3 .

——— 2

S

11)

ins,

PRO Sn

5

——

Anleitung

zum

der in

g Deutſchland vorkommenden Pilze, | mit Ausnahme der

Schimmel⸗ und allzu winzigen Schleim⸗ und Kern⸗Pilzchen.

Paul Kummer. Mit 80 lithographiſchen Abbildungen.

| Zerbſt, Verlag von E. Luppe's Buchhandlung. 187 br. 55 NEW YORK 53 BOTANICAL 5

Vorwort.

Die Pilze kennen zu lernen, hat bei der Methode, (wie dieſelben bis⸗

ber behandelt wurden), bekanntlich ſeine großen Schwierigkeiten, ſo daß

vielen Botanikern, Forſtmännern, Gärtnern und überhaupt Natur⸗ 7 . die ſichere Kenntniß dieſes überaus intereſſanten Naturreiches ein vergeblicher Wunſch blieb. Es beſchreiben eben alle bisher vor⸗ handenen Handbücher die Pilze nur neben einander, ohne zugleich Mittel und Wege an die Hand zu geben, jeden einzelnen leicht und ſicher zu beſtimmen. Sie entbehren ſomit des Ariadnefadens. Wieder⸗ um die Werke mit beigefügten colorirten Abbildungen find allzu koſt⸗ ſpielig und laſſen zum großen Theil auch trotzdem noch viel zu wünſchen übrig. a : Ich habe nun verſucht, dieſe Kenntniß einem Jeden auf leichte und ſichere Weiſe durch dieſes ſchlichte Buch zu ermöglichen. Es iſt daſſelbe auch fo wenig umfangreich, daß man es auf Excurſionen mit⸗ nehmen kann, um, wenigſtens nach nur einiger Uebung im Gebrauch deſſelben, einen Pilz womöglich alsbald an Ort und Stelle zu be⸗ ſtimmen. 5 Nicht als ein Mangel, ſondern als ein Vorzug wird es, denke * ich, daher gelten, daß ich, um das Buch ſo handlich und auch ſo billig 1 als möglich zu machen, die nur den gewiegteſten Pilzforſcher und witer intereſſirenden winzigſten Gattungen weggelaſſen habe, * (nämlich die ganzen Schimmel⸗, die oft kaum punktgroßen, an Zweigen ſchmarotzenden Kernpilze, die ſonſtigen für das Auge oft kaum ſicht⸗ baren Bauchpilze und Pezizen), ebenſo von den augenfälligeren Gat⸗ 2 tungen diejenigen Arten, welche nur hier und da einmal von einem be als große Seltenheiten nachgewieſen find. Dagegen ſehr häu.

werfen und auszutuſchen pflegte.“) Von mir nicht ſelber gefundene Arten habe ich nach Angaben und Kupferwerken zuverläſſiger Forſcher

beſchrieben. Die Gruppirung der Gattungen iſt durchſchnittlich

die herkömmliche, die auch dem ſchlichten Auge als die überſichtlichſte er⸗ ſcheinen muß.

Die beigefügten Abbildungen, welche zur Veranſchaulichung der Hauptformen dienen ſollen, ſind zu meiſt unter der natürlichen Größe; die unter Nr. 7 ſind ſtark vergrößerte mikroskopiſche Zeichnungen.

Sollte dies Büchlein Anklang finden, ſo würde ich im Laufe der Zeit gern auch die übergangenen Schimmel⸗ und andern winzigen Pilzchen in ähnlicher Weiſe herausgeben.

Mit dem Wunſche, daß aber zunächſt dies Buch recht Vielen eine willkommene Gabe ſei, übergebe ich daſſelbe allen Naturfreunden.

Zerbſt, im Juni 1871.

Der Verfaſſer.

5 *) Es iſt das die beſte Methode überhaupt für Jeden. der die Pilze ſich recht zu eigen machen will, und es gehört gar kein beſonderes Zeichentalent dazu. Um die Originale zu den Zeichnungen zu haben, mag man außerdem die härteren Arten in Käſtchen aufbewahren und die weicheren preſſen, wie man eben Pflanzen für's Herbarium preßt; von den ſehr fleiſchigen Arten nimmt man nur Längshälften, und dünne Blätterpilze laſſen ſich auch mit heißem Sande ſehr gut präpariren. Eine ſehr ausführliche Anleitung dazu giebt „Lüders⸗ dorff, das Auftrocknen der Pflanzen und die Aufbewahrung ger Pilze.“

Inhalts-Verseichniss.

Seite. Einleitung 5 ! 5 5 ; 5 0 1 Tabelle zum Beſtimmen der Gattungen 5 5 e Tabellen zum Beſtimmen der Arten 0 4 8 ER Abkürzungen und Zeichen i ; 5 31 Lateiniſche Gattungsnamen 5 0 | ; 3 49 Lateiniſche Artennamen a ; ; 5 N 128

Populäre deutſche Namen { ; . 5 145

Druckfehler i . . 14 R 8 146

0

Als ob es da nicht etwas a. wäre um die e 1 die aus dem . e und zwiſchen 01 |

A oder ne an alten en büſchelig me N hen, wie ale um die graubraunen, e ne Coprinen, die wie

*

tr e 1 hocken. Und den Blick die alten Baumſtämme 0 5 Aus ihren Spalten und Ritzen brechen die Schwammgebilde

Rh anisduftigen Trameten, dort teraſſenartig gezweigte Maſſen ei Stachelpilze, geſtielte und ungeſtielte Polyporen ohne Zahl und die gold⸗

gelben Pholioten, deren ſparrig ſchuppiger Stiel zierlich ſich aufbiegt.

el leuchtete. Es and der Wald wie in e da, und fr j te fragen, 1 nicht eine 1 mich täuſche. 1

kel zu Grunde gelegt.

Vie aber gradezu märchenhaft der Wald verwandelt werden kann, 79 70 5 öfters erfahren in einem e in wel (dem, es weit 1

* 3 ag,

ME

0 einleitenden Worten habe ich einige in der Zeitſchrift „Die Natur“ 1869, 40 und 41 unter dem Titel „eine wunderliche e von mir 9

| 5 N " |

a ie des Baumes hervordringenden Auſterpilzen, dem vielköpfigen Eichhafen, dem zu zierlichen Roſetten geordneten bunten Zonenſchwamme. Es iſt eben eine zahlloſe Unmenge von originellen Arten ſo an und auf die Bäume verwieſen, die ſomit eine reiche Fundgrube für den Pilzfreund ſind. Wieder wenden wir den Blick den fallenden Blättern nach zur Erde. Der muß den Wald nie richtig kreuz und quer durchſtreift haben, der nach warmem Herbſtregen die herrlichen Gruppen nicht hier und da und überall zu ſeiner Freude umherſtehen ſah, bald würdig und ernſt wie die hochſtrunkigen Amaniten und Hallimaſche mit zierlicher Man⸗ ſchette am Stiel und pantherfleckigen Hüten, bald komiſch und burlesk wie die rothen, weißen, gelben, kurzſtrunkigen, oft ſchiefhütigen Erd⸗ ſchieber, bald plump und coloſſal, wie die fleiſchig-maſſigen Steinpilze mit poröſem Fruchtlager unter dem Hute, bald mädchenhaft ſchüchtern, bald koket, bald ſtutzerartig, bald wieder einzeln, bald in Gruppen, bald wie eine zerſtreut irrende Heerde, Alles, wenn wir der Wirklichkeit uns entſchlagen, ein herbſtlicher Faſchingaufzug von lauter ſeltſam ver⸗ körperten Erdgeiſtern. Wahrhaftig, ich wüßte keinen Charakterzug, deſſen Typus ſich nicht unter ihnen vorfände: Prunk und Einfachheit, Prah⸗ lerei und Beſcheidenheit, Leichtſinn und Sinnigkeit, Freimuth und De⸗ votion, Melancholie und Phlegma, die Temperamente alle vier und in bunteſter Miſchung Alles iſt vertreten. Und wie der vogelſprach⸗ kundige heilige Franziskus von Aſſiſi mit den Blumen und Sängern des Waldes ſich verſtändnißinnig unterhielt, ſo läßt ſich bei einiger Begabung an den Pilzphyſiognomien die Tauſendgeſtaltigkeit menſchlicher und thieriſcher Charaktere ſtudiren. |

Ein Zug aber geht durch faſt alle hindurch, der tragiſche Zug ephemeren Daſeins. „Heute roth, morgen todt,“ vielleicht ſchon in wenigen Stunden ein Fraß der gierigen Maden und Larven, die in ihnen nach Nahrung wühlen! Beſonders ganze Familien von Fliegen ſind es, namentlich die reichliche Familie der ſogenannten Schwamm⸗ fliegen, welche, wie der Adler das Aas, ſo die Pilze von weit her zu finden wiſſen. Sie legen ihre Eier dahin ab, deren auskommende Maden nun in tauſend Kanälen ihre Geburtsſtätte durchwinden und verzehren. Aber der Grund der raſchen Vergänglichkeit liegt nicht minder in ihnen ſelber. Denn aus nur loſe gebundenen Stoffen ſchießt ihr Leib in einer einzigen warmen Nacht raſch auf, beſonders aus Stickſtoffverbindun⸗ gen der Waldatmosphäre. Stickſtoffverbindungen ſind ja die loſeſten allezeit, wie denn auch alle uns dienenden Explofivftoffe darauf ſich

r N N « 8 12

1

gründen. Sie weihen darum die organiſchen Gebilde, denen ſie ein⸗

gewoben ſind, dem baldigſten Untergange.

Wie raſch das Werden und Vergehen iſt, wurde mir an einem Sommermorgen klar, als ich früh um 4 Uhr über einen Anger ging und überall einen Tintenpilz (Coprinus ephemerus) erſt kaum aus

hervorblicken ſah. Auf meinem Rückwege um 6 Uhr ftanden

ſchirmförmig entfaltet auf einige Zoll hohen, dünnen, glas⸗

gen Stielen; einige aber waren ſchon wieder dem Vergehen nahe.

dich um 8 Uhr an dieſelbe Stelle kam, hingen die Hüte ſchlaff

rab, triefend von tintenartiger Jauche, in die fie zerfloſſen. So läßt

ch binnen einigen Stunden von ihrem Entſtehen an ihr Wachsthum bis zum Vergehen beobachten.

Noch intereſſanter iſt die biographiſche Betrachtung über pittoresk 5 aufgeputzte Pilze, indem deren ſeltſamer Aufputz dadurch ſich auf ein⸗ = fachſte Weiſe als ganz natürlich erklärt. Solch ein Waldgnom in zier⸗ . rahlicher Galatracht, vor der wir bewundernd und fragend ſtehen bleiben,

a 05 etwa der rothe Fliegenſchwamm. Aus einem weißen Kelche erhebt

ſich der Strunk, und um feine Mitte hängt eine zierliche Manſchette; 5 den Rand des Hutes ſäumen weiße Franſen, und deſſen hochrothe

Oberfläche iſt mit ſchneeweißen Flecken beſtreut. Wer kennt das nicht! Aber all' der Zierrath erklärt ſich, wenn wir den Pilz bei ſeinem Wachſen in's Auge faſſen. Wie iſt es da? Aus einem ſogenannten Mayeeliumgewebe, das ſchimmelartig am Boden kriecht, ſproßt als erſter Infang des Pilzes ein nußgroßer eiförmiger Knollen, von einer ab⸗ öslichen Haut umgeben; dieſe platzt oben auf, und indem ſie ſelbſt als elch (Wulſtſcheide) halb in der Erde ſtehen bleibt, ſteigt der Knollen

ls ſtielartig ausgezogene Kugel daraus in die Höhe. Dieſe Kugel er⸗ weiſt ſich bei ihrem Durchſchnitt als ein eingerollter Schirm, der unten ſchon die ſtrahligen Samenblätter trägt. Er iſt noch durch eine weiße Hautblaſe, den Schleier, umhüllt. Beim ſchirmartigen Ausbreiten der Kugel aber reißt dieſer Schleier rings herum, ſo daß die untere Hälfte

tiger Streckung in Fetzen zerriſſen und läßt das Scharlach der Hut⸗ oberhaut zwiſchen ſich durchblicken. Der Hut ſtreckt ſich immer mehr,

und jene weiße Fetzen liegen ihm zuletzt nur noch als fleckige oder warzige weiße Flecke auf. Bei andern Pilzen fehlt die äußere Knollen⸗ laſe und demnach dem aufgeblühten Pilze die Kelchſcheide am Grunde; ei andern Arten iſt die den eingerollten Hut umgebende Blaſe (der Schleier) nicht häutig, ſondern ſpinnwebartig oder flockig oder auch jo gut wie gar nicht vorhanden. Je nachdem iſt auch der Zierrath des | enwanjenen Pilzes 1 oder 5 gar nicht vorhanden.

en: es iſt 5 Aber daß es io 95 it in der Natur ja nicht in ſeiner Art. Der Apfel und die Kirſche, ja die meiſten Früchte * 1*

c

8 2

„„ n 9 a 8

als ſogenannte Manſchette am Stamme hängen bleibt; dagegen bleibt ie obere Hälfte auf der Hutoberfläche kleben, wird bei deren ſchirmar⸗

)J // 0 c / N N ne ‚a 7 e , a er" VV Nr ER ae 5 * 4 I 7 Ne 5 5 75

56 2 1 v Ei

P 5 f

N as find im Prinzipe gar nicht anders gebildet, und es fieht nicht nur

| fo aus; es iſt das, was unſere ehrliche Hausfrau als Pilze kocht, in | | der That nichts Anderes als eine Frucht. Die Samen derſelben, bei

den Pilzen wie bei allen Cryptogamen, „Sporen“ genannt, ſind mikroskopiſch (meiſt kugel⸗ oder eiförmige Bläschen) und ſitzen zu My⸗ | riaden an den das Fruchtlager bildenden blätterigen Strahlen zu je vier } auf mikroskopiſch kleinen, vierarmigen Stielchen (Fig. 7 a); bei der Reife des Pilzes fallen ſie ab und Alles umher iſt davon dann farbſtaubig über⸗ | haucht. Bei den meiſten Bauchpilzen (Boviſten u. ſ. w.) befinden ſich g die Sporen im Innern, wo ſie ſich entweder ganz frei oder an einem das Innere des Pilzes ausfüllenden Gefaſer entwickeln (Fig. 7 b), und | wenn nun dieſe Pilze bei der Reife ſich (meift mit einem Löchelchen am | Scheitel) öffnen, ſo ſtäubt die feine Sporenmaſſe bei jedem Druck wölk⸗ chenartig heraus. Wiederum bei den Morcheln, Pezizen und einigen andern ähnlichen Gattungen beſteht das Fruchtlager aus mikroskopiſchen, dicht gedrängten Schläuchen, welche meiſt je 8 Sporen in ſich entwickeln (Fig. 70), welche durch Verwitterung oder Aufplatzen der Schläuchelchen frei werden. Darum iſt aber der Pilz nicht eine Frucht, die unver⸗ mittelt aus der Erde wüchſe! So ohne alle Umſtände zeitigt die Natur keine Früchte. Das, was wir Wurzel, Stamm und Blätter nennen möchten, iſt nur ſehr ſchlicht und einfach. Nach triftigen botaniſchen Gründen iſt nämlich Alles in Allem das ſchimmelige Mycelium dafür an⸗ zuſehen, das ſpinnwebartig über oder unter der Erde ſich wuchernd hin⸗ zieht, und woraus die Pilze als die freilich ſeltſamen Früchte anſchießen.

Somit iſt die Vielen unheimliche Geſtalt des Pilzes wirklich nicht im Entfernteſten unheimlich; ſie iſt eine Form ſo ſchön wie die des Apfels und läßt in Farbenpracht und zierräthlichem Behange keinen noch ſo phantaſtiſchen Wunſch unerfüllt. Man muß das freundliche Waldeskind nur einmal vorurtheilslos anſehen und ernſtlich feiner ſich

| freuen wollen. Man wird von Bewunderung erfüllt werden und ſich

; nicht ſatt ſehen können an den einfach edlen Formen und der jungfräu⸗

| lichen Zartheit aller Theile. Es bedarf dabei noch gar keiner Appel⸗ lation des Biscuites der aufgebrochenen Stücke an unſere Geſchmacks⸗ nerven.

Und doch trotz alledem, wer mag ſich aus reiner Naturfreude mit den Pilzen befaſſen, dieſen gleißneriſchen Circen, die, wenn ſie denn wirklich zu dem liebenswürdigen Pflanzenreiche gehören, doch deſſen ge- putzte Parias bilden und gegen die freundlichen Blumen genommen das ſind, was im Thierreiche die Reptile und Spinnen gegen das bunte, ſingende Vögelheer! Ein horror naturalis, ſo ſcheint es, tft

davor dem Menſchen eingeboren, ganz wie vor den Schlangen und Spinnen, vor denen die Natur durch einen innern Widerwillen uns warnen wollte. Ja, aber nur nicht eingeboren iſt der Widerwille,

ſo Stehen fie im Pflanzenreiche etwa auf gleicher Syſtemſtufe mit den prächtigen Corallenſtöcken, Meduſen und Quallen und ſonſtigen Weich⸗ eren der blauen Tiefe. Man muß die Meeresquallen nur mit eigenen igen beobachtet haben, um fie für lebendige Pilze, und dieſe für pflanzlich wordene Quallen zu halten. Die Schwammwurzel entſpricht dem

em naturökonomiſchen Werthe nach, indem fie als antiſeptiſche We⸗

bei den Aquarien die Erfahrung gemacht, daß dieſelben ohne Schnecken ncht beſtehen können und hat den Grund darin gefunden, daß faulige

ſehen die raſch und coloſſal aufſchießenden Schwämme, die darum auch auf verwitterndem Dünger und an mulmigen Stellen am häu⸗ baten vorkommen, im Herbſte vor Allem, wo eine Zerſetzung der pflanzlichen Gebilde vor ſich geht. Aber die Exhalationen der Pflan⸗ find verſchiedene, und fo haben denn auch die verſchiedenen Bäume e beſtimmten Schwämme; der Lärchenſchwamm kommt nur an den Lärchenbäumen vor, der Nadelwaldboden hat ſeine eigene Pilzflora und

axis hat es völlig erwieſen, daß die Trüffel nur in der Nähe von chenwurzeln gedeiht, und daß der Champignon in unumgänglicher hängigkeit vom Pferdedünger ſteht, weiß Jedermann. Was die höher ganiſirte Pflanzenwelt ausſtößt, das nehmen die Pilze auf und weben e niedriger organiſirten Gebilde daraus. Gewiß, es ſind nicht ver⸗

en der warmblütigen Thiere für den ſie ja nicht beſtimmt zu brauchen ſchädlich ſein können. So ſchlimm iſt es übrigens nicht! Ein Giftquell, vor dem alles Lebendige flieht, find fie vor Allem ht; ſelbſt den giftigſten Satanspilz (Boletus satanas) habe ich von Inſektenmaden ganz durchwühlt gefunden, und der Fliegenpilz, ſo⸗

vie der 1 ſind oft kaum halb aufgeblüht, ſo 4 ſich die In⸗

hnen et 1 11 ganze e uns ad Schwämme m Appetite verzehren ſehen.

tere find freilich keine Menſchen! Von dem Fliegenſchwamm es bekannt, daß er von nördlichen Völkern verſpeiſt wird, ja,

e ein ein berauſchendes Getränk daraus bereiten. Geringe Biſſen

5 nallenmunde, der Strunk dem Schlunde und der Hut dem Magen ind die Fruchtlamellen den Ovarien der Quallen. Auf dieſe Thiere 5 chten ſie auch, ihrem äſthetiſchen Werthe nach, hinweiſen. Und ebenſo die Exhalationen der Pflanzenwelt in ſich aufnehmen. Man hat

anzentheile von ihnen aufgenommen werden. Ganz denſelben Dienſt

njo der Buchen-, Eich⸗ und Birkenwald mehr oder minder. Die

ächtliche Weſen, wenn auch einzelne und gerade recht hochfarbige dem

ig bild ildet und anerzogen. Und nicht ben Reptilen ih 5 Spi Be: ier prechen fie. Das wäre nicht ſowohl zu häßlich als auch zu och gegriffen! Wenn fie einer Stufe des Thierreichs entſprechen ſollen,

\

A des Geſchnackes vom Botaniker richtig e Werder inne 11 0

außerdem zur vollen Charakteriſirung einer Pilzart auch die richtige Angabe des Geſchmackes gehört, ſo wüßte ich keinen giftigen Pilz, von den ich nicht zu dem Zwecke geringe Proben genoſſen hätte. Von no⸗ tttivriſch als giftig bekannten Arten habe ich gerade größere Stücke ge⸗ 5 noſſen und doch ſelbſt davon nie etwas Anderes, als eine bald vor- 2

übergehende Uebelkeit empfunden. Nur ein einziger Fall iſt mir vor⸗ gekommen, wo die bloße Ausdünſtung betäubend wirkte. Eine mir bis dahin unbekannte große Reizkerart mit rothem Hute und gelben La⸗ mellen, die ich auch in keinem der mir zu Gebote ſtehenden Werke angegeben fand, hatte ich mit nach Hauſe genommen, um eine genaue Diagnoſe vorzunehmen und ihn vor Allem genau abzuzeichnen. Er lag einfach vor mir, aber nach etwa einer Viertelſtunde 87 0 N damit wurde ich von Uebelkeit und Betäubung befallen, die mehrere Stunden währte, und von der ich erſt einen Tag nachher Pol frei wurde. 2 Auch in dem liebenswürdigen Blumenreiche giebt es ja giftige Mitglieder genug, und doch bringt dieſes Attribut 55 Oleander und Goldregen, die Ranunkeln und Anemonen, das Schneeglöckchen und die Narciſſe nicht im Entfernteſten um ihre Liebenswürdigkeit. Frei⸗ ligrath's „Der Blumen Rache“ malt in poetiſcher Weiſe die zwei⸗ felloſe Thatſache, daß der Athem des Blumenduftes ſelbſt der b x loſeſten ihres Geſch chlechtes betäubend und tödtend wirken könne. und dennoch ſind ſie 8 zärtlichſten Schutzes verſichert. 5 So ganz von Abneigung und Furcht gegen die Pilze iſt RR 3 doch das Volk nicht erfüllt. Nicht nur, daß faſt jedes Walddorf ſeine kundige Pilzſammlerin hat, welche, den Korb in der Hand, die Ge⸗ büſche durchkriecht und die benachbarte Landſtadt verſorgt, auch der Humor iſt im deutſchen Volke gegen dies wunderliche Pflanzenreich 25 losgelaſſen. Der Agaricus procerus mit ſeiner altfränkiſch würdi⸗ En gen Phyftognomte, durch feine Gröpe alle andern überragend, ift in deutſcher Zunge der „Schulmeiſterpilz“; der Steinpilz wird um jeiner Güte willen vieler Orten als der „Herrenpilz“ ausgezeichnet. „Sem⸗ melpilz“ und „Schafeuter“ und „Phallus“ ſind ſchelmiſch der Form abgelauſchte Namen; den „Brätling“ und „Schmerling“ läßt der hu⸗ moriſtiſche Name ſchon in der Pfanne braten und ſchmoren; das „Teufelsei“ e impudicus), der „Satanspilz“ (Boletus Sa-

tanas) und der „Speiteufel“ (Russula 1 ſind mit liebens 4 würdigem Spott dem ſchwarzen Vater ge gewidmet. Die ur⸗ alten Namen „Geißfuß“, „Eichhaſe“, Sunaaaher, „Todtentrompete“ „Kukumücke“ (Champignon) zeigen das ſinnige Einverſtändniß de

Volksgemüthes von Alters her mit den ſeltſamen Formen. Von ähnlich

ar

8 . 2 * 3 FREE 2

r

|

I

BEE PER 2

.

nd lateiniſchen Namen Kc. Lycogala, Suillus, Vul- inauf

Ae bis zur Barba Jovis

Ne Nicht anders als kindiſch läßt es ſich bezeichnen, wenn ein ſonſt

In ganz verdienter Mann ſchreibt: „Wer ſich zum Lobredner der Pilze aufwerfen wollte, hätte in der That einen ſchweren Stand. Rechnen bir einige wenige Gattungen ab, welche in der Haushaltung Verwen⸗ diung finden, wie die Trüffeln, Champignons, Morcheln u. ſ. w., jo kann man von einem Nutzen der ganzen Klaſſe füglich nicht reden. Bei Weitem die meiſten (!) größeren Arten ſind ſchädlich, ſelbſt tödt⸗

lich. Die glänzenden Farben einiger Gattungen flößen uns Mißtrauen

1 ein, weil ſie nur beſtimmt 0 ſcheinen, Unerfahrene anzulocken und zum

5 gefährlichen Genuß zu reizen, und ſelbſt die Orte, an denen ſie Mn ſen, erregen Grauen und Widerwillen.“

| Der Mann muß, obgleich er über Pilze gefchrieben, doch niemals welche gefunden noch beobachtet haben.

Wer aber an der Freude mit Auge und Gemüth nicht genug

hat, ſondern die Pilze für Küche und Tafel ſammeln will, nun, 5 der muß fie einfach kennen lernen, um keinen Mißgriff zu thun. Wun⸗ derliche Frage: welche ſind giftig, welche aber nicht? Weg mit aller allgemeinen Regel! Oder wer will eine allgemeine Regel aufſtellen,

worgn die giftigen Fliegen und Schlangen zu erkennen ſind, oder wo⸗ durch wir die narkotiſchen Blumen als ſolche unterſcheiden? Farbe,

5 Conſiſtenz, Geſtalt, 1 Geruch, das Alles gibt keinen allgemeinen 5 1 Stempel, den die Natur zu der Menſchen Nutz und Frommen ihnen aufgedrückt hätte. Selbſt der ſilberne Löffel, der beim Kochen durch ſſie ſchwarz werde, iſt nur ein gefährlicher culinariſcher Irrthum. 3 Aber es gibt ein ſchönes, manche Freude bereitendes Mifel, die guten FE und böſen wie Böcke und Schafe von einander ſcheiden zu lernen.

3

Wir müſſen ſie in Wald und Feld aufſuchen und genau betrachten, 1 en ihren Unterſcheidungszeichen, nach ihrem ganzen ſpecifiſchen Habitus kennen lernen, wie wir die Roſen und Lilien und Veilchen kennen und nie wieder verwechſeln. Viele werden wir dabei kennen lernen, die

freude, nebenher neue, verkannte Schönheiten dieſer Welt zu entdecken und mit den niedlichen Gebilden der Pilze bekannt zu werden, die 5 e unſer Fuß achtlos zertrat.

Aber es gibt auch rein praktiſche Naturen, die darüber nicht mit

ich rechten laſſen, daß es genug ſei, die Dinge der Welt nur bei ihrer Nützlichkeitsſeite zu faſſen. Ein einziger herbſtlicher Streifzug durch Kiefernhaide und Laubwald nach einem warmen Regentage kann ee aber für ihre culinariſchen Zwecke urtheilsfähig machen, wenn ſie,

zeugen für den Sprachkundigen auch ſchon die alten griechi⸗ 5

—ũ4—4—

d eßbar und nicht ſchädlich ſind. Aber es iſt eine echte Menſchen⸗

* * Y

SA

ae en

SE

gelblichem

dieſes Excurſionsbuch in der Hand folgende völlig hinreichenden Angaben beherzigen. | Aus der Reihe der Hutpilze ift die Zahl der eßbaren, die auf

keine Weiſe verwechſelt werden können, eben nur gering. Der Cham⸗

pignon (Agaricus campestris und arvensis) mit weißem oder

Hute iſt unverkennbar durch ſeine Manſchette und die in der Jugend roſafarbigen Lamellen; wenn dieſe im Alter violettbraun oder ſchwarzbraun werden und die Manſchette verſchwindet, läßt er eine Verwechſelung höchſtens mit unſchädlichen Tintenpilzen zu. Die ſämmtlich eßbaren weißen Maiſchwämme (darunter vor Allem der weich wie Handſchuhleder ſich anfühlende köſtliche Pflaumenpilz (Clitopilus Prunulus) mit herablaufenden Lamellen) find fleiſchig und ohne Manſchette, haben anfangs weiße, dann roſa werdende Lamellen und ſind von zartem, angenehmem Geruche. Die durchweg dotter⸗ gelben Gählinge (Cantharellus cibarius) mit dicken, herablaufen⸗ den Lamellen und pfefferartigem Geſchmacke munden Jedem und ſind

kaum mit dem dünnen, ganz weichen, roth angehauchten Cantharellus

aurantiacus zu verwechſeln, welcher verdächtig iſt. Die zierlichen Haäidemouſſerons (Collybia_scorodonia) mit pfenniggroßem, weißlichem bis fuchsrothem Hute und frappantem Knoblauchgeſchmacke ſind durch den Geſchmack wie durch den hornartigen, dünnen, roth⸗ oder ſchwarzbraunen Stiel mit keinem ſchädlichen zu verwechſeln; und

die wahrhaft wohlriechenden (etwa wie Mandelöl) Kröslinge (Colly-

bia esculenta und orcades) mit ocherfarbigem, bis thalergroßem Hute, die auf allen Angern, Wieſen und an Landſtraßen truppweiſe ſtehen, ſind dadurch keinem ſchädlichen auch nur von ferne ähnlich. Der gigantiſche, bis zwei Fuß hohe graubraune Paxaſolpilz (Lepiota pro;

Cera) mit dürrſchuppigem, tellergroßem Hute und derber, bewegli⸗

mm

cher Manſchette, hat ein zu wäſſeriges und geringes Fleiſch, um ſchmack⸗ haft zu ſein. Die Ritterſchwämme (Tricholoma equestre und andere Tricholoma-Arten), die vor Allem in Kiefernhaiden zahllos vorkommen, mit gelbem, braunem oder rothbraunem Hute, mildſchmecken⸗ dem, derbem Fleiſche, gold» oder citronengelben (nicht ochergelben) nie⸗ mals aderig verbundenen Lamellen, oft verbogenem, innen vollem und oft innen gelblichem Strunke, ohne Manſchette und ohne Kelchſcheide am Grunde, können mit keinem giftigen verwechſelt werden. Aehnlich find die auch eßbaren Seifenſchwämme (Tricholoma saponacea), aber mit weißen Lamellen und Stielen und derben, grauen, glatten Hüten. Von allen andern, vor Allem von den rothen, gelben, kirſch—⸗ rothen, weißen Reizkern (Russulae) (mit pergamentdiden, gel⸗ ben oder weißen einfachen Lamellen und ſehr ſprödem Fleiſche) und Milchnern (Lactarü), die beim Bruche tropfig milchen, und unter denen es köſtlich eßbare, aber auch die giftigſten Arten gibt, laſſe Jeder

m SL

D

e beim Sammeln, der ſie nicht als Botaniker nach ihren inen Unterſcheidungszeichen kennt; gerade durch ihren Genuß ſind die meiſten Vergiftungsfälle bisher vorgekommen. Unter den Boleten g Steinpilzen, Butterpilzen, Schmerlingen, Schafeutern) mit pröfem ruchtlager unter dem Hute ſind die giftigen durchaus unverkennbar durch den mennigrothen oder hochrothen oder hellroſaen Anhauch der Porenmündungen des Fruchtlagers. Eine höchſtens verdächtige, aber ſeltene Art hat große braune Poren und einen ſtechenden Pfefferge⸗ ſchmack; eine ſchwarzbläuliche Färbung des Fleiſches beim Bruche und

des Fruchtlagers ſchon bei der Berührung hat an ſich nichts zu be⸗

. ſagen. Dieſe maſſigen Individuen, die vor Allem in Kiefernhaiden wuaachſen, geben die reichlichſten Mahlzeiten. Die Hydneen, deren 9 Fruchtlager unten aus weichen Stacheln beſteht, beſonders eine maſſen⸗ 8 85 in Nadelgehölz vorkommende Art mit ſchwarzbraunem, grobſchur⸗ pigem Hute (Hirſch⸗, Habichtsſchwamm (Hydnum inbricatum), deſſen EN: ſtachelige Unterſeite rehfellartig ausſieht und ſo auch ſich gaaeh 155 Br. ſüämmtlich eßbar. Nicht ind! lle an Bäum ile. 5 Unter den „Keulenpilz en“ (Clavariaceen) ſind die benen igen "= | Morcheln mit ei⸗ oder kegelförmigem Hute und desgleichen die Hel⸗ bvellen mit faltig gewundener brauner Mütze die auserkorenen und 177 Alnperkennbaren Lieblinge der Gutf ſchmecker. Die einzige verdächtige Hlelvxella suspecta mit rede wäſſerigem Hute iſt ſehr felten und durch den ſüßlich widrigen Geſchmack unverkennbar. Die eigent- lichen Keulenpilze (Clavaria) kamen Bärentatze] find ohne

3 h EL N Wer

allen Hut und haben eine aſt⸗ oder geweihartige oder laubblätterige 1 Form und ſind von verſchiedenſter Größe; alle irgendwie ſo geformten | Pilze find ausnahmslos eßbar. Dieſelbe Ausnahmsloſigkeit gilt von den ſchneeweißen, kugel⸗ oder birnförmigen Staubpilzen (Bovista 5 und Lycoperdon), vom Volke Boviſte oder Katzeneier genannt. So groß oder ſo klein ſie ſein mögen, nackt oder mit Flocken und Stacheln beſtreut, geben fie, fo lange ſie jugendliches, weißes Fleiſch haben, ein 8 ſchmackhaftes Gericht; ſelbſt roh, mit Pfeffer und Salz genoſſen, ſind e Nicht zu erachten. In vielen Gegenden wiederum fällt es keiner 1 Renſchenſeele ein, fie für eßbar zu halten, anderwärts find ſie dagegen Lieblingsgericht Die Italiener verſpeiſen ſie unter dem Namen 1 | „Pettino’s“ ; ; mir ſelbſt haben fie in jeder Gegend in und außer 2 ei

32 4

' ren gemumbet, und vieler Orten hat man es meine Mahnung

gar nicht unwerth ſchätzen gelernt. Es iſt eine reſpectable Koſt. Zu⸗ mal der Rieſenboviſt vermag durch ein einziges Tremplar eine Familie mit Weib, Kind und Kegel zu ſättigen. Bekannter und geſuchter, aber uch ſeltener, bekanntlich faſt nur durch beſondere Spürkraft darauf bgerichteter Hunde aufzufinden ſind deſſen nächſte Anverwandten, die

Trüffeln, die ihrem innern und äußern Baue nach nichts mehr eee 5 er

und nichts weniger als Staubpilze find, nur härter und noch wohl⸗ ſchmeckender. Verwechſelt werden aber gerade ſie oft leicht und von Betrügern abſichtlich mit dem verdächtigen, innen ſchwarzblau werdenden Hartboviſt (Scleroderma vulgare), der in Scheiben geſchnitten faſt unkenntlich iſt und verkauft wird. Er kommt maſſenweiſe in allen ſandigen Gegenden in Wäldern und an Wegen vor, iſt aber in der

That mit der viel tiefer liegenden Trüffel nicht zu verwechſeln, zumal wenn man darauf achket, daß dieſe beim Durchſchnitt ein blaſſes, zart

marmorirtes Fleiſch hat, während der Hartboviſt in allen jenen Arten immer grobkörnig ſchwarzblau iſt. 5 Nach allen dieſen Andeutungen möchte es unmöglich ſein, Miß⸗

griffe beim Sammeln zu thun; es iſt aber durch dieſelben auch an die

Hand gegeben, diejenigen Pilze mit voller Sicherheit zu erkennen, welche durch ihren Wohlgeſchmack und ihr reichliches Vorkommen allerorten werth ſind, nicht überſehen zu werden. Ueber den gaſtronomiſchen

Werth nun ließe ſich freilich ftreiten; denn wenn fie auch von Gour⸗

mands allezeit eifrig begehrt worden find, und wenn auch daraus etwa, daß im Süden Deutſchlands und anderwärts in den Städten beſtimmte Marktplätze für den Pilzverkauf vorhanden ſind, die Popularität des Conſums ſich abnehmen läßt, ſo ſind doch immerhin die Geſchmäcke verſchieden, und bei manchen Pilzarten muß die künſtliche Zuthat ſicherlich die Hauptſache thun. Aber der Ernährungswerth läßt ſich weniger antaſten. Die verſchiedenſten nährenden Stoffarten ſind darin durch chemiſche Analyſe nachgewieſen. Beſonders durch die ſtickſtoff? haltigen Stoffe ſtehen ſie mit der Fleiſchkoſt auf faſt gleicher Stufe, wenn auch der Magen ganz andere Mühe hat, jene Stoffe zu be wältigen. So ſind ſie denn wenigſtens keine verächtliche Speiſe, zu⸗ mal fie ohne die Arbeit des Pflügers und ohne die Mühe des Säe⸗ mannes als eine freie Himmelsgabe die Waldgründe erfüllen, auf ſterilſten Angertriften und herbſtlichen Wieſen auf den Ruf einer einzigen Nacht hervorſchießen. Und das zu Zeiten in einer Menge, daß die ganze Dorfbewohnerſchaft davon ausſchließlich ſich ſättigen könnte. Ob aber die freie Himmelsgabe ſich nicht auch in die Feſſeln der Kultur bringen läßt? Richtig gehandhabt, muß es gelingen; aber wirkliche Ausdehnung hat doch nur erſt die Kultur des Champignon und der Trüffel gewonnen. In Frankreich, beſonders in der Umgebung von Paris, ebenfo in mehreren Provinzen Rußlands und auch in Deutſch⸗ land wird der Champignonbau mit großem Vortheil betrieben. Ein⸗ träglich iſt das Geſchäft. Ich weiß von einem Gärtner, der die Cham pignons den Winter über im Keller gezüchtet hatte und einen Reinge⸗ winn von 40 Thlrn. daraus erzielte. Aber noch einträglicher wäre es, wenn die Kultur der Steinpilze und Ziegenbärte auf dieſelbe leichte

Pfund raſch auſchießen. Die Sache hat ihre So.

