*g«5ggg

L '^^ffmywsggg

LAI

W i'x *? * JmM

Pv^S^-*- ;V t . -IM

gRs

7-i? Y3J* yüwj V«H

jmm

b ' V- 3

iii^rBiriS^'

i

' .< - ML^Kj

vt '^^yjk^v * -

few- n |gl4B%& ^

v ; ■''■ : jSä!? -:,'

CmC^' fl

v&Stfgg'' v *=3

V ' -«ta

zc£B@-- ’’ ' -",

l :.

fa. ' , v^

iffl'Ü.W «2fe @| Eöäi5®!?w9Ke» ' ^.' «0

i?o,^W "VBÄ7» -tw

.>-■*.;• 'TcS, |

'tJRt / Ql

ff '

ER YCINIDAE ; LIBYTHEA. Von H. Fruhstorfer.

767

7. Familie : Erycinidae.

Um Uebereinstinnnung mit den entsprechenden Bänden der andern Faunen in diesem Werk herzu - stellen, fassen wir die beiden Gruppen Libytheidae und Erycinidae ( Riodinidae nach Grote’s Vorgang genannt) zusammen. Im Band V, wo die äußerst zahlreichen amerikanischen Eryciniden behandelt wer¬ den, wird diese Gruppe ausführlich besprochen; einstweilen vergleiche man das Band I. Seite 251 und Band XIII, Seite 293 Gesagte. (Dr. Seitz.)

A. Unterfamilie: Libytheini.

Das Charakterbild der Libytheinen schwankt erheblich in der Geschichte der Lepidopterologie und in der Auffassung des familiären Wertes verteilen sich die Systematiker auf zwei ungleiche Lager. Die größere Fraktion ist geneigt die drei bekannten Libytheen- Genera als zu einer gesonderten vollwertigen Familie gehörig anzusehen, während die Minorität in ihnen nur eine Abzweigung der Erycinidae gelten lassen will. Wenn wir aber die Gestaltung der Ivopulationsorgane in Betracht ziehen, so finden wir, daß die Libytheen viel mehr Gemeinsames mit den Nymphaliden vereinigt, als mit den Eryciniden.

Der wohlentwickelte chitinöse Uncus und eine durchaus nymphaloide Valve, bieten Merkmale, die Veranlassung geben, die Libytheen den Nymphaliden als Subfamilie unterzuordnen, namentlich wenn wir ins Auge fassen. daß die inneren Organe zuverlässigere Schlüsse auf die Verwandtschaft gestatten, als die Extremi¬ täten, welche bisher ausschließlich zur Charakterisierung verwendet wurden.

Die Kopulationsorgane stehen im diametralen Gegensatz zu denen der Nemeobiinen. Peniskanal von einfachster Bildung ohne die komplizierten Anhängsel der Eryciniden. Uncus sehr kurz , distal nur ganz leicht gekrümmt, stumpf. Valve analog jener von Symbrenthia gebaut, nur ist die Spitze nach oben statt nach unten gerichtet. Basis mit einer halbkugeligen Lamelle, die Spitze schlank, leicht nach innen gekrümmt . Penis lang, distal gebogen, nadelspitz.

Von den Eryciniden sind die Libytheen scharf getrennt durch den vollkommenen Uncus, der bei jenen nur als häutige Bildung vorhanden ist, und die fehlenden Hörner, welche wir in vielfacher Modifikation bei den Eryciniden antreffen. Andererseits ist auch ein Anklang an die neotropischen Riodiniden vorhanden, nämlich der 'Anfang einer Basalader der Hflgl, welche übrigens den Nemeobiinen auch fehlt.

Im Gegensatz zu den Eryciniden, haben die Libytheen, eine deutliche, wenn auch kurze, vordere Disco¬ cellulare, die auffällige, ungemein lange Form der Palpen, aber bildet das spezielle Kennzeichen der Libytheen den F Nymphaliden gegenüber.

Die Palpenbildung ist keinerlei Veränderungen unterworfen, auch wenn wir die äthiopischen und ameri¬ kanischen Verwandten in Betracht ziehen. Ebenso bleibt die Flglform bei den indoaustralischen Angehörigen genau so unverändert wie bei den Gattungs-Vikarianten der genannten Erdteile.

1. Gattung’: Iüil>'Yfliea F.

(Vgl. Bd. I, p. 251.)

Die Angehörigen des Genus gelangen in unserm Gebiet zur höchsten Entfaltung der Artenzahl, wie auch der Schönheit der Vertreter. Zugleich haben wir Gelegenheit neben prächtiger koloristischer Umformung dieser sonst so farbenarmen Gruppe auch eine Aveitgehende Differenzierung der Geschlechter bei austroma- layischen Species zu konstatieren.

Durch die außerordentliche Entwicklung der Palpen, A\Tie sie unter den Tagschmetterlingen nicht wieder anzutreffen ist, entfernt sich die Gattung von allen Nymphaliden und zugleich \ron den Nemeo¬ biinen. Bezüglich der Zeichnungsanlage kann man die östlichen Species in drei Gruppen teilen: a) mit vor-

768

LIBYTHEA. Von H. Fruhstoreer.

herrschender Eieckenzeichnung, ß) mit dominierenden breiten Bändern und y) oberseits nur noch mit Flecken¬ rudimenten bei den während die $2 die Charaktere beider Gruppen in sich vereinigen. Ei von der Form einer Sodawasserflasche, zweimal so hoch als breit, am Apex mit einem kurzen Hals; mit starken unter sich ver¬ bundenen Längsrippen. Rp in der Mitte am dicksten, gegen den Kopf und das Ende sich verjüngend. Farbe grün, manchmal mit eurem bräunlichen Schimmer. Pp wird am Schwänze aufgehängt, gleicht etwas jener von Ergolis und hat einen völlig abgeplatteten Kopf der von oben gesehen ein Viereck bildet. Pp außerdem stets an der Unterseite der Blätter parallel mit der Oberseite des Blattes angeheftet. Die Falter leben von allen Tag¬ schmetterlingen am längsten. Die Tierchen besitzen einen ziemlich raschen, ruckweisen, hüpfenden Flug, setzen sich aber häufig und besuchen mit besonderer Vorliebe sonnige Sandbänke am Ufer kleiner, den Wald durchbrechender Ströme, avo man sie mit geschlossenen Flgln entweder auf dem feuchten Sand oder auf frei hervorragenden Stückchen Treibholz oder auf toten Zweigen der LTfervegetation sitzen sieht. Im letzteren Falle sind sie durch die der Baumrinde angepaßte Färbung der Unterseite der Hflgl und durch deren blattförmige Auszackung nur für ein sehr geübtes Auge erkennbar. Die $$ sind sehr selten und werden am sichersten an den unbehaarten Vorderfüßen erkannt. Vorkommen manchmal zu Hunderten an feuchten Stellen und in Afrika Avurden nach Dr. Vosseler sogar Wanderungen beobachtet, so beiAmani, wo die Züge der Libythea von Catop- silia florella begleitet wurden und einen bis zrvei Tage lang dieselbe Flugrichtung verfolgten.

L. narina, die unscheinbarste Art der östlichen Libytheen, ist oberseits sehwarz mit etwas heller gefärbter Basis beider Figl. Die Zeichnungs- und Färbungscharaktere der Ober- und Unterseite geben unsere Abbildungen (139 f ) . Allen narina- Rassen ist der sehr kurze Basalstreif der Unterseite in der Vflglzelle gemeinsam, der bei sämtlichen östlichen Libytheen viel länger und meistens auch breiter ist. Er ist normalerweise leicht rotgelb oder ockerfarben, kann aber, namentlich bei kontinentalen Exemplaren der Trockenzeit, grau überdeckt sein. Meine große »Serie aus Siam differiert von allen Inselrassen durch lichter graue Gesamtfärbung der Unterseite ; rohini. ein Charakteristikum., das vermutlich bei Individuen der Monsunperiode wieder verschwinden dürfte. rohini Marsh. (= libera Nicev. $) (139 f) ist die kontinentale Repräsentantin der Kollektivspezies, Ai'elche von Assam bis Tenasserim und der Malayischen Halbinsel vorkommt. Das $ hat die Querbinde der Hflgl leicht ocker¬ gelb überhaucht. Ich beobachtete rohini während der Trockenzeit im Januar, Februar in Siam in großer Anzahl. hybrida. Die Falter setzten sich auf leicht mit Wasser überrieselten Felsen längs dem Bahndamm. hybrida Mart, als $ beschrieben ist in der Tat jedoch auf $$ der Sumatranischen Rasse von narina basiert, ein Name der somit erhalten bleiben kann, hybrida differiert von der javanischen Vikariante durch schmälere weiße Binde der Hflgl- narina. Oberseite. Nach Martin fliegt hybrida in der Küstenebene. narina Godt. (139 f) wurde von ihrem Autor aus Java beschrieben. Der Falter ist mir als große Seltenheit nur aus den Vorbergen des Tengger Gebirges bekannt und Avurde von mir niemals im Westen der Insel beobachtet. Unsere Figur ist nach einem Exemplar von der Insel Lombok hergestellt, wo die bereits eine etwas schmälere weiße Binde der Hflgl als auf Java tragen, sumbawana. aber auch in der Größe hinter narina Zurückbleiben. sumbawana subsp. nov. ist ebenso groß wie javanische Exemplare hat jedoch auf der Oberseite der Hflgl eine viel schmälere und manchmal leicht rötlich xiber- sangha. hauchte Mittelbinde. Sumbawa, in meiner Sammlung. satigha subsp. nov. bleibt in der Größe hinter den \ron mir bei Sapit auf Lombok in ca. 2000 Fuß Erhebung gesammelten Exemplaren von narina noch zurück. Der Apex der Vflgl ausgedehnter Aveiß belegt als bei allen übrigen narina- Zweigrassen, außerdem der weiße Fleck der Zelle rundlich statt länglich. Hflgl mit prominenter weißer Schrägbinde. Von Doherty auf Sumba canuleia. gefunden. Ein aus der Sammlung Dr. Martin in der Kollektion Früh störte r. canuleia Frühst.

bewohnt das nördliche Celebes, wo ich die Form im November, Dezember bei Toli-Toli sammelte. Staudinger kannte sie von der Minahassa und Dr. Martin hat sie neuerdings bei Palu gefunden. Trotz bedeutender Größe der Exemplare erscheinen sowohl die Weißflecken der Vflgl, Avie auch die Querbinde der Hflgl noch mehr neratia. als bei sumbawana reduziert. Bei neratia Fldr. (139 f), welche mir nur von Halmaheira und Obi vorliegt, welche aber auch auf Bat jan sich findet, ist die Punktserie der Hflgl manchmal noch mehr als bei canuleia ver- nahathaka AA'isclit, die weißen Einlagen der Vflgl bleiben aber größer. nahathaka subsp. nov. schließt sich eng an canuleia Aron Nord-Celebes an, hat aber Aide einige Exemplare von Obi nur noch drei kleine discale Punkte der Hflgl. Der Fleck der Vflglzelle erscheint gelblich überdeckt und ist dem Erlöschen nahe. Die drei weißen Präapical- makeln der Vflgl unansehnlicher als bei neratia Feld. Von Ceram aus der Sammlung Dr. Martin in meiner luzonica. Kollektion. Vermutlich identisch auch auf Amboina und Buru. luzonica ( Moore nom. nud .) ist nach Sem¬ pers Figur beurteilt (Schmett. Phil. Taf. 30, Fig.21) ausgezeichnet durch rein AX'eiße, ansehnliche Makeln und Bänder der Oberseite beider Figl. Sehr selten auf den Philippinen; nur ein J, Flugzeit Juli, von Luzou und ein zweites von Südost-Mindanao durch Semper registriert. Staudinger gibt an, daß $3 von Palawan mit solchen hatami. aus Celebes übereinstimmen. hatami Kenr. nach einem $ beschrieben, Avurde im Arfak- Gebirge, im nördlichen Holländisch Neu-Guinea entdeckt. Flugort auf etAva 1000 m Höhe. $ dem wie es in Zentral-Celebes vorkommt, am nächsten. Hflgl mit breiter Binde.

celtis. L. celtis Fuessl, (Bd. 1, S. 251, Taf. 71 f) Avurde neuerdings auf indischem Gebiet in Chitral entdeckt.

Ich sah dortige Exemplare im Britisch-Museum. Dieselbe übertreffen alle übrigen celtis aus europäischen Fund¬ orten durch bedeutende Größe und lebhaftere rote Bänderung. Flugzeit August auf ca. 3000 m Höhe.

TV. 1914.

LIBYTHEA. Von H. Fruiistorfer.

709

L. lepita vermittelt den Uebergang von L. cellis zu L. myrrha. Ich glaubte früher lepita als geographische Form von cellis auffassen zu dürfen, aber wenn es auch sicher ist, daß lepita da erscheint, wo cellis zurück ritl . denke ich lepita doch solange als Species behandeln zu dürfen, bis Genitaluntersuchungen mehr Klar): ii in die Sachlage gebracht haben. Allen lepita , auch der celtis sonst so nahestehenden celtoides, fehlt der ;m modifizierten Schuppen bestehende weiße Strich am Zellende der Hflgl-Unterseite und die Stellung der gelben Binde der Hflgl-Oberseite ist bei lepita weniger steil als bei celtis. Immerhin mögen diese Differenzen unbedeu¬ tend sein und müssen wir Definitives der Zukunft überlassen, wenn wir auch über die Jugendstadien durch gute Abbildungen, welche für die Gattung noch völlig fehlen, orientiert sind. celtoides Frühst. ( 1 39 e) differiert odtoat- von cellis nur durch etwas längere weißliche Makeln am Costalsaum und einen weißen (statt gelben) Präapieal- fleck der Vflgl. Es existieren noch ce^is-ähnlichere Stücke als das abgebildete mit einem rotgelben Costalfle k vor dem rotbraunen Discalfeld der Hflgl. celtoides gehört auch schon wegen der monoton rötlich sandfarbenen Unterseite der Hflgl und ihrer kleinen Gestalt sicher einer Winter- oder extremen Trockenzeitform an. Exemplare ohne genaueren Fundort, vielleicht von Honclo oder Nord- Japan, in der Koll. Fruhstorfer. - matsumura t malsumu- Fruhst. ( 1 3 9 e ) scheint die landläufige Rasse des eigentlichen Japan darzustellen. Nach Pryer hat rnatsumurae m< nur eine Generation und dürfte der am längsten lebende Tagfalter sein. Der Schmetterling entschlüpft der Pp im Juli und lebt bis zum nächsten Mai. Kurz nach dem Ausfliegen kehrt er in sein Winterversteck zurück, aus dem ihn im folgenden März die ersten warmen Tage liervorlocken. Man sieht ihn dann seine Eier auf die noch geschlossenen Knospen der Celtissträucher legen. chinensis Frühst, ist eine habituell große <hincu.<i<. geographische Rasse mit isoliert stehendem roten Medianfleck der Vflgl und dunkler rotbraunem Querband der Hflgl. Gebirge von Szetchuan, auch bei Changyang in Zentral-China vom Juni bis Juli. In meiner Samm¬ lung von K weitschau, südlich vom Yangtse. Nach Leech kommen der L. myrrha ähnliche Exemplare in West-China vor, es handelt sich vermutlich um Ausläufer von myrrha sanguinalis, wie wir sie von Sikkim kennen. formosana Frühst, stellt das melanotische Extrem der Gesamtart dar, mit nahezu erloschenem rot- formosana. gelben Querband der Hflgl. Formosa in bergigen Strecken, anscheinend selten. tamela form. nov. wird auf tameta. eine extreme Trockenzeitform basiert; habituell über ein Drittel kleiner als die Gebirgsform der Sommerzeit. Zellstreifen nicht zusammenhängend, sondern in zwei isolierte Makeln aufgelöst. Die transcellularen Makeln auffallend lang, gleichfalls getrennt, Medianbinde der Hflgl durch schwarze Adern in vier Flecken zerlegt, die eine lichter gelbe Färbung aufweisen als die Fleckenbinde der Regenzeitform. sophene subsp. nov. ist eine sophene. habituell sehr kleine Form mit sehr breiten an celtis gemahnenden rotg eiben Binden der Oberseite. Vom Quell¬ gebiet des Mekong, Tibet. Type im Museum von Paris. lepita Moore (139 e) (Bd. 1, S. 251, Taf. 71 f) ein lepita. typischer Himalaya-Falter der von der Nordwestprovinz von Mardan und Thandiani an bis Ober-Birma ver¬ breitet ist und nicht allzuhohe Ausstrahlungen des Hauptgebirgszuges bewohnt. In Sikkim wird sie bereits selten. $ ziemlich veränderlich, so kommen in Kaschmir Exemplare vor, welche sich celtoides von Japan nähern und einen Supplementärfleck über der rotgelben Querbinde der Hflgl, wie die europäische celtis tragen, deren transcellularer Fleck der Vflgl aber isoliert sein kann; und dann auch $$ mit lichtergelber sehr breiter Trans¬ versalbinde der Hflgl. - lepitoides Moore ersetzt lepita im südlichen Indien und auf Ceylon, wo lepitoides bei lepitoides Kandy vorkommt, während wir sie aus den Nilgiris als große Seltenheit bis etwa 1200 m Erhebung antreffen.

Flugzeit vom Februar bis Oktober. fragen kleinere weiße Subapicalmakeln der Vflgl als ihre nördlichen Verwandten.

L. myrrha ist die am weitesten verbreitete indomalayische Species. Sie wird aus dem westlichen China, Yunnan und von Birma westwärts bis Kaschmir vermeldet, geht südlich bis Ceylon und östlich über Makromalayana bis Sumbawa. Auf Ceylon erscheint sie in zwei Formen : einer alpinen und einer breitbindigen Rasse der Ebene. Die Zeichnung der Oberseite von myrrha ist noch einfacher als jene von L. celtis und lepitoides.

Die Costalflecken der Vflgl sind nur bei der Gebirgsform von Ceylon weiß, sonst bedeckt alle Bänder und Makeln ein monotones mattes Kolorit, welches je nach der Lokalität von fahl leder- zu rotgelb wechselt und natürlich auf den Inseln sich am dunkelsten verfärbt. Die Falter heben die Nähe des Wassers und setzen sich gerne in ganzen Gruppen auf nasse Wegstellen oder Flußufer, auch auf mit Algen überzogene Sterne und Felsen, sowie auf trockene Zweige, wo sie durch die düstere Färbung der Unterseite gut geschützt sind. Rp auf Celtis tetranda, auf den ersten Blick einer Rp von Catopsilia gleichend. Farbe dunkelgrün mit bräunlichem Anflug.

Pp mit abgeplattetem, quadratischen Kopf. Die Eier werden auf junge Triebe und Blätter der Celtis gelegt.

Die Rp hält sieb auf der Unterseite der Blätter auf, alles mit Ausnahme der Rippen verzehrend. Sie spinnen gerne und lassen sich auch an einem seidenen Faden fallen wenn sie gestört werden. Pp stets an der Unterseite der Blätter. sanguinalis Frühst. (139 e) wird aus Mupin in West-China und von Tenasserim bis Kaschmir ge- sanguinalis. meldet. Exemplare aus Kulu, Sikkim, Assam, Birma und Siam meiner Sammlung sind unter sich nicht erheb¬ lich verschieden und führen alle die für sanguinalis charakteristische ledergelbe, sehr breite Mittelbinde der Hflgl, ebenso wie aus den Laos- Staaten, welche Pavie dem Pariser Museum übergeben hat. In Sikkim erscheint die erste Generation im Juni, doch kommt die Form nach Angaben von Elwes vom April bis Oktober vor. Ich fing eine große Anzahl von Exemplaren auf ca. 300 m Meereshöhe im Januar und Februar in Siam und auch aus Birma werden die trocknen Wintermonate als Flugzeit genannt. Während sanguinalis in Sikkim nicht über mäßige Erhebungen hinausgeht, hat Colonel Yerbury ein Exemplar im Februar auf nahezu 3000 m Höhe in)

IX

97

770

LIBYTHEA. Von H. Frtjhstorfer.

tlüra. Nordwest-Himalaya beobachtet. thira subsp. nov. umschreibt eine Arealform mit stark verdunkelten sehr breiten Bändern der Oberseite, welche in der Färbung der Gelbflecken an myrrha (139 f) erinnert, aber durch breiter ausgeflossene Binden charakterisiert ist und somit die Charaktere von myrrha und sanguinalis in sich vereinigt. Yunnan, Tonkin. Type im Museum in Paris. Hierzu gehören vermutlich auch Individuen aus Hai- rawa. nan. rama Moore hat sich am meisten modifiziert. Die rotbraune Binde ist auf den Yflgl zu einem schmalen Zellstreifen und auf den Hflgln zu einer nahezu erlöschenden Fleckchenbinde reduziert. Die Subapicalmakeln sind nicht größer als bei lepita und manchmal nahezu weiß. Die Unterseite dagegen hat alle Charaktere von sanguinalis bewahrt mit Ausnahme des auch hier verschmälerten Zellstriches. Rp dunkelgrün mit einer licht- gelben Dorsallinie vom 4. 12. Segment und einem sehr schmalen gelben Band vom Kopf bis zum Analende. Futterpflanze Celtis tetranda Roxb. Pp hellgrün mit gelblichen Rändern und einem schwarzen Fleck an der Hlbspitze. Type aus Ceylon, wo die Namensform auf das Gebirge von 4 6000 Fuß Höhe beschränkt ist, wäh¬ rend sich in der Ebene und auf den Hügeln eine zu sanguinalis überleitende Form findet, welche erst neuer- carma. dings beobachtet wurde. carma subsp. nov. differiert von rama aus Ceylon durch nahezu rein weiße, kaum merklich gelb begrenzte Subapicalmakeln, erheblich verbreiterte und aufgehellte Discalflecken der Vflgl, sowie durch die ausgedehntere und gleichfalls lichtere Medianbinde der Hflgl. Die Unterseite zeigt einen blaß fleisch¬ farbenen Intramedianfleck der Vflgl, der Discus der Hflgl ein prägnantes weißgraues Mittelfeld, statt dem schmalen violett überpuderten undeutlichen Streifen von rama. Süd-Indien, Type von Shembaganur. Hampson myrrhina. hat mit carma identische Stücke in den Nilgiris bis 7000 Fuß angetroffen. 1 myrrhina Frühst. Größer als myrrha Godt. von Java, die roten Transversalbinden aller Figl breiter, was besonders auch auf der Vflgl-Unter- seite zum Ausdruck kommt. West-Sumatra aus der Umgebung von Padang Pandjang. Sehr häufig auch im myrrha. Sultanat Deli. myrrha Godt. (139 e) kommt ziemlich übereinstimmend in West- Java, Bali und Lombok vor. Exemplare von Sumbawa, wo Doherty die Art gefunden hat, habe ich noch nicht gesehen. Das Modell zu unserer Abbildung stammt von Lombok, wo myrrha bis etwa 1200 m Meereshöhe nicht selten ist. Das $ hat wenig breitere, aber wesentlich fahler braungelbe Binden der Hflgl. In Ost- Java tritt eine habituell ver- yaiva. kleinerte und infolgedessen auch schmalbindige Trockenzeitform in Erscheinung. yawa subsp. nov. besonders dadurch kenntlich, daß der rotbraune Basalstreifen an der Zellwand entweder völlig verschwändet oder nur als ganz dünner Strich erhalten bleibt. Hand in Hand damit geht auch eine Reduzierung der Binde der Hflgl, welche kaum halb so breit bleibt als bei myrrha aus dem Westen der Insel. Ost-Java, Umgebung von Malang, Flugzeit im September, Vorberge des Tengg er- Gebirges. In etwa 4000 Fuß Höhe findet sich auf letzterem eine Form, welche von dem schmalbindigen Extrem yaica zu normalen myrrha überleitet, so daß yaica als die Sub- species des Hügellandes anzusehen ist. Sehr wahrscheinlich gehören Exemplare von der Insel Bali letzterer hecura. Rasse an. hecura subsp. nov. findet sich auf der Malayischen Halbinsel, wo sie durch ihre dunkel aber etwras schmäler als bei sanguinalis gebänderte Oberseite eine Transition bildet von der kontinentalen Hauptform zu den makromalayischen Inselrassen. Distant bildete ein $ ab. welches fast doppelt so breite Binden aufweist bomeensis. als myrrha von Java oder Lombok. borneensis subsp. nov. ist die sich hecura anschließende Rasse von Borneo, welche myrrhina von Sumatra in der Ausdehnung der rotbraunen Fleckung übertrifft und durch ansehnlichere Größe von den beiden Vikarianten hecura und myrrhina zu unterscheiden ist. Siidost- und Nord-Borneo.

L. geoffroy. die veränderlichste Species des Genus und zugleich die einzige mit heteromorphen Ge¬ schlechtern. oberseits graubraun bis schwärzlich umrandet, Vflgl und die vordere Partie der Hflgl hellblau oder violett, prächtig schillernd. Vflgl mit drei weißen Subapicalmakeln und bei den östlichen Rassen mit breit schwarz angelaufenen Adern. Hflgl in der Regel mit einer rötlichen oder Aveißgrauen Libythea- Binde, die sich unterseits als grauweißes Band wiederholt. Das $ entAATeder wie eugenia-Q, manchmal auch dem Typ ohne rote Mittelbinde der Hflgl genähert (139 g), oder ganz ohne Aveiße Makeln der Vflgl (139 g 3). Der Charakter der Unterseite stets wde bei eugenia, doch kann der rotbraune Zellfleck der Vflgl grau überdeckt und die Hflgl vorherrschend grauweiß oder überwiegend violett marmoriert sein. Auf den kleinen Sunda-Inseln macht sich eine Trockenzeitform bemerklich mit erlöschenden weißen Flecken der Vflgl und graubraunem Distalsaum der Hflgl. Jugendstadien unbekannt. Die Falter beAmrzugen ausgetrocknete Flußbette, setzen sich aber auch gerne auf nasse Felsen und sammeln sich in der Trockenzeit manchmal zu großen Kolonien an nassen Wegstellen. alompra. Aufgescheucht fliegen sie sehr rasch und unberechenbar, so daß sie dann schwer zu erbeuten sind. alompra Moore (139 f), die kontinentale Zweigrasse der sonst vorvviegend australischen Species, Avar aus Tenasserim und Luang Prabang, den Laos-Staaten bekannt und wurde von mir als neu für Siam nachgewiesen. Das $ gleicht dem $ A’on philippina (139 g) und führt keine rötliche Mittelbinde der Hflgl. Häufig bei Muok-Lek, manchmal waren hauxwelli mit einem Schlage 40 50 der prächtigen Falter zu erlangen. - hauxwelli Moore Avurde auf $<$ der extremen geoffroy* Trockenzeitform aus Tenasserim basiert, ohne roten Zellfleck der Vflgl-Unterseite. geoffroy Godt (139 g) aus Java beschrieben aber nahezu ein Jahrhundert verschollen geAA’esen, so daß Staudinger 1889 in ,,Lepi- clopteren von Palawan“ deren Vorkommen auf Java noch für eine irrtümliche Angabe hielt. Mir sandte Kapit. Holz ein authentisches Exemplar aus dem Tengger- Gebirge in Ost-Java, das zusammen mit L. narina Godt. gefunden Avurde. Das £ deckt sich mit unserer Figur eines $ aus Timor. Ich selbst sah geoffroy auf Lombok im Mai und Juni auf ca. 600 m Erhebung fliegen, Avar aber nicht imstande eines der scheuen Tierchen, die sich zwischen Geröll in einem Wildbach aufhielten, zu erhaschen. Eine Anzahl Exemplare von Wetter und Sum-

LIBYTHEA. Von H. Frühstorfee.

