libyens, deffen Frucht in der Odyffee
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Homerifche Pflanzen« 37 .
(9, 83.) blähende Speife, av&vov genannt wird.
Sie ift allerdings lieblich von Gefchmack, aber diefer ward durch lange Entbehrung der Seefahrer noch mehr gewürzt.
Der Weinbau war zu Homers Zeit fchon allge- mein in KleinaGen, Griechenland und auf den Infein. Berühmt ift der Weingarten desAlkinous auf Scheria, wo Trauben am Sonnenftrahl dorrten (OH. 7, 120.): bekannt auch des Laertes Garten, worin fünfzig Re- bengeländer dem jungen Odyffeus verehrt wurden (Od. 24» 342.)» Der pramnifche Wein, von Pra- mne, einem Berge in Karien, fcheint füfs gewefen zu fcyn (MMf. fchol. ad II. 11, 638.).
Ulmus camppßrisy die gemeine Rüfter, ift «rr«- 3l€* (II. 6 , 4*9- 21,242.).
Das pwku9 welches Hermes dem Odyffeus als Gegenmittel gegen die Trunkenheit empfiehlt, nennt Sibtborp AlliumDiofcoridis {Smith fl.graec. l.p. 222.). Aufser den weifsen Blumen giebt er aber keinen be- fondern Charakter an. Indefs fragt fich, ob des Diofkorides Moly auch das Homerifche fey. Diefes fcheint vielmehr A. nigrum Gouan. zu feyn. Es wächft auf allen Infein des Mittelmeers.
Berühmt ift die Afphodelus- Wiefe an Okeanos Hut und am leukadifchen Felfen, im Lande derTräu- me, wo die Seelen wohnen, die Luftgebilde der Tod- ten (Od. 24, i3. i4* 11 y 539.). Dies ift Afphodelus ramofus* der im füdliohen Spanien, wie auf den grie* chifcben Infein allgemein ift (Löfting fpan. Länder, S. 25. Smith fl. graec. 1 , 233.). Heilig ward der Afphodelus von den alten Griechen gehalten, und auf Gräber gepflanzt (Porphyr, beym Euftath. Od. 10, 573.). Die Knollen waren in den äiteften Zeiten von denPe- lasgern gegeffen worden {Heftod, op. . et dies, 4°«)> und Pythagoras foll noch diefe Speife geliebt haben (Porphyr, vi*. Pythag. p< 1 g5.)»
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Er£tes Buch/ Viertes KapiteL!
Ein Lotbeer -Gebüfch wird auf Sicilien erwähnt (Od. 9, i83.).
In vden Obftgärten des Alkinous und Laertes kommen Birnen (oyxvxt)> Granaten ($o$*t) und Apfel- bäume mit lieblichen Früchten IpjXio« dyXatUizgTrci) vor (Od. 7, n 5.), wobey Plutarohs Erklärung diefes Bey Worts (fympof. 5 , 3.) nachzufehn ift.
MefpÜus monogyna Smith., der auf Zakynthos wenigftens häufig wächft (Smith ß. graec. t , 342.)^ kann »xsphoh der Hagedorn, feyn, womit Eumäus das Schweingehege umgab (Od. i4> 10.). Er giebt fehr gute Hecken. Pattend ift Euftatbius Ableitung des Worts von i%*%Q$<> weil folche Hecken fich nicht gut anfaffen laffen. Allgemein find folche Dorngefträu- che uiy,ot(Ticti , womit Laertes und feine Knechte den Garten einhegen (Od. 24» 224.). Er felber trägt Handfchube, um der Brombeeren (ßxro<;) willen. Rubus fruticofus wächft auf allen griechifchen Infein fehr häufig.
Papavsr fomniferum , Mohn (ju»jxwv), ward in Gärten gebaut (11. 8, 006.). Von feinem durch Re- genfchauer gebeugten Haupt wird ein fchönes Bild hergenommen. Theoer. id. 1 1 , 5j.
„Bald zaublumigen Mohn , mit purptKoem Blatte tum
Klatfchcn."
Das vjjTTfv^ (Od. 4» 220.), welches Helena in den Wein mifcht, ift Mohnfaft.
Vitex Agnus ift i >-uyö<?> aus deren Zweigen man allerley Fiechtwerk macht (Od. 10, 166.). Ariftarch berichtet bey Athenäus (deipnof. hb. i5. c. 5. p. 446. Schweigh.), dafs die Alten auch Kränze daraus ge- macht haben. Es heifst «px*«* Kxpwv eriipos (daf. pr 4-5 1
Cicer arietinum, Kichern, i$ißtv&Qf (iL 13,589.)
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Homerifche Pflanzen. 39
und fchwarzgefprenkelte Bohnen, Vicia Faha, xu«- jtttj tus'kAVQXtQQf$ (II. a5, 589.) wurden auf Feldern ge- baut. Jene heifsen noch jetzt auf Kandia geßi&$ (Smith fi graec. 2 , 75.).
Lotus corniculatus ift wahrfcheinlich der Xwrcf, den die Pferde gern freffen (IJ. 2, 776. Od. 12, 2S3.).
Wahrfcheinlich ift -fyüoV, welches mit wiiraifev' und X*>to* an Flüffen wächft, ein Carex oder luncus (U. 2 1 , 35 1 ,).
Alnus oblongata Willd., die füdliche Erle, ift die xXjy>9-pjj auf der Infel der Kalypfö (Od. 5, 64-)»
Die Homerifchen Eichen können füglich auf zwey Arten: Quercus //ex, die immer&rüne, füdli- che, ^If, mit dunklem Kernholz (piXavhguoq Od, i4, und Qu. Efculus, die efsbare Eiche ($tyyo?)>
zorückgebracht werden. Die Früchte von jener heifsen axuX«, von di efer ßikowoi. Die letztere war dem Zeus heilig (II. 5, 69s.).
Platanus orientalis kommt einmahl als 7rA.«T«y/- ovo? vor (11.2, 007.). Die, wie Vofs, Ahorn verftehn, berufen fich auf den Zufatz , obev gist ayWv ÜIwq ; allein, dafs dies nicht auf den Baum, fondern auf den Quell am Altar geht, lehrt der Zufammenhang. Es wäre auch fonderbar, wenn man den rohen auf- zeigenden Saft des Ahorns hier als Quelle klaren Walfers gemeint hätte. Ahorn hiefs Überall <T$>tvhaty,vofy
Pinus Picea , die VVeifstanne, ift atsuioj (11. 23, 328.). P.Abies> die Kreuz- oder Rothtanne, cXaenj. Sie wächft auf dem Ida (II. 14, 287.). Aus deni Holze wurden Maften (Od. 2,424»)> ^cnö?> geglät- tete Ruder (II. 7, 5.) und Zelte verfertigt (II. 24,45o.). P.Larix, die Lärche, ift a7tu$, die hoch und ftatt* lieh auf Bergen wächft und gutes Schiffbauholz giebt (IJ. i3, Sgo. 16 , 483.).
Thuia articulata Vahl. fcheint doch eher das •&<?vauf der lnfel der Kalypfo (Od. 5, 60.) als Citro-
40 Erbes Buch. Viertes Kapitel.
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nenholz zu feyn , wofür es die meiften Ausleger neh- men. Das letztere giebt verbrannt keinen Wohlge- ruch, wie das erftere: auch war der Citronenbaum den Griechen Im heroifchen Zeitalter fchwerlich be- kannt. Denn Theophraft berchreibt dieCitronen als medifche Aepfel, deren Kerne man in Töpfe fäete. Aber -9-u'ov oder $vtct des Theophraft, nach der Aldina (hife. 5,5.), ift unbezweifelt Thuia articulata.
Cupreffus fempersrirens , die Cypreffe, ift kuw«- (Ittos (Od. 5 , 64. » 7 9 34o,).
Weiden, iteoj, heifsen fruchtabwerfend («A*<n- x«p7rw, Qd* 10, 5 10.), welches Beywort ganz mit der Natur Obereinftimmt. Vergl. Theophr. bift.3, 1.
Populus alba, die Weifspappel, foll nach dem Scholiaften (W. i3, 389. 16, 482.) ^ey°>
weil fie Herkules aus dem Acheron mit auf die Ober- welt gebracht. P. graeca Ait. ift müyeipos , die hoch und luftig wächft und das Waffer liebt (Od. 7, 106. 17, 208.).
Buorus fcmpervirent , Buchsbaum , von deflen Holze das Joch der Mäuler des Priamus gemacht war (11. 24,269.).
DerPalme (<pom}>) wird nur einmabl (Od. 6, i63.) am Opfcraltar Apolls in Delos erwähnt.
Phucagroftis maior Caul. oder Zofiera marina machen das gewöhnliche Meergras im Mittelmeer (<pvKoq) aus (11. 9 , 5.). Der Strand heifst meergraßg (L. 23, 6g3.).
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Fünftes Kapitel.
Erfte Grundzüge der Naturlehre
der Gewächfe.
Wir haben fchon oben bemerkt, dafs der Hang zum Wunderbaren das frühefte Nachdenken Ober die Entftehung der Dinge leitete, dafs alfo die älteften Phüofophen ficb an die göttlichen Sänger anfchloffen, welche die Entftehung der Welt als heilige Mythen vortrugen, fieym Nachdenken aber die Natur der Pflanzen war es fehr begreiflich , cfafs diefe mit den Tbieren verglichen wurden , welche den Menfchen näher fteben, und dafs dergeftalt Allego rieen gebildet wurden, welche in den meiften altern Philofophemen vorherrfchen.
Wenn Thaies von Milet, der Ahnherr aller griechifchen Philofophen, die ganze Natur für befeelt hielt und alles voller Götter glaubte {drifi. de anirru I, 2. 5.), fo blieb er offenbar bey dem alten Volks* glauben, den die Dichter verfchöoert hatten. Wenn er die Entftehung aller Dinge aus Waffer annahm, fo erinnert dies offenbar an den alten Mythus, dafs Okeanus der Vater, und Tethys die Mutter aller Dinge fey (11. l4>2oo.): und Ariftoteles legt viel- leicht mit Unrecht die Induction zum Grunde, wie die Saamen der Pflanzen und Thiere urfprunglich Tropfen FlüfGgkeit feyn (metapJu I , 3.).
Orpheus foll, nach Plinius (25, 2.), über die Pflanzen gefchrieben haben. Schwerlich aber ift darunter der alte Hierophant, des Oeagrus Sohn, zu verftehn, der zu Danaus Zeit gelebt haben foll (6jn- celL chronogr. p. 125.). Unter feinem Namen wur- den im Alterthum eine Menge Schriften verbreitet, deren Zeitalter üch nicht beftimmen läfst, da wir,
auker den Hymnen, nichts mehr von ihnen befitzen.
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4* Erbes Buch. Fünftes Kapitel.
Pythagoras von Samos foll, nach eben des Pli- dius Zeugnifs (25, 2.), ein Werk über die Kräfte und Wirkungen der Pflanzen gefchrieben, und dem Apoll und Aefkulap überhaupt die "Erfindung diefer Kräfte zugeeignet haben. Er fei bft habe die Kenntnifs der heilfamen Gewä'ohfe von den Weifen Aegyptens und den Magiern Perßens priemt. Unter diefen Pflanzen wird die Meerzwiebel befonders genannt, die, wie wir fahen, die 'Aegypter göttlich verehrten. Pytha- goras bediente fich des Meerzwiebel- Effigs beftändig, und foll dadurch fein Leben bis auf 1 17 Jahr gebracht haben (Tßudo Galen.deeupor^.^Z.). Daffelbe Mit* tel lernte Epimenides von Knoffus , ein Zeitgen ofs des Pythagoras, wahrfcheinlich in Aegypten kennen, und fie erhielt von ihm den Namen der Epimenidi- fchen (Thepphr. hiß. pL 7, 11.), Auch den Kohl CBraffica oferaceqj, der auf Hügeln am Strande Grie- chenlands wächft fS'mith ß, graec. 2, p. 3o.), pries Pythagoras, wegen feiner Heilkräfte CPlin* 20, 9.). Doch ift die Frage, ob die KQxpßrj des Pythagoras nicht vielmehr gi<pxvos der Spätem, oder Rettich, gewefen, welchen die Alten gegen den Raufch empfahlen fAehen. deipnof. 2, 25.). Anis, der auf den Getreide-Aeckern in Griechenland wild wächft (Smith ß. graec. 1, 204.)» ward von Pythagoras befonders gegen den Scorpion- bifs, mit Wein getrunken , gepriefen (Win. 20, 17.). Den Senf rühmte er , wegen feiner das Gehirn reizen» den Eigenfchaft (Plin. 20, 22.) -
Nach und nach entfernten fleh die Philofophen -von der gemeinen Volksmeinung, da die erwachte Vernunft fich nicht mit der Annahme der unmittelba- ren Einwirkung der Gottheit begnügen konnte. Sie liefsen körperliche Wirkungen von körperlichen Ur«-^ fachen entftebn, und fanden in den Verhälthiffen an- genommener Urftoffe der Dinge die Gründe der Er- fcheinunged der Körperwelt. Wie ThaJes das Waf-
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Erfte Grundzuge der Naturrlehre der Gewächfe. 43
fer als die erfte Materie anfah, fo lehrte Anaximenes, dafs die Luft, Pythagoras, dafs das Feuer, undXeno- pbanes von Kolophon , dafs die Erde als Grundstoff alier Dinge betrachtet werden muffe. Der Gegen« (atz zwifchen diefen Urftoffen brachte die Pythagoreer fchon auf den Gedanken, dafs Gegenfätze in der Na- tur (Enantiofen) nothwendig bey der Entftehung der Dinge feyn. Empedokles nun von Akragant, aus der Pvthagoreifchen Schule ausgegangen, fteJIte jene von vier feiner Vorgänger angenommenen Stoffe oder Ele- : mente, Waffer und Feuer, Erde und Luft, in ihren Gegenfätzen, als die Erzeuger alles deffen, was da ift, auf. Als Elemente find fie ewig und unveränder- lich (Arift. metaph. 1 , 3. phyf. aufadt. lib. 8. p. 5S4. ed. Pac), und blofs durch wecbfelfeitiges Anziehn und Abftofsen derfelben erklärt Geh die Entftehung und der Untergang der Körper fGalen. comm. in libr. de nat. hum. p. 5. 6.).-
Da fölche materialiftifche Erklärungen der Volksmeinung widerfprachen , fo durften fie nicht gemein gemacht, fondern fie mufsten nur einer Aus- wahl geprüfter Zuhörer vorgetragen werden. Die letztern nannte man Efoteriker oder Mathematiker: dagegen den Exoterikern oder Akufmatikern Ehrfurcht gegen die vaterländifchen Götter empfohlen und die Kofmogonie des gemeinen Haufens bey ihnen in An* fehn erhalten wurde CPorphyr. vit. Pyehag. p. 197.). Auf diefe Art kann man die Widerfprüche erklären*, die unter den Philofophemen der Alten herrfchen.
Empedokles z.B. lehrte, dafs die Pflanzen, fo gut wie die Thiere, eine Seele hätten, die verlange und fich betrübe, ja die fogar Verftand und Vernunft habe {Sext. Empir. adv. logic. lib. 8. c. 286.). Die Richtung der Zweige und Blätter gegen die Sonne, und die Wiederherftellung diefer Richtung, wenn fie niedergebeugt werden, beftätige ihre befeelte Natur
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44 Erltes Buch« Fünftes Kapitel.
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(Plutarch. phyf. philo f. decr. 5, 26.). Die Pflanzen feyn früher entftanden als die Thiere: es fey keines- weges Einheit in ihrem Organifmus, fondern jeder Theil lebe für Heb, da in höhern Thieren zumahleine innige Verbindung aller Theile vorhanden fey (daß 5, 19.)- Daher konnte er, als ächter Pythagoreer, fagen: er fey einft Strauch, dann Fifch und endlich Vogel gewefen (Diogen. LaVre. 8 , 77.)» Daher führt Aelian einen Ausfpruch von ihm an, dafs, wenn der Menfch in ein Thier verwandelt werden follte, der Uebergang in einen Löwen, und, wenn in eine Pflanze, die Verwandlung in den Lorbeerbaum die wünfehenswerthefte fey (Aelian, hifi, atiim, 12, 7.)*
Die Vergleichung der Pflanzen mit den Thieren brachte ihn zu der Ueberzeugung, dafs beide Oe- fchlechter in den Pflanzen gemifcht und vereinigt feyn: fie treten aber aus einander, wenn Pflanzen zu Thieren werden (Arifi. gener, an im. 1 , 23. Siur* EmpedocL p. 357.). Daraus mufs man die Ausdrücke des Empedokles , vom Eyergebähren der Pflanzen, die Vergleichung der Blätter mit den Haaren der Säugethiere und den Schuppen der Fifche erklären (Arifi. K c). Die Wurzel diene den Pflanzen ftatt des Mundes und Kopfes (Themifi. ad Arifi. de an im. 2, 40*
Faft auf ähnliche Art philofophirte Anaxagoras von Klazomene. Die Erde fey Mutter, die Sonne Vater der Pflanzen. Diefe zeigen , wenn fie die Blät- ter verlieren , Betröbnifs an. Sie athmen auch ein, foll er, nach einem fehr fpäten Zeugen, gefagt haben (Pftud-Ari/h de plane. 1,1. 2.).
Auch Dcmokritus von Abdera wird wegen feiner Unterfuchungen über die Natur der Pflanzen gerühmt (Plin. 24» 17*)« In der That mufs er eine Naturlehre der Gewächfe gefchrieben haben: denn Theophraft, zu deffen Zeiten die Verfälfchungen der Werke der Alten noch nicht aufgekommen waren , führt aus-
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Erlte GrnndzQge der Naturlehre der Oewäcfafe« 45
dröcklich des Demokritus Meinung von der Voll- kommenheit der geraden Triebe an, die daher auch früher blühn und kürzer leben {cauff.pl. 2, 16.). Diogenes nennt ebenfalls diefe Schriften des Demo* kritus (vit. phil. 9, 47.). Dies find wahrfcheinlich die Bücher des Demokritus, welche Varro gelefen hatte (de re ruft. 1, 1.), und die auch Columella an- führt (11, 3.). In den Geoponicis haben wir noch Aussöge aus den vorgeblichen Schriften diefer alten Weltweifen, aber, da hier fchon Aprikofen ß^UoMot und der Terpentbinbaum rs{>eßiv$Q$ genannt wird (10,7.3.), fo find fie höchft wahrfcheinlich unterge- fchohen. Die Cpucnc* hm /xuot/xä, welche unter fei- nem Namen vorkommen (ed. Piziment. Patav. i573.8.), verrathen fchon dadurch ihr fehr fpätes Zeitalter, dafs Sapor, König von PerGen , aus dem vierten Jahrhun- dert, darin angeführt wird. Plinius führt mehrere Stelleo aus den Demokritifchen Schriften an, die von den Zauberkräften der Pflanzen handeln (P/i'/i. 25, 2.).
Einer der Schüler des Demokritus, Apollodor9 foll eine reizbare Pflanze in Aegypten x>der Arabien bemerkt haben , deren Blätter zusammenfallen , wenn man fie berührte (Plin. 2^, 17.), Das könnte Aver- rhoaCarambola oderMimofa polyacantha Willd. feyn,
Ariftoteles, der gröfste und geiftreichfte Natur- forfcher des Alterthums , vernachläffigte die Natur- lehre der Pflanzen fo wenig, dafs er vielmehr zwey Bücher darüber hinterliefs , welche er felbft unter dem Namen der Theorie der Pflanzen anführt (hift. anim. 5» 25.)* Und an einem andern Orte (de brevlt. vit. c. 6.) verfpricht er, das Gefagte weitläufiger in feinen Büchern von Pflanzen erklären zu wollen. Auch fahren diefe Bücher Diogenes (5, 25.), Athe- näus ( i4i und der Scholiaft des Nikander {the- riac. v. 645.) an- Allein die Bücher, welche wir noch jetzt unter dem Namen des Ariftoteles von
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46 Erltes Buch. Fünftes Kapitel.
Pflanzen befitzen , können unmöglich den grofsen PhiJofophen zum Verfaffer haben , da der gänzliche Mangel an Plan und Ordnung, die ungemein fchlechte Schreibart, die Menge wirklicher Abgefchmackthei- ten und Widerfprüche nur zu deutlich einen fehrfpä* ten Schriftfteller, wahrfcheinlich aus den Zeiten des finkenden morgenländifchen Kaiferthums , verratbeo.
In den ächten Schriften des Stagiriten wird man genaue Kenntnifs der Pflanzen, befonders ihrer Natur und Verwandt fchaft mit den Tbieren, nicht vermiffen. Epikur nannte den Ariftoteles einen Pharmakopolen , und fchieh damit andeuten zu wollen, dafs er früher- hin Arzneypflanzen aufgefucht und verkauft habe (Athen. 8, i3.). Wenn diefe Nachricht auch nicht gegründet wäre, fo würde er doch , gleich aJJen Phi- lofophen der Vorzeit, genöthigt gewefen feyn, fich um die Natur des Pflanzenreichs zu bekümmern. Am meiften zog ihn die grofse Stufenleiter der Naturkör- per an, auf die er an mehrern Orten wieder zurück« kommt. Unter den Thieren, fagt er, gränzen die Seegefchöpfe zu nach ft an die Pflanzen , und zwar, weil fie keine Einheit des Organismus zeigen, fon- dern weil ihre getrennte Gliedmafsen noch fortleben, fo wie Sedum Anacampferos? (i7n7TST^ov) , an Nägeln aufgehängt, noch lange zu leben fortfährt (Arifi.part* anim. 4, 5.). So vergleicht er an einem andern Ort (hiß. anim. 8, i.) die Schaalenthiere mit den Pflanzen. Jene können, in Bezug auf die wandernden Thiere» Pflanzen genannt werden. Denn auch das Gefühl komme manchen Seethieren nur in geringem Grade zu. An einem dritten Orte (gener. anim. 3, u.) nennt er die Pflanzen irdifche Schaalenthiere, und die Schaalenthiere Meer - Pflanzen. Je mehr das Waf- fer das Leben befördere als die Erde, defto höher ftehe auch das Leben der Schaalenthiere als' das der Pflanzen. Auch den Infekten feyn darin die Pflanzen
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Erlte Grundzüge der Naturlehre der Gewächfe. 47
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ähnlicb, dafs abgefonderte Theife leben können > wie dies bey der künftlichen Vermehrung der Gewäcbfa / offenbar fey. Diefe ganze Theorie war indefs voa Empedokles erborgt.
Darin findet Ariftoteles einen bedeutenden Un- terfchied der Pflanzen und Thiere, dafs jene keine Excremeote von fich geben , wenn man nicht den Wohlgeruch der Blüthen dahin rechnen wolie. Dia trockene und warme Natur der Gewäcbfe mache, dafs die Wurzel nur zubereitete Stoffe anziehe: die Erde und ihre Wärme diene ihnen als Magen (narr. anim. 2 , 3.). In wärmerer Luft und trocknem Boden fey der Wohlgeruch der Pflanzen allezeit ftärker [problem. i3, 4»)«
Der Hauptzweck der Vegetation fey das Frucht« anfetzen und die Fortpflanzung. Die unvollkommen - nen Thiere feyn auch hierin den Pflanzen ähnlich, dafs (ich bey ihnen alles auf diefen Zweck zurück* bringen laffe (hife. anim. 8, 1. gener at. 1,8.). Der Saame erzeuge fich bey den Pflanzen nicht durch Zu- fammen wirken zweyerGefchlechter: auch komme er nicht, wie bey hohem Thieren, aus allen GJiedma« fseo des Körpers (gener. anim. 1 , 1 8.). Die Gefchlech- ter feyn bey den Pflanzen gemifcht (daß 23.): fie ha- ben, heifst es an einem andern Ort (daf. 3, 10.), das männliche und weibliche in fich (ty^ouert iv auVpf; ra
Ein gewiffes Gefühl will Ariftoteles den Pflanzen nicht abfprechen, da Ge die Nahrungsftoffe auswäh- Jen: alfo, fchliefster, leben fie auch (de anim. 2, 2.)* Ueber die Farben der Pflanzen kommen treffliche Be- merkungen in feinem Buche von den Farben (Arift. opp. tom. 2. p.i 167. ed. Pac.) vor.
Alte Saamen , bemerkter, geben Gemüfe, die leichter in den Stengel fch'iefsen , als wenn fie aus fri- fchen Saamen erzogen worden : denn die letztern feyn
Erftes Buch. Fünftes Kapitel.
fchwächer , und enthalten viel überflarfige Theile (probl. 20, 17.). D»e Radieschen (f*<ParvÄfO feyn defto fchärfer von Gefchmack, je dünner fie feyn (daf. 1 1.). Einige fehr unrichtige Bemerkungen kom- men auch vor. So fagt er : die Rofen mit rauhem oder behaartem Fruchtknoten (o>(f>*Xo> Tp«xi?0 riechen lieblicher, als die mit glattem, weil jene ihrer Natur getreuer geblieben find (probl. 1 2, 8.). So will er die Raute am fchönften gefehn haben, wenn fie auf einen Feigenbaum geimpft worden {probl. 20, 18.)-
Noch bemerke ich , dafs bey ihm rity als Schweinefutter vorkommt (hiß. anim. 8, 21.); dafs iityavoq und h£>*^6jj für gleichbedeutend genommen werden {daf. 5, 19.); dafs er die Fabel vom *r*pB*- Xtxyy^eq (horonicum PardalianchesJ, von deffen Wurzel die Pardel fterben und den Koth desMenfchen als Ge- gengift auffuchen, zuerft vorträgt (daf. 9, 6. Schol. Nicandr. alex. p. 3i.33. ed. Schneid.). Eine Pflanze, tXguo$, foll zum Fifchfang gebraucht werden (hiß. anim. 8, 20.). Diele Pflanze nennen Aelian (hiß. anim. i,58.) und Galen (fimpl.fac. 8.) (pko^ (Ver- bafcumThapfus? oder fmuatum).
Endlich erwähnt Ariftoteles zuerft, nach Schnei- ders verbefferter Lefeart, des Weins aus Reifs (Rum), den er durch Alexanders Begleiter auf deffen Zuge nach Indien kennen gelernt haben mufste (hiß. anim. 8, 25.). Vergl. Strabo üb. i5. p. 110. Tzfchuck. Aelian. hift. anim. i3, 8.
Sechstes Kapitel.
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Die Rhizotomea.