= . Aber, wenn wir beſtimmte Pilze auf beſtimmte Waldreviere angewieſen ſehen, jo hat damit die Natur ſelbſt die Orte angedeutet, wo der Anbau ökonomiſch zu betreiben wäre. Und iſt ein Pilz einmal

im Garten. Er iſt aber auch leicht zu verpflanzen. So habe ich den

Re ne 8 Er a: f & 22 * 27 N u 7 1 *

nie ſich fanden, und ich habe fie jedes Jahr an dieſer Stelle in Un⸗ menge wachſend wiedergefunden. Die Wiſſenſchaft hat ſchon genug darauf hingewieſen, dadurch den unbenutzten Waldboden zu einem er⸗ giebigen neuen Nahrungsquell zu machen; aber ſowohl die Unkenntniß i der Pilze und ihrer Lebensbedingungen ſelbſt bei Forſtleuten als die 5

5

den Wind geredet ſein laſſen. Die Zahl der eßbaren und zugleich ſchmackhaften Pilze iſt durch die vorhin angegebenen, wie ſchon angedeutet, obenein noch lange nicht

5 führten ganz abzuſehen und doch ganze Körbe mit anderen zu füllen. Daneben allerdings gibt es noch unzählige, die nicht ſchädlich noch

5 verdächtig, aber doch nicht eßbar find. Wen gelüſtete nach den ſchwarz⸗

jauchig zerfließenden Tintenpilzen und braunlamelligen Wieſenlingen! Deer ſchamloſe Eichelpilz (Gichtmorchel), deſſen weißgelblicher Stiel mit grünſchleimigem Hute aus einem blaſſen, fauſtgroßen Gallert⸗Ei (dem ſogenannten Teufelsei) hervorwächſt, verleidet ſchon durch ſeinen ſüß⸗

a lichen Leichengeruch allen Appetit. Manche dem Niles,

ähnliche Tricholomen halten durch ihren gallebitteren oder ſtechend ſcharfen Geſchmack ab. Die blaßgefärbten oder ſchön roſa- und blau⸗ farbigen Helmpilze in zarter Schlankheit, wie die ſtahlvioletthütigen Braunlamellen und Roſalamellen und die ſaftſchimmernden Hygrophoren würden, abgeſehen von ihrer Kleinheit, wegen ihrer wäſſerigen oder ſchlüpfrigen Conſiſtenz uns wenig behagen. Andere, z. B. manche Nabelpilze mit kegelförmig aufgebogenem Hute oder die ocherlamelligen, gelben und rothbraunen Flammenpilze und Dermocyben haben ein zu Ziähes Fleiſch und gleich den derbgroßen, violettblauen Faſerſaumpilzen den allerfadeſten Geſchmack. 1 Alle dieſe Hunderte von ſchönfarbigen und geſtaltenverſchiedenen Pilzen wollen aber auch im Grunde nichts weiter, als daß wir ihrer uns freuen, etwa wie die Waldblumen uns freundlich anblicken, die außer ihrer Liebenswürdigkeit ja auch keine weiteren Vorzüge haben. 1 Wie dieſe gehören auch ſie vor Allem zum Walde, insbeſondere aber zum herbſtlichen Walde, aus deſſen Grunde fie zwiſchen den verwelkten

4 5 erſt reichlich vorhanden, fo kehrt er immer wieder und iſt nach meiner 5 vielfachen Erfahrung ſchwerer auszurotten als das ſchlimmſte Unkraut

| Steinpilz und mehrere Stachelpilze an Waldſtellen verlegt, wo ſie früher

Verkennung des zu erzielenden Nutzens haben bisher dieſe Hinweiſe in |

erfchöpft. Dem ſpeciellen Kenner ift es ein Leichtes, von den ange

BEN 8 2 5 2 8 ** e

K hervorbrechen.

een N fallenden Blättern, deren. Stelle nun ee 0 ſeltſame Flora des Herbſtes,

Dieſe ſämmtlichen Pilze nun, die in Wäldern, auf Driften, Be Grabeland, an Bäumen u. f. w. vorkommen, auf raſche, leichte und ſichere Weiſe kennen zu lehren, iſt die Abſicht vorliegender Tabellen.

8 Ihr Gebrauch bietet durchaus keinerlei Schwierigkeit und ſetzt weder

0 gelehrte noch botaniſche, noch irgend welche die Pilze betreffende Kenntniſſe voraus. Die Gebrauchsweiſe der Tabellen muß auf den erſten Blick

iuleuchten. Man kommt nämlich zunächſt auf die Gattung des Pilzes, den man draußen geſucht hat und ſich beſtimmen will, indem man in

der erſten (der größer gedruckten) Tabelle zunächſt die unter 1 ſtehenden

55 beiden Gegenſätze auf den betreffenden Pilz hin prüft. Man geht nun zu derjenigen Nummer über, auf welche die dem zutreffenden Satze an⸗

4 RR nn 3

4

gehängte Zahl verweiſt, und verfährt da wiederum ſo in Bezug auf

die daſelbſt ſtehenden Gegenſätze u. ſ. w. u. ſ. w. Endlich wird man ſo auf einen zutreffenden Satz kommen, dem ein latein. „Gattungsname“ angehängt iſt. Die dieſem lateiniſchen Namen nun beigefügte Zahl

weiſt auf die (kleiner gedruckten) Tabellen der Arten. Da nun ſchlägt man die betreffende Gattung auf und kommt daſelbſt durch dieſelbe |

Methode endlich auch auf die beſtimmte „Art.“ Nach nur geringer Uebung im Beſtimmen wird man die erſten Nummern in der Gattungstabelle bald gleich überſpringen können und z. B., wenn man einen Blätterpilz“) vor ſich hat, gleich bei Nr. 47 beginnen. Man wird bald auch die Gattung deſſelben auf den erſten Blick erkennen und z. B.

einen Milchpilz gleich in der Artentabelle unter der Gattung Galorrheus 4

aufſuchen. Dann ift von Mühe beim Beſtimmen gar nicht mehr zu

9 25 reden und man wird ſich den Pilz auf der Excurſion ſelbſt gleich be⸗ ſtimmen, was um fo mehr zu empfehlen iſt, da durch den Tran port nach Haufe mancher zarte Behang, manche loſe Bekleidung ſich

verwiſcht, manche Farbe verblaßt und überhaupt dieſer und jener Cha⸗

> es an Ort und Stelle ſich am beſten , läßt.

*) Es ſei hierbei bemerkt, daß ich die große Gruppe der Blätterpilze (von Nr. 47-88

——̃—̃—̃ —H—

der zweiten Tabelle), welche von den meiſten Autoren als die einige große Gattung Nee En Be werden, aus guten Gründen in viele Gattungen zerlegt, ihnen aber meift die Na⸗ men gegeben habe, mit denen man herkömmlich die Gattung Agaricus zu gruppiren P

als ein ganz abſonderliches Bolten % =

ur

Rz LEEREN 2

Gattungen.

a Samenſtaub maſſenhaft innen. ae umſchloſſene bis. . 5 von Birn⸗, Kugel⸗ oder Knollenform. (Figur 1—6.) *) 2.

äußerlich und nur wie angehaucht. Pilze von Schirm⸗ oder Dachform, becherig, lappig, kruſtig, ergoſſen, fädig, ei oder ftrauchartigsverzweigt. (Figur 8 u. f. w.) 19.

En Bauch- oder Staubpilze. a es Bis ein Fuß tief unter der Erde wachſende und daſelbſt meiſt g bverborgen bleibende harte Knollen. 3. 1

95 Auf der Erde, oft auch an Holz wachſende harte oder biscuitweiche er oder anfangs ſalbenartige Pilze von verſchiedener Form. 6. 2 5 3. Mit Wurzelfaſern netzartig überflochten. 5.

Ohne ſolche Wurzelfaſern. Selten. 4.

5 Innen aderig marmorirt, trocken, fleiſchig und ohne Haargeflecht. % Meist duftig und wohlſchmeckend. (Figur 1.) Tuber (Trüffel) 1. 5 5 . marmorirt, 1 und mit Haargeflecht Elapho-

; e bald breiig und ſaftflüſſig, fuchertg 19 1 Hyp een 89 1 Anfangs ſalbenartige oder ſchleimige Maſſen, welche bei der Reife zu Sporenſtaub erſtarren und dann zerfallen oder mit zarter En Be vmkleidet werden. Nur Se Holz an Rinde, 1 Moos u. . w. 7

Abbildungen ſtellen zum größten Theil beſtimmte Arten dar. Sie ſollen dem An 955 den Typus ganzer Gruppen veranſchaulichen.

9. In der Jugend meiſt Ente Schleimmaſſen. 12 ac Staub | meiſt düfter. Reticularia. 5. 1 In der Jugend meiſt ſcharlachrothe Klümpchen; dann kugelig, erbſenn bis kirſchgroß. Haut doppelt, d. h. unter der äußern papierarti⸗ Bi; gen noch eine äußerſt zarte, durchſichtige. Staub meiſt roſa. Tyeogala. 6. 1

a Anmerkung. Diejenigen Gattungen, bei denen die Schlee I reifend in oft zahlloſe heerdenartig neben einander ſte⸗ 5 hende winzige Einzelpilzchen von zierlichſter Röhren, Be: Birnen⸗, Apfel⸗ oder Keulenform zerfällt, welche Staub in enthalten, fie find abſichtlich in dieſem Buche weg⸗ Ba gelaſſen, weil fie wegen ihrer Winzigkeit nur den

Mikroskopiker intereſſiren können.

10. Aus einer innen gallertigen, bis fauſtgroßen Kugel ſtreckt ſich bad eine zellig8⸗poröſe Ruthe, die mit grün⸗ſchleimigem Morchel⸗Hute gekrönt iſt. (Figur 6.) Phallus. 18.

Innen nicht gallertig, ſich nicht ſo geſtaltend. 11. |

14. Die äußere Haut platzt bei der Reife ſtern⸗ oder kronenartig auf (etwa wie die rauhen Hüllkelche der Bucheckern) und breitet meiſt die Zinken ſternig aus, fo daß die innere papierhäutige Staubkugel offen liegt. 14.

ö Kein ſtern⸗ oder kronenartiges Aufſpringen. 12.

12. Die äußere (weiche oder zähe) Haut umſchließt bauchig oder net artig eine Anzahl kleiner (ſenfkorn⸗ bis erbſengroßer) ſelbſtſtän⸗ diger Staubpilzchen („Peridiolen“). Seltener. 16. 4

Der Pilz beim Durchſchneiden innen einförmig. 13. 1

13. Die äußere Haut lederartig, meiſt korkzähe, nie weiß; eine innere Haut iſt vorhanden. Das junge Fleiſch hart, nicht ſchneeweiß. Staub bei der gemeinſten Art blauſchwarz. Braune oder e ee meiſt ganz ungeſtielte Knollen von 0, % 0, m. Durchmeſſer. Scleroderma. 9.

Die äußere Haut acehrabfäuhthermeig, meist ſchneeweiß, oft darunter noch eine innere. Das junge Fleiſch biscuitweich und ſchneeweiß. Staub nie blauſchwarz. 17. i 14. Kirſch⸗ bis holzbirngroße, meiſt gelbbräunliche Knollen. Die außer: St. Lederhaut wird fternartig zurück eſchlagen, ſo daß die innere papierhäutig wan e een offen liegt, welche ſich dann am Scheitel mit einem Löchelchen öffnet. (Fig. 2). Geaster. 11. Nur etwa ſenfkorngroße Kügelchen, meiſt an faulem Holze. Die Außenhaut ſpringt kronenartig auf, worauf das bis dahin un⸗ ſchloſſene Innenkügelchen elaſtiſch herausgeſchleudert wird. er 4 durch eines der intereſſanteſten Pilzchen. 15. t RR

ER 1 5 5 rate wobei das at chloſſ ene 1 e Kkelbr. Staubkügelchen herausgeſchleudert wird. Sphaerobolus.12. 1 Die äußere Haut einfach, bei ihrem krugförmigen Sichöffnen ſchleudert fie die Kugel heraus. Thelebolus. 13.

16 Birngroße, meiſt in einen langen Stiel ausgezogene, am Scheitel,

Anregelmäßig aufreißende, anfangs faſt weiche Pilze. Innen

blätterig⸗zellig; in dieſen Zellen liegen erbſengroße, umhäutete Staubkügelchen (Peridiolenh. Polysaccum. 10.

Kaum 0,1 m. hohe, heerdenartig an Holz oder auf fetter Erde ver⸗ ſammelte holzzähe Pilzchen. Nach der Oeffnung von der Form einer zierlichſten Urne, und die weiß glänzenden linſenflachen Peridiolen drinnen geben derſelben das Ausſehen eines Neſt⸗

ceens mit Eiern. (Figur 3.) Nidularia. (Cyathus.) 14.

17. Auf bis fingerlangem, ſchwefelholzdickem Stielchen die nur etwas über erbſengroße Staubkugel; weiß. Tulostoma. 15.

0 Andere Größenverhältniſſe. 18.

18. Haut einfach, meiſt mit dicken (meiſt zierlichſt geordneten) Stachel⸗

5 chen, flockigen Schüppchen oder kleiigen Flocken dicht beſetzt.

Meiſt birn⸗ oder kreiſelförmig, auch wohl in 1 Stiel ausge⸗

zogen; weiß, gelblich oder bräunlich, 0, 1—0, . Durchmeſſer.

(Figur 4.) Ly coper don. 16.

Haut doppelt, die äußere brüchig und meiſt bald ſtückweiſe ſich loslöſend, nackt und glatt. Kugel- oder nierenförmig, ohne

5 allen Stiel, ſchneeweiß. Bis zur Größe eines Taubeneies.

1 (Figur 5.) Bovista. 17.

19. Der Pilz bildet meiſt einen geſtielten oder ungeſtielten Hut, (oft nur eine ergoſſen⸗ angewachſene Kruſte) der auf feiner Unter⸗ ſeite beſetzt iſt mit ſtrahlig geordneten Blättern (Lamellen), gedrängten Röhrchen, Zähnen oder Stacheln. (Fig. 21 u. ſ. w.) 38.

einen geſtielten (wellig⸗faltigen oder zellig-grubigen) Hut aber ohne ſolchen Beſatz auf der Unterſeite (Fig. 19 und

20). 34.

E keinen Hut, iſt vielmehr ſtengel⸗, keulen⸗ oder geweihartig (an der Spitze höchſtens kopfig verdickt) oder ſtrauchig⸗veräſtelt oder

häntig⸗ becherförmig u. ſ. w.; alle ſeine Seiten ohne jenen

Beſatz, höchſtens ſtaubig. (Figur 818.) 20.

= Keulen⸗, Aſt⸗ und Hautpilze. 20. ales gur, Subſtanz, welche trocken einſchwindet und feucht

nr

e dic uff, wens k, mige en 21. e Lederzähe oder ecbarſtäſchig Kinds: oder fertige), we ſchwellende noch zitternde Subſtanz. 22. 21. Keulige oder wogigfaltig ergoſſene Maſſen. Tremella. 195 4 7 Ohr, Muſchel⸗ oder Schüſſelform, auf der Unterfeite druf auh 5 oder filzhaarig. Exidia. 20. GSHleeſtilte, meift hängende Glöckchen. Sehr ſelten. Cyphella. 21. . 5 . Pilze mit Stengel⸗Character: bloße Stiele (am Gipfel ot 1 kopfig verdickt), Säulchen, Keulen oder Zweige, oft gabelig oder ſtrauchig veräſtelt. (Figur 8—11.) 23. 5

! 5

ker

Pilze von ſcheibiger oder becherig vertiefter Form, oder begell er⸗

5 goſſene Kruſten. (Figur 12— 18.) 31. 5 223. Auf abgeſtorbenen Kräutern, an modernden Blättern. Binzige ober doch fadendünne Pilzchen.) 24. —9

Auf der Erde oder an Holz. 25.

Auf andern Pilzen oder auf todten, in der Erde ruhenden Schneller lingsconcons, auch zwiſchen modernden Tannennadeln. Die bis fingerhohen (meiſt gelben) Keulchen ſind von geordneten heren dunkleren Punkten rauh. Selten. Cordyceps. 22.

. 24. Nur bis 0, % m. hoch, weiß oder roth. Pistillaria. 24. ER Mindeſtens ſtecknadelhoch, gelblich oder gebräunt. Meiſt auf einem BER kleinen Knollen ſich erhebende, fädige Keulchen. Typhula. 25. 25. Knorpelig⸗gallertig, trocken hornartig erhärtend, meift dottergelb und,

klebrig. Calocera. 26. 5 Nicht klebrig und meiſt von anderer Färbung. 26. N

3 An

15 26. Holzige, braunſchwarze und ſchwarze, anfangs gegen die Spitzen hin weiß beſtäubte Arten. Hypoxylon. 23. 1 Eßbar fleiſchige Pilze; gelblich, weiß, grau, röthlich u. |. w. 27.

27. Der Gipfel des Keulchens oder der Aeſte ziemlich plötzlich f, ſpaten⸗ oder blattförmig verbreitert. 28.

Höchſtens ganz allmählig vom Grunde auf verſtärkt. Stielig u keulige, gabeläftige oder korallenſtockartige Gebilde. Cla varia. 27.

28. Ein maſſiger aber reich veräſtelter Pilz mit arabesten-blatta verbreiterten Aſtſpitzen. Sparassis. 28. f

Meiſt ganz unveräſtelte, einfache, am Gipfel aber a kopfförmige Keulchen. 29.

er düſter RR ſchwarzbraune oder grüne Arten. (Figur 11.) Geoglossum. 29.

5 x Gelbe, gelbröthliche, höchſtens roſtbraune Arten. 30. 75 9 30. Gipfelkopf eiförmig den Stiel umſchließend. Mitrula. 30. 5 E 5 ſpatenförmig vom Stiel durchſetzt. Spathulea. 31. Be

31. Wachsfleiſchig⸗eßbar (wenigſtens die größern lohnen das Verſpeiſen.) Reguläre einzelne Scheibchen, Näpfe, Kreiſel, Kelche, Trompeten oder Ohrenmuſcheln. (Figur 12— 15.) 32. Kork⸗ oder holz⸗ oder lederzäh. Allenfalls anfangs weich. Meiſt unregelmäßig ergoſſene oder fächerförmig ausgeſpreizte Gebilde; wenige ſind geſtielt oder von regulärer Form. 33. „Mächtige, fingerhohe und bis auf den Grund über fingerdicke und hohe Füllhörner oder Schläuche. Craterellus. 33. Meiſt ungeſtielte (wenn geſtielt, ſo doch nicht bis auf den Grund des Stieles hohle), anders geformte, meiſt äußerſt kleine und zum Theil an Holz, abgefallenen Aeſten, Krautſtengeln und modernden

FEN Pe Pi N

do

ke a Blättern ſchmarotzende Arten. Peziza. 32. ; 33. Mit glattem oder warzigem oder fonft etwas höckrigem Frucdtlagr, * das durch die austretenden Sporen angehaucht erſcheint. Die F. meiſten Arten ergoſſen⸗kruſtige Ueberzüge bildend, viele anfangs

55 ſchimmelartig oder talgweich, dann leder- oder holzartig erhärtend;

. nur einige geſtielt. (Fig. 16—18.) Thelephora. 34. |

Das Fruchtlager wäſſerig tropfend, oder mit ſtachelartig verlängerten

5 Warzen oder Zähnen. 35.

34. Holzig, leder⸗ oder korkartig, oder doch fo erhärtend. 33. FPleiſchig⸗häutig. 35.

35. feld oder becherartig vertiefte einfache Haut, abwärts ſtielig aus⸗ gezogen. 32.

Nicht becher⸗ oder kelchförmig, aufgeblaſen⸗hohl, Stiel deutlich aabgeſetzt. 36.

36. Wogig⸗faltige Mütze. 37. 5 Kegel- oder eiförmiger Hut, zellig⸗grubig, meiſt mit hohen Längs⸗ 5 And Querrippen. (Figur 20.) Morchella.*) 37. | 3 Pr Su wenig über pfennigbreit, feucht ſchmierig⸗ſchlüpfrig. Leotia. 35.

m mindeſtens thalergr., nicht ſchmierig. (Fig. 19.) Helvella. 36.

50 Hut auf der Unterſeite mit Warzen, Stacheln, Nadeln oder zähnig FBeertheilten Lamellen. (Figur 21, 22.) 39.

Er =) Aus er weißlichen Kugel hervorbrechende, ekelhaft Be riechende Arten mit

72 e Morchelhute gehören zur Gattung Phallus (Fig. 6

St 9197 der lane mit t ſeitlch e sußilofen. r deren Mündungen der Unterſeite des Pilzes ein nadelſtichiges netz⸗ oder labyrinthartiges Ausſehen geben. (Figur 2325.) Per mit ſtrahligen Blättern, den ſogenannten 1

in einigen Fällen mit mehr oder minder ſtarken Ad ec 5

Ang en. 47% | Stachelpilze. 39, Das Fleiſch ſaftig, der angebrochene Pilz innen wie friſches Rind fleiſch anzuſehen und anzufühlen. Aus anfänglichen Wärzchen entſtehen die Stacheln, welche geſchloſſene Röhrchen find. Nur an Dülmen, ſtiellos, groß, zungenförmig. 43. Bi | und die Stacheln oder Zähne ganz anders. 40. 40. Nadelartige, meiſt weiche Stacheln, wodurch die Hutunterſeite meiſt bürſtenartig ausſieht und ſich anfühlt. Eßbar fleiſchige oder leder⸗ und korkartige Pilze. Auf der Erde und an Hölzern. | (Figur 21,22.) Hydnum. 41. | 2 Stacheln nicht nadelartig. Der Pilz von lederartiger Conſiſtenz, 9 | nie geftielt. Nur an Hölzern. 41. . 441. Flache Zähne, deren Reihen eigentlich nur zähnig getheilte Lamellen | 19 find. JTpeX. 40. Feſte eckige Stacheln oder Warzen. 42. 442. Die Warzen oder Stacheln tragen an der Spitze ein Borftenbndel, \ Ä Odontia. 38. 0 5 Eckige, an ihrer un od. flaumweiche Stacheln. Radulum. 39. |

Löcherpilze.

43. Das Fruchtlager beſteht aus unverwachſenen, e %

uk mündungsloſen Röhren; mit abtropfender ſäuerlicher Flüſſigkeit.

. Hut ſaftig, im Bruche wie rohes Rindfleiſch eh und an⸗ 5

zufühlen. Fistulina. 42. aus zu einer Schicht verwachsenen Röhrchen Se labyrinthartigen Faltungen oder aus irgendwie löcherigen oder

arubigen Vertiefungen. 44.

44. Das Fruchtlager beſteht aus Röhrchen, deren Minde Kehre Unterſeite ein nadelſtichiges oder maſchenartiges Ausſehen 1 Geſtielte oder ungeſtielte Pilze auf der Erde oder an Holz. 45.

aus aderäftigen Falten und eee Gänge

Nur an Holz und ungeſtielt. 46. f

45. Zumeiſt an Bäumen wachſende Pilze; wenn auf der Erde, ſo 5

der Stiel veräſtelt oder ſeitenſtändig, oder es iſt der ganze P lederzähe. (Figur 1 Polyporus. 45. a

SE .

uf der Erde wachſende, eßbar⸗fleiſchige Si mit central / digen Stiele. (Figur 25.) Boletus. 46. 46. Das Fruchtlager meiſt gabelfaltig od. buchtig od. us einfache Lamellen. Hut nie weiß. Der ganze Pilz korkig u. trocken. Daedalea. 44. Das Fruchtlager mannigfach gefaltet oder grubig⸗löcherig, gegen den HButrand hin netzaderig. Hut vielfach weiß, oft lappige Kruſten bildend. Der ganze Pilz vielfach feucht, tropfend oder knorpelig⸗ gallertig. Merulius. 43.

Blätterpilze.

} der oder korkzähe, ungeſtielt an Baumſtämmen oder Se werk anſitzende Pilze. Die Lamellen labyrinthartig buchtig oder

löcherig gefaltet oder (beſonders gegen den Hutrand hin) gahelig;

fächelartig getheilt. 46.

Fleiſchige oder häutige Pilze. Sind fie leder- oder korkzähe, jo find fie doch entweder (central- oder feitlich-) geſtielt oder die Lamellen find unveräſtelt⸗ſtrahlig (höchſtens in ihrem Grunde aderig verbunden oder nur hie und da einmal gegabelt.) 48.

Lamellen alle gleichlang (höchſtens je eine kürzere am Rande dazwiſchen) pergamentartig, aber dabei ſteifzerbrechlich, frei oder angewachſen, nicht herablaufend. Der Hut flach ge⸗ wölbt, dann ausgebreitet, anſehnlich, ſpröde ſtarr, von meiſt

greller (bei den gemeinſten Arten kirſchrother oder roſaer) Farbe;

Hutrand nie eingerollt. Stiel derb⸗fleiſchig, mindeſtens bleiſtiftdick, aber bis weit über daumendick, gedrungen, voll,

nackt, glatt, ſtarr. In Unmenge truppweiſe in allen Wäldern.“)

(Figur 26.) Russula. 73.

Lamellen mit verſchieden⸗ (drei⸗ bis vierfach⸗) langen untermiſcht. Hut und Stiel anders. (Sind die Lamellen gleichlang, ſo f ſind es kleine fleiſchloſe Arten, deren Hut faſt nur eine zarte 19 5 und deren Stiel höchſtens ſchwefelholzdick iſt.) 49.

**) Sporenſtaub gelb, braun oder ſchwarz (ebenjo früher oder ſpäter die Lamellen, obgleich dieſe anfangs oft weißlich, roſa u. ſ. w. find.) 50. E roſa (früher oder ſpäter meiſtens auch die Lamellen roſa, 55 obgleich dieſelben anfangs grau, gelblich, bläulich, beſonders häufig . aber weiß ſind). 70.

Net man eine einzige Art und dadurch den Habitus dieſer charaktervollen Gattung, nan diefe nie wieder verwechſeln.

Farbe des Sporenſtaubes erkennt man, wofern nicht die mit demſelben ange hauch⸗ u fie ſchon genugſam zeigen, wenn man die Pilze (am beſten ohne Stiel) auf ies Papier legt; nach wenigen Stunden iſt der Sporenſtaub N

© elf 0 ja 155 grau, EN u. 9 w. HRG And ie 17 5 durch de en weißen Sporenſtaub einen weißen Reifanhauch erhalten.) 76.

50. Die Lamellen werden ſchwarz oder braunſchwarz und sie 5 8 fließen ſammt dem Hutfleiſche als ſchwarze Jauche. Zarte oder derbe Pilze; meiſt auf oder in der Nähe von Dünger, oft büſchelig⸗raſenweiſe am Grunde morſcher Bäume. Hut weiß, grau, ochergelb od. gebräunt. Stiel weiß od. blaß. Cop rinus. 47. i L. u. Hutfleiſch nicht zerfließend, höchſtens die Lamellen ein wenig. 51. 51. Stiel oberhalb mit einem häutigen, faſerſchuppigen oder b 1 Ringe, oder der ganze Stiel (u. Hut) ſparrig⸗ſchuppig bekleidet. 67. DOhne ſolchen Ring. 52. 1 52. Lamellen gabeläſtig (fächelförmig) getheilt (Figur 27) und 95 f . Hut feucht ſchmierig. Ziemlich anſehnliche Pilze. 58. einfach, d. h. nicht äſtig getheilt (höchſtens hie und da einmal = eine einzelne jo.) 53. N 53. Die Lamellen verfeuchten ſich zur Zeit der Reife meiſtens und zer⸗ 73 fließen dann oft ein wenig; ſie ſind anfangs blaß und ver⸗ färben ſich düſterfarbig: ſchwarzgrau, ſchwarzbraun, purpur⸗ oder violettbraun oder umbrabraun (nur bei ganz wenigen Arten mit zerfließlichen Lamellen find fie lehmgelb.) Hut meiſt mürb⸗ gebrechlich und mit flimmerigem Schein; ſein Rand auch anfangs nicht eingerollt, höchſtens etwas eingebogen. Stiel hohl. Das Fleiſch von wäſſeriger Conſiſtenz. Meiſt in der Nähe von verrottetem Viehdünger, daher auf Triften, an We in 8 Gärten u. ſ. w. 54. SEN Die Lamellen verfeuchten ſich nicht, fondern vertrocknen nach ee Zeit der Reife; fie find lehmgelb, roſtbraun oder zimmet⸗braun (höchſtens anfangs purpurdunkel.) 59. 5

5 3 c Dung⸗ und Wieſen-Blätterpilze. Se 54. Lamellen ſchwarz (ohne braune oder violette Beimiſchung) oder grau (oft grau und ſchwarz geperlt.) Coprinarius. 48.

lehmgelb, braun, purpurbraun= od. purpurviolettſchwärzlich. 55.

55. Hut dotter= oder goldgelb, farc meiſt chatergroß und darüber. Stiel meiſtens fingerhoch, 0, 0 2— dick. 5 Lamellen lehmgelb oder roſtbraun werdend. Bolbitius. 49. 1 Andere Färbung. 56. er

56. Stiel weiß oder weißlich. Hut vielfach weißlich oder 2 meiſt glimmerig bekleidet, von wäſſerig-mürber Ae mellen angeheftet. Psathyra. 50.

matt gefärbt, nur bei einigen Arten weißlich. Hut nackt,

nie weißlich. Lamellen breit angewachſen, oft etwas herablaufend,

7. Fleiſch derb, ſchwefelgelb, oder weiß und von bitterem Geſchmack, oder doch der Hut (und meiſt auch der Stiel, der nie nackt weißlich iſt) ſchwefelgelb oder orange. Faſt nur am Grunde alter Baumſtämme. HyphOIL Oma. 52.

Nirgends ein ſchwefelgelber Ton oder ein bitterer Geſchmack. Nie an Baumſtämmen. Psilocybe. 51.

Braunſtaubige Blätterpilze.

Hutrand immer ſehr eingerollt. Hut ſehr fleiſchig, wohlriechend, innen gelblich. Lamellen ziemlich dicht, vielreihig, zart, beim Druck ſich verfeuchtend und dunkelfleckig, hinten netzaderig. Rhy- mo vis. 65. f f ſcharf, nur etwas eingebogen; Hut wäſſerig fleiſchig, geruchlos. Lamellen ſehr weitläufig, mit ſchwärzlichem Samenſtaub. Schleier ſchleimig⸗häutig. Nur in Nadelwäldern. Gomphidius. 64.

Hut ſtiellos oder ſeitlich in einen Stiel ausgezogen, oft lederzähe. Nur an Bäumen oder Holzwerk. (Fig. 33.) Cre- pidotus. 54. 8

central geſtielt. Auf der Erde oder an Bäumen, oft am Grunde derſelben. 60.)

5 60. Hut etwa pfennigbreit, auf etwa fingerlangem, dünnem, mäfferig- gebrechlichem (oder knorpelig röhrigem) Stiele. Alſo kleine, ſehr ſchlanke Pilze. 61. 1 meiſt größer, auf fleiſchigem, feſterem, weniger ſchlankem

Stiele. 62. 1. Hut tief⸗ oder flachglockig, oft fingerhutförmig, mit geradem RNande, ganz fleiſchlos; wie der Stiel wäſſerig mürbe oder zerbrechlich. (Fig. 28.) Galera. 55.

x

Die in Nr. 60—66 enthaltenen Gattungen klar zu unterſcheiden, hat von je den Syſte⸗ matikern viel Noth gemacht. Ich denke, daß nach meiner Aufſtellung kaum ein Irrthum mehr stattfinden kann. Es jet aber noch bemerkt, daß man zwei Hauptgruppen unterſcheidet. Näm⸗ ich die unter Nr. 60—64 enthaltenen Gattungen (Galera, Naucoria, Hebeloma, Flammula, oeybe und auch Pholiota) machen die als „Hautpilze“ (Derminus) bezeichnete Gruppe aus: ren Charakter iſt ins beſondere ein faſerhäutiger Schleier, deſſen Fetzen oft eine zeitlang am trande hängen bleiben. Die unter Nr. 65, 66 enthaltenen Gattungen bilden ferner die als

„Spinnewebfadenpilze“ (Cortinarius) bezeichnete andere Gruppe; deren Character ift beſonders ein ſpinnewebfädiger Schleier, den man beſonders bemerkt, wenn der Hut ſich anfängt auszu⸗ n, wo denn zahlloſe Spinnewebfäden vom Hutrand zum Stiel (abwärts) ſich ſtrahlig hin⸗ en, ſie verſchwinden aber bald völlig.

10 ziemlich dach ae it 1 ken be gebogenem b n etwas fleiſchig⸗biscuitartig; Stiel meift zäh Enorpelig, 805 20 N Naucoria. 56.

i 62 Lamellen tropfend, von den braunharzig werdenden Tröpfchen ihre Schneide punktirt. 115 meiſt blaß iſabellfarbig. Hebe- loma. 58. iu

ohne ſolche Tröpfchen. 63.

63. Stiel ſchwefel- oder goldgelb oder gelblich; Hut auch gelb oder

25 fuchsroth oder gebräunt, bei feuchter Luft meiſt erg innen meiſt gelb. Geſchmack meiſt bitter. Zum größten Theile am Grunde von Bäumen, geſellig, meiſt büſchelig wachſende Pilze. | Flammula. 59. |

Stiel nicht gelb. Wenn in einigen ſeltenen Fällen der Stiel doch 3 gelb, der Geſchmack bitter oder der Hut klebrig ift, jo iſt doch der Stiel bauchig oder am Grunde kreiſelförmig derb verdickt oder auch klebrig oder irgend ein Theil des Pilzes hat eine violette oder blaue Färbung. Ausſchließlich auf der Erde lebende Pilze. 64.

64. Hut mit dichtfaſeriger oder dickfilzi iger angewachſener, bald ER längsriſſiger Oberhaut, oder mit zottigen, am Scheitel eit re ſparrigen Schuppen rauh bekleidet. Weder derbmaſſige, noch ſchlanke Pilze. Nirgends violett gefärbt. (Fig. 30.) Inocybe. 57. meiſt kahl oder dünn faſerig und ſchuppig, nicht riſſig geſchlitzt. 65. 50

x 65. Hut und oft auch der Stiel bei feuchtem Wetter e bene 5 5 oder klebrig überzogen. My xacium. 63.

nur feucht, weder ſo ſchleimig noch klebrig. 66.

e weiß, weißlich (oft bräunlich etwas angelaufen), violett 1855 bläulich. Hut bei mehreren größeren fleiſchigeren Arten table oder violett. Leucopus. 61.

irgendwie bräunlich oder braun oder gelblich. Weder be noch Hut lila, blau, violett, auch nicht irgendwie mit violettem Scheine. Zuweilen Geruch nach Rettig. Raphan oz 0 n. 62.

67. Nur auf der Erde, meiſt gern in der Nähe von verrottetem bac. dünger in Wäldern, auf Wieſen, an Wegen. 68.

Nur an Bäumen, meiſt am Grunde derſelben. Der Stiel ſparri ſchuppig, gelblich oder bräunlich, voll. Hut gelb oder braun,

faſt durchweg mit ſparrigen oder eingewachſenen Schupp dicht bekleidet. Lamellen blaß (gelblich oder bräunlich), dann oder zimmetbraun. Faſt ſämmtlich ſehr derbe Pilze. (Fig. 3 Pholiot a. 60. 1

ER

; 1 3

8

REN

*

3 fol

Nr N

herablaufend, ſehr weitläufig, phidius. 64.