771

bawa gleichen geofjroy aus Java und Timor. Aul' der Insel Dämmer aber finden sieb Exemplare von klei¬ nerer Gestalt deminuta Frühst., ohne weiße Flecken der Vflgl und bleicherem violettem 8 oh immer der Vflgl. dmiinuin. Sie stellen unzweifelhaft ein Extrem der regenarmen Periode dar und bilden ein Analogon zu alompra f. hav.r- welli. Eine sehr ähnliche, kleine, oberseits bleiche Form, sumbensis Pagenst., wird von der Insel Sumbaver .<umK< meldet. Auf Celebes, aber anscheinend nur im Norden der Insel, findet sich celebensis Stgr. Es sind nur ; j vcb^en, bekannt, welche durch breiteren schwarzen Außenteil, besonders der Hflgl bereits zu den Rassen der Molukken überleiten. Im Apicalgebiet der Vflgl fehlen die drei weißen Makeln und unterseits sind sie obsoleter als bei Timor-Individuen. Minahassa, von Dr. Martin auch bei Palu gesammelt. Jedenfalls selten. philippina Stgr. pltiUpp hm. (139 g), nach Exemplaren von Palawan beschrieben und nach einem $ der Sammlung Fruhstorfer von dort abgebildet, hat einen grauvioletten statt rotbraunen Basalanflug der Hflgl. Die weißen Makeln der Vflgl über¬ bieten an Größe jene von geofjroy. Palawan, Flugzeit Januar. Nach Semper auch auf Mindanao, Camiguin de Mindanao, Panaon und Bohol. Flugzeit das ganze Jahr über. bardas subsp. nov. soll die Rasse von Luzon bar das. und Mindoro bezeichnen, welche Felder bereits kannte, mit dem präokkupierten Namen antipoda belegte und die sich nach Semper durch schmäleren schwarzen Distalsaum der Hflgl sowie lichter violetten Schimmer der Vflgl von südlicheren Formen unterscheiden läßt. Zu bardas gehören vermutlich auch <$$ von Cebu. sind bisher nicht nach Europa gekommen. batchiana Wall. (139 g) haben wir nach Exemplaren der Insel Obi batchiana. darstellen lassen. Dieselben kommen im wesentlichen mit Batjan-Individuen überein und die Batjan-J1^ und meiner Sammlung sind kaum von Obi-S'c? und -$$ zu trennen. Das $ ist ausgezeichnet durch rotgelbe statt weiße Makeln der Vflgl. Von ceramensis Wall, besitze ich nur ein Paar von der Insel Ceram. $ mit heller grau- ceramensis. schwarzem Distalsaum der Hflgl. $ weniger ausgedehnt rotbraun gefleckt als batchiana der Nordmolukken und durch weiße Costalflecken der Vflgl bereits zu eugenia-Q überleitend. Selten auf Ceram. - maenia maenia. Frühst, liegt mir in einer großen Serie von aus Waigiu vor. Die nähern sich ceramensis- $ , haben aber noch dünner schwarz bedeckte Adern der Oberseite der Vflgl. Unterseits differieren sie durch das lichter graue Kolorit von den bunteren, dunkleren, sowie schärfer gebänderten CU von Batjan. eugenia Frühst. ( 1 39 f ) entfernt eugenia. sich im $ Geschlecht von geofjroy der mikromalayischen Inselgruppe durch das Fehlen des violetten Feldes an der Submediana der Vflgl. Hflglbinde fahler, nicht so scharf begrenzt als bei batchiana-^.. Die Unterseite der <$3 kt bunter und führt hervortretendere weiße Binden als die Unterseite von maenia und geofjroy, ist auch nicht so gesät¬ tigt schwarzgrau wie bei batchiana. In Anzahl von Friedrich -Wilhelmshafen in meiner Sammlung. Nach Hagen nicht selten bei Simbang in den Regenmonaten. Das Tierchen setzt sich gerne scharenweise mit gefalteten Flgln auf den feuchten von den Wellen bespülten Sand des Seestrandes. Auf 5 6 qX kommt ein Exem¬ plare aus Kapaur und von den Key-Inseln meiner Sammlung sind nicht verschieden von der Type aus Kaiser- Wilhelmsland. Semper erwähnt ein X aus Port-Moresby, Britisch Neu-Guinea, mir liegen solche von Owgarra und der Yule-Insel vor. nicevillei Olliff wird als große Seltenheit von Lord-Howe -Island bei Australien nicevillei. gemeldet. Ihr Vorkommen auf dem Kontinent von Australien scheint nicht ganz sicher zu sein. - anti- antipoda. poda Bsd. ist eine der geofjroy nahestehende Rasse von Neu-Caledonien. Als quadrinotata Btlr. von Lifu wurde eine quadrino- weitere Rasse beschrieben mit vier weißen aber peripherisch ockergelben Subapical- und Discalflecken der Vflgl. iaia- orientalis Godt., die am weitesten nach Osten vorgedrungene Zweigform, bewohnt Aloa und Guadalcanar der orientaüs. Salomonen. Von antipoda hauptsächlich durch die gerundeteren Hflgl verschieden. X Oberseite mit schmalem dunklem Costal- und Distalsaum. Adern ähnlich wie bei batchiana, aber sehr schmal schwarz bereift. pulchra pulchra. Btlr. (= neopommerana Pag.) verdient nahezu Speciesrechtc. Oberseite glänzender blau, Hflgl mit ausgedehntem rotbraunem Submarginalfeld und einem mäßig breiten braunen Distalsaum. Unterseite von geofjroy differen¬ ziert durch das Fehlen der weißen Medianmakeln der Vflgl, welche mit Ausnahme des grauen Costalsaum.es durchweg rotgelb gefärbt sind. Neu-Pommern.

B. Unterfamilie: Riodinini.

Als Familienname wurde Riodinidae durch Grote 1895 an Stelle des durch Priorität bei einer anderen Tierklasse verfallenen populären Namen Erycinidae gesetzt. Moore in ,,LepidopteraIndica“ hat diese Neuerung bereits akzeptiert und die Artenreihen unseres Faunengebiets unter die Subfamilie X emeobinae registriert. Die N emeobidae wiederum wurden von Bingham als selbständige Familie aufgefaßt, entsprechend der Einteilung der Tagfalter in dem Sammelwerk über die Fauna Indiens. Bereits Schatz-Röber haben 1892 den Schlüssel zur Nomenklatur der in Frage kommenden Gattungsgruppen gegeben, indem sie unterschieden: Formen der neuen Welt mit Basalader der Hflgl: Lemoniinae. Formen der alten Welt ohne solche: Xemeobiinae. Der Name Lemoniinae ist aus verschiedenen Gründen, die zu erörtern hier überflüssig erscheint, nicht verwendbar, sondern durch Riodininae zu ersetzen. Wir aber haben es hier nur mit der von Schatz zuerst richtig umgrenzten Gruppe zu tun, welche wir behandeln als :

772

NEMEOBIIDI. Von H. Fruhstorfer.

Tribus : Nemeobiidi.

Der gemeinsame Charakter, welcher den Nemeobiidi eigentümlich ist und sie von den Nymphaliden trennt, liegt in den verkümmerten (Je? -Vorderfüßen , während die Vorderfüße , wenn auch kleiner als die Mittel- und Hinterfüße doch vollkommen entwickelt sind. Sie tragen nicht allein ausgebildete Fu߬ glieder , sondern auch Klauen und Anhängsel am letzten Gliede. Dieselben Charaktere besitzen zwar auch noch die Libytheen, doch werden diese leicht durch ihre hervorragenden Palpen, die nymphaloiden Kopulations¬ organe, sowie die deutliche vordere Discocellulare und die Basalader der Vflgl von den Nemeobiidi unterschieden. Die Nemeobiidi weisen nur kleine, selten über den Kopf hinausragende Palpen auf, haben da¬ gegen verglichen mit den Libytheen äußerst komplizierte, wenn auch z. T. verkümmerte Greiforgane. So ist statt des chitinösen Uncus, den Libythea mit den Apaturen gemeinsam hat, nur eine häutige hauben- oder kappen¬ artige Tegumenbildung mit ventralen Hörnern vorhanden, welche letztere je nach dem Genus in Größe und Gestalt differieren. Eine Valve ist nur bei der Gattung Taxila in Form von chitinösen Griffeln vorhanden; sonst finden wir nur zarte häutige Gebilde an deren Stelle. Im Gegensatz zu den Nymphaliden und Libytheen aber ist der Penisschlauch in hervorragender Weise ausgebildet, von seltsamen zierlich gebogenen Spangen um¬ geben und der Penis selbst manchmal mit ganzen Büscheln von kammartig aneinander gereüzten Zähnchen besetzt und bewehrt.

Strukturell sind die wenigen in Frage kommenden Gattungen nicht erheblich differenziert. Vflgl in der Regel mit 4 oder 5 Subcostalästen von welchen zwei resp. einer stets vor dem Zellende abzweigen. Der erste Subcostalast bleibt sehr kurz, fehlt manchmal oder ist verkümmert. Vordere Radiale stets mit der Subcostale ver¬ wachsen, weshalb auf beiden Flgln eine vordere Discocellulare fehlt. Basalnerv der Hflgl im Gegensatz zu der neotropischen Schwester Subfamilie Riodinini nicht vorhanden. Präcostale von Genus zu Genus manchmal sogar von einer zur anderen Artengruppe wechselnd, entweder kurz, nahezu vertikal, oder lang mit zarter distal abgebogener Spitze. Costalast der Hflgl entweder nur leicht geschwungen ( Abisara , Dodona, Zemeros ) oder am Ursprung der Präcostale stark gekrümmt, im letzteren Falle mit dem Radialstamm eine Strecke parallel- laufend ( Dicallaneura , Taxila, Praetaxila) . Die beiden Radialen der Hflgl meistens von gleicher Länge, die erste Subcostale und vordere Radiale aus gemeinsamer Basis entspringend. Die Abzweigung kann nahe der Zellwand [Zemeros, Abisara), auf größere Entfernung von derselben [Praetaxila), oder sogar ganz nahe dem Distalrand der Hflgl erfolgen ( Neotaxila ). Sexualheteromorphismus ist bei vielen Gattungen [Dodona, Praetaxila, Dical¬ laneura, Laxita) in hervorragendem Maße ausgebildet und zwar nicht nur iir der Färbung, sondern auch in der Flglform selbst die frappantesten Analogien bei den Satyriden werden erreicht oder sogar überboten ( Praetaxila , Laxita). An Satyriden, Euploeen und Amathusiiden ist dann noch ein Anklang vorhanden durch den konvex vorspringenden Ird der Vflgl der <$$, im Gegensatz zu den glatt abgeschnittenem der $$. Als Abweichung von den Nymphaliden und Libytheen sind bei einigen Genera hochentwickelte tertiäre Sexual-Charaktere vorhanden. Haase kannte bereits den silbergrauen, pfeilförmigen Androconienfleck vor der Subcostalis der Hflgl-Oberseite, dem ein Reibefleck am erweiterten Innenrande der Vflgl-Unterseite entspricht. Bei Laxita ist ein großer Spiegel vorhanden mit konzentrischem gelblichen oder schwarzen Schuppenfleck und bis zur Zellwand ausgedehntem Reibefeld. Bei der bisher unbeachteten und unerkannten Gattung Praetaxila ist die Submediana der Vflgl rinnenartig vertieft und die Costale und der Radialstamm der Hflgl durchschneiden ein schmales Feld modi¬ fizierter Schuppen.

Ei nach Doherty nicht so hoch als breit, körnig oder stachelig, aber weder mit netzförmiger' noch mit strahlenförmiger Streifung. Rp kurz, mit dichten und manchmal in Reihen beisammenstehenden Haaren, manchmal auch mit lateralen fleischigen Anhängseln. Pp kurz, nur gering oder gar nicht gewinkelt. Am Schwänze aufgehängt, mit Mediangürtel (Moore). Für die Imago kommen zwei Verbreitungszentren in Betracht, der Himalaya mit seinen Ausläufern und das Papua- Gebiet. Im Gegensatz zu den Libytheen mit ihrer ubiqui- stischen Ausdehnungsmöglichkeiten sind alle Gattungen an die Region,- manche an ein bestimmtes Land oder eine Insel gebunden. Die Arten sind vorwiegend Höhenbewohner, z. T. außerordentlich isoliert und deswegen auch selten. Nur wenige gemeine Arten [Zemeros flegyas, Abisara kausambi) finden sich in der gesamten orien¬ talischen Region. Kein einziges Genus ist dem indischen und melanesischen Faunengebiet gemeinsam. Na¬ mentlich die papuanischen Genera Dicallaneura und Praetaxila gehen weder auf die östlichen Archipele noch über die Key-Inseln im Westen hinaus und von den indo-malayischen Gattungen Abisara und Zemeros finden sich jenseits der celebischen Subregion keine Vertreter. Vom Bismarck-Archipel und den Salomonen kennen wir noch keine Nemeobiidi. In China bildet die Tibet-Szetchuan-Grenze die Peripherie ihres Vorkommens, im Archipel die südlichsten Liu-kiu-Lnseln. Im Süden treffen wir sie von Ceylon bis zu den kleinen Inseltrabanten des östlichen britischen Neu-Guinea. Java hat noch 8 Arten, Lombok und Sumatra 3, Celebes 2. Auf den Molukken ist die Familie nicht mehr vertreten, von den Philippinen kennen wir nur 2 Arten. Als vertikale Höhengrenze sind Erhebungen von etwa 3000 m bekannt, doch bewegen sich die meisten interessanten Species in der Favorit-Zone der Delias, nämlich zwischen 1200 bis 1 800 m. Falter stets einzeln, auch die häufigen Arten

ZEMEROS. Von H. Früiistorfer.

773

wie Zemeros flegyas niemals in Anzahl beisammen. Fast alle Individuen lieben es sieb mit halb offenen Flgln aul die Oberseite von Blättern zu setzen, sich zu drehen und auf ein anderes Blatt überzuspringen. »Sie sind keine— wegs scheu und daher leicht zu fangen. Im Netz aber sehr unruhig, weshalb reine »Stücke sich so selten in den »Sammlungen finden. Mehr noch wie die übrigen Tagfalter neigen alle Nemeobiinae zu geogaphischer Variabi¬ lität. Von einer Species kennen wir aus Neu-Guinea fünf Arealrassen und es sind noch eben so viele aus den undurchsuchten Teilen der Insel zu erwarten. Auf dem Kontinent von Indien macht sich der Einfluß der Jahreszeiten geltend, doch ist die dadurch hervorgerufene Veränderung nicht so weitgehend wie bei den »Satyriden und vielen Nymphaliden. Von allen weniger durchforschten Gebieten des Ostens haben wir noch neue Arten und Lokalformen zu erwarten. Auf Neu-Guinea insbesonders folgt bereits eine Entdeckung der andern.

1. Gattung: Zemeros Bsd.

Zu der ausführlichen Diagnose, die Seitz Bd. 1, S. 253 gibt, ist nur noch anzufügen, daß der erste »Subcostal- ast der Vflgl manchmal auf eine kurze »Strecke mit der Costale verwachsen ist. Zelle breit, ungewöhnlich kurz.

Die hintere Discocellulare stößt im Gegensatz zu allen übrigen N emeobiidi direkt auf den Ursprung der mittleren Mediana, während diese bei den anderen Genera distal von der Mediangabelung endet. Präcostale sehr lang.

Die Costale wie beim Genus Dodona, nur an der Basis mit dem Radialstamm vereinigt. »Sie verläuft nach der Ausstrahlung der Präcostale noch eine »Strecke parallel mit der Radial Wurzel um erst dann steil aufzustreben. Klammerorgane jenen der Gattung Dodona verwandt; Tegumen mit häutigem breitem, kurzem Uncus mit tiefer als bei Äbisara stehenden ventralen seitlichen Hörnchen. Valve von einfachster Bildung, mit breitem Basal¬ teil und deutlicher, schlanker Spitze. Penisschlauch ohne stachelige Bewehrung, sehr lang. Rp auf Moesa-Ar- ten. Jugendstadien zwar beschrieben, aber noch nicht abgebildet. Falter im lichten Walde oder an dessem Rande, mit ausgebreiteten oder nur wenig erhobenen Flgln sitzend. Ueberall häufig und von der Ebene bis un¬ gefähr 2000 m Erhebung aufwärts gehend. Auf dem Kontinent weit verbreitet, vom West-Himalaya quer durch das südliche China bis Ningpo, Hongkong, Hainan und in ganz Hinter-Inclien bis Tonkin, sowie Annam.

Fehlt in »Süd-Indien, auf Ceylon, sowie den Philippinen, aber im malayischen Archipel von »Sumatra bis »Sum- bawra und Celebes vertreten. Imago namentlich an der nördlichen Peripherie seiner Verbreitung dem Genera¬ tionswechsel unterworfen und nächst den Äbisara zu den veränderlichsten N emeobiidi zählend.

Z. flegyas tritt auf dem Kontinent und auf Java in einer Form der Trockenzeit auf, mit verwaschen purpurbrauner Oberseite und undeutlicher Punktierung. Exemplare der Monsunperiode sind vorherrschend rötlichbraun mit schwarzen »Sprenkeln und mit reihenweise gestellten weißen Punkten übersät. Das $ ist nur durch etwas lichteres Kolorit und rundlichere Figlumrisse vom £ verschieden. Auf Nias aber und den mikroma- layischen Inseln scheint sich keine Trockenzeitform auszubilden, dagegen sind die $$ durch hell ockergelbe Färbung auffallend von den rotbraunen oder dunkel weinroten qrf differenziert. Den makromalayischen Unter¬ arten ist dann noch eigentümlich das Vorhandensein einer »Serie von grauweißen verbreiterten »Subapicalmakeln der Vflgl. Alle diese Modifikationen zeigt unsere Tafel 139 a. flegyas Cr. (Bd. 1, p. 254, Taf. 89 b) wurde nach flegyas. Exemplaren der Regenzeitform dargestellt. Kershaw bildet von Hongkong ein $ der Winterform (Flugzeit vom Februar ab) welches eine fast ebenso breit gelblichweiße Vflglbinde aufweist als phyliscus. Nach Leech in West- und Zentral-China gemein. Auch bei Itschang und Changyang beobachtet, ferner von Pryer im »Snowy-Valley bei Ningpo gesammelt. Zu flegyas ziehe ich Exemplare von Tonkin, wo ich selbst vom April bis September nur Vertreter der Regenzeitform antraf, confucius Moore umschreibt eine habituell sehr große Rasse von der confucius. Insel Hainan. $ lebhafter und heller rotbraun als von Tonkin. Unterseite bei beiden Geschlechtern mit an¬ sehnlicheren und reiner weißen Punkten als bei den übrigen kontinentalen Individuen. allica F. ist dagegen all im. eine habituell zurückgebliebene Rasse, mit fahlbrauner Oberseite und gelblichen, statt weißen Punktflecken.

Type aus Siam; hierzu gehören ziemlich sicher eine große Reihe von Exemplaren aus den Karen- Hills, Birma, welche ich im Mai auf ca. 300 m Höhe dort sammelte. annamensis Frühst. <3 dunkler schokoladebraun als annamen- <$<$ aus Tonkin, welche vermutlich identisch sind mit flegyas Cr. aus Süd-China. Die Weißpunktierung spär- SiS- licher, verwischter. Die Unterseite heller gelbbraun. $ größer als flegyas-^ aus Tonkin, fahler. esla Frühst, esla.

(139 a) gehört der extremen Trockenheit an; kleiner als die eben beschriebenen $$ der nassen Periode mit sehr breiten zu einer Binde vereinigten Subapicalmakeln der Vflgl, welche in der weißen Färbung an $$ von Perak erinnern. Die Form annamensis entstammt der Regenzeit und wurde von mir im mittleren Teile des Landes im Dezember gesammelt, während esla aus dem »Süden stammt und in der extremsten Trockenzeit im Februar bis zu etwa 1000 m Erhebung erbeutet wurde. - indicus Frühst. (139 a) findet sich in Sikkim als äußerst indicus. gemeiner Falter von etwa 300 bis 2000 m Höhe das ganze Jahr über. Meine Type ist auf eine Trockenzeitform basiert mit zwei gelblichweißen Apicalmakeln der Vflgl bei beiden Geschlechtern. Die Individuen der Monsun¬ periode aus Sikkim und Assam in meiner »Sammlung sind kleiner, aber lebhafter weiß punktiert als aus Tonkin. Exemplare vom West-Himalaya, wo indica gleichfalls vorkommt, shid mir in natura unbekannt. albipunctata Btlr. stimmt im $ Geschlecht mit phyliscus (139 a) in der Größe und Zeichnungsverteilung albipunc-

iata.

774

ZEMEROS. Von H. Frtjhstorfer.

phyliscus. überein, nur sind alle Makeln oberseits rein weiß. Malayische Halbinsel, Penang. phyliscus Frühst.

(139a). Beide Geschlechter mit längerer und breiter angelegter aber verdüsterter weißlicher Subapical- binde der Vflgl als die Namenstype aus Perak. West- und Nordost- Sumatra. Hie Tierchen, schwache Plieger, werden in beiden Geschlechtern meist nach Hesperidenart mit halbgeöffneten Flgln auf den doldenförmigen, weißgrünen Blüten und roten Früchten eines im Walde wachsenden, Sambucus-artigen Strauches sitzend an¬ getroffen. Auffallend ist die Tatsache, daß Java die kontinentale und nicht die malayische Form beherbergt sparsus. (Martin). - sparsus Frühst. (139 a) gleicht im männlichen Geschlecht 'phyliscus, doch führt sparsus keine weißen Submarginalfleckchen und es fehlen ihm wie überhaupt allen makromalayischen (mit Ausnahme der Java-Vikariante) die medianen und basalen Weißpunkte. $ viel ähnlicher der Lombok-Rasse als den phyliscus von Sumatra. Nias. Auf den südwestlichen Satellitinseln von Sumatra dürfte noch eine Reihe mit sparsus verwandter Rassen entdeckt werden. Auf den nördlichen Trabanten Banka und Billiton scheint jlegyas selten lavanus. zu sein, denn er wird in den lokalen Listen von dort nicht erwähnt. javanus Moore, auf Exemplare der Trocken¬ zeitform basiert, gleicht am meisten der kontinentalindischen Rasse, doch erscheint das $ etwas intensiver rotbraun gefärbt. Bei der Generation der Regenperiode treten im Gegensatz zu den makromalayischen Verwand¬ ten wieder rein weiße Basal- und Discalpunktserien auf. Ost- Java-Individuen sind etwas kleiner als solche aus der Umgebung von Sukabumi im Westen der Insel. Ein häufiger Falter vom Strande bis zu etwa 1200 m empor vorkommend. Im Netz sind sie sehr unruhig, infolgedessen schwer zu töten und kommen deshalb fast nur ab- balinus. gerieben nach Europa. balinus Frühst. Wesentlich kleiner und dunkler als Java-Exemplare, die Weißspren- kelung der Vflgl verdüstert und sowohl die weißen wie auch die schwarzen Punkte der Unterseite aller Figl arimazes. verkleinert. Insel Bali. - arimazes Frühst. (139a). Eine distinkte Inselrasse, namentlich im $ differenziert und jlegyas javanus Moore von Java mit retiarius Sin. von Sumbawa verbindend. $ aber noch heller rötlich¬ gelb als retiarius mit reduzierteren dunkleren weißgelben Submarginalzacken der Vflgl. Lombok von 2 4000 rdiarius. Fuß Höhe, häufig. retiarius 8m. erreicht arimazes nicht ganz in der Größe. $ dunkler mit schärfer abgesetz¬ ter und infolgedessen deutlicher hervortretender gelblicher Submarginalzackenbinde der Vflgl. Sumbawa. strigatus. strigatus Pag. ist eine blässere und kleinere Rasse der Insel Sumba. Sehr selten, nur wenige Exemplare sosiphanes. bekannt. sosiphanes Frühst. (140 a) bewohnt das südliche Celebes und ist basiert auf die größten bekannten Individuen der Gesamtart. Oberseite ebenso dunkel rotbraun wie bei albipunctata u n d phyliscus die anteter- minale und submarginale Weißpunktierung prominent. Auch in der Median- und Basalzone allerdings undeut- celebensis. liehe weißliche Strichpunkte. Süd-Celebes. celebensis Frühst. (139 a) entstammt dem zentralen Teil der Insel und wurde von Doherty im August- September bei Tawaya gefunden. Es handelt sich bei celebensis um Exemplare einer Gegend mit ungewöhnlich trocknem Klima; beträgt doch die jährlich in der Bai von Palu fallende Regenmenge nur 660 mm, im Gegensatz zu Menado im Norden mit 4036 mm und Makassar im Süden mit 3367 mm, womit sich der Fundort von celebensis als das regenärmste Gebiet von ganz Nie¬ derländisch Indien erweist. £ mit etwas prominenteren Weißpunkten der Vflgl als sosiphanes-^. Das $ hostius. ungefähr wie phyliscus aber mit schmäleren trüb weißen Submarginalmakeln der Vflgl-Oberseite. hostius Frühst, endlich schließt den Kreis. am nächsten albipunctata und jenen von phyliscus übertreffend durch schmä¬ lere, längere aber reiner weiße und keilförmige Submarginalmakeln der Vflgl. Nord-Borneo, anscheinend nicht sehr häufig.

Z. emesoides eine echte makromalayisclie Species, welche wie so viele dieser Arten nicht mehr auf Java übergeht. vom Charakter des abgebildeten eso-$ (139 b, $ auf Taf. 140 a dargestellt). Das Kolorit wechselt je nach der insularen Heimat von gelb- zu rotbraun. Das $ ist stets heller als das £ und dessen Grundfarbe kann ockergelb bis fahl gelbbraun sein. Die schwarze Longitudinalstreifung ist gleichfalls kleinen Differenzie- emesoides. rungen unterworfen, emesoides Fldr. (140 a) von der Malayischen Halbinsel kann als die hellste Arealform gelten. Das $ ist nicht wesentlich von lichtgelben $$ aus Nordost- Sumatra verschieden, dagegen sind die zynias. mit ihrem rötlichgelben Grundton sehr leicht von anderer Fundorte zu unterscheiden. zynias subsp. nov. liegt mir in großen Serien aus dem Norden und Westen von Sumatra vor. $ erheblich dunkler als von der malayischen Halbinsel. Vom $ existieren zwei Formen; eine ganz hell ockergelbe, welche sich an emesoides -$ anschließt und eine kleinere dunklere mit markanteren schwarzen Binden. Fliegt das ganze Jahr hindurch in den Wäldern der Küstenebene und Vorberge, ist aber viel seltener als Z. jlegyas phyliscus, mit welcher sie eso. gleiche Lebensgewohnheiten besitzt. Hagen erwähnt eine verwandte Form von der Insel Banka. eso Frühst., (139 b) das melanotische Extrem der Gesamtart. $ gesättigter braun als zynias mit auch unterseits verbreiter¬ ten schwarzen Längsstreifen. $ matt fahl braungelb mit mehr als doppelt so breiten Medianbinden als zynias -$£. Namenstype aus Südost-Borneo. Häufig bei Sintang. In einer namentlich beim $ etwas dunkleren Form von bangueya- Lumbidan, Norcl-Borneo, Flugzeit März, im Tring-Museum. bangueyanus Frühst. Steht eso Frühst, von Bor- nus. neo nahej f| ie sind aber noch dunkler rotbraun, die schwarzen Längsstreifen aller Figl schärfer abgesetzt

und anscheinend breiter als bei eso-SS- Insel Banguey.

DODONA. Von H. Fruhstorfer.

tl'O

2. Gattung-: Dotloiiu Hew.

Am nächsten der Gattung Zemeros, differiert sie strukturell von dieser durch die hintere Discocellulare, welche im Gegensatz zu den Genera Nemeobius und Zemeros stark konkav eingehogen ist und deshalb distal von der Mediangabelung mündet. Subcostaläste der Vflgl weiter getrennt stehend. Zelle schlanker als bei Zemeros, auf dem Hflgl einen spitzen Winkel bildend. Präcostale sehr lang wie bei Zemeros, der Costalast vom Radialstamm entfernt und bis zur Abzweigung der Präcostale damit parallelgehend. Jugendstadien nur von einer Art bekannt. Rp auf Moesa, Gramineen und Bergbambus, smaragdgrün mit blauen Rückenlinien. Kopf braun. Pp fast wie jene der Gattung Abisara, jedoch nackt. Kopf mit zwei stumpfen Auswüchsen. Schwänz¬ ende spitz. Klammerorgane jenen von Zemeros nahekommend, Valve aber gleichmäßig breit, muldenförmig. Penisschlauch kurz, von einem hautartigen Mantel umgeben. Imago in der Regel selten, ausschließlich Gebirgsbe¬ wohner wohl nirgendwo unter 1000 m Meereshöhe vorkommend aber bis zu 3000 m beobachtet. Es sind vorherr¬ schend Waldtiere, doch wird von einer Art berichtet, daß*sie auf grasigen Bergabhängen vorkommt. Mehrere Species scheinen nur eine Frühjahrs- Generation zu haben. Von anderen überwintern die $$. Flug schnell, aber nur auf kurze Distanzen. Wie die Abisara lieben sie es, rasch nach einander von einer Pflanze zur anderen iiber- zuspringen. Geschlechter in der Regel monomorph, $ etwas größer und fahler als die Nur eine Species ist in hohem Maße dimorph; von einer Art aus Borneo kennen wir sowohl eine $ -ähnliche, wie eine heteromorphe Form. Verbreitungszentrum der Himalaya und dessen Ausstrahlungen. Von Szetschuan sind bisher nur die gemeinsten indischen Species in Lokalformen bekannt geworden, Birma hat einige eigentümliche Species mit Vikarianten auf Hainan und in Makromal ayana. Von Tonkin ist noch keine Dodona bekannt, von Annam wird eine prächtige Arealform hier zum ersten Male erwähnt. Auf Java hatte ich das Glück, die Gattung als neu für die Insel in zwei Species zu entdecken, zu denen dann später noch eine dritte kam. Von Sumatra ist nur eine Art, von Borneo sind zwei mit Sicherheit nachgewiesen. Auf weitere Entdeckungen dort ist mit Bestimmtheit zu rechnen. In Süd-Indien und auf Ceylon fehlen Dodona ebenso wie Zemeros, doch haben die Philippinen eine Dodona- Species, während Zemeros auch auf dieser Inselgruppe fehlt.

D. dipoea, die unscheinbarste Species des Genus, welche sich auf zwei Arealformen verteilt. nostia nostia. Frühst. ( 1 39 e) aus dem westlichen Himalaya, die namentlich bei Masuri häufig vorkommt und dort bis 7000 Fuß Höhe beobachtet wurde. Als Flugzeit sind die warmen Monate vom Mai bis September erwähnt. dipoea Hew. dipoea. (139 d) wurde von ihrem Autor nach einem Exemplar aus Darjeeling beschrieben, während das Vorbild zu unse¬ rer Figur von Bhutan stammt. Exemplare wesentlich größer als nostia vom West-Himalaya und Kaschmir, die Fleckung der Oberseite rötlichgelb statt weiß. Unterseite bunter, mit silberweißen, statt den graugelben Streifchen der nostia. Nach Niceville gemein in Sikkim ; während der Monate April bis Dezember und da wo noch Wald steht von ca. 1500 bis zu 3000 m Höhe vorkommend. Doherty fand Exemplare in den Naga-Hills auf 6000 Fuß Erhebung.

D. dracon Nicev. ersetzt vielleicht D. dipoea in Birma. Es ist nur ehi Exemplar bekannt, das noch dracon. kleiner sein soll als dipoea. Die Grundfarbe der Oberseite heller mit ockerfarbener Beimischung, die Flecken aber rein weiß ohne rötliche Schattierung. Unterseite mit einem schwarzen Analfleck, der durch eine rotgelbe Linie geteilt wird. Nördliche Shan-Staaten, Flugzeit März.