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Man Geht in diefen Bruchftücken der altern griechifchen Philofopheme das Beftreben des jugend- lichen Geiftes, Gründe von den Erfcheinungen in der
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Erltes Bach. Sechstes Kapital, 49
Natur anzugeben» Dafs dies Beftreben nicht viel weiter fahrte, als zu einigen glücklichen Vermuthun- , gen, ift dem kindlichen Znftand der Geiftes-Cultnr zutnfehreiben. Auch trug der meüfchliche Geift die Feifein des Aberglaubens und der Schule noch viel Zu geduldig, um mit ganz freyem Sinn die Natur zu betrachten*
Indetfen wurde die Pflanzen -Kenntnifs in Grie- chenland auf einem andern Wege befördert, wo fie aber freylich nur die eihgefebränkte Beziehung auf den Nützen in menfchlichen Kauften * vorzüglich in der ArZneykunde* behielt* Arzneipflanzen wurden nämlich in Griechenland von eigenen Leuten , die UhUöiomen > Wurzelgräber*, hiefsen ) aufgefucht* Ein grofser Theil derfelben ergab fich dem finfterften Aberglauben und vorgeblichen fcaubereyerl. Sie nahmen die Richtung des Windes und die Stunde des Tages öder der Nacht beyttt Wurtelgrtben wahr. Theophraft fagt'fehr ausdrucksvoll (hiß* g*)» fie bemerkten Vieles richtig* abef Vieles übertrieben fie Stich itiarktfcbreyerifcb {Iwtrwytämfr Dafs man Gebete beym Wurzelgraben herfage, fand Theophraft felbft nicht Unfcbicklicb* Dagegen hält er für thd- rieht, dafs man dreymahl mit einem feharfen Schwert um die Wurzel herfahre, öder dafs man ttmheftan*** oder öbfcöne Worte fage* Auf den Flug der Adler: oder auf die Richtung gegen Sonnen-Aufgang zu ach«* teo > wenn min Helieborus graben Wölls t erfoheittf Ihm ebenfalls albern*
Iodefs erhöben fich einige diefef Wufzelgrirtiet? Uber daft Gewöhnliche, oddf gebildete Männer nah« tnetfßch diefes Oefchäftts an, undüfbtönesfö, dafs die Pflanzenkunde dabey gewann* &höö*uThedphrafti Zeiten gab es mehrere Schriften über tthizotomia, dl* er anföhft. Auf mehrerö berufen fich Athenäus üöd die Schöliafteil« J *
Ot(ch< d. Botanik. i.Ö* 4
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Er&eJ'Bucb: Seckitef KaptteJ.
Thfafyos von.* Mantinea wirdrvon Theophraft» als einer der gefebickteften und erfahrenen Rhiao- tomeo genannt (fti/t, 9, 19. 20.}. Er fcheint fiqh bj*- fonders mit Bereitung der Gifte Aus Mobniaft und jSchirling belchäfftigt zu haben .faf 9* 18.). Diefelbo Pflanze äufsere bisweilen Arzneykräfte, . maucamahi auch keine, nach der verfchiedenen Anlage de»
Körpers. [i ^ i':'-,f
^/exi«, Thrafyas Scbükr, wer in der Arzaey- fcunde und Rhizotomie gleich Erfahren \Theophr~
Jäfcpl 9, 19.). ^ :*
Eudemus» der Pharmakopöle i vielleicht dar Rhodier, des Ariftoteles Zuhörer, der über die Na~ turlehre gefeji riebe n (Simplic. in Arifö. phyf. l.f. 21.), rverfuchte an fieb feibft die Kräfte der Arzneyen , bet- Joiirlers des Heilshorn* [Theophr. hift. 9, 20.)* Er jutfe*fchied, in feiner Schrift von GemDfe- Pflanzen t, ,drey Arten K^uftt diefalzige («Xpup'f), die glatt- idättrige und kraute , (**X/voug7ö$, Sövoycrkobl) (Aehen*
< Ariftophilus ans Platäa wird ebenfalls Pharma* kopole genannt, ^rfchrieb über die Mittel, die zun* Bey fchlaf reizen ( Iheophr. faß. . pl 9,21.).
Hier kannte man die Pflanzen aufzählen, welche in den Hipprokratifcben Schriften vorkommen. ßa indefs diefe Schriften aus fehr verfchiedenen Zeitaltern herrühren; fo ift fchicklicher die Pflanzen gehörir gen Orts bey den Theophraftifcbjwi eiozufohalten»
So wie fleh nun einige diefer Rbizotomen -mehr mit der Anwendung der Pflanzen auf die Heilmittel, lehre befchäfftigten , fo hiefsen Andere eigentliche Phyfiker, weil fie ganz beConders die Naturlehre der Gewächfe bearbeiteten. Diefe Jiefsen ßch zuoaTheili wie Satyrus, von den Bergarbeitern (ipirvirot), Holz« und Steinhauern, Pflanzen fammeln (Theophr. AiÄ. 3, 1 1., wobey Galen« comm. in Hipp, epid.6« 3.p.4#t,
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Ferglichen «erden mufc); zum Th eil fochten Ca Ca felbftaaf, und ftudirten ihre Natur.
Menefior war eio folcher Phyuker , der den auf- zeigenden Pflanzenfaft onoc nannte (Theophr. hifi. i, 3.)i <*er Bemerkungen über die Vegetation des Maulbeerbaums machte (Theophr. cauff. 1,21.); die Schädlichkeit des zu feiten Bodens von deffen leich- tem Austrocknen (daf.*y 5.)? und das nicht Erfrie- ren der Waffe rpflanzen ypn ihrer wärmern Natur her- leitete iäaß 1 , 26.).
Hippon, ein Phyfiker, wird von Ariftoteles {de anim. 1 , 2.) angeführt. Er bemerkte (ehr rich- tig, dafskein wefentlicher Unterfchied zwifeben wil- den und zahmen, veredelten Fruchtbäumen fey» fon- dern dafs jene in diefe übergehn (Theophr. hifi. 1, 6.)«
Diogenes, entweder von Apollonien, oder ein anderer, den Ariftoteles nennt (de gener. et cor rupt. 1, 6.), lehrte, dafs aus faulendem Waffer und Vermi- fchung mit Erde fich alle Pflanzen erzeugen (Theophr. hifi. 3,2.)
Leophanes, den auch Ariftoteles (gener. anim. 4, 1.) anführt, gab zuerft die fchwarze Garten - Erde oder den Humus als den heften Standort für die Ge- wäcbfe an (Theophr. cauff. 2 , 6.).
Andere diefer Phyuker wandten ihre Lehren mehr auf Haushaltung an. Kleidemus befcbrieb die Krankheiten des Feigenbaums, des Weinftocks und Oehlbaums (Theophr. cauff 3, 1 2.). Er hielt den Zeit- punkt für die Winter-Ausfaat am beften, gleich nach dem Untergang der Pleiaden (6. Nov.), weil dann die Regenfehauer des Herbftes eintreten ( Theophr. cauff. 3, 28.). In den Pflanzen fuchte er diefelben Theile, wie in Thieren (Theophr. hifi. 3, 2.).
Auch Androtion war ein ökonomifcher Schrift- fteller, deffen Werk vom Landban Atbenäus kannte (3, 7.). Ans demfelben führt Theophraft feine Mei-
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Erltes Buch. 5 eebttet Kapitel.
»uog ron der Freu ndfehaft des OeMWrunfrs und de* Myrte {caujf.f5y i5.), und Athenäns (3, 3.) feine Eintheilung der Arten des Feigenbaum* an.
Alle dlefe Rhizotomen waren Itter als Theo* phraft. Noch werden einige angefahrt, deren Zeit- alter unbeftimmt Jft: Eumachus ads K&ttytä \Ath#hm i5, 8.), Anakreon {8chöt.Nicandr.th&r, V. 590.), Afe- hton {daf.v. 617.;, und Pharnakes {Wahn, certrrp. media, fec. loca, lib. 8. p. 087. ed. Bafil. graec).
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Zweyte« Buch.
Anfang der w i ff e n fc haftlichen
Pflanzenkunde.
Erftes Kapitel.
Theophraft von Erefus.
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i. Sein' Leben und feine Schriften.
Die dürftigen Anfänge der biftorifchen Pflanzen- kunde worden vorzüglich von den Nachfolgern des Ariftoteles, oder den Peripatetikern erweitert, unter denen Geh faft ein Jeder durch Natuvforfchung aus* zeichnete.
Der berobmtefte unter ihnen war zugleich der voo AriftoteJes am meiften geliebte feiner Zuhörer, Tyrtamus aus Erefus auf Lesbos, den er, wegen def« fen göttlichen Gabe der Rede , Theophraft nannte (Strabo lib* i3. c. a. p, ^ii. Tzfch. Otogen. La&rt. 5 , 3#. Su Cic.arat.19.).
In denselben Jahr, als Epaminondas bey Leuktra fiegte (371 v. Chr.), geboren, wählte er zuerft den Leukipp, dann Plato und endlich deffen Nachfolger, Ariftotelee, als feine Fohrer in der Pbilofophie. Als Ariftoteles (3a4 Chr.) der Verfolgung feiner Feinde durch eine Flucht nach Cfaalkis entging, nahm nch Theophraft der verlaffeoen Schule mit fo leb ein Eifer und fo glücklichem Erfolg an, dafs die Zahl CeU ner LchrjOnger bis auf awey taufend ftieg. Er erwarb
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54 Zweytes Buch. Erftes Kapitel.
ßcb in Athen ein To grofses Ariflhn, dafr, alsAgno* »ides ihn des Mangels an Religion hefchuldigte, nicht viel fehlte, dafs der Ankläger nicht rteifelben Ver- brechens wegen angeklagt worden wära., Selbft ins Ausland verbreitete fich fein Ruf: clenri Ptolemäus der Lagide ladete ihn nach Alexandrien ein {ViCgen. 5 , 36. 37.). :
Endlich brachte doch die rohe Volkspartey ein Gefetz zur Ausfahrung, dafs Niemand einer Schule vorfteho dürfe, wer nicht dem Rath und Volk von Athen gefalle. Sophokles , des Amphiklides Sohn, wandte dies tinfinnige Gefetz auf Theopbraft und an- dere Philofophen feiner Zeit an , und fie mufsten alle die Verbannung (ich gefallen 1 äffen. Dies war 3o6 J. V. Chr. (Athen. i3, 9,). Doch, die beffere Partey fiegte noch einmahl , und Theophraft ward nach eini- gen Jahren wieder zurückgerufen (Diogen. 5 , 38.).
Er erreichte ein fehr hohes Alter. Man fchliefst, er fey Aber hundert Jabr alt geworden , atis der Vor- rede zu feinen Charakteren, wo er fagt, er fey ge- genwärtig 99 Jahr alt: aber es ift fchon öfter bemerkt worden , dafs ftatt deffen vielmehr 79 zu lefen ift. Denn Diogenes fagt ausdrücklich : er fey in feinem 85ften Jahr (286 v. Chr.) geftorben. Bekannt ift feine Klage über die Kürze des mienfchlfchen Lebens (Cic.tu/c.quaeß.'S, 28. Diogen. 5, 4 1 4). Er verordnete in feinern Teftament, dafs die Bildfäule feines gelieb- ten Lehrers, Arlftoteles, in einem Tempel aufge- hellt werden folle (da/. 5t.). Einen Pflanzen Gar- ten, den er, mit Beyhülfe desDemofthenes von Pha- lerus, unterhielt, vermachteer, als Fideicommif*, fei* »er Schule. Er ernannte Strato,' Kallifthenes , Ne- leus, Htpparchus, Demaratus, Melanies, Demoti- mus, Pankreon, Nikippus und Kallinus < tia* Verwal- tern des Gartens (Dlogen. 5, 53.).
Die grobe Achtung , deren er in Athen genof-
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, TheophVaft von Erefua<A - $5
feil / bewährte fich bey feinem Leichen - Begängnifs , dem faft aJle Einwohner von Athen folgten (Diogeru 5 , 4*.)- Man rflhmte die Reinheit und Sanftheit fei- ner Sitten , feine Vaterlandsliebe, die fich dadurch bewährt habe , dafs er fein Vaterland zweymahl von» der Xyranney befreyte (Plutarch. adv. Colot. p, i 1 26»* ed. Xyi.); man pries feine Wohlthätigkeit, Men- fchenliebe, vorzüglich aber die Feinheit feines Um- gangs: denn die rauhe Tugend aliein machte, nach feiner Behauptung, keinesweges die GJückfeligkeit aus (Cic. acad. quaeft. 1, 9.). So hielt er auch in Klei- dung und Anftand fehr viel auf das Aeufsere: Geber* den und Stellung waren bey feinen Vorträgen fo be- rechnet, dafs man ihn in diefer Rücklicht mit den grdfsten Rednern der alten Zeit zu vergleichen pflegte (Athen. 1 , 1 7.).
Seine Schriften über aJle Gegenftände des menfch- liehen Wittens find fehr zahlreich. Diogenes fahrt allein 227 Titel an. Allein das meifte ift verloren gegangen. Das Schickfal diefer Schriften war mit dem der Ariftotelifchen daffelbe. Strabo erzählt es fo (Mb. r3. c. 1. $. 54- p- 382. Tafch.): Ariftoteles, hatte feine Böcher- Sammlung dem Theophraft, und diefer ße nebft der feinigen fernem Zuhörer Neleus* des Korifkus Sohn, vermacht. Diefer binterliefs den, ganzen Schatz feinen Nachkommen , ungebildeten Menfchen , die zu Skepfis in Troas lebten. Als nun die Attalifeben Könige zu Pergamus eine grofse Bi- bliothek anlegten, und zu dem Ende mit aufseror* dentlichem Eifer alle Werke berühmter Männer auf- ziehen liefceo , verbargen die Erben des Neleus (viel- leicht aus Furcht, fie möchten ihnen nicht bezahlt werden) die fämmtlichen Schriften des Ariftoteles und Theopbraft in eioem Graben und bedeckten fie mit Erde. Dort wurden fie zum Theil ein Raub des Mo- ders und der Würmer, bis fpäterfain ApelliKon, de*
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56 Zweytes Buch. Erltes Kapitel
Tejer, fie für eine grofse Summe an fich kaufte* Dje« fer war mehr Liebhaber von Büchern als Gelehrter; er ergänzte daher die Verlufte auf febr ungefphickte x Art. Weil nun, fährt Strabo fort, die Nachfolger des Theophraft jn derZwifchenzeit nur wenige Schrif- ten des Ariftotel es, und unter diefen nur die exotc- rifchen, befafsen , fo konnten fie nicht pragmatifch philofophiren, fondern fie fachten nur die Grundfätze zu verfchönern { ), Nachdem aber Apel-
likon die fo lange verborgenen Schriften wieder be* kennt gemacht und Sylla fie von ihm, nach der Ein- nahme von Athen , an fich gebracht hatte , gelang es den Philofophen beffer, in Ariftoteles Gcift zu pJM- lofophiren ( £qiotote\$iy ) , obgleich die von Apelli- kon fchleobt ausgefällten Lacken zu allerley Jrrtbtt- mern Anlafs gaben (Vergl. PlutarcK Syll. c. 26,),
Mit diefer Erzählung ftimmt nun Atbenäus gar nicht Oberein, der ausdrücklich fagt: Neleus, der die Ariftotelifcben Werke aufhe wahrt, habe; fie fammt- lieh an Ptoiemäus Philadelphus nach Alexandrien ver- kauft (Üb, i. c, 2.). Hieraus lifst fich , wie Schnei* der richtig bemerkt (epimetr. 2. ad 4 riß. hiß* anUtu p. LXXIX,) , fchliefsen , dafs Neleus nur die efoteri- fchen Schriften behalten , und die exoterifchen , wo- zu Ariftoteles Tbiergefcbichte und Theophrafts Werke von Pflanzen gehörten , an Ptoiemäus verkauft habe, Alfo ift, was. Strabo voq den Lücken erzählt, die, durch Moder entstanden , von Apellikon ungefebickt ergänzt worden feyn , keinesweges vqa Theophrafts Pflanzen - Gefobichte zu verftebn,
Diefebe Atzen wirvennqthlich poch in der Form* worin fie nach Alexandrien kamt Sipe der bebten Jlandfcbriften ift die , welche Kardinal Bt&rion be- forgen Jiefs, die, in Venedig aufbewahrt, in. der erften Aldi na abgedruckt ift. Diefe befitze ich felhft, und finde den Te» dft yiel richtiger als in der fpätern,
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Theophraft von Erelus. |y-
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die Heinfius zu Leiden i6i3 herausgab. Inzwischen ward die Aldioa mit lateinifcher Ueberfetziing 1 54 * zu Bafel noch einmahl gedruckt. Die Üeberfetzung, welche Heinfius feiner Ausgabe beygefügr, ift äufserfj fehlerhaft. . Sie rührt von Theod« Gaza her, der gar keine Kenntnifs der Gegenftände, die Theophraft behandelte , gehabt zu haben fcheinl. Dennoch wurde dieselbe Ueherfetzung wiederholt auch in der Ausgabe abgedruckt , die Bodäus von Stapel von der Pflanzen - Gefchichte des Theophraft 1644 herausgab, and mit fehr gelehrten und nützlichen Erklärungen verfab. Der neueften Ausgabe von Stackhoufe za Oxford 181 3 und 1014 fehlt nicht allein eine lateini- fche Üeberfetzung, fondern fie ift auch ohne fiebere Kritik gearbeitet , obwohl hier und da glückliche Vermuthungen in den Text aufgenommen find.
2. Seine hiftorifche Pflan zen -Ken n tnifs.
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Es ift fehr fchwer, die Pflanzen zu errat hen, welche Theophraft nennt, Befchreibungen fehlen entweder völlig , oder fie find äufserft mangelhaft. 3a, da er nie gröfsere Reifen unternommen zu haben febeint, fo verläfst er fieb auf die Ausfagen der Land- leute. Die Ausdrücke : So Jagt man : So fprechen die Arkadien So erzählen die Anwohner des Olymp ^ kommen oft vor. Ja, eben fo oft heifst es: Das mufs noch unter Jucht werden. Faft lächerlich ift es, wenn er fogar von den Linden fagt (hijt. 2, 5.): es roatfe noch untergeht werden, ob fie Kätzchen (**- Xp») tragen.
Zu Theophrafts Zeiten war Indien , Perfien , Baktrien, Aegypten, Syrien und Libyen fchon durch die grofsen und ewig denkwürdigen Feldzüge Alexan- ders den Griechen bekannt geworden. Allein fehr richtig fagt Strabo (Üb. i5. im Anfang) : Die Beglei- ter Alexanders lernten nujr im Vprüb^gehn dief^-
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St Cweytu BaoÜ. Etftar Kapitel.
tur • Gegen ftätide kennen: fie' ^ogen bey ihren Erzäh- lungen das Wunderbare dem Wahren vor, und ver- breiteten eine Menge Lügen : der Einer widerfprach oft dem Andern. Wie anders, als daß Theophraft aus diefen Berichten eine fehr unvoHftändige und oft unrichtige Keantnifs ausländifcber Pflanzen erhalten Jmufste?
Hiezu kommt, dafs er in der Wahl der Aus- Krücke fehr wenig Sorgfalt beweifet. Bpuo? z, B., 7ovXo$ und *ixfQS bedeuten gleichmifsig das Kitzchen: v<P&*kfuq und 1 ifa das Auge. Die verfcbiedenften Pflanzen werden oft mit denfelben Namen belegt: fo bedeuten ' av&pa%v>}, Xwtö{, $i(p*vos9 \tßxvwrts9 an verfchiedenen Orten ganz verschiedene Pflanzen« Manche Pflanzen, die, nur einmahl erwähnt, bey an- dern Schriftftellern nicht vorkommen, find gar nicht Zu erklären. Verfuchen wir ein Verzeicbnifs der einigermafsen ficher zu beftimmenden Pflanzen des Theophraft.
Alpinia Cardamomum (Roxb.aßae. refiarch. l i. •p- 355.), yL<ifi£{jLüii{40v hift. 9, 7. Hipp. morb. mul. 1 , 6o3. Piper nigrum und long um werden hift. 9, 24« als iriirsft befchrieben, wobey die Aldina die richtige Lefeart hat. Vergl. Hipp. vict. acut. 40 1. morb. ♦3, 494. Hippuris vulgaris, "irvov hift. 4> 1 »• > i«> or- chomenifchen See.
Oha europaea, fkmU, und die wilde Abart kAtsvo^ Bift. 1,6.7. 1 1. Köw«? Hipp. morb. 3, 495. fcheintdie Trucht des wilden Oehlbaums zu feyn (Galen expof. voc. Hipp. 5o6.). Vergl. Paufan. 2, 32. *P«xow? p*v •&5 aaXdSci T(oi$vtoi flrSv o<rov uKotgirov fkaims, xorivov, ' tyXtmv. Phillyrea anguftifolia, ityi^ hift. 1 , 1 5. 3, 6. P/j. latifolia, X«k*$jj hift. 3, 4. 6. Stackhoufe will Prunus Mahaleb daraus machen. Salvia cretica ctyiüoz hift. 6, 2. mit fchmalern BJSttern, und 5. triloba AcXj- ^p«c<j?, werden gut unterfchieden. Vcrgl. Sibth. 11,
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TheopHraft Tön 'BVefus;'* > 59
graec. t. 15. Zv|/«xo< kommt auch beym Ariftophanes thiefmophor. 493. vor, wo der Scholiaft i\s\t<r(paKoc dafür fetzt* 5 alvia Hormin um, oppyvov hift.8, 7., wurde zugleich mit Sefa m gefäet. Die Saamen , dem Küm- mel ähnlieh, werden von keinem Thier genoffen.
Fraxinus Ornus und excelfior find /uiXi» und j&v* ftfkiat hift. 3, 11. Denn von der letztern wird ge- tagt, ße trage Kätzchen (ßgvx) neben der Frucht.
Iris Jlorenrtna, ijpic hift. 6, 7. 7, 7. n. Hipp, morb. mol. 2,673. In Ulyrien wachfe die befte: die Wurzel werde, wegen Wohlgeruchs, zu Salben gebraucht« Athenäus (Üb. i5. c. 8. p. 486, Schw.) mifsverfteht den Theophraft, wenn er feine Worte fo anführt: /uivjj r§ räv £VQU7raut*v «v^f'wv svorpot; farb. Pbilinus fagt eben dafelbft, die Blumen werden Xuxoi genannt , weil ße den Wolfslippen ähnlich feyn. /. gramine a , die im Peloponnes nicht feiten ift, wird die (piXkw Kakaubtlstrr^to hift. 7 , 11. feyn. Ob $«ry«vov daf. Iris foetidiffima ift , wage ich nicht mit Gewifsheit zu beftimmen. Nicand. bey Athen. Üb. 1 5« c. 9. p. 495. Schweigh.
Aber /. Sifyrinchium ift fivvQryxw hift. 1,16. 7,12., deffen Knollen genau befchrieben werden. Die letz- tern werden noch jetzt in Spanien gegeffen (Cluf.hif*. i, 217.). Es könnte wol feyn, dafs Theophraft diefe Art mit der vorigen verwechfelt hätte, weil er der efsbaren Knolle die iufsern Schaalen abfpricht. Qladiolus communis, £i(£iöv hift. 6,7... Crocus nudiflo- rus Smith., xpoxo? oyi*v£>j$ <r$o5p«, und Cr. fatisruS) tt^w- ixv&ifc hift. 6, 6. Von dem erften fagt Nikander bey Athen, üb. i5. c. 9. p. 495. Schweigh. xpoxo; §i'*f*
Cyperus comofus Sibtfa. fl. graec. t. 44« Ift der
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*q tweytes Book V*t%# Kppitel.
gewöhnliche #ilx$$Qos mit dünner faferiger Wurzel, und eiki&en Blättern hift. i , 7. 9. i3. Hipp, vict. acut, 409. . . Cyperus rotundus, K*k*u,oq 9 uwhft hift. 4> 9* fluclr a^oftoc «io^o; Hipp. morb. mul. 2. 673, f und xuVf /pcyix Kü*X4&«v Theophr, de odor. p. 446., aus def* , fen Wurzeln ro xptff/ua ip*Tp«tüv bereitet wurde. Auf Parus un i Naxus werden noch jetzt die Knollen , des Wqhlgeruchs wegen, anter die Kleider gelegt (Haxcr- #«*>ey Smith ß. graec. 1, 3o.). Cyperus faßigiatits, c&Qi hift. 4> 9« C. Papyrus , nraflrvpo? hift. 4> 9? feiir gut befcjirieben. Auch Strabo fagt (Hb. 17. F. 528.Tzfcb ): ßtßkot* *fX* (ttSfe, evit^i feeyr« X«tTOv* C. efculentusj Erdmandelq, ft*«<no*hifK4f 9*i 3uch n4«>4y«*^4^J? daf, c, 10. Die fq wurden häufig ge,- geffen. VergJ. Cluf. zum Belon obf, üb; 2. c. 4o. Piodor von Sicilien" erwähnt eines häXä^o?, deffen früchte (üb. 2. c. 57.), und an einer andern Stelle eines gleichnamigen Gewächfes, deffen Wurzeln von den flhizophagen gegeffen werden (Üb. 3, c. 23.). $cho*nust nigricans, /uc X*<yxp«vif hift. 4» * 3. Sch. mu* cronatus* <r%oTvoq o%\>$ daf. Sch. Marifcus, c^©tf%wvo? daf. AJle drey wachfen im Peloponnes und auf den griechifchen Infein. Scirpus marUimus9 vxpivQi hift.