E anders, beſonders einfach; Samenſtaub meiſt braun. 69. j

85 69. Lamellen ſich verfeuchtend und meiſt etwas zerfließlich, wu anfangs meiſt hellroſa, roth oder grau, dann braunſchwarz,

ſo iſt der Hut und meiſt auch der Stiel ſpangrün. Manſchette

ſchlaffhäutig, meiſt hängend. Auf Grasplätzen, Triften, an Wegen, in lichten Wäldern, gern in der Nähe von verrottetem Viehdünger. lit a. 53.

Erde lebenden Arten von Pholiota.“) 60.

Roſenſtaubige Blätterpilze.

die Lamellen, bis fie roſa bereifen. Meiſtens größere, fleiſchige, eßbare Pilze. (Nur bei einigen ſeltenern Arten ſind die Lamellen

der Stiel nicht röhrig.) 71.

flockig erfüllt), ſtets gefärbt (meiſt grau, graugelb, gelblich, braun u. a.); Lamellen nur bei wenigen Arten anfangs weiß, meiſt mit grauem, gelbem oder bräunlichem Tone. Alles kleinere

wäſſerigem Hute. 74.

71. Lamellen weit am Stiele e Clitopilus. 69. 72.

Nur an Baumſtämmen oder (ſeltener) doch in der Nähe derſelben. Eluteus. 71.

m auf Erde, meiſt auf Grasplätzen. Entoloma. 70.

nd as eingebogen, eingekrümmt. | but über. Eci lia. 66.

Der Stiel geht in den

uche 15 eventuell unter dieſen Gattungen.

X gabeläſtig, mit ſchwarzem Samenſtaub. Hut kreiſelförmig. Schleier ſchlei⸗ 5 5 Nur in Nadelwäldern. (Fig. 27,0.) Gom-

vertrocknend; nie mit den genannten Farben. Die auf der

70. Stiel fleiſchig, meiſt auch fleiſchig⸗voll, weißlich oder weiß; ebenfo 1

oder der Stiel gefärbt, aber dann iſt der Hut ſehr fleifchig und

knorpelig und röhrig (d. h. innen hohl geglättet oder ſeiden⸗

E ſchlankere Pilze, mit faſt fleiſchloſem, meiſt knorpeligem oder

Hut genabelt, ſein

555 einigen Arten von Leucopus und Raphanozon iſt ab und zu ein Ring vorhanden.

ſchwarzviolett oder grünſchwarz; ſind oder werden ſie roſtbraun, 5 a

allen höchstens mit einem Hulchen e etwas e herableufend So ange⸗ wachſen, meiſt aber frei. Hut glockig, dann ausgebreitet, Hut⸗ 5 rand oft gerade. Hut und Stiel innerlich geſchieden, d. h. dern Stiel dem Hute gewiſſermaßen nur angepfropft angewachſen (das 3 zu erkennen, halbire man den Pilz ſenkrecht). 57. 0

75. Hut mit Faſerſchüppchen bekleidet, beſonders ſein Scheitel; Sn a“ rand anfangs eingebogen, faſt eingerollt. Leptonia. 68. kahl, meiſt ſeidig glänzend; Hutrand nicht eingekrümmt, von Anfang an dem Stiele anliegend gerade. No lane a. 67.

f Weißſtaubige Blätterpilze. Br

76. Lamellen dicklich, gabelig (fächelig) getheilt (Fig. 27), oft ge gen den Hutrand hin aderig verzweigt (oft ſind es kaum La⸗ mellen, ſondern nur aderige Anſchwellungen).“) (Fig. 27, a, b.) Cantharellus. 74. 5 ER unverzweigt⸗ſtrahlig, höchſtens am Grunde, d. h. in den Ver⸗ 0 tiefungen, queraderig verbunden. 77. 2

77. Der (meiſt muſchelförmige) Hut in einen ſeitlichen Stiel asg 5

N oder der Stiel fehlt ganz. An Bäumen oder am Grunde alter | Baumſtümpfe. (Fig. 33.) Pleurotus. 75. 925

Der Stiel iſt central, d. h. er trägt den Hut unter deſſen Mitte. 78.

78. Der Stiel erhebt ſich aus einer lappigen, wulſtartigen Scheide; er trägt abwärts eine hängende häutige Manſchette, oder der Hut iſt mit weißlichen Fetzen oder Warzen beſetzt. Repräſentant iſt der gemeine Fliegenpilz. (Fig. 45.) Am a- nita. 88. a

hee Wulſtſcheide und ohne ſolche angewachſen⸗ hängende Man⸗ ſchette, zuweilen aber mit einem Ring. Der Hut faſt nie mit ſolchen 1 Warzen. 79. 3 79. Beim Bruche tröpfelt aus der Bruchſtelle eine meiſt weiße oder gelbliche aber auch andersfarbige Milch. Lamellen meiſt weit herablaufend. Stiel fleiſchig und voll, ungeſchieden in den flei⸗ ſchigen Hut übergehend. Faſt durchweg ziemlich anſehnliche Pilze. 5 In Wäldern. (Fig. 41.) Galorrheus. 84. N nicht milchend (oder es find kleine helmhütige ſchlanke Pilzchen mit kaum ſchwefelholzdicken, kleinfingerlangen, röhrig⸗ hohlen Stielchen, welche angebrochen Milchtröpfchen ausſickern.) 80.

*) Ein Repräſentant iſt der durchweg dottergelbe, fleiſchige, pfeffrig e in allen Waldungen ganz gemeine, meiſt kreiſelförmige „Gähling.“ Die 1 andern Arten ii zarthäutig, fächelförmig in einen ſeitlichen Stiel ausgezogen und ſelten. N

(die Flocken ziehen ſich dann kleiner oft bis an den Stielgrund, und oft iſt der ganze Stiel mit ſparrig abſtehenden Schuppen bekleidet) oder häutigen (aber dann nicht angewachſenen oder ſchlaff herabhängenden) Ringe. Dieſer Ring zuweilen allerdings ſehr vergänglich und dann nur in der Jugend wahrnehmbar. Hut meiſt 15 klebrig oder ſchuppig. 81.

e ganz ohne Ring und auch nie durchweg mit ſparrig abſte⸗

. henden Flocken oder Schuppen bekleidet. 82.

81. Stiel fleiſchig voll, ungeſchieden in den Hut übergehend; Lamellen 5 breit angewachſen, meiſt ſtrichförmig herablaufend. Hut meiſt klebrig in feuchter Luft, ſelten weiß. (Fig. 43.) Armillaria. 86. Stiel röhrig hohl, vom Hut geſchieden. Lamellen faſt oder ganz frei. Hut nie klebrig, meiſt weiß und bräunlich ſchuppig. (Fig. 44.) EN Lepiota. 87.

82. Lamellen hinten (d. h. am Stiele) buchtig angeheftet. (Fig. 42.) RR Stiel derb, ſtämmig, wenigſtens in der Jugend fleiſchig, voll. Hut a flachgewölbt, fleiſchig, derb, vielfach mit eingewachſenen oder Nr aufliegenden Faſern oder Flocken oder ſeidenhaarig. Durchweg große oder doch ziemlich große Pilze. Tricholoma. 85.

E hinten nicht buchtig. In einzelnen ſchwankenden Fällen find doch die übrigen Verhältniſſe anders, beſonders dann der Stiel

knorpelig und röhrig. 83.

83. 1 55 . mit nie eingekrümmtem Rande, meiſt 001 * hoch und breit, fleiſchlos, ſpäter kaum ſchirmflach aus⸗ 2 gebreitet; auf ſehr ſchlankem, oft fädigem, gebrechlichem Stiele. je Lamellen auffteigend, angewachſen oder auch hakig. Sehr zierlich

ſchlanke Pilze. (Fig. 35). My cena. 77. I nicht helmförmig oder dann doch am Scheitel mehr oder min⸗ der eingedrückt oder ſich ſchirmförmig ausbreitend, meiſt mit an⸗ fangs eingekrümmtem oder eingerolltem Rande. 84.

wie am Scheitel vertieft. (Fig. 40.) 85. 0 nur angewachſen, e oder . ne en 88.

5 . In einzelnen Fällen iſt der Su bloß feucht oder 10 trichterförmig, dann aber iſt der Stiel ſchuppig, farbfleckig oder warzig, rauh oder auch ſchleimig. Lima cium. 82. E meiſt nur feucht, oft trichterförmig vertieft. Der Stiel kahl 5 oder faſerig, nie ſchuppig oder ſchleimig. 86.

8 EN 8 ES 8 S n

| „Lamellen herablaufend. Der Hut oft trichterförmig oder irgend⸗

en fesche nie i feln Ber W Ne winzige A (Fig. 34.) Omphalia. 76. e nie fadenförmig, fleiſchig und meiſt voll. Hut zierlich 25

ſehr fleiſchig, oft dickſchleimig oder klebrig. Anſehnlichere Arten. 87.

87. Der ganze Pilz ſteif und ſtarr⸗ſpröde, etwas wäſſerig. Der Hut ſtumpf genabelt, ſelten trichterförmig. Stiel ziemlich gleich dick Lamellen ſteif, ſehr breit und vor Allem ſehr e N (Fig. 39.) Camarophyllus. 81. ® Das Fleiſch des Hutes zähe oder piece nit, wäſſerig. Lamellen meift ziemlich gedrängt, nicht fo fteif. (Fig. 40. % Clitocybe. I. 83. =“

88. Stiel borftendiiun und zähe und lang, meiſt ſchwarzbrau Sin 37)

Bei einigen Arten mit ſchwefelholzdickem Stiele iſt derſelbe glän zend kaſtanienbraun. Hut erbſen⸗ bis wenig über Pfennige (Fig. 37.) Marasmius. 79. 5 anders. 89. 1

89. Der Hut in feuchter Luft ſchleimig oder klebrig. Der ganze Pil wäſſerig⸗ſaftig, feucht gallertig⸗zitterig und ſaftſchimmernd. Faſt nur dottergelbe oder ſcharlachroth angelaufene Arten. (Fig. 36. Hy gro cybe. 78.

nie klebrig. Der Hut innen trocken, biscuitfleiſchig oder doe zäh. 90.

90. Lamellen hinten bauchig, frei (d. h. dem Stiel nicht angewachſer) oder höchſtens angeheftet. Stiel knorpelig, meiſt röhrig, vom Hut geſchieden. Bei einigen größern Arten hat der Stiel eine langzugeſpitzte (rübenartige) Spindelwurzel. Die Hutfarbe ft nie violett. (Fig. 38.) CO Illy bia. 80. 5 breit angewachſen, meiſt noch etwas herablaufend. Sti fleiſchig, meiſt voll in den Hut übergehend. Bei einigen Ar ft der 1 5 in allen ſeinen 1 e lea

1 ! { Ak

f 1. Trüffel, Tuber. .

Innen und außen weiß, mit weichen Stacheln. Taubenei⸗groß, rund. Selten. et e Tr. T. dan *

2. Sinn roth. Außen faltig, Daferrath; nur erbſengroß. Sehr ſelten. Schwarz . TE. T. atro- rubens. *

3. Außen 0 9 und dickwarzig bekleidet, grauſchwar; oder ſchwarz, eirundlich, bis fingerlang. Innen feſt, weißlich, Lon bräunlichen Adern marmorirt. Die häufigſte und geſuchteſte „ſchwarze Trüffel.“ Reife im Aug., Sept.

(Fig. 1.) Speiſe⸗Tr. T; Bann X

Außen nicht höckerig⸗warzig. 4. nnen röthlich, mit weißem Geäder. Außen braun, weiß⸗kleiig beſtreut, nußgroß. Bleiche Tr. T. pallidu m. &

Innen bräunlich, weiß⸗ geadert. Braune Tr. T. fuscum. & n

2. Wurzel⸗ Trüffel, Rhizopogon. . Be 4

73

nen en außen weißlich, feſt. Lieblicher Geſchmack. Selten. S weiße W. Rh. niveus. &

nnen graugelb, außen gelbbräunlich, meiſt von der Größe und Geſtalt einer 8 Pflaume. Ekelhafter Geruch. In ſandigen Nadelwäldern, vom S. bis W. nicht ſelten. Gelbliche W. Rh. luteolus.

nen weißlich, bald etwas geröthet, gelblich geadert; außen gelblich oder fleiſch⸗ xbthlich. Geruch nach Knoblauch, wohlſchmeckend. Sehr ſelten. Magna⸗ ten- W. Rh. Magnat um. &

3. Schaumpilz. Spumaria.

von einem Inſekt herrührenden Kuckuksſpeichel ähnliche Schaummaſſe; ocken von häutigen Flocken durchzogen. Nicht ſelten, im S. und H. . Mueilago.

| tußling (Salbenſchwamm, Lohblüthe), Aethalium.

alt tartig⸗ſchmierige, oft fußweit ergoſſene regelloſe Maſſen von hochgelber

8 be. Außen bald mit brüchiger flockiger Rinde erhärtend; innen zu

f lichem Staub zerfallend. f i Lohbeeten vom Fr. bis S. X e. va- a rium, gemein, weithin verbreitend (Sporen ſehr groß). In ern auf Laub, Gras und Moss, gemein, Ae. flavum (Sporen in, braun), vom Fr. bis H. An Nadelholzſtämmen, innen ſchwarzß⸗ ſeltener, Ae. viola ceum.) Fäulniß⸗R. Ae. septicum.

8 u Netzling. Kelten 5 1. Mit feſter, dauerhafter Haut; anfangs weißlich, dann gelbbrä T gelber Unterlage, innen gelbgrau. An Stämmen von Kaſtanien, e Gelbbrauner N. R. flavo-fus ca. .

Haut zart, meiſt vergänglich. 2. 5 s ie 2. Ochergelblich, ablaffend weißlich. Staub braun, dann ſchwarz. Auf! und Moos am Boden. Moos-N. R. mus cbrum. a 1 Bald ſchmutzig⸗grün, ebenſo der Staub. Nur bis O, 01m. Durchmeſſer. S S ten. Olivengrüner N. R. olivacea. Ar Bald braun, ſchwarz oder rothbraun; anfangs weiß. 3. Le 3. Haut und Staub wird braunröthlich, dann purpurſchwarzroth. Meiſt hand⸗ große, fingerdicke Maſſen an Buchenſtämmen. Nicht häufig. Rieſen⸗N.

R. ma xi ma. ne i ſchwarz werdend. An Nadelholz. Shmwarz-N. R. atra.

8 „— umbrabraun werdend. An verſchiedenen Baumſtämmen. Um br brauner N. R. umbrin a. 0

6. Blutmilch. Lycogala.

ar Anfangs roth; Staub roſa. 2.

E grau, dann bleifarbig. Staub gelblich. Kugelig. Haut punktirt. An Nadelholz, ſelten. Bleifarbige Bl. L. plumbeum. . 1

2. Kegelförmig, Haut faſerig, glänzend, ſpäter grünlich-braun. Selten. abel Bl. L. oni cum. 8 Kugelig, meiſt nur erbſengroß. Haut punktirt, ſpäter grau. Sehr häufig. An 7 7 Baumſtümpfen, meift gleich maſſenhaft. Baum⸗ 1 8 ae 24 dendron.

7 Hirſchbrunſt. Blaphomyces 1

| Wallnuß⸗ bis Entenei⸗ „Größe, anfangs gelbbräunlich, endlich braun, mit run

Wärzchen überſäet. Innen ſchwärzlich. Unangenehmer Geruch, bitter

äh Geſchmack. Ehedem officinel. Körnel-H. E. eranulatus. N Geſtalt und Größe faft ebenſo, mehr rund, meiſt kugelig, Wärzchen eckig. Ge⸗

ruch angenehm. Stachel-H. E. muricatus. 1

8. Wurzelſtreuling. Hyperrhiza. |

Bis zur Größe eines Taubenei, rothbraun, bereift. Innen braun⸗ſchlein Zellen ſchmutzig gelb. Geruch ſehr ſtark, es nr „W. liquaminosa.

9. Kartoffelboviſt. 8

1. Fleiſch innen blauſchwarz werdend. Die fiele ge bis ſobllederdick außen weißgelb, bräunlich, hier und da citrongelb, meiſt riſſig⸗ſchuppig feldert, innen aber weißlich. Der aufgebrochene Pilz von eigenthümlichen ſtarkem Geruche. Ueberall 8 Wald⸗ und Feldwegen, auf Aengern u. ſ.

men gemein, im S. und Wird in Scheiben geſchnitten betrü fi

Trüffeln verkauft. Sein Genuß ſchädlich. Femme er S C. vu 8 12

PE Ze AB ͤͤ EDER NETTE ——ůů

te eh blä iulichen Ton.

+

) petit und die Haut mit Wärzchen bedeckt. Die anfangs harte Haut ſpäter weich, brüchig. Staub braunſchwarz. Nicht ſelten, an ſandigen Grasorten, im Spätſommer. Warzen⸗K. Sc. verrucosum.

Ingeſtielt; die Haut nur ritzig⸗ſchuppig, erſt im Alter erhärtend. Staub oliven⸗ ſchwärzlich. Neſterweiſe oft halb noch in der Erde, ohne an ihr feſtgewachſen > 1 ſein. An ähnlichen, meiſt ſchattigen Orten. Sc. Bo vista (defossum.)

Haut nur papierſteif, oft in der Jugend

10. Erbſenſtreuling. Polysaccum.

1. Sbel ſehr kurz, bis daumendick, bewurzelt. Der ganze Pilz kartoffelgroß (bis 0, 7m. Durchmeſſer), etwas länger als dick, ſchmutzig grünbraun, bald

5 braun bis ſchwarz, lederhäutig, ſpäter gebrechlich. Peridiolen meiſt linſenför⸗

. mig, außen wollig, anfangs weiß, bald gelb. Sporenſtaub dunkelbraun. Auf Sandäckern, Triften u. ſ. w., nicht ſelten, im H. Wahrer⸗E. P.

| pisocarpium.

Stiel ſehr lang, meiſt im Sande verborgen. Der ganze Pilz 0,1—0,3 m. hoch,

gedunſen, keulenförmig. 2.

Stiel braun, auch innen, daumen- bis armdick, runzelfaltig. Fruchtkopf lehmgelblich, dann dunkelbraun, dick. Peridiolen klein, länglich, gelb, bald braun, kahl. Sporenmaſſe roth, dann lehmfarbig. Auf Sandäckern, Trif⸗ ten u. |. w. Nicht zu ſelten, im H. Dickfuß⸗E. P. crassipes.

Eine Abart P. clavatum innen gelb, bald ſchwarzfleckig; Pe⸗

ridiolen größer. Von ſchlankerer Form. Die Abart b. minus

nur fingerhoch, Stiel innen goldgelb, ſchwarz marmorirt. Der ganze 5 Pilz außen olivenbraun. Peridiolen weichhaarig. Sehr ſelten. E braungrün, furchenfaltig, abwärts äſtig getheilt. Peridiolen klein, kuge⸗ lig, weißlich. Sporenmaſſe bräunlich. Im Flußuferſande, ſelten. Ge⸗ dunſener E. P. tur gidum.

0 55 11. Erdſtern. deaste.

1. Die innere Kugel an ihrem Scheitel mit einem Löchelchen ſchlechtweg auf- ar reißend. Die äußere Haut lederdick, korkzähe, vom Scheitel bis zum Grunde 5 in zahlreiche Zinken aufreißend, die ſehr hygroscopiſch ſind. Am Saume 55 ſandiger Nadelgehölze, im H., fehr häufig (Fig. 2, a). Wetterprophe⸗

7

. Die Mündungsbffnung (aus welcher die innere Kugel den Staub ausläßt), ens ausgezogen, häutig⸗längsfurchig, nur am Saume zähnig, oder bis auf den Grund aus kegelig⸗zuſammengeneigten mehreren Wimpern be⸗ um (Fig. 2, b). 2.

kurz geſtielt. 4.

ö Die i innere Kugel grau, oft etwas gebräunt. Mündungskegel nur am Saume gezähnt. Rothbräunlicher E. G. rufescens.

5 ic. Mündungskegel wimpertheilig. Zitzen⸗E. G.

Zi en der äußern Haut ſchlagen ſich ganz zurück und heben dadurch nere ne gracids in die Höhe. Selten. 5.

5 tiſcher E. G. hygrometricus.

Die e 10 ihnen fi nur mi 158 sucid, baten ſich d aus At RN zu häu

ya 555 Die äußere Haut reißt zu elfe 8 Zinken auf. Mündungskegel 15 1 Strich⸗E. G. striatus. | e ſtets zu 4 Zinken auf. Mündungskegel wimpertheilig. Viertel⸗ 4 G. fornicatus, 1 6. Aeußere Haut lederzähe. Die Innenkugel meiſt graubläulich. Mündungskegel 5 wimpertheilig. Saum⸗E. G. limbatus, 5

zarthäutig, hinfällig. Innenkugel mit gelblichem Tone. ndungskegel nur am Saume gezähnt. Vieltheiliger E. G. multifidus. f

1 12. Kugelſchneller. Sphaerobolus.

Häufg, beſonders in Wäldern auf morſchem Holz, Brückpfählen u. |. w., im S. u. H. Stern⸗K. Sph. stellatus. f 5

13. Weitſchneller. Thelebolus.

An faulenden Hölzern, Rinden, Aeſten, auch auf bloßer Erde in Wäldern, im 5 W. und Fr. Ausgebildet bis erbſengroß. Erd⸗ W. Th. terrestris,

14. Neſtchen, Theuerling.“) Nidularia.

1. Die Becher außen gelblich, grau oder braun, die Mündung beim Oeffnen“ zur 1 anfangs mit einer Trommelhaut überſpannt. e &

Häufig. 5.

N außen weiß oder weißlich. Keine Trommelhaut. Sehr ſelten. 2. 2. Peridiolen kugelig, blaßgelb. Kugel⸗N. N. globosa. L eis oder linſenförmig. Braun, oft anfangs weißlich. 3. 3. Peridiolen ei⸗ länglich. Ungeſtalt⸗N. N. deformis. flach, inſenförmig. 4. ö 4. Becher häutig, außen glatt, gerunzelt. Runzel-⸗N. N. corrugata. dauerhaft, außen zottig. Peridiolen anfangs weiß, dann braun und 5 | runzelt. Verſchmolzenes N. N. confluens. (farcta.) 5 5. Becher innen mit bleifarbigem Glanze. 6. innen wenigſtens anfangs gelblich oder weißlich oder röthlich oft f bald ſchwärzend. Ebenſo die Peridiolen. 7. Ei 6. Becher innen geftreift. Auch die Perid. bleifarbig. Strich-N. N. striat innen eben. Peridiolen braun. Topf-N. N. Olla. 1

% Becher außen aſchfarbig, ſo hoch als breit, erbſengroß, innen weiß, ſi ſchwärzend. Schüſſel⸗ N. N. scutellaris.

außen gelbbraun, bedeutend höher als breit; innen gelblich. Liege +9 N. Crucibulum.

15. Stielbovift, Tulostoma.

Auf kurzgraſigen, freien Plätzen, feſtem Sand- u. Lehmboden. Faſt das ganze Ja Nicht aller Orten, und nirgends zu häufig. Zitzen-St. T. m a m m o

* 25

a 3) Der bäuerliche Aberglauben zählt die Peridiolen drinnen, indem die Metz nächſten Jahre genau ſo viele Groſchen e ſoll, als einer ss 1 Peridi Daher der Name.

it u 1 5 innere Haargefecht durchweg gleichmäßig dauerhaft: 5 der ganze Pilz hält ſich gleichmäßig unverſehrt bis in den Winter Frühling hinein und verwittert dann erſt und zwar in allen ſeinen heilen zu gleicher Zeit.) Birn⸗, kreiſel⸗ oder keulenförmige, oft ab⸗ ärts in einen Stiel ausgezogene Pitze. Oft mit zierlich ge ordneten Stachel⸗ arzen bedeckt. 2. e ganze obere Hälfte des Pilzes (Haut⸗ und Haargeflecht) zerfällt bald ach der Reife, der düſtere Staub verweht und nur das feſte ſchwammige ntertheil bleibt als ein flacher Napf 3 Meiſt plumpe, ſehr große ungeſtielte Rz AR

lich oder graubraun. Hibſeiſchg. Stets elfe ie Häuſig, in Wäldern u. ſ. w., meiſt auf faulem Holze. Birn⸗St. L.pyriforme,,

e ee

Ohne ſolche Wurzeln. Zartfleiſchig. Meiſt zerſtrent⸗geſeltg. N Nur auf d. Erde. 3.

cke, faſt korkzähe Haut. Staub graugelb. Lang⸗eiförmig. Nur feinkörnig und kleinſchuppig, ſchmutzig⸗weißgelb, dann grau oder gebräunt. Nicht häufig, im H., im Graſe. Schlauch-⸗ . L. utriforme.

r

aut dünner, meiſt papierartig und sähe, Staub o ohne grauen Ton. 4.

Am Scheitel meiſt etwas genabelt, und dieſer Nabel mit einem Löchelchen Er öffnend (zur Ausſtreuung des gelbgrünen und olivenbraun werdenden Staubes. Anfangs meiſt weiß oder weißlich, dann ins Gelbgraue oder Braune oder Lehmfarbige. Mit Stachelwarzen, Körnchen oder Kleie bedeckt, auf Allerorten ſehr gemein, im S. und H. In Wäldern, unter Gebüſchen, Triften und ſonſtigen Grasplätzen. Stachel warziger St. L. gem

Varietäten dieſer vielgeſtaltigen Art:

1 Bar Unten in einen walzenförmigen Stiel ausgezogen. .

Nur birn⸗ oder kreiſelförmig. c.

b. Stachelwarzig oder feinkörnig bedeckt. Stiel am Grunde faltig. var. : excipuliforme.

Mitt feſten, in eine fefte Stachelſpitze auslaufenden Stachelwarzen be- deckt. Stiel rund, nicht faltig, körnig rauh. var. perlatum.

. Kleiig oder feinkörnig bedeckt. Höchſtens 0,2 m. hoch. e. Von Stachelwarzen igelartig dicht bedeckt. Meiſt fingerhoch. d.

| .- auf walzigem, dickem Stiele butförmig herabgedrückt, unterhalb faltig. Zarthäutig. Auf ſchattigem Moor- und Torfboden, ſelten. à Cat um.

on! ng an blaßgelblich bald ſich bräunend, zuletzt ſchwarzbraun; ku⸗ gelig pfartig, ganz fiele die äußere Rinde brüchig, ſtückweiſe abſprin⸗

end. Fauſt⸗ 10 11 95 1 an roß und darüber. Faſt häufig; im S. und ©r 728 o vi a ee L. 3

6. Blump-kreifefärmig, meift 0, 1 m. sad Die mit der Re a Haut verwachſene Rinde rinnſalig vertieft und dadurch flodig-filzige Felder⸗ chen bildend. Häufiger als d. v., an denſelben Stellen. Haſenboviſt. Ge⸗ täfelter St. L. areolatum (caela tum.) & 9

Kugelig, nur bis wallnußgroß. Selten. Kleiner St. L. 1

17. Boviſt (Katzeneier). Bovista.

1. Die papierartige innere Haut wird ſchwarz. Staub düſter rothbraun. wicht häufig. Schwärzlicher B. B. nigrescens.

wird bleigrau. 2. 2. Die blaugraue Haut am Scheitel unregelmäßig aufreißend; die zarte äußere weiße Rinde bleibt. Faſt ſelten. Ueberkleideter B. B. tunicata.

öffnet ſich am Scheitel mit einem Löchelchen. Die äußere weiße Rinde fällt ſtückweiſe ab und die grauen Kugeln treibt im Herbſte der Wind über die Felder. Auf allen Triften ganz gemein, im S. und H. Schr; wohlſchmeckend. (Fig. 5.) Bleikugel-B. B. plumbea &

18. Gichtmorchel. Phallus.

Süßlich⸗ ende i, Stiel weiß, zellig durchlöchert. Ekelhaft, aber nicht gif⸗ W Pb S. und H., häufig an ſchattigen Orten. (Fig. 6.) Schamlo e

h. ‚impudicus., Geruchlos. Stiel braun. Sehr selten. Beſonders am Grunde morſcher Haſel⸗ nußſtämme, am Saume von Gebirgswäldern. Hunds-G. Ph. caninu 8.

19. Zitterpilz. Tremella.

1. Wenigſtens anfangs keulig. Meiſt knorpelig und zähe. 2. 5% Wogig⸗faltige oder gehirnartig gewundene, meiſt krauslappige Maſſe. 3 5 | 2. Keulig, etwa 0,002 m. hoch, gelbgrau oder ſchmutzig fleiſchroth; auf gefurch⸗ tem Stiel ein rundliches Köpfchen. An morſchem Holze, Tannenzapfen, Holz⸗ Pilzen, nicht häufig, im H. Einfarbiger Z. T. unicolor.

Bald breitgedrückt⸗längsfaltig, labyrinthiſch⸗raſenartig, meiſt 0,01 m. hoch; 75 röthlich, lila, dunkel kirſchbraun. Etwas zähe Subſtanz, klebrig. Sehr häufig, vom H. bis Fr., an alten Stämmen. Fleiſch⸗Z. T.sarcoides. a

3. Goldgelb oder orange, kraus, ſehr runzelig und gefurcht, etwas zähe, oft an⸗ } ſehnlich. Häufig, vom Spät⸗H. bis Fr. An Holz und Zweigen. Golde 3. T. mesenterium.

Weißlich, gelblich, röthlich oder bräunlich. 4. Be:

4, lappig⸗faltig; weißlich, gelblich oder bräunlich, über 0,01 m. breite Maſſen. 93

Runzelig oder warzig, gerundet, höchſtens 0,01 m. breite runde Maſſen. Ru

häufig. (Naemateli a). 8. *

5. Im feuchten Zuſtande weißlich oder gelblich. 6. Feucht röthlichbraun oder ſchwärzlich. 7.

6. Trocken braunſchwarz, etwas zähe, bis 0,06 m. Durchm., feucht wieder wöſe⸗ ſerigP⸗weiß aufſchwellend. An Zweigen im W., nicht häufig. Weiße er 3 abi. 0

RER. Sr a

2 FREE ee a

. BAER Ban art

Ne

2

ren 2 er:

7.

Galt bei den Jägern als Mittel, die männliche Kraft zu erhöhen und wurde o Zauberweibern zur Bereitüng von Liebestränken gebraucht.

ich dann gelblichweiß oder gelblich, wenig über 0, 1 m. Durchm., ſehr : n abgefallenen Aeſten, vom H. bis Fr., nicht ſelten. Gelblicher utescens.

wer lich mit grünlichem Ton, bis 0,01 m. Durchm. Lappen flatterig,

a franſenartig gewellt. Nicht ſelten, beſonders an Erlen, im H. Fran ſen⸗Z. F. fimbriata. EN ER Rufinenbeam, durchſcheinend, etwas kleiner, flatterigewellig, geleeartig⸗ weich. Sehr häufig an Laub⸗ u. Nadelholzſtümpfen. Blätteriger Z. T. fol ia cea. Bes 8. Halbkugelig, gehirn⸗runzelig, fleiſchröthlich, fa bräunend, innen weiß. An ro abgefallen en Nadelholzzweigen, im W. Gebirn-3. T. encephala. 20 Oft etwas vertieft, brombeer⸗warzig, gelb. An todten Aeſten, im W. Brom» 2 en

beer⸗Z. T. rxubiformis.

3 209. Ohrlappenpilz. Bxidia.

35 . Sberbalg gelblich oder gebräunt, erbſen⸗ bis nußgroß. 2. . = ſchwärzlich oder dunkelbraun. 3. BE a; Anſitzend, wellig verbogen, dicklich, aber durchſcheinend; ſtiellos. An todten . Nadelholzäſten, faſt ſelten. Candiszucker-O. E. saccharina. 95 Geſtielt (der Stiel ſchief und ſeitwärts). An alten Weiden und Pappeln, häufig, vom H. bis Fr. Ausſchnitt⸗O. E. recis a. 5 er grau und filzhaarig, bis 0,07 m. Durchmeſſer. 4. 1 E nicht filzhaarig, nur drüſig oder punktirt. 5. 15 4. Meiſt ohrförmig oder muſchelig, ſtiellos, auf beiden Seiten aderfaltig, etwas 5 ee; zähe. Oberſeite kahl, düſterbraun geſchwärzt; Unterſeite olivengrau. Ra⸗ 775 ſenweiſe an Hollunderſtämmen, im H. und W., nicht ſelten. In Milch oder 3 Waſſer aufgeweicht früher gegen Bräune und gegen Augenleiden ange⸗ 893 wandt, auch in der Apotheke vormals gebräuchlich. Judas ohr (Hollunder⸗ a

ſchwamm). E. Auricula Juda e. 7 DOberſeite ſchwarz, mit ſpitzen Wärzchen; Unterſeite . Beſonders an 47 Erlen, vom H. bis Fr., nicht häufig. Drüſen⸗O. E. glandulos a. .

4 Pechſchwarz, flachrund, am Rande gekerbt; nahezu geſtielt. An todten Lin⸗ denäſten, hin und wieder, im W. Abgeſtutzter O. E. trunc at a.

5 Schwarzbraun, etwas vertieft. An todten Aeſten, im W., ſelten. Muſchel-O. 4 E. impress a.

21. rg

. Reinweiß, flach, außen ſeidenhaarig. 9 55 Z. C. muscigena. 5 . vertieft, außen fa ſerig, im H. und W. Moos⸗ C. i N

C. lacera. n gerhütig, hängend, über 0,006 m. hoch. Stiel und Hut braun, Hut innen weißlich oder bläulich. An Tannen i in Gebirgen, im H., faft ſelten. Finger⸗ ut⸗ t-3. C. digitalis.

22. Keulenſphärie. pe 5 u =

Ra: 1. Auf abgeftorbenen grö ßeren feſten Pilzen, oft auf Mutketerm Violett oder ä in der Jugend gelb, im Alter ſchwarz. 2.

Nicht auf anderen Pilzen. Nicht ſchwarz ebend Kleinfingerhoch, keulen⸗ 8 1 förmig. 4.

2. Purpurviolett oder ſcharlach. Stiel einfach, etwa 0,01 m. hoch, fein gefurcht, aufwärts verdünnt, am Grunde gekrümmt und weißflockig. Am Gipfel ein kugeliges, bis lirſchgroßes Köpfchen. An auf der Erde liegendem Mutter⸗ korn oft büſchelig gehäuft, aus dem es als deſſen letztes Entwickelungsſta⸗

dium erwächſt, im Juni. C. (Claviceps) purpureus. (Das Mutterkorn

iſt alſo für dieſen Pilz, was die Raupe für den Schmetterling. Erſte

Stufe: ein den Fruchtknoten in der Aehrenblüthe überwachſender Faden⸗

pilz (Sphacelia segetum), der eine ölige, gelbbräunliche, übelriechende Subſtanz abſondert, den ſogen. „Honigthau“ des Getreides, bald mit Keimkörnchen gefüllt. Zweite Stufe: Das ſchimmelartige Fadengewebe verdichtet ſich, den Fruchtknoten dabei aufzehrend, zu dem bekannten Mutter⸗

korn, Secale cornutum. Dritte Stufe: Im nächſten Frühling aus⸗

geſäet, erwachſen aus demſelben die purpurnen Cordyceps, gerade zur

Zeit der Getreideblüthe. Der Samenſtaub des Cordyceps veranlaßt ſomit nie dann wiederum jenes Fadengewebe und die 5 von e

Gelb oder rothbraun. 3. 3. Köpfchen kugelig⸗eiförmig, rothbraun; Stiel gelb, ſchwarz werdend, one lea. derliche Wurzeln. Kopf-K. C. capitatus.

länglich walzenförmig, braunſchwarz; Stiel ſchlanker, olivenſchwarz, mit langen verbogenen Wurzeln. Innen gelblich oder gelbgrünlich. Natter⸗ zun gen⸗K. C. ophioglossoides. .

4. In Nadelwäldern aus der Erde zwiſchen faulenden Nadeln. gedergeibtich, anfangs weiß⸗weichhaarig. Ledergelbliche K. C. alutaceus.

Aus in der Erde ruhenden Schmetterlingsconcons. Drangegelb.*) Solda⸗ tiſche K. C. militaris. i

23. Holzſtielchen. Hypoxylon.

1. Stiel abwärts zottig rauhhaarig, ſchwarz oder braunſchwarz, oberwärts an⸗

fangs weiß beſtäubt, einfach oder äſtig. 2. >

t g glatt; wenn zottig, fo kommt die Art nur an morſchem Holz von Brun nen oder Waſſerleitungen vor. 3.

2. Breitgedrückt, längsrunzelig, oft bis fingerhoch und kleinfingerbreit. Am Grunde morſcher Bäume, ſehr häufig, oft in Unmenge. Gemeines H.