D. durga hat eine eigentümliche Verbreitung. Aeußerst gemein im West-Himalaya, wurde sie östlicher als Nepal mit Sicherheit auf indischem Boden nicht gefunden, ist aber dann unvermittelt im westlichen China wieder sehr häufig. Drei Lokalrassen sind zu registrieren: durga Koll. (139 e) bereits Bd. 1, S. 254 besprochen, durga findet sich auf Weiden und grasigen Abhängen als sonneliebender Falter von 800 Ins zu 2500 m. Nach einer leeren Ppnhülle beurteilt gleicht die Pp der von Zemeros flegyas, nur ist das Gehäuse etwas höher und die Anal¬ spitze weiter vorgezogen. sinica Moore (Bd. 1, S. 254, Taf. 89 d) liegt mir von Siau-Lu und Mupin vor. Vom sinica. Mai bis Juli auf 5 10 000 Fuß. rubula siibsp. nov. wurde mir als aus der Provinz Kweitchau stammend rubula. neuerdings zugesandt. Habituell sich durga anschließend, differiert sie von dieser und sinica durch namentlich auf der Hflgl-Oberseite dominierende Schwarzfärbung, welche eine Reduktion der satt rotgelben Makeln im Ge¬ folge hat. Auch die Unterseite ist erheblich dunkler und die beiden submarginalen Streifchen kaum halb so breit als bei sinica vom oberen Szetschuan.

D. eugenes Bades dringt gleichwie durga bis ins westliche China vor, doch ist sie in der ganzen Streichungs¬ linie des Himalaya bis Assam verbreitet. Rp smaragdgrün mit zwei blauen Linien über dem Rücken auf Gräsern und dem Bergbambus. Pp gewölbt mit längerer Abdominalpartie als die Zemeros-Ppn. Imago bis 3000 m emporgehend. Vom $ ist bekannt, daß es überwintert und dann im ersten Frühjahr wieder erscheint. Drei Ortsformen: eugenes Bates, Oberseite ähnlich dipoea, doch mit vorherrschend weißlichen Makeln. Unter- eugenes. seite leicht kenntlich an sehr breiten glänzend silberweißen Längsstreifen. Von Murree bis Nepal. - venox rcno.v.

776

DODONA. Von H. Frtjhstorfer.

Frühst. (139cl als venusa), das stattlichere Produkt von Gegenden mit feuchterem Klima. Fleckung der Ober¬ seite rötlich begrenzt. Die Silberbinden der Unterseite prägnanter, als bei eugenes. Von Nepal bis Assam. In Sikkim an denselben Plätzen und zur selben Zeit wie D. dipoea auftretend, maculosa Leech (Bd. 1, S. 255, Taf. S9 d) findet sich in Szetchuan und ostwärts bis Itschang und Changyang.

rgeon. D. egeon Dbl. (Bd. 1, S. 255), eine in den Sammlungen seltene Art, welche in zwei geographischen

Formen über Nord-Indien verteilt ist. Oberseite schwarz mit drei rotgelben Fleckenreihen der Oberseite der Vflgl. Die basalen und medianen sind zu einer tabakpfeifenartigen Zeichnung vereinigt. Hflgl vorwiegend rotgelb, mit schwarzen Mittelstreifen und runden Submarginalmakeln. $ fahler gelb mit verringerter schwarzer Bänderung. Unterseite ähnlich elvira (139 d) doch mit in einzelne Flecken aufgelösten Subapicalstreifen, Farbe kastanienbraun mit silberweißen, beim $ aber mehr gelblichen Flecken. Nach Elwes sind $$ aus den Karen- Hills viel heller als solche von Ivulu und Sikkim, egeon wurde in Sikkim einmal auf 1000 Fuß Höhe im Mai gefunden, ist aber häufiger in Bhutan. Man kennt ferner Exemplare von Kulu, Nepal. Assam. Doherty traf eine ziemliche Anzahl in den Karen-Hills im April von 4 5000 Fuß und Elwes meldet So von Bernardmyo, Ober-Birma.

elvira. D. elvira Stgr. (139 d) ersetzt egeon auf Borneo, wo elvira ausschließlich auf höhere Lagen des Kinabalu

beschränkt ist. J oberseits rötlichgelb mit schwarzen Längsstreifen. Der äußerste von ihnen umschließt auf den Vflgln eine Serie zierlicher rötlichgelber Fleckchen von welchen die apicalen rundlich, die medianen länglich sind. Vom $ existieren zwei Formen: a) ein dem egeon-Q sehr ähnliches mit sehr breiter Submedianbinde der Vflgl, welche in ihrem vorderen Teile hell, in ihrem analen gesättigter ockergelb abgetönt ist. Hflgl mit einer markanten schwarzen Submarginal- und drei verwaschenen schwärzlichen Medianbinden. Unterseite vom J pura. durch breitere und mehr gelbliche Bänder differierend, b) f. pura Frühst. Alle bei dem normalen $ gelblichen Bänder sind bei ihr weiß, und zwar auch auf der Unterseite.

D. adonira eine seltene Art, welche von Nepal bis Ober-Birma vorkommt. Oberseite kenntlich an der hakenförmig zusammenhängenden rotbraunen Basal- und Medianbinde der Vflgl. Dadurch ist adonira leicht adonira. ron der sonst nahestehenden jedoch ansehnlicheren 1). ouida zu unterscheiden. Zwei Arealrassen: adonira Hew. (139 d). Unterseite eigentümlich fahl ockergelb etwa Avie Cyrestis lutea Zinck. mit dunkleren mehr rötlichen Partien im Analwinkel beider Figl. Gelegentlich zeigt sich auch eine weißliche oder schwefelgelbe mediane Aufhellung der Hflgl. Mir in Anzahl aus Bhutan und in je einem Exemplar aus Sikkim und Assam vorliegend ; Moore erwähnt auch J J aus Nepal. Nach Elwes findet sich adonira in Sikkim auf Wegen im dichten Wald zwischen 7 und 9000 Fuß, während der Regenzeit. Ein schneller Flieger der sich häufig auf den Erdboden argentea. setzt. Die Pp wurde einmal auf Moesa chisia gefunden. argentea Frühst. (139 d), J differiert oberseits etwras von adonira aus Sikkim. Es hat nämlich eine schwarze, anstatt braune Basis der Vflgl, einen viel breiteren schwar¬ zen Distalsaum und eine ausgedehntere, schwarze Submarginalbinde. Dafür ist die Linie, welche beide trennt, stark verengt. Die Unterseite weist aber einen grandiosen Unterschied auf. Die Längsbinden sind nicht schwarz, sondern braun und der Raum zwischen den beiden mittleren Submarginal- und den beiden Basalbinden, sowie die subanale Region sind von breiten Silberstreifen bedeckt. Auch am Costalrand lagert, genau in der Flgl- mitte, ein viereckiger Silberfleck. Ober-Birma, Ruby-Mines. Zu argentea gehören vermutlich auch Exemplare von den Naga-Hills (5 6000 Fuß) und Bernardmyo in Ober-Birma, welche Doherty dort erbeutet hat.

chrysapha. D. chrysapha Frühst. (140 a). Die distinkte neue Species steht in der Größe der adonira Hew. von

Nord-Indien nahe und ist zweifellos deren Repräsentantin, ohne jedoch spezifisch damit in Konnex zu stehen. Oberseite von etwas lichterer gelbbrauner Grundfarbe. Vflgl wie bei adonira, nur die Basalpartie heller, leicht¬ hin schwarz beschattet, die beiden medianen Längsbinden schmäler. Hflgl zeichnungslos, nur mit einem dünnen Submargin aistreif chen. Unterseite rötlichgelb, gegen den Costalsaum der Vflgl zu aufhellend. Vflgl mit 7 rot¬ braunen Längsstreifen, die ähnlich wie die schwarzen Bänder bei D. adonira verteilt stehen. Hflgl mit vier ungleich langen, matt silberglänzenden Längsstreifchen, die proximal von fünf rotbraunen Binden entlang ziehen. Analfeld mit drei rotbraunen Binden und zwei Silbermakeln vor dem Schwänzchen. West-Java, vom Vulkan Gede. Type: ein J in der Sammlung Staudinger (Berliner Museum), chrysapha hat einen weiteren Verwandten in elvira Stgr. von Borneo und ist neben Dodona windu Frühst, und fruhstorferi Böb. jetzt die dritte von Java bekannte Dodona, während aus Sumatra nur eine Species vermeldet wird und wir von Borneo nur zAvei Arten kennen: D. elvira aus der rotbraunen und D. pryeri Moore aus der weißgelben D. fruhstorferi- Gruppe.

ouida. D. ouida, die bereits Bd. 1, S. 255 kurz erwähnt ist, verbreitet sich über das nördliche indische und süd¬

liche chinesische Gebiet, sich dort auf drei Arealformen verteilend. Die Art unterliegt dem Generationswechsel; Exemplare der Frühlingsbrut sind kleiner, zeigen fahlere gelbe Binden und verwaschene Gesamtfärbung der Unter- seite. ouida ist die am hervorragendsten sexuell differenzierte Art der Gattung. Das $ verliert die gelbe Basalbinde der Vflgl, während sich der beim J rotgelbe Submarginalstreifen in ein breites weißes Band verfärbt. Dagegen

DODONA. Von H. Fruhstorfer.

isgegeben 14. IV. 1014. DODONA. Von H. Fruhstorfer. 777

verringert sich wiederum die beim $ prägnante ockerfarbene Anteterminalbinde, welche beim nur als röllieho Linie angedeutet ist. plilegra subsp. nov. liegt mir in großer Anzahl aus Masuri vor. mit fast doppelt so phleyra. breiten, viel heller ockergelben Bändern der Vflgl als die im Paläarktenteil und 139 c abgebildete Form, costalwärts ausgeflossener, statt verengter weißer Scbrägbinde der Vflgl. Die Unterseite der Lj fahler, mit ge¬ ringer rötlicher Begrenzung der lichten Streifung. $ unterseits mehr grau- als gelbbraun. Niceville schreibt, daß die Lc? um die Wipfel von hohen Eichen, die aber nur in schattigen Schluchten nahe dem Wasser fliegen und beide Geschlechter vom April bis Oktober Vorkommen. Rp auf Gräsern, als Höhengrenze für den Falter werden 7000 Fuß angegeben. ouida Moore (139c und Bd. 1, Taf. 89 d) findet sich von Nepal an bis Assam, ovida. ist in Sikkim nicht selten, dort bis 2300 m ansteigend, während der warmen Zeit vom März bis September fliegend und sich mit offenen Flgln auf Blätter setzend. £ mit gesättigt rotgelben Längsstreifen, £ mit schmälerer und costalwärts verengtem statt wie beim phlegra -$ erweitertem weißem Shawl der Vflgl. palaya subsp. nov. palaya. bildet insofern wieder einen Rückschlag zur West-Himalaya-Rasse als sich bei ihr die rotgelbe Medianbinde der Vflgl verbreitert. Am Omeishan und bei Mupin in Szet cliuan. Sehr wahrscheinlich bilden Exemplare, welche Boherty in den Karen-Hills gefunden hat, eine Transition von ouida zu palaya, denn das trockene Birma hat stets hellere Rassen als das regenreiche Sikkim.

D. windu Frühst. (139 d) eröffnet die Reihe der Dodona mit vorwiegend weißer oder cremegelber windu. Gesamtfärbung und rotbraunen Längsstreifen, mit in der Regel lang ausgezogenen Schwänzen, so daß Moore einen besonderen Namen ,, Balonca für die nur wenige Arten umfassende Unterabteilung geboten hielt. Da aber strukturelle Merkmale den weißen Dodona fehlen, wird das MooREsche Genus hier wieder unterdrückt, windu steht in der Zeichnungsanlage vollkommen isoliert und differiert von der D. henrici- und D. fruhstorferi- Gruppe durch das Vorhandensein von sieben statt nur sechs rotbraunen Longitudinalstriemen der Vflgl-Unterseite.

L Oberseite: Vflgl an der Basis, dem Costal- und Außenrd breit braun gesäumt, mit einer in die weiße Mitte hineinragenden, braunen Medianbinde. Hflgl: Außen- und Ird ebenfalls braun umrahmt; jenseits der Zelle durchzieht die Figl ein dünner, brauner Streifen, der im Analwinkel endet. An der Basis breitet sich ein läng¬ licher, brauner Wischfleck aus und ein feiner brauner undeutlicher Streifen an der Abzweigung der Subcostale ragt bis zur Mitte in die Zelle hinein. Das Distalband wird am Apex durch einen weißen Strich getrennt. Anal¬ ende mit 2 schwarzen Lappen, von denen der äußere nochmal so lang ausgezogen ist wie der innere und vor denen ein orangefarbener, schwarz gekernter Fleck lagert. Unterseite: silberweiß, von braunen Streifen durch¬ zogen. Vflgl mit 2 kurzen, breiten Basal, sowie 2 Medianbändern, die an der Costale entspringen und von denen das innere und längste bis über die vordere Mediane hinausgeht, das kürzere die mittlere Mediane erreicht.

Ein sehr langes, vor der Mündung geknicktes Subapic-alband reicht bis zur Submediane. Das Distalband ist durch einen weißen Streifen in der Mitte geteilt. Der Ursprung des zweiten Basalbandes, sowie der beiden Median - streifen ist in der Costalgegend schwärzlich und die Mündung dieser, sowie aller übrigen ebenso angedunkelt.

Hflgl mit einem Basal-, einem Median-, Submarginal- und Terminalband, die sich oberhalb des orangefarbenen Analflecks vereinigen, und 2 langen Streifen in der Abdominalgegend, unter welchen noch 2 gebrochene, kurze schwarze Querbinden und ein schwarzer Punkt den Analwinkel zieren. Das Band wird von einer sehr dünnen weißen , gebrochenen Linie durchzogen. Der auf der Oberseite verschwommene Streifen in der Zelle unterseits sehr deutlich. Kopf und Augen braun, Stirne und Palpen weiß, Fühler oben schwarz, unten ebenso, aber an den Enden der Glieder weiß beschuppt, besonders vor der ganz schwarzen Keule. Brust und Körper schwarz, oben braun, unten weiß behaart, vorderer Teil des Abdomen oben blau- schwarz, der hintere gelbbraun. Abdomen an der Seite gelb, mit einer schwarzen Punktreihe; unten weiß mit dichten, schwarzen, zottigen Haarbüscheln längs der Mitte. Schenkel weiß, Schienen gelblich. Spannweite 37 mm. Die Type der zierlichen Art fing ich an den bewaldeten Abhängen des Vulkans Windu im Innern des westlichen Java (Residentie Bandong) im April 1893 auf etwa 5000 Fuß Höhe: später bekam ich noch 2 2k vom Vulkan Gede. <L noch unbeschrieben, doch glaubt Herr Dr. Piepers im Haag ein solches zu besitzen.

D. henrici ist der älteste Name für eine prächtige Gruppe von zumeist insularen Formen, welche das hinterindische und makromalayische Faunengebiet bewohnen und von denen Vertreter von Hain an, den Philip¬ pinen, Nord-Borneo, Sumatra und Java bekannt sind. Es ist nicht ausgeschlossen, daß alle zu einer Kollektiv- species gehören; bei dem geringen vorliegenden Material aber könnte eine Entscheidung überden spezifischen Wert der einzelnen Formen nur problematischer Natur sein. Allen gemeinsam ist die bleich gelblichweiße Grund¬ farbe, welche bei einigen Formen schwach grünlich überhaucht erscheint. Apicalteil der Vflgl. je nach der Hei¬ mat mehr oder weniger ausgedehnt, tiefschwarz, gelbliche Makeln umschließend. Hflgl mit beschränkter schwar¬ zer Distalzone. Ueber einem rundlichen Anallappen ein spitzes Schwänzchen. Unterseite silberweiß mit rotbrau¬ ner Streifung. Hflgl mit gelblichen Sub analflecken und schwarzem Besatz der Anallappen. $ stets größer, mit runderen Flglkonturen und nur etwas bleicher als das <$. Als Bewohner des Gebirges finden sie sich wohl nirgends unter 1000 m Meereshöhe. henrici Holl, nach einem $ von der Insel Hainan beschrieben. Oberseite henrici. weiß mit costalwärts erweitertem schwarzem submarginalem Bande, welches einen keilförmigen weißen Fleck umschließt. Hflgl mit schmalem schwarzem, von weißen Flecken unterbrochenem Distalsaum. Eine ebensolche Submarginalbinde hellt sich analwärts aut und geht in eine gelbliche Zone über. Unterseite mit

IX

98

778

DODONA. Von H. Fruhstoreer.

verengten Binden von rotbrauner Färbung. Hflgl nach Angaben ihres Autors nur mit drei zarten Basalstreif- binghami. chen, während verwandte Formen deren vier auf weisen. - binghami Moore (141 b) wird hier von der Unter¬ seite dargestellt nach einer Zeichnung, welche Mr. Riley am Britisch-Museum nach der Type ihres Autors für mich hat anfertigen lassen. 8 sondert sich von fruhslorjeri aus Java ab durch einen keilförmigen an henrici Holl, von Hainan anklingenden gelblichen Transcellularfleck derVflgl und geteilten, wiederum wie bei henrici verlaufenden schwarzen Distalsaum der Hflgl. Die Submarginalbinde, welche zwischen der hinteren Mediana und der Submediana einen rötlichgelben Fleck führt, gleichmäßiger als bei henrici. Unterseite kenntlich an unter sich zierlicheren und in der Ausdehnung gleichartigen subbasalen rotbraunen Longitudinalstreifchen der Hflgl. Es befinden sich nur drei 8<S aus Birma ohne genaueren Fundort im British -Museum, welche ver¬ mutlich einer Regenzeitform angehören.

angela. Von D. angela 8m. (140 a) kennen wir gleichfalls nur einige Exemplare aus Birma und das von uns

abgebildete, welches dem Tring-Museum gehört, von den Khasia-Hills in Assam. Es ist sehr wahrscheinlich, daß die von Smith und Moore als 83 bezeichneten Stücke in der Tat $$ sind, und daß binghami das 8 der Species darstellt. In diesem Falle hätte angela Priorität. Grundfarbe bleich cremegelb. Unterseite seidig weiß mit schokoladebraunen Bändchen. Das $ unterseits etwas dunkler als die von Moore als 83 aufge¬ faßten Exemplare.

aponata. D. aponata Semp. entfernt sich von D. henrici durch ein dreieckiges schwarzes Feld im Apical-

gebiet der Vflgl, welches drei gelblichweiße Makeln umschließt. Oberseite der Hflgl mit breiterem schwarzen Randgebiet als bei sämtlichen Vikarianten. Unterseite mit markanteren rotbraunen Binden. Es sind nur zwei unter sich geringfügig differierende Exemplare nach Europa gekommen : 1 8 vom Berge Apo in Südost-Min¬ danao aus 2000 m Höhe, da wo immergrüne Myrthen die Abhänge bedecken und ein zweiter im Tring-Museum von Lepanto auf Nord-Luzon.

D. fruhstorferi, ursprünglich nach von mir auf Java gesammelten Exemplaren beschrieben, wurde fruhstorferi. in rascher Folge auch auf Sumatra und auf Borneo entdeckt. fruhstorferi Röb. (139 d). Oberseite gelb¬ lich, Unterseite silberweiß. Apicaldrittel der Vflgl-Oberseite schwärzlich dunkelbraun mit einem subapicalen gelblichweißen Fleck zwischen den Radialen und einem gleichgefärbten etwas größeren Submarginalfleck zwischen den Medianen. Hflgl-Oberseite mit einem vom Vrd bis zur hinteren Mediana breiten, von da ab aufgelösten, schwärzlichbraunen Distalsaum. Basalteil aller Figl dunkel bestäubt. Unterseite auf den Vflgln mit drei und auf den Hflgln mit vier schokoladebraunen Binden im basalen Flglteile, deren beide äußeren am Vrd, die zweite (breiteste) an der Figlwurzel und die erste parallel dem Ird verlaufen; diese vier Binden nähern sich einander vor dem Analwinkel. Eine gleiche Binde läuft von der Mitte des Vrds der Vflgl zur letzten Mediana (unfern des Schlusses der Mittelzelle), vereinigt sich dort mit einer gleichen, am Vrd (und zwar in der Mitte der äußeren Figlhälfte) entspringenden Binde und zieht (in einfacher Breite) nach dem Innenwinkel, den sie jedoch nicht erreicht. Fenier hat die Vflgl-Unterseite eine im Apex verbreiterte gleichfarbige breite Terminalbinde, Avelche am Außenrd weiße Streifenfleckchen und im Apex zwei weiße Flecke zeigt. Die Hflgl-Unterseite hat eine gleichgefärbte submarginale, vor dem Analwinkel endigende Binde mit einer sie teilenden, undeutlichen lichten Linie. Auch der Termmalrand der Hflgl-Unterseite ist schokoladebraun mit einer sie unterbrechenden, an der hinteren Mediana abgesetzten, dicken weißen Linie. Der Analteil der Hflgl hat unterseits grauweiße Beschup- pung, einen großen schwarzen, innen breit gelb gesäumten Fleck und em gelbes Streifchen in den Ausbuch¬ tungen zu beiden Seiten des Anallappens. Das Schwänzchen länger als bei D. windu Frühst, fruhstorferi fand sich auschließlich auf dem Vulkan Gede, West-Java, in etwa 1200 m Erhebung. 2 88 1 $ meiner Sammlung nicivillei. dürften die einzigen nach Europa gelangten Exemplare vorstellen. nicevillei Dohm stammt aus den Battak- bergen, Nordost- Sumatra. Nach dem einzigen $ des Museums in Stettin beurteilt übertrifft nicevillei die javani¬ sche Schwesterform durch bedeutendere Größe, runderen Figlschnitt, dunklere gelbe Grundfarbe der Oberseite und kräftigere rotbraune Binden der Unterseite. Die gelben Makeln im Apicalfleck der Vflgl-Oberseite erheblich pryeri. kleiner. pryeri Moore (141b) nach einem $ aus Sandakan, Nord-Borneo, beschrieben, bleibt in der Größe hinter nicevillei zurück, zeigt markantere braune Binden der Unterseite und breiteren Längsstreif der Ober¬ seite der Hflgl. Abbildung nach der Type Moore’s am Britisch-Museum hergestellt.

D. deodata die hervorragendste aller Dodowa-Species, ausgezeichnet durch die langen an die stolzesten longicau- Thecliden erinnernden Schwänze. Drei geographische Formen: longicaudata Nicev. ein seltener Falter, der dcikt. vom Juli bis November ausschließlich in Assam beobachtet wurde. Oberseite schwärzlich mit kleinen weißen Punkten auf den Vflgln. Beide Figl mit einer weißen, mäßig breiten Medianbinde. Der sehr lange Schwanz mit ausgedehnt weiß bedeckter Spitze. Unterseite schwärzlich, mit leichtem purpurnem Schimmer und mar- deodata. kanteren weißen Punktflecken. deodata Hew. differiert durch mehr als doppelt so ausgedehnte Mittelfelder und die heller rotbraune Unterseite aller Figl. Die Type stammt aus Moulmein ; später wurden einige Exemplare durch Doherty im März und April auf den Karen-Hills (aus 4—5000 Fuß Höhe), solche aus Pegu und von den

F Tu

ABISARA. Von H. Fruhstorfer.

779

Shan-Staaten vermeldet. lecerfi subsp. nov. (141 b) wurde neuerdings bei Vinh in Annam aufgefunden, lecerji, Unterseite bleicher, vorwiegend schwarzgrau statt tiefschwarz gestreift.

3. Gattung: Abisara Fldr.

Von diesem Genus gilt noch heutigen Tages der Ausspruch Feeders, daß es von englischen Autoren mit Taxila vermengt wird. Nur liegt der Fall heute umgekehrt. Felder sah sich 1860 veranlaßt, die Abisara echerius Stoll von Taxila abzusondern und in eine neue Gattung zu bringen, während heute die papuanischen Arten von den Abisara entfernt und wieder in die Nachbarschaft von Taxila gestellt werden müssen. Die Abisara bewohnen ausschließlich die indomalayische Region, und gehen ostwärts nicht über Celebes hinaus. Die bisher mit Abisara vereinigten austromalayischen Species hingegen, haben mit den Abisara zwar die behaar¬ ten Augen gemeinsam, entfernen sich aber strukturell so weit von ihnen, daß ihre Lostrennung und Ausscheidung unvermeidlich ist. Die eigentlichen Abisara zerfallen rein äußerlich betrachtet selbst wieder in vier leicht unter¬

scheidbare Artengruppen.

a) Hflgl völlig abgerundet . Sosibia

b) Hflgl an der Mündung der Medianader mit unbedeutendem Vorsprung . Sospita

c) Hflgl gewinkelt oder mit stumpfen Lappen . Abisara

d) Hflgl mit langen, schwanzartigen Enden . Archigenes

Allen ist gemeinsam die an der Abzweigung der Präcostale nur leicht geschwungene, nicht wie bei Taxila gewinkelte Costale der Hflgl, sowie der auf ein kurzes Stück mit der Costale der Vflgl verwachsene erste Subcostalast. Geschlechter unter sich verschieden, aber nicht dichrom, wie bei Praetaxila. Auf dem Kontinent von Indien und Java scheinen die einzelnen Arten dem Einfluß der Jahreszeiten unterworfen. Vorwiegend Be¬ wohner der Wälder der Niederung, sind einige Species doch aut das Gebirge beschränkt und steigen dort bis nahe¬ zu 3000 m empor. Die Lebensweise schildert E. H. Aitken ( Journ. Bomb. N. H. Soc. 1886 p. 215) folgendermaßen : „Wenn sich die Regenzeit im September oder Oktober ihrem Ende nähert erscheint jeder Busch auf den Hügeln belebt durch die Attitüden und Scherze dieser kleinen Verkörperungen der Eitelkeit. Auf all ihren Wegen sind sie allein, in der Mitte eines Blattes auf der Oberseite auffliegend und sich dann mit halb offenen Flg ln stoßweise von einer Seite nach der anderen drehend, dann auf ein anderes Blatt überspringend und sich darauf spreizend. Manchmal vereinigt sich em Paar zu diesen Vorstellungen. Ohne Furcht gehören Abisara zu den am leichtesten zu fangenden Schmetterlingen“. - Die Schuppen der Abisara liegen so zart auf wie der Reif einer Pflaume und sind ebenso empfindlich und leicht wie dieser abzustreifen, so daß es schwer hält Exemplare dieser koketten Falter in Europa vorzulegen, welche den Ansprüchen der Salon- Sammler und Qualitäts-Fanatiker genügen. Das Maximum ihrer Entwicklung erreichen die Abisara in Tenasserim, wo sich drei gut getrennte Arten vorfin¬ den, von denen zwei sogar noch in verschiedenen Saisonformen auftreten. Von Tonkin, Palawan, der Malayischen Halbinsel, Sumatra, Nias und Java sind zwei nebeneinander fliegende Arten bekannt. Celebes wird nur von einer Species bewohnt, die sich in eine nördliche und eine südliche Rasse zerteilt. Von Bali kennen wir nur eine Art, auf Lombok fehlt die Gattung bereits. Rp nur von einer oder zwei Arten bekannt, auf Myrsineen, wurm¬ förmig, hellgrün mit zahlreichen dorsalen und lateralen fehlen, kurzen Haaren. Pp hellgrün, behaart mit schwar¬ zen Rückenflecken. Klammerorgane von Art zu Art differenziert durch den schwachen Uncus, der entweder nur 2 oder 4 laterale Hörner trägt, und die entweder stumpfe oder mit Griffeln oder Haken bewehrte Valve. Penis schlank mit 2 oder 4 Spitzen versehen.

Artengruppe: Sosibia (Frühst.).

Costalis der Hflgl etwas näher an den Radialstamm gedrückt und die Präcostale etwas kürzer als bei Abisara, somit eine Annäherung an Taxila bildend. Zelle der Hflgl aber ebenso schmal und lang wie bei Abisara. Die vordere Discocellulare kurz, die hintere sehr lang, konkav. Die Sub costalis der Hflgl, gabelt sich weit außer- l halb der Zelle, Hflgl mit den typischen schwarzen subapicalen Doppelfleck der alle Abisaren kennzeichnet. Das Geäder aber eine völlige Transition zu Taxila bildend. Hflgl abgerundet, nicht gewinkelt wie bei Taxila, Geschlechter gleichartig wie bei Abisara, nicht heteromorph wie bei sämtlichen Taxila. Type : S. burni Nicev.

A. burni wurde von ihrem Autor als eine aberrante Taxila betrachtet, welche, soweit die Zeichnung in Betracht kommt, eine Verbindung von Taxila mit typischen Abisara herstelle. Tatsache ist jedoch, daß die Fleckung der Hflgl durchaus abisaroid, das Geäder dagegen taxiloid genannt werden kann. Die Struktur aller N emeobiidi ist aber dermaßen plastisch, daß sie von Art zu Art ändert und es ein leichtes wäre, auf jede Species ein Subgenus zu begründen. Was außer der Abisarenfleckung noch ausschlaggebend wirkte, burni bei den Abisara unterzubringen, ist das Fehlen der tertiär sexuellen Merkmale, welche die Taxila aufweisen. -

780 ABISARA. Von H. Fruhstorfeü.

lurm. burni Nicev. nach einem $ aufgestellt gleicht oberseits der etymander, doch ist burni fahler rotbraun und die schwar- iimaeus. zen Makeln der Hflgl sind sehr klein. Oher-Birma im April auf ca. 5000 Fuß Erhebung gesammelt. timaeus Frühst. Grundfarbe dunkelrotbraun, fast nach Art des Münchener Bieres. Die bei burni deutlichen, weißen Zeichnungen oberseits fast völlig verblaßt. Auf den Hflgln sind dafür die schwarzen Subapicalflecken, welche für Abisara so charakteristisch sind, ebenfalls kräftig in Form langer, schwarzer Keile entwickelt. Bei burni-Q sind sie jedoch nur minutiös, während doch sonst gerade die $$ die ausgedehnteste Fleckenzeichnung im Genus Abisara auf weisen. Unterseite: Die weißen Submarginal- und violetten Discalmakeln viel breiter als bei burni-Q, dafür fehlt die discale, schwarze Zackenbinde der Hflgl, welche nur durch 3 Wischfleckchen angedeutet ist. Subapicalflecken außerordentlich kräftig. Im Analwinkel der Vf Igl -Unterseite finden wir noch einen wichtigen Unterschied, der kaum sexuell sein kann. Die violetten Flecken, welche bei burni zu einer hufeisenartigen Binde zusammenfließen, stehen bei timaeus weit getrennt. Thorax und Abdomen oben gleichfarbig mit den Flgln, assus. unten weiß wie auch bei burni. Than-Moi, Juni, Juli. 1000 Fuß, Nord-Tonkin. assus subsp. nov. wurde neuer- dings in Kanton entdeckt. Durch die satter rotbraune Grundfarbe vermittelt assus den Uebergang zu etymander (139 a). Die schwarzen Apicalmakeln der Hflgl halten die Mitte zwischen der Tonkin- und der Formosa-Basse. Unterseite prominenter weißlich violett dotiert als bei timaeus und etymander . Selten, nur ein in meiner etymander. Sammlung. etymander Frühst. (139 a) führt die größten und am reichsten orangegelb umgrenzten Schwarz¬ flecken der Hflgl. Die weißlich violette Strichelung der Unterseite zarter als bei den kontinentalen Vikarianten. Formosa, Flugzeit Juli bis Oktober. Sehr selten, nur drei in der Kollektion Fruhstorfer bekannt.