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PanUum italicum , Hiyxpt hift. 8, 3. Hipp, morbymul. 1, 619. P. miliaceum% (tdXtvov daf. Unter den Getreide- Arten wird zuerst der Winter- und Sommer « Weizen , *rupoc fc«i^<r*ropöJ^w? nad rgi/^voc cauff. 4i 12- gu* unterfebieden. An einem andera Orte hift. 8 , 4* führt er die Abarten des Weizens auf : der fch werfte , vollkörnigfte war der böotifche, auf diefen folgte der ueiütche : der leichtefte war der pon- tifche. Der übyfche hatte einen dflunen der Ka- chrydias einen ftarken Halm. Diebeiden, Arten von Spelz, Triticum Zea, und Tr. SpeUaf eXug« hift. *f 4< 9-» werden auch unter dem Nam«* de* thraci-
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TbeöfAraft roh R-eftis. ;
tifteft vielhtilfigyn Weizens befchriebcn. TrhicttA rtionococcon, Einkorn oder Peterskorn, ift, nacfi meinen neuern Unterfuchungen, t/$>j hift. 8, 1 . 2.4.9) Es komme in fchlechtem Boden fort, habe den Saa- men in Halfen eih gefehl offen , und fey dem Wei/;eti ähnlich. Diokles von Karyftus gab den Werth der tÄ£*j viel geringer an, als des Weinens. Aber Mne- fitfceus vönKyfikns rerwechfelte rt'Cpn mit £/2 {Gafcn. faeüäi. älim. 1 ^12.). Galen fetzt noch hinzu : Die* Gdfrade tverde in 'thracien flriter dem Namen ßgt(x gebaut. H&rdpÜm nudum ift wohl 'kft&i, in tSv 71^ /iw^jwmw hift; Ö , 4. Eben dafeibft welken die Arten der G^rfte Aach den Zeilen der Körner ünter- fchieden : oitrrixos ift H. di[tichum% ^i&rtxp; Ä n>ara- fiiehon. Ueberhaiipt wird Wemerkt, dafs die öerfte &OU*^i rfer Weizen utmxofrey. 4 Atltm Ünp' Acrfif. lifche Gerfte kommt vor miffebr fchweren Körner^ und einer Aebre, die unmittelbar auf den ötetteYn fitze. Vergl. Hipp, de morb. 3, 496« EuftafnV tdt U. 2, p. 25g; ScTiweighäufer zum Athen. 3,°Ba.«p. 3'ia. Was das für ein Getreide (criroO ift, das rn ßaktrieii Körner trage, wie die OJivehkerne grofs (hife 8/ 4$ - ift nicht ganz klar. Es könnte eine Art Moorhirfe (SorghumJ feyn. Deutlicher befchreibt das letztere Pbiloftratus (vü.AppHon. 3,5.)-
Unter den übrigen Grasarten ift r\ 7a%*i[si4$ in Thrahcien (ktfi.'§\ 17 ) wahrfcheinlich Andropogoh lfchaemum. «Rf/w\ ro <ßXf«$, welches auch 7r\U*- f*X genannt wird, deffen ßlflthenrifpe als FlederwifcÄ (irpc? t*< Kovi«<rc#0 gebraucht wurde (hift. 4, 9. 1 t.), ift wahrscheinlich Arundo Amjklodffmos Cyrill., wo- mit rrian in Italien die Weinftöeke anbindest. / foll nach dem Scholiaften des Ariftophanes {ran. i33i .) häufig in den Sümpfen von Marathon wachfen. Sib- thorp hat indeis diefe Art nicht gefunden. Arundo Donax ift liv»Z, auch x*X«/*<h; *t»XijT*KC> und faylrtf
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fcweytes Buch. Erltes Kapitel.
hifr, ij j. 4, ii, wozu noch Hardain zum RU- nius ib\ 36. verglichen werden mufs. EJpwT«? fccv*- xosiq, lovotKorgc<fQg , JovaxoxXou? , üfyc'f*; fcovax/ xXctf*? Euripid. Hei. 210. 355. Iphig. Aul. 179. Iphig. *faur. 4oo. i Arundo Phragmües ift x*fr«KMif hift. 4, 1 2* J.epigcios, KxksyMs imystoc daf. Stipa tenaciffima, welche Sibthorp häufig auf den Hügeln von Attika fand, ift X/vcg-ttj^tcv bift. l , 7. , Strabo erwähnt einer Gegend Zwilchen Sagunt und Setabis, wo j} <tx?/v0- irXoni>uj örrafTo? feh,r ;|iaufig wacbfe und ausgeführt werd* (Üb. 3.c. 4. p.429. Tzfch.). Noch jetzt ift def Sparco in Spanien berühmt, weil ungemein vi eJ Oe- rath e daraus gemacht werden (Dillons Reife dur.dfc Spaniern, 2, 5qi.) v.v Aly(h*4ß , ein arges Unkraut, ift, befop rfers weil es yielhülßg genannt wird Mß. 4*:4JS :4e$tt°Ps ovaia$ die auf den
griechifchen Infein fehr gemein ift. h^ofxo; hift. 8 , 4, 5. cauff. 4,7. ift Avena fatua. Alp« hift. 2, 5. 4, 17. Sfy.b. ift Lolium temulenium. 'AXwTr^xoupo* hift. 7, 10. Saccharum cylindricum, welches Sibthorp (ß graec. t. 53.) häufig bey Athen fand. 2/r«X«<f oupo$ hift. 7, 10. ift Seeale villofum , welches auf dei| ' Aeckern in Kandia und Zacynthus häufig ift. Tbeo*~ ' phraftfagt: es fev dem Weizen ähnlich, nur behaart fey die Aehre. "Ay^crtq hift. 1, 10. 2,2. 4i ll» ift TrUicum repenst Queckengras. Es fey gemeines Unkraut mit knotiger Wurzel , welche efsbar fey. Diodor (1, 43.) verwechfelt ts wahrfcheinlich mit Papierfchilf , wenn er fagt, dafs die alten Aegypter davon gelebt haben. Sehr fchön fagt Theokrit id. l3, 4?t i/Xrr«yj}? iy(w<rrt$y umkriechende Quecke.
r Ficus Sycomorus ift auaifjuvoq und m**? nvtfQtoe hift. 4) 2. Celfus fagt: arbor in Aegypto nafeens, quam ibi piofoirvxov appellant (3, 18.). Ficus indicay cüh? ivhaj (hiß. 1, 10.). Vergl. Oneficritus bey Strabo Üb. i5, p. 4l» Tzfch. c j . .
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Jtiitia fo^fc, *>u^W hift. 7, >, wenig, fteas nach der Befchreibung hift. g> 1 6. Doch kann hier ein Irrthum obwalten. Als ipj-S-^chuvoq kommt Rubia tinctorum Hipp, v\cU acut. 4°7- vor« Galium Aparine oder capUlar* ß^tfr fl.;graec. i%<,4. ift «ttä- •0g, >j xo# t«v luxTimt rmvj:ix^^ tjjv rgogtynrraj hift. 7, 12. Cor n us maseuia,' aqxvcix hift. 5, 4* l2» C,fanguinea% hift. 3, 6. 12. Hex Aqui-
folium, xjjWrpoy und 9 *>;X*<rTpe$ hift. 3, 4. 4, 1. 5. 7. Blaeagnus angufiifolius ihjäasyvos hift. 4, 1 1 . P/a/i- tago maior , a^vo>>.(i» er cov hift. 7 , 9 10. PL Corona- pus, KO^wvoirflüü? hift. 7, 9. Tra/7a natans , r^ißekog b top; f fX«WTwv 7rcTafj.wv hift. 4, 1 u Im nordli* eben Griechenland häufig.
He Hot r opium europaeum , jjWrpcTnov hift. 7,8. Afprrugo procumbens , <aV*£ni*J hift. 7> n. genau be*. fchrieben... 4«efti£/2f #jffc^ r ^»M.'hiiit. 7 , 9..'i Ori/i*/i* *//wa Willd. , jcRfjr&oc hift. 6, 8/ Aber hier lefen Athen aus und PJnnus Xeigtov. Convolvulus fepium, vielleicht iWiw'wj hift. 1,21., und «or/wj cauff. 2, 25... Convofoulus Seammonia, o-kä/u/kwv/*, hift, 9, 1. 10. 24. Die Pflanze, aus der das aleppifche Scammonium bereitet wird, wächft an Zäunen auf Rh od us häutig. Hipp. morb. mul. 1 , 597. Menyan- thes trifoliata, p^vav^oq, hift. 4, M. Paxamu» (g*opon. 2, 4.) nennt eine dreyblättrige Pflanze, welche die Sümpfe anzeige, . . Lycium barbarum, vielleicht ol<ro; hift. 5, 17... Cordia Myxay iregvioiß hift. 2, 3. 4, 2. Strabo fagt (lib. 16. c. 4. $. 14. p. 416. T*fch.):. der Baum wachfe an der öftJichea Rufte von Afrika, nicht weit vom Vorgebirge Dira. . r Cordia Sebefi+na , xo>txup<X& aiyu7rrt» hift. 4» 3. . • Jfrojwi Mandragora, po^l^oqaq hift. 6,2. 9, 10. Die Pflanze wächft bey Athen, .. . Phyfalis Jomnifera> ri ctqvxvcv hift. 7, 8. 12., auch 0 o"rgi!%vo$ &**o*pof und wrycäw hift- 9? *3., deffen Früchte efsbar und
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tk Zweites Bucli. ferfiis kapiteL
rotb frie Scharlach > defTen Wurzel frifch Mütrotb , cetrocknet weife attsfieht, deffen Blatt dem Quitten- blatt gleicht. Die Pflaaze fand Sibthorp auf Euböa. • * Solanum infanum, cr^x™* 1**^**) *v **l $puopöV **- Xouti hift. 9, 10; . . Violk Uorata > iW* ,uA*iv« hift, 6 6. Hipp. nat. mtd. §70. Xtikohv *o>A*v. Nicaad. bey Athen, üb. 15. c. 8.^: 495, Schweigh.
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Cn/cata europae*. ^ejSfotrf Wft- 8' J* Sotion befchreiben fie unttir dem Namen <xnrgo\i*v Ceopon. * , 4». 43. . . Ctraionia SUiqua, hift. 4, 2. 1, «5. 18. Aber-, obgleich am erften Orte richtig die Äülfenfrucht angegeben wird , fo wird an der iweyten Stelle doch die Frucht ägyptifche Feige genannt , die von Ficus Sycomorus kommt* . • Rha- mnus Alaterttus, <ßiXt5x>rh1ft. 5 > 6.7., mit weifsem , zähem Holz. . . Rh. infectorfOS, f'Ajiw« Xtux,, und JlÄ. oleoidest e*}«vo< /uIXouv* hift. 3 , 16. . . Zizy- bhus Paliurus, «•«XAufo? hift. 4» 4- • • 2> LoH** * Xurit Xi/WY dar. Zugleich aber wird Celtis aufträ- te befchrieben , wie AngUillara (de'femplici, p, 74-) richtig bemerkt. . . Eiotiymus latifolius, ro «ü«w»^ hift. 3 , » 7. D}e Befchreibung fcheint durch eigene Bemerkung entftanden zu feyn: nur fällt die BlQthe auf, die dem Xtvxwo* (Leucoium Vernum) ähnlich feyn foll. Der Baum wachte auf dem örtynifchen Berge der Infel LesboS. Sibthorp fand ihn auf dem Athos. . . Hedera He/ix, xrrrot hift. 4» »7' Er fev den Bäumen nachtheilig , an deUen er fich hinauf fchlinge. Das Cegentheil fuchte neuerlich Kepton (Linn, transact. vol. tu) zu beweifen. Die verfchiedenen Spielatten des Epheus wenden hift, 3, 17. angegeben. . , VUU vinifera, ifunl** • Die '-■ Blttthe, «iw»v*J , hift. 6,8., welche» von der fplter
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Theoohraft von Erefus. * Ae
aufzufahrenden Ümbellate unterfchieden werden mufc. Theophr. cauff. 3, 19. heifstes vom Weinftock: orxv he ßXaarravvi, irsQieuQ€tv ra akXac irivräy ttXjJv cVa Kxqiriv * X**> reärrw iiriKvi&v rxq Köpy iv auT«u> T*f$ ohd&aq. Vergl. Galen, compof. med, fec. Joca , Üb;, 8. p. 283. Aus der Weinblüthe Und den Blättern machte man mit Oehl in Cyprus das oivxv&tvov. Theophr. de odor. p. 446. ed. Heinf. Der an andern Bäumen klet- ternde Weinftock beifst av«&«vfy«V> cauffc Zi i5. . * ' Beta vulgaris , revrXiov, reZrXoSy revrXit hift. 1, u., werde oft baumartig, bift. 7, n 2.; treibe vielSeiten- fprofTeOj hift. 7 j 5. Die weifsö Abart fey milder; fie heifse auch die ficilifche * hift. 7 , 8. > . UJntus campeftris , fteht als *t*X<ä und i^tirrtki*. Jene fol) ftrauchartig* diefe baumartig feyn. Die Frucht wird auch genannt > hift. 3, i3. . • Caloeropis
procura Browni ift die Pflanze in den ägyptifchen Sümpfen mit zweyzeiligen Blättern, wovon die Aerzte ein Heilmittel in weiblichen Krankheiten und bey Koocbenbrüchen entlehnen > hift 4> Vergl. Al- pini äeg. c. 25. Beid el offar. Vön Caloeropis gigan- tea R. Brown, mufs die Erzählung Nearchs von einem lorbeeräbnlichen Gewächs in Indien verftanden wer« den, deffen Genufs das Vjeh in tödtliche Zuckungen fcürzt (Sirabo lib4 i5. c. 2. f, 7. p. 172. Tzfch.). Eryngiuffk ntarUirnuni, tylyytov hift* 6, I. Ich ver- mutbe, dafs dies oder Eryngiüm campeftre aiytirU'1 hift. 2j 9* ift* Denn der Scholiaft des Thebcr. id. 4> ^5. nennt e* fein dorniges Gewächs Von blau- grüner Farbe mit breitem Blatt.
Tordylium officiriale, cscrsXi hift. § , i5. Hefa- c/^nm Panaces oder pyrenaicum Larti. ift Vermutblich 'HpftXttoV hift. 9, 1 2. Die Befchreibung und einzelne Zeugniffe frimmen uberein : Sibthorp fand aber nicht die Pflanze. Peucedanum qfficinalet *r*uitt- bift. 9* t3. i5. 12, Vergh Euftath, in Ii* A*63»
Gtlfch* d. fiouöik. t. 5
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66 Zweytes Bucfc Erftes Kapitel*
p. 90/ . . Paßinaca Opopanax , 9r*v**£? &f#gwwov hift. 9, 12. Ferula tingitana ift die PfldnZe, die das Silphion von Kyrene giebt, hift. 6, 3. . . Cachrys alata Marien. Bieb., fxotyijha^q ebendafelbft, wächftin der Gegend von Syrien» und foll auch auf demParnafs wachfen. Es ift dem Silphium ähnlich, nur dafs es kei- nen folchen Saft hat. ManfoIJe, fagt Tb., überhaupt unterfuchen, ob die Pflanze gar keinen Saft gebe. Dies ift vielleicht die Art von Silphium, die am Kaukafus das Vieh frifst (Arrian. exped. Alex. 3 , 28.). Tour- nefort fand die Pflanze bey Erter um (voy. 2. p. 121.), Marfchall von Bieberftein im öftlichen Kaukafien. Erft fpäter ward das medifche Silphium, Afafötida, von Ferula perßca oder Afa foeti&d bekannt (Strabo üb. 1 1. c. 1 2. p. 56o. T^zfch.); welches in Bactrien den Spei« fen als Verdauungsmitte] zugefetzt wurde (daß Jib. i/J. p. 182.). Ferula communis oder nodifhra ift vap-Shjf hifr. 6, 2. Cachrys ficula, iTTiroui^x^^v hift. 6, 1. Hipp. nat. mul. /J72. Bubon Galbanwn L. foll die geben , hift; 9, 7. Thapfia foetxday vielleicht VÄp-SvjKW* daf. . • TA. garganica, $xfyz hift. 9, 9. i o. Run fragm. p. 21. Der hefte' wachfe in Sicilien nnct Libyen. Selinum Oreofelimtm, c$so(Tb)jvov hift. 7, 6» Doch führt Sibthorp jene Pflanze nicht an. Selinum Anethum (Anethtim graveolens), *ivrt$ovh\lu 1, i5. 16.. . Coriaftdrum fativurn^ y.cplxvvov hift. 7, 4« . . Cuminum Cyminum, xu4u/vcv hift. 7, 4. . • Smyrnium Olus atrumy i7T7rö(rt!X/vov hift. 7, 6. . . Conium maculatum, kuvsiov hift. 9, 17. . . Achamanta panacifolia Spr., Xißavuri^ xxQirtuos hift. 9, 1 3. Der Saame heifse xä^du?; Nikan- der und Andere nennen auch ähnliche Pflanzen fo. y/rA. cretenfiSj havy.cs 9, 17... Chaerophyllum ßati- vum, (M'lvhii; hift. 7, 9. Eurip. Acharn. act. 2. fc. 4. Myrrhis odorata, (Jtvffic cauff. 6, i3, ift Xa?£*y>?poy ti(TTopLov aoti €\to(ry.ov. . . Oenarithe pimpinelloides % o/vaVfy hift. 6, 6. . . Edtinophora tenuifolia, xxvxxe?
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Tiieophraft von Erefus/ 67
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'AraXiprioV hift. 9, 12. .. Bupleurum rotundifolium, vielleicht hJwv//, >jv xaXoScr/ r*v«; j8o'jVo>j<mv hift. 7 , «S. . . Anthri fcus vulgaris Spr. , #o*>to? daf. . • Caucalis grandjßora, x*uk«X/$ daf. . . Apium Petrofelinum, oä/vov hift. 7,5,, rx triXtvet eüoofAx Theoer. id. 3 , 25: ; 5rcX*b^U7rTöv id. 7> 68. /fy*. grasreolens, csXtvov fX&tcv hift. 7,6. •• Sefeli tortuo^um, vielleicht //.uo- (povov hift. 6, i« 2... Meum Foeniculum, /uxpxS-gov hift. 1, i5. 16. 6, 1. 7', 4.
.R/u/j Coriaria, o'oZq hift. 5, 18. ViburnumLan* tanay $'Qxijira.\o$ hift. 3, 7. 4> l- Drypis fpinofa, fyuirtq hift. 1 , i3. Sibthorp fand fie auf dem Parnafs. Sambucus nigra, a*r>j hift. 5, i3. Bufus (fragm. p. 21:) unterfcheidet die baumartige von der niedri- ge a. S. Ebulus (ähtjj X*.4**1^** )•
Amaryllis lutea, ir&o$y £v&cs £%wv w'xpoXfüjtov hift. 6,8. Sie wächft in Attika wild. Vergl. Athen, üb. i5. c.7. p.475. Schw. Leucoium aefiivum , Xsu- xcibv bift.7, 1 *• Lilium Martagon, ro (pXoyt/jiov xxXgv- pr/ov to iygiov hift. 6, 8. Lilium candidum, xp/vcv hift. 6,6. Athen. Üb. i5. c. 8. p. 482. Schw. 4>/X/- vcq hi, to kqIvov ü<p' <2»v jwtv X«/o/ov, uCp' «y o' 7ov x*X* c. 9. p. 49 2* ^" chalcedonicum , ^uspoxficXA.^ hift. 6. Aber die Wurzel (oll holzig feyn. Hätte Theophraft eine andere Pflanze darunter verbanden , als Diofko- rides? Oder ift es ein Irrthum? Die Blume ver- welke des Nachts und fchiiefse fich nur am Tage auf, Athen, üb. i5. c. 8. p. 485. Schweigh. Sollte Herne* rocallis ßavaitt Griechenland wachfen? Pancrachmi maritimum, ro xgjvoy ro &«av&£c hift. 1 , 17. Narrt) - fus Tazetta , vzqy.i<tiiq$ hift. 6, 8. Sophocl. Oedip. Colon. 71 3. 0 XÄ>wX</3oTfü? vxqxhjJos* Dies ßeywort kann nur auf die genannte Art gehen. Eumaclius von Korcyra bezeugt beym Athen. Üb. i5. c.8.p.485. Schw., dafs die Pflanze auch axaxaXXi? und xgoraXc? hdfse. Fritillaria pvrenaica, Tri$o$, äv$o$ *%w cuotov
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6g Zweytes Buch, Erftef Kapitel.
t3 uWv-9-w hift. 6j 8. Hyacinthuscomofus, wahrfcheiii- lich ßokßo» xw&iov hift. 6, 8. Theophr. cauff. i , 4- kommt ifxiQXHOs xW0%* mil knolliger Wurzel oder Zwiebel vor. Sollte dies nicht diefe Pflanze feyn? . . Crinum afiaticum kann die indifche Zwiebel feyn, die als haarig befchrieben wird hift. 7, 11... Anthericum graecum, ßokßw hift, 7, 1 1 . ... Scilla hyacinthoides mufs die wolletragende Zwiebel feyn, hift. 7, u,, obgleich Sibthorp die Pflanze nicht in Griechenland fand. Scilla maritima, <txi\Xä hift. 7, 11* Afpho- delus fifeulofiiSj «v-9-fc'p/xo? hift. 1, 6. 6, 2* 7* 11. a*&ifi% heifst beym Theokrit id. 1 , 52. der Stengel der Pflanze , woraus man Grillenfallen machte. Afph. ramofus , a<r$&«Xo? hift. 7,11... Afparagus aphyllus, dtririfayos hift. l, 16. 6, i.3. VergJ.Tour* nefort voy. 1 , 88. . . Allium Cepa, xpo/x^uiwv hift. 7, 4. All.fativum, owpoSov daf. Davon ift 7^- •&üov oder 7>jTfiov hift. 7, 2. 5. 6. 9. die Abart, wel- che Satz- oder Steckzwiebeln, auch Gällinge genannt werden. Vergl. Anftoph. ran. 634.
All. afcalonicum} <rxop. aVxaXttV/xov daf. All. Portum, nqiGov hift. 7, 1. ^//. Schoenoprafum , ffxcpcSov cyjtrrov hift. 7, 4« All. nigrum oder Diofcoridis Sibtb., /uwXu hift« 9, 17. . . Leontice Leotitopetalum ift vermuthlich •Stjo-ciov mit bitterer abführender Wurzel, hift. 7, 1 1. Timachidas beym Athen» lib. i5.c.g.p.497. Schweigh.
Vergl* Diofcor. 3, 1 1 o. . * Loranthus europaeus, trrtki$ cauff. 2, 23. . * Acorus Calamus* Kxkapßs ffuoö-^o; hift. 4, 10. 9, 7. Hotkuftoq (AVQ*\pi)tG$ HiJ>p. morb. muh 2, 55 1. Vielleicht xatro'a ix xi/*vwv Strabo lib. i 6> c* 4*
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Theopbraft von Erefus. 69
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a5. p. 455. Tzfcb. . . Veratrum album, SWißopos X*u- xo? hift. 9,11- Die Pflanze fey in Griechenland feiten : fie wachle am Oeta beyPyra, dann am Pontus, in EJis und am malifchen Meerbufen. (So lieft Hahnemann /xa- ^MTrfi ftatt (JM<rcoi\tt*Tv}s.) Der parnaffifche und ätoli- fche bringe gefährliche Wirkungen hervor. Am mali- fchen Meerbufen, nicht weit vom Oeta, lag Antikyra oder Antikirrha, berühmt wegen des trefflichen Hel- leborus, iXXtßofoq d<rrsto$ Strabo Üb. 9. c. 5. $. 3. p. 497» Tifcb. Neuerlich fand Hawkins die Pflanze auf dem Pindus, an der weftlichen Gränze Theffaliens. . . Mufa paradlßaca mufs der indifche Baum feyn, def- fen Blätter zwey Eilen lang und den Straufsen- Fe- dern ähnlich find, hift, 4 > 5. , • Oryza fativa, opu- daf. Wir haben fchon oben bemerkt, dafs Ari- ftoteles des Reifs weins oder Rums erwähnt. Theo- phraft fowohl als fein Lehrer hatten aus den Berich- ten des Ariftobulus gefchöpft (Strabo üb. i5. c. 1. $. 53. p. 110. Tzfch.), Auch vom Bambusrohr, Bam- bufa arundinacea , hatte man zu Theophrafts Zeit fchon Kunde, dieNearchus mitgebracht hatte. (Serabo Hb. i5. c. 1. $.20. p. 4<>* Efyjjxt oc x«# irtqi rüv k«- Xa/zuv , oti iroiovrn {uls>j , [xtXivvwv 0 Jcrwv.) So fagt auch Theophraft (fragm. p. 475. ed. Heinf.), eine Art Honig werde aus Rohr gewonnen : dies ift das Tebafchir der Araber, welches an den Knoten des Bambusrohrs ausfchwitzt. . • Rumex Aceeofa, Xairot- £cv iyqiov hift. 7 , 7. 8. . . R. Patientia, XaW$o$ hift. 7,5. 1 , 7. 8. . . Colchicum autumnale ift viel- leicht atrirak*}; hift. i, 10., weil die Maulwürfe die Zwiebel aufwühlen. Es fcheint auch ifyfjteqov hift. 9, 18. zu feyn, worüber Decandolle und Eneontre gute Bemerkungen gemacht haben (Recherches für la botanique des ancienS) p. i5.).
Bofoellia ferraca Colebrook. und Amyris Kafal Forsk* geben i jene den indifchen, diefe'den arabi*
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70 Ztcreytes Buch. Erlte* Kapitel.
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fchen Weihrauch. Beide Bäuhje befchreibt hiff. 9, 4. Der arabifche Weihraucbbaum wachfe in Saba (jetzt Merbatb), Adramytta (Uadramaut) , Katabäna (Ka- taba in Tehama). Der Baum habe Blätter wie die Mehlbirne (Pyrus Ana), obwohl viel kleiner, und grasgrün, wie die Raute.^ Andere Tagen : der Weih- raucbbaum fey dem Maftixbaum gleich , die Früchte den kleinen Körbchen (trxojviVi) , das Blatt röthlich. Das letztere iftBofwellia ferrata, dieColebrook (afiat. rr/sarch. 9, 377.) befchrieben. Theophraft fpricht ausdrücklich von den Infein, die die Inder beherr- feben (Panchaia, die lnfeln Baharein im perfifchen Meerbufen), als dem Vaterland des Weihrauchs. Diefe nannte auch Evemertis aus Meffene (Eujeb. praep. evang. lib. 2. p. Sy. Diodor. Sic. 5, 4l«) als Vaterland des Weihrauchbaums: doch verwechfelte er in der Befchreibung den Myrrhenbaum mit diefem. Nearchus gab zwar auch diefelben lnfeln an, fagte aber nur, dafs die dort wachfenden Bäume einen Saft geben, der wie Weihrauch rieche [Strabo lib. 1 6. c. 3. $.6. p. 087.). Den wahren (arabifchen) Weihrauch- bauin fetzt Strabo ins fiuUicbe Arabien , in Katabanien (lib. 16. c. 4- $• 4» P" ^93.), wie fchon Herod.ot (lib. 3. c. 107.): dann auch ins öftliche Africa, beym Vorge- birge des Pytholaus (lib. 16. c. 4« $• »4« P* 4*6. f.\ Amyris gileadenßs ift die Balfamftaude , welche in den fyrifchen Auen in eigenen Gärten gezogen wird und nirgends wild wachfen foll, h ift. 9, G. Das Gewächs wird mit dem Granatbaum verglichen: die Blätter fehn der Raute ähnlich, die Frucht der Terebinthe. Faufauias (y , 28.) vergleicht diefelbe Staude mit der Myrte, die Blätter mit Majoran (ci^oxi'X.ov): Strabo behauptet, die Staude habe Aehnlichkeit mit dem Cytifus (Medicago arborea) und der Terebinthe (lib. 16. c. '2. $. 41- p« 3üS.) Lawfonia inermis> KUTrpo? Theophr. de odor. p; 446. Epilobium montanum
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TheophraTt von Erefuf* 71
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konnte oivo&r^xg hift. 9, 23. feyn. Erica arborea, *pem? hift. 1 , 1S. . . Daphne Gnidium, hvswqos X*d- xss, iviAtohw hift. 6, 2. Vergl. Run fragm. ed. Matth, p- 21. 53. Daphne dioica Gouan., xviwpo? tut\at; «0- <r^U9? daf; Sie wa'chft auf den Bergen um Athen, hat ein Blatt wie die Myrte , und wurzelt tief. . . Dios» pyros Lotus, hi^TCuqaq hift. 3, i3. . . D. Ebenafter , cßivij hift. 4> 5. . . ifcer creticum, tr(p6vhxfjLvo<; hift. 3, 3. 4- 5. 9. 5, 1. 4- 7' Vergl. Belon obf. 1 , 17. A. obtußfolium Smith, fl. graec , yT&w hift. 3, 3. Tj^v <r$hhxuvov iv um tu oqsi irsCpvMixv fayt'xv KxXoZeiVy fy hs taT TTthtu yXtvcvy dt V xvhxtQcvtrh vloli irepev icotov- ci'i tthos crtysvhxuvov xxt £07/01$. . • Polygönum mari* timum , vermuthlich <Mqbv/.iov hift. 1,10.