*

5 HZ ey * 2

5 vulgare. n Pfriemenförmig ſchmal, ſehr ſchlank, verbogen, bis über fingerhoch. In euch al ten Wäldern zwiſchen Laub u. Buchenfrüchten, nicht ſelten. Fruchtfreu n d⸗ . H. H. carpophilum. 5 * 3. An Stämmen und Wurzelu alter Bäume oder an Holzwerk. 4. er: ER An abgefallenem Laube, ziemlich ſelten. Schlank, fädig, bis 0, oi m. dick,

BE

fingerlang, ſchwarz, an den Spitzen röthlich. Faden-H. I. filifor m e.

) Siehe über dieſen intereſſanten Pilz meine in der Zeitſchrift „Die Natur“ 1869 Mr. 3 Ri: veröffentlichte Abhandlung „Ein unſcheinbarer Forſtgehülfe.“ x

loan. warzi uneben, 1 bis kleinfingerhoch und nz fingerdick e gemein. ee ee 7. BO mern

ne oberwärts verdünnte, zugeſpitzte, am Grunde a ſchwarzzottige 50 Stiele. Wurzel⸗ -9. H. rhizoi des. = 3 5 Nicht ſo bewurzelt. Oft geweih⸗ oder fingerartig gerheilke zundliche anfangs N . ſchwarzbraune, kahle, ſpitz auslaufende Stiele. Häufig. Fin⸗ 4 ger⸗H. H. digit atum.

24. Stempelpilzchen. Pistillaria.

Keulchen roth, weiß geſtielt; im Fr. Glanz⸗St. P. mi cans. weiß. 2. 6

Keulchen nach oben verdickt. 3.

wenig oder gar nicht verdickt. 4.

3. An abgeſtorbenen Adlerfarrn; im H. Abfall⸗St. P. quis quiliaris. Auf abgefallenem Laube und todten Kräutern; im S. und H. Ei⸗St. Povata.

4. An Mooſen, nur bis O, ooam. hoch. Moos ⸗St. P. muscicola. An Birkenlaub. Klein⸗St. P. pusilla.

235. Fadenkeulchen. Typhula. 11 Der Stiel auf einem geſchwollenem runden Wärzchenkörper. 3. L ohne ſolchen Grund. 2. . . Keulchen gelb. An modernden Kräutern. T. To dei. röthlich oder braun. Zwiſchen Blättern am Boden. T. filiformis. Keulchen reinweiß. 4. blaß. 5. Stiel dunke lroth, kahl. Rothfuß⸗F. T. erythropus. - weiß, fein behaart, oft niederliegend. Gewundenes F. T. gyrans. Nicht bis ſtecknadelhoch, rauhhaarig. Woll-F. T. villosa. Bis ſingerlang, kahl. Linſenwurzel⸗F. T. phacorrhiza.

26. Schönhorn. Calocera.

ılhen einfach, d. h. ungetheilt, etwa 0,01 m. hoch, breitgedrückt, weich, erdenweiſe. An morſchem Eichenholze. 1 Sch. C.glossoides. einfach, noch nicht 0,01 m. hoch; raſenweiſe. 2. |

eweihartig verzweigt, höher, meiſt ſehr klebrig. (Fig. 8.) In Nadelwäldern, ö ers am Grunde der Stämme. 3.

ber 0,002 m. hoch, blaß⸗röthlich⸗gelb. An faulender Rinde. Rinden⸗ 5 cortie a is.

De 2 7 8 8

57 40 Nr 1

Weichfleiſchig, etwa O,02 m. hoch. Aeſte ſchlaff, meiſt antes Wochen, W 5 artig. Nicht zu häufig, im Spät⸗H. Gabel ⸗Sch. C furcat a. &

Zähe, meiſt über 0,0 m. hoch. Aeſte etwas Sch prächtig dottergelb. Sehr häufig, vom Juli an. Klebriges Sch. C. viscos a. &

27. Keulenpilz. Clararia. + .

„Einfache, d. b. unveräſtelte Keulchen. Ganz einzeln oder nur paarweiſe am

Grunde verbunden 3 Selten unveräſtelte Keulchen, gabelig und mehrfach gegabelt. Am Grunde mehrere oder eine Unzahl verwachſen (und zwar büſchelig⸗, raſenartig⸗ oder ſtrauchartig⸗verwachſen). 2.

Büſchelig (Fig. 9) oder raſenartig am Grunde verwachſen, ohne daß die Co⸗

lonie oder der Büſchel dadurch am Grunde ſtrunk⸗ oder ſtammartig wird. Keulchen meiſt unveräſtelt. 9.

Am Grunde ſtrunkartig zuſammengezogen; das Ganze hat dadurch das Bild eines Strauches oder Baumes oder beſſer eines kurz aber dick geſtiel⸗ ten Corallenſtockes (von bis 0,2 m. Höhe und Breite). Keulchen ſtets ſehr verãſtelt (gabelig oder quirlig) (Fig. 10.) 15.

Keulchen weiß. Auf der Erde oder morſchem Holze in Wäldern, im ee 4.

gelblich, dottergelb oder bräunlich. 5. Weißlich, am Gipfel gelblich; nur 0,01 m. hoch, heerdenweiſe, vom Fr. bis 8. 27 faſt häufig. Schimmel⸗K. C. muci da.

Durchweg weiß, ganz ungetheilt, etwas bogig, bis 0,03 m. hoch. Nicht zu hänfig. Sichel ⸗K. C. falcata.

An Laub und feucht liegenden Baumzweigen. 6.

Auf Waldboden aus der Erde. 7.

. Ueber fingerhoch, nur bis bleiſtiftdick, hohl. Röhren⸗ K. C. fistulosa.

Nur ſtecknadelhoch, aber bis über bleiſtiftdick. Gedrehter K. C. contorta.

Schlaff fadendünn, aber bis über fingerlang. In Buchwaldungen zwiſchen

altem Laube. Binſen⸗K. C. juncea. Derb, 0,003 0,01 w. dick. 8.

„Bis bleiſtiftdick, fingerhoch, an den Spitzen ſtumpf verſchmälert; gelblich,

röthlich verblaſſend; am Grunde zottig. In Nadelwäldern, im S. und H., bäufig. Zungen⸗ K. C. ligula. &

Bis fingerdid, finger⸗ bis handlang, oft faltig⸗runzelig, an der ei oft riſſig; gelblich, oft mit röthlichem Tone. Einzeln, in Buchenwäldern, im H., nicht häufig. Herkuleskeule. C. pistillaris, 5.

́ —— ——ͤ 4% ee 1 3 „Kenlchen düſterbraun oder dunkelgrau, wellig gebogen; auf Waldboden, im

H., ziemlich ſelten. 10. Blaßgelblich, gelb oder weißlich; lockere, am Grunde meiſt loſe verwade jene Raſen oder Büſchel. Häufig. 11. 8 orange oder zimmetfarben; dichte, am Grunde compakt Wee Ar⸗ ten. Nicht häufig. 14. 25

3 1 dick bis Tigerin ball, gebrechlic In Haiden und d Wäldern, im 9., nicht ſelten. Zerbrechlicher K. C. fragilis.

meiſt etwas breit gevrückt, weißlich oder blaßgelb. In Haiden, auf Triften, lichten Waldſtellen. Thongelber K. C. argilla ce a. &

13. . mit gebräunter, ſtumpfer Spitze, walzenförmig, unten ſehr ver⸗ a bdünnt, bald hohl, ſtets ungetheilt. Im Graſe, auf lichten Waldſtellen. 5 Spindel⸗ K. C. kusiformis. & D durchweg gelb, meiſt oben verdickt und auch gabelig, voll. Ungleicher K. C. inaequalis.

4. Roſafarbige, beſonders an der Spitze ſich gelblich verfärbende, meift ne * gebrechliche, abwärts verdünnte und weißliche Keulchen. Im Spät⸗H. Roſen⸗K. C. rosea.

2 Fleiſchröthliche oder rothbräunliche (beſonders an der Spitze), unterhalb pomeranzenfarbige, meiſt leicht gebogene, dicke, ſtumpfe Keulchen. Am

Grunde fleiſchmaſſig verwachſene derbe Raſen. Beſonders an Eichen⸗ wurzeln, im Spät⸗S. Finger 0. e e

Schlank⸗ und vieläſtig. 16. Sporen weiß. 26.

6. Die Aeſte weiß oder blaß (mattrötblich über hellgrau), nicht dunkler wer⸗ dend. 17.

wenigſtens ſpäter (abgefehen von dem Sporenſtaub) roſtgelb, gelblich, 2 ſattgelb oder braun. 19.

. 17. Heft fleiſchfarbig, verblaſſend, quirläſtig. Bis handhohe rundliche Sträucher. In Nadelwäldern, ſehr ſelten. Röthlicher K. C. rubel la. (suecica).

5 weißlich oder grau. Beſonders in Nadelwäldern, nicht häufig, im H. 18. 18 Aeſtchen grau, derb. Bis handhohe Sträucher. Strunk über 0,01 m. dick und IE bis 0,00. m. hoch. Graue K. C. grise a. & weißlich, ſchlaff. Kaum fingerhohe Sträucher. Strunk ſchwefelholzdick. GOSeeruch nach Anis. Schlank⸗K. C. gracilis. nr und Aeſtchen ſtumpf, goldgelb und orange. Handhohe derbe Sträucher. Fleiſch derb, elaſtiſch zähe, ſehr wohlſchmeckend. 20. Be meift pfriemlich zugeſpitzt, ledergelb oder ocherfarbig, im Alter oder a 5 auch beim Reiben ſich bräunend. 21. > Aeſte goldgelb. Nicht allzu ſelten, in Nadelwäldern. Gold⸗K. C. aurea. u orange, mit roſigem Anhauch; nur die Spitzen zuweilen goldgelb. In 1 Miſchwäldern. Faſt ſelten. Schön⸗ K. C. for mos a. & Aeſte ſteif⸗aufrecht, roſtbraun, werdend. 22. = flattefig, ſchlaff oder verbogen, ochergelb. Stamm ſehr dünn. 24.

ſchmack bitter. Aeſte trocken gefurcht. Häufig, in Nadelwäldern. Tannen⸗ K. C. abietin a. &

nicht bitter. 23.

Stanum 1101 Aeſte See In wren em. Dor ‚ni iger e spinulosa, 5 * filzig. Aeſte e blaßgelb, ſich bra end. An Baunſtünpfen

. Steif⸗K. C. strict a. &

24. Safrangelb, nur 0,01 m. hoch. Sehr ſelten, beſonders unter Buchen. a 5 ran⸗K. C. crocea.

Leder⸗ oder ochergelb oder graulich. 25. 2

25. Stamm kahl. Aeſte gerade, zuſammenneigend, ſehr ſchlank, gage In

Nadelwäldern. (Auf morſchem Holze habe ich eine graulilae Abart ge⸗ troffen.) Nicht zu häufig. Flatter⸗K. C. flaccid a. & 5

weißzottig. Aeſte ſehr verbogen, ausgebreitet, ochergelblich. An alter 2 4 Laubholzſtümpfen. Kräuſel⸗K. C. crispula. 4 2856. Lila, violett, gelb oder röthlich. Nur auf der Erde. 36. N Wieißlich oder grau oder graublauſchwärzlich. An Holz und auf der Erde. 27. 9 27. Nur an Holz oder Rinde. 28.

Auf der Erde. Aeſte oft hahnenkammartig breitgedrückt. 30. 28. Schneeweiß. Zart und dünnäſtig, Aeſte verbogen und fein geſpitzt. Bis ;

0,0, m. hoch. An morſchem Holz, auf Gerberlohe nicht ſelten. Loh⸗ 8 > C. epichnoa. 5

Weißlich, bald gelblich oder bräunlich. 29. f De: 29. Bald gelblich. An morſchem Holz und Rinden, an Eichen und e 5 Zarter K. C. delicata.

röthlich oder bräunlich. Aeſte quirlig, an den Spitzen becherig erweitert. 1 Ueber fingerhoch. An morſchem Nadelholz, im S. und H. Wee K. 1 C. pyxidat a. 9

30. Mindeftens fingerhohe (bis handhohe) derbe Raſen. Aeſte weiß, dann scan oder graubraun, oberhalb zerſchlitzt und hahnenkammartig erweitert. 33.

Meiſt nicht über ſtecknadelhohe, zartere Räschen. Aeſte meiſt gerundet ober doch wenig verbreitert, meiſt weißlich oder weiß bleibend. 31.

31. Aeſtchen rund, zäh. Sehr ſchlanker Stamm. Beſonders in Buchwäldern, . im H., ſelten. Hochbein-K. C. macropus. * Aeſtchen etwas breitgedrückt, gebrechlich. In Laubwäldern, in H. 32.

Aeſtchen verlängert, gekrümmt, abgeſtutzt, zähnig eingeſchnitten. Nur fe

nadelhoch. Dicke K. C. gross a. (Krombholzii). "uhr ſolche Zahnſchnitte, ſehr reichäſtig⸗gegabelt, meiſt höher. Schnee⸗ = K. C. chionaea, (Kunzii). 3

ee 5 oder mit kammartigen, oft lang geſpitzten Zähnen. am

N

32

+

ſtumpf, gekerbt oder körnig eingeſchnitten. Reinweiß, erſt trocken fi bräunend. Stamm runzel-faltig, eckig. Schlüpfriges Fleiſch, kaum eßba Auf Grasplätzen in Wäldern, Anlagen und Gärten. Im S. und 9 9 Runzel⸗K. C. rugosa. 4

34. Graubraun, bald mit weißem Anflug. Aeſte hand- oder kammförmig, 85 getheilt. Im Laubwalde, ziemlich ſelten. Hand⸗K. C. Pe

Weißlich, dann grau. 35.

BD

o

0 Sa Einige e dick, an veräſtet. Aeſte 1 ungleich, 5 has verbreitert, die meiften ſehr ſpitzig. In feuchten Wäldern, faſt äufig. Bärentatze C. coralloides. &

. volk Aeſte breit, hahnenkammartig erweitert. In Laub⸗ und Nadel⸗ . , beſonders am Wege, häufig. Kamm⸗K. C. cristata.

5 ſchlank, ſtumpf oder ſpitz. 37.

5 kurz; Aeſtchen breit abgeſtutzt. Der ganze Pilz hat dadurch etwas . Blumenkohlartiges. Nuß⸗ bis über fauſtgroße Maſſen, weißlich, röthlich . oder bräunlich. Sehr häufig und wohlſchmeckend. Beſonders in Gebirgen,

im 9. Trauben⸗K. C. Botrytis. &

37. Schön violett. Im H., häufig. Amethyſt⸗K. C. amethystina. % 5 Gelb. 38. 2 BER ELERE 38. Nur etwa 0,0 m. hoch. Stamm dünn. Im H. 39.

5 Mindeſtens finger⸗ bis handhoch. Stamm etwa daumdick. Gelb oder röth⸗ lich⸗gelb. In Nadel⸗ und Laubwäldern, häufig, im S. u. H. Sehr be⸗ liebte Speiſe. Ziegenbe art. C. fla va. a. &

2 39. Aeſtchen gekrümmt t und ſpitzig. Ueber 0,03 m. m. hoch. Moos-R. C. mus-

Ar codes. &

abgeſtumpft. Kleiner, der ganze Pilz umgekehrt kegelſbrmig Flach⸗ 5 keliser K. C. kastigiata. &

28. Glucke. Sparassis.

Aeſte mit zurückgekrümmten Spitzen. Bräunlich, anfangs außen und innen gelb⸗ 5 lich. Fleiſch weiß, ſehr wohlſchmeckend. Klumpenartig (bis fuß⸗hoch und 4 er breit) mit einem kurzen Strunk, am Grunde alter Kiefern, im H., 1 2 Einer der mafjenhafteften und wohlſchmeckendſten Pilze. Krauf e⸗Gl.

= SA

3 mit gerade auslaufenden Spitzen. Sonſt ähnlich, lehmgelb. An Eichen, ſe _ 2 1 eie Gl. Sp. brevipes.

= ER A | 77 N i 2 a 29. Erdzunge. Geoglossum.

1. Klebrig, ſchwarz oder grün. 2. Nicht klebrig, ſchwarz oder ſchwarzbraun. 4.

5 2. Die Keule mit grünem Tone (gelb⸗, ſchwärzlich⸗ oder olivengrün). Innen blaßgrün. Auf Waldboden, nicht häufig. Grüne E. G. viride.

= Höchſtens der Stiel düſtergrün. 3.

Re Nauhbaarig, pechſchwarz. Auf Moorwieſen, nicht ſelten. (Fig. 11.) Rauhe E. G. hirsutum.

f Kahl, nur der Stiel feinſchuppig. Auf Grasplätzen, beſonders in Gebirgen. 4. 0 ER 4. Schwarz oder ſchwarzbraun. Glatte E. G. glabrum. 8 Purpur⸗ſchwärzlich, Stiel bläſſer. Purpurſchwarze E. G. atropur-

| 30. Serbe. Mila. en ar 15 ya geſondert; bis 0,05 m. hoch; gelb ober etwas e rötlich

innen hohl. In Sümpfen und Gräben auf modernden Blättern, im S und H., nicht ſelten. Sum pf⸗H. M. paludos a.

braunſchwarz, erſtreckt ſich durch das braune Keulchen hindurch, bis 9 8 5 hoch. . in feuchten Wäldern, ſelten. Knappen⸗H. M. cucullata. 80

31. Spatenpilz. Spatulea. I

Anfangs blaß, dann gelb oder roftfarben ; Stiel weißlich. Keule eiförmig, O1 m. 1 breit; Stiel 0,02 m. hoch, bleiſtiftdick. Auf Waldboden, im H., nicht ufig. 5 Gelblicher Sp. Sp. kla vida.

32. Becherpilz. Peziza.

4 15 Auf der Erde; größere Arten. (Fig. 14, 15.) 10. > An Holz, Rinde und Kräutern. (Fig. 12,13.) 2 R 2. Knorpelig⸗gallertig; ſchwarz oder kirſchröthlich. (Bulgaria.) 3. 5 Wachsfleiſchig. 4. a 1 3. Kreiſel⸗urnenförmig, voll, oft weit über fingerhutgroß, runzelig, außen 8 9 braun. Scheibe ſchwarz, ſchmutzend. An Buchen und Eichen. Im H. und W., häufig. Schmutz⸗B. P. in quinans.

Meiſt teller⸗ oder napfförmig, meiſt kirſchroth, linſen⸗ bis em An ö ie Re im H. und W., fehr än Fleiſ e B. sa TCO Iides

4. Scheibe weißlich, hellgrau oder gelb. 5. ziegel⸗ oder ſcharlachroth, ungeſtielt, flach. 8. a 5 braun oder ſchwarz. 9. 5. Außen grün. Kreiſelförmig, nackt, kaum geſtielt; häufig. Grünſpan⸗ v. P. aeruginosa. = Durchweg goldgelb, glänzend, linſenförmig und -groß, auf ſchwarzem war⸗ zenartigem Stiel. Raſenweiſe, beſonders an Baumſtümpfen, ſehr häufig. i Linſen⸗B. P. lenticularis. N Außen weißlich. 6. 5 6. An faulem Holze, im Fr. und H., häufig. Ungeſtielt, kreiſelförmig; S0

grau, nicht 0,001 m. 2 95 Weißpunkt⸗ B. P. leucostiem2, 7 # An Blättern oder Früchten; linſenförmig. 7. 9 7. Auf abgefallenem Laube. Nur bis 0,002 m. breit. P. epiphy lla. a

An alten Eicheln, Buchnußſchalen u. ſ. w. Etwas breiter. P. faginea.

8. Mit ſchwarzen Borſten am Rande. Ungeſtielte Scheibe, linſengroß. In Wäl⸗ 15 dern an morſchem Holze (auch in Badeſtuben), ſehr häufig. (Fig. 13 b0% Schild-B. P. scutellata.

Außen gelb, weißzottig, ohne Borſten, kleiner. An todten deadethatgweigen, im Fr. und H., ſehr häufig. Kelch-B. P. calycina. 9. Stiel lang und verbogen; der ganze Pilz meiſt dunkelbraun, trompetenför ör⸗ mig; Scheibebild pfenniggtef, Auf faulen Eicheln und Ae ii 5 häufig. Frucht⸗B. P. fructigena.

fa kugel ſchwarz, Hein. An morſchen Aeſten, Stine den Blättern u. ſ. w., in W. u. Fr., häufig. Geſchwärzter B. trat a. 55 iche n linſengroße) Pilze auf verwitterndem Viehdünger. (AGs - cobo! Us.) 11. Art

1

1. Außen glatt, kegelförmig, röthlich, dann bräunlich und ſchwarz. Glatter B.

P. glabra.

E kleiig; napfig, braun oder grünlich. Klein⸗B. P. fur furacea. Becher anfangs je kugelig geſchloſſen, meiſt kelchartig und meiſt geſtielt

ae (Eig. 14. b.) 1

1 von Anfang an 19 ſchüſſel⸗ oder ohrförmig, ungeſtielt. (Fig. 14 a, 15) 24.

3. Außen rauh behaart, beſonders am Rande, oder mit angedrücktem Zotten⸗ filze; ungeſtielt oder geſtielt. 14. \ Pr. unbehaart; geftielt. 17.

Geſtielt. Im Frühlinge (April). Scharlachroth innen, außen röthlich, weiß⸗ zottig. Der lange Stiel des kirſchgroßen weinglasartigen Bechers wurzelt auf unter der Erde verborgenen faulenden Baumzweigen. Ein reizender Pilz. Sul an Dämmen und auf mooſigem Laubwaldgrunde. Schar⸗ lach⸗B. P. coccinea.

Ungeſtiel. Im Sommer oder Herbſt, ſelten im Fr. 15.

5 . blaß, rehbraun oder grünlich-grau. Halbkugelige Näpfe, etwa kirſch⸗ groß und darüber. In Laubwäldern, ſehr häufig. Halbkugel-B. 2 a, hemisphaerica. ee. roth, r öthlich oder orange. 16. 16. Scheibe ziegelrotpcͤh. W. d. v. e eee B. P. hirta. E blaßröthlich. Flach napfförmig, glänzend-braun. W. d. v. Brauner F brunnea. ? be orangebräunlich. Vom Fr. bis H. e riger B. Ene lan oloma.

* Scheibe roth (ſcharlach oder orange), wenigſtens in der Jugend. 18. . ſchwarz oder braun. 19. grau. Bis fingerhoch, halbkugelig, bis daumenbreit, lang geſtielt. Stiel

am Grunde knollig, im S. u. H., nicht zu häufig. Langfuß⸗B. P. macropus.

Sans ‚ungeftielt, bald ausgebreitet, außen runzelig, am Rande behaart. ihlicher B. P. rutilans. 1 15

8 eſtielt, anfangs kugelig, bis über haſelnußgroß, außen bereift, am Rande mehlig, eingekerbt. Im H. u. Fr., häufig in Wäldern. Köhler- B. P. carbonaria.

De

Stiel lang, am Grunde knollig verdickt. Becher braun. 20. g gleichmäßig. Becher glockenförmig. 21. er halbkugelig, über fingerbreit, mit a Schüppchen. Stiel

u ens 0,02 m. lang. In Wäldern, im S. u. H. Zwiebelſtieliger f . e

21.

22.

24.

25.

26.

27.

28. Aufgerichtet⸗haſenohrförmig, dottergelb oder braun. 29. N A

29. 30.

31.

5 am Grunde e Im Fr, in Bien, auf at

Knollen⸗ B. P. tuberosa.

Becher über fingerbreit, blaß, gelblich oder gebräunt. Stiel ie 0, 01 hoch. Im ©. u. H., am Boden oder an Baumſtümpfen. Shiüf ſel⸗ B. P. Catinus.

Becher meiſt breiter, außen düſterbraun, innen ſchwarz. Stiel kurz, im W.

u. Fr. In Nadelwäldern, zuweilen an morſchem Holze. Schw 1 1 0 er e B. P. mela en a. |

Becher derb und langgeſtielt. (Figur 14,b.) Stiel grubig gefurcht. 23.

f E ſaſt oder ganz ſtiellos. 24. DB.

Becher tellerartig, grau, oft ſchwärzlich, dann weißlich, daumenbreit. en. N 155 0, o2 m. lang, gefurcht. In Wäldern, im ©. Furch en⸗ 8 U cat a.

775

L vertieft, ſchön braun, außen etwas aderig, bis daumenhoch. Stiel weiß.

In Wäldern, Parks, Gärten u. ſ. w., faſt ſelten, im Fr. u. H. date = ten-8. P. Acetabulum.

Becher außen körnig oder kleiig⸗ſchuppig, nicht ohrförmig. 25. kahl und glatt, nur bereift, oder zart weichhaarig, oft ohrförmig. 27.

Becher anfangs blaſig⸗rund, ganz ſtiellos, innen grau, außen weißlich, fins gerbreit. In Wäldern auf feuchtem Boden, im S. u. 9 nicht häufig. Puſtel⸗B. P. pustulata.

innen gelb, bräunlich oder weißlich. 26. 8

Becherähnlich geformt, oft aber bis fauſtgroß, innen meiſt gebräunt, klaß⸗ gelb, mit körnigem Rande. Auf bebautem Boden, verwitterten Vieh⸗ düngerhaufen, v. Fr. bis Herbſt, häufig. Blaſen⸗B. P. vesiculos a.

innen wachsgelb, blafen- oder trichterförmig oder napfartig, außen weiß⸗ lich⸗wollig. Auf 1 häufig in Miſtbeeten, auch an morſchem Holz⸗ werke, im S. Wachs⸗B. P. cerea.

Scharlach oder ſchön orange, außen blaß; ſchüſſelförmig, bis 0, 06 m. 99 bis O0, o4 m. hoch. In mooſigen Laubwäldern, oft am Grunde der Stämme am Wege, häufig, im 9. Orangen⸗B. P. aurantia. i

Gelb oder braun oder umbra, meift ohrförmig, bis fingerlang, meiſt halb ſo breit. (Fig. 15 a.) 28.

1 ae

.

1

Nicht aufgerichtet, gelblich, braun oder umbra. 30.

Innen braun, außen mehlig. In Nadelwäldern, meiſt an mooſigen wege im S. u. H. Haſenohr⸗B. P. leporina.

dottergelb, außen etwas weichhaarig. In Laubwäldern häufig, u zwiſchen abgefallenem Laube, im H. Eſelsohr⸗B. P. onotica. 11

Rand anfangs eingerollt; innen braun oder umbra bis braunviolett, Bi über O, 1 . breit. 31. 2 85

1 .

. i

Sehr gedreht gewunden, innen zimmetbraun. Faſt ſelten. M af 60 e P. cochleata. «

Meift einfach ohr⸗ oder napfförmig. 32.

| Meiſt u unter guukgesig. Ka ente en br auner B. P. I ffEZ2 l 1 7 . . . je FF . ee, 3 5 + eV VE a N

23. Füllpornpilz. Craterellus. ae:

imbrabräunlich, feinſchuppig, am Saume wellig verbogen und gelappt, thaler⸗

bis handbreit, zu etwa fingerhohem und dickem, gedunſen-hohlem, gelb oder blaugrauem, dunkelndem Stiele verengert. Truppweiſe unter Geſträuch, im

St. und H., nicht zu ſelten. Fig. 15 b.) Todtentrompete. C. cornu- = copioides. 5 Bis 3 TIER 2 u ch in Geſtalt und Größe. Stiel anfangs voll, dann hohl, gelb. Gelber F. C. lutescens.

ee 6

5 5 % 81. Euterträger. Thelephora.

e warzig⸗höckerig oder krümelig. Geſtielte (Fig. 18.) oder un geſtielte Pilze, zumeiſt aber auf der Erde ergoſſene und e

daſelbſt oft Moos, Laub und abgefallenes Gezweige überziehende Kruſten. 25. 5

r 5 glatt, höchſtens mit Papillen oder Borſtchen bekleidet. Stets ungeſtielt. ;

Nur tan Holz, meiſt unter der Rindenoberhaut hervorbrechend (Fig. 16.), |

dieſelbe im weiten Umfange abſtoßend und an ihrer Stelle den Zweig in-

5 ecruſtirend, oder auch muſchelförmig (Fig. 17.) ſich hebend. 2.

2. Kruſtenartig angegoſſen, mit dem Holz verwachſen, auch der Rand nicht frei. 3.

Oft nur am Mittelpunkt angewachſen, wenigſtens der Rand iſt frei gehoben. 16.

8. Rand kahl. 4.

R 1 Abſakeris, ſtrahlend oder filzflockig. 11.

5 Gefärbt. 6.

1 5 Dünn fleckenweiſe oder ausgebreitet. Die Baumrinde ſieht davon wie be⸗

5 tüncht aus; ſpäter gelblich oder ſich bräunend und riſſig. Häufig. Kalk⸗Eu. egal 0 ea.

Ä Die geſchwollen, fleiſchig, halbkugelig. Fruchtlager mit büſcheligen Borſten. 25 Borſten⸗Eu. Th. setigera. « Fruchtlager grau, der Pilz weite Flecken oder Ueberzüge bildend. A ſch⸗ 2 grauer Eu. Th. cinerea. GR D anders gefärbt. 7.

Fruchtlager gelb oder gelbröthlich, trocken riſſig. 8. fleiſchröthlich, kirſchroth. 9. Fruchtlager gelbröthlich, feucht ſchmierig, eben und glatt. Beſonders an Haſeln, Eichen. Freſſender Eu. Th. come dens. ocher ar goldgelb, feinkörnig, nicht ſchmierig. Beſonders an Nadel- holz. Schergelber Eu. Th. ochracea.

Fruchtlager nackt, Rand eingerollt, unterhalb ſchwärzlich. Eichen⸗E. Th. 1 . 2 erc 1 na. 2

2

Fruchlager an . a großen eckigen Papillen. Prisma⸗Eu. . 2.

Pen 1 10 ee mit kleinen e Sent va 8

7 lei Bäumen, faſt gemein. Fleiſchrother Eu.

Hat 11. Fruchtlager weiß, wird gelblich. 12.

fleiſchröthlich. 13. e

l braun oder bräunlich oder gelb. 14. N 42

Br 12. 340 f. viſſig, 155 e am Rande faſerig. Faſt gemein Milch⸗Eu. Th. lactea.

Dick, knorpelig, 1 7 aufgeſchwollen, durchſcheinend, am Rande zeichen oft weit ausgebreitet. Häufig, nur an Nadelholz. Rieſen⸗Eu. Th h.

gigantea. 13. Fruchtlager ſammethaarig. An Eichen und Buchen. Sammet⸗ ER rn. velutina. 8

blutroth, eben. Nur an Laubholz. Blut⸗E. Th. sanguinea. mattröthlich, riſſig und runzelig. Nur an Nadelholz. Roſen⸗ Em h.rosea. 14. Flockig, gold⸗ oder again: Fruchtlager gelbbräunlich, weißborſtig, ef Nicht ſelten. Schwefel „Eu. Th. sulphurea, Dünnhäutig, an keinem Theil ſchwefelgelb. 15.

15. Fruchtlager fleiſchroth oder graulichgelb. An Heften. Glatter Eu. Th.

laevis. =

Fruchtlager ochergelb. An Holzwerk in Gebäuden. Strahliger Eu. Th. radiosa.

16. Fruchtlager weißlich, gelb oder bräunlich, durch Druck ſich alsbald Str, färbend. 17.

an und für ſich blutroth oder purpurroth oder bläulich; meift Be

förmig, nur am Mittelpunkt angewachſen. 18. er

braun oder gelb. 20. „„

17. An Aeſten und Stämmen von Nadelhölzern. Glatt, kaſtanienbraun; Fruchtlager gelblich oder gelbgrau; faſt häufig. Runzel⸗ Eu. 72 rugosa.

von Laubhölzern. Striegelhaarig, ledergelb oder weißlich, Aas 0 zont; Fruchtlager bräunlich oder grau; ſehr häufig. W Eu. Th. sanguinolenta.

18. Becherförmig, nur an der Mitte angewachſen, erbſen⸗ bis pfennigbreit.

Dachziegelförmig gehäuft, dickfilzig überkleidet, weißlich oder doch mattfarbig Fruchtlager lila, kirſchroth, violett oder purpurn. Sehr häufig. P urpu Hi Eu. Th. purpurea.

19. Fruchtlager blutroth, nackt und eben. Ueber pfenniggroß. Nicht Hin ufig, beſonders an Weiden. Weiden-Eu. Th. salicina. 5

fleiſchroth, ausbleichend, blaſig⸗höckerig, trocken riſſig. Nur bis 0,007 breit. An Birkenzweigen, häufig. Fleiſchfarbiger Eu. Th. 8 coides. | :

20. Außen glatt, höchſtens am Grunde etwas filzig. 21. ER: EE filzig behaart. 23. 5 21. An Nadelholz. Fruchtlager roſtbraun, abblaſſend, ee ü

. Tannen⸗Eu. Th. abietina.

ehren, An Ss; felten. Th. uf a.

rt, riſſig aufſpringend, ſchwarzbraun; Fruchtlager conver, roth⸗ Beſonders an Bei: Stü u Eu. Th. frustulata.

Sie 80 eine gelb, oder bräunlich gefärbte fädige Mittelſchicht. 24. D ocher⸗, oft dottergelb, nackt und glatt; außen graubraun oder blaß (gelblich . 77 oder gelbgrau), rauhaarig, oft etwas gezont. Ein ſehr gemeiner, aber ziemlich veränderlicher, raſenweiſe an morſchen Laubbäumen, beſonders an mooſigen Baumſtümpfen wachſender lederartiger, faſt bolgiger Pilz. Rauhaar⸗Eu. Th. hirsuta.

. Mittelſchicht gold⸗ oder ſchwefelgelb. Beſonders an Haſelſtämmen, nicht zu häufig. Taback⸗Eu. Th. tabacina. weißlich. Beſonders an Eichen, Erlen, Birken. Kaſtanienbrauner Eu. Th. spadicea. gelbbräunlich. Beſonders an Buchen und Eichen, nicht ſelten. Roſt⸗ farbiger Eu. Th. rubiginosa. Mehr oder minder geſtielt, trichter⸗ oder fächelförmig aufrecht. Hüte meiſt 1 mit einander verwachsen. Nur auf Waldboden. 35. Ungeſtielt, kruſtenartig verbreitet. Auf Erde oder an Holz. 26. Auf der Erde. Mooſe, abgefallene Blätter und Zweige oft dick über⸗ ziehend. 27. i

An Bäumen oder Holzwerk. 32.

| 7. Weißlich oder gelblich. 28. Braun. 30.

8 Ckelbafter ſtarker Geruch. Formloſe, fußweite, weiche Ueberzüge. Fruchtlager rothbräunlich. In Buchenwäldern, ſelten. Ekel⸗Eu. Th. fastidios a. . Nicht ſolcher Geruch. 29.

In Laubwäldern. Talgartige, bald härtere, hoch-höckrige weiße Maſſen (ſpäter gebräunt). Talg⸗Eu. I h. sebacea.

In Nadelwäldern. Anfangs ſchimmelartig, dann fleiſchig, gelblich. Schim- al mel⸗Eu. Th. byssoides.

. Rande zottig oder faſerig zerſchliſſen, röthlichbraun oder gebräunt. 31.

Purpurbraun, am Rande in dick⸗ährenförmige Lappen zertheilt, die an der = Spitze weißlich und zerſchliſſen ſind. In Laubwäldern, nicht häufig. Aehren⸗Eu. Th. spiculosa,

N it aufſteigenden gefranſten Aſtlappen; blaß ſich bräunend, anfangs weich, ann zähfeſt. Kamm⸗Eu. Th. cristata.

Einfach verbreitet, röthlichbraun, lederartig, meiſt übereinander gelagert. mein, beſonders am Grunde alter Bäume. Zerſchliſſener Eu. Th. la cini ata.

nn gebriurt, durch Druck dunkelbraun. Selten, an Tannen und chen. Brauner Eu. Th. fus ca.

9419 5 derber, ofen Auch an altem 1 nil Selten. me f ra Eu. Th. ferruginea. I

55 31. Widerlicher Geruch; gelbbräunlich. In Ställen und font. in der Nähe t ) I Viehdünger auf Höfen an der Erde. Stall-Eu. Th. stabulari

Geruchlos; gelblich, dann mit olivenbraunem Staube, weißflockig umſäumt. An Holzwerk der Brunnen und Waſſerleitungen. Brunnen⸗ Eu. Th. put anea. i

35. Stiel in einen trichter⸗ oder ichelförmigen zerſchlitzten, oft äftig oder hand⸗ : förmig getheilten Hut ſich erweiternd. Oft eßbar⸗fleiſchig, blaß, grau W violett oder purpurrothbraun; meiſt kahl oder ſchuppig. 37.