Artengruppe : Sospita (Hetv.).

Discocellularen der Vflgl einen spitzeren Winkel bildend, als bei Abisara. Mittlere Discocellulare der Vflgl kürzer als die hintere. Präcostale lang, steiler als bei Abisara. Medianteil der Hflgl nur wenig vor¬ springend. $ dichrom. Vorkommen nur auf dem Festland. Valve stumpf, distal aus 2 breiten Lappen bestehend. Peniskanal einfacher und kürzer als bei Abisara. Type: S. fylla Hew.

fylla. A. fylla kommt vor von Kaschmir und dem Kumaon-Himalaya bis Assam, Birma und Tenasserim,

wo sie vom Tiefland an bis zu 7000 Fuß Höhe anzutreffen ist. Sie scheint das ganze Jahr zu fliegen. Ich selbst besitze aus Sikkim zwei Zeitformen, welche weder de Niceville noch Moore erwähnen. Die Regenzeitform fin¬ den wir bei Moore (Lep. Inch t. 399 f. 1 a 1 c) im und $ recht gut abgebildet. Die Trockenzeitform ist an fyllaria. der helleren Grundfarbe, den breiteren Binden der Vflgl zu erkennen. Wir bringen selbe als fyllaria Frühst. (139 c) im weiblichen Geschlecht zur Darstellung; auch das als fylla (139 c) bezeichnete A gehört der wasser¬ armen Periode an und differiert von der Regenzeit durch fahlere Gesamtfärbung, fylla liegt mir in Anzahl aus Sikkim, Bhutan und Assam vor. Der Falter ist nach Niceville. während der warmen Monate auf magdata. nicht bedeutenden Erhebungen häufig. magdala Frühst. (139 c), eine melanotische Arealform, von mir als neu für Tonkin nachgewiesen, differiert von fylla durch die spitzeren und schmäleren Figl und eine viel schmälere und steiler verlaufende mehr weiße als gelbe Vflglbmde. Hflgl ober- und unterseits reicher schwarz und weiß punktiert. Von fylloides Moor e-Q aus SzeUchuan weicht magdala ab durch die geradliniger verlaufende, reiner weiße Vflglbinde, durch zwei deutliche Apicalpunkte, die reichere Fleckung der Hflgl. Chiem-Hoa, August, lylloides. September: Zentral-Tonkin. fylloides Moore (Bd. 1, S. 254, Taf. 89 d) wurde im ersten Band als fylla aufge¬ führt. Vorkommen in Szetschuan und ostwärts bis Itschang und Changyang in Zentral-China. Exemplare von Bernardmyo in Ober-Birma, welche Moore erwähnt, werden wahrscheinlich eine Transition bilden zwischen magdala und fylloides.

Artengruppe: Abisara ( Fldr .).

Mittlere und hintere Discocellulare der Hflgl gleich lang. Präcostale spitz, gebogen. Hflgl mit mehr oder weniger deutlich vorspringendem Medianlappen. $ heller gefärbt als das <$, mit weißem Apicalfleck oder blassen Submarginalbinden der Vflgl. Vorkommen in der orientalischen Region nordwärts bis zu den Liu-kiu- Inseln, östlich bis Celebes. Ueberemstimmend auch in Afrika. Valve hacken- oder griffelförmig. Type: A. eclierius Stoll.

A. echerius einer der veränderlichsten Falter des südasiatischen Faunengebietes und sowohl geographi¬ schen wie auch klimatischen Einwirkungen gegenüber von geringster Widerstandsfähigkeit. Den Höhepunkt der Variabilität erreicht die Species in Birma, einem Lande mit ausgesprochener langer Trockenzeit, und nach dem Material der Sammlungen gewinnt man den Eindruck, daß in jedem Monat des Jahres bestimmte und un¬ ter sich abweichende Formen auftreten, welche jedoch durch mannigfache Zwischenformen miteinander verbun¬ den sind, $ rotbraun mit violettem Schimmer, der bei Exemplaren der extremen Winterform verschwindet. Vflgl mit drei Reihen von der Unterseite durchschimmernder lichterer Binden. Hflgl mit den für alle Arten des Genus charakteristischen schwarzen apicalen Doppelflecken, zu denen sich zwei weitere im Analwinkel gesellen. Sowohl die Binden, wie auch die schwarzen Makeln haben die Neigung bei den Formen der regen-

ABISARA. Von H. Fruhstorfer.

781

armen Periode und bei einigen insularen Rassen gänzlich oder teilweise zu verschwinden. Aul der Unterseite der Hflgl stellen sich in der Regel drei Costalmakeln ein. Manchmal fehlt der vorderste bei den dU> tritt aber bei den $$ dann wieder hervor (Rasse der Andamanen). $ stets größer und fahler rotbraun als das J. Die Andeutung der Längsbänder stets prominenter, häufig erscheinen auch deutlich umgrenzte oder trüb verschwom¬ mene Aveiße Subapicalbinden. Die schwarzen Flecken der Hflgl-Oberseite sind auch bei der Wintergeneration hartnäckiger als beim <$ und die apicalen verschwinden nie vollständig. Rp auf Myrsineen, hellgrün mit fernen Haaren bedeckt. Pp mit zwei stumpfen Kopfhörnern, schwarzen Punkten, gleichfalls behaart. Ei kugelig, glatt, grünlich; es wird auf der Unterseite der Futterpflanze abgelegt. Die junge Rp frißt nur kleine Flecken aus derselben heraus, ohne die obere Epidermis anzugreifen. schedeli Frühst, findet sich auf Oki- schedeli. naAva der Liu-kiu-Inseln und ist habituell größer als echerius von Süd-China und Hongkong. Type der Trocken¬ zeitform angehörend, mit breitem rotbraunem Streifen der Figlmitte auf fahl rötlichbraunem Grunde. eche- echerius. rius Stoll (138 c und Bd. 1, S. 254, Taf. 89 c) ist nach Kershaavs wertvollem Werke über die ,, Butterflies of Hongkong and South-East China“ überall da häufig, wo sich in bewaldeten Strecken etwas Unterholz befindet.

Der Schmetterling fliegt von Blatt zu Blatt, macht von Zeit zu Zeit kleine Sprünge und spaziert- ruckweise auf der Blattmitte mit halboffenen Flgln. echerius unternimmt tagsüber selten größere Flüge, doch in der Dämmerung liebt er es, ähnlich den Hesperiden herumzustreichen. Das ganze Jahr über vorkommend, kann echerius auch die Kälte gut ertragen und er ist auch an jenen Tagen unterwegs, wenn sich andere Schmetterlinge scheu \ror dem Froste verbergen. Man sieht echerius selten auf Blumen, doch gelegentlich saugt er an nassen Stellen. Klammer¬ organe mit zartem, häutigem Uncus. Valve mit ventraler chitinöser Spitze und einem schmalen häutigen dorsa¬ len Anhang. Penisschlauch äußerst kompliziert mit Spitzen und seitlichen Haken bewehrt. Als lydda Hew. lydda.

(Bd. 1, S. 254, Taf. 89 d) ist die zeichnungsärmere, bleichere Winterform beschrieben. saturata Moore um- saturaia. schreibt eine dunklere Rasse der Insel Hainan mit lebhafter grauvioletten Längsstreifen der Unterseite beider Figl. Das $ liegt mir durch die Freundlichkeit des Besitzers des Tring-Museums vor. Es gehört- der Form der nassen Periode an, Flugzeit Mai bis Juli. Es ist größer, gesättigter rotbraun mit ausgedehnterer und stärker gewinkelter Medianbinde der Unterseite der Hflgl. bazilensis Frühst. (138c <§, 1 40 b 2) hat dieselbe Größe bazilensis. Avie echerius und differiert hauptsächlich durch die vorwiegend gelblichen, statt grauvioletten Längsstreifen der Unterseite. Das $ unterscheidet sich durch ausgedehntere und lichtere Binden vom <$. Insel Bazilan. Flug¬ zeit- Februar, März. laura Frühst. (138 d) habe ich früher als Zweigra-sse von A. celebica Röb. behandelt-, laura.

Seit ich aber in der Staudinger- Sammlung eine der celebica näher verwandte Rasse von derselben Insel gesehen habe, muß ich laura als A. echerius- Ausläufer betrachten und zwar wegen der steilen costalwärts nur wenig nach innen gebogenen nahezu reinweißen Parallelstreifung der Vflgl. Das $ gleicht unterseits am meisten A. echerius bazilensis (138 c), es ist nur unerheblich größer. Mindoro, von Dr. Platen entdeckt-. Type in meiner Sammlung. tonkinianus Frühst, wurde basiert auf ein $ der extremsten Trockenzeitform vom April, tonldnia- gefunden auf ca. 1000 m Erhebung im Ma-nson- Gebirge an der Grenze von Tonkin und der südchinesischen nus- Provinz Kwangsi. $ oberseits heller rotbraun als echerius -$ von Hongkong. Hflgl mit weiter vorspringendem Medianlappen. - meta Frühst. (140 c) ist dazu die Regenzeitform. Flugperiode August bis Septem- meta. ber. <$ oberseits gleichmäßiger dunkler rot-braun mit lebhafterem AÜolettem Schimmer, $ mit mehr oder Aveniger deutlichen weißlich überpuderten, jenseits der Zelle etwas gewinkelten Binden. Auf der Unterseite sind diese Längsstreifen reiner weiß, durchweg kräftiger angelegt. Von Cliiem-Hoa, Zentral-Tonkin. annami- annamitica. tica Frühst. satter rot-braun als meta. Unterseite durch das Dunklerwerden aller weißen Binden und Fleckenum¬ rahmungen, sich viel mehr lcausambioides Nicev. nähernd. $ oberseits dunkler als meta-Q mit breiter gelb hcli- weißen Binden, welche Aveniger scharf abgesetzt sind. Die Schwarzfleckung der Hflgl ist reduziert-, ebenso schrumpfen die subanalen Keilflecken zu schmalen Möndchen zusammen. Unterseite: Die bei meta zwischen den Medianen stehenden Helmflecke sind undeutlicher. Flugzeit- November Dezember, von mir im mittleren Annam beobachtet. Type der Regenzeitform angehörend. Am Pariser Museum befinden sich Exemplare von Chau-Doc in Cochin-China, welche die Intermediat-form darstellen und an abnormis \Ton Birma erinnern durch ein rein Aveißes subapicales Schrägband auf beiden Seiten der Vflgl; ferner $ und $ vom gleichen Fangort-, sowie von Saigon, der extremen Trockenzeit- angehörend und zu angulata von Birma überleitend. Das Tring-Museum hat ferner beide Geschlechter vom Sekong-Fluß in den Laos-Staaten, Avelche der Orchi¬ deensammler Micholitz dort im Februar, März 1904 gefunden hat. sianiensis Frühst. (138 c. 140 d $) siamensis. wurde von mir im Januar und Februar auf etwa 300 m Höhe in einer Intermediat-form gefunden, Avelche sich noch eng an die Generation der Regenzeit anschließt. aber immerhin schon ohne scliAva-rze Makeln auf der Oberseite der Hflgl. ^ hell rotbraun mit deutlicher, satter brauner Mittelbinde auf beiden Flgln und nur ganz leichten Andeutungen heller Binden. Unterseite am nächsten der annamitica Frühst, aber mit zarterem mehr verwaschenen, weißlich grauvioletten Bändern. angulata Moore ist der älteste Name für die unbeständigste angulata. der Abisaren. Mir liegt eine große Serie von Exemplaren beiderlei Geschlechts Aror und nach der -Methode der europäischen Varietisten ließe sich für jedes eine Ursache zur Benennung finden, angulata Avurde auf qo der extremen Trockenzeitform gegründet, Avelche sich eng an tonkiniana anschließen. Exemplare mit der Datums¬ bezeichnung Januar aus dem südlichen Tenasserim nähern sich echerius f. lydda, weil sie das übliche pflaumen¬ blaue Kolorit gegen ein mattes Braun vertauschten und auch in der Größe kaum die Hongkong-Rasse überbieten.

Allmählich entAvickelt sich dann mit dem Fortschreiten der regenlosen Zeit bei sämtlichen IndiAuduen unter-

782

ABISARA. Von H. Frtjhstorfer.

seits eine weiße Binde, welche zumeist nur die Unterseite der Vflgl durchzieht und sich auf den Hflgl abgeschwächt fortsetzt. Später treten dann Stücke auf, bei welchen die weiße Binde auch auf der Oberseite der Vflgl sich aus- abnormis. bildet. Es ist dies dief . abnormis Moore ( 140b). Im Mai, wenn der Monsun anfängt einzusetzen, treten dann die ersten Exemplare der habituell viel größeren Regenzeit auf. Bei ihnen erscheint sofort wieder die schöne reich violett schimmernde Pflaumenfärbung, die Binde in der Medianpartie der Unterseite auch jene der Vflgl beginnt sich zu trüben und auf der Oberseite derVflgl entsteht eine Zeichnung wie bei meta Frühst. ( 1 40 c) von Tonkin, die zuerst schmutzig weißlich violett aufgetragen ist, mit abnehmenden Regenmengen aber wieder anfängt sich aufzu¬ hellen und auszudehnen. Bei $$ vom November haben wir dann schon wieder sehr breite weiße, wenn auch noch leichthin rötlich überstäubte Streifung und der Kreislauf der Verfärbung beginnt von neuem. Ein $ von jhana. den Chin-Hills des Tring-Museums hat oberseits zwei weiße prominente Längsbinden der Vflgl: jhana form, suffusa. nov. (140 c). Als suffusa Moore wurde eine Trockenzeitform des nördlichen Indiens beschrieben, welche in besonders verkümmerten kleinen und ausgebleichten Individuen bei Poona vorkommt. Etwas größere Exem¬ plare finden sich bei Bombay und liegen mir auch aus Süd-Indien vor. Flugzeit Dezember bis Februar. Die Medianbinde der Unterseite beider Figl bleibt geradliniger ohne so spitze Winkel in der Medianzone der Hflgl fraterna. zu bilden, wie bei der Birma-Rasse. fraterna Moore die Entwicklungsstufe der Regenperiode, liegt mir aus den Monaten Juli und August aus Masuri und vom Karwar-Distrikt vor. $ oberseits jenem von celebica (138 c) ähnlich, mit tief purpurnem Schimmer. $ am nächsten erilda-Q (138 d), nur größer und mit kürzeren gelblich¬ weißen Schrägbinden der Vflgl. Rp auf Embelia robusta Roxb. und Ardisia humilis Vahl., zwei Arten der Myrsineen; auf der Unterseite von Blättern, welche dasselbe lichte Grün zeigen wie sie selbst. Pp nach Aitken so ähnlich der Rp, daß es schwierig ist zu konstatieren, ob die Verpuppung bereits stattgefunden hat. Falter namentlich am Ende der Regenzeit vom September und Oktober an sehr häufig. Auf hügeligem Terrain im niede¬ ren Djungel ist dann jeder Busch von ihnen belebt, wo sie mit halboffenen Flgln sitzen, keine Furcht kennen und deshalb leicht zur Beute fallen. Die Falter gehen bis nahe an 3000 m aufwärts und die Type von suffusa wurde prunosa. im West-Himalaya in dieser Höhe aufgefunden. prunosa Moore bewohnt Ceylon, dort gleichfalls in zwei, jedoch nicht sehr scharf gesonderten Generationen auftretend. $ dm' Regenzeitform intensiver violett schillernd als südindische Exemplare, unterseits mit ausgedehnt grauviolett begrenzter Medianbinde. $ der wasserarmen Periode unterseits braun statt pflaumenblau, mit licht kaffeebraunen Längsstreifen. Das ganze Jahr über flie¬ gend von der Ebene bis etwa 1200 m beobachtet. Im Unterholz und an Wegrändern, besonders zahlreich im bijasciaia. Juni und Juli und dann wieder im November und Dezember. bifascäata Moore die stolzeste echerius- Ab¬ zweigung. o wie die von prunosa aber mit noch entwickelteren Schwarzflecken. $ sehr groß mit breiten weißen transzellularen Bändern der Vflgl. Beide Figl außerdem noch von zwei markanten graubraunen stark gewellten Sub marginalbinden durchzogen. Unterseite mit hell kastanienbraunen Längsstreifen auf grauem Grunde. Vflgl mit einer gelblichen, Hflgl mit grauweißer deutlich gezähnter Medianbinde. Andamanen, ein Exemplar auch von den Nicobaren im Indian-Museum in Calcutta.

A. kausambi. Mit dieser Art, deren Speciesrecht allerdings nicht über jeden Zweifel erhaben ist, be¬ ginnt eine Reihe makromalayischer Formen, welche sich von den indochinesischen und südindischen Vikarian¬ ten durch geringe Größe unterscheiden. Die $$ differieren von den bisher behandelten A . ecAerms-Zweigrassen durch ein breit ausgeflossenes und in der Regel rein weißes Apicalfeld. Nur bei deren Spaltzweigen von der Insel Java begegnen wir wieder parallel laufenden Streifen der Vflgl, welche apicalwärts nicht Zusammenhängen. Die JU treten in zwei Formen auf: a) solchen mit einfarbig braunvioletter Oberseite und ß) Individuen mit leicht angedeutetem weißlichem Apicalfleckchen der Vflgl. $ mit etwas weniger breit angelegtem und schär¬ fer umgrenztem weißen Fleck der Vflgl als niasana (138 cl). LTnterseits verbreitert sich die weiße Makel aber noch mehr als bei stasinus (138 e). Falter in der Regel häufig, von äußerst kokettem Benehmen. Sie lieben es auf der Oberseite von Blättern zu spazieren und mit ihren halb offenen Flgln zu wippen. Alle bevorzugen den Wald, wo sie sich aber immer im Halbschatten aufhalten und nur bei intensivster Sonnenbeleuchtung zum Vorschein kommen. Im Netz sind sie unruhig und ihr zarter Flaum streift sich ebenso leicht ab, wie der Reif einer Pflaume. paionea. - paionea subsp. nov. wird eine sich an kausambi eng anschließende nördliche Rasse bezeichnet, welche ich in den Karen-Hills (Birma) im Mai gesammelt habe. Sie stellt gewissermaßen ein Verbindungsglied dar zwischen kausambi und angulata. Oberseite blaß rotbraun mit zwei gelblichen nur lose zusammenhängenden Längsstrei¬ fen der Vflgl, welche bis zur Figlmitte herabgehen. Unterseite ähnlich jhana (140 c) aber mit nicht gewinkelter Mittelbinde. Beide Längsstreifen aber wie bei jhana die gesamte Figllänge durchziehend, während die Wei߬ bänderung von kausambi in der Medianpartie der Vflgl aufhört. Zu paionea gehören vermutlich auch die von Moore aus dem Mergui- Archipel erwähnten kausambi- Formen, welche dort vom Dezember bis März beobachtet leausambi. wurden. - kausambi Fldr. ist eine in den Sammlungen nur spärlich vertretene Rasse der malayischen Halb¬ insel und von Singapore. etwa von der Gestalt der stasinus -<$$ (138 e) aber oberseits von fahler rotbrauner Grundfarbe. Die $$ differieren von ihren Sumatranischen Schwestern durch ausgedehnteres weißes Feld der Vflgl und von kausambioides , welche Distant 1883 aus Versehen als kausambi Fldr. abgebildet hat, durch das verschwommene und getrübte Gebiet während das kausambioides -$ ein rein weißes scharf umgrenztes Band auf- niya. weist, wie es ja auch Distant im Bilde vorgeführt hat. niya subsp. nov. verdanke ich Herrn Dr. L. Martin, der sie im Roiuw- Archipel im Februar 1895 dort gesammelt hat. £ etwas kleiner als kausambi-^ von Singa-

ABISARA. Von H. Feuhstorfer.

783

pore. $ mit kaum halb so breiter Weißbinde der Vflgl als kausambi-^. Der weiße Fleck der Vflgl-Unterseite erbeblich eingeschränkter als selbst bei der sumatr aniseben stasinus. In Nordost- und West-Sumatra fliegt stasinus Frühst. (138 e). oberseits weniger lebhaft violett schillernd als aus Perak, mit reduzierterem «/«. >#>/#.

weißlichem Apicalfleck der Vflgl, welcher auch bei den hellsten Exemplaren stets gelblich überhaucht ist. Nach Martin haben die Falter nur schwachen Flug, erheben sich nicht hoch vom Boden und halten in der Ruhe die Figl halb offen, wie das Hesperiden oder auch gewisse Spanner tun. Hagen fand eine verwandte Rasse auf der Insel Banka und S NELLEN erwähnt eine solche von Billiton. niasarta Frühst. (138 d), eine erheblich nlasana. modifizierte Inselrasse, mit prominentem weißem Apicalfeld der Vflgl der 99- Beide Geschlechter von stasinus abweichend durch größere schwarze Makeln der Hflgl. Medianbinde der Vflgl weiß, die Analflecken länglich, mehr keilförmig. Nias, selten. erilda subspec. nov. (138 d) bewohnt das westliche Java und wurde von mir eritda. von der Südküste an bis zu etwa 600 m Erhebung angetroffen. Oberseite der $9 hell rotbraun mit weißlichen, rötlich überhauchten Längsbinden der Vflgl, welche an birmesische Verwandte erinnern. - - geza Frühst. (138 d) yeza. ist die gesättigter rotbraune und mit verbreiterten und mehr gelblichen Streifen der Vflgl ausgestattete Areal¬ form des östlichen Java, deren <$<$ weit kleiner sind und weniger intensiv violett schillern als erilda-<$ q . Do- herty fand eine verwandte Rasse auf Bali. - - litavicus Frühst. (140 b) bleibt in der Größe hinter kausambi litavicus. von Perak zurück. $ auf den Vflgln mit von der Unterseite durchscheinenden, rötlich überpudertem Fleck,

9 mit rein weißer Präapicalzone, welche unterseits ein kompaktes Feld bildet. Ivinabalu (Nord-Bomeo). - sala subspec. nov. (140 b) findet sich im südöstlichen Borneo, übertrifft litavicus in der Größe und zeigt auf der sa/a. Vflgl-Unterseite der 9? zwei weiße durch einen roten Streifen getrennte Bänder. Die <$<$ haben eine weißliche Trübung der Vflgl und überbieten jene von litavicus in der Größe. Dr. Martin hat die Form in Anzahl bei Sin- tang vom Januar bis April gesammelt; vermutlich ist sala als Rasse des Tieflandes über ganz Borneo verbreitet, denn AA aus der Niederung vom Sultanat Brunei kommen solchen aus dem Westen und Südosten der Insel sehr nahe. aja Frühst. (140b) ersetzt kausambi auf der Insel Palawan. $ am nächsten litavicus' "von Nord- aja. Borneo, aber ohne weißlich ausgeflossene vordere Partie der Längsstreifen der Unterseite der Vflgl. 9 mit bis zur Figlmitte ausgedehntem weißem Feld der Vflgl-Unterseite und längeren, sowie weißgrau ausgefüllten sub- terminalen intramedianen Flammen der Hflgl.

A. celebica ersetzt A. echerius und A. kausambi in der philippinisch -celebischen Subregion, ein Gebiet, welches ich 1911 als Chaeturia bezeichnete, nach der beiden Inselgruppen gemeinsamen Vogelgattung ,,Chae- tura“. Die einzelnen Formen, je nach der insularen Heimat sehr veränderlich in der Größe; auf Celebes selbst wie immer ihre Gattungsgenossen überragend, auf den Eilanden aber von kleinerer Gestalt. Umriß der Figl rundlicher als bei A. echerius, die Verteilung der Längsstreifen mehr mit jener von A. echerius als den kausambi- Rassen übereinstimmend, namentlich beim 9 sehr hervortretend, gelegentlich rein weiß. Unterseite lebhafter als bei kausambi , alle hellen Binden ausgedehnter. Die schwarzen Apicalmakeln manchmal von erstaunlicher Größe. Unkus bedeutend länger, zierlicher geschwungen als bei echerius, dessen ventrale Hörner zapfenförmig, nicht aufgebogen wie bei A. echerius und A. kausambioides . Peniskanal bedeutend länger, schlanker, aber weniger dichUmit Widerhäkchen bewehrt als bei A. echerius, dagegen kräftiger entwickelt als bei A. kausambioides.

celebica Röb. (138 c) ursprünglich nach Exemplaren von Tombugo in Ost-Celebes beschrieben, kommt celehica. ziemlich übereinstimmend auch im Süden der Insel vor, wo ich eine Anzahl 99 vom Januar bis März bis zu etwa 1000 m Meereshöhe antraf. 9 mit gelblich getrübten Längsbinden der Vflgl. bugiana Frühst. (138c lagiana.

9 Unterseite, 140 b Oberseite). $ mit intensiver blauweiß schimmernden Longitudinalstreifen der Unterseite.

9 die Binden der Vflgl- Oberseite weiß anstatt gelblich, ferner sind alle Admarginal- und Submarginallinien der Hflgl gleichfalls weiß. Unterseite: Alle Binden und Flecken milchfarben, statt gelblich. Die weiße Medianbinde der Hflgl auf Kosten der braunen Internervalflecken verbreitert. Eine ähnliche Rasse auf der Insel Sangir. - saleyra Frühst. (140 a) eine in der Gestalt hinter den beiden celebischen Rassen zurücktretende Form von aus- saleyra. geprägtem Satellitinselcharakter. Oberseits dunkler/ intensiver violett schimmernd. Die Streifung markanter und namentlich unterseits noch satter gelb als bei celebica. $ Type in der Sammlung Staudinger, ein A im Tring-Museum. porphyritica subsp. nov. soll die besonders weitgehend modifizierte Rasse der Sula-Inseln porphyri- umschreiben, welche Doherty dort entdeckt hat. oberseits matter, fast ohne Blauschiller. Apicalmakeln hca- der Hflgl prominent, fast kreisrund. Unterseite schokoladebraun, ohne purpurnen Anflug. Binden fast wie bei saleyra, steiler gerichtet, trüb braungelb. Die intramedianen Flammen der Hflgl gelblich, statt weiß umringelt.

9 oberseits mit vereinigten Binden der Vflgl. Die Hflgl reicher gelblich gebändert. Unterseite der Vflgl mit venvaschenem Shawl. Die Hflgl mit fast verwischtem rotbraunen Postmedianfleckchen, an deren Stelkybreit ausgeflossene gelbbraune Binden. Sula Besi, Flugzeit Oktober. Type im Tring-Museum. ' palawana Stgr. palauana. kommt in der Größe der $$ der Form saleyra am nächsten. Oberseite etwas bleicher pflaumenblau* als'clie ce¬ lebischen Nachbarrassen. Das 9 tritt in zwei Formen auf: a) mit ausgedehnten Parallelbinden der Vflgl, die nur leicht gelblich nachdunkeln und daneben 99 mit nahezu braungelben Bändern, pancha form. nov. (140 b). pancha. Durch die gewinkelte proximale Binde der Vflgl bilden übrigens beide 9'R°rmen einen Uebergang von celebica zu echerius. Auf den Philippinen finden sich mehrere z. T. noch ungenügend studierte Inselformen, von denen \\iaXYS. Frühst. (140 c) als die auffallendste gelten kann. Sie ist kleiner als celebica. Auf der Unterseite differiert juana. sie ferner in folgenden Punkten: Binden der Vflgl schärfer ausgeprägt, breiter sowie heller. Die Medianbinde

784

ABISARA. Von H. Fruhstorfer.

der Hflgl um vieles schmäler, die schwarzen Apicalflecken deutlich, breit weiß umringelt, auch erscheinen die schwarzen Analpunkte kräftiger entwickelt. Das $ ist grundverschieden von celebica. indem es mit sehr viel kürzeren, rein weißen Submarginal- und Subapicalbinden der Vflgl geschmückt ist. Auch die schwarzen Hflgl- flecken weiß geringelt. Die Unterseite differiert in gleicherweise wie beim (J, wozu noch kommt, daß die subanalen, herzförmigen Zeichnungen von juana spitzer sind, dagegen die braune Submarginalbinde sich aus stumpferen, also nicht pfeilförmigen Internervalflecken zusammensetzt. Mindanao. $ Vflgllänge 24 mm, $ 25 mm von mudifa. celebica-^. aus Süd-Celebes 27 mm. mudita subsp. nov. bewohnt Mindoro und differiert von juana nur durch etwas schmälere aber ebenso schräg gestellte rein weiße Subapicalbinden der Vflgl. Type in der Koll. Statj- cndaga. dinger im Museum in Berlin. cudaca subsp. nov. findet sich auf Luzon. Dortige sind kleiner als ju- ana-<$$ von Mindanao, und viel heller gefärbt als Individuen der südlichen Philippinen.