Butomus umbettatüs, ßvvrouos hift. i, 10. Theoer. id. i3, 35. Laurus Clnnamomum ( Kiwa^w/wov ) und L. Cajfia (keurlx) werden hift. 9, 5. nach den Ausfa- gen der Begleiter Alexanders gefchildert. * . Caffyta filiformis ift'unftreitig die 'A»lvrxq cauff. 2, 23. , von " ' der, als einem Wunder, gefprochen wird. Porskol (Jlor. arab.ji. 84.) nennt fie Volutella aphylla.
Ruta graveolens, irrtyxvov hift. 1 , 4* 7> 2* 5. Cercij SUiquaßrum , hift 1 , i5. 3, i3. . .
Hyperanthera Moringa, ßxkxvos hift 4> 2. • • Arbu* tus Unedo, xopzQos hift. 3, i5. 5, g. Die Frucht heifst fxttAxtKv\ov.~ . . Arb. Andrarhne 9 «vSp«Xv>3 hifr. 3, 3: *i5. Die Frucht foll eviitxTt Tt<&*$xi , welches vielleicht in den behaarten Fruchtftielen , wie bey Uhus Cotfnus (xoxnuyQt'x lieft Stackhoufe ftatt xoxxu- ftj})Ja)y' feinen Grund hat. Styrax ofßcinalis , gtijqx% hrft. 9,7. Auf Kreta wächft der Baum. Piutarcb. Lyfaod. c. 28. agr^tet <rrvQ*Keq. Tribulus terreftris und Fagonia cretica werden als zwey Arten von Tpi- fio)x; wohl unterfchieden, hift. 6, 5. Jener habe Blätter wie Kichern , diefer auch an den Blättern Dornen. Saponariu ofßcinalis , <rrgou$/öy» fo mufs
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7* Zweytes Buch. Erltes Kapitel,
für vT(ou&oq bift, 9, i4 gelefen werden. Etwa« an- ders bedeutet es hift, 6, 4. 8. Vergl. Athen, lib, i5. c. 7. p, 4?5. Scbweigb. Sedum ochroUucum Smith. , iir{7T6TQov hift. 7, 8. Dafs es £y«v£o{ genannt wird, ift ein Irrthum, . f Agroßemma ßos /ovfc, «v$ö? hift, 6,6,,, Agr. cqronariay <ß^o£ dat Av^v*? hift, 6, 8. ift, wenigften« bey Spätem» nichts anders« Vergl, Athen, l|b, *5, c, 8, p. 485, $cbw, Pftcande? daf, p?493,
Euphorbia antiquorum. wird bift, 4i 5. gut be» fph rieben, Dies ift das Gewächs, welches Ariftobu> Jus aus Indien beschreibt {änian^tgeped Al*& 6, 22.). Auch Strabo (lib. i5, c. 2. §* 7. p. 172,} fpricht von einer axav-Stt tpwV käotpw; in** T>fc yif iarTQwjib» r wel-: cbes diefelbe Pflanze ift, da ihre Zweite, mit Früch- ten beladen, zur Erde niedergebeugt find, . , Euph, Jpiosy /<r^«9 Htm bjft, 9> \o, An de« Ufern des Mäander giebt Strabo. die antjoebenifebe lfchas an (lib. i3, c, 4* $• l5. p. 489.^ Galen, de eucbym. et cacoch, p. 354 'V%«f , p VtaXoutn «tuhwtpv, , , Euplu fpinnfa , to t/-9tJ/x«XXov , i£ o5 TP lintou-tyK hift, 9 , 1 5, Dafs lirrcotpixis zu lefen ift, erhellt aus hift, 6, 5., wo iViro'(£vPY,und \Tnro$eu$ fteht, und daraus., weil die Hippokratifchen Schriften (deintern,adfec$. p. 53g. 543« 544^ 559. 56 \.) l7riro(p€u$ und 'wjrq<f)ot§q haben: und Galen (eppqf, voc. Hipp» p. 486.) fagti dafs es auch kvä<£pv und vrvßov heifse, Den Saft davon brau« chen die Hippokratiker als AbführungsmitteJ, Vergl. Farkinf, theatr, 195, und Boccon, muf, p, \2,\. < • Euph. PfipliSf 6 TiQvfJtet'kkos irctgikioq, x.<x,Xcuusyo<; kpxko? bift, 9, \ 5. T , Euph nicaeenfiti 9 iffa wUvptm ti- $J,u*X^of daf, . . fu/iA, my rftnites , p ^upT<TJj; h^Xpu- (*evo$ T&vppk'kcq XfVKOs daf, Theophraft befchreibt <Ue Art, wie die Rhizotqmen und Phw^kopolsoj
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Tbepphrtft von Erefu* 7|-
Arzney mittel aus diefea verfcbiedenen Arten berei- ten, nennt aber nicht die Arzoeymittel mit den Kunft- ausdrucken, Wir wiffen, dafs irtvXiov (Hipp* vice» acut. 587.) von Eupb, Peplis, /*jjkü>wöv (Hipp. vice, acut* ^.oj.fiftuL 887,) aus den beiden folgenden Ar« ten bereitet wurde. . , Semperviyum teuuifoliwn Sibth. ft. graec, tt 474 roag das **/£o>oy feyn , welches auf Mauern un<J Topffcherben wächft, hift. 7, 12. Denn jenes ift bey Athen gemein. Athen* üb* i5. c. 7* p, 4? 3* Schweigh. ieiföov ßorxyjj , $ 'Av&j&o'wos
Cactus Opuntia, hift. i, 10. lUft 'Oicovrri (p*<r$
tGTcv jj^J. Sibthorp hat die Pflanze nicht aufgeführt: fie wächft aber gewifs in Griechenland, Caraerarius glaubte, dafs Belons Anapala (Hb. 1» c. 44) diefes Gewächs bedeute. . . Myrtus communis, (xvfötvc; hift. 1 , 4. 1 2, 1. 5, 5. , puffiyq hift, | , 6. 19. 2, 3# 5,8., ^uupTö; hift, 1,16, Eine artige Sage vom Ent- ftehn der Punkte in den Blättern erzählt Paufania« 2, 5 2, Phädra, von Liebe gegen Hippolyt entzün- det, durchftach die BJätter, . . Prunus domeßicat xokxu/asM* hift. *4 ^5. 16, 17. 3, 5, 4>3. Poch fcheiot an der letztern Stelle eine Verwechfelung mit CordiavMyxa Statt zu finden , weil von den Pflaumen um Thebais in Aegypten die Rede ift« Oder mufs inaq Theben für Thebais lefen, dann wäre die Sitte, die Pflaumen zu trocknen, und Marmelade Or*X*&s) daraus zu machen, fchfln zu Tbeophrafts Zeiten ge- wesen, . , Pr. Qerafus, tLigeuroc hift, 3 , i2,w< fr. wi*
fiticiQ , <T7ToW? i «UT>J 0* |?(rT/V ^TTfp f*W<* >WK>tt)|UJ)X€Ä
hift, 3, 5, . . fr. Pa#«, jjtt^ hift. 4* 1. Schnei* der bemerkt , dafs die Handfchriften ipjSp* haben. IL 5, 838. las man fonft snjfyvöf «|«v, wo jetzt (pnytvoc fteht. . . Amygdalus communis , a/*u«y$aXj; , die Frucht *^ibi)#% b\iU \ , & *6, 17, 2, %. 3. 84 3, 10. u. t
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j$ Zweites Buch, Erfies Kapitel.
Ueber die verfchiedene Betonung des Baums und .der Frucht vergl. Athen, deipnöf. 2,12.., Mefpilus tanaceiifolia Smith., fjiscmkyj xvSrhtav hift. 3, 1 1. Vergl. Tournefort voy. 2. p.172. Smith exot. bot. 2. t. 85. . . MeTp. /lzarolus, y.Qxrxiycs hift. 3, 14. . • Mefp. Pyra- cahtka, c%vxiixv$x hift. 3, 3. 4. 4, 4. 6,8. . . Afc/p. CotoHtafter, jUfirTiXjj <r>jT«vf/o<r hift. 3, 11. . . Pjrw* yfr/Ä, «j/a hift. 3, 4* 5V 1. Pyrus communis, Holz- ' birne, a?/px?, Gartenbirne, «ttio? hift. 4 , Vergl. Hipp, da diaeta, 2, p. 56o. Eine befondere gute Abart hiefs diephocifche, aV/o? $«x/; Theopb. cauff. 2 , 2oi Vergl. Wallroths Gefch. des Obftes der Alten, & 14. i5. . . i^rc/i Malus, fjtqXex hift. 4> 1 5. Von denselben werden zw'ey Abarten, ^iwj, der Fröh- aptfel, und o\|//« , der Spätapfel, aufgeführt. Von der erftern wird die föfse Sorte als die fchwachere ge- nannt, die dem Wurmfrafs am mejften ausgefetzt fey. Von-clen Augen fagt er hift. i-, 10.: fiefeyn denThier- fchnauzen ähnlich; ein grofses ftehe in der Mitte, ltnd kleinere umher. In den Hippokratifchen Schrif- , tön i(#e diaeta* 2 ,; p. 36 o.) werden ebenfalls die füfserr Von den faüren Aepfeln unterfchieden. 'Optaxkihe? pu&iXpxt Theoer. uU 5, g4- fcheineh die Johannis- äpfel zu feyn. Pyrus Cydonia. Von diefer kommen- 2wey Abarten vor: der Ouittenapfel , xuBwv/o? hifr.* se, 3., aus Kydon in Kreta ftammend (P/i/i. 4> 1 2'.) , und die füfsere Birnquitte crpoü-9-/cv, wahrfcheinlich erft durch Gultur entbanden. Vergl. Athen. 3, 2/). . . Pyrus Amelanchier , <tjk>J i5&/« hift. 3, 16. * . Pyr, erttica, KoXouTtx ttsqI r^vvi5>jv daf. Vergl. P. Alpin, exot. 4»> vielleicht auch fyos hift. 3, 4- . • Pyr.dome- fiica Smith. (Sorbus L.), ouov hift. 5, 1 1. . . Spiraea falle ifolia y <n?€t()xlx hi fr. 1 , 18. . . Unter den Hofen werden die gefüllten, Biäv-Sv; pcSae, fKÄTövTavfyXtac ge- nannt, hift. 6, 6., welche die Einwohner von Phi* lippi vom Pangäus (einem Gebirge zwifchen Philippi
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Tbeophraft ron • Erefus. 75
und Ahdera, gegen Thafus über) holen und in die Gärten pflanzen. Auch Herodot (S,i38.) fagt: In den Gärten des Midas von Gordium wachfen Rofen wild , deren jede 60 Blätter habe, und die die andern1 • Arten im Wohlgemcb ubertreffen. Dies wird Rofa fempervirens feyn, welche Sibthorp in Griechenland häutig wild fand. Vergl. Nicand. bey Athen, lib. 10.' c. 9. p. 49 l* Schw. Ausdrücklich wird eine Art hift. 1,12. als <üs!$vXko; aufgeführt. Die mit rauhem oder ftachlicbtem Fruchtknoten werden hift. 1,17. wegen Wohlgeruchs vorgezogen. Dies pafst auch auf R. fempervirens. Rofa canina ift auviqßotrc^ hift. 9 , y. Tbeocr. id. 5 , 92. 93.
Rubus fruticofus, jSaro? hift. 1 , 4* 7- 1 2. i3. 3, 17. 4 , g. 1 3. 6 , 1 . R. caefius, ßiroq iiri Tqq yn hou x«t» vfvroxwf , actt cr*v vwiirry rjf 71J , fäoilpsvof vi- Juv, hift. 3, 16. R* idaeus, ßiro$ cf&otyvqs £työf- sXuy> daf. • • Potentilla reptans , mvrAty&Xw , 9T*y-» T«7r«Xöy hift. 9 , i6.3 KfyipnrirqXov Nicandr. ther. v. 809. > wozu der Scholiaft: ro Ii itBVTxitir^Kov irrt roxi'
Papaver Rhoeas9 pr4nm9 po/*$ xotkovpivyj hift. 9, 1 4. Glaucium luteum, pfacw piXatvot da f. (//. p/ioe- niceum, p^MV KSfxrmq daf. Theoer. id. i3, 4l- Hüavföv %*X/S<!v/dv gent wohl hierauf. Pancrates bey Athen, üb, i5. c« 6. p. 4^9« Schw.
Chelidonlum malus* yjX&wtw hift. 7, 12. . . Cajfe par/j fpinofa, KUT7rot^tq hift. 7,9... Corchorus 0/*- torius, xcQXopcs hift. 7, 8. C(/fttf vülojus oder inca- nuf ift xhttos oigfa hift. 6, 2. Der andere, nicht nä- her befchriebene wird C. monspelienßs feyn , der
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7$ Zweyte* Buch. Erftes Kapitel,
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fehr häufig in Griechenland ift. C. incanus oder aliud us ift ö6hoKtcr<ro$ Tbeocr. id. 5, i3i... Tilia eu* ropaea, (pthipet hift. 1,7. 16. 3,4« 9- Hier wird die männliche von der weiblichen Linde unterfchie- den; jene habe ein härteres, gelberes, ftärke'r rie- chendes Holz, mit dickerer Rinde: die weibliche habe weifseres, biegfameres Holz, woraus man Käftchen, mache. Jene blühe nicht und trage keine Früchte« Die weibliche habe am Blattftiel eine kelchartige Blume (die bractea) : die Frucht fey rund und fünf- eckig bey der feften , bey der nicht feften Art aber fpringen die Winkel nicht hervor (a&#op#<rro- rsqo;). Hier ift offenbar Tilia platyphylla und micro- phyilq unterfohieden. An einem andern Orte, cauff, 2,26,, fc hein t Tilia alba, die in Kroatien und dem ganzen Morgenlande einheimifch, ift, durch (ßuXXaf ixXsuKorepx angedeutet zu feyn. . , Nymphaea alba , , ct/öij hift. 4» Sie wird im See bey Orchomenus (See Kopais in Böotien; der Gephiffus ergiefst fich in ihn) angegeben» In den theffalifchen Seeen fand fie Sibthorp. . • Nymph. lutea Salisb., vvfx(pxtx hift, 9, i5. DJe Böotier nennen fie piuhtovi'ä und effen die Frucht. Sibthorp fand fie in den Seen Theffaliens. Nymphaea Lotus, Xorrc; hift. 4> lo» Vergl. Athen, lib, i5. e.G. p.467. Schweigb. Nelumbium, fpeciofum, nwtpoq iv A/yuWTw daf. Vergl. Herodot, 2,92, Strabo lib, 17. c. 1. J, i5. p. 528. Tzfch. Theophraft ver- ficbert , dafs die Pflanze auch in einem Teich bey Torone auf Euböa gefunden werde. . . Anemone co- ronaria, dvsfjktavyj hift. 7, S. 9», T9 (powixoilv clv$q$ i^oixrx Zopyrus Oribaf. p. 349. ed. Matth. Nicand. bey Athen, lib. i5, c. 9. p. 495'
Aurott t' fj'&MM ctvfjU»»/<5#< zcTQsttTTOvaai
4* nemorofa , iyBpuvn Uipwm hift, 6, 8, , , Cleva*
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Theophraft Ton Erefaf^ . ' 77
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tis cirrhofa, drg»yivyf hift. 5, 9. Die Pflanze ift bey, Athen häufig. Sibth. fl. graec. t. S17. . . Ranunculus Thoray dxovtrov hift. 9, 18. . . Ran. Ficaria, viel- leicht dtyiot hift. 7,8.. . Helleborus orientalis Lara. y ikTJßogos (JtiXotq hift 9,11. ' Vergl. Beiern Üb. 3. c. 4*« Nach Theophraft foll die P/lanae überall wachfen; der befte aber komme vom Helikon. Selon fand ihn auf dem Olymp in Bithynien , wo Tournefort nur die Wurzeln erhalten konnte (voy. 2, 1^9.). Sibthorp giebt ihn bey Byzanz häufig, dann auf dem Athos, bey Delphi, auf den Bergen bey Theffalonich und auf dem Olymp in Bithynien an. Heüeborus foetidus* iXkeßoqot; (r*i<T*(xosth*x hift. 9, 16., vielleicht auch iXk§- ßognnj hift. 9, 11. Die Einwohner des Delphinats gebrauchen noch jetzt die Pflanze als Gegengift gegen Veratrum album bey ihren Schaafen.
Teucrium Pottum, woXtov hilf. 1 , i3. 2,9. 7,5* T. ChamaedrySy %aug/8pu? hift 9, 10. . • Satureia Thymbra, $nipßQot hift. 1, 16. 6, 1. 2. 7, 1. Man brauchte die Pflanze an Speifen : daher &vfj^ß^€Tri%£t7rvo^ bey Ariftophan. nub. 4^o. Sat. capitata, $J4uo$ hift. 6, 2. Aber ein anderer $v(jtoq ift cier, welcher cauü. 3, 1. wegen feiner Schärfe angeführt wird. Diefer wurde vom gemeinen Mann in Athen gegeffen (Ari- ftophan. Plut. v. 283.), wo der Scholiaft bemerkt» dafs ßo\ßc$ und dypioHpoppiiov gleichbedeutend feyi Ein alter Schriftfteller, den ßodaus von Stapel zum Theophr. 566. anführt, halt gar «pov und hoXohohtU für gleichbedeutend mit $u/zo$. Es könnte wirklich Arum maculatum feyn , deffen Knollen , wenn die Pflanze blüht, gegeffen werden* . ♦ Thymus Nepeta Smitb* , in Griechenland und auf den Infein fehr häufig, ift die HaXotfAhSf) cauff. 2, 22* Tiwincanvi Sibth. , ^ttüXXo; hift. 1 , i 2» 6 , 7., K*T*?ro>cvo$ Theoer» tpigr. 1. Nicand. bey Athen, lib» i5* c 9. p» 4g3*
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\7S fcweytts Buch. Erltes Kapitel,
SchoL Ariftoph. Pac. v. 167.
Die angegebene Art wächft am Diffus und KephifTus 'in Attika, Th. Serpyllum hingegen und andere Artea 'auf dem Hymettus, auf Laurium und dem penteli- fchen Gebirge. Mentha fyhejeris , mffvpßQtov hift. 2, 1. 5. 6, l. 6. 7. cauff. 2, 22. Nicand. bey Athen« lib. i5. c 9. p« 4[)5« oVpjpcv GHrüpßqtov* Af. Jativa9 fAiv&y}9 hift. 2,5. 6, 6. cauff. 2, 22. Diefe
entftehe durch Cultur aus der erftern Art. AI Pa/e-
igium, 7Xifx«iy'hilt. 7 , 6. Theocrit. id. 5, 56. >X«x«v Av&cu<7*. Marrubium vulgare , *rp.zo7ov, 0 £ %et irotaheq
stq (pvXKov nett fLiotXkov i7nx6%xQxy[i$voY , in ht riq $vto- ivhtjkovs etplhQX kx! ßxbeixq, <5 nxi oi (px^juxKoirS^ui %pwvT*i irQoqivioij hift. 6, 2. Marr. peregrinum, ro
• «Tfoov irQcuriQVj öS to (pyXXov (rrpo77üXoT£^ov xa/ ,«'J;tfe<?-
Of? CT^Gop«, Ka-TÄTTf^ TO TOU €A.fAlO>f<aXOU XÄl TJC£ tVTC[JLX$
d(Axvf>OTiQ*q e%ov >t«i i7rix*XÄpa'yiu*yov Sjttov, daf. Marr. Pfeudo- Dictamnus > ypsuüohtKTXfxos hift 9, 18. Marr. - acetabidofum, Utsqov &ixt«|Uöv , (piWov otuctov o-zotj/x/Soiw, )%iov vfaou (Kreta), daf. Sibtborp fand es allein auf Kreta. Smith fl. graec. 1, ^10, . . Origanum Maioranoides , upxpxiiw hift. 1, 12., 0 xfAXQxaoq hift.
6, 1. 7. Ör. fieracleodcum , o'pryavo; Xsujoj hift. 6, .2. 0r. creticum, igi'yxvos (juXolivx daf. 0r. Dictamnus , toöYxt«ccov hift. 9, 18. . . Lavandula Spica, ri(pucv hift. 7, 11. Unter dem Namen l'^uov erklärt Hefy- chius es für Xxßavr^: 't'tpuov war aber ein Gemüfe, welches fich nicht näher beltimmen läfst. . . Ocimum Raßlicum, «Jx^uov, uxuftov hift. 1 , 8. 9. 1 3. 6, 1. 2,
7, 9. Wegen der holzigen Wurzel, die ihm zuge- schrieben wird, könnte man anftehu; aber ßelon
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Tbeophraft ron Erefü$#* ^
(ob/. 2, 4o.) verfichert, dafs das Baßlicum im Mor- genland dreymahl höher als bey uns wachfe , nod tite Gemüfe gebaut werde. .•. Sejamum Orientale + oypoe- ^cv hift. i, i5., dyyeto<nrcp/x* 8, l. 3. 5. MelampyruitB arvenfe, ptXupTr-jQov und ptXiuirvQcq hift. 8 , 5. 8. Un- ter dem ficiiifchen und pontifcben Weizen. . . An^ tirrhinum Orontium, dvrifätvov hift. 9, 23. . . 0*o- banche caryophyllea , uifxil^qcv hift. 8 , 8. . . Vitex Agnus , a>o? hift. i, 4. 18. 3, 11. 4, 11. Vergl. Schoi. ad Nicand. ther. V. 71. - \ 1
Lepidium latifolium , (ityxvoe dy^ix, Sj ro piv $ Xö> *x« ('«/*. 7> 40» «ywwoT^ov (äi/*. 7, j,\ pu- xpev (xap7rov) xai fr^/Cp*^, flroXvxX«&cs xäj flrcXj^uX- tri Sc xaXcv e^cuc* fy,^u\, xai (papuaxüäjj. . . Lep. fativum, xJghxpov hift. 7 , 1. 5. S. £augftiov ift nach GaJen (expof. voc. Hipp. p. 556.) gleichbedeutend. Dahin gehört Nikanders trccvpq, ij %&oviev wt<p*Tau <tt£- *Hys<Ftkiyj (Athen, üb. 1 5. c. 9. p. 49^.). . * Ahffum fativum, i^<rty.ov hift. 8, 1.3.6.7. Cheir« anthus Cheiri ift das Xroxcibv hift. 6,8. 7,9., eine wohlriechende Frühlingsblume , mit Blättern am Stamm , xfie zu Kränzen gebraucht wurde. Eine andere, mit knolliger Wurzel , ift aus hift. 7, u. oben aufgeführt. Vergl. Athen, üb. i5. c. 8. p. 484. Schweigb. Deutlicher noch erhellt diefe Bedeutung aus der Stelle des Nikander bey Athenäus lib. i5„ c« 9« 490. Schw.
rgvtj ys ft#v iiaax 9
Braffica Eruca, §5fauov hift. 7, 1. 3, Br. Napobraj- fita, ycyyvXif hift. 7 , 4. Raphanus fativus, qx$kvqs hift. 4, 17. 7,4- Sinapis nigra, v«?ru hift. 7, 1.4. tle/'peris trifcis , ivircgk* >; wxre? ^«XXov >) xa$' ru/py cauff. 6, 25.
tortitlaca oleracea 9 «vSpa^vjj hift. 7 , 1 . . .
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gö Zwtytts Bach, fcrftes Kapitel»
Goffypium arboreum oder Bombage goffypittum find t* ip/o$>op* BavSp« in Indien * hift. 4> 9*> von denen Strabo lib. i5. p. 43. Tzfch* erzählt, dafs, nachdem der Saame herausgenommen, die Wolle gekrempelt werde. . . Lavattra atborea, fmkax*! hift. 1 , 4* 1 ». yf 9. 4 . Althaea officinalis , a%9Wa oder pakitxji
S partium Scorpius, tKoqmrt hift. 6, l. 3. tyar- villofum, £<rirxk*Q'0S hift. 7 , 7. Plato de republ. 10. p. 471« cc^« Gryn.j wo die Tyrannen im Ades mit Afpalathen gezüchtigt werden Theoer. id. 4» 5j.
id. 24» 86.
Önonis antiquorum, ivavtq hift. 6 , 5. i i Anthyüii cretica, ißivtjy hevhpov $at(Jivwhsq c5$7Tfp 6 hütico? hift. 4> 5. Vergl. Honon Bell* beym Cluf. hift* appi p. 3og. Profp. Alpin* exot. 2, 32. p» 278; Phafeo- Jus vulgaris , &oX/p£o; hifti 8, 5* Dafs damals fchon , durch Alexanders Feldzug > die Sc|iminkböhnen nach Griechenland gekommen* bezeugt, aufser Theophraft, auch Galen {J'aculi, alim* 1, 317.), der behauptet, dafs Diokles von Karyftus , Theophrafts Zeit gen ofs , fie zuerft befchrieben* . * Dolichos Catiang ift viel- leicht der 0ähoV* den Alexanders Begleiter in Indien fanden, und der mit Fönugräk verglichen wird* hift* 4, 5. i . Lathyrut fatwuSt \£$vpo$ hifti 8,3* L. amphicarpot % apa^/Bvot hift; 1, i. 10* Vicia Faba9 kyfltjuo; hift. 8, 3. Cicer arietinum, Kp«tf i^ßiouoi hift. 8,5., auch tfi'dtt'&o?» nach der Befchreibung hift. 8,3. 6, iOi caü ff. 3, 27* 4> 9* ^> * 4* Sonft fcheint IpajSfy^w.ein allgemeiner Ausdruck für Hüifenfrüchte 2U feynj wie raocrt-pi«, JtAporite* Der Brey aus Hill- fenfrüchten hiefs IrvöC (Ariftophan* tan, 5og. GWett,
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Theophraft von Erefus, gi
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de euchym. et cacocJu p. Cicer Lens, (pxno<; hifr.