Stiel oberhalb veräſtelt und die meiſt verwachſenen, Pace r Hüte tragend. Lederartig. Grau, braun oder braunröthlich, ſelten violett; 5 weich⸗ oder ſtriegelhaarig. Beſonders in Nadelwäldern. 36. :

Be ‘ab, Bon ſcharfem, adſtringirendem Geſchmack. Aeſte verbreitet, meiſt handſör⸗ |

1 mig getheilt. Hut braunroth, oft in's Violette, filzhaarig. Häufig. 25 Handförmiger Eu. Th. palmat a.

Ohne ſolchen Geſchmack. Aeſte ſeitlich verwachſen, nicht ſo veräſtet. Hüte

oft kelchig oder dachziegelförmig mehrere verwachſen, zottig-haarig, braun ee graubraun. Erd⸗Eu. Th. terrestris. u

37. Hut trichterförmig, fächelig zerſchlitzt, eingeſchnitten, oft mit äſtigen GW terungen, purpur⸗rothbraun, oft in's Violette, bis fingerhoch; nicht feltene Nelkenfarbiger Eu. Th. car yophyllae a.

Hut trichter⸗ oder ſchmal trompetenförmig, ſelten ſo zertheilt, aber 15 fächelig⸗ oder grubig⸗faltig, weißlich, grau, blaßgrau oder violett. (Cra terellus.) 38. 5

| 38. Monſtrös gefaltet oder zertheilt oder verwachſen, weißlich, röthlich oder violelk;

=

Stiel kurz und kahl. Bis fingerhoch und bis 0,1 m. Breite. Am Grunde alter mooſiger Baumſtämme, im H., nicht ſelten. Von ſäuerlichem Ge⸗ ſchmacke, eßbar. Keulen⸗Eu. Th. cla vat a. =

Er

Nicht monſtrös, lange nicht fo hoch und breit, lederartig. 39.

39. Weißlich oder blaßgelb oder blauröthlich; flach, trichterförmig, oft etwas ſchuppig und gefranſt; Fruchtlager ſtreifig, mit Härchen; Stiel fig be⸗ kleidet. Raſenweiſe, ſelten. Th. pannosa.

Hut flockig⸗zottig; Fruchtlager mattgrau, Rn glatt. Blumiger En Th. florida (sinuosa.) 5

35. Kappenpilz. Leotia. But zähe, frei, gelblich, bräunlich oder graugelb. Stiel blaß. In Nadelwäldert f ſelten. Kreis hut⸗K. L. circinans. g

E gallertig⸗knorpelig⸗ sitterig , Rand dem Stiele angewachſen, grünlichgel 5 Stiel goldgelb. Im Schatten feuchter Laubwälder, in Schluchten, i S. und H., nicht zu ſelten. Schlüpfriger K. L. lubrica. |

36, Helvelle oder Lorchel. Helvella. 1 55 1

1. Hut ſchwarz oder grau, 2- bis Zhörnig aufſtrebend. Stiel gran der ſchwarz. 2. 58

[ gran 2 8 zellig⸗ grubig, mindeſtens fingerdick, am Grunde verdünnt. Vom Fr. bis H., in lichten Wäldern. Grübchen-H. 0 lacunos a. & . ſchwarz i innen und außen, zuweilen grubig, nur bleiſtiftdick, am Grunde dicker. In Nadel⸗ und Buchenwäldern, im H., ſelten. Schwarze H. 15 H. atra. 8 3. Hut wenigſtens oberhalb weißlich oder blaßgelblich. Stiel grubig oder ge- rippt⸗zellig. 4. braun. 6. ; 4. Stiel hin und her gebogen, breit gedrückt, weißlich. Im S. und H. Selten. 5 Elaſtiſche H. H. elastica.

ziemlich gerade. 5.

5. Hut wellig, hand⸗ bis fußbreit und eben jo hoch. Stiel über daumenbreit, tief im die Erde verbreitert. Auf mooſigen Waldſtellen, im Fr., ſelten. Rieſen⸗H. H. gig as. 11.

mit mehreren zurückgeſchlagenen Lappen. Stiel gerippt⸗zellig. Weit ; Heiner. Beſonders an Teich- und Sumpfrändern. Nicht häufig. Krauſe

. 8. H. erispa. * 2 5

ö 6. Hut gedunfen, wellig gefaltet, ungeſtaltet, bis handbreit. Stiel oft blaßröthlich And auch verzerrt, weißflockig bekleidet. 7.

Hut * es ſtrecken ſich 2—4 zugeſpitzte er hörnerartig

Er:

empor. BT: 5 Subſtanz, wohlſchmeckend. In ſandigen Nadelwäldern, auch auf Wieſen, in Obſtgärten, beſonders im Fr., aber auch im S. und H.,

bu gemein. (Fig. 19.) Speiſe⸗H. I. esculenta. * Wierig Subſtanz von bald ſüßlich unangenehmem Geſchmack. Nur unter Fichten und Tannen und Gebüſch, im Fr., ſelten. Verd H. H. suspect a.

8. Hut dreieckig, unterhalb weißlich. Stiel reinweiß, zellengrubig. Geſchmack 5 nach friſchen Mandeln. Sehr ſelten. Gipfelige H. H. fasti- gia ta. &

L eingeſattelt mit mehreren ſpitzen Lappen hörnerartig aufſtrebend, röthlich, ſehr groß. Stiel röthlich. se auf feuchten Wieſen, im H., nicht . zu jelten. Infel⸗H. I. Infula.

ECC EEE REEL 5

37. Morchel. Morchella.

‚en hängt glodenförmig über den Stiel herab, iſt alſo durch 929 untern SR Raub nicht oder och Hur etwas mit dem Stiel verwachſen. 2 x

| er Begeiföcnig, Im ſchattigen Graſe, im Fr., ſelten. Halbfr eie M. 1 Bez

ji 4. Rippen ziemlich parallel, faftige an 1 Stiel hi . außen flockig oder kleiig bekleidet. Im Fr. auf ſchattigen Plätzen. Glocken⸗M. M. patul a, & ee Rippen nur unten paralleler, ziemlich dicht geftellt. Stiel markerfl llt, Kuß ſeidigglänzend. In Gebirgen, im erſten Frühjahr und wieder Ende Herbſt, ſelten. Böhmiſche M. M. bohemi ca. & 25

.

5. Hut kegelförmig zulaufend, zollhoch auf 2 ſingerdickem Stiele. Rippen ſehr regelmäßig, ſchwarzrandig, Zellen flach. Stiel faltenrippig.

In Wäldern, im Fr., ſehr ſelten. Riß füßige M. M. rimosipes. *

Hut eiförmig⸗glockig, über zollhoch. Dicke Rippen und tiefe Zellen. Im Fr, ſehr ſelten. Baſtard⸗M. M. hybrida. * 7

6. Hut eiförmig, ſtumpf. 7 thurmartig und ſpitz auslaufend, braun. 8.

7. Hut gelbgrau oder gelbbraun, völlig eirund, meiſt von der Größe eines Enteneies; die Zellen ſehr ungleichmäßig, mit faltigem Boden. Stiel meiſt fingerdick, glatt, weiß oder weißlich, hohl. Es giebt viele Spielarten, betreffend die Farbe und die Zellenform. Ueberall häufig im erſten Frühjahr bis Johanni nach lauem Regen auf Grasplätzen in

5 Gärten, Parkanlagen, Wäldern, unter Gebüſchen. Die beliebteſte A ee Speiſe⸗ M. M. esculenta. * Hut länglich walzenförmig, kurz zugeſpitzt, bis fingerhoch, rothgelb, mit ver⸗ 5 bogenen Längsrippen. Stiel weichhaarig. Im Fr. auf Lata Pete Nicht häufig. M. deliciosa,

8. Hut mit ofivengeiinem, dunklem Tone, wird bald ſchwärzlich. In Nadel⸗ : wäldern, im Fr., ſelten. Hohe M. M. elata. &

mehr oder minder rothbraun. 9.

9. Wachsartig⸗fleiſchige Subſtanz. Hut daumenhoch und dick, meiſt recht io zulaufend. Die Längsrippen laufen von der Spitze regelrecht hinab; die Zellen ſchmal, tief, mit gefaltetem Boden Reich an Spielarten. Ueber⸗ a

all auf Wieſen, in Obſtgärten, unter Gebüſch, beſonders im Fr. Spitz⸗ 5 M. M. conic a. & N Wäfferige oder gallertige Subſtanz. 10. 5

10. Hut kegelförmig zulaufend. Subſtanz wäſſerig⸗zerbrechlich. In Barngebingen, 5 im Fr. und H., ſelten. Dickfuß⸗M. M. crassipes.

gerundet. Bisher nur erſt in Böhmen gefundene Arten. 11.

11. Subſtanz dünn, gallertig zitternd. Hut fingerhoch und breit, gelbbräunlich. Sehr ſelten. Zitter-M. M. tremelloides. 5

zerfließlich. Hut kleiner, eirund. In Wäldern, im Fr., fen be: Weichhaarige M. M. pubescens.

38. Zahnpilz. Odontia.

Röthlich; Warzen klein, zimmetfarben, an der Spitze zerſchliſſen. An = liegenden Sofzftämmen , das ganze Jahr, ſelten. Franſen⸗ 3.

0 fim briat a. Pas Weiß, dann gelb, braun oder röthlichbraun; Warzen gelbbraun, ſich zu 0060 langen Stacheln verlängernd. Weitausgebreitete Filzlappen an a fallenem Gezweige bildend, faſt jelten. Jupiterbart. Bark 1

3

239. Naſpelpilz. Radulum. Handweit verbreitete rothgelbe Ueberzüge an Buchenäſten, im W. und Fr.

Anfangs unter der Rinde, welche dann ſich ablöſt. Freudig- gelber R.

R Iaet um.

ae Von Anfang an auf Holz oder Rinde. 2.

. Stacheln eckig, ſtumpf, weiß, dicht. Weißliche, graue oder bräunliche dicke

Kruſten mit filzigem Rande. Im S. und H., beſonders an alten Weiden,

nicht häufig. Filz⸗R. R. tomentosum.

E ſtielrund. 3. |

3. Weiß, dann gelblich. Stacheln an der Spitze zottenhaarig. Bis handgroße

Kruſten an alten Eichen, im W. und Fr. Nicht häufig. R. quercinum.

Weißlich, gelblich oder röthlich. Stacheln nackt. An Rinden, beſonders der Kirſchbäume, anfangs kreisförmige Kruſten, im H. und W., nicht ſelten. Kreis- R. R. or biculare.

40. Eggenpilz. Irpex.

1. Stiel mittel⸗ oder ſeitenſtändig. Hüte mit einander verwachſen, fleiſchig,

weiß, vergilbend, zottig, bis 0,02 m. hoch und dick. Stacheln flach, gewun⸗ den und eingerollt. Auf feuchtem, mooſigem Waldboden, im S. und H., nicht zu häufig. I. confluens (Sistotrema.)

Ungeſtielt; an Holz und Bäumen. 2.

2. Abſtehende, meiſt geſellig neben einander ſtehende Hüte. 3.

Angegoſſene, korkzähe Ueberzüge. 4.

3. Hut und Zähne weiß. Selten, an abgefallenen Buchenäſten. Milch weißer Ee. I. lacteus. |

Hut weißfilzig, Zähne violett, oft mit bräunlichem Tone. Beſonders an Nabel- holz, gern in gemiſchten Waldungen, ſehr häufig. I. kus co-violaceus. 4. Zähne meiſt ſchief gerichtet. 5.

nach verſchiedenen Richtungen aus einander, fingerförmig oder franſig, durchweg milchweiß. Beſonders an Kirſchbäumen und Birken, im S. u. H., ſelten. I. para do xus.

3 Zähne ungleich, eingeſchnitten, immer fehr ſchief gerichtet. Häufig an Rinde und Holz von Laubholzäſten, jederzeit. Schiefer E. I. obliquus.

E gleich, ganzrandig, ſpatelförmig, am Grunde netzaderig verbunden. An flaulendem Tannenholze, ſeltener. Spatel⸗E. I. spatulatus.

5 41. Stachelpilz. Hydnum. 1. An Holz. 2.

Auf der Erde. Zumeift in Nadelwäldern. 15. 2 Hut umgewandt oder kruſtig angewachſen, alſo die Stacheln meiſt horizon⸗ tal oder nach oben gerichtet. Seltene und meiſt ſehr zarte Arten. 3. Hut nicht umgewandt, meiſt geſtielt, die Stacheln nach unten. 10.

tacheln weiß, nur trocken gelblich. 4.

von Anfang an zimmetfarbig, lila oder gelb. Nur an Nadelholz. 7. - gelbbräunlich. 8. 2

4. Stacheln über 0,002 m. lang. 5. eee kurz, meiſt nur 0,001 m. 6.

5. Kruſte am Rande und unterhalb zottig. H. mu ci dum.

nackt, papierdünn, durchſcheinend; häufig. H. dia phanu m.

faſt ganz fehlend, die Nadeln hängen büſchelig da, an Nadelhölzern. H: fäsciculare.

6. Nur in flockenartiger Verbreitung, glatt. H. subtile.

Mehlige Kruſte. H. farinaceum, Häutig zuſammenhängende Kruſte. H. niveum.

7. Stacheln gelb, 0,002 m. lang. H. Pin as tri.

zimmetbraun, am Grunde weißzottig, 0,001 m. lang. H. bicolor. lila, bis O, oo4 m. lang. H. Hollii.

8. Glatt. Stacheln pfriemlich, ſchönbraun. H. membranaceum. Filzig. Stacheln am Grunde dicker. 9.

9. Anfangs bienmiggeoße Kreiskruſten, grauzottig; Stacheln graubraun oder

ſchwärzlich. H. fusco-atrum. Unregelmäßig ergoſſen, filzig, rothbraun. H. fexrrugineum. N

10. Ungeſtielte, ſeitlich angewachſene Hüte. 11.

Hüte geſtielt. Stiel einfach oder veräſtelt. 13.

11. Gallertig zitternde dicke kreiſelförmige Maſſe, 0,01 bis 0,1 m. breit, am Gre

faſt ſtielartig; in Grau oder Braun. Stacheln kegelförmig, kurz. An morſchen Tannen, im H., ſelten. Zitter-St. H. gelatinosum.

Kork⸗ oder lederzähe Maſſe. Faſt gleichgroß, muſchelig, dünn, gelb. Stacheln ſehr klein, gelbröthlich. An Nadelholz, jederzeit. O 1 gelber St. H. ochrac eum.

Fleiſchig⸗eßbar; Hut zertheilt. 12.

12. Hüte weißlich bis gelb, 0,02 bis 0, m. breit, dickfleiſchig, ſehr wohlſchmeckend

Stacheln über 0,01 m. lang, gelb, oft mehrere verwachſen, gebrechlich. An alten Baumſtämmen an freien Waldſtellen. Ungleichzähniger St. H. divers i dens. &

Ganz ähnlich, a aber die Stacheln zähe und bald rothbraun. 805 tiger St. H. cirrhatum. & 15

13. Stiel ſtrauchartig veräſtelt (Fig. 22,b.), an den Enden der Aeſte ſind

die Stacheln gruppirt, weiß, dann gelblich oder gelbröthlich, meiſt O,1,- aber bis 0,3 m. hoch und breit. Ein prächtiger Pilz, eßbar. An Laub⸗ und Nadelholzſtämmen, im H., doch nicht zu häufig. Korallen⸗ Sr H. coralloi des. &

——— Stiel nicht veräſtelt. 14.

14. An auf dem Boden faulenden Kienäpfeln. Hut pfenniggroß, braun, 10 0

löffelförmig; Stiel ſeitlich, aufrecht, braunſchwärzlich, fingerlang, meiſt ſchwefelholzdick, innen ſchwarz, Stacheln wenig, braun. Im Herbſt, nicht ſelten. Ohrlöffel⸗ St. H. Auris calpium. 5 Beſonders in in den Höhlen alter Waldbäume. Hut eiförmig, voll, hängend, * weiß, gelb werdend, meiſt an kurzem dickem Stiele, 0,1 bis m. lang, fleiſchig, zottig⸗ 15 Stacheln hängend. Nicht häufig. Sgel⸗ St. 15 K. Erin aceus. N

15. Hut kork⸗ oder lederzähe. 16.

E ſeeiſchig⸗eßbar. 24. 16. Stacheln und Sporen weiß und auch weiß bleibend. 17.

gefärbt oder ſich färbend. 18.

17. Hut etwas vertieft, filzig, concentriſch gezont, meiſt grau. In Nadelwäl⸗

dern, im H., nicht ſelten. Filz -St. H. tomentos um.

tief trichterförmig, kahl, braun, dann ſchwarz. W. d. v., aber auch im S. und ſeltener. Schwarz weißer St. H. melaleucum.

18. Hut außen oder innen mit Zonen. 19.

ohne Zonen. 21.

19. Hut und Stiel orange; Hut nur innen gezont. Drangen-&t. H. au-

rantiacum. roſtbräunlich, meiſt innen und außen gezont. 20.

20. Hut korkig, ſtrahlig gerunzelt, mit Auswüchſen, bis handbreit, ſtark gezont.

Stiel ſchlank, am Grunde knollig. In Laubwäldern, im S. und H. Gürtel⸗St. H. zonatum.

lederartig, kleingrubig, ſchuppig, kleiner. Stiel kurz, wurzelnd. In Nadelwäldern. Becher ⸗St. H. cyathi forme.

21. Geſchmack alsbald oder bald ſcharf und brennend. Stiel oder Hut innen

gefärbt. 22 nicht ſcharf. Der Geruch angenehm, meiſt mehlartig. 23.

22. Hut weiß, dann braun, ſchwarz, am Rande mit violettem Schein. Stiel

weiß, blau oder braun, innen braun. Selten. Aſchgrauer St. I. cinereum.

nicht ſchwarz werdend, grau oder irgendwie braun werdend, derb; innen blau marmorirt. Stiel röthlichbraun. Beſonders in Haiden, nicht zu häufig. Compakter St. H. compactum.

23. Hut 0,01 bis 0503 m. breit, ſammethaarig, weißlich, bald gelbbraun und

trichterig, Stiel und Stacheln auch bräunlich, Stiel filzig. Innen bräunlich. Sammet⸗St. H. velutinum.

meiſt weit großer, filzig, bläulich weiß. Stacheln violett. Stiel bläu⸗ lich. Innen weiß und blau⸗bunt. Geruch etwas nach Anis. Wohl- riechender St. H. suaveolens.

24. Hut mit derben Schuppen, braun oder dunkel violettbraun. Stacheln weiß,

dann grau oder bräunlich. 25. Hut höchſtens mit zarten Schüppchen. 27.

= Geruch widerlich. Hut rothbraun, weißfleiſchig; Stacheln graubraun. 22 Stinkender St. H. foetidum. 1285

Faſt oder ganz geruchlos. 26.

26. Schuppen des Hutes dünn und verſchwindend. Hutfleiſch concentriſch gezont.

Stacheln ſich bräunend. Schuppiger St. H. subs quam os um. &

groß und derbfleiſchig, abſtehend, eckig bleibend, concentriſch, ſich mit der Zeit ſchwärzend. Hut umbrabraun, bis über 0%. breit, jcheibig, flach⸗ gewölbt, in der Mitte etwas eingedrückt, Rand ſcharf. Stiel fingerdick, 001 m. bis 0,0 m. hoch, weißlich, kahl. Ein derbfleiſchiger, aber wohl⸗ ſchmeckende u. reichliche Mahlzeit gebender Pilz. Gemein u. maſſenhaft, im S. u. H., in allen Nadelwäldern. Hirſchſchwamm, Habichtspilz. Dachziegelſchuppiger St. (Fig. 210 H. imbricatum. *

28. Sat ange nah 1 Einen und Stiel gem Glatter St. H.laevigatum. 4 1 mit röthlichen Wärzchen bedeckt, feinſchuppig, weiß, am Rande ri fi lich oder gebräunt. Stiel grau. Stacheln weiß, fih bräunend. Rau weißer St. H. fuligineo- album. &

29. Hut kahl, rothbräunlich, bräunlich, gelblich oder gelb, meiſt handbreit, fei 1 ſchig, unregelmäßig geſtaltet, mit ſcharfem Rande. Das Fleiſch weiß, röthlich oder gelblich, wohlſchmeckend. Stiel bis fingerhoch, derb, am Grunde etwas fnolig, blaß, meiſt weißlich, oft ungeſtaltet. Stacheln ſehr brüchig (wie auch der ganze Pilz), dicht, pfriemlich, röthlich, gelb: Aa lich oder gelb. In Nadelwäldern, an lichten Laubwaldſtellen in geſelli⸗ 5 ger Verbreitung, im S. u. H., ſehr häufig. Ausgeſchweifter St. H. repan d dum. # 2

or filzig. Ziemlich jelten. 30.

2 30. Hut braunroth, weichhaarig, meiſt etwas gezont. Stacheln braun. Bra aun 5 5 Beether St, Hrufescens 8 graubräunlich oder graublau. Stacheln weiß bleibend. Sehr fetten. & Violetter St. H. violescens. & e

42. Leberſchwamm. Fistulina.

Bis handgroß und darüber, anfangs faft die Farbe von rohem Fleiſche, dann rothbraun, unterhalb die weißgelbliche Röhrenſchicht. Stiellos. Horizontal anſitzend an Baumſtämmen, in lchten Laubwäldern, Park⸗ Anlagen, Gärten ꝛc. Zur Zeit der Reife roth thränend, fo daß die ganze 5 Unterſeite naß bethaut iſt und Tropfen fallen, und er iſt dann eine de⸗ lllllicate Speiſe nachher bald holzig austrocknend. Anfang Herbſt, m, haufig Und auffällig. Blutſchwamm, Leberſchwamm. F. h 5 pati ca. * 00 0

H—

43. Ader⸗ (oder Hz) Schwamm. Herulius. 8

N "Räfferig oder (ſpäter) milchig tropfend. Geruch ekelhaft. Anfangs 8 Schimmelflocken, bald als weiße, gelbliche bis braune, ſchwammige, groß: Filzlappen; unterhalb ſammethaarig und violett werdend. Fruchtlag

grubig und netzaderig, roſtbraun oder zimmetfarbig. Alles Holzwerk in

Wohnungen überziehend und zerftörend, ſelbſt das Mauerwerk angreifend.

Durch den betänbenden Geruch und die Feuchtigkeit feine Nähe auch g . ſundheitsgefährlich. Der bekannte und gefährlichſte „Haus e

M. lacrzmans. %&

a Nicht tropfend, nicht in den Wohnungen. 2. 2. An Nadelholz. 3

An Laubholz. 1

55 3. Durchweg goldgelb, zarthäutig. Krauswirre Faltenlöcher. Gold- A. M.

Auxreus. a

| Weißlich, dann röthlich, fleiſchhäutig, Rand e N e i = M. serpens. ER

. tremellosus.

meiſt gelblich oder mattröthlich. Leder⸗A. M. Corium.

44. Wirrſchwamm. Daedalea.

1. Blaß korkfarbig außen und innen und korkzähe, runzelig-wellig, faſt kahl, ohne Zonen. Das Fruchtlager ebenſo gefärbt und korkig, beſteht aus ga⸗ i beltheiligen, labyrinthartig und oft löcherig eingebogenen Lamellen. In Wealdern, beſonders an alten Eichen; ebenſo an allerlei Holzwerk, Zaun⸗ pfählen; über 0, 1 m. breit, dachförmig anſitzend, mehrere über oder neben

duereina. Nicht gerade korkfarbig; Lamellen meiſt ziemlich einfach. (Lenz ite). 2. 2. Hut kahl, nur in der Jugend mit zartem Filze, lederdick, korkartig, gerun⸗

zelt, ſchmutzig braun, bis über 0, 1 m. breit. L. ziemlich einfach, fleiſch⸗ röthlich. An Holzwerk, Zaunpfählen e. Balken⸗W. D. trabea.

ſammethaarig oder zottig; dunkelbraun, grau oder blaßgelblich. 3.

3. An alten Laubhölzern. Sammetfilzig. 4.

An Nadelhölzern und fichtenem Holzwerke. Meiſt zottig. 6.

. gelb oder braun, höchſtens grau bereift. 5.

E grau, dann braunviolett, einfach, der Länge nach geſpalten, filzig. Hut

bis thalergroß, fächerförmig ausgebreitet, weißfilzig. Nicht 1 ſelten · Spaltlamelle. D. (Schizophyllum) commune.

85 . labyrinthartig löcherig und buchtig verbogen, grau oder rothbraun. Hut aaaſchgrau oder weißlich gezont. Beſonders an Buchen, Kaſtanien, nicht häu⸗ fig. Ein farbiger W. D. unicolor.

L. ziemlich einfach, weiß oder blaßgelb. 6.

6. Hut nur bis thalerbreit, braun und grau gezont, mit weißlichem Rande.

W. D. variegata.

but bis handbreit, gelblichweiß oder graugelbweißlich, dünn, meiſt ungezont. 2. oft gar nicht veräſtelt, weißlich oder blaß. Gern an Birkenſtümpfen. iken W. D. betulina.

Hut goldgelb, dann dunkelbraun mit goldgelbem Rande, endlich ganz dun— kelbraun, rauhzottig. L. goldgelb, ſpäter braun mit goldgelber Schneide, dicklich. Gemein, an Zaunwänden ꝛc. Zaun⸗W. D. sepiaria.

Hut umbrabraun, ſchwärzlich ohne Gelb; ebenſo die papierdünnen Lamellen, anfangs weiß oder grau bereift. W. b. v. Oft viele Hüte reihig ver⸗ wachſen; ebenſo häufig. Tannen ⸗W. D. abietina.

45. Porenpilz. Polyporus.

5 abſthend, meiſ fingerbreit gallert⸗knorpelig zitterig, weiß, fil⸗ 15 5 En 15 uchtlager krausaderig, dann faſt löcherig, blaß, dann dunkel fleiſch⸗ Ri rothbräunlich. S. u. H., ſehr häufig, beſonders an Birken. Zitter- A.

Weder ſo dachartig noch zitterig; lederartig, dünn, weißlich. Fruchtlager blaß, 5 85

einander. Zu Zunder zu verwerthen. Sehr häufig. Eichen⸗W. D.

L dicklich, gezähnt, weiß. Beſonders an Buchen, nicht häufig. Bunter

54

Der Pilz mit freier Ober⸗ und Unterſeite. (Fig. 23, 24). 17.

2. Poren weiß, höchſtens im Alter ſich etwas färbend. 3.

von Anfang an gefärbt. 11. | |

3. durch Druck blutroth, dann bräunlich werdend. Wäſſerige, weiche,

bis handgroße Kruſten an Stämmen, zwiſchen Holz und Rinde, ſelbſt auf der Erde, kaum ſelten. Blut-P. P. Sanguinglentus.

4. Poren flachgrubig⸗napfartig, nicht dicht geſtellt. Der meiſt kreisförmige

Pilz im Umfange flaumig⸗zottig geſäumt. Sehr weich, zart und ver⸗

gänglich. An morſchem Kiefernholz ꝛc., auch am Grunde von Garten⸗

pfählen. (Eine derbe, dicke, höckerige Art der Autoren mit ſolchen flach⸗

grubigen, dichteren Poren (P. corticola) an faulender Pappel oder

Buchenrinde kann ich nur für eine Abart halten). Häufig. Schwamm⸗

geruch. Netzgrubiger P. P. reticulatus. ö Poren tief, meiſt röhrig. 5.

5. Poren groß und eckig. 6.

klein (nadelſtichig), meiſt runde Mündung. Das ganze Jahr. 7.

6. Dünn, aber feſt, eingewachſen nur ſtückweiſe loszutrennen; im Umfange faſt

kahl. Poren in der Jugend meiſt weich behaart, ſpäter oft ſchmutzig⸗gelb

oder olivengrünlich. An morſchem Holz, beſonders in Gebirgswäldern,

auch auf Lohbeeten. Loh-P. P. vaporarius. 1

Zart, weich, im Umfange ſeidig⸗flockig oder ⸗zottig:

a. Eben. Poren gezähnt, anfangs oft weich behaart. An Holz und Aeſten in Wäldern. Ras pel-⸗P. P. Ra dula. 8

b. Meiſt gerippt. Poren ganzrandig, kahl, oft ſich bräunend. An Stäm⸗ men oder auf der Erde. P. Vaillant ii. ö

7. Sehr zarte Kruſten, in der Jugend ſeidigflockig-ſchimmelartig, dann entſteht

in der Mitte das Porenlager, welches flockig umſäumt bleibt. Das ganze Jahr. 8. 5 : Derbere, im Umfange kahle Kruften. 9.

8. Nur auf feuchter Erde. Poren ſpäter rothbräunlich. Erd-P. P. ter-

11. An Aeſten oder Stämmen von Laubhölzern. 12. 8 0

restris. An faulendem Nadelholz in Wäldern. Sehr weich, aber oft dick. Moder⸗ P. P. muci dus. |

An morſchem Holze, auf altem Laube. Weich, dünn und verwiſchbar zart. Weicher P. P. mol lus cus. i

9. Zähe, weiche, abziehbare Lappen, von ſäuerlichem Geruche. An alten Bret⸗

tern e. Schwielig er P. P. callosus. Ohne ſolchen Geruch. Läßt ſich nur ſtückweiſe abbröckeln. 10.

10. Wäſſerig durchſcheinend, wellig, im Umfange zottig. An morſchen Buchen⸗

ſtämmen, faft häufig. Glas artiger P. P. vitreus.

Trocken, nicht wellig, trocken papierartig, im Umfange beſonders im Anfange zartflockig. Poren oft ſchief. Beſonders an liegendem altem Nadelholz, nur ſtückweiſe abtrennbar, häufig. Gemeiner P. P. vul- garis. i 1

von Nadelhölzern. 16.

ar 8

125

115

+

14 15.

16. 17

18.

19.

20.

m bert Pfählen, Zäunen, ſelten an Aeſten. Bis handgroße, oft dicke, zähe, anfangs braune oder röthliche, am Rande flockig⸗faferige Kruſten. Poren ganzrandig, gleich, nicht klein. Häufig. Ang ed rück⸗ ter P. P. contiguus.

Poren ſattgelb oder fleiſchröthlich. 13.

braun oder bräunlich. 14.

Sattgelb, beſonders an Buchen. Glanz-P. P. nitidus. fleiſchröthlich. An Buchen oder Eichen. Schim mer-P. P. micans. Poren ſehr klein, eckig. 15.

gerundet, zimmetbraun. Kruſte zäh, etwa fingerdick, anfangs fahlgelb, dann roſtbraun, faſt nur aus Poren beſtehend. e an Erlenholz. Roſtbrauner P. P. ferrugineus.

Kruſte bis pappedick, wogig. Braun, grau ſchimmernd. Rothbrauner 9 SB. rufus.

meift dicker, braun, fih ſchwärzend, mit kammartigem aufrechtem

Rande. Schiefer P. P. obliquus.

Dunkelroth oder violett. Veilchen-P. P. violaceus. Fleiſchröthlich. P. incarnatus. Ungeſtielte, horizontal anſitzende Hüte. (Fig. 23.) 18.

Mit einfachen oder veräſtelten Stielen, ur doch ſtielartig am Grunde zu⸗ ſammengezogen. (Fig. 24.) 59——

Beim Durchſchnitt ſieht man die W unverändert in Farbe und Conſiſtenz zwiſchen die Poren eindringen. Zumeiſt ein ſtarker Wohl- geruch nach Anis. (Tramet es). 59.

Die Zwiſchenſubſtanz der einzelnen Poren in Farbe und Conſiſtenz unter⸗ ſchiedlich von der Hutſubſtanz, ſodaß eine Scheidelinie nicht vorhanden iſt zwiſchen Hutfleiſch und Porenſchicht. Nie Anisgeruch. 19.

Pilze von ſaftfleiſchiger, ſchwammig wäſſeriger Subſtanz, oder zäh aber wäſſerig auspreßbar; mit der Zeit erhärtend. Außen ohne Zonen, aber innen meiſt gezont. Einjährige Pilze. 46.

Innen und außen trockene, leder⸗, Torf» oder holzartige Pilze. Außen meiſt mit Zonen oder Furchen, zuweilen auch innen. 20.

Mehrjährige Pilze. Hut meiſt kahl, dick-hufartig, mit concentriſchen Ans ſchwellungen oder Furchen, aber ohne Farbenzonen. Mehrere Poren⸗ ſchichten (den Jahrgängen entſprechend) über einander wachſend (was ſich beim ſenkrechten Durchſchnitt zeigt.) 32.

Eein⸗ oder zweijährige Pilze. Hut meiſt glatt, nicht dick, wenigſtens nicht

521.

22.

hufartig, meiſt farbig gezont und filzig oder ſammetartig. Poren nur eine ein⸗ oder zweifache dünne Schicht. 21.

ken we. 2: —ıgefüllt. 29...

Hut mit farbigen air Pure weiß, bei einer Art 1 oder violett. 23.

Meiſt ganz ohne ſolche Zonen. 28.

. Hut weiß oder grau-weißlich, dünn, klein, weich. Poren weiß oder vio⸗

lett oder doch mit röthlich⸗violettem Ton, beſonders beim Drucke ſich röthend. In dachziegelförmigen Raſen. Tannen ⸗P. P. abietinus.

t glinzend, Teibiggotfig, en flach, 0, 1 0 m. breit, die Zonen meiſt braun⸗ oder bläulichſchwarz; Poren rei klein, rund, oft gezähnt. Meiſt in maleriſchen Roſetten geſellig an Baumſtümpfen. Sehr gemein. Bunter P. P. versicolor.

meiſt ohne allen Glanz. 25.

a

25. Hut meiſt thalergroß, ſammethaarig oder ſteifhaarig anzufühlen. 26. 7 E zottig oder faft kahl. 27. 5 256. ſammetweich bekleidet, weiß, vergilbend. Faſt ſelten. Sammet- 5 a % P. velutinus. 4 1.

E ſteifhaarig ſchmutzigweiß. Poren werden ſchmutzigbräunlich. Ranher 1 Frhirsutns:.,

5 27. Poren klein. Hut ſehr verſchiedenfarbig und veränderlich an Rand a 2 | Zonen (gelb, grau, weiß), bis fingerbreit, filzig. Häufig, geſellig gruß pirt. An Laubbäumen. Zonen⸗P. P. zonatus.

23 BE; 1

groß. Hut gelbgrau oder gelbbräunlich. Beſonders an Nadelholz. Seh 5

7

ten. P. stereoides.

8 Durchweg reinweiß. An alten Nadelhölzern. Weißer P. P. bus Hut gelblich. Selten, in Gebirgen. Reihen⸗P. P. serialis.

20 Mit Zonen, innen und außen gelblich. Gelblicher P. P. lutes bens.

5 —, innen bräunlich, außen fahlgelb, dann roſtbraun. Strahlen- P. EN P.radiatus. 55

Ohne Zonen. 30. Er

30. An altem Holz in Höhlen. Hut graubraun, innen e H b blen n⸗ i . Cryptarum.

An a im Freien. 31.

15 31. Innen zinnoberroth, ebenſo außen der Hut und die Poren. Gefen an

5 alten Eichen u. Birken. Zinnoberrother P. P. cinnabarinu 80

Innen bräunlich, außen nur die Poren braun. Dreieck- P. P. triqu e t r.

32. Innen weiß oder blaß-gelblich oder mattbräunlich. Oft bitter, ſüuerlich oder wohlriechend. 33. N =

gefärbt, gelblich oder braun. Geſchmack⸗ und geruchlos. 40.

33. Hut weiß, anfangs oder bleibend zottig. Selten. 34. L meiſt braun oder anders gefärbt. (An Nadelhölzern oder an Sehe iin Wohnungen, mit weißen Poren, ſiehe Nr. 47. 35 34. Hut am Grunde verdickt und etwas herablaufend. An Pappeln. P. bo. f 8 pulinus. Mi 1 verdickt. An e u. abgefallenen e 0 Nesi 15

Geſchmack und Geruch elt oder doch anders. 36.

36. Hut fahlgelb, ſich ſchwärzend, innen ledergelb, bald dunkeler 3 { 75 hellgelb, mit weißer Mündung, werden durch Reiben rothbräu Beſonders an Buchen. Gerandeter P. P. marginatus.

But, braun, innen weiß, ent, kleiner, 0,02 0,06 m. breit, leder⸗ ZBähe. Die Poren ſehr klein, kurz, gelb oder gelbbräunlich. Beſonders aan alten Pappeln und Birken, ſelten. Kaſtanienbrauner P. P. cCaastaneus. 5

37. Wohlgeruc nach friſchem Mehl. 38. E ſäuerlich. 39.

38. Geſchmack bitterlich. Hut dick, eckig, gefurcht, gelblich, bräunlich gezont, innen und auch die Poren gelblich. Starkes Purgirmittel, offtcinell. Nur im Süden, an Lärchenbäumen. Apotheker- P. P. officinalis. E fehlt. Färbung w. b. v., nur die Poren rothbraun. An Obſtbäumen. Zimmetfarbiger P. P. cinnamomeus.