A. kausambioides eine ausschließlich makromalayische Species, derenVerbreitung noch nicht genügend be¬ kannt ist. Martin war geneigt sie für eine Bergform von kausambi zu halten; dem widerspricht aber, daß A. Jcau- sambi Fldr. auf dem Kinabalu selbst in bedeutender Höhe vorkommt und die Klammerorgane eine, wenn dieselbe beständig ist, ganz erhebliche Differenzierung aufweisen. oberseits mit lebhafterem violettem Schiller, als bei irgend einer A. kausambi- Form, dunkel purpurbraun, die schwarzen Apicalmakeln der Hflgl nach oben entweder gar nicht oder nur undeutlich durchscheinend. Unterseite mit schmäleren und dunkleren Längsstreifen als bei A. kausambi. Das $ wußte de Niceville, wie er bekannte, nicht vom A. kausambi -$ zu trennen; es ist aber leicht zu separieren durch schärfer abgesetztes kürzeres und schräger gelagertes Apicalfeld der Vflgl. Die Hflgl wie beim $ mit weniger prominenten schwarzen Costalmakeln. Die Unterseite mit einer distal stets schmä¬ ler grau begrenzter Medianbinde. Die intramedianen Makeln vor dem Schwanz fast niemals flammen- oder zun¬ genförmig, sondern zusammengepreßt nierenförmig, manchmal mit schwarzem Kern. Klammerorgane durchweg zarter als jene von A. echerius, Uncusspitze schärfer gebogen, Valve ohne hakenartige Spitze, vielmehr nur mit einem häutigen, zylindrischen Lappen. Peniskanal kaum chitinisiert, sehr einfach, ohne die geweihartigen kausambioi- Ornamente welche A . echerius auszeichnen. kausambioides Nie. (138 d, 140 c) auf Individuen von des penang und der Malayischen Halbinsel begründet, wurde von Distant 1883 bereits in den wirklich zusam¬ mengehörenden Geschlechtern abgebildet aber als A . kausambi behandelt. Das $ hat von allen Abisara aviaga. meiner Sammlung (mit alleiniger Ausnahme von A. celebica juana) das reinste Weiß der Vflgl. amaga subsp. nov. ist eine habituell sehr kleine Rasse der Insel Banka; $ mit noch mehr verschwommenen Längsstreifen der Unterseite, wie sie unsere Figur 138 d zeigt. $ oberseits nahe dem iliaca -$ (138 d), mit noch weniger markan¬ ter Andeutung des apicalen Wischfleckes. Unterseite höchst charakteristisch durch nahezu runde, also nicht geflammte Intramedianmakeln, welche zudem schwärzlich statt rotbraun ausgefüllt sind. Type im Tring -Museum, paha. nach von Dr. Hagen gefundenen Exemplaren. paha subsp. nov. liegt mir in einer großen Serie aus dem nord¬ östlichen Sumatra vor. Das $ ist weniger lebhaft rotbraun und das weiße Apicalfeld der Vflgl etwas getrübt. iliaca. Unterseite mit eingeengter, mehr grauer als violetter Längsbinde. Flugzeit das ganze Jahr über. iliaca Frühst. (138 d) veranschaulicht im ^-Geschlecht deutlich die Verschiedenheit A. kausambi niasana Frühst. (138 d 2) gegenüber. Gesamtfärbung der Oberseite dunkler, das weiße Querfeld der Vflgl zurückgedrängt, trüb rotbraun überpudert. Hflgl ohne das weißliche Netzwerk um die schwarzen Makeln. $ bedeutend kleiner als paha-<3$ von Sumatra, etwas blasser rotbraun. Unterseite mit lichtergrauen, markanteren Längsstreifen. $ durchweg ärmer an weißen Binden als niasana -$ und durch schärfer gewinkelte Medianlinie der Hflgl, zugleich tina. vom paha differenziert. Insel Nias, sehr selten. tina Frühst, übertrifft paha in der Größe. Der violette Schimmer der Oberseite noch prächtiger und intensiver als bei den übrigen Schwesterrassen. Grundfarbe die Mitte zwischen paha und iliaca haltend. $ von paha und kauasambioid.es ohne weiteres zu trennen durch das auf einen schmalen gelblich getrübten Streifen reduzierte Apicalfeld der Vflgl, das distal von einer den gesam¬ ten Figl durchziehenden gelben Linie begleitet wird. (J-Type aus der Umgebung von Sukabumi aus ca. 600 m Höhe in West-Java, das $ aus dem Zuidergebergde aus 500 m Erhebung in Ost-Java von mir gesammelt. tera. tera Frühst, von Nord-Borneo bleibt in der Größe hinter kausambioides und paha, namentlich aber auch tina zurück, ist jedoch oberseits ebenso dunkel gehalten wie die sumatranische und Perak- Vikariante . Unter¬ seite charakterisiert durch eine beim $ costalwärts erweiterte graue Submarginalbinde der Vflgl. Dr. Martin hat- bei Sintang eine Anzahl sowie ein $ in Gesellschaft von Abisara kausambi sala Frühst, in der Zeit vom Januar bis April aufgefunden. Es ist somit der Beweis erbracht, daß kausambioides auch die Niederung bewohnt.

Artengruppe: Archigenes (Frühst.).

Costalis der Hflgl stärker gekrümmt als bei Abisara und Sospita. Präcostale kurz, steil gestellt, ohne umgebogene feine Spitze. Mittlere Discocellulare der Hflgl leicht konvex, nicht schnurgerade wie bei Sospita ; Subcostalis und Radialen manchmal aus einer gemeinsamen Basis entspringend. Vordere Mediana der Vflgl stets in lang ausgezogenem Schwänze endigend. $ ähnlich den Abisara-QQ, aufgehellt, mit fahleren Binden der Vflgl als die Valve sehr breit mit scharfer ventraler Hakenspitze und breiter dorsaler Lamelle. Heimat Indien, Indo-China und Makromalayana. Type: A. aita Nicev.

Ausgegeben 15. IV. 1914.

ABISARA. Von H. Fruhstorfer.

785

A. neophron eine interessante veränderliche Species, welche einem bisher unbeachteten Generations¬ wechsel unterworfen ist. $ nicht erheblich vom <$ verschieden, etwas größer, matter graubraun, mit etwas verbreiterten weißen Binden. Bewohner des Hügellandes, wurden neophron in Ober-Tenasserim bi> zu etwa 2000 m Höhe beobachtet. Jugendstadien unbekannt. Vorkommen von Nepal bis Yunnan, von mir in Tonkin aufgefunden und südwärts über die Malayische Halbinsel bis zur Insel Banka verbreitet. neophronides neophron; - subsp. nov. (138 b als neophron) ist die von Moore und Bingham auch als neophron aufgefaßte und darge- dr:s- stellte westlichste Zweig-Rasse der Gesamtart und von der Namenstype, welche aus Sylhet stammt, leicht zu unterscheiden durch die erheblich verbreiterte, weiße, bis zur Submediana durchzogene Schrägbinde der Vf lg 1.

Wir bringen ein $ der regenarmen Periode zur Darstellung, welches unterseits von solchen der Regen¬ zeit. differiert durch die distal grau, statt weißlich begrenzte Medianbinde. Gelegentlich fällt auch das Weiß der Oberseite der Schwanzspitze in Wegfall, wie bei dem von uns vorgeführten <$. Beim $ fließen alle weißen Bänder noch weiter aus und bei besonders typischen Exemplaren der extremsten Kälteperiode erscheinen auch noch violette Schattenbinden auf der Oberseite der Hflgl. Nepal, Sikkim, auf niederen Erhebungen vom März bis November. neophron Hew. wird nicht selten in Assam gefunden und auch aus den Naga-Hills vermeldet, neophron. Der weiße Streifen der Vflgl, namentlich gegen die Costale zu verjüngt, die Unterseite bunter mit satter rotbrau¬ nen und mehr violetten statt weißen Längsbinden. - Bei gratius Frühst. (138 d) schreitet die Verengung der gratius. weißen Binde der Vflgl noch weiter fort, dabei verkleinern sich auch die schwarzen durch einen orangefarbenen Strich getrennten Apicalmakeln der Hflgl. Das $ ist bedeutend kleiner als das Assam- $, fahler grau, die Schattierungen der Unterseite verwaschen. Beschreibung auf Exemplare der Trockenzeit basiert. $ vom Manson- Gebirge, Nord-Tonkin vom April und Mai, $ von Tandong nahe Toungo in den Karen-Hills im Mai auf ca. 1000 m Höhe von mir gefunden. Zu gratius gehören vermutlich auch welche aus Yunnan registriert werden. - chelina Frühst, ■wurde nach der Abbildung Distants für die Arealform der malayischen Halbinsel chelina. aufgestellt. Jetzt liegt mir auch ein $ aus Tavoy, Tenasserim vor, welchen ich Herrn Dr. L. Martin verdanke, der mir seine gesamte Erycinidensammlung überlassen hat und ein $ aus Canton, Süd-China. <$ beiderseits dunkler als neophron. Unterseite der Hflgl auch basalwärts braungrau statt gelblich. Die Mittelbinde der Hflgl stärker gewellt, alle übrigen grauvioletten Streifchen reduziert, dafür treten größere intramediane, braune Submarginalmakeln der Unterseite der Hflgl in Erscheinung. Von Süd-China, Tonkin und Tavoy an bis Perak verbreitet. Nach Dr. Hagen auch auf der Insel Banka. Es unterliegt keinem Zweifel, daß chelina die Regen¬ zeitform, gratius die Generation der trockenen Monate einer Lokalrasse vorstellt, für welche chelina als der ältere Name einzu treten hat.

A. chela Nicev. reichlich ein Drittel kleiner als A. neophron, oberseits dunkler graubraun, mit schräger chela. gerichteter, weißer Querbinde der Vflgl, welche bereits an der dritten resp. hinteren Mediane ihr Ende findet. Unterseite der Vflgl mit nur einem subanalen schwarzen, weiß umrandeten Anteterminalfleckchen, während neophron deren drei aufweist, von welchen sich der vorderste an der ersten Mediana verliert. Hflgl mit ausge¬ dehnterem violettem Anflug an der basalwärts stärker eingebogenen Mittelbinde. Sikkim, Assam und Naga- Hills bis zu etwa 1000 m Erhebung; in derselben Zeit und stets neben A. neophron fliegend.

A. aita Nicev. (138 b) ersetzt A. neophron auf Sumatra. $ vom abgebildeten $ zu trennen durch aita. hellere Grundfarbe, graubraune mehr verwaschene und verbreiterte Längsstreifen. Hflgl mit ausgedehnterem weißem Distalfeld und erlöschenden braunen Fleckchen in diesem. Unterseite von neophron differierend durch die fast gleichbreite Weißstreifung der Vflgl und das ausgedehnte beim $ etwas getrübte weiße Gebiet der Hflgl.

Mir nur aus der Battak-Hocliebene von Nordost- Sumatra bekannt, aber nicht aus West- Sumatra zugegangen.

Sehr wahrscheinlich wird eine der aita verwandte Rasse noch in Nord-Borneo gefunden.

A. savitri, eine ausschließlich makromalayische Spec-ies, entfernt sich von A . neophron durch das Aus¬ fallen einer weißen Binde der Vflgl, an deren Stelle zwei vertikal verlaufende, weißlich violette oder graugelbliche Längsstreifen treten, welche je nach der Heimat im Farbenton wechselnd' $ wiederum mit ausgedehnteren und oberseits fahleren Binden der Vflgl. Klammerorgane mit einem Uncus, dessen häutige «Bildung und Form an jenen von A. kausambioides erinnert. Valve ventral mit scharf gekrümmter Spitze und sehr breiter dorsaler Lamelle. Penisschlauch sehr lang, anscheinend ohne jede Bedornnng. - savitri Fldr. ( = susa Hew.) von der savitri. Malayischen Halbinsel beschrieben, liegt mir nur in 2 A<S von Penang vor. Oberseite lebhafter rotbraun als bei strix (138 b), die äußere fahle Längsbinde der Vflgl mit violettem Ton. $ mir nur durch die Figur, welche Di- stant 1883 geboten hat, bekannt. Vflgl mit zwei violett schimmernden Streifen. Selten in den Sammlungen. - teutyra subsp. nov. (138 b als savitri) wurde nach einem $ von Padang Pandjang (West- Sumatra) abgebildet, teutyra. und liegt mir in Anzahl auch aus dem Nordosten von Sumatra vor. Das £ hat die nahezu parallel verlaufen¬ den Binden der Vflgl etwas schmäler. Von savitri selbst läßt sich teutyra leicht absondern durch die monoton und matter braune Oberseite sowie die gelbliche statt weißlichblaue Streifung der Unterseite. Nach Wirtin ein ziemlich seltener Falter der Wälder der Küstenebene, der aber das ganze Jahr hindurch in frischen Stücken gefunden wird. deniya subsp. nov. liegt mir durch die Freundlichkeit der Herren vom Tring-Museum vor. deniya. A habituell kleiner als die Rasse von Perak und Sumatra/ in" der FärbungMie’natürliche Zwischenstufe bildend. Oberseits ebenso düster und gleichartig braungrau wie teutyra hat "er unterseits noch ebenso vorwiegend weiße

IX

99

786

DICALLANEURA. Von H. Fruhstorfer.

periya. Bänderung aufzuweisen wie savitri vom Penanghill. Insel Banka. periya subsp. nov., deren Type gleichwie jene von deniya dem Tring-Museum entstammt, bewohnt Bunguran der Natuna-Inseln und wurde dort in der Zeit vom Juli bis Oktober angetroffen. Ebenso wie die Banka-Form von savitri zu teutyra überleitet, bildet periya eine Transition von savitri zu sciurus von Süd-Borneo. Oberseite matt und ohne rotbraune Beimischung, die helle Streifung der Yflgl etwas prominenter als bei sciurus. Die schwarzen Makeln der Hflgl ansehnlicher als bei den bisher aufgezählten Abzweigungen von savitri. Unterseite satter rotbraun als bei savitri, aber noch sciurus. mit nahezu milchweißen Binden. sciurus Frühst, nach Exemplaren des südöstlichen Borneo und dem Flach¬ land des nördlichen Borneo aufgestellt, wurde neuerdings von Dr. L. Martix auch bei Sintang am Kapuas- Fluß im südwestlichen Borneo erbeutet. Namentlich das $ hat sich erheblich vom $ der Sumatra und Perak- forrn differenziert, ist oberseits dunkler braun und zeigt mehr graue als gelbbraune Längsstreifen. Unterseite strix. lebhafter als beim teutyra-Q, die schmutzigweißen Binden mit bläulicher Peripherie. strix -FrwAsL (138b ) eine Ge- birgsform des nördlichen Borneo, die vielleicht A. aita dort ersetzt. gekennzeichnet durch schärfer abgesetzte und noch breitere Binden als wir sie bei sciurus finden, was namentlich auf der Unterseite der Vflgl zutage tritt, avo sich apical und analwärts der Ansatz einer rein weißen Binde einstellt. Die Hflgl-Ober- und Unterseite charakterisiert durch eine breite, rein weiße Subanalbinde, auch sind die schwarzen, an Eulenaugen erinnernden atlas. Flecke deutlich weiß umringt. Kinabalu. atlas Nicev. (138 b), von welcher wir ein von der Unterseite vorführen, stimmt oberseits in der Zeichnungsverteilung mit A. savitri strix vom Kinabalu in großen Zügen überein, atlas kann aber als die am weitesten vom allgemeinen Habitus entfernte Abzweigung der Kollektiv¬ art gelten und beinahe als Species bewertet werden. $ wenngleich bleicher als das db dennoch weitaus die am intensivsten rotbraun überflutete Form der Artengruppe Archigenes. Die proximale Schrägbinde sehr breit, gelb lieh weiß . Nach von mir auf dem Gede in großer Anzahl gefundenen Exemplaren beschrieben, atlas geht dort nicht tiefer als 1200 m und ich fand sie an den von Feuchtigkeit triefenden Waldrändern, namentlich oberhalb des botanischen Gartens von Tjibodas am Nordabhang des Vulkans Gede, kann mich aber nicht erinnern sie auf anderen Bergen des Avestlichen Java gesehen zu haben.

1. Gattung’: i>!c*sillaiieiira Bür.

Diese scharf umgrenzte Gattung findet sich ausschließlich in der papuanischen Region und ist dort in einer kleinen Anzahl und mit einer Ausnahme sexuell heteromorpher, prächtiger Species vertreten, von denen wir noch weitere neue Formen zu erwarten haben. In dieser Gattung erreicht die Differenzierungsmöglichkeit, bedingt durch klimatische, geographische und montane Eimvirkungen, ihren Höhepunkt. Auf der Haupt¬ insel von Neu-Guinea zerfällt eine Species allein in ca. 6—7 Rassen. Strukturell ist Dicallaneura von allen Verwandten zu unterscheiden durch die stark nach innen gebogenen Discocellularen der Vflgl, so daß eine auf¬ fallend breite und kurze Zelle entsteht. Der erste Subcostalast ist mit der Costale verwachsen, die Costale der Hflgl, Avie bei Taxila und Praetaxila stark gekrümmt, Präcostale verkümmert. Zelle der Hflgl basalwärts stark erweitert, hintere Discocellulare sehr lang. Augen nackt. Tegumen mit skorpionsstachelartiger, aber äußerst zarter Spitze, Valve fingerförmig. Penisscheide distal mit vier Dornen. Tegumen mit ventralen ungemein langen, scharf gebogenen nadelspitzen Hörnchen. Die Falter sind Waldtiere, welche sich wie die Abisctra- Arten benehmen. Einige Formen häufig, andere spärlich, wenn auch Aveit verbreitet, die Gebirgsarten bisher sehr selten, nur in einzelnen Exemplaren nach Europa gekommen.

leucomelas. D. leucomelas R. u. J . (140e) eine hervorragende Entdeckung der letzten Jahre, fast die einzige bekannte

Nemeobiide mit gleichfarbigen Geschlechtern. Basalteil der Vflgl weiß, am Grunde dicht grau bestäubt. Hflgl mit weißem Costalsaum. Schwanzspitze des $ weiß . Unterseite mit rotbraunem Distalsaum, schwarzbraunem großem abgestuftem Fleck am Zellende. Hflgl mit einem dreieckigem Fleck in der Mitte des Costalgebiets, sonst ebenso Aide die Basis der Vflgl grau, mit rotbraunen Strichen. Apicalpartie der Hflgl hellorangegelb, in der Sub¬ marginalzone zierliche weiße Streifchen. Flugzeit März, Mambareriver, Britisch Neu-Guinea aus 5000 Fuß Erhebung.

D. ribbei ist leicht kenntlich an den oberseits durchweg dunkel ultramarinblauen <$<$. Das $ oberseits kaum von jenen von D. decorata und D. pulchra zu unterscheiden, orangegelb mit schwarzem x4pex der Vflgl und den für die gesamte Gattung charakteristischen schwarzen Submarginalflecken der Hflgl. Die Unterseite bei beiden Geschlechtern nahezu identisch. Vflgl mit schwarzem Medianteil, der leichthin dunkelblau schimmert. Hflgl wie bei arfakensis (139 b), die gelben Transversalbinden ähnlich Aide bei D. pulchra (139 b) ribbei. geformt, aber doch merklich gewellt. ribbei Röb. findet sich auf den Aru -Inseln, ist aber dort selten. Das $ fehlt meiner Sammlung. Das <A zeigt eine etwas dunkler braune Gesamtfärbung der Unterseite als arfaken- biranct. sis-$. biraria subsp. nov. liegt mir in einem $ aus dem Tring-Museum \Tor, das von einem ribbei der Aru-Inseln desselben Museums differiert durch prominenteres scliAvarzes Mediangebiet der Vflgl und schmälere arfakensis. gelbe Binden der Unterseite der Hflgl. Etna-Bai. arfakensis Frühst. (139b $$), durch ausgedehntere schwarze Medianzone der Vflgl und das orangefarbene statt rotbraune Colorit der Hflgl von ribbei unterschieden. Aus

DICALLANEURA. Von H. Fruhstorfer.

787

dem Arfak- Gebirge in Nordwest-Holl. -Neu-Guinea zuerst beschrieben, scheint die Rasse ziemlich übereinstim¬ mend an der gesamten Nordküste von Neu-Guinea vorzukommen. Hagen kannte nur ein Pärchen aus Stefan-- ort; mir liegen 7 QQ 3 $$ aus der Umgebung der Astrolabe-Bai vor. diantha Sm. (= milnei Frühst.) bewohnt diantko. niedere Strecken des südlichen Britisch-Neu-Guinea. $ von arfakensis abzusondern durch eine an ribbei erinnernde dunklere Grundfarbe der Unterseite der Hflgl. Im Tring-Museum befinden sich auch QS vom Ku mu i-Fluß Flugzeit August, September. ovada subsp. nov. ist die am meisten vom allgemeinen Habitus der ribbei ab- ovada. weichende Rasse vom Eilanden-River des südlichen Teiles von Holl. Neu-Guinea. größer als arfakensis- ' . Unterseite noch gesättigter braun als ribbei von Aru. Die bei den Schwesterrassen hellgelben Streifen und Bän¬ der ockerfarben. Die gelben Makeln der Vflgl kleiner. Flugzeit Dezember, im Jahre 1910 von Meek entdeckt.

Type im Tring-Museum.

D. pulchra gleicht oberseits der D. ribbei , nur führt sie eine weißlichblaue Schrägbinde der Vflgl, welche je nach der insularen Heimat inderBreite differiert. Dieselbe reicht von der Subcostalebiszur mittleren Mediana.

$ oberseits in der Regel etwas dunkler als das $ von D. ribbei. Die Unterseite stellt unsere Figur 1 39 b dar. unterscheidet sich durch eine nicht gewellte und nicht unterbrochene, sondern einfach konvex ausgebogene gelbe Subanalbinde der Hflgl sowohl von D. ribbei wie auch von D. decorata und I). kirschi. Verbreitung von Mysol an über die Inseln in der Geelvink-Bai bis ins nördliche Holl. Neu-Guinea. pulchra Quer. (139 b) pulchra. bewohnt die Insel Waigiu, wo die Species sehr selten ist. Waterstradt, der monatelang auf der Insel sammelte, fing nur drei udiyana subsp. nov. wurde von Doherty in der Humboldt-Bai entdeckt. Oberseite der Hflgl udiyana. dunkler als bei den Exemplaren von Waigiu, rauchbraun angeflogen. vasatha subsp. nov. liegt mir von vasatha. Kapaur dem südlichen Holl. Neu-Guinea vor, wo sie gleichfalls Doherty im Dezember 1896 entdeckt hat. 2 dif¬ feriert unterseits vom pulchra durch verkleinerte weiße Punkte der Vflgl und den bei beiden Geschlechtern obsoleten mittelsten der drei die Zelle kreuzenden Halbmondfleckchen. Auch die submarginalen silberweißen Streifchen sind in der Abnahme begriffen. sigrya subsp. nov. findet sich auf Mysol. Habituell kleiner als der s igrya. nomenklatorische Typus von Waigiu; hier beginnt auch die weiße Schrägbinde der Vflgl sich nach hinten auf¬ zulösen und ist bereits erheblich verengt. $ viel dunkler als pulchra -$ aber ohne den rauchbraunen Anflug des 2 aus der Humboldt-Bai.

D. kirschi, eine seltene, ursprünglich von den Aru-Inseln beschriebene Species, wurde im letzten Jahr¬ zehnt in Britisch Neu-Guinea, sowie dem südlichen Holl. Neu-Guinea aufgefunden, nachdem sie Doherty schon 1892 in der Humboldt-Bai entdeckt hatte. Die Zusammengehörigkeit der einzelnen Formen mit kirschi wurde von früheren Autoren aber nicht erkannt. kirschi RÖb. ist sehr spärlich auf Aru und wird von mir nach der kirschi. Abbildung ihres Autors bestimmt, der nur ein £ empfangen hatte. Die Oberseite nähert sich jener von pulchra- x. und die Unterseite ist charakterisiert durch die scharf gezackte, beim R weißgraue, beim $ weißlichgelbe Sub- analbinde der Hflgl. Die Geschlechter sind sich, wie ich dies bei dem mir vorliegendem Material des Tring-Mu- seums beurteilen kann, ziemlich ähnlich. Das Q kleiner, satt rotbraun; das $ wie das $ von I). decorata oder D. pulchra, hell ocker- oder orangegelb. didica subspec. nov. ( 140 d) wurde neuerdings am Eilanden-Fluß und didica. am Oetakwa-Fluß, die beide dem Schneegebirge entspringen, durch Meek aufgefunden. Flugzeit Oktober bis De¬ zember und von der Ebene bis etwa 1100 m Erhebung. Q mit nahezu weißen Flecken und Binden der Unterseite.

$ mit erloschenem mittleren Halbmondfleck in der Zelle der Hflgl. Type in der Sammlung Fruhstorfer. - fulgurata Sm. (140 e) hat ein oberseits etwas heller rotbraun gefärbtes <J, als wir es bei didica beobachten, fulgurata. Unterseite der Vflgl lichter rotbraun mit kleineren weißen und gelblichen Makeln. Der mittlere Zellfleck der Hflgl wiederum deutlich auftretend. Der grauweiße Bezug an den Medianen der Hflgl ausgedehnter, schärfer als bei didica. $ unterseits fahler. Type aus der Milne-Bai, auch vom Aroa-Fluß, Britisch Neu-Guinea, aus 4 5000 Fuß Höhe, Flugzeit Mai, im Tring-Museum. semirufa Sm. hat nach der kolorierten Darstellung ihres Autors semirufa. vielleicht die dunkelste Oberseite. Die Unterseite führt ausgedehntere schwarze Mittelfelder der Vflgl und gleicht in der deutlichen Graustreifung längs den Medianen der Hflgl am meisten fulgurata. Humboldt-Bai. Wir dürfen mit Bestimmtheit noch eine HrscAi-Rasse aus Deutsch Neu-Guinea erwarten.

D. decorata. die bekannteste und häufigste Species der Gattung, ist zugleich am weitesten verbreitet, nämlich von den Aru-Inseln im Westen bis zu den kleinen Insel-Trabanten im Osten von Neu-Guinea. Sie ist zugleich diejenige Art, welche sich am leichtesten in Arealformen auflöst und streng genommen wäre es sogar möglich, allein acht Rassen der Hauptinsel auszuscheiden. Q entweder mit gut abgegrenzter, hell rotgelber Schrägbinde der Vflgl, oder je nach der Lokalität sich abstufender, mehr oder weniger deutlicher, rotbrauner Aufhellung auf den sonst schwärzlichen, gegen den Apex zu aber tief schwarzen Vflgl. i von allen bisher behandel¬ ten Arten oberseits am lichtesten gelb, unterseits sofort ‘kenntlich an der in fünf einzelne Flecken oder Streif¬ chen aufgelösten Subanalbinde der Hflgl; zugleich sind die gelben Medianmakeln der Vflgl am größten und kräftigsten entwickelt. decorata Hew., die hellste Rasse der Kollektivspeoies, zeigt das breiteste fahl rotgelbe decorata. Band der Vflgl und auch auf den Hflgln eine gelbliche Zone vom Cost algebiet an bis zur vorderen Mediana. Aru-Inseln, selten. sangha subsp. nov. findet sich auf Mysol. Das Querband der Vflgl erheblich verdunkelt, sanglm. auch die Unterseite der Hflgl gesättigter rotbraun, die äußerste gelbe anteterminale Binde schmäler. Type im Tring-Museum. adulatrix Frühst, zeigt namentlich beim $ unterseits markantere, längere und weißliche adulatrix.

788

LAXITA. Von H. Fruhstorfer.

Streifen. Das ist unterseits jedoch dunkler mit undeutlicherem weißem Submarginalbändchen der Vflgl. tantra. Waigiu. tantra subsp. nov. iiberbietet adulatrix in der Größe. <$ oberseits etwas blasser rotbraun mit ent¬ schieden deutlicher aufgehellter Oostalpartie der Hflgl. Die Unterseite gleichfalls heller gelbbraun mit statt¬ licheren silberweißen Makeln der Vflgl und ausgedehnter gelb verfärbter Anteterminalbinde der Hflgl. Type von Dorey, Holl. Xeu- Guinea, Flugzeit Juni. Aehnliche Exemplare auch aus Kapaur, die jedoch habituell bereits hinter solchen von Dorey zurückstehen und unterseits mehr der adulatrix von Waigiu sich anschließen. conos. conos Frühst. (139 b. 140 d) findet sich in Deutsch Heu-Guinea und differiert von tantra durch das fast tief¬ schwarze statt rotbraune Apicalfleckchen der Unterseite derVflgl und größere weiße kommaartige Flecken der Hflgl. parina. Die häufigste Nemeobiide von Kaiser-Wilhelms-Land. - parina subsp. nov., eine habituell hinter tantra und conos zurückbleibende Arealform. <$ oberseits im Gegensatz zu dem fast gleichmäßig braunem conos mit wie bei decorata hellgelbem schrägem Discalfeld der Vflgl. Unterseite mit verminderter Weißfleckung. Vflgl mit rotbraunem Apicalfeld. Hflgl mit grauweißen subanalen Streifclien. Type im Tring -Museum. Aroa-Fluß, sigala. November bis Mai aus ungefähr 700 m. sigala subsp. nov. nähert sich noch mehr als parina dem nomenkla- torischen Typus der Aru-Inseln durch ein mit dem rotbraunen Grunde lebhaft kontrastierendes hellgelbes Band der Vflgl und einer ausgedehnt lichtgelben Costalzone der Oberseite der Hflgl. Unterseite gleichfalls fahler als bei allen Vikarianten, mit vergrößerten weißen Streifchen der Hflgl. $ unterseits noch mehr aufge¬ hellt als selbst tantra -$, und mit kleineren weißen Punkten derVflgl und gelben statt silberweißen Discalmakeln der Unterseite der Hflgl. $ Type im Tring-Museum, Milne-Bai, Flugzeit Dezember, Kumusiriver, Nordost- sfagia. Britisch-Neu- Guinea, August, September. $ Type von der Yule-Insel in Kollektion Fruhstorfer. sfagia subsp. nov. (140 e) hat ein unregelmäßigeres etwas rötlich verdunkeltes Querband der Vflgl, ebenso ist die nur un¬ bedeutend aufgehellte Costalpartie der Hflgl rötlich überschattet. Die schwarzen Submarginalmakeln der Hflgl markanter als bei sigala. ^ etwas matter gelb als das $ von conos und sigala, gegen die Schwänze zu dicht schwärzlich überstäubt. Unterseite am meisten sangha von Mysol genähert, beim $ satt rotbraun, beim $ mit rotbrauner Begrenzung der weißen Flecken. Die subanalen Strigae länger als bei conos und den übrigen Vika¬ rianten von Neu -Guinea. Süclost-Holl. -Neu-Guinea, Abhänge des Schneegebirges. Type vom Eilanden-Fluß ; Flugzeit Dezember, in der Sammlung Fruhstorfer. Eine weitere Serie von Exemplaren von Oetakwa- sariba. Fluß, Dezember auf ca. 1100 m von Meek gesammelt im Tring-Museum. sariba subsp. nov. bewohnt die gleichnamige Insel nahe Britisch Neu-Guinea. <$ gleicht oberseits dem sigala -<$ von der Milne-Bai, unterseits macht sich der Insel-Melanismus bemerklich durch das rotbraune Gesamtkolorit, wodurch sariba fast ebenso braun verdunkelt erscheint als sfagia. Doch ist das Apicalgebiet der Unterseite der Vflgl nicht so deutlich geschwärzt wie bei conos und sfagia und die discalen Wischflecken der Hflgl sind zwar obsolet, aber ansehnlicher als bei sfagia. Type im Tring-Museum.