8y i. 5» 5. 6. Pifum fativum, iri<ro$ hift. 8, 3. Gelbe Erbfen find Aix/-9w bey Ariftoph. PJut. 427«* wo der Scboliaft fagt, dafs der Name von der AehoJicbkeit mit dem Eydotter herkomme, und irfooq komme von Pifa in Elis. Pifum arvenfe ift wahrfcheinlich aß&no?, der unter den Linfen wild wächft, hift. 8,8. Galen vergleicht den a^ano? mit dem Xä^o?, unterfcheidet aber noch den £q*x°$ davon , worunter Ervum tetra* fpermum oder Vicia lathyroides verftanden wird (Ga* len. facidt. aliiru I, 3i6.). Pifum Ochrus ift «X£0$ hift. 3 , 3. cauff. 4) 2. 17. Veigl. Galen. 1. c. Lu- piaus püofus , Ss'p^c; hift, 8. 5. Ervum Ervilia, 0^0- ßc<; daf, Vergl. Anbot, hift. anim. 3, 21. Galen, facult. alim. 1, 3 17. • • Trigonella Foenum graecumy ßcuxxQx; hift. 8, 8. Hipp. morb. mul. 1 , 6.17., auch tiycKtpaq, wie ftatt«iyo?it*'p*f intern, adf. 549* Schnei- der lieft. Vergl. Galen, expof. voc. Hipp. 4*4« Später hiefs die Pflanze TijXi?. . . Biferrula Pclecinus* wcXtttweq hift. 8, 8. . . Colutea arborefcens , jj xoXou- TMt «*^c? Aittuqxv hift. 1 5. 3, i3. 16. . . Giycyr- rkiza afper rima, >j «ytaxefa (3i'<fa cxu$/x>j fftp tjjv MömJ«- tiw hift. 9, i5. Vergl. Pall. Reife, 1. Anh. n. 121. . . Aßragalus arifiatus Willd. , Tpay«*«^« iv 'AqkxK* hift. 9, 1. 17. Diefe Art, noch jetzt mit dem Theo* phrafttfchen Namen bezeichnet, fand Sibthorp häufig im Peloponnes (ß.graec. t.735.). Afir.creticushzm., TQxyautxY$x iv K^jjtjj hift. 9, 1. . . Medicago fativay fjujhur, hift. 8, 7. Vergl. Strabo lib. 11. c. 12. $.7. p. 56o. Tzfch. Ariftot. hift. anim. 3, 21. . . Medic. arboreay xür/<ro? hift. 4 j *7« 5,4» Theoer. id. 10, 3o.
Theoer. id. 5, 128. fteht es mit «5yiXo? in Verbindung, welches wahrfcheinlich Klee ift. >
Citrus medica und Aurantium, prj[ko* j^Wv kosi Gefell, d. Bouoik. i.B, 6
%% Zweytes Buch. Erftcs KapiteL
vtftrtaiv hift. 4> 4- fcheint zwar zwey Arten zu unterfcbeiden : »doch fpricht er zugleich nur von, Einem Baum. Man effe die Früchte nicht, fondern fchätze fie nur wegen ihres Wohlgeruchs.
Lactuca fatisra, «fyi&*x/v>j hift. 7, 4- 5. So hiefs fie bey den Attikern, -Jrpßa^ gewöhnlich {Athen. 2, 28. Galen, comp. medic.Jec. loc. 2, 173. de euchynu et ca- coch. p. 357. Scko/. Ntiandr. ther. v. 840.). Es gab mehrere Abarten, von denen eine breit blättrige fo hoch wuchs, dafs fie als Thür zu den Gärten benutzt wurde. . • Lactuca vir ofa, •S-pjBax/vjj dypix hift. 7 , 7. Nach der Weizen- A ernte ziehe man einen Saft her- aus, womit man das Waffer in der Wafferfucht ab- treibe. . . Tragopogon crocifolius , »Jxojuj}, >Jv rf*yo- tttoywvx xttXouff* hift. 7, 8. • • Sonchus maritimus 9 ecynos hift. 6, 4* 7 » 9* • • Leontodon Taraxacum 9 *(£axjj hift. 7,8.10. . . Apargia tuberoja < govSpiX^iy hift. 7,8. 10. Häufig auf fahdigen Wiefen Griechen* lands. Sibthorp fl. graec. t. 797. Ap. hifpida, diretp- 71« hift. 7,9. • • Cichorium Intybus, x/xvpjev «ypiov hift. 9, i4* CicA. Endivia, nrxuQiov hift. 7.9. . . Picris hieracioides , o-ixpif Hift. 7, 10. . . Hedypnois rhagadioloides , uVoxosp/f hift. 7, 8. 10. . . Cdrtha- mus tinctorius, xvqxo? hift. 6, 4« • • Carth. coeruleus, %oXx£J6? xwjxoc da f. . . Carth. lanatus, xvqxo? Saroiat daf. . . Carth. leucocaulos Smith., «rpax'RiXfc >J <£ovo$ daf. Giebt verwundet blutrothen Saft. Sibthorp fl. graec. t. 842. . . Carth. corymbofus> %»fieuXitav /jtiXa; hift. 9, 14. Anguillara de9 fempl. p. 139. i4o. . . Onopordum Acanthium , £xuvo$ hift. 6, i. 8, 14* Vergh Honor. Bellus bey Cluf. hift. app. p. 3 10. . . Carduus leucographus , XtUKoxa»9'« hift. 6, 4. . . C/iictt* rivularis, q *kkv&<* j; xe*W9-o$ hift. 4> n. Theocr. id. 6, i5. heifst esr toq dir dniv^uc tccI xa7ry- pai ^äitäi, wobey der Scholiaft : t*c dirorqq xtvdp*<; 0$ 7r«Wo/, xwrn 01 *r«7r7rof Itrop«?. „ . Scvlymu*
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Theophraft von Erefut. 83
Tii/panicus, vxoXupoqt c$ xoi Xtiuoivtcv hift. 6, 4« Efs« bar ift die Wurzel und der Fruchtboden. Vergl. An- guillara de' femplici, p. i35. Belon obf.i , 18. Die Pflanze heifst noch jetzt <mo\i){aos 9 ckoXv^l/3^o^ und ettmoXvfjiß^. Sibthorp fl. graec. t. 825. Beckmanns Qefch. der Erf. 2, 20g. . . Cynara Cardunculus , xoxroc hift. 6 , 4* Die ßlattftiele werden gegeffen. . . Carlina corymbofa , xppaukiuv X*uko$ hift. 9, 14. Wacbft Oberall auf den griechifchen In fein und im Peloponnes. Sibth. fl. graec. t. 837. . • Acarna gummiferq, j^ivjj hift. 6 , 4. 9, 1. Vergl. P. Alpin« exot. c. 56. p. 1 24* 1 25. Sibthorp fl. graec. t. 838. . . Acarna cancellata, *rrapvi£ hift. 6, 4* Vergl. P. Alpin. 2, 21. p. 255. Anguillara p. 137. • • Saniolina Chamaecypariffus, ußp otqvov hift. 6 , 1.3.7. . . Ar- lemifta Abfinthium , ci^M-iov hift. 7,9. 9 , 20. . . Gnaphalium Sioechas* iXesoxfveot hift. 6, 8. 9, 2 3. Theoer. id. 1 . v. 2 1 • 22.
x*f*r* ilAc7r«i «YaAAtfuvai xgoxoivr».
Auch der jugendliche Bart eines Jünglings wird da- mit verglichen. Theoer. id. 2 , 77. Vom iXfavvov als Zierpflanze Athen. Üb. i5. c. 8. p. 482. Der Namefoll, nach Themiftagoras, von der Nym- phe Heiicbryfe herkommen. . . Erigeron vifcofur und graveolens > xeyu^i? v xa/ -&7fXu hift. 6,2. f Vergl. SchoJ. Theocrit. id. 7, 68« Hipp. morb. mul. 2,65o., wo oVpj äJfejcTo; von der Pflanze angege- ben wird. . . Senecio vulgaris, >jpry«£«v hift. 7, 8. 9. . . Inula Helenium, iXsvsev hift. 6, 1. 6. . . Doronicum Pardalianches, &rik6(po*cv , 0/ roopTttov xatXojc/ hift» 9,21... Aiuhemis Cola, ahiffima und arvenßs, £v$i- pjvbift. 1, r7. 7,9. 12, . . Centaurea centauroides oder armoraeifolia Smith., x*vr*ußiov hift. i, 16. 3, 3. 7, 9. 9, l3. Cent, benedicta $ «xapvfthift. 6, 4« • •
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fcweytes Buch, Erfte* Kapitel*
Echinops Ritroy ro pu'rgof hift. 6, 4* Vergl. Anguil-
lara, p. i4z-
Orchis? Morio , cpxi? hift. 9, 2t. Im Hipp, intern» adfect. p. 549» mufs nach Schneiders Vermu* thung ftatt rjhvcxTfJtou , hhvualov oder fcidupj? gele- fen werden : denn Galen fagt (expof. voc. Hipp. p. 456.) : Aioupj f?Bo; ßorivtf, ifn; xa/ opx'? ovopa&rat. . • iiri- ßolochia creticaodtr rotunda, Äpi<TToXox<«hift. 9, 1 5. 1 7. Vergl. Nicandr. ther. v; 5 10. und dieSnhol.
Typha latifolia , tu(J)jj bift. 1, 7. 11. 4> **• Doch mufs man für £$uXXo$, a^uXXavfys lefen. Bod. Stapel, ad Tbeophr. p. 464. . . Zoßera marina, irqitrov f7T6T£/ovhift. 4> 7« • • Phucagrofiis maior Cauh, (puK0V$ *yevo? t*j otyouxTTioi cpotov hift. 4 > 7* Vergl. Caulini in Ufteri 's Ann. 11, 33. . . Alnus oblongata WilW., kX?^* hift. 1,6. 3, 3. 5. 1 3. 14. 4> • • Buxus fempervirens , **ü|o$hift. 1, 7.8. 1 1. 12. 3, 3. 5. 5> 5. Hyphaene coriacea Gärtn., to HOüK/cCpcpov hift. 4) 2. Vergl. Strabo Üb. 17. $. 5i. p. 6to. Tzfch. Anguillara de* fempl. p. 70. Pocock Befchr. des Mor- genl. i, 4^5. . . Amarantus Blitumy ßXirov hift.
2, 1.3. Hipp. adf. 526. . . Poterium fpinofum9 ro (fXfo)^, 0 Ttvtq k&Xguov trroißvy hift. 6, 1. 5. • • Thelygonum Cynocrambe , ro •S^XJ'yovov hift. 9, 21. . . ytfram Colocaßa^ olqov hift. 7, 11. Vielleicht auch owyyov bift. 1 , 11. Ar.Dracontium, tyoutovriov daf. . . Corylus Avellana und tuhulofa Willd., K«pu« 'Hg«-
. xXcwTm^ werden hift. 5, 14* gut unterfchieden. Die Früchte find vielleicht k*qm ä-arj* der Hippokratiker de morb. 3, 490. . . Carpinus Betulus? £yyi* hift*
3, 10. . . Quercus Hex, *rpfvo? hift. 3, i5. Vergl. Hiftorie von der Sufanna V. 58. Die Früchte heifsen «xuX*. S9I10I. Theoer. id. 5, 94* Das Holz giebt beym Brennen ein platzendes, knackendes Geräufch~ Ariftoph. ran. 884.
£v fv$i7f, «(ttfg 9rp7y»f fyur^aVif, /3c*{.
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Theophrftft Ton Erefuj. $5
Qu. coccifera, g arpfvo? <piqu rov (pcrjtxoZv vokkov hift. 5,6. . . Qu. Cerris, c£Jjj dyqU bift. 3, 9. Auf dem Olymp in Bitbynien ward fie van den Einwohnern fMW* genannt, woher die Einwohner den Namen My Ger bekommen (Strabo üb, 12, c, 7. p. 2a4*)* • • Qu. Suber9 (peXkos hift. ,1 , 7., auch <£«XXofyu? hift. i, i3, 14. 3, i5. t . jgw. irrfectoria Oliv., ^«pif, $ x/xiVc, PCP'W10^ T* &«pp*T$ hift, 3,7... Qu. PßudQ'Suber San f., *\i'<p\oto$ hift. 3, 7. 5, if . . ßu. AegÜQps, a!y/X(ji\(j hift, 5, 7. . , Qu. Efculus, (fiftis hift. 3, 7. PJutarch erzählt in Coriolans Leben c. 3, von einer Eiche (fyS?) , welche efsbare Eicheln und Honigfaft (^Xitiov) als Getränk liefere. Vergl, Plin. lib. 16. f. 5. Civica corona iligna primo fuit, poftea magis placuit ex efculo Iovi facra\ Derfelbe fagt Jib. ii. c. 12. und lib. 16. f. ii.: der Honig- thau fetze fich vprzügliph auf Eichenlaub, Qvid, metam. 1,112,
FUvaque da Tiridi ßillabaflt iljce mell«* t
und Virgil ecl. 4, 3o.
Et dura« quefcu« fudaburit rofcida melli.
Qu. Tournefortii, irXorrutpvXkof daf. . • Qu. faginea, cfAika^ iregi 'Agnoiliotv hift. 3, i5. Wahrfcheinlich, ift dies die te*ria&pu; des Theokrit id. 26, 3.
Eine andere kleinere Eiche giebt Strabo am Strande , innerhalb der Raulen des Herkules, an, deren Früchte die Tbunfifche Treffen (Üb. 3. c. 2. p. 388.). Dies ift wabrfcheinlich Qu. luimüis Lam. . . Betula alba , <n;,uj&* hift. 3, i3, . . Juglans regia, x*pu? fffpcrmi}, cuj&äcjj hift, 1 , i5. 5 , 5. 6. , • Platanus orientalis, xXffr«yo? hift. 1,12, i3, 3, 1. 3. 4» 4j 6« 9* • • Fagux Caßaneay Ajo? j3*X«vos hift. 1,16. 3, 2. 3. 4*. 9*
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86 Zweytes Bach. Erftes Kapitel;
to tffltouov not(rrotva\'niv hift. 4 >* 1 o. Morus nigra , cu- xd/jLivoq hift. i , 8. i 2. i4« *7* 5 , 4« 6. 7. Phanias von Erefus nannte die wilden Maulbeeren ptipov (Athen» 2, 12.)... Oftrya vulgaris^ oVrpuf, o<ttqvx hift. 3, 9. . . Pinus orientalis oder Jbies, Aätjj hift l, 7.8. 1 1. 1 2. 1 3. 5, 1. 2. Vergl. Tournef. voy. 2, io4- • • P« Larix, virus hift. 3, 3. 8. 10. Diefe fchlage bisweiten an dem abgehauenen Stamm wieder aus, wie auf Lesbos gefchehen , da der pyrrhäifche Berg in Brand gera- then. Es werden zwey Abarten > die männliche und weibliche, unterfchieden. Die männlichen Blöthen hiefsen (Eußath. in II. 2 , 868.). Daher */- 1
tu? (p$6iQ07rofos hift 2, 3. cauff. 1 , 9. . . Pinus pi- cea , neun*} hift 1 , 7. 8. 1 1. 1 2. 2 > 2. 6. 3 , 2. 3. 4« 4> 1. 5,2. 6. 9,1. 2. . . P Cedrus, Hihpoq $*u- fjta<rrft iv 2up<o& hift. 5,8... P. pinea, ttevk*) x&rvo* (pcpo? hift 2 , 3. cauff. 1 , 23. Bey Theokrit fcheint virus der Name der Pinie zu feyn: befonders id. 1 , 1. 5 , 49« Die^Früchte heifsen bey den Hippokratikern XQK*uXoiy vict acut. 409. Vergl. Athen. 2 , 16. Ga- len, exp. voc. Hipp. 5o4« • . P. maritima, neu**} tt«- giktoc hift 3,8..- P. halepenßs, irsuiV) 'I bcu'x daf. . . Ihuia articulata Vahl. , $uov, -9-üi« hift 5, 5. . . Cupreffus femper viren j, HViriQtrroq \ii(t. 1,7. 2, 3. f. . . Cucumis fativus , xoXoxuVnj, xoXcxuV&j hift 1, i5. 17. 2,8. 7, i.3. Euthydemus fagt beym Athenäus 2, i8.t die Gurke werde auch vtxux ivB/xi) genannt, weil die Saamen aus Indien gekommen. Die Attiker nannten fie allein xcXoxuVnj. . . Cuc. Meto, e/xüo? und wxuc; hift. 1,17. 2,8. 7, 1. 3. 4. 6. 9. Galen nennt die Waffermelone ( Cucurbita Citrullus J cikuos iltihtpoc [facfimpl. 8. p. 108. fac. aliment, 2. p. 32 1.), die Melone aber ^XoTeTri^v (fac. alim. 2, p. 320.). . • Cucurbita Pepo , c/xu'a hfft 1 , i5. 17. 7, 3. In den Hippokratifchen Schriften cUucs viirm (de morb. *
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Theophraft von Erefus, 87
3, 497- ßfitÄ'890.): bey Galen bJofs infjrwv (facule. alim. 2. p. 320.). Bey den Hippokratikern ift oykvj? auch Cucumis Colocynthis {Hippoer. mulier. 1, 6o5. 6a3. 624.). Ricinus communis, xgirm hift 1, i3. cauff. 2, 22.
Sa /ix a/6a, <Tf« Xszjxj? hift 3, 12. 5. viminalis, tri* fxikowa daf. 5. He/ix , daf. . . Fi/cum
album, /£<*hift.f3, 6. i5. 9, 1. cauff. 2, 23. • . Brouß fonetia papyrifera ift der Baum, wovon Kleider in In- dien gemacht werden, deffen Blatt dem des Maulbeer- baums , die Frucht den Rofenäpfeln gleicht, hift.
4, 5. Vergl. Kämpfer amoen. p. 473. Poiret in En- eycl. 5, 5. . . Pißacia vera ift die Terebinthe in Ba- ctrien, der griechifchen ähnlich, nur die Früchte wie Mandeln, hift. 4> 5. . • Piß* Terebinthus, t4q(juv$os, auch TeQißivSof, hift. 1,12. 3, 3. 4- *4- 4> 16. 5, 4« 9, 1.2... P. LentifcuSy a%fto$ hift. 9,1... Ta- mus communis, ctuKtXo; fhxix hift. 3, 16. Hipp. fift. 889. olfX7rsXo; xypt'x, ypiküi$Qiov. . . Smilax afper a, Guikx% hift. 3, i5. 17. Am letztern Ort ift fo zu lefen : che nxu\c$ xnxv^dh^ xxi biqireg oq$*k*v$os9 to le (puX- Xöv KiTTwhsq, (juxqgv xyuvtov yucl kxtx tjjv /u/ff%ov Trpöf- (piMTN toTrpcv. Mlkx$ dv&€stf)o{iO$ Euripid.Bacch.702. . . Populus alba, Xsuayj hift. 1,7. 3, 1. 3. 4- 5. 10, 4,1.9. -P. graeca Ait. , cuysiQtc hift. 3 , 1. 3. 4. 5. 1 3. 4, 1. i4* 5,9. Populus balfamifera fcheint j? xtyetgcq |y Kpifnj zu feyn, hift. 2, 3. Denn Hipp. nat. mul. 625. werden die hohkoi xlysiQOU *mt twqq in Wein gege- ben, um die Frucht abzutreiben, und bekanntlich hat die BaJfam- Pappel harzige, nach Rhabarber riechende Blattanfätze. Vergl. Stapel zum Theophr. p. 218. Es ift nur noch nicht ^ausgemacht, ob der Baum auf Kreta wachfe. • . Mercurialis annua, appsvoyovov hift. 9, 21. . . Datifca cannabina, KQxrxiywQY daf. I . Juniperus communis, xqksv&os hift. 3, 3. 4 5. 11, 5,7. . . Jun. phoenicea Llycia, hift. i, i&
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Zweytes Buch. Erftes Kapitel.
3) ii« • . Jun. Oxycedrus, o£u>t£&po? hift. 3, n. • . Jim. nana , aetyiq hift* i , 1 2. 1 3. . . Taxus baccata, ft/Xo? hift. 3, 3. 4 4» 5, 5.7. . . Myriftica mo- fchata ift wahrfcheinlich ro KtifMutov und vaßHA<p$os hift. 9> 7. . . Rufcus aculeatus, nsvr^ofJLV^tyij hift. 3 , 1 6. . . R. Hypophyllum , batpvjj aXc£av$p£/* hift. 1 , 1 3. 3 , 1 6.
Atripfrx Halimus, iktpo; hift. 4» '7* ^ ^or" **n/b, avfy*$*£<; hift 7, 4- • • Mimofa polyacanth* Willd., to ilXyy.x 'thicv rrrepl Me^u(piv hift. 4> 3. Vergl. Bruce's Reifen, Th. 5, T. '7. . . Acacia arabica Willd., axavS-o? ^ueXaiv* daf. Herodot vergleicht das Holz mit dem vom Lotus (2, 96.). . . Acacia Senegal Willd., ähosv^o? Xawuj daf. Vergl. Hellanicus bey Athen. i5. c. 7. p. 477« Schweigh. 'H oxav-S-o? alyu- ittiqs Hipp. morb. mul. 1 , 61 4« ift Acacia vera Willd. Mit den wohlriechenden Blüthen wurde das otiyu7rrtQ¥ juJpov bereitet. Galen, exp. voc. Hipp. 414- • • Aca- cia myrrhifera Stackh., «r^uupv« hift. 9, 4« Alexanders Gefährten lagerten Geh in Gedrofien drauf {Sirabo lib. i5. c. 2. $. 3. p. i65. Tzfch.). Die Aeolier nann- ten fie /uil^'a, Athen, lib. i5. c. 1 1. p. 5 12. Bey die« fer Gelegenheit erinnere ich mich des Teovrtnov bey Herodot (4, 23.). Es ift ein Raum bey den nordöft- lichen Scythen, wie ein Feigenbaum grofs, die Frucht wie eine Bohne geftaltet, voll fchwarzen Safts, der gegeffen und mit Milch vermifcht wird. Diefen nennt man itr/y. Diefe Befchreibung weifs ich nur auf Acacia Siephaniana Willd. zu deuten, die am kafpi- fchen Meer wächft, deren Frucht, von Breyn (cenc* 1. p. 56.) abgebildet, ganz wie eine Bohne auslieht und voll fchwarzen füfsen Safts ift. . . Phoenix da- ctylifera* $öfvi£ hift. 1, 7. 12. i3. i5. 16. 2, 7. $ofvj£ * ijwbrt; iv Exßxt'm «yjj (Serabo lib. 16. p. 4^5.) ift Pan- danus odoratifftmus im glücklichen Arabien. Kaguw- to? in Babylonien (Strato ]ib. 17. 5 1. p. 610.) ift
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Tbeopbraft tob Erefus. 89
Bor äff us ßabelliformis. . Cycas circinalis> xJx*; faift« 2, 7. . . Chamaerops humilis, %t*fj.ziQi(p6q hift. 2, 7. • • Cocos nucifera könnte wohl xci£ hift 1 , i3. feyn, da er mit (poTn% zufammen fteht, und da Hefychius aus- drücklich fagt: es fey eine Palme in Aethiopien , die zum FJechtwerk diene: aber dann gehört xu<£ hift* 7, 1 1 . offenbar nicht dazu, •
Marfdea quaärifolia. Dafürhält man die Upvx im See Kopais bey Orchomenus (hift. 4> **•)• Poly- podium vulgare* iroXwrohov hift. 9, iß, cauff. 2, 23. Athyrium Fitix femina% ^fikuirre^U hift. 9, 20. . . Pteris cretica, vregiq hift. 1 , i3. 9, 22. Bey den Dichtern auch jedes andere Farrenkraut Theoer. id. 3, 14* 5, 55. . • Pteris aquUinay irrsQtq (jLeyaXq hift. 9* 16, • • Scolopendrium ofßcinarum, <rxoXo7T€v^iov hift. 9, 21. . • Scol. Hemionitis Sw. , t>J$ jj/uwvou to (fhlXXöv da f. . . Afplenium Trichomanes , Tptxotu*vis hift 7,12... Adiantum Capiüus , aVannrcv hift 7, g. 12. Hipp, diaet 2 , 36o. fift 888.
Fucus bulbofus, (funovq yivos w\aru(fuXkoy, nret* vo£J&t; hift. 4> 7* Scylax Caryand. p. 126. . . F. acu* leacus , TOTQtxubtSj ro fiigat^ov daL . . * F ta-
marifcifol'uts Turn., (ßv'XXov jUupmwS&Tfpöv kau
^7Ttcv da f. . . F. flliquofus 9 iXjmj, (puXkov TTpo^ujj- xcVrcpov daf. . . F.volubilis, vielleicht i[A7rs\o$ itovtU daf. . . F. turbinatus Gmel. , <ru*>> irovrix «ifuXXcc daf. . . F palmatus Gmel., $ofvi£ ttovti* daf. . . F. membranif olius Woodv., &«$vjj ttpvti« daC . . 172- ra Laccuca, äX\o &s ßorpvov daf.
Ufnea jlorida, <r(p&tQtov ipitShef, fxot\aacv iv Spuin, hift 3, 6. . . Purina pertufa? srepov ctpvtQiov *ju«r%ov daf- . . Roccella tinetoria Ach., hift. 4> 7« Ey
Kp^T>J (plJSTOti TTpö? T)J 7>J fVl Tfl#V WT^Jv TrXffOTOV HÄI XäXX/CTOV, (5 ßxTCTQUWV OV T«$ T*lv/«$, «XX» KftJ
X/cv jj xf srof <f>iif «f. Sphaeria moriformis, *vk*-
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90 Zweytes Buch. Erftes Kapitel,
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jxwfihss rt t$j poptyri iv tyutrt hift. 3,6. . . Hyßerium quercinum, «Vepev ctihoitify exten *xw dflk • • Xyloma pezizoides Schultz. , vCfxtpi'ov Xfu*ov Itxvyeq iv tois Xw; -nfcfyuoVdaf. Jenes ift, wie Theophraft richtig bemerkt, ein thierifchesProduct. Phacidium corona- tum Fries obf. mycol. p. 167. wird damit vcrwechfelt. Tuber cibarium> tlovcv, Hepxwiov hift. 1, 9. Vergl. Athen. 2, 21. . . Agaricus deliciofus oder campefiris, /uuk>jc hift. 1, 8. . . Morchella efculenta, no£oq, oder,
wie Äthenäus las, 9 daf.
.
Wenn in die fem Verzeichnifs Theophraftifcher Pflanzen IrrthQmer vorkommen, fo find diefe wohl damit zu entfchuldigen , dafs die wenigften Pflanzen deutlich genug befchrieben find. Es ift der erfte Ver- fuch , und
mit Verfuch erreichten d'f Danaer Troja !
3. Theophrafts Naturlehre derGewächfe.
Nicht blofs in dem Werk von den Urfachen der Pflanzen , fondern auch in der Hiftorie war es der Hauptzweck des Vaters der Botanik , die Naturlehre der Oewächfe fo zu erläutern , dafs der Ackerbau und die Landwirthfchaft daher gewönnen. Auf diefe beziehn fich beftändig feine Erklärungen. Daher nnterfcheidet er die Zierpflanzen (crreCpatvdfxctTu , erre- (potvMfxxTiKot) von den Gemüfen (Xa^osv«, X*XÄV)7£*)» die Getreide- Arten (omjpa, ctruhnj) von den Hülfen- fruchten (o<nrgixy x&Q0™) * die Stauden ((ppvyxvtKx cauff. 5, 24.) von den perennirenden Pflanzen (aVa- rsiinxrjikct) , die Sommer • Gewächfe (eV^re/a) von den Sträuchern ((pavyxvx, -S-u^dhy] ) , und diefe von den Bäumen durch die Mehrzahl der Stämme.