3 . Eine ſaure Flüſſigkeit tropfend. Gelblich oder gelb, geſchwärzt. Poren cochergelb oder gebräunt. Fichten⸗P. P. pinicola.

= Nicht gerade tropfend. Braunröthlich, innen weiß. Poren weiß. Bir⸗ ken P. E. betulinus.

40. Innen ſehr weich. 45. E bolzbart. 41.

1. Am Grunde alter Johannisbeer⸗ und Stachelbeerſtöcke, meiſt dunkelzimmt⸗ braun ſammetfilzig, Rand ſcharf. Handlange, wellige Hüte; Poren en äußerſt fein, gelbbraun; faft häufig. Sohannisbeer-P. P. Ri

Nur an ern Bäumen. 42.

N 3 Nand ſcharf, ſammt der Poren braun. Hut filzig, muſchelförmig. Mu⸗ ſchel⸗P. P. conchatus,

E ſtumpf gerundet. 43.

Hut ganz kahl, fein Rand und die Poren zimmetbraun. Weiden⸗P. P. salicinus.

ut zottig und flockig bekleidet, mindeſtens der Rand weich anzufühlen,

wulſtig ſtumpf, meiſt gelbgrau oder matt gelbbräunlich. 44.

Poren anfangs blaßgrau, werden zimmetbraun und ſo findet man ſie mei⸗ ſtens. Hut handlang und fauſtdick, bufartig, mit concentriſchen An⸗ 5 5 ſchwellungen, meiſt grau bereift, ſpäter gelbgrau, koſtfarben, an den : ältern Theilen ſich ſchwärzend. Ganz gemein, beſonders an Feldbäu⸗ bäumen. Unächter Feuerſchwamm. P. igniar ius.

. nur ihre Mündung grau bereift. Hut anfangs fahlgelb oder graubraun, dann geſchwärzt, anfangs zottig oder rauhhaarig. Nicht fi zu häufig. Gelbbrauner P. P. fulvus.

Dem vor. ſehr ähnlich, meiſt aber grau oder weißgelbgrau 5 innen aber

ſehr weich, zimmet⸗ oder gelbbraun, mit holziger Rinde. Poren bläu⸗ 5 grau, dann roſtbraun Beſonders an Buchen. Aechter Feuer⸗ amm. P. fomentarius.

Poren weißgelb, 5 roſtbraun, oder 91 ö durch u ober Reiben als⸗

4

8

e

r

n .

46.

47.

48.

49.

50.

51.

53.

53.

54.

55.

56.

Poren weiß. 47. . Men. grau, oder weiß aber grau werdend. 51. ; Be: gelblich, gelb oder braun. 53. Ph Wenn von ſäuerlichem Geruche, fo ſiehe 39. vl

Hut roſa oder ziemlich reinweiß. Nicht in Wohnungen. 48.

gelblich oder braunweißlich. Beſonders an Holzwerk in Wohnungen, aber auch an Nadelholz in Wäldern. 50.

Hut roſa, auch die Poren durch Druck roſa. An Nadelhölzern im Gebirge. Weicher P. P. mollis.

weiß. 49.

Zuſammenziehend fataler Geſchmack. Hut meiſt bandbreit und daumenditt An Nadelhölzern, ſelten. Herber P. P. stipticus. | Geſchmack nicht ſo. Hut meiſt mit bläulichem ſeidigem Scheine. Bläu⸗ licher P. P. caesius. ü

Hut weißbräunlich oder braun, meiſt zurückgeſchlagen angewachſen, nackt, runzelig, mit Zonen. Poren lang, fein, weiß.

Starker aber nicht unangenehmer Geruch. In feuchten Wohnungen, aber auch in Wäldern an Nadelholz. Hausſchwamm. P. destructor.

gelblich, ohne Zonen. Poren weißgelblich. Balken-P. P. trabeus.

Geruch ſäuerlich, der Geſchmack hinterläßt ein geringes Brennen. Hut hell⸗ grau, bis handgroß, weich lederfleiſchig, mit zartem Filze, innen weiß⸗ gelblich, Hutrand weiß, ſtumpf und ſteif, dann ſchwarzbraun. Poren grau, dann etwas gebräunt. An alten Baumſtämmen, im H., W. und Fr., ſehr häufig. Brandiger P. P. adustus.

Geruch nicht fo ſtark oder anders, der Geſchmack fehlt meiſt. Rand dünn, wellig oder kraus. 52. ;

Dem vorigen ähnlich, aber mehr ſchwarzgrau, kleiner. Poren hellgrau. Nur an Nadelholz. Krauſer P. P. erispus. ;

Hut innen und außen graubräunlich, innen dunkel gezont. Poren weiß dann grau. Wohlriechend. An alten Baumſtümpfen und in hohlen Bäumen, beſonders Weiden und Pappeln. Sehr häufig. Rauchgrauer

P. fumosus. =

Poren roth oder gelbbraun. 54.

gelb oder graugelb. 57.

Innen gefärbt (bräunlich oder gelblich). 55. 5

weiß. Hut weiß, ſeidigglänzend, klein, zähe, Poren rothbraun. Hinterläß! einen brennenden Geſchmack. An morſchen Waldbäumen. Zweifar⸗ biger P. P. dichrous.

Mit langen ſteifen, rauhen, aufrechten Zotten. Der Pilz anfangs nichts ale goldgelbe Fleiſchmaſſe, dann ein dachförmiger brauner bis ſchwarzbrau⸗ ner mächtiger Hut mit tropfenden langen Poren (goldgelb bis braun) Von ſtarkem Geruch. Beſonders an Birn- und Apfelbäumen a vom Fr. bis H. Steifzottiger P. P. hispidus. l

Hut nicht auf dieſe Weiſe ſteifhaarig. 56. Sr

Hut über handgroß, rauh, ſchmutzigbraun, oft geſchwärzt, dünn, faſt eßba fleiſchig. Poren lang. An Waldbäumen, nicht häufig. Rindiger P. euticularis.

Hut über handgroß, innen in der Jugend Harzſaft führend. An Laubbäu⸗ men. Harz⸗P. P. resinosus.

| E kleiner, roſtbraun, mit eingebogenem Rande, fpäter kahl. Poren kurz. Auch an Feld⸗ und Gartenbäumen. Röthlicher P. P. rutilans.

57. Innen weiß und weich. Hut gebräunt, dünn, wellig. Poren ſchöngelb, EN Mündungen anfangs weißlich. Von zuſammenziehendem Geſchmacke. An Nadelhölzern, im Gebirge, nicht ſelten. Geſtaltloſer P. P. amorphus.

Innen gefärbt. 58.

58. Poren ſattgelb, kurz. Hut gelblich, filzig. An alten Eichen, ſelten. Sa⸗

5 fran⸗ P. P. croceus.

graugelb, lang. Hut weißlich, vergilbend oder röthlich werdend. An Waldbäumen, ſelten. Niſtender P. P. nidulans.

Außen und innen braun oder braunſchwarz. Zwei- oder mehrjährige, ge⸗ ruchloſe Pilze. 60.

Außen und innen weiß, gelbgrau oder röthlich. Einjährige, vom Herbſt bis zum nächſten Frühjahr dauernde, meiſt anisduftige Pilze. Faſt nur an alten Weiden. 61.

f 60. An Kiefern. Hüte dick, handbreit, meiſt dachziegelig gehäuft, braun oder 0 braunſchwarz, mit concentriſchen tief gefurchten Zonen, zottig, meiſt mit gelbbräunlichem Rande, innen braun. Poren groß, innen gelbgrau mit 8 ochergelben Mündungen, ihre Subſtanz beim Durchſchnitt braun. Sehr Be häufig. Kiefern⸗ P. P. Pini.

An ECbbereſchen ꝛc., Hut rothbraun, mit nicht ſo gefurchten Zonen. Sehr 3 ſelten. Unebener P. P. confragosus. 5 61. Sehr wohlriechend. Hut weiß oder doch anfangs weiß. 62.

Geeruch ſehr ſchwach oder fehlt. Hut weiß oder gelbröthlich. 63.

62. Hut außen und innen weiß bleibend. 0,03 —0,1 m. breit, korkzähe, aber weich, zottig, ungezont, dicklich. Poren rundlich, nicht klein, weiß, ſich bräu— nend. Sehr häufig und durch den ſtarken Anisgeruch unverkennbar. In

9 der Sammlung aufbewahrt bald von Inſecten zernagt. Dufti ger P. Ba P. suaveolens.

yo

+

5

5 Poren blaß, dann fuchsroth. Selten. J. Bulli ard i. 63. Durchweg weißlich. Hut filzig oder zottig, undeutlich oder gar nicht ge— 8 zont, buckelig und am Grunde ausgereckt, im Alter grau. Poren kurz, 255 enge, linienförmig. Geruchlos. An verſchiedenen Waldbäumen, nicht zn ſelten. Buckeliger P. P. gibbosus. NRiöthlich oder gelbröthlich. Anfangs weißbereift⸗filzig. Bald kahl und dann 79 röthlich, oft faſt purpurroſa oder gelbröthlich und beſonders gegen den Rand hin gezont. Mit ſchwachem Geruche. Gerötheter P. P. ru- bescens. . Hut jeitlih oder central geſtielt; jeder iſt frei für ſich. 71. Die Stiele der einzelnen Hüte unterhalb zu einer gemeinſamen Maſſe ver⸗ ſchmolzen, als nur deren Auszweigung die einzelnen erſcheinen. 65.

5. Hüte fächelförmig oder arabeskenblättrig, ſeitlich in einen Stiel auslaufend;

pft kaum geſtielt. (Fig. 24, b). 66. Be 2 105 der Stiel central; mächtige, gabelig veräſtelte Maſſen. (Fig. 24, a).

*

Anfangs weißlich, dann ſich bräunend und gezont, innen graugelblich.

C EEE ET EEE

S x 4 N = RL

DE Ne

Hut unregelmä ißig kreisförmig, durch ihre Ra Tb Be einander e oft dachziegelförmig viele über einander und verwachſen, blaßröthlich, mit braunen Schuppen. Die Stiele kurz, desgl. verwachſend, blaſſ Poren kurz, weißlich. An alten Nadelholzſtämmen, im H., wohlſchmecken Semmelpilz. P. gonflu ens. & 2 r 8 66. Poren prächtig ſchwefelgelb oder gelbbraun, vom Hute abtrennbar. 2 Kg˖Hlüte dackziegelförmig über einander, ungezont; Fleiſch anfangs ſafig⸗

weich, dann erhärtend ſpröde-zerbrechlich. 67.

weiß oder weißlich, mit dem Hute verwachſen. 68.

67. Hüte gelbbraun; das Innere und die Poren gelbbräunlich. 0,2 —0, 6 m. hohe, monſtröſe Maſſen. Geſchmack bitter. Selten. An Buchen. Dach⸗ ziegelförmiger. P. P. imbricatus.

Hüte prächtig ziegelroth, innen weiß, fußlange und -breite, fingerdicke, wel⸗ lig gebogene Fächer über einander. Poren grell ſchwefelgelb, klein. der Jugend beim Brauche mit gelblichem Safte. Wohlſchmeckender Pi Beſonders an Eichen, aber auch an andern Waldbäumen, Obſtbäumen, ſelbſt an Zaunwänden und Pfählen; beſonders im S., häufig und mar maſſenhaft. Schiwefelgeilber®. P. sul'pihur eiufs. *

68. Fleiſch erſt weich, faftig, dann lederartig. Selten. 69. ge | uf eßbar fleiſchig, nicht lederartig werdend; Hüte ganz ungezont, dünn, 22 brüchig, kleinfächelig, gelbgrau, grau oder bräunlich, maſſenbaft; zu einem 5 reichveräſtelteu mächtigen arabeskenblätterigen Ganzen vereinigt. Pore klein, kurz, ungleich, weiß. durch Druck ſich brännend. Am Grun alter Waldbäume an lichten Waldſtellen, nicht allzu häufig. Wo Be ſchmeckend. (Fig. 24, b. Laubartiger P. P. frondosus. * 69. Hüte gelb, abwärts grau, warzig. Fleiſchbräunlich. h. Poren wei ßlich. G Mit lappter P. P.lobatus. braun, mit Zonen, faſerig⸗ſchuppig. Poren gelblich. Geruch und 6 ſchmack unangenehm. Rieſen⸗P. P. gig anteus.

70. Büſchelig zu großen Maſſeu doldig veräſtelt. Hüte pfennig⸗ bis 1 10 lergroß, gelblich, bräunlich, gelbgran oder ganz blaß, kahl. Stiele weiß⸗ lich; der gemeinſame Hauptſtiel fauſtdick. An lichten Waldſtellen am Grunde alter Bäume, nicht häufig. (Fig. 24, a.) Eichhaſe. Dold . umbellatus. ** ö

Nicht ſo doldig veräſtelt. Hüte oft halbkreiſig mit seitlichem Stiele, du ler, meiſt ſchmutzig rothbraun, faſerig, dann ſchuppig. In Buchenwe dungen, ſelten. Kammförmiger P. P. er.istatus.

71. Der Hut ſeitlich in den am Grunde meiſt Iſchwärzlichen oder dle

a braunen Stiel ausgereckt. Nur an Baumſtämmen. 72. x central oder ziemlich central, ſammt dem Hute oft monſtrös. An St men und auf der Erde. 77. 5

72. Hut und Stiel kirſchrothbraun, rund oder fächelig, polirt-glänzend, über thalergroß. Poren fein, lang, weißlich, dann braun. Am’ unt ſten Grunde alter Laubbäume, ſehr häufig. Glanz⸗ P. P. Ine

Anders gefärbt. Stiel am Grunde geſchwärzt. 73.

73. Poren klein, nadelſtichig. Faſt ſelten. 74. N groß, eckig, blaßgelblich, dann bonigbraun. Hut ochergelb, mit bran-

nen anliegenden großen haarigen Schuppen, bis über fußbreit un Stiel meiſt fingerlang, über daumendick, u blaſſer, netzig 5

am Grunde braunſchwarz. Von ſtarkem Geruch. Gemein, vom Fr. an, oft hoch an alten Laubbäumen oder an Baumſtümpfen. Eßbar,

5 e ſehr zähe. Schuppen⸗ P. P. squamosus.

Stiel durchweg ſchwarz. Hut weißlich, braun werdend. 75.

N nur am Grunde ſchwarz oder ſchwarzbraun. 76.

75. Hut und Stiel firnißglänzend. Hut fächelförmig, kahl. Selten. Schwarz⸗ . P. nigripes.

nicht jo 1 Hut bald trichterförmig, anfangs flockig. Nicht

N häufig. Schwarzfuß⸗P. P. melanopus.

76. Poren weiß, dann rothbraun. Hut glanzlos, thaler- bis handgroß, dick,

braun oder gelblich, verholzend. Beſonders am Grunde alter Buchen. Eleganter P. P. elegans.

—, dann gelblich. Hut glänzend, gelblich oder gelb, faſt noch größer,

5 verholzend. Verſchiedenfarbiger P. P. varius.

77, Zähe, wenigſtens bald lederzähe werdend, daher nicht eßbar; meiſt braun oder gelbgrau. Auf der Erde oder an Holz. 78.

ECEpßbar⸗fleiſchig; meiſt gelbweißlich, mit zartem brüchigem Fleiſche. Auf der

Erde, meiſt in Nadelwäldern. 83.

178. Poren weiß. An alten Baumſtämmen. 82.

. gefärbt. 79.

79. Hüte mit Zonen, meiſt trichterig vertieft, oft mehrere durch ihre Ränder ra—

ſenartig zuſammengewachſen, braun oder graubraun. Auf der Erde. 80.

L ohne Zonen. An alten Baumſtämmen. 81.

80. Hut kaum thalergroß, ga flach, bald kahl, Rand zerriſſen. Selten.

0 Bemalter P. P. pictus.

E meiſt über thalergroß, bald trichterig etwas vertieft, zart behaart, roth-

braun, oft mit grauem Tone. In Nadelwäldern, gemein. Ausdau⸗

ern der P. P. perennis.

81. Poren rothbraun. Hut gewölbt, braun, am Rande bewimpert. Stiel kahl,

blaſſer. Selten. Bewimperter P. P. ciliatus.

D gelbgrünlich, groß. Hut und Stiel roth oder roſtbraun. Selten. P.

Schwe inizii.

ex

weißlich, dann gelblich oder gebräunt, eckig und breit gezogen. Hut 0,01 0,05 m. breit, braun, graubraun, grau oder gelblich, oft mit brau⸗ nen Schuppen. Stiel blaſſer, feinſchuppig. An Stämmen (oder auf der Erde in deren Nähe) und abgefallenen Aeſten, faſt häufig, im H., W. und Fr. Winter⸗P. P. brum alis.

2. Poren groß, länglich, faſt eckig. Hut meiſt gelblich, oft mit braunen Schup⸗ je pen, am eingebogenen Rande behaart. Stiel graubraun. An Baum⸗ ſtämmen, ſelten. Weitporiger P. P. ar cuatus.

. klein, nadelſtichig, rundlich. Hut bis thalergroß, graubraungelblich. Stiel hell, kahl, kaum 0,02 m. hoch. Selten. Dünnköpfiger P. iR, ‚lepto cephalus.

ut mit Schuppen (meiſt aufgeriſſen) oder Flocken. 84. ut kahl und nackt, meiſt grau, etwas zähe, genabelt und vertieft. Rand verbogen. Stiel heller, am Grunde gebräunt. Poren weißlich, dann

grau. Auf der Erde in Laubwäldern, ſelten, im H. Nauchfart 19761 P. P. fuligineus.

PN 84. Poren weiß, allenfalls vergilbend, klein. Hut riſſig⸗ſchuppig. 85.

. grau, mit weißlichen Mündungen, groß. Hut graubraun oder ge⸗ Bin... ſchwärzt, ebenſo der etwas ungeſtaltete Stiel (zart-filzig). In Nadel⸗ 1 N wäldern, ſelten, im S. und Herbſt. Weiß ſchwarzer P. P. leu- . comelas.

. 85. Poren ungleich, weiß. Hut weißlich graugelb. Sehr ſelten. Rißſchup⸗ f piger P. P. subsquamosus.

gleich, rund, etwas vergilbend. Hut weißlich oder weißgelblich, bis bräunlich, mit ſcharfem, etwas eingerolltem Rande, bis über handbreit. Stiel weiß, meiſt (wie auch der Hut) unförmlich und äſtig, am Grunde knollig, höchſtens 0,02 m. hoch, dick, oft excentriſch, ſogar ſeitlich. In Nadelwäldern, im H., ſehr häufig. Aeußerſt wohlſchmeckend. (Fig. 24, C.) Schafeuter. E. ovinus. *

e ER re

46. Nöhrchenpilz. Boletus.

1. Röhrchen anfangs weißlich, dann fih blaß färbend (grau, bräunlich, roſa, 5 gelblich). 2. a ſchwefel- oder goldgelb, im Alter ſich grünlich ꝛc. verfärbend; oft mit ro⸗

then Mündungen. 8.

2. Röhrchenſchicht bald roſa; das Hutfleiſch beim Bruche ſich röthend; der ganze Pilz gallebitter. Hut halbkugelig, oft mehrere verwachſen, gelblich, 5 gelbbraun, braun, kahl, meiſt fauftbreit. Stiel fingerhoch und darüber, fingerdick, gelbbräunlich, nach dem Grunde zu dunkler und dicker, netzartig gezeichnet. In Laub⸗ und Nadelwäldern, auch auf Grasplätzen in der Nähe von Gebüſch. Häufig, im S. und H. Gallen- R. B. fellems.

Weder Röhrchen noch das angebrochene Hutfleiſch roſa. 3.

3. Hutfleiſch im Bruche anfangs weißlich, dann blau oder violett. 4. 7 nicht blau oder violett werdend. 5. Bi

4, im Nu durchweg kornblumenblau werdend, ſpäter in Grasgrün überge⸗ hend. Hut blaß lehmgelb, ſtriegelig⸗filzig, faſt angedrückt⸗ſchuppig, trocken, bis 0,1 m. breit, flach gewölbt mit ſcharfem Rande. Stiel etwa fingerhoch und über daumendick, bauchig, meiſt röthlich-gelblich, unterhalb ähnlich dem Hute filzig und ſtriegelhaarig, Röhrchen ſpäter bjaßgelblich. Unter lichtem Gehölz, auch auf graſigen Plätzen, nicht zu häufig. Blauwerdender R. B. cyanescens.

FERIEN er . 2

e 4 4

17 nicht ſo ſchnell ſich (violett) färbend. Hut rothgelb und rothbraun, lig ü 15 faſt ſchuppig, feucht ſchmierig, gewölbt, mit ſcharfem Rande. Stiel über 5 0,1 m. hoch, oben verdünnt, runzelig ſchuppig. Röhrchen ſich bräunend,

15 mit grauen Mündungen. In trockenen lichten Wäldern, im S. und H., nicht er häufig. Rothbrauner R. B. rufus. & 4

5. Stiel weiß, von meiſt ſehr bald ſchwarz oder braun werdenden Schüppchen oder höckerigen Runzeln rauh, finger- bis fußhoch, meiſt über daumen⸗ dick. Hut meiſt über fauſtbreit, fingerdick, halbkugelig, rothbraun, orange rehbraun, ſchwarzbraun oder ochergelb, bei feuchtem Wetter etwas ſchmie⸗ rig. Röhrchen bald ſchmutzig⸗grauweiß. Wohlſchmeckendes 8555 Fleiſch. Ii

lichten Wäldern, im S. u. H., gemein. Birkenpilz. B. scaber. * .

Stiel ohne ſolche ſchuppige oder warzenartig⸗runzelige Oberfläche. 6 6. Stiel zart⸗netzaderig. Röhrchen bald goldgelb oder grünlich. 8. E nicht netzaderig. 7.

55 Stiel rothbräunlich, kaum fingerhoch, am Grunde etwas knollig. Hut matt kaſtanienbraun, feinhaarig. Röhrchen kurz, graugelblich werdend. Feſtes, wohlſchmeckendes, weißes Fleiſch. In lichten Laubwäldern, im H., nicht

zu häufig. Kaſtanienbrauner B. B. castaneus. &

weiß, ſonſt faſt w. b. v., mehr bauchig. Hut graugelbbraun. In lich⸗ ten Laubwäldern, nicht zu häufig. Rauhſchuppiger B. B. as prellus. &

8. Die Mündungen der Röhrchen (alfo die ganze Außenſeite des Fruchtlagers) 5 purpurroth, blutroth oder orangeroth. 9.

nicht roth, vielmehr gelb oder grünlich. 11.

9. Hut purpurroth, trocken, meiſt fauſtbreit, matt. Stiel über fingerhoch und über daumendick, gelb, mit purpurnen Netzadern und Punkten. Röhr⸗ chen purpurn. In lichten Wäldern, im S. u. H., ſelten. B. purpureus.

gelb oder braun. Das Fleiſch läuft im Bruche blau an. Giftig. 10.

10. Röhrchenmündung blutroth. Hut weißgelblich oder gelbbräunlich, 0, 10, 2 m. breit, dick, mit weißem oder gelblichem, im Bruche röthlichem, dann blauem Fleiſ ſche. Stiel meiſt fingerhoch, ſehr dickbauchig, purpurroth, oft auch etwas gelblich dazwiſchen, zart . In lichten Waldun⸗ gen, unter Gebüſch, auch in Gärten, im S. und H., nicht überall häu⸗ ig. Satans pilz. B. Satanas. *

orangeroth. th. Hut kaum kleiner, feucht ſchmierig, dunkelbraun, oft mit olivengrünem Tone, mit zartem Filze. Stiel meiſt über fingerhoch, dickbauchig, ziegelroth, oberhalb meiſt gelb, roth netzaderig. Fleiſch gold⸗ gelb, dann blau und endlich grün. Geruchlos. In Laub⸗ und Nadel- wäldern, auch an feuchten, ſchattigen, graſigen Abhängen, Grabenrän⸗ dern, im S. u. H., häufig. Schuſterpilz, Saupilz. B. luridus.

orangeroth. Wie die vorigen. Von fäuerlichem Geſchmacke, weiß⸗ gelblichem, blauendem Fleiſche. Hut olivenbraun, zuweilen lehmfarbig. Stiel undeutlich netzaderig. Wolfs-R. B. lupinus. X

2. Stiel mit einem ſchlaffen, häutigen, feucht ſchmierigen Ringe; über dem- 1 ſelben iſt der Stiel ſchwarz oder braun punktirt. Fleiſch im Bruche unveränderlich weißlich oder gelblich. Hut bei feuchtem Wetter ſehr ſchmierig, ſonſt gefirnißt glänzend. Sehr wohlſchmeckend, eßbar. 12. * ohne Ring. 14. 32; 10 weiß, gelb werdend und vergänglich. Hut goldgelb oder roftbräun- lllich, groß, halbkugelig, dann ausgebreitet. Fleiſch blaßgelb. Stiel bis 5 über fingerhoch und ⸗dick. Röhrchen im Alter bräunlich. In Laub⸗ wie . Nadelwäldern, im S. u. H., nicht ſelten. Schöner R. B. elegans. & e weiß, braun oder braunſchwärzlich werdend. 13.

13 Hut meiſt nur wenig über thalergroß, ſchmutziggelb, blaß ochergelb, ausge⸗ pPreitet, oft etwas genabelt. Stiel weißlichgelb, etwa fingerhoch, nur bis _ Heinfingerbid. Gern auf fund gem Boden, auch in feuchten, ſandigen Nadel⸗ und Laubwäldern, im S. und H., nicht häufig. Gelblicher

R. B. flavi dus. 55

gelb- oder rothbraun,

meift dunkel. Stiel derb, meiſt fngerhoch, bis über Pai weiß⸗ gelblich, unterhalb oft gebräunt. Fleiſch meiſt weißlich. Beſonders in Nadelwäldern, am Wegrande oder am Saume und an lichten Stellen derſelben, im S. und H., überaus gemein. Schmalzling. a er terpilz. Gelber R. B. luteus. X 73

14. Geſchmack des Fleiſches ſehr bitter oder pfefferartig brennend. 15. 1

nicht ſo, fehlend oder angenehm. 16.

Si ib, Geſchmack gallebitter. Hut gelblich oder olivengrün, filzig, meiſt über fauſt⸗

17. Stiel netzaderig, oft auch ſtricheladerig und punktirt; gelb, mehr oder min⸗

18. Geſchmack bitterlich, Geruch wanzenartig. Hut groß und dick, meiſt gelb

19. Röhrchen ſehr kurz und fein, eckig. Hut anfangs faſt kugelig, dann halb⸗ |

groß, mit ſcharfem Rande, Fleiſch zuweilen blauend. Stiel etwa finger hoch, mit langer Wurzel, röthlich, oberhalb gelb. Röhrchen an ihrer Mündung grünlich. In lichten Wäldern, im H. Scheint giftig zu ſein. Wurzelnder R. B. radicans. 5 E bitterlich, Geruch von Wanzen. 18. Ka Geſchmack pfefferartig brennend. Hut ausgeſchweift und ansgeredt, oft vertieft, bei feuchter Luft ſchmierig, bräunlich gelb, oft mit braunen ſchuppigen Riſſen, 0,03 0,08 m. breit, Fleiſch dunkelgelb oder gelbröth⸗ lich. Stiel lleinfingerboch und dick, meiſt gebogen, gelbbräunlich, ober⸗ halb oft etwas geröthet. Röhrchen braun, etwas herablaufend, mit ſehr großen eckigen Mündungen. In lichten Laub⸗ und Nadelwäldern, im S. und H., häufig. Pfefferpilz. B. piperatus. er 16. Fleiſch beim Bruche blau oder grünlich werdend. (Nur bei einigen Arten tritt die Blauung nicht alsbald oder kaum merklich ein.) 17. ur

nie blau oder grünlich anlaufend. 22.

e

der ziegel- oder kirſchroth angelaufen. Hut trocken, filzig oder flaumig. 18.

Stiel nicht netzaderig und der ganze Pilz nirgends kirſchröthlich. Hut nie ger Arten bei feuchtem Wetter ſchmierig. E

bräunlich, oft etwas geröthet. Stiel bis über fingerhoch, meiſt daumen⸗ dick, gleichſtark, nur etwas nach unten verdickt und oberhalb zum Hute erweitert. Fleiſch weißlich. In lichten Waldungen, im Fr., S. und H., nicht zu häufig. Bitterpilz, Dickfuß. B. W XE Wohlſchmeckend und wohlriechend. 19. 15

kugelig, olivenfarbig oder erdfahl. Stiel finger- bis handhoch, kegel⸗ förmig, ſpäter faſt walzenförmig, an der Spitze oder durchweg ſcha fei, roth. In Wäldern und unter Gebüſchen (beſonders gern unter Erlen), im Fr., S. und H., faſt häufig. Schönfuß⸗R.B. calo pus. Röhrchen ſo lang und länger als das Hutfleiſch dick iſt, ihre Mündungen groß, am Hutrande 0,001 0,002 m. weit, ungleich groß, eckig. Hut zartflaumig, weich, glanzlos; olivenbraun, graubraun, grau, gelb, gelb⸗ braun, (bei einer Abart durchweg blutroth) oft an riſſigen Stellen kirſch⸗ röthlich, am Rande oft weißlich; ſein Fleiſch bis über 0,01 m. dick, weißgelblich, von obſtartigem Weg Stiel gelb oder weißgelblich, unten röthlich angelaufen, oben oft erweitert. Ueberall in lichten Laub⸗ und Nadelwäldern, an Waldwegen, ſehr gemein, im S. u. H. e 5 ul Speiſe. . B. . . hr

ſtanienbraun, kahl. Fleiſch e im Brüche aber 16 0

ir und unten blauend, bis 0,01 m. dick. Stiel meiſt fingerhach und finger⸗ dick, gleichſtark, bräunlich⸗ oder weißlich-gelb, braun angehaucht, glatt

und kahl, mit weißem Fleiſche. Röhrchen blaßgelb, fein ah:

eckig, ſpäter weich, weißer und gelber. Wohlſchmeckend. In Nadelwäl⸗ 5 dern und Haiden, im H., nicht allzu häufig. Maronenpilz. B. ba dius. e wenigſtens nie klebrig. 21.

21, Hut bis über 0,1 m. breit, anfangs halbkugelig mit eingerolltem ſcharfem

Rande, ſpäter verflacht; grau⸗ oder ochergelb, mit warzenartigen dicken

feſten Filzflocken dicht überkleidet; derbes, dickes, weißgelbliches Fleiſch. Röhrchen anfangs kaum 0,002 m. lang, dann länger, fein nadelſtichig, roſtgelb. Stiel bis fingerlang, blaßgelb, gleichſtark, bis daumendick glatt, mit kleinen dunklern Fleckchen. Geruch und Geſchmack angenehm aaaber ſchwach, das Fleiſch wenig (oft gar nicht) blauend. Heerdenweiſe nin ſandigen Nadelwäldern, gemein. Sandpilz. B. variegatus. Fleiſch weiß, grünlich anlaufend. Hut kahl, gerunzelt oder bräunlich oder grüngelblich. Stiel meiſt gelbbrännlich. Röhrchen goldgelb, dann d grünlich. Ziemlich ſelten. Gelbgrünlicher R. B. lividus. 22. Stiel zart netzaderig, bis fauſtdick (und noch darüber) bauchig aufge- 3 ſchwollen. 25. | Stiel nicht netzaderig, nicht über daumendick. 23. 23. Stiel gelblich, oberhalb mit anfangs weißlichen oder gelblichen, dann braun Me oder ſchwarz werdenden Körnchen punktirt, fingerhoch, nicht dick. Hut braun, mit ſcharfem Rande, Fleiſch gelblich bis goldgelb, ſehr wohl— ſchmeckend. Röhrchen kurz, rundlich, einfach, gelb. Truppweiſe an lich⸗ ten Waldſtellen, im Fr., S. und H., häufig. Von B. luteus faſt nur durch den Mangel eines Ringes verſchieden. Bekörnter R. B. gra- nulatus. 8 a ohne ſolche Körnchen. 24. 24. Hut röthlichgelb, faſt roſa, feucht klebrig, meiſt nicht zu groß, mit ſehr 35 weichem, weißlichem oder röthlichgelbem Fleiſche. Stiel wie der, Hut gefärbt, etwa fingerhoch und kleinfingerdick. Röhrchen ſchmutziggelb, dann roſtbraun, eckig, je ein kleineres mehrere kleinere und niedrigere in ſich ER ſchließend. In Nadelwäldern, beſonders an den Wegen, Rändern und Bi Lichtungen, im S. und H., gemein. Kuhpilz. B. bovinus. Hut braun oder ocherbräunlich, zartfilzig, matt, ſpäter gefeldert⸗riſſig, der Rand oft ausgeſchweift; Fleiſch weiß, nach oben geröthet. Stiel finger⸗ bis handlang, ſingerdick, gelbbräunlich, innen grau, trüb⸗gelbweißlich; Röhrchen ſehr lang, nicht w. d. v. zuſammengeſetzt, gelbgrünlich, dann ochergelb, oft gebräunt. In lichten Wäldern, im S. und H., nicht . häufig. Kaſtanienbrauner R. B. spadiceus. Hut oder Stiel kirſchroth und ſcharlach angelaufen. 18.

25. . anfangs weißlich, ſpäter gelb oder grünlichgelb, mit fein nadel⸗ 5 ſtichigen Mündungen. Hut halbkugelig, braun, meiſt kaſtanienbraun, handbreit bis 0,2 m. breit, bis 0,0% m. dick; Fleiſch weißlich, angenehm ſüßlich ſchmeckend. Stiel finger⸗ bis 0,2 m. hoch, bis fauſtdick und dar⸗ über bauchig, erſt weißlich und bräunlich weißlich, ſich bräu⸗ nend. An lichten trocknen Stellen von Laub- und Nadelwäldern. Einer der maſſigſten und wohlſchmeckendſten Pilze, im Fr., S. und H., faſt

B. ir

5

gemein. Steinpilz, Herrenpilz, Edelpilz. Eßbarer R.

*

Röhrchen oft weißlich. 26.

u 6. Hut purpur⸗ oder blutroth, sehr breit und dick. N abe b Stie 90 5 * fingerhoch, über daumendick, nach unten bis fauſtdicz, Be el b, es am Grunde purpunr. In trocknen Wäldern, ſehr ſelten. 3 R. 5

7 B. regius. 5 75 A Toth- oder ſchwarzbraun, in feuchter Luft ſehr ſchmierig, Fleiſch weiß,

2 goldgelb werdend. Stiel höher als b. v., fauſtdick häufig in der Mitte

geſchwollen, gelb. Sehr ſelten, in lichten Wäldern, im Fr. und 2

er bronziger R. B. aeneus.

47. Tintenpilz oder Miſtpilz. Coprinus.

1..̃ Stiel wenigſtens in der Jugend oberhalb mit einem Ring, oft auch eh mit Andeutung deſſelben. Große derbe Pilze. 16.

ſtets ohne Ring, nackt, kleiig oder wollig-zottig. 2. 3

2. Der Hut nichts als eine ſtrahlig-gefaltete, durchſcheinend-zarte Haut, nur der gelblich bräunliche Scheitel etwas fleiſchig, bis thalergroß. Stiel il ſerig⸗zart, meift dünn.

etwas fleiſchig, meiſt über thalergroß. Stiel meiſt über bleififtdic. 10.

3. Die Lamellen werden braunſchwärzlich. 7. grauſchwärzlich oder ſchwarz. 4. 95

4. Stiel glatt. 5. er weißwollig bekleidet. Auf Waldboden. Haſenfuß-T. C.lagopus.

5. Von durchdringend ſtarkem Geruche. Nicht häufig. Narkotiſcher . C. narcoticus. Fr

Faſt oder ganz geruchlos. 6.

a Hut nackt, grau, gelblich oder gebräunt, eiförmig, dann cylindrig, endlich flach ausgebreitet. Lamellen ſchmal. Nicht allzu häufig. W

55,

T. C. plicatilis.

zart ſchuppig, umbrabraun, eiförmig, dann glockig, endlich flach ausge⸗ z breitet. Lamellen bauchig. Selten. Geſelliger T. C. sociatus,

7. Stiel fingerhoch und bis bleiſtiftdick, weiß, ſeidig. Hut bis über thalergroß, ei⸗, dann glockenförmig, feinſchuppig⸗kleiig, grau mit braunem Scheitel. L. röthlich, dann braunſchwarz. Auf ſchattigen Schutthaufen. Haus T. C. domesticus. =

7

Kleinere Verhältniſſe, nur der Stiel oft noch länger. 8. .