D. ostrina, eine seltene Species bisher nur in der Humboldt-Bai und auf der Insel Jobi aufgefunden, (j’oberseits schwarz mit samtartigem schwärzlich violettem Schimmer. Unterseite kaum von jener der dunklen osirina. Rassen von D. decorata zu unterscheiden. Zwei geographische Formen: ostrina 8m. (140 d), <$ mit rotbraunem Clostalgebiet der Oberseite der Hflgl. Humboldt-Bai, Flugzeit August, September. Von W. Doherty entdeckt. ansuna. ansuna subsp. nov. (140 d 1 40 e 8) ohne den rotbraunen Costalfleck der Hflgl. Die Unterseite der Vflgl mit rotbraunem, statt schwarzem Apicalgebiet. Ansus, Insel Jobi. Flugzeit April, Mai. Type im Tring-Museum.

princessa. D. princessa 8m. mir nur nach der Abbildung ihres Autors bekannt. Es ist nur ein $ nach Europa ge¬

kommen, das sich im Tring-Museum befindet und von der Insel Biak in der Geelvink-Bai stammt, wo sie Do- herty entdeckt hat. $ oberseits gesättigt rotbraungelb, Apicalfleckung und Submarginalpunktierung analog jener von D. decorata -$. Unterseite hell orangefarben mit zitron- oder kanariengelben Basal- und Discalstreifen. Der schwarze Apicalfleck von D. princessa ist aber auf einen kleinen genau discalen Halbmondfleck reduziert der von einem gelben Halbkreis, sowohl nach vorne wie nach außen abgeschnitten und begrenzt wird. Auf den Hflgln zwei segmentartige, schwarze und parallel mit ihnen auch zwei gelbe postmediane Binden. Die submargi¬ nale]! weißen Streifchen prominent, dagegen fehlt die für die übrigen Dicallaneura so charakteristische, gelbliche Anteterminalbinde.

ekeikei. D. ekeikei B.-Bak. (141 a) eine hervorragende Species ohne nähere Verwandte, deren Abbildung wir der

Liebenswürdigkeit ihres Autors verdanken. Vflgl oberseits schwärzlich, Hflgl etwa Avie bei decorata. Unterseite braun mit weißen Flecken auf den Vflgln und einem gelbbraunen Analfeld der Hflgl. In der Basalregion zwei weiße Bänder, in der Submarginalzone sechs schwarze Striche, die sich auf dem Schwänze zu einem dicken Punktfleck vergrößern. Britisch Neu-Guinea, Ekeikei, einem Dorf in dem OAven- Stanley- Gebirge.

2. Gattung’ : l^axila Btlr.

Von Abisara leicht zu trennen, durch die ungewöhnlich kurze mittlere Discocellulare und die dafür verlängerte scharf nach innen gebogene, gewinkelte hintere Discocellulare der Hflgl. Der erste Subcostalast der Vflgl entweder durch einen Steg mit der Costale verbunden, aber freistehend oder damit verwachsen. Sub-

LAXITA. Von H. Fruhstorfer.

780

costale der Hflgl wie bei Abisara kühn aufgebogen; Präcostale entweder lang oder kurz. Subeostale auf größere oder kürzere Distanz von der Zellwand gegabelt. mit wie bei den Mycalesidon. vorspringendem Hrd der Vflgl. Unterseits mit großem Speculum, welches mit einem Duftspiegel der Hflgl- Oberseite korrespondiert. Letzterer selbst mit großem Androconienfleck. Bei den minder lebhaft gefärbten $$ verläuft der Ird des Vflgls völlig gerade. Die Grundfarbe aller echten Laxita ist ein ganz eigentümliches Weinrot, welches meines Wissens in der langen Reihe der Rhopaloceren nicht wiederkehrt, und auf der Unterseite beider Figl befindet sich wiederbei allen Arten ein ganz ungewohnter, für entomologische Augen höchst reizend wirkender, metallischblauer Flecken¬ schmuck. In der Mehrzahl der Arten tragen die <$<$ noch außerdem ein bläulichweißes Band oder einen schnee¬ weißen Fleck auf dem Vflgl, nahezu die umgekehrte Welt, da doch in fast allen Familien und Gattungen der Tagfalter die $$ helle Binden und Flecken besitzen. Klammerorgane äußerst primitiv. Uncus wie bei Abisara ;

Valve häutig; Penisschlauch von einfachster Bildung, unbewehrt, dünn und zart.

Das Verbreitungszentrum der Gattung ist Borneo, woher wir bereits sieben Arten kennen, während die Malayische Halbinsel deren nur drei, Sumatra ebensoviel Arten beheimatet. Auf Java fehlen Laxita, neuerdings wurde jedoch eine prächtige Art in Siam entdeckt. Zwei Artengruppen:

A. Zarax subgen. nov. Hrd der Vflgl nur unbedeutend konvex, Hflgl ohne Sexualfleck, mit kurzer Präcostale. Die Subcostale äußerst verkürzt, weil auf großem Abstand von der Zelle abgezw'eigt.

B. Laxita Btlr. Vflgl konvex, Hflgl mit großem Androconienbecken und langer Präcostale. Sub¬ costale gabelt auf kurze Entfernung von der Zelle.

A. Artengruppe: Zarax Frühst.

L. teneta Hew. ( 138 f ), von der wir das $ hier zum ersten Mal abbilden, ist die einzige bekannte Laxita icneta. mit schwarzer, statt bordeauxroter Unterseite. Oberseite der Hflgl der^J mit einem blauen Costalstreifen, der den fehlt. Die Art bewohnt ausschließlich das Flachland, ist außerordentlich selten und sehr beständig. Zwischen meinen Exemplaren aus Nord-, Südost- und Zentral-Borneo (Sintang, Flugzeit erstes Vierteljahr) ist kern wahrnehmbarer Unterschied.

B. Artengruppe: Laxita Btlr.

L. damajanti bildet die häufigste Art einer kleinen Speciesserie mit ziemlich gleichartigen Geschlechtern.

Das 9 ist in der Regel nur unwesentlich heller und unterseits etwas schwächer schwarz gefleckt, dama- damajanti. janti Fldr. ( = tanita Hew.) findet sich auf der Malayischen Halbinsel. Oberseite beider Figl etwas satter rot als bei der Sumatra-Rasse, welche wir (138 e) abbilden, Hflgl zudem bei beiden Geschlechtern mit schwarzen Wisch¬ flecken. lasica subsp. nov. (138 e als damajanti) oberseits lichter rot als damajanti, zeigen beide Geschlechter lasica. eine mehr oder minder deutliche schwarze Anteterminalbinde der Hflgl. lasica ist die häufigste Laxita auf Su¬ matra, fliegt das ganze Jahr hindurch in den Wäldern der Vorberge. Das auf der Oberseite einfarbige, aber präch¬ tig dunkelbordeauxrot gefärbte trägt ungefähr unter der Mitte der Costa auf der Oberseite des Hflgls einen ovalen, dunkelgelben Duftfleck, welcher im Zentrum eines glatten, schwärzlichen Gebietes steht; auch der den Duftfleck deckende, convexe Innenrd des Vflgls ist auf der berührenden Unterseite schwärzlich lackiert und glatt. Das durchaus mattrot gefärbte $ zeigt ab und zu auf der Oberseite des Vflgls den Schimmer einer gelben Apicalbinde und hat den Ird völlig gerade. Nordost- und West-Sumatra, Hag ex vermeldet sie auch von der Insel Banka. cyme subsp. nov., eine prächtige Entdeckung der neuesten Zeit, welche Herrn Dr. L. Mar- cyme.

Tix geglückt ist. Beide Geschlechter mit bleicherem, beim $ submarginal sogar weißlich schimmernden Apical- gebiet der Vflgl. Trotz dieser partiellen Aufhellung stellt jedoch cyme das melanotische Extrem der Kollektiv¬ art dar, weil die Hflgl völlig geschwärzt sind und nur noch Rudimente roter Adnervalstriemen, sowie eine schmale rötliche Anteterminalbinde aufweisen. Auch der Hrd der Vflgl ist bis zur Zelle aufwärts völlig geschwärzt und zwei schwarze intermediane Striemen gehen noch über das schwarze Analfeld hinaus. Sintang, am Ka- puasfluß, West-Borneo, Flugzeit April.

L. lola Nicev. (138 f). Durch die Auffindung einer wirklichen damajanti- Rasse auf Borneo ist die Art- Iota. berechtigung von lola jedem Zweifel entrückt, während wir bisher anzunehmen hatten, daß lola auf Borneo damajanti ersetzt. $ oberseits feuriger rot, aber im Analwinkel ebenso ausgedehnt geschwärzt wie cyme. 2 fahler rötlich mit zarteren schwarzen Streifchen der Vflgl als cyme- 2. Unterseite mit intensiver glänzenden, blau me¬ tallischen und markanteren schwarzen Flecken, lola ist zudem durch bedeutendere Größe von cyme getrennt.

Type aus Südost-Borneo, wroher 5 Exemplare in meiner Sammlung vereinigt sind. Eine oberseits etwas gesättig¬ ter rote Rasse aus dem Flachland von Nord-Borneo in 6 Individuen in der Kollektion Fruhstorfer und das $ einer besonders prägnant schwarz gestreiften Gebirgsform vom Kinabalu im Tring-Museum.

L. hewitsoni Röh. eine außerordentlich seltene Species bisher nur in drei Exemplaren (außer den Typen hewitsoni. noch einem $ meiner Sammlung) bekannt. Habituell lola gleichkommend, wiederholt hewitsoni die Zeichnungs-

790

LAXITA. Von H. Fruhstorfer

motive von L. nicevillei Röb., nur erscheint die gelbe Präapicalpartie der Vflgl verschmälert, ferner die Basalre¬ gion der Vflgl weniger ausgedehnt geschwärzt. Unterseite äußerst charakteristisch durch satt weinrote Grund¬ farbe, mit massigen, aber durchaus rundlichen, nicht wie bei lola länglichen Schwarzmakeln. Der Apicalteil der Vflgl gelblich, wie beim telesia-^. Typen ein $ und ein $ aus Südost-Borneo. Ein $ aus dem Flachland von Nord-Borneo in meiner Sammlung.

nicevillei. L. nicevillei Röb. (138 e) bleibt in der Größe hinter allen Laxita zurück und übertrifft habituell Zarax

teneta nur um weniges. Die chromgelbe Subapicalbinde und die markanten transcellularen schwarzen Striemen der Vflgl zeichnen diese Species aus. Unterseite analog hewitsoni, die gelbe Anteterminal- und die blaue Sub¬ marginallinie der Hflgl aber parallel mit dem Distalrand, schmäler und auch analwärts nicht unterbrochen. Type aus Südost-Borneo. In meiner Sammlung 2 aus Sintang, West-Borneo (Flugzeit Dezember) 2 2$ der Nie¬ derung von Nord-Borneo. UU noch zu entdecken.

L. telesia beginnt die Gruppe der sexuell heteromorphen Arten und stellt zugleich die veränderlichste und daher formenreichste Species dar. Das $ trägt auf der Oberseite des Vflgls als ganz außergewöhnlichen Schmuck einen großen, ovalen, schneeweißen Fleck über der Mitte des Irds. Die sekundären Geschlechtsorgane desselben bestehen in einem unter der Mitte der Costa auf der Oberseite des Hflgls befindlichen, ovalen, clunkel- gelben Duftfleck, welcher in einem glatten, hellgelben Gebiete liegt, während die ihn deckende Unterseite des konvex ausgebauchten Vflgls ebenfalls glatt und hellgelb gefärbt ist. Das $ hat auf dem blaßroten Vflgl ein gelbes, undeutlich begrenztes Apicalband; die Hflgl sind braun mit Ausnahme einiger roter Schüppchen am telesia. Rande des Apex und der leuchtend rot gezeichneten Aeste der Subcostal- und Medianader. telesia Hew. (138e) aus Sarawak beschrieben, wurde in einer vermutlich mit dem Original übereinstimmenden Form in großer Anzahl bei Sintang am Kapuas gefunden. Das $ gleicht dem 2 von in es (138 e), doch führt es ehre minder aus- ines. gedehnte chromgelbe Präapicalbinde der Vflgl. Flugzeit hauptsächlich vom Januar bis März. in es Frühst. stammt von Nord-Borneo und zeichnet sich durch bedeutendere Größe und das vermehrte Gelb der Vflgl aus. Unterseite : Alle Figl dunkler rot, und sämtliche, schwarze Flecken zwei bis dreimal so breit, auch deren violette Begrenzung gesättigter. Auf den Vflgln ist der chromgelbe Apicalfleck viel ausgedehnter, reicht vom Vrcl, den er in telesia nicht erreicht bis zur vorderen Mediana. Die subapicalen, blauvioletten Punkte, welche bei telesia an diesen gelben Apicalfleck angrenzen, fehlen ines vollständig. Vflgllänge 24 mm, von telesia -$ aus pistyrus. Süd-Borneo 22 mm. pistyrus subsp. nov. (138 e als telesia-^) findet sich in Südost-Borneo und differiert von der westlichen und nördlichen Vikariante durch das Zurückweichen der chromgelben Streifung der Vflgl, lyclene. deren Binde sich manchmal sogar weißlich verfärbt. lyclene Nicev. ist auf die Malayische Halbinsel beschränkt. U vom telesia leicht zu separieren durch ausgedehnteren rötlichen Distalsaum der Vflgl. 9 am nächsten pi- styrus-Q, jedoch mit weißlichen Transcellularstreifchen der Vflgl, dadurch einen Uebergang zu boulleti (141 a) lychnitis. bildend. lychnitis subsp. nov. sehr nahe der auf Borneo und auf der Malayischen Halbinsel vorkommenden Rasse stehend, von denen sie sich im durch größeren, roten Apicalfleck auf der Oberseite des Vflgls, durch roten Apex der Oberseite des Hflgls und durch bedeutende Verkleinerung des chromgelben Gebietes nahe dem Apex der Unterseite des Vflgls unterscheidet. Fliegt das ganze Jahr hindurch in den Wäldern der Küstenebene, ist aber weitaus am häufigsten im März und April. Nord-Ost-Sumatra.

boulleti. L. boulleti spec. nov. (141 a) nur in einem $ des Museums in Paris bekannt. Von der zunächst stehen¬

den L. telesia zu separieren durch spitzeren Analwinkel der Hflgl, dann die unbedeutende schwarze Basalpartie der Vflgl und die in eine schwarze und satt rote Hälfte geschiedene Oberseite der Hflgl, welche vier schwarze Submarginalmakeln aufweisen. Vflgl mit einem weißlichen, sehr breiten Präapicalgebiet, das sich auch unter- seits als weißliches Feld wiederholt. Die Discalmakeln fahler blau als bei telesia. Der basale und subbasale schwarze Streifenfleck der Unterseite der Hflgl fehlend, dafür die hellblauen Discalmakeln zusammenfließend, während sie beim telesia -$ von Borneo durch den hinteren Medianast weit getrennt stehen. U noch unbekannt. Es wird vermutlich dem L. telesia -<J nahe kommen. Einstweilen berechtigt die veränderte Figlform und die dif¬ ferierende Stellung der Blauflecken der Unterseite boulleti als distinkte Art zu betrachten. Benennung zu Ehren Mons. Eugene Bottllets, dem Gönner des Pariser Museums. Type aus Siam, von der Mission Harmand mitgebracht. Die erste an der Peripherie der makromalayischen Subregion aufgefundene Species.

L. orphna erreicht den Höhepunkt der sexuellen Differenzierung. Das $ trägt quer über dem Vflgl eine breite, glänzend bläulichweiße, ungemein zierende Binde und besitzt auf der Oberseite des Hflgls unter der Mitte der Costa einen länglich ovalen, fahlgelben Duftfleck, der auf glattem, schwärzlichem Grunde steht und den der gleichgefärbte, konvex ausgebauchte Ird des Vflgls deckt. Das $ hat die am Ird geraden Vflgl nur in ihren äußersten Teilen rot, während che basale Hälfte mit Ausnahme eines entlang dem Ird bis zur Basis laufen¬ den, roten Streifens braun ist; die Hflgl sind völlig braun mit Ausnahme des rot angehauchten Apex, einer Marginallinie und einiger roter Schüppchen entlang den Aderästen, orphna besitzt in beiden Geschlechtern bedeutend abgerundetere Flglkontin-en als alle anderen Arten, besonders der Außenrd und der Apex der Vflgl sind stark konvex, so daß die ganze Form des Figls an ein Mausohr erinnert. Es lassen sich deshalb die zu orphna gehörigen Stücke schon in der Tüte als solche bezeichnen durch den von den anderen Arten abweichenden Figlschnitt und trotz des Umstandes, daß orphna und damajanti sich auf

TAXILA. Von H. Fruhstorfer.

71)1

der Unterseite in beiden Geschlechtern kaum unterscheiden. Drei geographische Abstufungen sind zu erwähnen : orpbna Bscl. (140c), vermutlich aus dem Südwesten von Borneo zuerst nach Europa gekommen. Aul Borneo orplnui. selbst macht sich zwischen den einzelnen Ortsformen der Beginn einer Differenzierung bemerklich. Exemplare aus dem Westen und dem Südosten der Insel haben entweder gar keinen oder nur undeutlichen rötlichen Apical- saum der Vflgl, während alle meine SS aus Nord-Borneo damit geschmückt sind. Die Ausdehnung der fahl- blauen Vflglbinde wechselt anscheinend unabhängig von Zeit und Ort. Den breitesten Shawl besitzt ein J am Sintang, aber von dort liegt mir auch das schmalbindigste Exemplar vor. Iyncestis Nicev. (= laocoon- ) wurde lynaslis. auf Exemplare von der malayischen Halbinsel begründet. Vflglbinde sehr schmal, roter Distalsaum deutlich.

panyasis subsp. nov. (140 c, d) findet sich auf Sumatra und der Insel Banka. $ ohne weiteres von aus panyasis. Perak und Südost-Borneo zu separieren, durch den ausgedehnten roten apicalen und distalen Anflug der Ober¬ seite der Hflgl.

1. Gattung1: Taxila Dbl.

Eine gut umgrenzte Gattung, von den Abisar a leicht zu separieren durch die nackten Augen und das Fehlen der schwarzen Costalf lecken der Hflgl. Palpen außerordentlich klein, blasig aufgetrieben, dicht mit kur¬ zen Haaren bekleidet. Das Endglied sehr klein, kegelförmig, spitz. Mittel- und Basalglied von gleicher Stärke, das erstere nach vorne verjüngt. Fühler zart mit länglicher Kolbe. Strukturell differenziert sich Taxila von Abisara durch die freistehenden Subcostaladern der Vflgl, die außergewöhnlich kurze nach innen gerichtete Präcostale und die scharf gewinkelte Costale der Hflgl. Letztere läuft ihrer gesamten Länge nach parallel mit dem Radialstamm. Hintere Discocellulare länger als bei Abisara. Die Subcostale und vordere Radiale gabeln auf größere Distanz distal von der Zelle. Klammerorgane schärfer als bei den übrigen Nemeobiinen differen¬ ziert. Uncus schlanker, mit einer wespenstachelartigen Spitze, die ventralen, lateralen Hörnchen sehr lang, spangenförmig. Valve allen anderen Nemeobiinen-Gattungen gegenüber am stärksten chitinisiert, mit zigar¬ renförmiger ventraler Spitze und einer sehr breiten Lamelle, welche distal mit zwei häutigen, lang behaarten Gebilden besetzt ist. Letztere sehen in ihrem Umrisse einem Zwergkaktus täuschend ähnlich. Penisschlauch kühn geschwungen, aber nur geringfügig bedornt. Jugendstadien unbekannt. Nur drei Arten, welche das hinter¬ indische Festland und Makromalayana bewohnen.

-4 Zwei Unterabteilungen : a) Neotaxila subgenus nov. Subcostale der Htlgl fast wie bei Abisara geschwungen, neotaxila. Subcostale auf großem Abstand von der Zelle gegabelt, ß) Taxila. Costale der Hflgl scharf gewinkelt, parallel taxila. mit dem Radialstamm verlaufend. Subcostale nahe der Zellwand abgezweigt.

Artengruppe: Neotaxila Frühst.

T. dora Frühst. (138 f, 140 c). Diese eigentümliche neue Art scheint T . thuisto in Tonkin zu vertreten, dora. dora entfernt sich jedoch durch ihre Färbung und die Stellung und Verteilung der Figlzeichnung soweit von ihrer nächsten Verwandten in Siam und Birma, daß wir sie als gute Species auffassen müssen. Grundfarbe der Vflgl braunschwarz mit tiefschwarzem Basalteil. Hflgl einfarbig schwarz. Durch alle Figl zieht eine Anteterminal- Serie von weißen Längsstrichelchen, zu denen sich auf den Vflgln noch eine ebensolche Submarginalreihe gesellt. Unterseite aller Figl hell gelbbraun. Die weißen Zeichnungen der Vflgl wiederholen sich, nur sind sie kräftiger angelegt. Zwischen den Medianen sind jenseits der Zelle zwei längliche schwarze Discalflecken eingebettet, welche sich bei keiner anderen Taxila wiederfinden. Than-Moi. Juni- Juli, Nord-Tonkin auf ca. 1000' Höhe: Chiem-Hoa, August, September, Mittel-Tonkin. 9 noch nicht gefunden und vom S nur die zwei Exemplare der Kollektion Fruhstorfer bekannt.

T. thuisto hervorragend durch den frappanten sexuellen Dimorphismus, bewohnt Hinter-Indien und Makromalayana, doch nicht auf Java vorkommend. S oberseits bei den kontinentalen Arealformen samtschwarz, bei den insularen Rassen dunkel stahlblau. $ rotbraun mit je nach der Lokalität luxurianter oder redu¬ zierter Serie weißer Präapicalmakeln der Vflgl, sowie zwei Reihen schwarzer Medianflecken. Unterseite der So dunkel, der $$ lichter rotbraun, in der Zeichnung aber insofern analog, als beide Figlpaare von drei Reihen stahlglänzender, grau violetter, proximal schwarz besetzter, violetter Makeln geschmückt sind. Beim $ wieder¬ holen sich die weißen Fleckenbinden der Oberseite, thuisto ist ein Kind der Ebene, das ganze Jahr über fliegend.

sawaja subspec. nov. (138 f §, als thuisto) differiert vom Namenstypus durch die Andeutung eines weißlichen saicaja. Subapicalflecks auf der Oberseite der Vflgl. Unterseite kenntlich an markanteren, silbergrauen Submarginal¬ makeln der Vflgl. $ wesentlich größer und sonst, ohne weiteres abzusondern an dem reiner weißen, über ein Drittel breiteren Apicalfeld der Vflgl und weißlichen statt blauvioletten Postdiscalfleckchen der Hflgl. Unterseite gesättigter gelbbraun. Birma von den Karen-Hills (nördlich von Tungo) an südwärts. Aus Tavoy (Te- nasserim) in meiner Sammlung. Auch von Moulmein und dem Mergui- Archipel gemeldet. epliorus ephorus. Frühst. (138 f S?)- SS von ephorus haben einen rundlichen Figlschnitt und sind dunkler als typische thuisto Hew. Die differieren erheblicher von solchen aus Tenasserim, Pahang, Sumatra und

792

TAXILA. Von H. Fruhstorfer.

Nord-Borneo in meiner Sammlung. Bei dreien meiner Exemplare ist nämlich die bei thuisto stets vorhandene breite, weiße Subapicalbinde der Vflgl ganz verschwunden und bei 3 weiteren 2$ nur noch durch zwei sub- apicale Punkte angedeutet. Desgleichen verschwindet bei ephorus die discale Schwarzfleckung der H'flgl bei 4 9$ vollständig und ist bei zweien nur noch undeutlich vorhanden. Auch die Unterseite weist bemerkenswerte Unter¬ schiede auf. Alle violetten Flecken von ephorus sind prominenter und die bei thuisto weißen Subapicalflecke thuisto. sind hier durch violette Makeln substituiert. Siam, Hinlap (Januar) Muok Lek (Februar) thuisto Hew. (170 c) wurde nach einem $ aus Singapore aufgestellt, später beschrieb Distant das Es sind nur ganz wenige Exemplare in europ. Sammlungen, so daß thuisto als die seltenste Form der Species betrachtet werden kann. Das $ präsentiert sich unterseits heller als ££ aus Borneo und führt auf den Vflgln eine ansehnlichere weiße eutyches. Fleckenserie als 2$ von Nordost- Sumatra. eutyches Frühst. $ verglichen mit thuisto -<$ (Type), welche ich am Britisch -Museum zu sehen Gelegenheit hatte, viel dunkler. $ von satter rotbrauner Grundfarbe mit mar¬ kanteren weißen Makeln der Vflgl. Unterseite erheblich differenziert durch die ausgedehnte dunkel violette Umrandung der scharfen schwarzen Punktflecken, eine Begrenzung, die keinerlei weiße Beimischung zeigt, theritdes. wie thuisto des Britisch-Museums und Exemplare meiner Sammlung. therikles Frühst. (139 f) $ entfernt sich von thuisto Flew.-Q aus Pahang (Malayische Halbinsel) durch schmälere schärfer abgesetzte weiße Subapical- fleckchen der Vflgl und satter schwarze, unterseits ausgedehnter und tiefer blauviolett begrenzte Discalmakeln, besonders der H'flgl. Nach Martin fliegt therikles das ganze Jahr hindurch, sowohl in der Küstenebene als auch in den Vorbergen, ist aber auf Sumatra und wohl auch an den übrigen Orten des Vorkommens eine seltene Art, von der auffallenderweise weniger £<$ als $$ erbeutet werden, wohl wegen der einfarbigen, schmucklosen Figloberseite der ersteren. Das $ unterscheidet sich vom durch hellere Grundfarbe und eine über die Ober¬ seite des Vflgl s verlaufende, an der Costa beginnende, weiße Fleckenbinde, welche aus vier rundlichen Flecken besteht. Nach Hagen findet sich eine verwandte Rasse auf der Insel Banka.

Artengruppe: Taxila Dbl.