Den Bau der Pflanzen giebt er, dem Beyfpiel feines grofsen Lehrers gemäfs, fo an» dafs man fieht, ihn leitete die Vergleichung mit dem thierifchen Bau.
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Theophraft von Erefus, c/f
Aaf Fafern und Adern (ivst; x«j (fikißet;) fchränkt fich feine ganze Anatomie der Pflanzen ein. Jene find die Holzfafern, das röhrenförmige Gewebe, diefe die eigentümlichen Saftgänge (hiß» 1 , 3.). Die Fafern feyn untheilbar und nicht zeräftelt: in Oräfern und Palmen liegen fie nicht in Schichten, fondern aberall vertheilt (oi/£. $ 4*)* Hieraus fieht man, dafs er die Bändel von Schraubengängen, mit blofsen Augen angefehn , für Fafern genommen. Zwifohen Fafern und Adern fey Fleifch (Zellgewebe). So beftehen die Blüthen und Früchte aus Fafern und Fleifch, oder ans Fafern und Feuchtigkeit (hiß. i , 17.). In der Tanne feyn die eigentümlichen Saftgänge und die Fafern am ed elften (a^ei Aätij t«; /uiv (p£$ßoi$ neu riq 7v*$ icivTvv svysvsffrdra^ hiß. 5 , 2.).
Dafs die Wurzel zuerft aus dem keimenden Saa* men hervorkomme, bemerkte er fehr richtig: fie wachfe im Herbft und Winter: das Pflänzchen aber (ffkourros) im Frühling und Sommer (caufß 1, i3.). Das Wachsthum ins Laub und das Anfetzen der Früchte ftehe in umgekehrtem Verhältnifs: je lebhaf- ' ter jenes fey, defto mehr werde dies zurückgehalten (caufß 2, 14.)* Dafs die Zwiebeln fich von den Knol- len durch fenkrechtes Abfteigen der Wurzeln unter- fcheiden, bemerkte er (hiß. 1 , 9.)* Der Saft der Wurzeln fey fchwerer, daher kräftiger als der in der übrigen Pflanze (hiß. t, 10. 9, 2.). Es Jcheint auch, dafs er von der Ausdünnung der Pflanzen durch die Wurzeln Erfahrungen gefammelt: denn er fagt, ausdrücklich: eine Wurzel fey Verderben der andern, durch Entziehung der Nahrung und durch Verhinde- rung der Ernährung anderer (hiß. 4 > 1 7.)*
Eine fehr gute Bemerkung ift es, wenn er die erften Blätter der aufgehenden Pflanze als runder an- giebt, und das Winklige und gleichfam Gegliederte von den Fortfehritten des Wachsthums herleitet
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93. Zweytes Buch. Erltes Kapitel.
(/w/r. i, i3. x«# tlq roSro *) psTwrrtHXK st*vt^v. caufß
Die Rinde der Bäume theilt fleh bey ihm in die Oberhaut und die eigentlich grüne Rinde (<fXe/oc Kupjo;), Diefe fey den meiften Bäumen zum Leben un« entbehrlich. Die oberflächliche Rinde dagen fchäle fich bey manchen Bäumen , wie bey der Andrachne und den Platanen (hiß. 4, 16.). Die Rinde löfe (ich leicht vom Holze, wenn der Saft ^uffteige (W ro \nr£v hiß 5, 1.). Dann fey die befte Zeit zum Holzfällen. Auch das zweymalige Aufzeigen des Safts bemerkte er: ja, fogar von der dritten Periode des Auffteigens fpricht er.
x Das Holz der Bäume fey fefter und kernhafter, wenn es auf Bergen, als wenn es in Niederungen ge* wachfen fey (hiß. 1, 11.). Für das befte Werkholz hält er das aus Macedonien; das zweyte an Werth ift das pontifche; dann das vom Rhyndakus (ein Flufs in Myflen, weftlich vom Olymp); das fchlechtefte fey das parnaffifche und euböifche (hiß. 5, 5.), Das dichteffe Holz gebe der Buchsbaum, der Lotus (Zi- zyphus Lotus), die Eiche und der Ebenus (hiß, 5, 4*)« Das Holz aus der Mitte des Stamms, als das feftefte, nennt er /u>frp* und iynaghov (hiß. 5, 5. 6.)
Das Mark hielt er, wegen feiner Feuchtigkeit, für den belebteften Theil ; denn eingepflanzte Wärme und Grundfeuchtigkeit, die Ariftotelifchen Lebens- Principien, eignete er deutlich genug den Pflanzen su (hiß. 1, 5.), Wenn das Mark ganz aus einem Stamme genommen werde, fo müffe er umkommen; doch fchade die theilweife Beraubung des Marks auf keine Weife (caufß 2, 24« hiß. 4> 16.). j Das Verhaltnifs der beiden Blattflächen gegen einander gab ihm Anlafs zu lehrreichen Betrachtung gen. Auf der untern Fläche fp ringen die Adern und JS>fero hervor; fie fey ge>qbliUcb rauher, aber e$
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Tbeophraft von Erefu*; 9j
gebe keine Poren, die durchgeht) (hiß. i, i3.). Den« aoch dienen die Blätter zur Ernährung der Pflanze , welche auf beiden Flächen [durch Einfaugung bewirkt werde. Die immergrünen Blätter feyn gewöhnlich fchmaler, fettiger und wohlriechender. Das Abwer- fen der Blätter erfolge keines weges defto früher, je früher die Bäume ausfchlagen : die altern verlieren früher ihr Laub als die jüngern (hiß. i , 12.).
Die Betrachtung der Knofpen und Augen (ofo/, isföxkpoi) ift denkwürdig: befonders die firfajirung, dafs man durch Verwunden der Rinde aus unfrucht- baren Bäumen fruchtbare machen 3 alfo die Holzau- gen in Fruchtaugen verwandeln könne {hiß, 4i i6\). Von den Augen nennt er einige blind, andere frucht- bar {hiß. 1 , 11.). Trefflich ift die Bemerkung, dafs der Keim der Getreide- Arten einfach und unentwi- ckelt fey, dafs er fowohi Wurzel als Stamm in fich fchliefse (hife. 8 , 2.).
Ueber die Befruchtung kommen Andeutungen vor, die als dunkle Spuren einer beffern Kenntnifs anzufehn find. In den Blumen des Citronenbaums fey ein Stempel (Spinnrocken, >J}.axar>j) , der die Fruchtbarkeit anzeige. Die Dattelpalme fey zwie- fachen Gefchlechts ; die männliche trage keine Früchte. An der Spitze der Triebe der Melonen kommen un- fruchtbare (männliche) Blüthen vor, die abgenom- men werden, weil fie der Vegetation hinderlich feyn Qiifi. 1 , 17.). So leicht ihn diefe Bemerkung auf die Allgemeinheit der Gefchlechts - Verhältniffe im Ge- wächsreich hätte führen können, fo wenig klare Be- griffe wurden bey ihm über diefen Gegenftand ver- anlafst. Denn die Kätzchen der Hafelftaude fchieneri ihm ein unnützer, faft fremdartiger Auswuchs (hiß» 0, 6,). Faft alle Bäume theilte er in männliche und weibliche ein: jene feyn knotiger, knofpeureicher
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94 Zweytes Euch. Erltes Kapitel.
(cfabdareQ*) und härter, wie dies befonders bey der Cornelle der Fall fey (hiß. i , n,).
Ueber die Caprilication der Feigen (iftveurfjtoq) kommen intereffante Bemerkungen vor. Sebr rich- tig behauptet er, dafs die Infekten nur das Reifen der Früchte befördern , und dafs weder in Ita- lien noch in Lakonien die Caprification nothwendig fey {hiß. 2, 9.). In trocknem und magerm Boden fey diefe Operation überhaupt nicht erforderlich (cauffl 2, 12. i3. 5, i.).
Die Lebensfähigkeit der Saamen nehme mit dem Alter ab: nach dem vierten Jahre höre jene mei- ftens auf (hiß. 7, 6.). Die Hülfenfrüchte behalten ihre Keimfähigkeit länger; in Kappadocien und Me- dien gebe es Gew.ächfe , deren Saamen noch nach vierzig Jahren keimen. • . Es gebe Pflanzen, die blofs aus Saamen, andere, die auch aus Knofpen und Zweigen fich vermehren: jene behalten nicht alle ihre Eigenfchaften , fondern verfchlechtern lieh oft. Die Dattelpalme , die eigentlich nur aus Saamen er* wachfe, vermehre fich doch in Babylon durch Ab- fchneiden der Krone; welche Bemerkung HaffeJquift beftatigt. Gypreffen und Lerchenbäume fcblagen fehr feiten aus Stamm und Wurzel wieder aus. Doch ■refchehe dies beyTarrha auf Kreta (hiß. 2, 3. 7.). . . Er bemerkte febon, dafs fich bisweilen an Orten, wo fie vorher nicht gewefen , die Pflanzen ausserordent- lich vermehren: dies leitete er von der Verbreitung der Saamen durch Vögel, und von der Fruchtbarkeit überschwemmender FJfiffe her (hiß.3y 2. cauffl 2, 24.)»
Theophraft bezog die Naturkunde überall auf menfehliche Künfte, auf Ackerbau und Landwirth- fchaft. Daher fuchte er den Einflufs des Bodens, der Jahreszeit und Witterung vorzüglich darzuthun. Um Elephantine in Aegypten verlieren weder der Feigenbaum, noch der Weinftock fein Laub (hiß.
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TheopLraft von Erefm. 95
1 , 5.). Bey Gortyna in Kreta und auf Cyprus feyn immergrüne Platanen (hiß. 1, 12.). Dafs die Früchte abortiren, fey auch Folge des Bodens: wie bey Soli in Cilicien alle Granatapfel ohne Kerne feyn (hiß. 2 , 3.). Auf Melos (unter den Cykladen) reife das Getreide in dreyfsig oder vierzig Tagen nach der Ausfaat : daher pflege man zu fagen : man muffe fo lange fäen, bis man Garben fehe. Auf Chalkia, einer Infel bey Rhodus , fäe man Qerfte mit dem an- dern Getreide : jene werde gemäht und wieder gefäet, und reife mit dem Getreide doch noch zugleich. Auf Salamis reife das Getreide viel fpäter als in Attika (hiß. 8 , 2.).
Die Erde fey defto fruchtbarer, je inniger ihra Tb ei Je gemifcht feyn. Die fehr fette, befonders die Walkererde , fey die unfruchtbare (cauffi 2 , 5.). Salze im Boden feyn überhaupt der Vegetation nach* theilig: doch befördere man in Indien das Wachs- thum der Palmen durch Salz- und Meer waffer (cauffl 2,7. 3, 22.).
Die Jahreszeiten beftimmt Theophraft noch zum Theilnach dem Aufgang der Geftirne. Der Frühling fängt mit dem akronyktifchen Aufgang des Arktur (iroo 'ApxT0up0u), im März, an, und endigt fich mit dem helifchen Aufgang derPleiaden (im TiXsixhi), im May* Der Sommer wird durch den helifchen Aufgang des Huodsfterns («Vixuv*, irtqi xuv») und durch das We- hen der Etefien (m-ql rwg 'Ernjaxg) bezeichnet: er dauert bis zum helifchen Aufgang des Arktur (im 5A(jxröJfw), im September. Der Herbft wird durch den helifchen Untergang der Pleiaden (per* Iwoq nX«A&«v), im November, beftimmt.
Die nachteiligen Einflüffe der Witterung, be- fonders der Kälte, beurtheilt er der Erfahrung ge- mäfc (cauff 5, Der Froft fey am nachtbeilig-
ften, wenn ftehendes Wafferauf den entblöfsten Wur-
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96 üweytcs Buch. Erftes Kapitel,-
zeln und Pflanzen gefriere. Der' Schnee fey den Pflanzen nicht fchädlich: defto mehr der Reif. Ein zu rechter Zeit eintretender Winter fey der Vegeta- tion vortheilhaft: die Pflanzen wurzeln beffer, und fchlagen früher aus (hiß. 4> *7«)« Auf Rechnung des ftrengen Winters fchreibt er die Mafer- Kröpfe im Holze (pvstgou hiß. 5 , 3.). Auch erzählt er wunder- bare Gefchichten von den im Holze eines wilden Oehl« baums zu Megara eingefchloffenen Geräthen (daf).
Dj^ Krankheiten der Pflanzen führt er forgfäJtig auf: als den Wurmftich (ckwXjjkjjo-k) , den Sonnen- brand (?Xo$), den Krebs (x£«äo$ hifi. 4, i5.). Unter 6pü(r/j3jj verfteht er den Rpft im Getreide , aber auch den Honig - oder Mehlthau: er leitet ihn von über- flüffiger Feuchtigkeit her (caufß 4, i5.). Auch fcheint *<rrQcßQ)j}<r(x etwas Aehnliches zu feyn (cuußl 5 , u.).
Zweytes Kapitel.
Alexandrinifche Schule.
Im Jahr 532 vor unferer Zeitrechnung ward Alexandrien von dem grofsen Eroberer, deffen Namen es trägt, gegründet. Glücklicher konnte die Lage einer Stadt nicht gewählt werden, die, was auch au* fserdem die AbGchten ihres Erbauers feyn mochten t den Welthandel einft an fich ziehen foJlte. Nicht blofs die Nähe des Mittelmeers und die Verbindung mit den wichtigften Ländern der alten Welt; auch die Nachbarfchaft des arabifchen Meerbufens und die Leichtigkeit, nach Indien Schiffe auszurüsten, be- fonders aber der grofse See Mareotis , füdlich von der Stadt , dies alles begünftigte die Gemeinfchaft und das Verkehr mit den entfernteren Ländern.
Die Nachfolger ^VJexanders in Aegypten wähl- ten die neue, gefunde; heitere und volkreiche §tadt
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Zweytes Buch. Zweytes Kapitel 97
zu ihrem Hoflager. Sie legten nicht allein dort die gröfste ßücherfammlung der alten Welt an ; fonclern fie liefsen auch ails den entfernteften Ländern feltene Thiere und andere Natur - Erzeugniffe aufkaufen [Athen. 14, 20. p. 38o. Schweigh.). Ihre Schiffe gingen öftlich bis Taprobane (Ceylan, Dionyf.Perieg. peripl. v. 593.), und weftlich bis Erythia (Madera) und zu den wefrlichen Aelhiopen (daf. v. 558.). Nymphodorus aus Syrakus befchrieb fchon den ttsqi'- tXcü; Trfi 'Aa7ft? {Athen. 7, 20. p. 181.) . . Dem Ze- pter der erften Ptolemäer gehorchten Phönicier, Ara- ber, Syrer, Libyer, fchivarze Aethiopen , Pamphy- lier, Cilicier, Lycier, Karier und die Cykladen [Theoer. id. 17, 86. f.). Die Vereinigung fo ver- fchiedener Völker unter eine Herrfchaft , der blü- hende Handel, die milde Regierung, die Pracht der Hofhaltung und der Wobifta nd der Einwohner vermehrten die Zahl derfelben ausserordentlich. *) Nach fpätern Nachrichten, follen mehr als 3oo,ooo Menfchen in Alexandrien gelebt haben (Jofsph. de bell, iud, 2 , 16.).
Zu allen diefen der Ausbreitung und beffern Bearbeitung der Naturgefchichte gttnftigen Umftu'nden kam noch die befondere Vorliebe mehrerer Ptolemäer für die Wiffenfchaften. Ptolemäus PhiJadeJphus wird befonders als Beförderer der Naturkunde gerühmt: fein fchwächlicher Körper fehlen beftändige aufhei- ternde Beschäftigung des Geiftes zu fordern: daher fchickte er Leute an den obern Nil und in das Zimmt-
*) Um fich einen Begriff von der unendlichen Pracht am Hofe der Ptolemäer 2u machen, lefe man nur Kall ixen us des Rhodiers Bcfcbreibung des Pomps, den Ptolemäus Philadelphia veranftaltete , und der weit über 3 Millionen Bthlr. koftete. Eine Menge feltener Thiere, unter andern auch eine Giraffe t kamen dabey vor. (AAen. 5, 5 — 8 )
Gifch. d. Botanik. 1. B, 7
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Zweytes Bach. Zweytes Kapitel«
land (Sirabo IIb. 17. p.'487- Tzfch.). Ptolemlus 3 Evergetes IL, oder Kakergetes , ift felbft als Schrift- fteller bekannt. Er war ein Schaler des berühmten 1 Grammatikers Ariftarch (Athen. 2, 28. p. 274. Schw.), und (unterliefe 24 Bücher Commeotarien , 1 aus denen uns Athenäus manche Bruchftücke aufbe- 1 wahrt hat. Unter andern verbefferte er einen Vers Im Homer (Od. 5 , 72.) fo: 1
oc/u$* •* Xitfimtq p*\qlxo\ a/ov ifik rfA/vov,
wo er <rwu für 100 fetzte, weil Sium latifolium oder anguftifolium zwar mit Eppich zufammenwachfe, aber nicht Veilchen (Athen. 2, 1 9. p. 2*55.). EuftathiuS bil- ligte diefe Verbefferung. . • Diefer König hatte ia der Hofburg ein Gehege für fremde Thiere angelegt (Athen. i4> 20. p. 38o.). . " '
Seine Vorfahren wetteiferten mit den Attali- fchen Königen in der Anlegung grofser Bücherfamm- jungen (Galen. comm. 2. in Hipp. de nat.hum.-p, 16. 17.)» In Alexandrien waren fchon zu Philadelphus Zeit zwey grofse Bibliotheken, eine im Tempel des Se- rapis (einer neuen Gottheit, die der König von Si- cope hier eingeführt hatte, Tacit. hiß, 4> '83. Ma- crob. faturn. 1 , 7.), und die andere in Bruchium am Hafen. Die Zahl der zufam mengekauften Bücher- rollen betrug bald eine halbe Million (Eufeb. praep. tvang. 8 , 2.).
Durch diefe Hülfsmittel, Vortheile und Begün- ftigungen angezogen, kam eine unzählbare Menge Gelehrter ((pikokoyot avBp**) nach Alexandrien, deren Viele im Mufeum , einer grofsen Lehranftaltv auf öffentliche Koften Unterhalten wurden und unter cjer Oberaufficht eines Priefters ftanden (Strabo üb. 17. p. 5o3.). Wie aber Seneca (de tranquill, anim. c. 9. p. 261. ed. Bipont.) bemerkt, dafs die Bibliotheken mehr zur Schau aufgeteilt waren als dafc Ae die
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Alexandrinifche Schule« 99
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Studien befördert hätten ; fo verßchert Galen (comm. 2. in Hipp, de nat. hum. p. 29.): die alexandrinifcben Gelehrten haben ßch nur in fcholaftifchen Künften gefallen und die Beobachtung der Natur vernachläffigt: daher es auch ein fehr paffender Ausdruck ift , wenn Strabo die im Mufeum unterhaltenen Gelehrten Phi- lologen nennt. Klearchus von Soli auf Cyprus , ein SchfiJer des Ariftoteles, macht ein belehrendes Ge- mälde von der Art, wie dieGelehrfamkeit in Alexan- drien bearbeitet wurde {Athen. 10, 22. p. 177. Schw.). „Die Uebung in Rathfein und Aufgaben (yffiot) ift „der Philofophie nicht fremd, und die Alten legten „darin Beweife ihrer gelehrten Bildung ab. Denn „bey Trinkgelagen pflegten fie Geh nicht folche Fra- gen vorzulegen, wie wir jetzt thun, welche Art, „den Beyfchlaf zu feyern, die angenehmfte, oder „welcher Fifch der wohlfchmeckendfte und in der „gegenwärtigen Jahrszeit der befte fey, oder ob irgend „ein Fifch beffer nach Aufgang des Arktur und der „Pleiaden, oder beym Aufgang des Hundsfterns, zu „effen fey? Denen, die am beften diefe Fragen be- antworten, beftimmt man Küffe, als Preife, die „jeder verwerfen mufs, wer Sinn für Freyneit hat: „die Ueberwundentn aber mfiffen zur Strafe fo viel „trinken, dafs ihre Gefundheit dabey leidet." Sol- cher Art waren die öffentlichen gelehrten Kampffpiele, in welchen die Sieger, gleich denen in Olympia, belohnt wurden (Pitruv. de archit. lib. 7. prtfef.).
Die übrige BefchäfPtigung der alexandrinifcben Gelehrten beftand in der Auslegung und grammati- fchen Erklärung der Werke der Alten. Da fie aber, nach Strabo s Verficherun? (lib. i3. p.386. Tzfch.), nur die exoterifchen Bacher des Ariftoteles uod Theophraft befafsen, fo konnten fte nicht pragma- tifcb phiJofophiren, fondern fie fchmaokten die Leh- ren der Alten mit eigenen Zufätzen aus. Bekannt ift,
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ttoo Zweytes Buch. Zweytes Kapital.
weffen man in Rücklicht der Hippokratifcheu Schrif- ten den Mnemon aus Pamphylien befchuldigt (Galen, inmm.'i.inlibr.'b.epid.y.^i \.). So gab es zu Athenäus Zeit einen alexandrinifchen Ausleger der ethifeben Schriften des Ariftoteles und» Theophraft , Adraftus oder Andrantus (Athen, üb. i5. c. 4« p« 453. Scbw.).
Da zugleich, wie Celfus veruchert, die Medicin in der alexaudrinifohen Schule fo bearbeitet wurde, dafs man die gelehrte Arzneykunde von der Chirur- gie und von der KenutniCs und Zubereitung der Arz- ney mittel völlig trennte, weil die gelehrten Müfsig- gänger zu hochmüthig oder zu träge waren, um fleh, diefen in ihren Augen niedern Künften zu ergeben; fo wachte die alte Rhizotomie wieder auf , die, mit der Pharmakopolie verbunden , von einzelnen Män- nern bearbeitet wurde. Wir kennen aus diefer Pe- riode mehrere Schriftfteller, deren Werke aber nur in Bruchftücken auf uns gekommen find.
Phanias oder Phäaias von Erefus, ein Lands- mann und Zeitgenofs des TheopHraft, der mit ihm den Ariftoteles noch gehört hatte (Athen. 2, 12, p. 1 98.) , hinterliefe ein Werk von Pflanzen (frap* <£u- T«v Athen, i4- P« ?°9*)> woraus Athenäus, neben, mehrern unbedeutenden Stellen , jene wichtige von dem Mangel der Befruchtungstheile mancher unvoll- kommener Gewächfe anführt (Athen* 2, 19. p, 237.)* T* he ouhe (pvu tiJv otv$vjv , cvU Tjfe CTC^fß.»rt^ i'x,vö* xo~ puv>J<r€»?, ovls (T7r^«Ta!<rew?' o?ov /*uj«tf, u&vov, fprepic, „Einige Pflanzen bringen weder Blüthe, noch „eine Spur des Saamen- Säulchens, noch fonft Be- „fruchtungstheije hervor, wie der Schwamm, der „Pilz, das Farrenkraut , der Epheu." Des Saamen- Säulchens (Piftills) hatte fchon Theophraft beym Ci^ tronenbaum gedacht (hiß. 1, 17.)» Phanias befchrieb den lycifchen Wacholder ( x%os Athen. 3, 8. p. 33 1 .) und ward von Athenäus mifeverftanden , der dies auf
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. ■ AfcxandriniXche ScEiilv - ton
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die Citren e Jeutete.- £r befchriöb die Saamen der Dolden pflanzen (wst-actUifj znerft (Athen, i)y2.j>.Zjo. Zu diefen rechnete er den Anis («wwov), den Fenchel (^Äpodrev), diePaftinake (<nr*(pv\nto£y Caucahs platy carpos (xawtaX/V) , den Schirling den Ko«
riander (xopiov) und vielleicht Sifon Podagraria (vhi»u evic/ pt^Cplvcv. Vergl. Tbeophr. hift. 6* 2.)». Ebeii dafelbft wird aus derfelben Sohrift von ihm angefahrt, dafe er Arum Dracontium mit dem Namen «pov, «pun vi* und hpxxQVTiov belegt -habe. Die Früchte der Ja*--
CMalva fylvefirisj fchilderte er botaoifch rieh* lig (Athen. 2, 18. p. 224»)»
Diokles von Karyftus, ein fehr berühmter Arzt (Plin. Mb. 26, 2. Gaten. disfect. matr. p. 21 5.), der wahrfch ein lieh jn Alexandrien lebte, fchrieb ein TCjtcixßv (Schol. Nicandr. ther. v. 647.) > worin er die Kräfte und Wirkungen der Arzney mittel ganz allein nach der Erfahrung beftimmte (Galen, faeuh. alim* 1 , 3o3„). Er befchrieb unter andern Campanula Erinus (>j Sqwos) ; die Pinien - Nüffe nannte er irtrv'ivx * xsc^u« (Athen. 2 , 16. p. 219.) ; die beften Gurken fand er bey Magneua (Athen, 2, 18. p. 224.); die Melo- nen rieth er am Ende der Mahlzeit zu effen (daß , 3 , 2. p. 291,)- In einer Schrift über die tödtliclien Gifte erwähnte er des Majorans ( duotgano^ der auch erift-^/ux^ genannt werde (Athen. i5, -8, p. 483.). Die Schminkbohnen kannte er fehr gut unter dem Kamen hoXixos ( G*!en~ facult. ahm, 1 , 3 17.). Sefeli caefpitofum Sibth. fcheint fein imctp&QX&Qov mit fehr langen Blättern und Korianderfaamen zu (eyn (Plin» 20, 23,), Die fchwarze Niefewurz werde auch chto- fiov genannt (Erotian* expuf. voc. Hipp. 166.).