8. An alten Stämmen und Wurzeln vom Fr. an, häufig, meiſt maffenbaft, Hut gelblich, dann weiß-gran, 0,005 m. hoch und breit. Hut kugelig, dan gloden- oder fingerhutförmig. L. weitläufig, purpurbraun. Fingerhü⸗ tiger T. C. digitaliformis. a

Auf ſtark gedüngtem Boden, in Miftbeeten, im S. und H., gemein. 9.

9. Hut pfenniggroß, kleiig oder feinſchuppig, keulenförmig, dann glodig, endlich

ausgebreitet, grau, dann bräunlich. Stiel bis 0,002 m. dick, durchſichtig weißlich. Auf Miſt und fettgedüngtem Boden, im S. und 8 gu ig. . C. . A

L ie Scheitel. Stiel Jadendünn. Der zarteſte dieſer Pilzgattung. 155 rt und Zeit w. b. v. Strahliger T. C. radiatus.

Hut hoch, eylindrig⸗keulenförmig, dann kegelförmig, ſpäter ausgebreitet, gelblich⸗ oder ſchmutzig-weiß, anfangs mit weißen flockigen, zurückge⸗ krümmten Schuppen bekleidet. Stiel am Grunde verdickt und voll. In Wäldern am Grunde alter Bäume und auf Miſt, häufig. Kröten⸗ . ſchwamm. Dung -T. C. fimetarius.

a anfangs ei⸗, dann glockenft örmig, endlich ausgebreitet. 11.

1. Stiel zottig bekleidet, ſammt dem Hut ſchneeweiß. Auf Miſt, an Wegen ; uU. ſ. w., nicht zu häufig. Schneeweißer T. C. niveus.

2 E kahl oder nur kleiig oder glimmerig beſtreut. 12.

12. Hut ochergelb oder braungelb, mit kleiigem Glimmer bedeckt. 13. E grau oder weißlich. 15.

13. Lamellen violett⸗ oder röthlich-ſchwarz, dann ſchwarz. 14.

E ſchmutzig⸗gelb, dann ſchwarz. Hut graugelb, kahl, mit warzigem Schei- fa tel. Stiel am Grunde voll. In Wäldern, beſonders an alten Baum⸗ ſtümpfen, nicht häufig. Zerfließlicher T. C. deliquescens.

14. Hut ziemlich nackt, meiſt roſtbraun. 1 alten Baumſtümpfen, an Wegen, Chauſſeen, ſehr gemein. Raſiger T. C. congregatus.

kleiig⸗ ſchuppig. ſchmutzig⸗lehmfarbig. Sonſt dem vorigen ſehr ähnlich, an ähnlichen Orten u. ebenſo gemein. Glimmer-T. C. micaceus.

1 5. Lamellen ſchwarz werdend (aus Grau.) In Gärten und Wäldern auf fet⸗ 5 tem Boden, nicht häufig. Spechtpilz. C. picaceus.

er ſchwarzbraun werdend. Am Grunde alter Bäume, nicht häufig. Zer⸗ ſtörender T. C. extinctorius.

16. Ring frei beweglich, dauerhaft. Hut weiß, ſpäter oft mit roſaem Tone, mit braunen etwas abſtehenden Schuppen beſetzt; anfangs eiförmig, 0,05 0, 1 m. hoch, 0,0% m. breit. L. weiß, dann roſa, dann braun⸗ ſchwarz, endlich ſchwarz. Auf fettem graſigem Boden, an Wegen, auf N Wieſen u. ſ. w., ſehr häufig, oft maſſenhaft. Eiſch wam m, Schopf⸗ 5 T. C. comatus (o vatus.)

Ring oft nur in erſter Jugend vorhanden. Hut gräulich, gelb, grau oder braun, mit feſt anliegenden Schuppen oder faſt nackt. 17.

5 \ 5 Hut ſchmutzig⸗weißlich, kaum ſich bräunend, am Scheitel braune Schüpp⸗ chen. L. weiß, dann purpurbraun, endlich ſchwarz. An altem Holze

And Baumſtümpfen, ſehr häufig. Echter Tintenpilz. C. atra- | Es mehtarius. F

D graugelbbraun oder rothbraun. 18.

Stiel am Grunde knollig verdickt und Ausläufer treibend, in der Mitte . ee voll. Nicht häufig. Sproſſender T. C. soboli- erus

gleichmäßig, hohl. Hut ohne alle Schuppen, graubraun oder rothbraun. Hichtbüſcheltg an Baumſtümpfen und am Grunde alter Bäume. Bra u⸗ ner T. C. fuscescens.

re a 1 SEN Sr 4 * e EN 2 e e e 78 N 05 88 % > £ i 5 48. Düngerling. 5 i

. Hut nichts als zarte, ſtrahlfaltige, ſeltener blos geſtreifte Haut. Stiel faſt f durchſichtig, zart. Hut doch etwas fleiſchig, nicht faltig, höchſtens geſtreift, ſein Rand meiſt mit den franſigen Reſten des Schleiers behangen. Stiel derber. 9. 1 2. Hut kegelförmig, ſpäter flach ausgebreitet, durchſcheinend geſtreift. 7. f gerundet: halbkugelig oder glockenförmig, meiſt ſtrahlig gefaltet. 3. 3. Hut bis 0,007 m. hoch und breit glockenförmig, blaß, gelbgrau oder dunkel. : 5 grau. Stiel faſt ſtecknadeldünn, nur bis 0,04% m. hoch. 4. Hut größer. Stiel meiſt viel höher. 5.

4. Hut weißlich, feucht ochergelblich. L. ſchwärzlich grau mit weißer Schneide. In Wäldern auf Viehdünger. Nicht häufig, im H. Zarter D. 5

subtilis. Hut gelbgrau oder grau. L. Lellgrane ar werdend. In und an hohlen Bäumen, maſſenhaft vom Fr. bis H., häufig. Ausgeſäeter D. 08

disseminatus.

EN

Hut (thalergroß) und Stiel (fingerhoch, etwa 0, m. dick) weiß. An alten Eichen, ſelten. Papierartiger D. C. papyraceus.

ochergelblich oder braun. 6. ee Stiel glatt, oberhalb bethaut. Auf bebaueter Erde oder im Graſe. Nicht häufig. Wäſſeriger D. C. hydrophorus. 5 oberhalb mehlig bereift und ſtreifig. Im Graſe. Sehr ſelten. Gekerb⸗ N ter D. C. crenatus. f 7. Hut hellgrau. L. faſt frei. 8.

meiſt blaß gelbbräunlich. L. angewachſen, grauſchwarz mit eötpicher Schneide. Auf ſchattigen Plätzen, nicht ſelten. Zierlicher D. gracilis.

SR

8. Hut ſchmierig, braunſtreifig. L. weiß, braun werdend, faft zerfließlich. Auf Dünger, nicht häufig. Zerfließlicher D. C. subliquescens. |

bödftens feucht. L. braun, ſchwarz werdend. Im Graſe, in Gärten u.

ſ. w., einzeln. Nicht zu häufig. Kegelhut⸗D. CH conocephalus.

Hut wenigſtens in feuchtem Zuſtande grau, oft auch geſchwärzt. 10. gelblich, gelbbraun oder rothbraun oder roſa. 11.

=

SE

10, Hut zartfleiſchig, glockig-kegelförmig, verſchieden groß, feucht 1 trocken hellgrau oder gelbgrau. Stiel bis 0,1 m. lang, gebrechlich, roth⸗ bräunlich, beſtäubt. L. 1 breit, aſchgrau. An oder in d

Nähe von Dünger, häufig, im S. und H. Dungfauler D. C. Ar miputris. s

Hut aſchgrau, nicht häutig, glockig oder glockig⸗kegelförmig, 0,01 0,02 m. breit, ſpäter oft ſchuppig⸗riſſig. Stiel bis über fingerhoch und FE. ſchwefelholzdick, rothbräunlich, weiß beſtäubt. L. angewachſen, grauſchwarz, geperlt, dann ſchwarz mit weißer Schneide. Meiſt in der Nähe von Dünger, im S. und H. Schmetterlingförmiger D. C. pa- pilionaceus. ee

as in 1 Juſtande braun, alben oder röthlichgelb. 12.

> elbweißlich, ocher⸗ oder graugelb. 15.

5 roſa, ausblaſſend, 0,01 002 m. breit. Stiel weiß. An ſchattigen Plätzen, in Gärten, Wäldern, an Wegen, im H., faſt ſelten. Runze⸗

liger D. C. corrugis.

12. Hut im feuchten Zuſtande meiſt ſchmierig⸗klebrig, fleiſchig, ſpäter ausge⸗ Br breitet. 13.

graubraun, dann ſchwarz. Auf Waldboden im Mooſe, nicht häufig. Derber D. C. compactus.

14. Hut oft trocken glänzend und ſchuppig⸗riſſig, feſt, etwas fleiſchig, braun, $ rothbräunlich oder röthlichgelb, glockig-halbkugelig, 0,01 0,04 m. breit. Stiel braunröthlich, oberhalb geſtreift, beſonders auf Triften, häufig, im

S. und H. Glocken⸗D. C. campanulatus.

glanzlos, ganz, gebrechlich, roth⸗ oder gelbgraubraun, trocken gelblich.

1 nicht klebrig⸗ſchmierig, ſpäter nicht flach ausgebreitet. 13.

13. Hut kaum über thalergroß, anfangs kegelförmig. Stiel nackt gelblich, feſt. . L. breit blaß, bald ſchwarz, weißſchneidig. Auf feuchtem Erdboden, be⸗ 18 ſonders in Wäldern, Haiden, häufig. Heide-D. C. ericaeus. e derb, meiſt weit größer, ſtumpf. Stiel gebräunt, innen geröthet. L. a

* Stiel glatt, weißſtaubig. L. angewachſen, breit, ſchwarzgrau, auf Trif⸗ FR ten, in Gärten, vom Frühling an, nicht ſelten. Dungbewohnen⸗ 75 der D. C. fimicola.

15. Hut klebrig, weißgelblich. Stiel oft mit einem Ringe. Siehe die Gattung x Psalliota.

nicht klebrig. 16.

16. Hut röthlich⸗gelb, ſchon anfangs mit ſchmalem ſchwärzlichem Rande. Stiel 8 weiß, unterhalb gebräunt und mit verdicktem Grunde. L. breit, dicht.

Auf Triften, in der Nähe von Viehdünger, häufig. Zugeſpitzter a D. C. acuminatus.

E nirgends grau oder ſchwärzlich, gelb oder gelbgrau. 17.

. Hut weißlich oder gelblich oder gelbgrau. Stiel meiſt blaßgelblich. L. 5 grauſchwarz, ſcheinbar ein wenig herablaufend. Auf Triften, an Wegen, fe nicht ſelten. Schwieliger D. C. callosus.

g meiſt ochergelb, feucht runzelig. Stiel gelbbraun, feſt. L. blaß, dann Pi Pannen, endlich ſchwarz. Auf Torfmooren, häufig. Feuchter D. C. udus.

5 49. Golddungpilz. Bolbitius. 3 Stiel weiß, mit weißlichen zarten Schüppchen. Auf Triften, an Waldrän⸗ dern, im Fr. und S., nicht zu häufig. Dottergelber G. B. vi- Be tellinus.

ER er gelblich. I

Hut uur bis thalergroß, zarthäutig, anfangs kegelförmig. L. blaß, dann dunkelbraun. Auf Viehweiden, an Wegen, an ſchattigen Plätzen, auf Viehdünger. Häufig. Schwankender G. B. titubans.

Saut meiſt viel größer und etwas fleiſchiger, anfangs glockig. L. gelblich, 15 N b. An ähnlichen Orten, ſeltener. B. Boltonii.

5 1 b

1 *

1. Hut weiß, gelbweißlich oder gelblich, oft mit dunkler gefärbtem Scheitel 2 g meiſt gran, braun oder gelbbräunlich, abblaſſend. 7. 1 80 2. Stiel glatt, höchſtens bereift, oft aufwärts verdünnt. Hut oft nackt. 3.

3. Lamellen weiß, ſpäter grauröthlich bis ſchwarzbraun, ohne oder mit weißer 5

4. Stiel kegelförmig, am Grunde etwa 0,02, oben 0,002 m. dick, über finger- | 5. Stiel meiſt verbogen, bis fingerhoch, 0,002 m. dick, oberhalb weißſtaubig. 3

1 6. In Wäldern, beſonders der Gebirge. Hut dünn, oft faſerſchuppig, bis 0,06 0

7. Stiel höchſtens bereift, ſeidig glänzend. Meiſt auf freien Grasplätzen. 8.—

8. Stiel bis oder fingerhoch. Hut anfangs meiſt kegelförmig. 3 ; ; kurz und dünn. Hut anfangs flach⸗glockig, roſtgelblich oder roſtbraun,

9. Hut dünn, kaum über pfenniggroß, grau mit braunem Scheitel. ea

50. Mürbpilz.

faſerzottig oder ſchuppig, gleichdick. Hut oft faſer-ſchuppig. 6.

Schneide. Stiel aufwärts oft ſehr verdünnt. Hut meiſt über thalerbreit. 4.

ſpäter dunkelbraun und mit weißer Schneide, etwas bauchig. Stiel gleich dick. Hut höchſtens thalerbreit, anfangs glockig. 5. 5

hoch. Hut bis über thalerbreit, glatt. L. breit, ſchwarzbraun. In Wäl⸗ dern und auf Grasplätzen, nicht häufig. Kegelpilz. Ps. conopilus. 5 wenig verdünnt. Hut dünn, weiß oder gelblich, oft faſerſchuppig. L. weißlich, dann grauröthlich, nicht fo dunkel werdend. Auf ſchattigen Gras⸗ 1 plätzeu, Triften, an Wegen, ſehr häufig. Fader M. Ps. fatu a.

Hut anfangs halbkugelig, dann ausgebreitet, weiß, oft bläulichgrau. L. bauchig, weißgrau, braunſchwarz werdend. In Wäldern, an Stämmen und auf der Erde, häufig. Uebergebogener M. Ps. cernua.

gerade. Hut anfangs glockig, dann halbkugelig, thonfarbig oder blaß⸗ röthlichgelb. An grafigen Orten. Matter M. Ps. torpens. a

m. breit, kaum geſtreift. Stiel zottigfaſerig. L. grau, dann wache x Sajer-M. FES. fibrillosa.

Auf Grasplätzen, an Wegen. Hut dünn, glimmerig⸗kleiig, 0,01 0,03 m. breit, oft röthlich weiß, trocken runzelig. Stiel feinſchuppig, kleiig oder mehlig, kleinfingerboch. L. grauſchwarz. Im S. und H. Atomglim⸗ meriger M. Ps. atomata.

faſerig, kleiig oder zottig bekleidet. Selten. 10.

anfangs gelbhaarig. L. blaß, dann ſchwarzbraun. Auf Grasplätzen, im 5 S. und H. Kleinwurzeliger M. Ps. microrhiza. ;

dünn, nur bis 0,002 m. dick, etwa 0,0ũ3 m. hoch, ſchlank, bin und her ges bogen. L. grauröthlich. An Wegen, lichten graſigen Orten, nicht z häufig. Gebogener M. Ps. gyroflexa.

etwas fleiſchig, größer, oft weit über thalergroß, kaſtanieubraun oder gelbbraun, meiſt grau werdend. Stiel fingerhoch bis etwas über bleiſtif dick, oberwärts verdünnt. L. dicht, angeheftet, braun oder röthlichbrau⸗ Meiſt große Raſen am Grunde alter Bäume in Wäldern, auch an W gen, im S. und H., ſehr häufig. Braungrauer M. b aN ceo-grisea. 3

1 1 geftreift, gelblich bräunlich oder grünlich⸗bläu⸗

eiſt über thalerbreit, anfangs glockig. Stiel ſchmutzig⸗weiß, oft

9555 gebräunt. An alten Buchen, ſelten. Buchen⸗M. Ps. fagicola. fleiſchig, wäſſerig, gelb, dann braun, faſerſchuppig. L. weiße Milch

tropfend. Auf der Erde und am Grunde von Bäumen, in Wäldern und Gärten. Thränender M. Ps. lacrymabunda.

51. Kahlkopfpilz. Psiloeybe.

2 Stiel weiß oder weißlich. L. nur wenig dem Stiele angewachſen, ſpäter pft ganz frei. Hut braun oder gelbbraun, aber abblaſſend. 2. 15 Fe blaß gefärbt (oft nur wäſſerig gebräunt). L. breit angewachſen. 5.

5 Hut dünnhäutig, glockig, gelbbräunlich, kaum thalergroß. Stiel blaßgrau, 5 etwas geringelt. L. ganz frei, bis 0,0 s m. breit, gelbbräunlich. In Waäldern, nicht zu häufig. Glockiger K. Ps. campanulat a.

= etwas fleiſchig, anfangs braun, ſehr abblaſſend, meiſt größer. 3.

3. Hut feucht wäſſerig, etwas ſchmierig, durchſcheinend⸗geſtreift, braun, trocken eetwas runzelig und ledergelblich abblaſſend, gewölbt, dann ſchirmartig geſpannt mit geradem Rande. Stiel fingerhoch, bis bleiſtiftdick, weiß, 5 zartſchuppig. L. blaß, bald purpurbraun. In Wäldern, nicht ſelten. Zimmetbrauner K. Ps. canobrunnea. Sui feucht oder etwas ſchmierig, glockig, ſonſt ähnlich dem vorigen. St. kahl oder am Grunde zottig und daſelbſt verdickt, blaß, weißlich. L. an⸗ gewachſen, umbrabraun, mit weißlicher Schneide. An Baumſtümpfen, nicht häufig, im S. und H. Stumpfer K. Pr. obtusata.

HBnt nicht ſchmierig oder der Pilz wächſt nicht an Bäumen. 4.

N 23 Hut umbrabraun, ausblaſſend, kegel⸗ dann ſchirmförmig, meiſt etwas einge⸗ 5 drückt. Stiel mit langer Spindelwurzel. L. umbrabräunlich. In der Nähe von Miſt, daher auf Triften, Aeckern, nicht zu häufig. Bauchig er Be: |

. K. Ps. ventricosa.

kaſtanienbraun, wäſſerig, Rand geknickt. Stiel kaum weißlich, blaß. L. anfangs weißlich, dann graubraun. Auf Waldboden, ziemlich ſelten. Kaſtanienbrauner K. Ps. spadicea.

5. Lamellen braun oder purpurſchwarz werdend. Stiel nackt. 6.

braun oder roſtfarbig werdend. Stiel faſerhaarig. Hut bhalbkugelig, etwas genabelt, kaum thalergroß, rothbraun, abblaſſend. Auf Viehweiden, n egen, 1 anne 25

8 geſpitzt, über ſingerbutgroß. Stiel kan oft oe Auf Nec - Ddüngerreihen Grasplätzen, an Wegen, geſellig, nicht ſelten. Hal b⸗ 5 lanzettförmiger K. Ps. Vꝙ

braun, ſehr abblaſſend. Stiel fan 0 m. hoch. An ſterilen . 4 nicht allzu häufig, vom Fr. bis in den H. Berg-$. Ps. montana. 5 „Lamellen zimmetbraun, anfangs ſchmutzig⸗gelb, blaſig⸗ halbkugelig. Stiel nn 0,02 m. hoch, 0,002 m. dick, gelblich. Blaſenförmiger K.

Ps. bullacea. eiern werdend, halbkugelig, dann ausgebreitet. Stiel bis finger⸗ 1 Dungliebender K. Ps. coprophi la.

52. Gewebſaumpilz. Hypholoma. e | 1. Fleiſch weiß. 2. gelblich. 3.

2. Geſchmack angenehm. Hut gelb,

oft röthlich-braun, dünnfleiſchig. S Stiel

blaß, unterhalb gebräunt. L. weiß, dann gelblich und gelbgrau. Be⸗

ſonders in Nadelhölzern, faſt häufig. Rauch⸗G. H. capnoides. bitter. Hut gelblich, gelbroth oder rothbraun, anfangs ſeidig, oft ſchup⸗

pig, ſchmierig, derbfleiſchig, Rand anfangs eingerollt und weichfilzig. Stiel voll, gelblich oder weißlich, unten gebräunt, oft etwas braunſchup⸗

pig oder faſerig. L. blaß, dann ochergelb, dann braun oder ſchmutzig⸗

grün. An alten Baumſtämmen, Pfählen u. ſ. w., büſcheligen Raſen, beſonders in Wäldern. Im H., gemein. Gilt als eßbar. Bittere

ſchwamm. H. lateritium. &

3. Hut faſerig⸗ ſammetartig bekleidet, gebräunt gelblich oder röthlich, bis hand⸗ N

breit, anfangs eilänglich, dann flach 2 Stiel derb, faſerig, gelblich, oben weißlich und beſtäubt. ſehr breit, faſt frei, gelbbraun. 5 Auf gutem Boden, in Wäldern, an Wehner nicht zu häufig. San

metartiger G. H. velutinum.

nackt, ſchwefelgelb oder honiggelb, Scheitel meiſt gebräunt; meiſt thaler⸗ 5 groß, flach gewölbt. Stiel ſchwefelgelb, etwa fingerhoch, 0,002 0,0 m. dick, oft faſerig bekleidet und hin und her gebogen. L. angewachſen, gelb, dann graugrün oder bräunlichgrün. Der Schleier hängt meiſt als braune, ſchwarz werdende Hautfetzen am Hutrande. Geruch ange⸗

nehm eigenthümlich, Geſchmack bitter. Als oft große büſchelige Raſen

am Grunde alter Bäume, an Wegen, in G Wäldern u. ſ. w.

Im S. und H., überall ganz gemein. Schwefelkopf⸗ G. H. bas ci

cularis. *. WW

a

33. Ringpilz. Psalliota. 5

1. Lamellen nebelgrau, ſich ſchwärzend; dem Stiele angewachſen oder frei. 2.

blaß, dann düſter olivengrün (ſelten purpurbraun); angewachſen. 3. l a anfangs weißlich oder roſa oder ziegelroth, dann caffeebraun oder

blaß, dann roſtbraun oder violettſchwärzlich; angewachſen. 4.

braunſchwarz; ftets frei vom Stiele. 5.

2. Lamellen angewachſeu. Hut weiß oder gelblich, etwas klebrig, pfennig⸗ bis

thalergroß. Stiel bis fingerhoch, ſteifröhrig. Beſonders auf grafig

Wegrändern und Triften, geſellig, häufig, im S. und H. Halbe

geliger R. Ps. semiglobata.

Stiel über 0,1 m. hoch, weißlich, am Grunde knollig verdickt, 1 15 Pho-

liota separata.

Lamellen frei. Hut weißlich, oft rothbräunlich, bis über thalergroß. Stiel weißlich, voll, 0,0ũ22 m. hoch, bleiſtiftdick. In Laubwaldungen, im Fr. und H., ſehr ſelten. Graublätteriger R. Ps. spo dophyllus.

3. Hut gelb oder ſchmutzig-gelb, 0, 1 0,02 m. breit, klebrig, nackt. Sti fingerhoch, 0,002 m. dick, voll, weißlich flockig. Au Auger, ke Wald

boden, ſelten. Dung⸗ R. Ps. stercoraria. | B.

8

dis, über 8555 blen, mit anliegenden oder ſtrinzelig aabſtehenden Schüppchen. Stiel w. b. v. In Wäldern auf Grasplätzen, auf Grabeland, nicht häufig. Schuppiger R. Ps. squa mos à.

a, Hut ſchön blaugrün oder grün, feucht dickſchleimig, oft weißſchuppig, derb,

fſhalergroß und darüber. Stiel mit grünlichem Ton, geringelt, unter dem Ringe faſerig. L. braun werdend. Beſonders in lichten Wäldern, auch auf Wieſen, im S. und H., truppweiſe, ſehr häufig. Ein präch⸗ tiger, durch die Farbe au fälliger Pilz, freilich der grüne Ueberzug verliert ſich oft und der Hut iſt dann gelblich. Grünſpanpilz. Ps. aeru- gin os a.

Hut gelblich. L. werden violett⸗ſchwärzlich. Auf Triften, Aeckern, ſelten. Schwarzſamiger R. Ps. melanosperma.

| 5. Lamellen ziegelroth, dann braun. Hut graubraun. Stiel purpurbraun, am Grunde geſchwärzt. Geruch nach Gurken. Selten. Igelartiger R. Ps. e chin ata.

anfangs weißlich oder roſa (oft grau-fleiſchröthlich.) Alle dieſe ſich ſehr ähnlichen und ziemlich gleich wohlſchmeckenden Pilze werden als „Champignons“ geſammelt und verkauft. 6.

6. Stiel röhrig hohl. 7. a

Stiel voll und innen feſt, fingerhoch und darüber, bis über daumdick, weiß,

ganz nackt oder zartſchuppig, mit derbem Ringe. Hut in erſter Jugend (wo er am wohlſchmeckendſten) iſt kugelig, dann halbkugelig und endlich flach ausgebreitet 0,05—0,2 m. breit, meiſt weiß, aber auch gelblich oder bräun⸗ lich, nackt, flockig oder ſchuppig; Fleif ſch, bis über daumdick, weiß, bei einigen Abarten wird es beim Bruche röthlich. L. weiß, dann ſchön roſa, endlich kaffeebraun. Ueberall, beſonders im S. und H., ganz gemein auf Wieſen, Triften, unter Gebüſch, an Wegen, auf Aeckern, immer aber da nur, wo Pferdedünger liegt oder gelegen hat, worauf ſich auch ſeine künſtliche Zucht gründet. Daher braucht man nur ein Beet mit Pferdemiſt zu düngen, die Lamellen des Champignon darauf zu bringen und daſſelbe feucht zu

5 halten, ſo zeigen ſich nach etwa zwei Wochen die jungen Pilze maſſenhaft. Wenn man ſie vorſichtig abſchneidet, daß der untere Theil des Stieles ſtehen bleibt, ſo kann man fortwährend neue Ernten halten. Echter Champignon. Ps. campestris. Als wichtigſte Spielarten pflegen, obgleich nicht in erſchöpfender Weiſe, angeführt zu werden: var. sylvicola mit kahlem, weißem glänzenden Hute, deſſen Fleiſch lange weiß bleibt und langem, am Grunde faſt gar nicht verdicktem Stiele, beſonders in Nadelwäldern; var. vapo- rarius mit bald vergilbendem, faſerſchuppigem Hute und grauröthlichen Lamellen, auf ſchwarzem lockerem Waldboden; var. praticola mit roth⸗ braunem, anliegend⸗ſchuppigem Hute und ſich beim Bruce ſchnell röthen⸗ dem bis rothbraun werdendem Fleiſche, auf Wieſen und feuchten Triften.

Er Hut weiß, mit braunen, faſerigen Schuppen. Die L. werden braun Sonft 5 wie der Champignon, nur nicht ſo wohlſchmeckend. In Wäldern, beſonders A in Laubwäldern, Parkanlagen, Gärten u. ſ. w. Im Herbſt. Wald- | Champignon. Pe. sylvatica, - * e

3 L ohne Schuppen, höchſtens mit braunen Faſerchen. 8.

8. Si ganz nackt, weiß, meiſt mit gebräuntem Scheitel. Stiel am Grunde knollig verdickt. Ring beweglich frei, aufgerichtet. An graſigen Orten. fuaſt ſelten. Wohlſchmeckend. Kreideweißer Champignon. Ps. cretace a. *

ate

175 om met faferig, Fele weiß wird aft röthlich. S ach 13955 verdünnt. Ring hängend. An graſigen Orten, auf Wieſen, Trifter Gärten u. ſ. w., beſonders in Gebirgen, im Herbſt. Weniger ſchmeckend als der Champignon. Sch n Ps. arvensi een

54. Halbſtiefelchen. Crepidotus.

855 . Hut häutig, faſt durchſcheinend, anfangs umgewendet. 2. | etwas fleiſchig, von Anfang an wagerecht geſtreckt. 6. ee 2. Hut weiß, ſeidig, meiſt 0,01 m. breit. L. weiß, dann roſa, endlich Erin

lich. Beſonders an alten Weiden, auch an alten eee We änderliches H. C. variabilis.

Hut gefärbt. L. anders. 3.

3. Hut (anfangs becherig) und L. nicht grau. 4.

be Hut oder Lamellen grau, anfangs umgewendet, dann wagerecht, mutig, 4 am Grunde weißpfilzig. 5. %

4. Hut (bereift) und L. violett, L. abblaſſend rothgelb. An altem Nadelholz. =

Violettrothes H. 6. viola ceo-fulvus. 5

Hut zartfilzig, braun, gallertzitterig, etwa 0,00 4 m. breit. L. ſehr weit⸗ Kiufg, olivenbraun. An morſchem Holzwerk. Becher-H. C. pezi- 2 zoides. =

8 5. Hut grau, filzig, kurz ſeitlich geſtielt. L. weiß, dann grau, berablaufend. 25 Arn alten Waldbäumen. Weichfuß⸗H. C. byssisedus. a graurötblich, feucht. L. grau, dann röthlichbraun. Auf mooſiger Erde, 5 !; ſelten. Tröpfel⸗ H. C. depluens. N 6. Hut rüſſelförmig⸗länglich, bis 0,03 m. lang, weichhaarig. L. gelb, derlaſfnd.

| Sehr ſelten. Rüſſel⸗H. C. proboscideus. | e nieren= oder muſchelförmig. L. weiß oder weißlich, dann gebeäunt, 75 > 17. Etwas geftielt, höchſtens 0,0 m. breit. Selten. 8. Fr Kai. Kaum oder gar nicht geſtielt, ſehr weich, zitterig, kahl, bis über 0,1 m. breit. 9. EN Hut gelblich bis lehmfarbig, zottig; Stiel bis 0,01 m. lang, weiß. An Zik⸗ 2 5 terpappeln. Gefäß-9. C. haustellaris.

gebräunt, abblaffend, kahl. Stiel ſehr kurz. Flaches 9. 6.4 planatus. ö 1 . Du grauweißlich, im Alter rothbräunlich, fleckig, kaum bis bann

Weiches H. C. mollis.

weißgelblich oder ochergelb, oft gelbgrünlich, abblaffend, über 0,1 m. EN Fleiſch bis 0,01 m. dick. Nicht ſelten. Muldenförmiges H.“ 925 8 alveolus. .

77 He * 5 .

ni a

8

55. Helmpilz. Galera. 8 (Unſchädliche oder mäßig geſchmackloſe Pilze.) Ex . =

8 5 Ei L. breit angewachſ en, meiſt herablaufend, faſt dreieckig. dur om s am Rande ſchuppig oder flockig, 0,01 0,02 m. breit. 2. 1

ER,

st oder angewachſen l weder ſo breit noch herablaufend. Hut = eh, glänzend oder glanzlos. 4. %

BE BERN, ae 2 . I EST, 0

e RT

RT 2 . ir nn

{ L. nicht nend, bauchig, Hut gewölbt, ſpitz genabelt, weißhaarig, gelbbräunlich. Sumpf-9. G. paludosa.

3. Hut halbkugelig, ſtumpf, dunkelbraun, trocken ochergelblich, am Rande mit cCeoncentriſch geordneten weißen Schüppchen. In Gebirgsſümpfen, zwiſchen 5 Mooſen, ſelten. Moor⸗H. G. stagnina. a e etwas genabelt, meift zimmetbraun, am Rande geſtreift, ſeidig⸗faſerig 1 oder ſchuppig. Zwiſchen moderndem Laube in feuchten Wäldern. Durch⸗ 2 ſichtiger H. G. pellucida.

4. L. in ihrer ganzen Breite dem St. angewachſen. St. nie weiß. 5. . angeheftet, ſpäter meiſt ganz frei. St. weiß oder weißlich. 9. 3 L. ziemlich weitläufig, meiſt breit und fein geſägt. Hut meiſt fein-warzig. St. glatt, gelblich, braun oder hochroth. 6. . gedrängt, Hut nicht warzig. St. geſtreift. 7.

6. 8 ſchmal aufſteigend. St. hochroth, feinhaarig, dünn, verbogen. Zwiſchen Gras oder Moos, faſt ſelten. Striemen⸗H. G. vittaeformis. e. bis 0,003 m. breit, zimmetbraun, dann gelbröthlich. Stiel gelblich oder braun, oft wellig verbogen, bis fingerhoch, dünn, bis ſchwefelholzdick, a i berg glänzend, oberhalb weiß bereift. Hut halbkugelig oder glockig, Di oft zugejpißt, meiſt 0,01 m. breit; ſpäter verflacht ausgebreitet, honigbrann, Be trocken ochergelblich, feucht oft gefurcht und glänzend. Unter Gebüſch, in 5 Wäldern, auf Gras⸗ und Moosplätzen, im S. und H., überall ganz ge⸗

mein. le Moos-H. G. hypnorum. Aendert vielfach ab 5 in der Färbe, beſonders des St. und der L. (var. Sphagnorum mit bis ;

ER Kr N? ER a TE FR ar R 3 ä er * 1 EIER Se

8 ai 8

. über 01 m. langem gelbröthlichen Stiel und großem ochergelben Hute, 1 in Sümpfen; var, Bryorum mit zottigem St. und weißlichen, dann 8

ochergelben L.; var. mniophilus mit gelbem St. und L. und trocken thon⸗ weißlichem Hute; var. rubiginosus mit rothbraunem St.)

7. Hut anfangs ſpitz⸗kugelig, dann glockenförmig, gelbbraun, trocken gelblich ER oder weißlich und zartflockig, Stiel oberhalb weißflockig, L. gelb, dann 28 braun. An alten Mauern und zwiſchen altem Laube, ſeltener. Spitz⸗ ER

hut⸗H. G. spicula 1

A anch anfangs ſtumpf. L. zimmetbraun. 8.

8. Hut zimmetbraun, trocken ochergelblich, glockig, ſpäter flach ausgebreitet. St. 5 bis 0,05 m. hoch, 0,002 m. dick. L. breit, bauchig. Zwiſchen Gras und Moos, auf Triften, nicht zu häufig. Gras⸗H. G. spartea.

5 ochergelbbräunlich, glockig oder fingerhutförmig, nie flach. St. bis 0,01 m.

hoch, fadenförmig dünn, ſteif, gebrechlich, glatt, faſt glänzend. L. nicht

bauchig. An Schutt, auf Grasplätzen, in Gärten, ſehr gemein. (Fig. 28, b). Zarter H. G.tenera. Aendert vielfach ab (var. salignea mit gelb⸗

grauem, mehr gewölbtem Hute und blaſſem meiſt ſtaubigem St.; var.

pilosella feucht mit kurzhaarigem Hut und St., an alten Stämmen.)

2 1 10 0 oder 9 St. am Grunde verdickt.

Hut anfangs

0. Hut und L. ocherbraun. St. 1 1 fockig, mit S 3 f Gärten, auf Miſtbeeten, häufig. Dicht er H. G. conferta. Hut olivenbraun, ſpäter flach. St. weißbräunlich, zähe, gefaſert, mit kurze Wurzelfortſatze. L. mit gekerbter weißſtaubiger Schneide. Auf Wald⸗ plätzen, iſt häufig.: Weißblätteriger H. G. leucophylla.

11. Hut ſchmierig und klebrig. 12. 4

Hut nicht ſo, braunroth oder röthlichgelb, dann ochergelblich, 0010,02 m. breit und hoch. St. bis fingerhoch, ſteif⸗zerbrechlich, weißlich, glatt, bereit abwärts etwas verdickt. L. ſchmal, faſt ganz frei. Auf Graspl ätzen, Triften, auch in Wäldern, wo Dünger hinverweht iſt, nicht zu häufig. 31 ie⸗ gelfarbiger H. G. lateritia. 1

12. Hut gelblich, trocken blaß. St. ſilberglänzend bis bleiſtiftdick, behalt ; weißſtaubig. L. gelblich, dann roftbraun. Auf Waldplätzen, nicht bäh £ Klebriger H. G. pityrea. 1

13. Hut düſter violett, netzrunzelig, bis 0,05 m. breit, auch der Stiel klebrig. L. EN dann roſtbraun. An alten Buchen. Netzig er H. G. Te ien at a 3

56. Schnitzelpilz. Naucoria. (Unſchädliche aber geringe Pilze.)

. Hut (pfennig⸗ bis thalerbreit) mit eingewachſenen oder oberflächlichen flodigen Schüppchen oder ſeidigen Faſern, welche im letzteren Falle aber meiſt ſehr bald verſchwinden. St. faſerig oder flockig-ſchuppig. Die L. werden zim⸗ metbraun. Gebrechliche, geruchloſe Pilze auf moderndem Laub, faulendem Gezweige, an abgeſtorbenen Halmen, einige auf der Erde an feuchten oder ſumpfigen Orten. 2. A

ganz kahl von Anfang an. Meiſt auf der Erde, beſonders auf Gras⸗ plätzen, Triften, in Gärten, an Wegen u. ſ. w. 7. 2

Auf abgeſtorbenen Kräuterſtengeln, beſonders auf Gräshalmen. Hut ah 0,005 m. breit, zarthaarig, glänzend-bräunlich oder gelblich. Stiel bis ſteck⸗ nadelhoch und dünn, rauh, häufig. Gras⸗Sch. N. gramini cola.