T. haquinus die ansehnlichste und formenreichste Species der Gattung. oberseits schwärzlich oder samtbraun, gelegentlich hei kontinentalen Rassen mit weißem oder blauviolettem Subapicalfeld, der Apex selbst bei allen insularen Abzweigungen rotbraun überhaucht. $ dem thuisto sehr ähnlich, nur größer, von matt graubraun bis zu einem schönen satten Rotbraun sich abstufend, entweder mit weißer oder seltener rötlichgelber Schrägbinde der Vflgl. Oberseite der mit 2 Reihen partiell verwischter, quadratischer, grauer oder schwarzer Flecken. Unterseite stets heller braun als beim <$, die Transcellularbinde der Vflgl prägnanter als oberseits. Verbreitung vom nördlichen Birma bis Siam und im gesamten Makromalayana, ferner auf Palawan fasciata. und einigen Satellit-Inseln zwischen Borneo und Palawan. fasciata Moore (= moulmainus Stgr.) oberseits wie bei allen drei kontinentalen Rassen matt schwarz, mit deutlichem weißen Präapicalfleck, sowie rötlichem Anflug der Vflgl. Vom existieren zwei Zeitformen: eine hell rotbraune fast ohne schwarze Makeln der Oberseite (Flugzeit Januar), welche der Wintergeneration angehören und schokoladebraune, deutlich schwarzgefleckte der Monsunperiode. Vorkommen von Nord-Birma an, wo fasciatus von Adamson vom April bis Juni gesammelt wurde, Pegu, woher mir Stücke aus den Monaten März und April vorliegen, bis zum südlichen Tenasserim. berthae. Im Britisch-Museum befinden sich Stücke aus dem Mergui- Archipel vom Dezember. - berthae Frühst. (138 g) übertrifft fasciatus in der Größe, finit in der Regel schmälerer weißer Binde der Vflgl, welche bei einem Exem¬ plar nahezu erlischt. $ : Die Unterseite ist gleichfalls eintöniger, zeichnungsärmer. Die bei fasciata prominente, weiße Subapicalbinde der Vflgl obsolet. Auf den H'flgln fehlt die submarginale Reihe von schwarzen Flecken gänzlich und gleich wie auf den Vflgln sind sowohl die violettsilbrigen und die schwarzen Makeln verblaßter und mehr verwischt. Die reizende Form fand ich ausschließlich in Siam und zwar im dunkelsten Waldesschatten im Palmengebüsch am Ufer des Muok Lek-Flusses. Die Falter sind anscheinend lichtscheu; denn ich sah sie nur ruckweise auf kurze Entfernungen fliegen, worauf sie sich mit gefalteten, hoch aufgerichteten Flgln für'wenige Augenblicke auf Blätter setzten um dann wieder im Düstern zu verschwinden. Die Sammetdecke der Figl ist sehr empfindlich, so daß ein ganz reines Exemplar nur höchst selten in Sicherheit gebracht werden kann. haquinus. haquinus F . aus „Tranquebariae“ irrtümlich beschrieben, wird allgemein als die Form der Malayischen Halb¬ insel aufgefaßt. $ ähnlich jenem von berthae aus Siam, jedoch mit geringem rötlichbraunem Anflug der Vflgl. Unterseits fahler als fasciatus und berthae, mit getrübter grauweißer Spur einer Transcellularbinde. £ kleiner als bei den bisher erwähnten Vikarianten, lebhafter rotbraun als bei berthae und drupadi von Java. Malayische ducas. Halbinsel, Singapore. ducas Frühst. (138 g <J$). $ differiert von haquinus haquinus F. aus Malakka durch eine an zemara Btlr. gemahnende subapicale rötlichbraune Aufhellung der Vflgl, während die bei haquinus vorhandene weißlich violette Makel der Unterseite ausfällt und nur ein gleichmäßig gelbes Feld an dessen Stelle tritt. $ heller rotbraun als Perak-$f mit deutlicher Doppelreihe von weißlichen Submarginallinien der Hflgl, breiterem aber mehr verwischtem weißlichen Subapicalfleck der Vflgl. Nordost- und West- Sumatra, ducas ist nach Martin eine das ganze Jahr hindurch fliegende, häufige Form, welche die Wälder der Küstenebene bewohnt, im März und April aber in besonderer Menge auftritt. ducas und thuisto benehmen sich ähnlich wie die Zemeros- Arten und besuchen die Sambucus-Blüten, doch wurden sie, besonders die auch auf Gras und niedrigem Ge-

» V* ff

jAXfiegeben 24. IV. 1914. PRAETAXILA. Von H. Frtjhstorfer. 793

biisch an Waldwegen gefunden. $$ Exemplare aus Banka sind nur unwesentlich von solchen aus Sumatra abweichend, im allgemeinen fahler. drupadi Horsf. umschreibt die beim $ am Apex der Vflgl am hellsten drupadi. und ausgedehntesten rotbraun übergossene Form. Im Januar und Februar 1891 war diese Art in den Wäldern bei Palabuan am Südstrande von Java gelegentlich anzutreffen. Später fand ich sie auch in den sogenannten ,,Djampangs“ auf etwa 1000 Fuß Höhe südlich vom Plateau vom Pengalengan. Namentlich das $ ist heller als Sumatraner mit einer reiner weißen Binde. Das <$ hat eine reicher violett dotierte Flglunterseite, was be¬ sonders im Analwinkel auffällt, wo bei den Sumatranern die Zeichnung obsolet zu werden beginnt. Exem¬ plare aus dem Osten von Java sind mir nicht bekannt. Es wäre sehr interessant, zu erfahren, wieweit drupadi nach Zentral- Java vordringt. zemara Btlr. (138 f 138 g $ als agias-§), die am erheblichsten differenzierte zemara. Rasse, hat das $ oberseits mit gelblicher, rötlich umgrenzter Schrägbinde der Vflgl. <$ größer als seine Verwandten, mit stark verbreitertem zimtbraunem Subapicalgebiet der Vflgl. Aus Nord- und Südost-Borneo in meiner Samm¬ lung. - agias Frühst. (140 d 5) bew'olint bestimmte Teile von Siiclost-Bomeo und wurde neuerdings bei Sintang agias. am Kapuas in großer Anzahl in der Zeit vom Dezember bis Mai angetroffen. A in der Regel kleiner als ze¬ mara Jcf, das rotbraune Subapicalgebiet kaum ausgedehnter als bei ducas von Sumatra, Fleckung der Unter¬ seite mehr verschwommen, und daher nicht so bunt und heraustretend wie bei zemara. Das $ hat eine eigen¬ tümlich weißlich rauchgrau bewölkte Schrägbinde der Vflgl, welche individuell in der Breite variiert, aber niemals so markant hervortritt wie bei $$ aus Nord-Borneo oder den extremsten $$ von ducas aus Sumatra. Grundfarbe grauschwarz, nur stellenweise rotbraun überdeckt. Unterseite im größten Kontrast zu zemara -$, rauchgrau mit fahl ockergelbem Anflug. Die metallischen Makeln grauviolett, die Längsbinden gelblich, das Apicalfeld ungewöhnlich ausgedehnt, jedoch nicht so scharf umgrenzt, wie beim ducas- und fasciata-Q. Shel- ford kannte agias-QQ aus Sarawak und betrachtete sie als $$ einer besonderen neben zemara vorkommenden Species, weil sowohl die weißen wie auch die gelb gebänderten $$ dort nebeneinander fliegen, agias tritt somit in Sarawak und gewissen Teilen von Siidost-Bomeo als Aberration neben zemara auf, während sie bei Sintang als Arealform unvermisclit mit gelblich gebänderten $$ vorkommt. othrys form. nov. soll eine weitere Ab- oihrys. weichung des nördlichen Borneo bezeichnen, welche sich viel mehr dem ducas-Q aus Sumatra uähert und zugleich zur Palawan-Rasse überleitet. A kaum von agias- £ verschieden, $ lebhafter rotbraun mit rein weißer Schräg¬ binde der Vflgl. Type im Tring-Museum, Flugzeit März, was Everett, der Sammler der neuen Form, als Trocken¬ zeit bezeichnete. gythion subsp. nov. findet sich auf den Natuna-Inseln. $ am nächsten othrys -$ mit zurück- gylhion. gebildeter aber rein weißer Subapicalbinde der Vflgl. Oberseite intensiv aber hell rotbraun mit verkleinerten schwarzen Makeln. Unterseite kenntlich an reduzierten schwarzen, grauvioletten und gelblichen Flecken. Type von Bunguran, Flugzeit Juli bis Oktober, im Tring-Museum. palawanicus Stgr. gleicht oberseits im palaiuani- weiblichen Geschlecht am meisten der berthae von Siam und fällt durch verwischte schwarze Makeln auf. Unter- cus' seite ohne die postdiscalen intramedianen Schwarzflecken der Hflgl. Die wie Pfeilspitzen aussehenden gelblichen proximalen Zeichnungen abgeplattet. Insel Palawan, selten. In einer sehr ähnlichen Form gleichfalls ohne subanale schwarze Fleckung der Hflgl-Unterseite auch vom Inselchen Balabac in meiner Sammlung.

7. Gattung: l*raetaxila gen. nov.

Tritt an Stelle des Genus Taxila im Papua-Gebiet auf, ebenso wie die Gattung Dicallaneura dort Abi- sara ersetzt. Mit Abisara mit welcher Praetaxila bisher vereinigt war. hat die neue Artengruppe nur die behaar¬ ten Augen und bei den $$ die schwarzen Apicalmakeln der Hflgl gemeinsam. Strukturell schließt sie sich dagegen vollkommen an die Gattung Taxila an. Sie differiert aber auch von dieser durch den sogleich nach seinem Ursprung mit der Costale verwachsenen und somit fehlenden ersten Subcostalast, die längere hintere und weiter außen mündende Discocellulare der Vflgl. Auf den Hflgl geht die Costale wie bei Taxila parallel mit dem Radialstamm, die Präcostale ist noch kürzer. Subcostale und Radiale gabeln so weit distal von der Zelle, daß die Subcostale nur als ganz kurzes Aestcken vorhanden ist. Hflgl wie bei Taxila mit Ansammlungen von Androco- nien an der Costale und der Radialwurzel, welche sich wie bei Taxila auch auf der Submediane der Vflgl wie¬ derholen. Hintere Discocellulare bedeutend länger als bei Abisara und Taxila. Der sexuelle Heteromorphis¬ mus erreicht bei Pseudotaxila den Höhepunkt unter sämtlichen Nemeobiinen. Die Kolorit-Gegensätze sind ohne Beispiel in der gesamten östlichen Rhopalocerenwelt, und außer der Färbung verändert sich auch die Figlform. Palpen bei sämtlichen Arten mit rotgelben, statt wie bei Abisara mit grauen Haaren besetzt. Vorwiegend Bewohner der Bergmassive von Neu-Guinea, doch gehen einzelne Arten bis zur Meeresküste herab. Alle sind Waldtiere und ausnahmslos noch sehr selten in unseren Sammlungen. Type: P. segecia.

P. segecia, die zuerst beschriebene Art der Gattung. A oberseits schwarz mit einer rein weißen, nach vom verjüngten postdiscalen Schrägbinde, welche je nach der Heimat der Falter in der Ausdehnung differiert. Vor dem Apex der Vflgl dann noch einer bis drei weiße Punkte. Auf den Hflgln weiße mit schwarzen Cilien ab¬ wechselnd, sonst zeichnungslos. Vom ^-Habitus gibt unsere Figur (138 g) eine Vorstellung. Unterseite grau mit schwarzem Apicalteil beider Figl, welche auf den Vflgln die Merkmale der Oberseite wiederholen, während auf den Hflgln schwarze submarginale, weiß umgrenzte und rotbraune Discalmakeln auftreten. Vorkommen

IX

100

794

PRAETAXILA. Von H. Frtthstorfer.

von den Aru-Inseln, südliches Holl, sowie British Neu -Guinea und Nord- Australien. Die Vertreter dieser Species sind sehr selten und es erklären sich dadurch auch die Lücken in der Verbreitung. Wir haben segecia sicher noch von einigen Distrikten des nördlichen Holl, und Deutsch Neu-Guinea, sowie vielen Inseln zu erwar- segecia. ten. segecia Hew. (141 a) ohne genaueren Fundort als Neu-Guinea von ihrem Autor beschrieben, Type auf von Wallace (vermutlich in Dorey oder den Aru-Inseln gefundenen Exemplaren) basiert. mit schmalem iso¬ liertem weißem Fleck in der Zelle und zwei Apicalpunkten der Vflgl. $ mit nach vorne etwas verschmälerter cariya. Binde und wie bei allen anderen Rassen drei Apicalmakeln. Mysol, Aru-Inseln, Holl. Neu-Guinea. cariya subs'i o. 7iov. A ohne weiße Präapicalmakeln, aber mit ebenso schmaler Vflglbincle, wie sie Hewitsons Figur zeigt. $ mit ausgedehnterer weißer Schrägbinde der Vflgl, als auf Hewitsons Abbildung und meinen Aru-Exem- plaren. Hflgl mit hell gelbrotem Basalfeld. Das Band der Unterseite der Vflgl bei den AA trüb gelblich, die rotbraunen Discalmakeln der Hflgl des $ kleiner als bei $$ von Am. Type im Tring-Museum. Vom oberen Setekwa-Fluß aus etwa 1000 m Höhe und dem Eilandenfluß, beide den Abhängen des Schneegebirges entsprin- yaniya. gencl. Flugzeit Juli bis Dezember. yaniya snbsp. nov. führt wiederum zwei weiße Apicalpunkte der Vflgl. Das A analog der Namenstype, dessen weißer Shawl erscheint aber noch mehr verschmälert, ebenso erreicht die weiße Binde der Vflgl des $ kaum die Hälfte der Ausdehnung von segecia und cariya. $ oben gleichmäßig gesättigt rotbraun, die schwarzen Submarginalflecken der Hflgl reduziert, die rotbraunen im Discalfeld sehr verdunkelt. d'-Type von der Yule-Insel in meiner Sammlung, das $ vom Aroa-Fluß, Flugzeit Oktober. Im punctaria. Tring-Museum. punctaria Frühst. (138 g) ausgezeichnet, durch eine Vermehrung weißer Präapicalmakeln und die rotbraune statt graue Basis der Vflgl. Die Innenseite der Hflgl charakterisiert durch nahezu verschwin¬ dende, zu kurzen Strichelchen zurückgebildete Discalf leckchen. Die weißen submarginalen Halbmonde pro¬ minenter als bei den übrigen Vikarianten. Cape York, Nord- Australien. Sehr selten, nur ein $ der Kollektion Frtjhstorfer.

P. wallacei ist noch spärlicher in den Sammlungen als segecia und unsere Kenntnis über ihr Vorkommen lückenhafter. Das £ dürfte überhaupt unbeschrieben sein. A leicht kenntlich an drei schräggestell¬ ten, ansehnlichen, quadratischen, rein weißen Präapicalflecken der Vflgl. Die Hflgl mit zwei größeren weißen Feldern, zu denen sich manchmal noch ein kleines proximales Streifchen gesellt. Cilia wie bei segecia , abwech¬ selnd weiß und schwarz. Unterseite einfacher als bei segecia, zunächst fehlt schon der weiße oder gelbliche Transversalstreifen der Vflgl, welche nur von drei rudimentären trübgrauen Bändern durchzogen sind. Hflgl ohne das graubraune Basalfeld von segecia, vielmehr einfarbig schwarz mit rotockergelben Randflecken, die ihrer- wallacei. seits schwarze, weiß umgrenzte Makeln umschließen. wallacei Heiv. findet sich auf Mysol, während theodosia theodosia. jrruhst. in Dorey gefunden wird. Das A differiert von wallacei durch schmälere weiße Subapicalflecken der Vflgl und einen längeren weißen Analfleck der Hflgl, der bis zur vorderen Mediana hinaufreicht, während er bei wallacei schon bei der mittleren Mediana aufhört. Dieser weiße Fleck ist zudem schmäler und wird nach innen von schwarzen Zähnen begrenzt, die von der Figlbasis hineinragen, wodurch theodosia ein sehr zierliches Aussehen huntei. bekommt. huntei Sharpe differiert von wallacei und theodosia durch verlängerten weißen Subanalflecken der Hflgl. Type von Britisch Neu-Guinea.

postaTba. P. postalba R. u. J. (140 f, g) differiert von P. wallacei durch auf drei kleine Punkte reduzierte Prä¬

apicalmakeln der Vflgl, dagegen bis zur Zelle vorgedrungenes weißes Analfeld der Hflgl. A Körper bräunlich schwarz ; das Auge vorne und hinten weiß umrandet; Taster, Fühlerspitze und Unterseite der Schenkel gelb; Unterseite des Hlbs proximal weiß, distal gelb. Figl oben schwarz, sehr schwach purpurn. Vflgl mit 3 weißen Punkten zwischen der Zelle und dem Apex. Hflgl mit breitem weißem Saumfelde vom Abdominalrande bis nahe an die 3. Radiale; 3 große Marginalpunkte in diesem Felde schwarz; zwei weiße Fransenflecke weiter costal- wärts. Unterseite des Vflgls blasser als die Oberseite, mit weißen, braun überwaschenen Zeichnungen, näm¬ lich: einem Punkt nahe der Zellwurzel, einem kurzen Querbande proximal von der Zellspitze, einer außerhalb der Zelle schräg vom Costal- zum Hrd laufenden Linie und einer vorne eingebogenen und in Punkte aufgelösten und hinten mit der proximalen Linie konvergierenden schmälern Linie. In der proximalen Hälfte des Hflgls sind die gewöhnlichen Äbisara- Zeichnungen angedeutet, zwei Pünktchen in der Zelle, ein kurzer Subbasal¬ strich vor dem Abdominalrande und weiter distal ein kurzer Schrägstrich sind weiß oder grau; das weiße Analfeld etwas kleiner als oben, costalwärts durch einige weiße Discalpunkte, sowie durch eine schmale gelbe submarginale Makel fortgesetzt. $ dem $ von A. satraps Sin. (141 a) ähnlich. Vflgl viel weniger gerundet, der dritte Fleck der Mittelbinde schmäler; drei weiße Subapicalflecke. Hflgl oben ohne weiße Submarginalpunkte. Auf der Unterseite ist die Postdiscallinie des Vflgls von der ersten Mediana ab gelb. Der Hflgl trägt drei schwarze Subcostalmakeln, von denen die distale aus zwei Flecken besteht und bis nahe an die dritte Radialader reicht; distal ist der Figl weniger breit schwarz als A. satraps, die weißen distalen Flecke der oberen Submarginalmakeln kleiner und es steht ein kurzer brauner Schrägstrich im weißen Felde vor dem Abdominalrande. Eine ansehn¬ liche Serie beider Geschlechter im Tring-Museum, in Kollektion Fruhstorfer.

P. statira eine prächtige, sexual weitgehend differenzierte Species von Mysol an bis Kaiser- Wilhelms¬ land an der Nordküste und im Süden bis an die Abhänge des Schneegebirges verbreitet. A oberseits schwarz mit braun bereifter Zelle. Hflgl mit prächtigen rotgelben durch schwarze Adern getrennten schmalen Randflecken

PRAETAXILA. Von H. Fruhstorber.

795

geziert. $ durch unsere Figuren 140 f von beiden Seiten illustriert. unterseits schwarz mit weißen Longitu¬ dinalstreifen der Vflgl und schrägen kurzen Bändern in der Basalzone der Hflgl. Der Distalsaum der letzteren durchweg hoch rotgelb verbrämt, statira Hew. (140 e) hat ein habituell etwas hinter gudula ( 1 40 f ) zurück- statira. bleibendes §. Insel-Mysol. gudula Frühst. (140 f) aus Waigiu differieren von statira Hew. aus Mysole durch ihre <judula. bedeutendere Größe und die obsoleteren, weißen Punkte im Apicalteil der Vflgl, die auf den Hflgln ganz ver¬ schwunden sind. Die gelbliche Schrägbinde der Vflgl ist lichter und etwas breiter. Die Hflgl tragen einen heiler gelblichen Distalsaum und größere, schwarze Submarginalpunkte. Unterseite: Die Punkte der Vflgl zwischen der vorderen Radiale und der mittleren Mediana sind zu einer Binde zusammengeflossen und längs den Adern gelblich umsäumt, während sie bei typischen Exemplaren aus Mysole isoliert stehen. Die Schrägbinde der Vflgl ist viel heller. Die schwarzen Punkte der Hflgl viel größer und die weißen Striche, welche die schwarzen Submarginalpunkte umgrenzen, viel länger. Der ganze Hflgl ist dunk¬ ler braun, der Distalsaum dagegen wieder etwas heller als bei statira. - vedalla subsp. nov. liegt vedalla. mir in einem $ aus der Astrolabe-Bai vor. Die ockergelbe Querbinde der Vflgl gleichmäßig, wesentlich breiter als bei gudula -£, ohne sich jedoch soweit wie bei dhyana-Q (140 f) auszudehnen. Unterseite gesättigter rotbraun als bei gudula von Waigiu, nicht so lebhaft wie bei dhyana. Die Art ist neu für Kaiser- Wilhelmsland. dhyana subsp. nov. (140 f), die stolzeste Abzweigung der Kollektivspecies. etwas größer und unterseits markan- dhyana. ter weiß gestreift, auf den Hflgl ausgedehnter rotgelb umsäumt als die der Vikarianten. $ ausgezeichnet durch die breiteste Binde der Vflgl, sowie die intensivste und bunteste Färbung der Unterseite. Oberer Setekwa- fluß auf ca. 1000 m Höhe, Flugzeit August. Type im Tring -Museum. narani subsp. nov. findet sich bei naram. Kapaur im Tieflande, Flugzeit Januar. J von dhyana unterseits durch das etwas breiter angelegte Weiß beider Figl, aber den sehr schmalen hochgelben Analsaum der Hflgl differenziert. $ am nächsten vedalla -§, jedoch mit lichter gelbem Shawl der Vflgl. Von Doherty im Januar gesammelt. Type in der Sammlung Frtjh- storfer.

P. tyrannus eine äußerst seltene Art, von welcher nur ganz wenige Exemplare bekannt sind. Das $ gleicht etwa dem mambarensis- ^ (140 f) doch führt es nur zwei weiße und ansehnlichere Discalmakeln und längere Präapicalstrigae der Vflgl. - tyrannus Sm. (140 f) findet sich auf Waigiu. Das abgebildete £ aus meiner Samm- tyrannus. lung und ein Paar in der Kollektion Staudinger sind so ziemlich alles, was davon nach Europa gekommen ist.

segestes Jord. (140 f) eine geographische Abweichung von Holl. Neu -Guinea, welche mit P. satraps Sm. segestes. zusammen gefunden wurde in einer Gegend an der Geelvink-Bai, die durch ihren Autor nicht genau ermittelt werden konnte. Abgesehen von der proximal etwas gezackten Binde differiert segestes -<J von tyrannus durch das Vorhandensein eines weißen Punktes der Vflgl.

P. amabilis R. u. J . $ oberseits wie tyrannus , aber mit distal unregelmäßiger, tief eingekerbter rot¬ brauner Querbincle der Vflgl. Unterseite kastanienbraun, zwei Flecken in und einer jenseits der Zelle oliven- farben. Außerdem eine weiße Mittelbinde, welche durch eine orangefarbene Makel in zwei Teile zerlegt wird. Hflgl kastanienbraun mit hellgrauen Partien. Das $ ist oberseits lehmfarben mit einer bleich ockergelben Mittelbinde der Vflgl. Die Hflgl mit einem rötlichen Fleck am Costalsaum der sonst bräunlichen Oberseite. Die Unterseite der Vflgl mit einer cremefarbenen Aufhellung in deren Medianzone. Type vom Owgarra an der Quelle des Aroa-Flusses. Flugzeit Mai. casis Jord. differiert vom amabilis -$ durch ehren ausgedehnteren gelblichen Anflug am Hrcl. Unterseite mit etwas mehr verlängerten Distal- und Submarginallinien. Es sind bisher nur $$ gefunden worden. Fundort: Mount-Goliath im Schneegebirge.

amabilis.

PetionjS -^o J) c '<*xU£a.-rt tcc 7-a^

casis.

P. satraps eine hervorragende Species, welche alle Teile der Hauptinsel von Neu-Guinea bewohnt, satraps Sm. (141a) die Namenstype, stammt aus der Humboldt-Bai, wo sie Doherty im September, Oktober gesam- satraps. melt hat. <$ oberseits nur geringfügig vom bahadur-^ (138g als abuna) abweichend mit etwas schmälerem orange- bahadur. farbenem Distalsaum der Hflgl. $ dem mambarensis genähert, doch mit etwas breiteren und deshalb zusammen¬ stoßenden weißen Makeln der Vflgl. - bahadur subsp. nov. liegt mir in einem Pärchen aus der Astrolabe-Bai vor. (138 g als abuna ) eine Transition bildend vom satraps zu den von simbangana. Der rötlichgelbe Distalsaum der Hflgl breiter als bei der Rasse aus der Geelvink- und Humboldt-Bai, schmäler als bei simbangana vom Huon-Golf und dem Sattelberg. simbangana Hag. ($) (abbuna II eil.- J) hat noch ausgedehnteres rötlich- simbangana. gelbes Saumgebiet der Hflgl .als bahadur -$ mit kleineren weißen Makeln der Vflgl als satraps und bahadur Sowohl die Type vom abuna- ^ wie auch vom simbangana stammen vom Sattelberg, so daß abbuna als Syno¬ nym zu simbangana zu ziehen ist. mambarenis R. u. J. (140 f) bewohnt die Nordabhänge der O wen- Stanley- mambarenis. kette in Britisch Neu-Guinea. A. S. Meek fand ein $ im April am Oberlauf des Mambareflusses; im Tring- Museum sind zwei weitere $$ aus derselben Gegend, auf einer Expedition von Holnicote-Bai zu dem Owen-Stan- ley-Gebirge gesammelt. Diese drei Stücke unterscheiden sich vom $ der P. satraps simbangana Hag. da¬ durch, daß auf der Unterseite der dritte Fleck der Mittelbinde des Vflgls größer ist und der dritte schwarze Subcostalfleck des Hflgls fehlt.

P. albiplaga von den Aru- und Key-Inseln, sowie von Britisch Neu-Guinea nach Europa gekommen, hat auf der Oberseite der Hflgl eine große Aehnlichkeit mit P. satraps , differiert aber von dieser Art ohne wei¬ teres durch eine prächtige rotgelbe Binde der Vflgl. Das $ ist kleiner als das satraps -$ mit kürzeren, aber brei-

796

STIBOGES. Von H. Frtthstorfer.

albiplaga. teren weißen Flecken in der Zelle der Vflgl. albiplaga Röb. (140f) wurde bisher nur in einem Exemplar auf den Aru-Inseln gefunden. Die Abbildung ist nach der Type, jetzt im Tring-Museum, hergestellt. Das befindet sich gleichfalls im Tring-Museum und steht dem avera S (140g) sehr nahe, zeigt aber einen fast doppelt so breiten keiana. gelben Shawl der Vflgl als die Neu-Guinea-Rasse. keiana R. u. J . hat etwas spitzere Vflgl als albiplaga -<J, die orangefarbene Binde der Oberseite der Hflgl schmäler. <$ unterseits schwarz, dem satraps~S sehr ähnlich, mit einer weißlichen Querbinde der Vflgl. Die Hflgl mit fahler gelbem Randgebiet als oberseits und großen, quadratischen, schwarzen, breit weiß begrenzten Submarginalmakeln in demselben. Key-Inseln, sehr selten, avera. nur ein gefunden. - avera R. u. J. (140 g) hat eine etwas mehr eingeengte rotgelbe Binde und ansehnlichere schwarze Randflecken der Hflgl, als das A von den Aru-Inseln. Type vom Aroa-Fluß.

eromena. P. eromena Jord. (140 g) eine wertvolle Entdeckung der letzten Jahre, stammt vom oberen

Setekwa-Fluß, aus etwa 1000 m Höhe des Schneegebirges. Die Unterseite differiert dadurch von der dar¬ gestellten Oberseite, daß sich auf den Vf Igln der AS eine deutliche, oben nur angedeutete Binde mit orange¬ farbener Peripherie abgrenzt. Beim $ verbreitert und verlängert sich das weiße Band der Vflgl.

weiskei. P. weiskei R. u. J. (140 g) darf wohl als der hervorragendste Vertreter der Gattung angesehen werden.

Unterseite beim S ähnlich jener von P. satraps , jedoch mit schmäleren rötlichgrau getrübten Längsstreifen der Vflgl, sowie blaß gelblich weißer Randzone der Hflgl. $ grau mit Ausnahme der braunschwarzen Api- calpartie der Vflgl. Die Hflgl mit schokoladebraunen Medianmakeln. Aroa- und Angabunga-Fluß bis zu 2000 m Erhebung. Britisch Neu -Guinea.

heterisa. P. heterisa Jord. scheint P. weiskei im Schneegebirge am Mount Goliath zu ersetzen. A mit einer

1 mm breiten orangefarbenen Medianbinde der Vflgl. Die Unterseite dunkler schwarzbraun mit rein weißen Längsstreifen. Die Rand- und Submarginalmakeln der Hflgl kleiner. ^ sehr verschieden vom weiskei -$, mehr dem A ähnlich mit fahlerer Unterseite, sowie braunen Flecken, Avelche beim A nicht so deutlich hervortreten.

8. Gattung1: StiI>o§»*es Btlr.

Ein durch Flglfonn und Zeichnung ausgezeichnete Gattung nähert sich strukturell z. T. denAbisaren; durch sehr kurze Subcostale, welche weit von der Zelle entspringt, jedoch mehr der Untergattung Zarax der Taxilen. Vflgl wie bei Abisara. Hflgl ausgezeichnet durch kurze, breite Zelle und sehr lange hintere Discocel¬ lulare. Deren Costalader ebenfalls ungewöhnlich kurz. $ vom $ durch rundlicheren Figlschnitt differenziert. Das $ unterscheidet sich außer durch größeres Ausmaß auch durch vermehrte Abrundung und Ausbuchtung der Figlkonturen und durch hellere, graue Tönung der schwärzlichen Umrandung beider Figl vom A- Während beim A der Außenrd des Vflgls nahezu gerade verläuft, ist er beim $ stark konvex und erscheint die Flgl- spitze ausgezogen und etwas nach rückwärts gebogen. Klammerorgane mit einem wie bei Abisara geformten Uncus. Valve kümmerlich, lang, schlank, häutig. Penisschlauch sehr lang mit schleierartigen Gebilden um¬ geben. Imago ein Bergfalter, wahrscheinlich in West-China beheimatet und von dort aus nach Süden vorgedrun¬ gen. Einzelne Exemplare sind bekannt von Bhutan, den Khasia- und Naga-Hills, sowie Tonicin. Im makro- malayischen Gebiet wurde sie auf Penang, in Perak, dem gebirgigen Sumatra und Java beobachtet. Von Borneo steht nymphidia noch aus.

St. nymphidia, die einzige Species der Gattung, variiert lokal in der Ausdehnung des schwarzen Rand- elodinia. gebiets der Oberseite, welches sich unterseits mit seinen weißen Enklaven wiederholt. elodinia subsp. nov.

(139 c als nymphidia) findet sich von West-China an bis Tonkin verbreitet. Oberseite kenntlich an der schmalen Randzone mit relativ großen weißen Makeln vor dem Apex der Vflgl. Von mir in Tonkin im August- September nymphidia. auf ca. 1000 m Höhe gesammelt. Nach Leech häufig bei Mupin und am Omeishan im Juli. nymphidia Btlr.

die am breitesten schwarz umzogene Form hat zugleich die kleinsten AS- Der schwarze Costalsaum der Vflgl deckt die ganze Zelle, nur einen kleinen weißen Punkt an der unteren Zellwand freilassend. Hflgl bis über die mara. äußere Hälfte dunkel ausgefüllt. Von Perak an bis Ober-Birma. mara Frühst. (139b) die sumatranische Inselrasse. Das ist manchmal viel größer als unsere Figur, ohne daß die Verbrämung der Figl die Ausdehnung calycoides. der Type aus West-Sumatra erreicht, welche wir darstellten. calycoides Frühst. (139 b) wurde von mir als neu für Java nachgewiesen. Die weißen Randfleckchen erscheinen etwas größer als bei mara, sonst sind die beiden Schwesterrassen abgesehen davon, daß die Java-Form kleiner bleibt, identisch. Die Exemplare meiner Sammlung stammen ausnahmslos vom Vulkan Gede aus 1200 m Höhe. Stücke von den Naga-Hills und wahr¬ scheinlich auch von Sikkim und Bhutan vermitteln den Uebergang von solchen aus Perak zu der schmalbindigen elodinia von West-China. In Tonkin kommen schmal und breit umrandete Individuen vor; Zeichnungsabweich¬ ungen, welche wohl dem Einfluß der Jahreszeiten zuzuschreiben sind.