Diphylus von Siphnos, einer Cyklacle , der, als Arzt, wohl von dem Komiker zu unterfcheiden ift, lebte unter Lyfimachus, der, nach Alexanders Tode, in Thracien und Kleinafien ein vergängliches Reick-
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loa v Zweytes Buch* Zweytes KapiteL
gründete (Athen. 2, 11. p. 196.)* In feinem Werke über die Nahrungsmittel erwähnte er der Kirfchem (x*£äö7*) , unter denen er die rothen mileQfchen (fau- ren) für befonders gefund erkJfirte. Den Unter- fchied der efsbaren und giftigen Schwämme gab er aa (Athen* 2, 21. p. 23q.). Den Blumenkohl nannte er *a-fyxQocyo; *qiy.ß\fc% attifch auch i'p(u6vo;; diefen hielt er für fehr gefund (Athen. 2, 22. p. 241.)» Die Wallnüffe (r* naoua ßonrikiH») hielt er für fchwer ver- daulich, und behauptete , dafs fie Kopffchmerzen er- regen (daß 2, i3. p. 206.). Die Kaftanien nannte er trxghxviq ßotkxvovs (daß p. 208.). Kohlrüben (7077U- Xiq) unterfchied er van' den Kohlrabi (/3öüv*«?), wel- che letztere er für fehr gefund hielt (Athen. 9,2. p. 362.). Der wohl fchm ecke ndfte Kohl werde zu Kyme in Aeolien gebaut: in Alexandrien fey er bit- ter: laffe man Saamen aus Rhodus kommen, fo fey er das erfte Jahr noch füfs: dann aber arte er aus (daß p. 364.)« Ueber die Wirkungen der Runkel- rüben oder Beten (ffsvrXut) und der Paftinäkeo (trrot* (puXtvos daf. p. 371.) kommen ebenfalls Zeugniffe vor. Die Mohrrübe nannte er zuerft ro hxqwtcv (daß). Die Porre (hs<P»Xutov und it^icnv) zog er dem Schnitt- lauch (adorov) vor (daß.).
Aßklepiades aus Myrlea befchrieb in einem un- genannten Werke die Zwergkirfche, (Prunus Chamae* ceraßus, x*/*****?*™*) in Bithynien : welches Athe- näns auf den Erdbeerbaum ((jufjutUuXet) beziehn will (Athen. 2, 1 1. p. 193.).
Euthydemus von Athen befchrieb in feiner Schrift vonOemüfen die Gurke unter dem Namen crnui« iy&noj: denn der Saame komme aus Indien (Athen. 2, 18«
p. 225.).
Numenius aus Heraklea, des Arztes Dteüches Schüler (Athen, i, 4. p. 17.), fchrieb ein Gedicht über die Gegengifte, woraus Nikander manches entlehnte
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(Schol. Nicandr. ther. Er unterfchied die beiden
Arten von i%/fiov (Echium creticum und diffufum Sibth. Schal. Nicandr. ther. 637.). Er befchrieb eine ' bley oder kupferfarbene Blume, unter dem Namen %xk*>jc (Schol. Nicandr ther. z5j). Sollte dies Gera- nium Jufcum oder afphodeloides feyn ?
Sohn aus Smyrna hatte über die Kräuterkennt« nifs gefchrieben. Er erwähnte eines ßov\*ir*$ov (Ru- mex aquaticust Plin. lib. 20. f. 86.).
Apollonias tu* Memphis, Strato's des Berytiers Zögling {Galen, diff. pulf. 4, p. 5i.), hatte ebenfalls über Pflanzen gefchrieben (Schol. Nicandr. ther. 52. 55g.).
» •
Die Rhizotomie und empirifche Kenntnifs der Pflanzen ward auf gewiffe Weife auch durch den be- fondero Eifer befördert, womit die Könige Aualut Philometor von Pergamus und Affc/rr^afEupator voll Pontus Pflanzen anbauten und ihre Wirkungen er- fochten. Jener verfuchte die Kräfte giftiger Ge- wächfe an Verbrechern (Galen, antidot. 1, 423.). Er fäete und pflanzte in feiner Burg Bilfenkraut, Niefewurz, Schilling, Akonitum und Tolläpfel (So- lanum infanum, loqiww, Plutarch. D*metr. c. 20.). Mithradat zog eine Menge giftiger Pflanzen und deren Gegengifte im Garten , und verfuchte ihre be™**~ feitige Wirkungen, wie man fagt, an Geb felbft (Flut. 25, 2. Appian. hell Miehrid. p. 248.). Abcr er hatte auch feinen eigenen Sohn Ariarathes vergiftet. Pom- pejus brachte Mithradats Schriften (uVöu^t«) an ficb (Plutarch. Pompej. c. 37.). Ihm zu Ehren nannte Kratevas der Rhizotom eine Pflanze Mithridatia, die, nach Plinius Betreibung (25 , 6.), und Anguillara s (femplici, p. i74 ) und Cefalpini's (de plant, 10, Auslegung, nichts anders als Erythronium Dens Canis ift. Dafc auch unfer Odermennig (Agrimoma Eupa-
Iö4r Zweytes Buch« Zweytcs Kapitel*
ioriaj nach diefem König genannt worden , bezeugt derfeJbe Plinius.
An den Höfen diefer Könige lebten entweder die berühmteftcn rhizotomifchen Schriftfteller jener . Zeit, oder diefe bewarben Geh um ihre Gunft.
Mit den bekannten Pflanzenforfchern des Alter- . thums wird gewöhnlich Kratevas der Rhizotom zu- fammen genannt (Galen, expof. voc. Hipp. p. 402. Epiphan. haeref, i . p. 3.). Sein Werk (rat ^orop.oip.evoL)^ v wovon die Handfchrift auf der Marcus - Bibliothek in Venedig, von Anguillara benutzt, von Weigel abge- fchrieben und mir gefällig in einzelnen Proben mit- £etheilt worden, enthält blofs Namen der Pflanzen und Angaben ihres Nutzens. Diofkorides fagt in der Vorrede: Kratevas habe zwar genauervon Pflan- zen gefchrieben, als Andere, aber doch viele Ge- wächfe nicht forgfältig genug bezeichnet : und an einem andern Orte (3, i4o.): Kratevas fcheine bey einer gewiffen. Pflanze blofs dem Hörenfagen gefolgt zu feyn. Plinius (Üb. 2.5. f. 4») giebt Nachricht von Zeichnungen, die Kratevas ftatt der Betreibungen beygefügt habe. Aber natürlich fey, dafs jene Zeich- nungen beym (Copiren Geh nicht gleich bleiben: auch ändern lieb, fagt Plinius, die Geftalten der Pflanzen nach den Jahrszeiten. Einiges mag aus den gedruck- ten ßruchftücken angeführt werden:
Tfiapfta garganica , -^ax/zo;, wachfe auf Thapfos, einer der Sporaden {Schal. Nicandr. ther. 5 29.). Vom. Ku-nero; gebe es drey Arten : die eine heifse auch xw-. ßiov und fey ein kleiner Strauch mit rothen Zweigen: die andere heifse auch $vpuLki<; und pLu^rir^ CEuphor» bia MyrfinitesJ , wachfe am Meere, und gebe Milch- faft (Schol. Nicandr. ther. 617.). Man fleht, wie we- nig Kratevas mit denfelben Namen diefelben Begriffe 2u verbinden gewohnt war. Mit Recht nannte er den fchwarzen xxpLxi'ksos , tfetKiKo;, weil er wirklich
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Alexandrinifche Schule. 105
mehr buot als fchwar2 ift (SchoL Nicandr. ther. 656.). Wie er hingegen den Sprachgebrauch des Theophraft fo ändern konnte, dafs er den (f/.c(u$$ auf eine Dol- denpflanze bezog, ift nicht gut zu erklären (daf.S5G.). Vom Eifenkraut (Verbena fupina, mptvTtQedvJ kommt bey ihm die erfte Nachricht vor (daf. S6o.). Ein wev in Aegypten befchrieb er fo (Diofc. i , 28.) > dafs Anguillara Teucrium Marum dafür dem Job. Bauhin, gab (hiß. 3, 243.). Sium nodißorum, was durch, ganz Griechenland fehr häufig ift, befchrieb er genau (Diofc 2, 1 54.)- Lunaria rediviva führte er unter dem Namen -S-Xättt/, auch tfs$<Tiv.ov rri^iri auf (Diofc. 2, 18b.). Seine crA^Triq igxxXeix fcheint Daucus bi- color Sibth. zu feyn (Diofc. 4, 55.). Sein utrxQoy iffc Gnaplialium fanguineum (Anguillara de ßmpl. p. 27.). Sein ^s^Tribtov auf Mufcheln uod Felfen am Mc^er ift entweder Roccella tinetoria Ach. oder Fmcus Palme tta Gmel. (Anguillara p. 1 7 1 ^ Ein Zeitgenofs des Krateyas war Nikartder von Kolophon, des DamnausSohn, Priefter des klarifcheiv Apoll, zu Antigonus Gonatas Zeit; er eignete feine Georgika dem letzten Attalus, Philometor, zu. Von diefem Gedicht fagt Cicero: der Vf. habe gar nichts vom Landbau verftanden (de orat. 1 , 1 6.). Wirken« nen es blofc aus Bruchftücken, die grofsentheils Athe- näus aufbewahrt hat. Eben fo ift ein anderes Ge« dicht, Hyacinth überfchrieben, verloren gegangea (Schol. Nicandr. ther. v. 585.). Was wir noch befitzen> find fchwerfällige und zum Theil unverftändliche Hexameter über Gifte und Gegengifte, von denen die aXfjztCpxQfJLXitx 1792 und die •S-jjg/an* 1816 von Schneider, früher auch beide zufammen von Bandini zu Florenz 1764 in Octav herausgegeben find. Ban^ dini hat , aufser einer lateinifchen und italjenifchen metrifchen Ueberfetzung, auch eigene Anmerkungen und des Euteknius Metaphrafe der Theriaka, aus der
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ioö fcweytes Bach. . fcweytes Kapitel.
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Handfchrifr, beygefügt: Schneider aber die Scholien, eine epitomifche Ueberfetzung, und vortreffliche kri- tifche Noten hinzugethan. Die Scholien find eine fehr nützliche Zugabe , wegen vieler literarischer Nachrichten: aber die Pflanzen werden fchlecht er* läutert. So heifst es (ad alex, 4<>5.), das cfAvgveiw (Smyrnium perfoliatum) fey dem v«p£>j£ (Ferula com- munisj ähnlich: der Saame fey der des Lauchs, der Geruch der der Myrrhe. So werden (ad ther. 610.) die Blätter der Erike mit Epheublättern verglichen , und (ad eher. 676.) heifst kqotw CRiciaus communisj eine Art Fichte.
Die Pflanzen, deren Nikander gedenkt, find, nach dem Linne'fchen Syftem, folgende: '<
Salvia qfßcinalis , iXeX/cvßaxo? *k$7j€is ther. 84- 5. Horminumy opfAtvov ther. 89 3.
Gladiolus communis, wo\vfyy;voq v*kw&os ther-, 902. Iris ßorentina, fy/f ther. 607. und Athen. Üb. 1 5. p. 4<)3 Valeriana celtica oder tuberofa, tvav&i* y*p- hov ot$f ■S'üXaxof <rca alex. 4°3. > auch vxfios ei^TOtyyc ther. 6o4« Avfna ßeriliSy atyik^yp ther. 85 7.
Sanguiforba qfßcinalis , HoXXußxreta ther. 589. 85 1., nach Hefychius. Parieearia qfßcinalis , kXü- ßotrif, ther. S07.
Heliotropium europaeum , rjsXioio tqottms i<r<£w[Aov i pvo? ther. 678. Afperugo procumbens , ivetQiwi ther. 85o. Anchufa italica, uyxovv* $q&xkw ther. 838. Echium diffufum Sibth. , wqutov ther. 65. 6*37.
/?. creticum^ iyjtiov llregov ther. „ 640. E. italicum, Xux«\^ö? CQfxevöetq ther. 840. Cyclamen europaeum, §u<rrf>*\l>ij$ MxXxfjitvcc (Athen. i5, 9. p. 496.). Phyfa<* Iis fomnifera, vtqvxvov ther. 878. . . Solanum infa- num , öopuxwov alex. 376. (Wenigftens nach dem Diofc. alexiph. 401. und Galen comp. med*, fec. loca» lib. 10. p. 3 11. erpu^vou, 0/ &opmv/ou p7£*.) Cam- panula Erinus, tftvos ther. 647* • • Rhamnus faxa*
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tilis» ^«(avo; •9,*^uw't*$ ther. 883. Zizyphus vulgaris , Qauvos ther. 65o. 86 1. Z. Paliurus, 7r*kio\>qos ther. 869/ Eryngium campefire, ^uyyov ther. 849. 77ui- pfia garganica> fytvctxh Si^au ther. 529. Peuce- danum officinalc , irsvxtbotvov ßat^uirvouv ther. 76. Pa* Jiinaca J'ativa, crxCpuXivo^ ther. 843* P» Opopanax % X*/p«vo? ther. 5 00. %ro /x/v 9r*y«xf/ov inouvw da f. 509. TordWiiim offivinale, ofistUv ther. 841./ ru/a tuigitana, <riX(piov ther. 85. Xj/Sukj? pY#* ther. 911. Caucalis platycarpos* xavxaXi$ ther. 843. Athamanta panacifolia, Xfj3«y«»r/Y xa^%puc6<r<rÄ ther. 4<>* x*yXQUm $cqo$ daf. 85o. Atham. cretenfts, Sau**? ther. 94. äjevxftfcy ther. 858. Cuminum Cyminum , kv/umov ther. 601» Carum Carvi* KVfxtvcv ay^irs^ov ther. 7 1 o* Oenanthe pimpinelIifoliay /3^ua Xf o>we ther. 898.
0e#i. Phellandrium ? <tkvq<* ix&p* ther. j4* Bupleurum ' longifolium , ßoi*\si>Qov ther. 586. ^^ti/m ^raveo- faur, fXAo^ffiTTTöv o-Aivöv ther. 597. <S*^/t caefpito» fum Sibtb. , Imrstov pxQci&ov tfoXvotitifa £<yr ther. 596* Pimpinella Anifum, avt/jtrov ther. 65o. Smyrnium per* foliatunty cpipnov Athen. 9, 2. p. 370., eyiupv«fcv »ci^ jSpf ? ther. 848. Sm.Olus airwn, ImemlXnw ther. 599. Echinophora tenuifolia, nttvax«? ^Xiy^iov ther. 685« Tamarix gallica , fAvpi'w} ther. 6 1 2. Narciffus Tazetta,
«fpff^. «ir«Aejei, x{*x* furo ^«ma^ilaa* •
(Athen. Üb. i5. c. 9. p. 492.)* • • Ormthogalum fia« chyoides, emo opu-ta; nXurrai (Athen. 9, 2.
p. 37a;). tatiia maritima, mit weifeer Zwiebel» viifcev <nu'XXM? xap»; ther. 88 t. Afphodelus ramofus , a<n£c&*Xo$ ther. 534* AUium Porrum, irqiaov ther. 879. Rumex Acetofa, o^aXiq ther. 840. Colchicum autu- mnale , iCpipsgw alex. 849.
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109 Zweytes Buch. Zweytes Kapitel.
Erica* ariorea , Epfiioj' ifayJ<pi>XXo? -ther. ßio. Daphne oleaefolia, xxp&Xair, cUi&aXr^ a lex. 48. D. Cneo* rum> etKvqerts ther. 52., nach Apollonias von Mem- phis Auslegung in den Scholien. Polygonuni inca* «wm, jrouXuyovov a lex. 2,64. -ther. 901. tt'A*
Anagyris foetida , ^ifnr^ibsv dvxyvQoc ther, 71. (Ju7tQim kommt in der BedeutUDg fchärf bey <ri'vjj7r# ajex. 533. vor. Die Früchte inachen durch Schärfe Brechen.) Ruta graveolens* $vrq alex. 008. irrfli- wov 53 1. Agroftemma coronaria, Xu^v/f ther. 899. Cotyledon Umbilicus , kotoXjjBwv ther. 63 o. Sedum Rhodiola , tjjX*(£iov ther. 873. / .7 Euphaxbia.Ckamaecypari(jfiast vroiq witoniurcos ther. 910. Myrfinites, ti^ü^msXXos «tfy^T1)* ther. 617.
Mefpilus Pyracantheh . Äuputav-S-a th er: 85 & Äu- iw* caefiusy ßarof ther. 83g. Potentilla reptans, ffcv- tä9T6T^Xov ther^S39. ^.rikt^
Papasrer Rhoens, /ujjjcwv^»Xäx#V ther. 85-u Glau** cium luteum , /u^'xcav imn^u^. daf. . Chelidonium muüts, %e Xj&oviov th er ."8 5 7. Carcharus oluorius, xookoqos ther. 626. 864«- DeLphbtium Sfaphis agria, <rrx<pi$ jeyQOTdpot ther. 943: Paeonia officinalis 9 ^Xuxutri&j ther.r94o. Aconitum Napejlus, öe>tovnw^iiex. 36. Aber die Scho- lien nehmen auch .Doronicnm . Pardalianches dafür.. Vergl. Athen. 3, 8. p. 333. Nymphaea alba, trlhyj $aifA*$rfc tfrer. 887. Nigella fafiva, peXiv&w. ther. 43.
iJiwga Chamaepitys , - %*uwniTvs a]ex.--56. x*- ^jjXjj 5rtVu$ ther. 84 1 . Teucrtum Pottum, jtoXiöV #*puo- fytov ther. 64. Satureia Tftymbra, £Jtu£p7'fher.53i. 628. Hyffopus officinalis , üV<r«7ro; ther. 872. Meh* tha fyfoeftris* clcufxß^ov ther; 896. «M. cerWaa, vre- Xtmwjjuev alex. 57- ther. 55g. M> Pule%iumr •yXfowv irokvotv&w ther. 877. Lctmmm album, Xewif ther. 849. Marrubium vulgare, itQxvtcv ther. 55o. Origanum vulgare, o\iy»vU<T(ru %an:>|*hec*.65. 0. Onites> ovirsc i^k alex. 56. ovou irerolXsiov i^iyxvov ther. 628. O.cre-
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Alexandrimfcbe Schule. 109
ticum, xovfo.>] tber. 626. {). maioranoides , duupocKcs ther. 575. trdijxypovxoq ther. 617. Thymus incanus Sibth. f. villofus, sowvXkoc yo/uMo* ther. 67. 27i. 2Ty- gw, ep7ryX>.o? xeps*ib>j; ther. 909. 77i. Tragoriganum> Tgx'yofiryocvos a\ex. 3 10. Meliffa officinalti, fAs"kt'(p'jWov, peXUrauvot ther. 554« psXttriroßoToq ther. 677. cvw&jf; fzfXiract Theoer. id. 4» 25, id. 5, i3o. MW. ahijfima Sibth., üfyj}X>j xa^u/vSe* tber. 60. Vtrbentc fupina* ir£f>iGTS(iO£i$ ther. 860. . . Vuex Agnus > Xuycs; 7rolu*v- ther. 63. £yvo$ ther. 70. Acanthus möllis, uxxv- &oq «X-StJ«? ther. 645.
Lepidium fathum? xapfyu/; alex. 533. xa^Ä«3v «Vo Mjj&«v ther. 876. Eryfimum officinale, s'tQvcipov ther. 894» Sinapis alba, <rlvY}irt alex. 533. ther. 878.
Ononis antlquorum , ovuvi; 7roXu*yovvo? ther. 872. Ctc*r arietinum, igsßtvd'oq dy^ore^ ther. 894« P/b- ra/<?a biiuminofa, r^(pv).Xov9 tjjv jjto/ 0 fce
rpi7r*T)jXov ivt<T7T€t ther. 52o. Medicago arborea, kvti- gc$ tber. 617. Mtlilötus cretica, pLtXiktaTos ther. 897.
Carthamus corymbofus, x*,««A.«o? £c<ßöWöfXos tber. 656. Acarna gummifera , %«/u«/a.£0C fer* po? ther. 660. Areemifia Abrotanum, dß^irovw ther. 66. 574. (/fla* phalium Stoechas, iX/pcpucov ther. 6z5. Erigeron vU fcofus, xovi$7 Xstttc^io? ther. 875. /?. graveolens y XPfjtMfyjXos Hovvfa ther. 70. Arnica fcorpioides , <rxöp- alex. i45. ther. 885. Pyrethrum Parthtnium, nxpS-hm ther. 863. Anihemis Pyrethrum , irvgtris ßkm&Qoq ther. 683. ( **
Ariftolochia rotunda und longa , ap/trroXc^a/x £i?Xurip)} x«i «ge-qy ther. 5io — 5i4-
Urtica urehs, xwfc» ther. 880. jfmm Dracon* lium, xauX^iov OjUoxX^roio Bp «xovro^ ther. 882. Ricinus communis , xoötwv iXutr^iq ther. 676. Bryonia alba> ßpwis ther. 858. Momordica Elaterium, <rixao$ ofypc- rfpos ther. 867.
Tamus communis % ^iWfyov ther. 902. Junipe*
I io Zweytes Bach. Zweytes Kapitel«
rus Sabina, vielleicht v>j£#c ther. 55 1. Vergl. Schnei- der cur. poft. ad h. v. Piftacia vera, mcrxM* ther. 891. Vergl. Niclas ad Geopon. Üb. 10. c. 12. p. 664* 665.
Soolopendrium officinaU> ffKoXoflrevBp/ov ther. 6 84. irsrotXms 864. Afpiäium Filix mas , ßXyjrgov iroXww ls$ ther. 39. Adiantum Capillus, dlietvrw «XP**$ ther. 846. Fucus cartilagineus , (pSnos (jWenrov *Xos ther. 845.
Zur alexandrinifchen Schule kann man noch folgende Schriftfteller zählen :
Heraklides von Tarent> ein Schaler des Hero* phileers Mantias, hinterliefs ein Werk über dieArz- neymittel, worin aber, nach Diofkorides VerGcherung, die Pflanzen fehr mangelhaft befcbrieben waren füiofc. praefj. Wegen diätetifcher Abhandlungen in feinem GVfjiTrofiov führt ihn Athenäus (2, i3. p. 2o3. c. a5. p. 265. üb. 3, 2. p. 291») an, und aus feiner Anlei- tung zum Ackerbau und zur Landwirthfcbaft enthal- ten die Geoponica Auszüge (lib. 2, c. 12. 27. lib. 4 «. 4. 5. 6. lib. 7. c 6. Üb. 9. c. 21 — 24.).
Petronius wird als Schriftfteller über die Kennt- nifs der Arzneymittel von Diofkorides , Erotiaa (expoßzSo.) und Epiphanius (haeref, l.p. 3.) genannt.
Andreas der Arzt wird mit Kratevas unter den genauem Schriftftellern über Arzneymittelkunde ge- rühmt CDiofc. praef.J. Ein Werk von ihm hiefs v«p-
(Schol. Nicandr. ther. 684): «in anderes irepi hx- x«twv, von giftigen Thieren (Athen. Üb. 7. c. 18. p. 144 Schw.). Diofkorides führt von ihm an, dafs er die Orchis Morio <rs(3oim£$ (3, i42-) und den Car- duus parviflorus x/pcnov genannt habe (4> 1 19.)-
lolas oder Iolaus aus Bitbynien foll auch nur mangelhafte Befchreibungen von Pflanzen gegeben haben (Diofc. praef.J. Er wird an mehrern Orten
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AlexandrinLfcht Schale. III
(Schol. Nicandr. iher. 683. Galen, antidot. 1. p, 4^4«) angeführt. Das irrftavov, die Raute, werde von den Peloponnefiern puTg genannt {Schol. Nicandr. eher. 5a l.).
Antonius der Rhizotom wird von Galen {comp, med. fec. loc. 3, p. 184«) genannt. Es köpnte wol der Antonin von Kos feyn, deffen aXtwcv (Marru- bium Alyffum) Galen {antidot. 2. p. 449.) anführt.
Afklepiodorus aus Alexandrien fammlete und befchrieb mit grofsem FJeifs die gemeinften wie die feiten ften Pflanzen (Said. voc. 'A «cX>j7rio5«po$) •
Dalion heifst beym Plinius (20, 17.) herbarius.
Caffius Dionyfms von Utica fcbrjeb gt(orofxiK» {Schol. Nicandr. ther. 5 20. Stephan* Byzmnt. voc. Itu'xjj.). Er hatte die befchriebenen Pflanzen gemahlt {flin.iS* C 4«)« aoeh Mago's des Karthagers Werk vom Land- bauaus dem Punifchen ins Griechifche üb er fetzt {Varro de re ruft. 1,11. Cojum. 1, 1.). Dies Werk führt Athenäus unter dem Namen Georgika an (üb. 14« c. 17. p. 358.).
Pamphilus der Alexandriner, Ariftarchs Schü- ler, ein Grammatiker, fchrieb Gloffen {Athen. 5, 8. p. 334. 8, i5. p. 327.)* Er erklärte Nikanders Ophiaka, und gab Abbildungen von Pflanzen {Suid. v. Tliutytkoq). Unter dem Namen (JuyuxT07rti'k>i$ führt ihn Galen (fac. fimpl. 6. p. 68. t comp, med fec. loc. 7. p. 266.) an. Er tadelt feinen Aberglauben und den Mangel an eigener Kenntnifs der Pflanzen. Pamphi- lus habe alte Weibermarch en und ägyptifche Grillen mit der Pflanzenkunde verbunden , und Amulete und Zaubermittel empfohlen. Auch über den Landbau k fchrieb er {Suid- /. <?.). Die Auszüge in den Geopo* niris (2 , 20.) beweifen feinen Aberglauben : denn er fieht auf die Zahl der Körner bey der Ausfaat des Weizens und der Gerfte. Er befch reibt überdies die Zucht der Pflaumen (fyu«<rx>jv»}) , und lehrt, dafs fie
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112 2 wey tes Buch. Z wey tes Kapitel.
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auf Kriechen • Pflaumen (ßQxßiXo;, Prunus infiticia) gepfropft werden (10 , 09.).
Tryphon von Alexandrien, als Grammatiker von Athenäus oft angeführt, hinterliefs auch (ptn-/xa, ein Werk von Pflanzen (Athen. 3, 25. p. 42^-)«
Mnefuheus aus Athen , ein Arzt, fchrieb Trspi ib£7Twv (Athen. 2, i3. p. 207. c. 16. p. 219.). Ob Mnefitheus aus Kyzikus, den Galen wegen feiner Verwechfelung der nipjj und oXupa tadelt (fac. alim. l. p. 012.) und den Oriba6uS (coli. Üb. 4. c. 4.) an- führt, von diefem verfchieden ift, können wir nicht entfcheiclen.
Amerias aus Macedonien hinterliefs ein £/$oto- pstoy , worin er die Mythe von der Entftehung der XüXvKaus dem Bade der Aphrodite anführt (Athen. i5, 8. p. 485.).
Julius Baffus, ausTylos, wird von Diofkorides und Epiphanius als botanifcher Schriftfteller ange- führt. Weiter wiffen wir nichts von ihm.
GlaukiaSy der Empiriker, fcheint von Gemü fen gefchrieben zu haben (Athen. 2 , c8. p. 269.). Viel- leicht ift Glaukides derfelbe (daf.3, 6. p. 5i7.). Pli- nius (20, 20.) bezeugt, dafe er die Difteln fleifsig un- terfucht habe.