Auf der Erde, oft auf modernden Blättern und Zweigen. 3.

. Schüppchen oder Faſern dem Hute eingewachſen. Hut ſtumpf. L. a. angeheftet oder angewachſen, aber ſpäter ſich ablöſend und faft frei werdend. 4. meiſt kleiig⸗flockig, verwiſchbar und bald verſchwindend. Hut bald genabelt. L. angewachſen, meiſt etwas herablaufend breit? 3. i

Hut wenig über pfenniggroß, bräunlich blaß, dann in Mitte braun. St. blaſer,

abwärts oft dunkelbraun, faſerig, an der Spitze glatt. L. angeheftet, thon⸗

1 dann zimmetbräunlich. Auf feuchten Waldplätzen. Grindartige:

Sch. N. escharoid es. u

meiſt größer, rothbräunlich, abblaſſend ochergelb. St. faſerig, an De

Spitze faſerſchuppig. L. angewachſen ſich etwas ablöſend. In feuchten

Wäldern, Brüchen u. ſ. w. Im S. und H., häufig. Puderiger Sch N. conspersa.

An faulenden Zweigen und altem Laube an der Erde. Hut ochergelb. breit, dreieckig, roſtbraun. (Abarten vom N. furfuracea.) N. e

Auf der Erde. 6.

Hut . ei ie, bis Haterbrett St. faſerflockig, am Grunde ME gebräunt und weißfleckig. L. ſafrangelb, bald ausblaſſend, mit weißlicher Schneide. An Waldrändern und unter Zacken, ſelten. Trockener Sch.

N. sobria. 3 Bekunlic, pfennigbreit und darüber, abblaſſend, meift gelbgrau. St. w. b. v. L. rothbraun, bei einer Abart var. trigonophyllus gelbröthlich,

dann ochergelblich, ſehr breit, faſt dreieckig. In Wäldern und unter Ge- ſträuch. Kleiiger Sch. N. fur furace a.

7. L. angewachſen oder angewachſen-herablaufend, breit oder ſchmal. 8. E nur angeheftet oder ganz frei, breit, 14.

8. Hut und Stiel im feuchten Zuſtande gelblich, wachsgelb oder rothgelb. L.

wieitläufig, braun oder ochergelb werdend. 9.

E feucht braun oder ſchwärzlichbraun oder olivengrünlich, trocken meiſt leder- gelb. St. bräunlich, braun oder weißlich. L. weitläufig oder ſehr ge— drängt, braun werdend. 1 9. L. ſehr gedrängt, blaß, dann zimmetbraun. Hut noch u pfennigbreit,

halbkugelig, gelb, glänzend, feucht etwas ſchmierig. ſtecknadelhoch, fadendünn, zähe, glänzend, gelb. Auf Gras- und Mooshliten im 9. Kleiner Sch. N. pusilla. weitläufig, honiggelb oder braun. Meiſt größer. Hut pfennig⸗ bis thalerbreit. St. 0,02 0,03 m. hoch. 10.

10, L. gezähnelt honiggelb oder wäſſerigbraun. Hut meiſt dunkel rothgelb,

fi ſtumpf genabelt. Stiel gelblich, an der Spitze bereift, am Grunde mweiß-

g lich. Auf Gras⸗ und Moosplätzen. Im Herbſt. Honiggelber Sch. N. melinoides.

ganzrandig, ochergelb, dann zimmetbraun. Hut wachsgelb, ſtumpf. St. gelb, kahl, am Grunde gebräunt. Auf trockenen lichten Plätzen, an eigen, zwiſchen kurzem Graſe u. j. w. Wachsgelber Sch. N. cero des.

11. L. etwas herablaufend, mit geſägter weißer Schneide. Hut klebrig, oliven⸗

85 grün oder an feuchten Orten ſchmutzigbraun oder ſchwarzbraun, gewölbt, faſt genabelt. St. blaß, bis fingerhoch, faſerig oder ſchuppig, an feuch⸗ ten Orten geſchwärzt. In feuchten Laubwäldern, an Sümpfen u. ſ. w., im S. und H. Vergißmeinnicht⸗Sch. N. Myosotis.

anders. St. wellig. Hut braun, nie olivengrün. Selten. 12.

12. St. rothbraun, gegen die Mitte mit weißen Faſerſchüppchen. Hut kaum | pfennigbreit, faſt genabelt, feucht gelbbräunlich, trocken gelblich. In feuchten Nadelwäldern der Gebirge, einzeln. Braunfuß-Sch. N. badipus. weißlich oder bräunlich, kahl. Hut bis thalerbreit. 13.

13. St. weißlich, dann roſtbraun, oberhalb bereift. Hut wenig genabelt. L.

endlich umbrabraun. Auf freien Plätzen. Auf trocknen Grasplätzen der Berge. Betäubender Sch. N. temulenta.

hellbraun, nackt. Hut genabelt, glänzend. St. wellig. L. roſtbräun⸗

lich. Auf freien Plätzen. Wellenſtieliger Sch. N. undulata.

14. Die L. werden ſafran⸗ oder ochergelb. Nicht im Fr. 15.

bräunlich, dann zimmetbraun, etwas breit, gekerbt oder ganz⸗ randig. Hut ledergelb, honiggelb oder bräunlich, pfennig⸗ bis über tha⸗

lerbreit; flachgewölbt oder fach, A Rech ice blaß, gelblich, zäh, bis fingerhoch, ſchwefelholzdick oder etwas darü glänzend, meiſt bereift, am Grunde oft etwas angeſchwollen. W 5 ſchmeckend, meiſt ſchwachen Geruch nach friſchem Mehle. Von Fr. an (und ganz beſ. im Mai, Juni) überall nach warmem Regen, ganz ge⸗ mein, auf Grasplätzen, an Wegen, unter Hecken, auf Feldrainen u. . w. (Fig. 299. Wegeling, Fuß⸗Sch. N. pediades. 8

15. Hut bis etwas über pfennigbreit, olivenbraun trocken, zart geſtreift. St. i . aſchgrau, dann gelb, am Grunde weißzottig. L. grau, dann ocher⸗ x REN gelb, mit gezähnelter gelbgrünflodiger Schneide. An 8 faulendem Buchenholz. Kleinling-Sch. N. centunculus. L. anders. 16.

16. Geruch auffällig nach Gurken. Hut bis über thalerbreit, glockig, dann aus⸗ gebreitet, feucht rothbraun oder braun, abblaſſend bräunlich oder gelb.

St. abwärts verdünnt, glatt, braunſchwärzlich. L. ſehr bauchig, ge⸗

drängt, weißlich, dann ſafrangelb. In Gärten und Wäldern zwiſchen

altem Reis u. ſ. w. Gurken⸗Sch. N. Cucumis.

fehlt. Hut iſt ſo breit, anfangs kugelförmig, dann flach, ſchmierig, roth⸗ 0 braun, trocken rothgelb, abblaſſend. St. blutroth, dann braun, zähe.

8 L. dicht, blaß, dann feuer⸗ oder gelbroth. In Laub⸗ und Nadelwäldern. 3 N. Christinae. i

57. Nauchfaſerkopf. Imocybe. (Faſt ſämmtliche Arten giftverdächtig.) 1. St. weiß oder weißlich. 2. St. entſchieden gefärbt (gelbgrau, braun), höchſtens an der Spitze weißlich. 6.

2. Hutoberhaut glatt, aber meiſt ſehr riſſig, ſo daß überall das Hutfleiſch ſicht⸗ bar. St. bis fingerhoch, bis 0,01 m. breit, voll» 3. i

mit angedrückten faſerigen Schuppen. 3.

3. Hut glockig, ſtumpf, thaler⸗ bis handbreit, weiß oder gelblich, verbogen. St. geſtreift, an der Spitze flockig⸗ſchuppig. L. von der Breite des St., blaß. In ſandigen Nadelwäldern, im S. und H., Ansgeſche in R. I. repanda.

kegelförmig oder doch ſpitz genabelt. 4. f 0

4. Hut 0,03 —0,1 m. breit, gelblich, röthlich, braun oder düſterbraun, dünn, innen weißlich. St. am Grunde meiſt etwas verdickt, an der Spitze be⸗ reift. L. blaß, dann grau oder ſchmutziggelb, endlich braun. An ſchatti⸗

5 5 Orten in Wäldern, an Wegen, auf Grasplätzen u. |. w., im S. und

. „ſehr häufig. Mehr oder minder mit eigenthümlichem widerlichem Ge⸗

125 nicht eßbar, ſogar verdächtig. Ein in Größe und Färbung ſehr ver⸗ ſchiedener Pilz. Rißpilz. I. rimosa. 8 meiſt pfennig⸗, aber bis thalerbreit, zierlich, wenig riſſig, ſilberglänzend meiſt weiß, aber auch lila oder bläulich. St. meiſt 0,03 m. breit, ‚oft dem Hute gleichfarbig, blaß. L. graubraun, mit weißer Schneide. In Wäl⸗ dern und auf Grasplätzen unter Gebüſch, im Spät⸗S. und H., häufig. Erdblätteriger R. I. geophyllus. a

Nur als Abart davon ſehe ich I. sambucina an, die ſich beſ. durch ſtum⸗

pfen weißlichen Hut, dickern St. und grauweißliche L. unterſcheidet.

mer Veilchen oder Shftgerih. Hut hellgrau, gabe oder roth⸗ . un, meiſt über thalerbreit, genabelt. St. ſeidenglänzend faſerig, m ter hohl, etwa 0,04 m. hoch und bis über bleiſtiftdick. L. weiß, dann ſchmutzigbraun. In ſandigen Wäldern, an Wegen, auf Feldern u. ſ. w. im S., nicht häufig. Birngeruch-⸗R. I. pyrio dora. e

e ſolchen Geruch. Hut dunkelgrau oder braun, ſtumpf. St. voll. Er ; 5 L. rauchgrau, dann ſchwärzlich. In Laub⸗ und Nadelwäldern, im Aug. 155 55 Rauher R. I. scabra.

. 6. Geſchmack ſehr herb⸗ſüß. Selten. 7. E nicht fo oder ganz fehlend. 8.

7 Hut gelbbräunlich (faſt ebenſo das Fleiſch und der Stiel), bis 0,6 m. a % breit, flockig⸗faſerig. St. abwärts verdünnt, etwa 0,o3 m. hoch, bis . über bleiſtiftdick, hohl, flockig⸗faſerig. L. von der Breite des St. dun⸗ 5 kelbraun. In Wäldern. Im Spät⸗Sommer und Herbſt. Gerupfter

R. I. carpta.

N Hut graugelbbraun, wenig über pfennigbreit, ſchuppig, genabelt, Fleiſch weiß⸗

. gelblich. St. 0,03 m. hoch, kaum bis bleiſtiftdick, etwas hohl, am Grunde filzig, an der Spitze mehlig. L. blaß, dann olivengrün. In Nadel- wäldern. Bitter⸗ſüßer R. I. dulcamara.

8. Hut glatt, kahl, glänzend, ſehr riſſig, etwa thalerbreit, kegelförmig, dunkel

a rothbraun. St. fuchsroth, bereift, bis fingerhoch und etwa 0,003 m. breit. In Laubwäldern, im September und Oktober, ſelten. Haſel-G. I. avellana.

ſchuppig oder faſerig, meift ſparrig⸗ſtruppig, rauh. 9.

9. Hut noch nicht pfennigbreit, flach genabelt, bald eingedrückt, gelblich, bräun⸗ lich oder rothbraun, meiſt gezont. St. braunroth, glatt, kaum über . 0,001 m. dick, 0,02 0,03 m. hoch. L. weitläufig, bald ſchmutzfarbig. Auf Triften u. ſ. w., im S. und H., nicht zu ſelten. Rän 5 diger R. IL scabella. f 5 größer. 10.

10. St. an der Spitze nicht weißſtaubig, alſo nackt und innen meiſt röthlich, 8 0,02 0,05 m. hoch, etwa 0, os m. dick, bräunlich, oft braunviolett, faſerig, voll, ſpäter hohl. Hut bis thalerbreit, ſtumpf genabelt, gelblich, ſchmutzfarbig, braun oder düſterbraun, mit abſtehenden Schüppchen, Fleiſch weißlich. L. angeheftet, faſt frei, bauchig, ganzrandig, weißlich, dann mit dem Hute faſt gleichfarbig, endlich oft grau. In Nadelwäldern, aber auch außerdem auf feuchten ſandigen Orten, an Wegen u. ſ. w. vom Mai bis Oct., ſehr häufig. Struppiger R. I. lacera. Nur als Abart iſt zu beurtheilen I. obscura mit hafig angehefteten, olivenfarbigen, dann braunen L., oft verbogenen, an der Spitze vio⸗ lettbrauen vollen St.

an der Spitze weiß bereift, innen nicht röthlich. Seltener. 11.

11. Starker widerlicher Geruch. Hut graubraun oder olivengrün, mit ange⸗

drückten Faſern oder Schüppchen. St. ſteif, gerade, blaß, faſt nackt. L. frei, weißlich, dann gelblich, endlich dunkel olivengrün. An feuchten oder ſumpfigen Orten beſ. in Nadelwäldern, vom Aug. bis Oct. Licht- ſcheuer R. I. lucifuga.

A ſolcher Geruch; faſt ganz geruchlos. Hut kaum bis thalerbreit, um⸗ . abblaffend gelblich, mit ſtruppigen wollig⸗zottigen Schuppen.

St. vol, ne: bh blen blaß, ferne BR | blaß, gelb oder grangelb, gezäbnelt. In lichten Wäldern, an We unter Hecken u. ſ. w., im S. und H., nicht ſelten. e I. lanuginosa.

58. Jugendblätterpilz. Hebeloma. 5 (Zumeiſt giftverdächtige Arten.) 2

1. St. weiß oder weißlich, am Grunde verdickt. Geruch oft ſtark nach was oder Lauge.

St. gelblich oder bräunlich. L. ganzrandig. Geruch nie ſo. 6.

25 Fleiſch innen röthlich oder röthlichgelb. Hut thaler- bis handbreit, schen feucht, weißlich oder iſabellfarbig, am Scheitel oft rothbräunlich, fleiſchig, am Rande faſt häutig. St. bis fingerhoch, etwa 0,01 m. dick, mit ſchwach verdicktem Grunde, voll, dann hohl, faſerflockig. L. ziemlich weitläufig, oft geſägt, weißlich, dann röthlich und röthlichbraun. Geruch und Ge⸗ ſchmack meiſt unangenehm nach Rettig. Im Graſe, zwiſchen modernden Blättern, meiſt unter Gebüſchen, in Wäldern, vom Fr. an, ſehr häufig; 8 Widerlicher J. H. fastibile. 8

Be weiß. L. dicht. 3.

St. unveränderlich weiß. 4. i

E ſpäter gelbröthlich. Hut ſchleimig, wäſſerig⸗fleiſchig, von Anfang an weißlich, thonfarbig oder gelblich. Geruch nicht unangenehm. St. hoch und ſchlank, gebrechlich. Langſchwänziger J. H.longicaudum.

4. Geruch ſüßlich oder nicht auffällig. 5. . i ſtark nach Lauge. Hut braun, abblaſſend gelblich oder weißgelblich. L.

blaß, dann braun, fein gekerbt. Sehr ſelten. Trauernder J. a lugens. 8

5. Geruch ſüßlich. Hut rothbräunlich, kaum ſchmierig, 10 nicht handbreit. g St. kurz, etwa 0,02 „. hoch, aber dick, bereift. L. weiß, dann 1 endlich braun. In Laubwäldern. Abgeſtutzter 3 J. H. truncatum.

nicht auffällig. Hut weißlich oder me fleiſchig, feucht ſchmierig, a thaler⸗ bis handbreit. St. bis fingerhoch, bis 0,01 m. dick. L. mit geſägter und reichlich brauntropfiger Schneide. Auf ſchattigen Grasplätzem häufig. Blaſſer J. H. palli dum.

6. Hut trocken, pfennig⸗, kaum bis thalerbreit, rothbraun, gegen den Rand 75 grau, vergilbend. St. voll, 0,03 0,06 m. hoch, etwa ſchwefelholzdick, ſchmutzig gelblich, ſich bräunend, beſtäubt. In Laubwäldern. Rothfuß⸗ J. H. petiginos um.

feucht klebrig, über thalerbreit, bräunlich, iſabellfarbig oder gelblich, mit punktartigen Warzen beſetzt. St. hohl, bis fingerdick, faſerig oder ſchup⸗ pig. Geruch angenehm. Punktirter J. H. punctatum. 2

f Flammenpilz. Flammula. 8

(Unſchädliche und zum Theil wohlſchmeckende Arten.)

1. Hut (und St.) weißlich, klebrig. St. feinſchuppig. L. etwas e Am Boden in Wäldern, ſelten. 11. >

nt oder St. gefärbt. Hut klebrig oder nur feucht. 2.

2. An Baumſtämmen oder Holzwerk oder doch ganz in deren Nähe, meiſt von bitterem Geſchmack; oder auf der Erde, aber dann entweder von bitte⸗ rem Geſchmacke oder mit klebrigem Hute.“) 3.

Naur auf der Erde. Weder von bitterem Geſchmacke noch mit klebrigem Hute. 6.

3. L. zuletzt olivengrün oder ſchwärzlich, oft etwas zerfließlich oder ſich ver- feuchtend: ſiehe die Gattung Hypholoma. roſt⸗ oder zimmetbraun. 4.

4. Hut bei etwas feuchter Luft ſchmierig⸗klebrig, innen oft weiß oder grünlich⸗ ; gelb. Zumeiſt auf der Erde, im Graſe u. ſ. w. 8.

nicht klebrig, meiſt goldgelb, innen ſtets gelb. Nur an alten Stämmen, beſonders der Nadelhölzer. 5.

5. L. anfangs goldgelb, dann braun. St. nur bereift, allenfalls am Grunde zxͤottig. Nur an Nadelholz. 15. anfangs weißlich oder doch blaß. St. faſerig oder ſchuppig, oft mit Manſchetten. Auch an Laubhölzern. 12.

6. Aus dem Stiele ſickert bei Verletzung eine blutrothe Milch. Hut iſt thaler⸗ breit, außen und innen gelbbraun, anfangs kugelförmig. St. bis klein⸗ fingerhoch, ſchwefelholzdick. Im Graſe. Faſt ſelten. Fließen der Fl. F. sani os a.

Ohne Milcherguß. 7.

7. Hut fahlgelb oder orange, flachgewölbt bis handbreit, ſpäter fein⸗ ſchuppig. St. bis fingerhoch und -dick, meiſt flockig⸗ſchuppig, gelblich oder orange. L. gelb, dann orangebraun, weitläufig. In Nadelwäldern, nicht häufig. Limonfarbiger Fl. F. limonia.

Hut braun, faſerſchuppig, bis thalergroß und darüber, ſeidigglänzend. St.

innen und außen gelb, bis fingerhoch und bleiſtiftdick. L. breit, dicht, glän⸗

zend (verſchiedene Abarten dieſer Pilze je nach der Farbe, beſonders der

L.: crocea L. jafrangelb, conformis L. gelbbräunlich, rubicunda L. roth⸗

braun, semisanguinea L. blutroth, luteola L. blaßgelb, Hut und St.

gelb.) Beſonders in Nadelwäldern, im S. und H., faſt gemein. Zim⸗ metbrauner Fl. F. cinnamomea,

8. Fleiſch weiß oder grünlichgelb. St. bis über fingerhoch. 9.

gelb oder gelblich. Sk. nur etwa 0,03 m. hoch, 0,003 m. dick oder län⸗ ger und mit Spindelwurzel. 10.

9. Fleiſch weiß. Hut roth⸗ oder gelbbraun oder fahlgelblich, mit dunkelſchuppi⸗ gem Scheitel, thaler⸗ bis handbreit, fleiſchig. St. voll, bis fingerhoch und ⸗-dick, weißlich, faſerig, an den Spitzen geſtreift. L. etwas herablau⸗ fend, blaß, dann thonfarbig. An Stämmen oder im Graſe, im H., nicht

zu ſelten. Schlüpfriger Fl. F. lubrica.

weiß. Hut nackt. St. kürzer und dünner. 10.

grünlichgelb. Hut gelblich, meiſt etwas über thalergroß, etwas genabelt.

Stiel dünner als b. v., hohl, gelblich⸗faſerig. L. angewachſen, gelb, dann

braun. In Nadelwäldern nur im Graſe, im S. und H., ziemlich häufig. Schwammiger Fl. F. spumosa.

9 Hutfleiſch weißlich (nicht gelb oder weißgelblich) oder wenn gefärbt, jo iſt auch der Stiel ſchleimhäutig oder iſt am Grunde kreiſelförmig derb verdickt: ſiehe die Gattung Myxacium.

f 6

.

10. Hut gelb, dann rant 0, 0 m. eh St. derb, voll, kiff faſe⸗ rig geſtreift, am Grunde in eine Spindelwurzel auslaufend. 1 etwas herablaufend, ſchmutziggrau, dann gelb, zuletzt roſtbraun. Beſonders in en im H. Geſchmack kaum bitterlich. Se e

usa.

meiſt roth= oder faftanienbraun, bis thalergroß, dünn, Fleiſch weißlich oder gelblich. St. kurz, dünn, hohl, blaßgelblich oder bräunlich, faſerig oder feinſchuppig. L. ſchmutzig⸗weißlich, dann braun. Das ganze Jahr, beſonders in Wäldern auf Brandſtellen, ſehr häufig. Kohlen⸗ 51. F. carbonaria.

mit olivengrünem Tone (weißlich, gelblich, bräunlich), bis über Kar IN N groß. St. voll, am Grunde ſchönroth. L. gelb, dann braun. Auf . Grasplätzen, ſelten. Gummi⸗Fl. F. gumm os a. N

11. Hut kaum thalergroß, fleiſchlos, niedergedrückt, anfangs behaart, am Rande ſtriegelhaarig. St. etwa 0,04 m. hoch, voll, ſchwefelholzdick. L. herab⸗ laufend, gelblich, dann braun. Nicht häufig, beſonders in A dern. Wimperrand⸗Fl. F. tricholoma.

weit größer, zähfleiſchig. St. bis fingerhoch, voll, dann hohl. N erſt im Alter herablaufend, weißlich, dann thonfarbig. Beſonders in Buchen⸗ wäldern, nicht zu häufig. Ende S. und H. Zäher Fl. F. lent a.

12. Hut innen und außen gelblich-blutroth, bis über thalergroß, kahl. St. meiſt verbogen und hohl, faſerſchuppig, blaß. L. bleichgelb, dann braun. In allen Nadelhölzern, in Gebirgen, im H., nicht häufig. ene Fl. F. astragalin a. f

gelb oder braun. 13.

>

13. Hut kaum thalergroß, rothbraun, ſeidigglänzend, am Rande lang⸗ riegel a haarig. St. weißlich, anfangs zottig, voll, bis kleinfingerhoch, bis blei⸗ ſtiftdick. L. weißlich, dann gelbbräunlich, etwas herablaufend. In Laube wäldern, im H., ſelten. Striegel⸗Fl. F. strigiceps.

meiſt größer, wenigſtens anfangs gelb. 14.

14. Hut und St. gelblich. St. bald von unten her roſtbraun werdend, hohl, 17 gleich. L. weißlich, dann gelb und roſtbraun. An alten Nadelholzſtäm⸗ men, im S. und H., häufig. Gelblicher Fl. F. fla vida.

Hut gelb, meiſt braun werdend. St. etwa kleinfingerhoch und dick gelb, voll, dann hohl. L. breit, blaß, dann braun. Einzeln oder bü⸗ ſchelig am Grunde alter Erlen, häufig, im S. und H. e F. alni cola. 5

Br

a ge

ar a 2 e

15. Hut innen und außen braun, oft 1 kaum thalergroß. St. um⸗ brabraun, durch Druck noch dunkler. ſchmal, nur ſchwefelholzbreit Bikterer Fl. F. pier ea.

innen und außen gelb, thaler- bis handbreit. L. breiter. Selten. 16. f 16. Hut goldgelb, kahl. Säuerlicher Geruch. Geſchmack iſt ſüß, dann bitter 1 Süßholz⸗ Fl. F. Liquiritiae.

orange, am Rande goldgelblich und glänzend. St. meiſt relgebrück und gels, 199 55 durch Druck gebräunt. Geruch anders. 0 an⸗ nen⸗Fl. F. sapine a. 1

$ di 3 7

Re 5

r

85

60. Schuppenpilz. Pholiota.

(unſchidlice aber zum Theil ungenießbare Pilze.)

1. An Holz (Baumſtämmen) oder doch in nächſter Nähe von Bäumen. St. ſchuppig, meiſt ſparrig⸗ſchuppig. 2.) Auf der Erde n Pilze. St. kahl oder nur faſerig. 10.

2. Hut nackt etwas fettig, gelblich⸗ oder dunkelbraun (ſo beſonders am RNande), von obſtartigem Geruch, wohlſchmeckend. St. bis fingerlang, bis 160 bleiſtiftdick, oft gekrümmt, zäh, braun, oberwärts blaſſer, unterhalb des häu⸗ ligen (weißlichen, dann dunkelbraunen) Ringes feinſchuppig, innen blaß⸗

braun, bald hohl. Büſchelig oft maſſenhaft am Grunde alter Baumſtämme, 5 u F. m, ſehr häufig (Fig. 31, b.) Stockſchwamm. Ph. mu- ta bilis. rn

in oder flockig bekleidet (dieſe Bekleidung meiſt dunkeler als der

3. 901 1 ſchleimig, wie fettig, ſchön goldgelb mit bräunlichen, loſen,

pparrigen Flocken oder Schuppen, kaum handbreit, dick, innen gelblich.

St.. bis über fingerhoch und ⸗dick, voll, am Grunde oft knollig, ſchön— gelb, abwärts gebräunt, Bekleidung wie beim Hut. L. breit, roſtgelb oder braun. An alten Bäumen, beſ. Buchen, nicht allzu häufig. Fett⸗Sch.

Ph. adiposa.

L trocken oder doch kaum ſchmierig, gelb, röthlichgelb oder thonfarbig. 4.

4. Hut 0,01 0,05 m. breit, gelb oder gelbröthlich. St. ſchwefelholz- oder

doch nicht über bleiſtiftdick, noch nicht kleinfingerhoch, hohl. L. geſägt. Geruchlos. 5.

E größer, meiſt handbreit und fleiſchig, gelb, braun oder auch thonweißlich.

er St. nie jo dünn oder doch länger, bäuchig oder abwärts verdünnt, meift

8 5 nicht hohl werdend; iſt er kaum bleiſtiftdick, ſo ſind doch die Lamellen ganzſchneidig. L. ganzſchneidig. Meiſt von ſtarkem Geruche. 6.

5. Hut mit angedrückten Schüppchen. St. hohl, faſerig bekleidet, am Grunde 4 knollig. Im S. und H. Knollfuß⸗Sch. Ph. tuberculos a.

N körnig oder flockig weichſtachelig, ziemlich fleiſchig. St. mit feinen, flocki⸗ gen, bräunlichen Schüppchen, am Grunde nicht knollig. Im S. und H. Weichſtacheliger Sch. Ph. muricat a. Nur als Abart davon betrachte ich Ph. curvipes: Hut pfennig⸗ bis kaum thalerbreit, angedrückt⸗ſchuppig; St. gekrümmt, höchſtens 0,02 m. hoch und ſchwefelholzdick. Meiſt an abgefallenen Zweigen.

6. Hut und St. goldgelb oder bräunlich (eine Abart var. pallida thonweißlich pblaſſen Schuppen), angedrückt⸗ſchuppig. St. abwärts verdickt, liegend auf⸗ ſteigend, innen rhabarberfarbig. Ring häutig oder flockig⸗ ſchuppig. L. weiß, ſtroh⸗ oder ſchwefelgelb, endlich Irl5 ſehr breit. Beſonders an Weiden, Birken und Buchen, im Oct. und Nov., ziemlich häufig. Goldfell⸗Sch. Ph. aurivellus.

8 mit ſparrig zurückgekrümmten Schuppen. Der St. nur kleiig oder flaſerig bekleidet. 7.

n *) Arten mit bitterem Geſchmack, beſonders an Nadelholz wachſende, ſuche auch unter nee gleichfalls mit einem Ring am Stiele verſehenen Gattung Flammula. 6*

a a 2 JE 5

5

10. ) Hut bald riffig würfelig⸗gefeldert, kahl, gelb, dann braun, dick, weich⸗

11. Stiel weiß oder weißlich oder ſehr blaß, oft mit violettem Schein. Ge⸗

12. Hut eitronengelb, mit weißen Faſern oder Schüppchen bekleidet. St. voll,

13. Hut ſchmierig⸗ſchleimig oder klebrig. 14.

14. Hut höchſtens 0,02 m. hoch und breit, glockig, gelblichweiß, klebrig. St.

15. Hut bräunlich, innen weiß, bis handbreit. St. faſerig, oberwärts mit

einige Arten zuweilen einen flüchtigen Ring haben.

Pi dr. . e re . 9 * IX: ei Cab a 1 . 2 1 5 Ne *

, N

. 4

7. Fleiſch weiß. Starker ſüßlich eigenthümlicher Geruch. Hut thonweißlich oder bräunlich. St. langwurzelig; Ring häutig, aufrecht. L. ocher⸗ gelblich, dann roſtbraun, mit fein geſägter, weißlicher Schneide. In feuchten Wäldern und Gärten, ziemlich ſelten. Bewurzelter Sch.

Ph. radicos a. ;

gelblich, meiſt goldgelb. 8.

8. St. ſparrig⸗ſchuppig. 9. kleiig oder faſerig; kaum ſchuppig; Ring häutig, glockig. L. gelb, dann roſtbraun. Von ſcharfem und bitterem Geſchmacke. Am Grunde alter Bäume. Pracht⸗Sch. Ph. spectabilis. f

9. Geſchmack- und geruchlos. Hut nicht zu groß, meiſt 0,04 m. breit, gelb⸗ röthlich mit hellgelben Faſerſchuppen. St. voll, dann hohl, fingerlang, bleiſtiftdick, etwas verbogen. L. ziemlich breit, gelb, dann roſtbraun. An Nadelholzſtämmen, ziemlich ſelten. Flammen ⸗-Sch. Ph. flammans.

Starker Geruch. Hut bis handbreit, gelblich oder roſtgelblich, mit roſtbrau⸗ nen Schuppen und beſonders dunklem Scheitel. St. voll, feſt, am Grunde verdünnt. L. ſchmal, faſt herablaufend, blaß-olivenfar⸗ big, dann dunkelbraun. Das Hutfleiſch an der Luft ſich etwas röthend, das Stielfleiſch dann ſchöngelb. Die häufigſte Art; in dichtem, oft maſſenhaftem Raſen am Grunde alter Laubbäume, beſonders im Spät⸗ H. Sparriger Sch. Ph. squarrosa. |

und weißfleiſchig, mit wellig verbogenem Rande. Stiel etwa kleinfin⸗ gerhoch, über bleiſtiftdick, faſerig, bald hohl, abwärts mehlig. L. gelb⸗ lich, dann braun. Auf Grabe⸗ und Ackerland, im S. und H. Geſchmack widrig⸗ſüßlich, kratzender Nachgeſchmack. Harter Sch. Ph. dura.

nicht riſſig. Geſchmack fehlt oder anders. 11. a

ſchmack fehlt oder iſt angenehm. 12. gelb oder braun. Geſchmack bitter. 17.

über dem Ringe feinſchuppig, bleiſtift⸗ bis fingerdick, 0,03 bis über 0,1 m. hoch. L. angeheftet, thonfarbig, gelbgrau oder grauviolett, dicht, fein geſägt. In Wäldern, im Graſe u. ſ. w., nicht zu häufig. Geruch oft etwas nach Rettig. Runzeliger Sch. Ph. caperat a. N weißlich, ochergelb oder braun. 13. b

trocken oder feucht, kaum ſchlüpfrig. 16.

meift 0,1 hoch, noch nicht bleiſtiftdick, geringelt, am Grunde knollig. L. breit, grau oder ſchwärzlich. Auf Triften, Aeckern u. ſ. w., in der Nähe von Dünger, häufig. Sonder-Sch. Ph. separata (semiovata.) größer. 15. 5

*) Sft eine Art hier nicht zu finden, jo ſiehe auch die Gattung Cortinarius, in der

8

Flocken, etwa kleinfingerhoch und ⸗dick, aber auch größer. L. dicht,

Suuubiggzl, dann braun. Selten, in naſſen Wäldern. Breiter Sch. Ph. lat a.

rothbraun, mit violettem, filzigem Rande innen bläulich weiß. L. faſt

herablaufend, bläulich, dann braun. In Wäldern, faſt ſelten. Bun⸗

ter Sch. Ph. variecolor.

6. Hut auffällig weich, thonweißlich, gelbweißlich oder gelbbräunlich, bis über thalergroß. St. faſt glatt und faſerig, meiſt kleinfingerhoch, gerade, weiß, matt glänzend. L. gelblichbräunlich, dann olivenbraun. Als Ab⸗ art nur gilt Ph. pusilla mit etwas über pfenniggroßem, faſt fleiſchigem, weißgelblichem Hute, blaſſem, ziemlich kahlem Stiele und anfangs weiß⸗ lichen, dann braunen L. Faſft gemein, auf Grasplätzen, in Gärten, auf Aeckern, an Wegen, im Fr. und S. Frühlings⸗-Sch. Ph. praecox.

feſtfleiſchig, braun, verblaſſend, 1 bis handbreit. St. weiß⸗ lich, meiſt mit farbigem Tone. Ziemlich ſelten, im Graſe der Gebirge. Bekleideter Sch. Ph. togularis.

7: Hut ſchleimig⸗ſchmierig, nicht bis handbreit, ſchmutziggelblich, innen weiß; Hutrand dünn, verbogen, eingeknickt, endlich zurückgerollt. St. etwa kleinfingerhoch, bis fingerdick, voll, faſerig bekleidet, olivenbraun, anfangs an den Spitzen grau oder bläulich, dann blaß. 8, ganzrandig, NO braun. Unter Laubholz, nicht häufig, im H. Knickrand-Sch. infract a.

nicht ſchmierig, goldgelblich, haarig⸗ſchuppig, innen gelblich. St. gelb⸗ lich, höher als b. v. L. grünlichgelb, dann braun, auf Grasplätzen, u am Grunde von Baumſtämmen, nicht häufig. Gold-Sch.

. aurea.

61. Leucopus, 62. Raphanozon.

Dieſe beiden Gattungen, welche die Autoren mannigfach zu vermiſchen nd reich zu gruppiren pflegten, habe ich wegen ihrer geringen Unterſchiedlich⸗ eit und aus praktiſchen Gründen zuſammengefaßt als folgende einzige Gattung:

Spinnewebſchleierpilz. Cortinarius. (Unſchädliche, aber geſchmackloſe oder widerlich ſchmeckende Pilze.)

„Hut pfennig⸗ bis thalerbreit, ſelten darüber; anfangs oft kegelförmig, mehr oder minder ſpitz genabelt, faſt fleiſchlos, braun, kupfer⸗ oder blaßocherfar⸗ big, feucht, meiſt geftreift. St. ſchlank, 0,001 0,006 m. dick, etwa finger⸗ boch, röhrig, hohl, nie ſchwefelgelb. L. nie violett oder blau. 2.

thaler⸗ bis über handbreit, meiſt halbkugelig verflacht, kaum oder gar nicht genabelt, oft derb⸗fleiſchig. St. bleiſtift⸗ bis daumendick fleiſchig und meiſt voll, am Grunde meiſt dick⸗knollig oder ⸗zwiebelig. L. zuweilen an⸗ fangs violett oder purpurn. 14.

2. Hut nackt, faſt fleiſchlos, meiſt klein, anfangs kegelförmig, meiſt ſpitz gena⸗ belt. St. nackt, oft reinweiß, gelb, fleiſchroth oder bräunlich.

Hut 12 0 flockig oder schuppig; anfangs giodigehafstnget 2

3. Hut braun, oft dunkelſchmutzbraun, mit auffällig Praun sche one

4, Hut faft fleiſchlos, kegelförmig, dann ausgebreitet, 0,01—0,03 m. breit, wa

5. Der Stiel gelb, mit blutrothem, beim Druck ausfließendem Safte gefüllt

6. Stiel reinweiß, gleichdick, voll, dann hohl. Hut etwas fleiſchig, dann le⸗ 7. St. voll, dann hohl, blaß, am Grunde etwas