Hikeßus, ein Anhänger des Eraßftratus, ftiftete, währfcheinlich von Ptolemäus Kakergetes aus Ale- xandrien vertrieben, eine Schule zu Smyrna (Strabo lib. 12. c. 7. §. 20. p. 245. Tzfch.). Er hinterliefs ein Werk über den Arzneyvorrath (Athen. 3, 02. p. q5b\). Hierin befchrieb er unter andern das Xsuxci'ov (Cheir* anthus incanus oder Cheiri, Athen. i5, 8. p. 481.)-
Menodorus, der EraGftrateer, wird des Hike- fius Freund genannt (Athen. 2, 18. p. 229.). Er fcheint, nach der angeführten Stelle von Gurken, auch über Nahrungsmittel gefchrieben zu haben. Pli- faius nennt einen Metrodorus (20, 20,), der ein Werk
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Alcxandrinifche Schale« 1Tj
fiber Rliizotoinie hinterlaffen , and AbbiJdangen von Pflanzen gegeben (26, 2.).
Sextius Niger, den auch Epiphanias als botani« fcfaen Schriftfteller aufführt. Erotian (expof. voc. Hipp. p. 244*) nennt das Werk irspt ilXtjq^ worin Je- 11 er fage, der vm^Kurcos werde von Einigen Wpwv ge« nannt. Aus diefer Schrift entlehnte Diofkurides Vie- les (Galen, exp. voc. Hipp. p. 402.). DiofkoVides aber von Anazarbus tadelt ihn {praef. p. 1. 2.), dafs, obgleich er für einen trefflichen Schriftfteller gehe, dennoch viele Unrichtigkeiten in feinem Werke vor« kommen.
Noch werden Nikeratus und Dlodotus von Dio- {korides, Plinius und Epiphanius genannt, und voa dem erftern ahnlicher lrrthümer befchuldigt.
Diefer Mangel an eigener Kenntnifs der'Ge» wächfe ift befonders auch im Werke des Athenäus auffallend. Indefs machen die Auszüge und einzeln» Stellen aus verloren gegangenen Schriften der Altea fein Buch ungemein brauchbar. Unter andern fam» meite er über die Pflaumen mancberley : fie werden lxfxx<r>upx genannt, weil fie in der Gegend von Da« mafkus am beften fortkommen: gewöhnlich heifsen fie y.oy.HV urjk* : fie feyn in Kränze geflochten worden, die man xuXforou? xrr€(pavovs nannte. • Die Rhodier und Sicilier geben ihnen den Namen ßplßvXet: aber eigentlich fey diefe Frucht kleiner als die gewöhn- liche Pflaume und ein wenig fchärfer, zufammenzie» hender von Gefchmack (die Kriechen Pflaume, Üb, 2. c 10. p. 10*9— 192.). Hier und da citirt er einen andern Thcophraft, als den wir jetzt haben. So werden (lib. a. c. 19. p. 236.) von den Schwämmen Stellen aus dem Theophraft angeführt, die wir jetzt vergeblich fachen. So fuhrt Athenäus (Üb. 2. c. 16« p. 21b1.) aus demfelben Schriftfteller die Arten von Rettig an , worunter eine 'A/wam vorkommt, die ia G«feh. d. Botanik, t. B, ^ 8
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1 14 Zweytes Bach* Zvreytes Kapitel.
unfcrm Thcophraft nicht fteht. Vermuthlich ift CS Jrmoracia, die ihren Namen von Armorica, celtifch. Köftenland, hat (Adelungs Mithrid. 2, 44.). Dann wäre dies die ä hefte Spur von Mqcrrettig. Unter dem Namen avvig» fcbeint Athenäus die Arüfchocken zu verftehn (lib. 2. c. 28. p. 270.) , doch bringt er, fehr ungefchickt, den xvvoqßxTos des Theophraft, oder die Hagebutte, damit zufammen. Einer Pflanze, Ixivoirov?» erwähnt er in einer Steile eines unbekann- ten Dichters (3, 17.P.379.), die man vollftändig beym Plutarch (fympoß 4> «•) Üeft:
*Q.q ccV j£fvorro$ac xati oh« tqt)xuxv ovmvtv
Die Pflanze fcheint S partium horrtdum zu feyn (EcÄi- nopoda Alpin, exot. p. i40i f,e wjrc^ m>t Ononis fpi- nofa zufammen genannt. Vielleicht war das Xwcp<£>*- vov oder Xuxcvf ü>vov , worauf die Jünglinge in Lacedä- mon lagen , um körperliche Schmerzen ertragen zu lernen (Plutarch. Lycurg c. 16.) nichts anderes. . . Aus dem HeUanikus führt er an (lib. 1 1 . c. 2. p. 1 94-)» dafs die Nomaden in Libyen ihre Zelte aus «Vintes flechten. Dies Wort kommt im Kallimachus (hymn. in Delum, v. 192.) vor, wo es offenbar einen Scirpus oder Juncus bedeutet. Eben fo beym Theophraft (hiß. 1, 7.). Polybius ( 14, 1.) fagt ausdrücklich, die Numidier flechten ihre Zelte aus Schilf und Rohr (ix Hxkifjuav). , . Aus dem Agathokles von Kyzikus führt Athenäus ( i4> 17. p. 562.) die Befchreibung des xowapo; an, nach welcher Zizyphus Jujuba ge* meint ift. . . Aus dem alten Komiker Kratinus entlehnt er eine Stelle, wo vom xovfjuHruvhakoVi einer Zierblume, die Rede ift Ii 5, S. p. 485.). Klearchus habe getagt,' feitdem die Spartaner das xoa-fjuxTotvbocXo* zu Kränzen angewandt, feyn fie weibifch geworden« Diefe Blume , welche Conn Gesner (epiß. 3. f. 96. k)
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Alexandrinifche Schuld
für Cypripedium Calceolus hielt, glaube ich nach der Befcbreibung, die Paufanias (2,55.) davon giebt, für Ophrys Ferrum equinum Desfont. [annal. du muß vol. 10, p. 226. t. i5.) halten zu können, Paufanias fagt: die Pflanze wachfe im Reloponnes: die Blume fey an Gröfse und Farbe dem Hvacintb ähnlich, auch habe Tie Buchftaben der Wehklage [insen he cl x&i roi km r&> ^jjvcj ypxixp&Tot). Dies ift offenbar das u auf dem Lippchen. . . Endlich wird aus dem Apollodor ein parthifcher Strauch, (ftXahsX(pov , befchrieben (i5, 8. p. 488.), welches ohne Zweifel Unfer Phila- delphus coronarius ift.
rittes Kapitel.
Die Pflaazenkuode unter 4er Römer
Herrfchaftv
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Nachdem Griechenland von Rom befiegt war, gingen die Kenntniffe der Ueberwundenen zum Theil zu den Siegern üben Befonders aber lernten die Römer von den grofsen Muftern des alten Griechen- lands die Kunft der Rede und der Gefchichtfchrei- bung bearbeiten. Andere Wiffenfchaften hingegen übernahmen fie blofs von den Griechen, ohne fie we- der weiter zu vervollkommnen, noch auf eigentüm- liche An auszubilden. Sehr richtig ift Strabo's ür- theil (lib.3.p.443.Tzfcb.); „Die römifchen Schrift- steller ahmen zwar den Griechen, doch nicht über- „aiJ, nach,. Was fie fagen , entlehnen fie von diefen, „und bringen aus fich felbft nicht viel Wjffenswürdi- nges vor. Haben die Griechen Rücken gelaffen, fo „kann man von andern Nationen nicht die Ausfüllung „derfelben erwarten. Sogar die bekannten Kunft* »ausdrücke find griechifchen Urfprungs. "
die Rpmer ßeredfamkeit und C*fchi ht*
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(I0 fcweytes Buch« Drittes Kapitel«
des Vaterlandes als nothwendig in den Gefchäfftea des bürgerlichen Lebens anfahn, fo bearbeiteten fie die Naturgefcbichte nur, in fo fern ße Bezug auf die Knnfte des Ackerbaus, der Landwirthfchaft und des Gartenbaus hatte. Sie überfetzten und fammelten griechifche Schriften , ohne felbft etwas Eigentüm- liches hinzuzufügen. Ja, was Dionys von Halikar- nafs (2, 91.) von der Mythologie fagt, dafs die Rö- mer noch weit abergläubiger feyn , als die Griechen, das gilt auch von der Naturgefcbichte.
Den Gartenbau liebten die Römer, aber zu grö« fserer Vollkommenheit ward er durch diekorycifchen Seeräuber aas Cilicien gebracht , die Pompejus be- fiegt und ihnen Pflanzorte in Kalabrien angewiefen hatte {Jfofs zu Virgils Landb. 4, S. 773. f.). Eine Er- findung diefer Cilicier war es, durch Fenfter von Frauenglas (fpecularia) die Kälte von den Miftbeeten abzuhalten und die Sonnenftrahlen durchzulaffen (NhiniaL lib. 8 , ep. 1 40 •
Pallida ne Cilicum timeant pomari/i brumam, . * htbernU obiecta ootia fpecularia pur 01 adraittunt folet.
Columella (lib. 11. c. 3. 52.) giebt fchon den Rath, Gurken und Melonen dergeftalt an kalten Tagen zu bedecken, und fagt, wie Plinius (lib. 19. f. 23.), dafs tylr den Tiberius auf diefe Art das ganze Jahr hin- durch Gurken gezogen worden. Seneca führt unter den neuern Erfindungen auch diefe Miftbeetfenft er an. (ep, 90. p. 366. ed. bipont.).
An der Spitze der älteften römifchen Schriftftel- ler Über den Ackerbau fteht der Cenfor M. Porcius Cato, dem nicht Triumphe, nicht die hohe obrig- keitliche Würde fo viel Anfehn gaben, als fein inne- rer Werth (Plin. 29, 1.). In der höchften Einfach- heit der Sitten ahmte er dem Helden Curius nach : auf ähnliche Art baute er felbft fein Landgut und
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Die PHanzenkunde unter. der Römer Herrfcbaft. 117
brachte die Hefte feines der Vertheidigung und Ver« waltung des Staats gewidmeten Lebens mit dem Un- terricht feiner Kinder und dem Anbau des Weinftocks und der Feldfrüchte zu {Plutarch. Cato, 0. 5. f. 20.). Daruber, dafs er der hefte Landwirth feiner Zeit ge- ivefen, ift nur Eine Stimme (Plin. 14, 4.). Sein Hafs gegen die Griechen ift bekannt. Wenn die Römer, behauptete er, fich den Künften der Griechen erge- ben, fo fey es aus mit ihrer Oberherrfchaft {daf.c.zZ.). Er felbft, fo gut er Griechifch verftand , redete zum athenifchen Volk doch in feiner Mutterfprache (daß c. 12.)- Bekannt ift, dafs er die Griechen aus Italien vertrieb {Plin. 7, 5o.). Deffen ungeachtet ftudirte er in fpätern Jahren die grofsen Meifterwerke des ver- bafsten VoJks: Thucydides weniger, am m eilten Pe- xnofthenes (Plutarch. Cat c. 2.).
Sein Werk von der Landwirthfchaft, welches unfer Schneider vortrefflich bearbeitet hat (Scriptores rei rußicaey tom. 1. 1794. Lipf.), fängt vom Lobe des Landbaus an; dann folgen Regeln bey der Auswahl und dem Ankauf eines Landguts; hierauf Vorfchrif- ten ziim Anbau der Obftarten, des Getreides und an- derer nützlicher Gewächfe. Unter den Obftarten führt er fchon fechs verfchiedene Birnen an: 1. pirm. volema, die Fauftbirne; 2. anicia, eine Herbftbirne, von Anicius fo genannt; 3. femetitivay Saatbirne, weil fie zur Zeit der Herbftausfaat reif wurde ; 4, ta- rentina; 5. mufieaf 6. cucurbUina. Unter den Aepfeln nennt er die fcantiana und quiriana: dann ApfeJquitten , mala cotonia> und Rirnquitten, mala fcruthea: Speyerlinge, forba; unter den Weinforten den aminäifchen, welchen aus Theffalien ausgewan- derte Griechen nach Italien gebracht hatten (6,4-)- Auch den rhätifchen Wein foll er nach Servius (ad Virg. georg. 2, 95.) gelobt haben : davon findet fioh indefs jetzt keine Spur in feinem Werke, Aber den
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l ig Zweytes Buch. Drittes Kapitel. * t
eugenifchen (eugeneum) finden wir aus Tauromenium in Sicilien, von «Jy*v€{, genero/um [Plin. 1 4, 4^« Fer- ner den murgentinifchen , ebenfalls aus Sicilien: den braungelben (helvolum), dert apicifchen und lucani- fchen. Von Feigen die marißae, africanae, her» culanaf*, faguntinae, lüberttae und teünae atrae. Die Oliven nennt er zum Theil Orchitis Cbrchades Virgif.) * radius maior (in Geftalt eines Webefchiffs ) , pofea (paufia Virgil.) * Jalentina, fergiana, colminiatoa, aZ* biceres»
In die Wein* und Olirengarten fäet er corruda* damit Spargel daraus werde (unde afparagi ftant). Ich glaube kaum, dafs jenes Wort etwas anderes als Afparagus fyhaticus Kit* bedeutet, Griechifche Wei- den pflanzt er an , um die Weinftöcke zu binden.
Als Futter fürs Vieh fäet er Ocinum, Wicken , Fönitgräk, Bohnen, Erven: auch Kichern, Lupinen und Gerfte (c. 27. 35.). Im Garten baut er, als Zier- pflanzen, megarifche Zwiebeln, die, nach Plinius (29. f. 3o.) efsbar waren! alfo ßo\ßot ehdhiuot des Diofkorides, Hyacinthus comofus: von Myrten drey Sorten, coniugulum, die weifse und fchwarze: von Nflffen die kahle (Wallnöffe?) und die Hafelnufc. tJnter dem Namen der griechifchen Nufs foll er, nach Plinius ( i5. f. 24O) die Mandeln verbanden haben (0,8.),
Eine feine Art Weizen nennt er filigo (c. 35.), und Piinius fagt beftimmt (18. f. 20.): es fey eine Art ohne Grannen , alfo Winterweizen. So auch Golu- tnella (2, b\)j Juvenal {fat* 5. v. 70.) und Galen (facult. ahm. \i $07. 0 ptv Hx&xQOTaros aprö$ cvo^ua£«- r*i vikiyvfrt)<;. ) Sonft erwähnt er (c. i J2.) des Fen- hichs, panicum, der Hirfe, milium, der Linfen, iens.
Als Ar z neypflanzen zieht er fchwarze Niefewurz iteratruni atrum (c. ii5.)> melanthium , fmyrnium (c. 102*)) fcammoneum (c. i5?, 12») und, wie es
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Die Pflanzenkunde unter der Römer Herrfcbaft. ] 19
fcli eint, aucli laferpitium (c. 116.) und pontifchen Wermuth {Artemifia ponticay c. 1 59.).
Als Gemflfe baut er drey Arten Kohl (braffica) : einen breifbJättrigen, glatten; einen kraufen (apia* con)\ und eine Art mit zarten Stielen, dünnen Blät- tern Und fcharfem Gefchmack (c. \5j.). Sollte dies nicht Brafßca Eruca feyn, die man fpäterhin auch als Gemüfe baute? . . Rüben find fernen rapicium (c. i34.)> Kohlrabi colrs rapicii, Rettig raphanus (c. 35.). ' Auch Lauch, alium (c. i32.), aber kaum ein anderes Gemüfe , wird erwähnt.
Als Nutzholz wird unter andern carpinus atra, aqiäfolium und Hex {Qüercus Cerris und Hex) , ulmus, laurus und hux ( Wallnufsbaum ) genannt (c. Ein rot h es Moos C mufeus ruber J bemerkt er an den Obftbäumen , wenn fie au«?gehn wollen (c. 6.).
Auf Cato folgt Marc. Terent. Parro, ein Zeit- genoffe des Cicero. , Unter dem Pompejus machte er feinen erften Feldzug gegen Mithradat, und erhielt nachher den Ehrenkranz wegen feiner Siege zur See (Plin. 7, 3o.). Dann war er Heerführer der Pompe- janer in Spanien (Cic. epifi. 9, i3. Caef bell, civ. 1, 58.). Späterhin erhielt er die Freundfchaft des Jul. Cäfar, und ward von diefem zum Auffeher feineif Rücher - Sammlung beftellt (Sueton. Caef. 44«)« Wäh- rend der Bürgerkriege lebte er ruhig in gelehrter Mufse auf feinem Landgut Cafinum , als diefes von den Truppen des Antonius geplündert wurde (Cic* philipp. 2 , 4o.)* Er ging darauf nach Tufculum, wo er in einem Alter von mehr als achtzig Jahren ftarb.
Kurze Zeit vor feinem Tode fchrieb er fein Werk von der Landwirthfchaft, deffen befte Bearbeitung wir ebenfalls Schneider verdanken. Man fieht hier fchon die Früchte eines fleifsigen Studiums der grie- ebifchen Schriftfteller: dagegen findet man, für un- fern Zweck besonders, wenig Eigenes oder Neues. . •
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120 Zweytes Buch. Drittes Kapitel.
Um etwas der Art auszuzeichnen, fo erwähnt er der Bäume, au welchen die Mailänder den Wein ziehn. Opulus nennt er Tie: einige Ilandfchriften Jefen Popu- Jus 8. 3.). Viburnum Opulus ift es wol nicht: eher Acer Opulus- . . .Als Futter zieht er (i, 23. 2.) ocifium, vicia% mrdica (Merlicago fativa), cytifus (Medjcago arborea) , lupinusy cicer. Auch läfst er Lupinen und andere Hülfenpflanzen unterpflügen, als grüne Düngung. Hanf, Flachs und Jpartwn (Stipa tenacilTima) baut er ebenfalls (l, 20. b'.). Die letz- terej^flanze hatte er wabrfcbeinlich in Spanien ken- nen gelernt. Rüben C raP<*J> Kettig C^ophanus ) % Hjrle fmiliumj und Fennich Cp^nicum J fäet er im trocknen Uoclen. Apiaßrum nennt er (j, 16. io.) Meliffa officinalis.
Auch er erwähnt, wie Cato, des ocinum, eines Futterkrauts, mit Wicken und Mangkorn CfarragoJ zufammen. Es wachfe fchnell auf, und müffe grün verfüttert werden, ehe es Schoten Cfiiiquas) anfetze. Schneider verrnuthet ganz richtig, dafs diefes Futter- kraut eine Hülfenfrucht fey, und zwar eine Kleeart, da Kallimachus in Dian. v. i65.) «hu^ööv rgi7rirr-kov 9 und HefyHiius ttcx r^'^itXXoq fage. Diefe
Meinung hat grofce Wahrfcheinlichkeit. Uebrigens erwähnt Columella diefer Pflanze gar nicht, und Pli- nius fagt (lb*, i (',.): bey den Alten fey dies Futter- kraut gebräuchlich gewefen. Auch Erven (ervilia) lind Kichern (cicercula) kommen vor. So auch nennt er zuerft unter den Römern die Luzern {medica herba c. 42«), den Sefam (1, 45.) und den Kirfchbaum (1, Ü9.), deffen edlere Sorten Lurull nach ilem Siege über Mithradat aus Pontus nach Rom einführte (P/i/i. i5, 25.).
Seine Vorliebe für genaue grammatifche und etymologifche Erklärungen flicht auch hier hervor. Er unterfcheidet am Getreide den Halm (culmus) von
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Die Pflanzenkunde xuater der Römer Herrfchaft, iai
der fpwa (von daher fie die* Alten Jjwa genannt). In der fpica fey gluma {Jolliculus grani aut theca ) vom graaum und der arifia (quod arefcit prima) zu unterfcheiden (1,48.). v ficinheifse fo von vinciendo, weil fie ich anhefte and gleichfam anbinde (1, 3i.)«
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Diophanes von Nicäa , der zu gleicher Zeit ih Bithynien lebte, brachte des Dionys von Utica Ueber« fetzung der Schriften des Mago über den Landban in - einen Auszug , welchen er dem König Defotarus ftberfendte (Varro \\ 1. Colum. \, 1.). Hieraus lie- fern die Geoponica mehrere BruchftOcke: Wander der Kunft im Pfropfen der Feigen auf Platanen , der Maulbeeren auf Kaltanien , Speife eichen , Aepfel, Terebinthein , Ulmen und weibe Pappeln ( Qeop. 10, 76.)* 1 *
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Virgil.
Der unfterbliche Sänger von Man tu a gehört ohne Zweifel zu den Schriftftellern über die Pflanzenkunde : denn fo grofs war feine Liebe zu den Blumen, dafser fie überall, befonders in feinem Meifterwerk über den La od bau, preifet. . Siebzig Jahre vor unferer Zeitrech- nung bey Mantua geboren und in den Künften edler Börner erzogen, fing er fchon in feinem a6ften Jahre an , die Eklogen zu dichten. Nachdem er durch Vertheilung der A eck er an die Soldaten des Octaviah (4* v. Chr.) um fein väterliches Erbgut Andes ge- kommen war, flüchtete er mit feinen Aeltern zu Sy- ron, einem Epikurifchen Philofophen,' der in derGe- gend von Rom ein Landhaus befafs (Virgil catal. Späterhin ging er nach Neapel, um in dem laborini- fchen G Aide dem Landbau zu leben und feine Werke zu vollenden. Von Mäcenas hervorgezogen , durch die Bemühungen des Pollio wieder in den Belitz fei-
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laa Zufeytäs Buch. DHttfe* -Kapitel,
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lies väterlichen Erbtheils gefetzt, und felbft vom Kai- fer Au^uftus geachtet, vermied er doch immer, die Hauptfradt felbft zu hefuchen. Nach Vollendung fei- ner Aeneis hielt er firh bey Tarent an den Ufern des Gaiäfus auf, dann ging er nach Griechenland, um dort in Mufse fein Werk auszufeilen. Auf ifpr Rück- reife ftarb er in ßrundufium, im Soften Jahr feines Alters. Bey Pu/zuoli wird fein Grab gezeigt, von Lorbeer, Cafia fÜaphne CneurumJ und Myrten be- ichattet. Freundlich wachfen dort Grammitis lepto- phylla, Polvup ütun vulgare, Convolvulus hirlutus Tenor., TuJipa praecox, Silenc canefcens, Sedum deitoideum und Orchis pfeudofambucina zufammeo , un J erregen wehmül higes Andenken an den Liebling der Mufen, der Grazien und der Blumen - Gottinn.
Die Pflanzen, deren der herrliche Sänger er- wähnt, find, trotz 'den Vorarbeiten von Martyn , Vofs und Ketzins, noch immer nicht mit der gröfsten Sicherheit zu beftimmen. Indefs ift folgender Ver- lach vielleicht der g^lungenfte:
Liguitrwn vulgare, ecl. 2, 18. Rosmarinus ofß* cinalis, georg. 2, 21 3. aen. 6, 200. Fraxinus Or- r?us, ecl. 6, 71. georg. 2, 111. aen. 2,626. Valeri- ana celcica, baccar, ecl. 4, 20. Val Saliunca Allion., ecl. ;5 , 17. Plin. 21. f. 20. „Tantae fuavitatis, ut „metallum efle eoeperit." Sie wachft häufig auf dem Apennin. Gladiolus communis , hyacinthus, ecl. 5,65. 100. georg. 4,i83. Crötns Jativus , blüht im Ilprbft, rubens, georg. 4) 182. Lolium temulentumy intelix, ecl. , 07. Avena fterilis , daf. Ciffus riti- ginea fcheint das amomum affyrium georg. 4> ^5. zu feyn. In Mefopotamien giebt es Strabo (lib. 16. p. 2<)o. Tzfch.) an: in Medien und Armenien Dio- fkori.les (1, i4«)« Hauwolf (Reiß, S. 128.) hatte die PflJnzc felbft aus Armenien, und Anguillara (de* femplici, p. 54») befchreibt fle unter dem Nameq,
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Die Pflanzenkunde unter der Römer Herrfcbaft. laj
Pepe falvatico, wie er fie aus Syrien erhalten. Diefe ßefchreibung pafst auf die oben benannte Pflanze. %
Cornus mascula, hello bona, georg. 2, 447* Cerinihe maior , ignobile gramen , apibus tarnen gra- tum , georg. 4 > -63. Zizyphus Paliurus , fpinis fur^ git acutis, ecl. 5, 69. Ziz. Lotus, auch Ce/*£f 010» fcralis, genus haud unum, georg» 2, 84. Hedera Helix, pallens, ecl. 3, 3g. 4, 124. nigra 2, 258. Anethum graveolens L., bene oleos, ecl. 2, 48. Ä/- 60/2 Galbanum, georg. 3, 4l5. 4) 264» Ferula.^com* munis, Silvanus florentes fern las quaflans, ecl. 10, 2.5. Cicuta virofa, liftula feptem compactacicutis, ecl. 2, 36. 1 o , 85. Die holen Stengel können zu Pfeifen oder Flöten benutzt werden. A pium graveolens , amarum, ecl. 6,-68. ge°rg« 4> 121. Viburnum Lantana , lert- tum, ecl. 1, 25. Tamarix gallica, myrica, ecl. 4i 3» Sambucus Ebulus , ecl. 10,27.
Nardt fus potticus, purpureum, ecl. 5, 38. iV.ye- rotinus, fera comäns, georg. 4) 122. Lilium cahdi- dum, ecl. 10, 25« Allium fativum, ecl. 2, 11. Scilla maritima, georg. 3,45k Dapkne Cneorum , Cafia , ecl. 2, 29. georg. 2, 21 3. 4> 3o. Amyris Kafal,
torifera arbor, georg. 2", 117. 13g. Diospyros Ebe- numy georg. 2, 1 16. Acer Pfeudoplatanus, folia acer- na, trabes acernae, aen. 2, 112. 8, 178. 9, 87.
Veratrum nigrum, ellebori graveis, georg. 3,45i.
ArbututUnedo, ecl. 3. 82. georg. 1, 148. 166. 2, 69.
3,3oi. 4) t8i. aen« 11, 65. Tribulus terreßris,
georg. i, i53.
Pyrus Cydonia, Hefperidum mala, ecl. 6, 68.
Rofa damafcena, Paefti bis florens, georg. 4> **9-
Rubus fruticofus, ecl. 3, 89. georg. 5, 3 1 5. Vergl.
Retz. flor. Virgil, p. 93. Papaver fomniferum, georg.
1, 212. 78. 4i545. Tüia europaea, georg. 4> »83.
144. Aconitum Napellus, georg. 2 , i52. Ovid. me-
tam. 7, 4l& Refeda Luteola, croceum iutum , ecl.
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J34 fcweytes Buch. Drittes Kapitel,
4,44* Delphinium peregrinum> vaccinia nigra, ecl. 2, i^.5o. Ranunculus creticusf Sardoa herba amara, «cl. ~, 42» Vergl. Diofc. 2 , 206.
Satureia capitata, Thymus hyblaeus, ecl. 7, 07., cecropius, georg. 4, 270. Origanum Diciamnus , «en* i,4l2.
„Dictamnum geaitrix Cretaea carplt ab Ida, puberibus caulem foliic et flore comantem purpureo, nod dea feris incognita capris • gramina* cum tergo voiuciea hadere