Ui'beschreibungs-Nachweis der indo-australischen Libythea und Eryciniden.

797

Alphabetisches Verzeichnis

zum Nachweis der Einschreibungen der unter den indo-australischen Libythea und Eryciniden auf¬ geführten Formen.

* bedeutet, daß die Form an der zitierten Stelle auch abgebildet ist.

abnormis Abis. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 532. *

adonira Dod. Hew. Exot. Butt. 3, Dod. 1. *

adulatrix Dicall. Frühst. Iris 17, p. 145.

agias Tax. Frühst. Entom. Rundsch. 29, p. 24.

aita Abis. Nicev. Journ. Bomb. Nat. Hist. Soc. 7, p. 49. *

aja Abis. Frühst. Berlin. Ent. Zschr. 48, p. 287.

albiplaga Praetax. Fob. Iris 1886, p. 49. *

albipunctata Zem. Bür. Cistul. Entom. 1, p. 236.

allica Zem. F. Mant. Ins. 2, p. 52.

alompra Libyth. Moore, Lep. Indic. 5, p. 59.

amabilis Praetax. B. u. J. Novit. Zool. 11, p. 318. *

amaga Abis. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 784.

angela Dod. Sm. Rhopal. Exot. 3, p. 9. *

angulata Abis. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 833.

annamensis Zem. Frühst. Entom. Rundsch. 29, p. 23.

annamitica Abis. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 286.

ansuna Dicall. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 788. *

antipoda Libyth. Bsd. Ann. Soc. Ent. Fr. (3) 7, p. 157.

aponata Dod. Semp. Reise Philipp. Lep. 2, p. 156.

arfakensis Dicall. Frühst. Iris 17, p. 147.

argentea Dod. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 293.

arimazes Zem. Frühst. Entom. Rundsch. 29, p. 23.

assus Abis. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 780.

atlas Abis. Nicev. Journ. Bomb. Nat. Hist. Soc. 9, p. 268. *

avera Praetax. B. u. J. Novit. Zool. 11, p. 317. *

bahadur Praetax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 795. balinus Zem. Frühst. Entom. Rundsch. 29, p. 22. bangueyanus Zem. Frühst. Entom. Rundsch. 29, p. 22. bardas Libyth. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 771. batckiana Libyth. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. 1869, p. 336. bazilensis Abis. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1900, p. 27. bertkae Tax. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 276. bifasciata Abis. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 587. * binghami Dod. Moore, Lep. Indic. 5, p. 75. * birana Dicall. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 786. boulleti Lax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 790. * borneensis Libyth. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 770. bugiana Abis. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 288. burni Abis. Nicev. Journ. Bomb. Nat. Hist. Soc. 9, p. 206. *

calycoides Stib. Frühst. Entomol. Nachr. 23, p. 62. canuleia Libyth. Frühst. Soc. Entom. 24, p. 52. cariya Praetax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 794. carma Libyth. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 770. casis Praetax. Jord. Novit. Zool. 11, p. 318. celebensis Libyth. Stgr. Iris 2, p. 89. celebensis Zem. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 44, p. 285. celebica Abis. Bob. Iris 1886, p. 48. * celtis Libyth. Fuessl. Arch. Ins.-Gesch. 2, Ind. * celtoides Libyth. Frühst. Entom. Zschr. Stuttg. 22, p. 209. cerainensis Libyth. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. 1869, p. 336. chela Abis. Nicev. Journ. Asiat. Soc. Beng. 1886, p. 252. * clielina Abis. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 283. chinensis Libyth. Frühst. Entom. Zschr. Stuttg. 22, p. 209. ckrysapka Dod. Frühst. Entom. Zschr. Stuttg. p. 194. conos Dicall. Frühst. Iris 17, p. 146.

confucius Zem. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 701. cudaca Abis. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 784. cyme Lax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 789.

damajanti Lax. Fldr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 397. decorata Dicall. Heiv. Exot. Butt. 3, Tax. 2. * deniya Abis. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 785. deodata Dod. Hew. Ent. Month. Mag. 13, p. 151. dhyana Praetax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 795.* diantha Dicall. Sm. Rhopal. Exot. 2. * didica Dicall. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 787. * dipoea Dod. Hew. Exot. Butt. 3. *

dracon Dod. Nicev. Journ. Asiat. Soc. Beng. 1897, p. 555. * drupadi Tax. Horsf. Gat. Lep. E. I. C. Mus. Tat. 2. *

dora Tax. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 277. ducas Tax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 792. * durga Dod. Koll. Hügels Kaschm. 4 (2), p. 441. *

echerius Abis. Stoll, Pap. Exot. Suppl. Taf. 31. *

egeon Dod. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. II, p. 422. *

ekeikei Dicall. B.-Buk. Novit. Zool. 1912.

elodinia Stib. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 796. *

elvira Dod. Stgr. Iris 9, p. 239. *

emesoides Zem. Fldr. Wien. Ent, Mon. 4, p. 396.

epliorus Tax. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 278.

erilda Abis. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 783.

eromena Praetax. Jord. Novit. Zool. 191 1. ft- S<r¥(>y>^^ HtcJ

esla Zem. Frühst. Ent. Rundsch. 29, p. 23.

etymander Abis. Frühst. Ent. Rundsch. 29, p. 23.

eugenes Dod. Bates, Journ. Linn. Soc. (Zool.) 9, p. 371.

eugenia Libyth. Frühst. Soc. Entom. 24, p. 52.

eutyclies Tax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 792.

fasciata Tax. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 832. * flegyas Zem. Cr. Pap. Exot. 3, Taf. 280. * formosana Libyth. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 769. fraterna Abis. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 532. fruhstorferi Dod. Böb. Entom. Nachr. 23, p. 5. fulgurata Dicall. Sm. Rhopal. Exot. Die. 2. * fylla Abis. Dbl. List. Lep. Brit. Mus. 2, p. 2. fyllaria Abis. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 780. fylloides Abis. Moore, Lep. Indic. 5, p. 81.

geoffroy Libyth. Godt. Mdm. Soc. Linn. Paris 2, Lep. Taf. 2. * geza Abis. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 287. gratius Abis. Frühst. Entom. Rundsch. 29, p. 23. gndula Praetax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 795. * gythion Tax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 793.

haquinus Tax. F. Ent. Syst. 3, p. 55.

hatami Libyth. Kenr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1911, p. 20. *

hauxwelli Libyth. Moore, Lep. Indic. 5, p. 61.

heenra Libyth. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 770. . .

hewitsoni Lax. Bob. Entom. Nachr. 21, p. 150. A - -

henrici Dod. Holl. Trans. Amer. Ent. Soc. 14, p. 119. * liostius Zem. Frühst. Entom. Rundsch. 29, p. 23. kuntei Praetax. Sharpe, Entomolog. 36, p. 310. kybrida Libyth. Mart. Iris 9, p. 353.

( {f,ij

iliaca Abis. Frühst. Entom. Rundsch. 29, p. 23. indicus Zem. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 282. ines Lax. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 282. javanus Zem. Moore, Frühst. Berl. Ent. Zschr. 42, p jhana Abis. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 782. juana Abis. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 289.

*

333.

kausambi Abis. Fldr. Wien. Entom. Mon. 4, p. 397. kausambioides Abis. Nie. Journ. Asiat. Soc. Beng. 1895, p. 442.

keiana Praetax. B. u. J. Novit. Zool. 11, p. 317. * kirschi Dicall. Böb. Iris 1886, p. 50. *

lasica Lax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 789. * laura Abis. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 290. lecerfi Dod. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 779. lepita Libyth. Moore, Cat. Lep. Mus. E. I. C. 1, p. 240. lepitoides Libyth. Moore, Lep. Indic. 5, p. 57. * leucomelas Dicall. B. u. J. Novit. Zool. 12, p. 460. litavicus Abis. Frühst. Entom. Rundsch. 29, p. 23. lola Lax. Nicev. Journ. Asiat. Soc. Beng. 43. * longicaudata Dod. Nicev. Proc. Asiat. Soc. Beng. 1881, p. 121. luzoniea Libyth. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 768. lyehnitis Lax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 790. *

lyclene Lax. Nicve. Joui'n. Asiat. Soc. Beng. 63, p. 21.

798

Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Libythea und Eryciniden.

lydda Abis. Hew. Exot. Butt. 3. *

lyncestis Lax. Nicev. Journ. Asiat. Soc. Beng. 63. *

magdala Abis. Frühst. Berl. Ent. Zsclir. 1903, p. 284. mambarensis Praetax. B. u. J. D. Ent. Zschr. 1907, p. 192. mara Stib. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 292. matsumurae Libyth. Frühst. Entom. Zscbr. Stuttg. 22, p. 209. meta Abis. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 285. lnudita Abis. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 784. myrrha Libyth. Godt. Enc. M4thod. 9, p. 171. myrrhina Libyth. Frühst. Societ. Entom. 24, p. 91.

nahathaka Libyth. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 768. naram Praetax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 795. narina Libyth. Godt. Enc. M6thod. 9, p. 171. neophron Abis. Hew. Exot. Butt. 2, Sosp. 1. * iieoplironides Abis. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 785.* neratia Libyth. Fldr. Reise Novara Lep. 2, p. 313. niasana Abis. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 24. nic6villei Dod. Dohrn. Stett. Zg. 60, p. 245. * liicßvillei Lax. Böb. Entom. Nadir. 21, p. 149. nic6villei Libyth. Otliff. Proc. Linn. Soc. N. S. W. (2) 6, p. 28. niya Abis. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 782. nostia Dod. Frühst. Entom. Rundsch. 29, p. 288. nymphidia Stib. Bür. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 309. *

orientalis Libyth. Godm. u. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (6)

p. 211.

orphna Lax. Bsd. Spec. Gen. I. Taf. 21. * orthrys Tax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 793. ostrina Dicall. Srn. Novit. Zool. 1, p. 543. ouida Dod. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 771. ovada Dicall. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 787.

paha Abis. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 784. paiouea Abis. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 782. palawana Abis. Sigr. Iris 1889, p. 90. palawanicus Tax. Stgr. Iris 1889, p. 91. palaya Dod. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 777. pancha Abis. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 783. *

panyasis Lax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 791. *

parina Dicall. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 788.

philippina Libyth. Stgr. Iris 2, p. 87. phlegra Dod. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 777. phyliscus Zem. Frühst. Entom. Rundsch. 29, p. 23. periya Abis. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 786. pistyrus Lax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 790. * porphyritica Abis. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 783. postalba Praetax. B. u. J. D. Entom. Zschr. 1907, p. 192. princessa Dicall. Sm. Novit. Zool. 1, p. 544. prunosa Abis. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1879, p. 137. pryeri Dod. Moore, Lep. Indic. 5, p. 77. pulckra Dicall. Guer. Yoy. Coqu. Tab. 16. * pulchra Libyth. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 10, p. 149. punctaria Praetax. Frühst. Iris 1904, p. 147. pura Dod. Frühst. Berlin. Ent. Zschr. 1903, p. 293.

quadrinotata Libyth. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 20, p. 353.

rama Libyth. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1872, p. 556. retiarius Zem. Sm. Novit. Zool. 2, p. 505. ribbei Dicall. Böb. Iris 1886, p. 49. *

rohini Libyth. Marsh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 49 (2), p. 248. rubula Dod. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 775.

tamela Libyth. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 769.

tantra Dicall. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 788.

telesia Lax. Hew. Exot. Butt. 2, Tax. 1. *

teneta Lax. Hew. Exot. Butt. 2, Tax. 1. *

tera Abis. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 288.

teutyra Abis. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 785. *

tlierikles Tax. Frühst. Ent. Rundsch. 29, p. 24.

thira Libyth. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 770.

thuisto Tax. Hew. Exot. Butt. 2, Taf. 1. *

tina Abis. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 287.

lonkinianus Abis. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 285.

tyrannus Praetax. Sm. Rhopal. Exot. Die. 1. *

udiyana Dicall. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 787.

vasatha Dicall. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 787.

vedalla Praetax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 795.

venox Dod. Frühst. Entom. Rundsch. 29, 24.

wallacei Praetax. Hew. Exot. Butt. 3, Sosp. 2. * weiskei Praetax. B. u. J. Novit. Zool. 8, p. 281. * windu Dod. Frühst. Berl. Ent. Zschr. p. 1895.

yaniya Praetax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 794. yawa Libyth. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 770.

zemara Tax. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 5, p. 363. zynias Zem. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 774.

sala Abis. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 783. sangka Dicall. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 787. sanguinalis Libyth. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 43, p. 169. sariba Dicall. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 788. satraps Praetax. Sm. Novit. Zool. 1, p. 545. saturata Abis. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 701. savitri Abis. Fldr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 397. sawaja Tax. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 791. * schedeli Abis. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 286. sciurus Abis. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 283. segecia Praetax. Hew. Exot. Butt. 2, Sosp. 1. * segestes Praetax. Jord. Novit. Zool. 11, p. 455. semirufa Dicall. Sm. Novit. Zool. 1, p. 544. sfagia Dicall. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 788. * skanga Libyth. H. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 768. siamensis Abis. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 286. sigala Dicall. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 788.

sigrya Dicall. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 787.

simbangana Praetax. Hag. Jahrb. Nass. Ver. Nat. 1897, p. 99. sinica Dod. Leech, Butt. China p. 291. * sophene Libyth. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 769. sosiphanes Zem. Frühst. Entom. Rundsch. 29, p. 23. sparsus Zem. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 43, p. 332.

1, suffusa Abis. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1882, p. 244.

sumbawana Libyth. H. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 768. stasinus Abis. Frühst. Entom. Rundsch. 29, p. 23. statira Praetax. Hew. Exot. Butt. 3, Sosp. 2. * strigatus Zem. Pag. Jahrb. Nass. Ver. Nat. 49, p. 149. strix Abis. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1903, p. 283.

LYCAENIDAE. Allgemeines, Von Dr. A. Seitz.

799

8. Familie: Lycaenidae.

Wenn schon in der Einleitung zu den paläarktischen Lycaeniden (Bd. 1, 8. 257 258) begründet wurde, daß bei dem ungeheuren Formenreichtum dieser Familie nur eine ganz kursorische Behandlung möglich sei, so sind wir hei dem indischen Teil, der mehr als das Dreifache an Arten aufführt, zu noch größerer Kürze gezwun¬ gen. Viel mehr Gemeinsames, als in jener Einleitung angegeben ist, läßt sich kaum in kurzer Skizzierung Vor¬ bringen; es sei daher auf die entsprechende Stelle in Band 1 verwiesen und hier sollen nur einige Bemer¬ kungen Platz finden, die sich spezieller auf das indoaustralische Faunengebiet beziehen.

Kibby in seinem Katalog kannte kaum fünfthalbhundert spezifisch indo-australischer Lyeaeniden- Arten. Schon um die Jahrhundertwende hatte sich die Zahl mehr als verdoppelt. Und wenn man sich heute darauf einlassen wollte, das gleiche System der Benennung aller Aberrationen bei den Indoaustraliern einzufüh¬ ren, wie dies - mehr von der Liebhaberei als der Wissenschaft aufgebracht bei den europäischen und nord¬ asiatischen Formen beliebt ist, so würde zu einer umfassenden kritischen Bearbeitung ein Menschenleben kaum hinreichen.

Setzen wir aber auch den größten Teil der auffälligeren Lycaenidae- Arten in den am besten bekannten Regionen des indischen Gebietes als benannt und seinem Aussehen nach bekannt voraus, die Lebensweise fast sämtlicher exotischer Lycaeniden ist noch so gut wie unbekannt. Selbst über viele der längstbekannten paläark¬ tischen Formen herrscht bezüglich ihrer Jugendzustände noch völliges Dunkel. Neuere Arbeiten, besonders von Chapman haben gezeigt, daß in Europa selbst häufige Arten noch immer verkannt und mit äußerlich ähnlichen Formen verwechselt wurden. Von einer unserer bekanntesten Arten, L. arion, kennt man die erwachsene Rp nicht und bei vielen anderen kennt man nur das ungefähre Aussehen der Jugendstadien.

Im ganzen indo-australischen Gebiet gibt es kaum eine abgeschiedene Insel, wohin di q Lycaenidae nicht gedrungen wären. Aus dem an Tagfaltern so auffällig armen Neu-Seeland kennt man noch 5 Arten. Auf man¬ chen abgelegenen Inseln scheinen sie öfters auszusterben, aber bei passender Windrichtung wieder neu anzu¬ fliegen, denn sie sind an solchen Plätzen, wie z. B. gewissen Inseln aus der Gruppe der Marshall- oder Niedri¬ gen Inseln zuweilen auf Jahre verschwunden. Im indischen Urwald scheinen sie nicht so vollständig zu fehlen, wie in dem gewisser Distrikte von Amerika, denn in Indien fand ich selbst im abgelegensten Waldesschatten zuweilen unerwartet eine Lycaenide, wie Talicada n y-sea oder dgl. Am meisten lieben sie das von Buschwerk durchsetzte offene Gelände. Sie tummeln sich oft in großer Anzahl auf kahlen Bergkuppen und grasigen Hal¬ den; manche, wie z. B. Polyommatus baeticus fehlen im indoaustralischen Gebiet fast in keinem Garten und selbst auf den vom Straßenstaub überlagerten dürftigen Grasplätzen inmitten der Tropenstädte sieht man das ganze Jahr hindurch die kleinen Zizera, Chilades ocles Ewer es- Arten fliegen.

Die Lycaenidae sind absolute Sonnentiere, und wenn sich von andern gleichfalls dem Wesen nach he- liophilen Gruppen, wie den Pieriden, Satyriden oder Hesperiden stets einzelne Gruppen finden, die vornehm¬ lich Dämmerungs- oder gar Nachtflieger sind, so kann ich mich kaum erinnern, jemals Lycaeniden beim Nacht¬ fang an der Laterne gefangen zu haben. Selbst in heißen Gegenden verschwanden die Lycaenen sehr schnell, wenn sich der Himmel bedeckte, und selbst dann, wenn andere Rhopaloceren, wie Pieriden, Mycalesis, Jlela- nitis etc. noch munter umherflogen. Dann aber kamen sie bei grellem und brennendem Sonnenschein zu¬ weilen in so ungeheurer Zahl zum Vorschein, daß die Luft stellenweise von ihnen zu flimmern schien. Die grö߬ ten Mengen sah ich auf den oft recht stark durch Menschen und Fuhrwerke beunruhigten Straßen der Städte Coimbatore und Metupalayan; wenn ich mich auf den Boden niederlegte und über die sonnenbeschienene Landstraße hinblickte, schienen die alle in Höhe von etwa 6 10 cm über dem Erdboden hin- und hersausenden Zizera tatsächlich eine zusammenhängende Decke zu bilden, die sich über die Chaussee breitete. Ganz besonders, wo kleine Rinnsale sich über staubige Wege ergießen, kann man oft ganze Trupps von I caenen gedrängt bei einander antreffen, die oft mehreren verschiedenen Arten angehören. Dann wieder scheinen bestimmte Büsche oder gewisse Blütenarten manche Lycaenidae auf weithin anzulocken; so sammeln sich die herrlichen, sehr großen Arhopala-^A zuweilen auf isoliert stehende Büsche, daß diese wie mit prachtvoll blauen Blüten überdeckt erscheinen. Die Rpn von Ialmenus evagoras in Australien bedecken oft in dichten Scharen ihre Futter¬ bäume und ihre Puppen hängen dann nach ihrer Verwandlung an den Zweigen so gedrängt, wie die Beeren einer Traube.

Im Gegensatz hierzu kennen wir eine große Anzahl von Lycaeniden, die äußerst selten erbeutet werden. Manchmal hegt dies daran, daß ihre Tummelplätze sich sehr hoch über dem Erdboden befinden. So wird man

800

LYCAENIDAE. Allgemeines. Von Dr. A. Seitz.

von den sehr lang geschwänzten Bindahara nur dann größere Mengen erbeuten, wenn man die Netze an ca. 3 m hoch reichende Stöcke befestigt, da die Falter sich meist in dieser Höheiiber dem Erdboden umhertreiben. Viele Arten scheinen aber tatsächlich in verhältnismäßig wenigen Individuen vorzukommen So strahlt z. B. der im tropischen Amerika weit verbreitete T . marsyas so außerordentlich lebhaft blau, daß es, da er auch ziem¬ lich die größte Lycaenide darstellt, fast unmöglich scheint, ein Exemplar des fast stets rastlos umherfliegenden Falters zu übersehen. Trotzdem wird er stets nur einzeln erbeutet und, wiewohl man fast täglich einzelner Stücke ansichtig wird, dürfte es eine unerfüllbare Aufgabe sein, eine Zenturie dieses Falters zusammen zu bringen und man darf daher annehmen, daß die Individuenzahl, in der sich diese Art entwickelt, eine recht geringe ist.

Phylogenetisch dürften die Lycae?iidae ein recht junger Stamm sein. Es sind fast ausnahmslos Blüten¬ tiere, oft weit verbreitet ( Polyom.ni . baeticus über die ganze alte Welt, Cyaniris argiolus über die ganze nörd¬ liche Halbkugel); die Rpn bevorzugen vielfach als Futterpflanzen die modernsten Gewächse (Mimosen, Caesalpineen, Papilionaeeen etc.). Sie haben mit andern Insekten Symbiose eingegangen und bestehen den Kampf ums Dasein sichtlich leicht und ohne ihm durch Versteckespielen oder übergroße Sclieuheit aus dem Weg zu gehen. Die meisten ihrer Raupen leben frei, und manche derselben zeigen schon in ihrer Lebensweise sich aufs höchste spezialisiert, indem sie zu Insektenfressern geworden sind.

Von den den Lycaeniden ziemlich allgemein zukommenden Eigenschaften sind die fast stets sehr deut¬ lich geringelten Fühler zu nennen. Diese sind niemals überlang, bei der ganzen Gruppe sehr gleichmäßig, etwas unter halber Costalänge, mit kurzem, keuligem Knopf. Sie sind außerordentlich wenig biegsam, vielmehr so spröde, daß sie schon am lebenden Tier bei ungeschicktem Anfassen umknicken und brechen. Größere Variabili¬ tät zeigen schon die Palpen, doch sind diese niemals so übermäßig entwickelt, wie wir dies in der vorigen Fa¬ milie bei den Libythea gesehen haben. Meist ist das 2. Glied sehr lang bürstenförmig behaart, gewöhnlich weiß oder ganz hellblau, das 3. ist kürzer, spitz und manchmal ganz wenig beschuppt. Die Augen sind sehr konstant und so auffällig geformt, daß meist schon ein Blick auf die Augenbildung genügt, um in einem Tier die Lycae¬ nide zu- erkennen. Da sich unter den indo-australischen Arten keine mimetischen Lycaeniden befinden, so ist dies hier weniger von Wichtigkeit. Aber in Afrika kommen, wie ein Blick auf Taf. 62, 63 und 64 des Bd. 13 der „Großschmetterlinge“ zeigt, Arten vor, che aufs genaueste die geschützten Danaiden, Acraeen oder Weißlinge kopieren und keineswegs bei oberflächlicher Betrachtung den Eindruck von Lycaeniden machen. Es ist darum wert, zu wissen, daß der Grundriß der Lycaenidenaugen nicht rund ist, wie der der meisten anderen Tagfalter, sondern in der Regel, mehr oder weniger oblong oder bohnenförmig ; der hintere Rand ist manchmal aus¬ geschweift, und hier findet sich in der Regel ein lebhaft silberweißes oder messingglänzendes, fein pelzig be¬ haartes oder glatt beschupptes Band, das sich mehr oder weniger weit nach vorn um das Auge herumzieht.

Der Thorax kann robust und breit oder auch schmächtig sein, immer aber ist er mürb und zerbricht beim Pressen, so daß das Tier auf Fingerdruck flugunfähig wird. Danaiden, Acraeen und Heliconier, die man nicht stark drückt, fliegen alsbald wieder auf oder erholen sich nach kurzer Zeit; die Lycaenidae aber scheinen gegen solche Insulte nicht widerstandsfähig, nur erheischen manche (Cigaritis, Aphnaeus) einen stärkeren Druck und scheinen besser gepanzert, da sie sich zwischen den Fingern hart, fast wie Käfer oder Hymenopteren anfühlen.

Die Thoraxanhänge sind meist nicht minder charakteristisch, als der Kopf der Lycaeniden. Die Beine sind alle 6 ausgebildet, aber die Vorderfüße der BS haben die Tarsen mit ganz wenig Ausnahmen in eigen¬ tümlicher Weise modifiziert, so daß sich statt der Klauen scharfe Haken finden. Die Vflgl sind ziemlich über¬ einstimmend, meist dreieckig geformt und ganzrandig; die Subcostalis bei fast sämtlichen indischen Gattun¬ gen nur vierästig. Dagegen zeigen die Hflgl häufig lange, schwanzartige Anhänge, manchmal breit und schwert¬ förmig, zuweilen aber auch haarfein und ganz dünnen Flaumfedern vergleichbar. Mitunter treten 2 Paare solcher Anhänge auf, dazu sogar zuweilen noch ein dritter, lappenförmiger Figlanhang, und manche indischen Formen sind dadurch bemerkenswert, daß sie je nach der Jahreszeit geschwänzt und ungeschwänzt auftreten können.

Der Hlb der Lycaeniden ist bei den rfj zumeist sehr schlank und fein, oft seidenartig behaart oder oben metallisch beschuppt. Auch bei den ist er in der Regel nicht übermäßig dick und nie so schwer, daß der Flug unbeholfen würde. Im Gegenteil sind die Lycaenidae fast ausnahmslos recht gewandte Flieger, che oft reißend schnell umherschwirren und vielfach zu den bestfliegenden Insekten gehören, die man kennt.

Als Hauptfeinde sind für den Falter die Reptilien und besonders die Amphibien anzusehen. Die Eidechse Calotes versicolor schnappt die Falterchen von Blättern und Blüten weg und tiefer im Grase ruhende Lycaeniden fallen in großer Zahl den Batrachiern zum Opfer. Vielfach haben sie darum die Gewohnheit, sich zur Nachtruhe oben auf hochragende Wiesenblumen zu setzen, oder so weit als möglich in die Blütenkelche hineinzukriechen, wohin diese Feinde weniger leicht gelangen können. Dort aber fallen sie häufig Krabbenspinnen zur Beute. Ich habe aber nie gesehen, daß sie von Vögeln verfolgt oder auch nur angegriffen wurden : im Gegenteil, ich sah ganze Scharen der insektenfressenden Bülbiils (Ixus) und andere Pelzrücken (Pycnonotus) die Büsche nach In¬ sekten absuchen, die von Lampides und Polyommatus besetzt waren, ohne daß die Falter behelligt wurden, ob¬ wohl sie geradezu herausfordernd ihre blauen Figl spreizten. In der Umgebung von Adelaide waren oft auf den

Ausgegeben 30. IV. 1915. LIPHYRINAE; Allgemeines. Von Dr. A. Seit/..

801

Spirifex- Steppen Lycaeniden die einzig häufigen Insekten, wurden aber von den zahlreich die Felder durch - stürmenden Schwalben nicht angenommen.

Hierdurch erklärt sich das fast durch alle Lycaeniden- Gattungen gehende Färbungs- und Zeichnungs¬ motiv: eine strahlende oder grelle Innenseite, die das Tier im aktiven Leben auffällig macht, und eine unauf¬ fällige, häufig angepaßte Unterseite zum Verbergen während der Ruhe. Viele Lycaeniden haben die Gewohnheit, sich an Büschen zu sammeln, auf denen sie sich zu Dutzenden so ansetzen, daß der Busch zu blühen scheint. Bei kleinen Arten können dann die Unterseiten- Augen wie Staubgefäße aussehen.

Sehr viele Lycaeniden treten, wie oben schon erwähnt, an ihren Schwärmplätzen in größerer Individuen¬ zahl auf, als die meisten andern Tagfalter, aber es gibt auch Gegenden, wo Lycaeniden auffällig selten sind. Ich erinnere mich in Amerika Landschaften mit üppigster Vegetation gesehen zu haben, an denen diese Falterfamilie fast völlig fehlte.

Die Eier sind kuchenförmig, d. h. oben abgeflachte, meist stark gerippte oder genetzte Halbkugeln, die mit breiter Fläche der Futterpflanze aufliegen. Sie werden fast stets einzeln abgelegt und zwar gewöhnlich an die Unterseite der Blätter oder Zweige.

Die Rpn haben in der Regel eine gedrungene, gebuckelte, vorn und hinten stark verjüngte Gestalt (Asselraupen), unterscheiden sich aber durch bald glatte, bald borstige oder mit Flaum bedeckte Oberfläche. Manche sind absolut, knopfförmig, einer großen Schildlaus ähnlich, und dies ist in auffallender Weise bei solchen Arten der Fall, die, wie die Liphyra- Rpn, im Verdacht stehen, sich von Insekten zu nähren. In jedem Falle aber ist in der Ruhe der Kopf völlig unter den Schild der ersten Segmente zurückgezogen und nur beim Kriechen oder Fressen wird er sichtbar.

Das sonderbare, drüsige Organ, das sich bei vielen (besonders amerikanischen) Eryciniden-Rpn zu seiten des Halses findet, ist mir bei Lycaeniden-Rpn nicht bekannt geworden; es dürfte sogar, da die Eryci¬ niden-Rpn gleichfalls oft asselförmige Gestalt haben, als ein gutes Unterscheidungsmerkmal für diese beiden Gruppen angesehen werden. Dagegen finden wir bei den Lycaeniden-Rpn andersartige Organe. Das merkwürdig¬ ste ist wohl ein einziehbarer Fächer, der sich seitlich nahe dem Hinterende der Rpn von Curetis befindet, und der mit großer Schnelligkeit bewegt werden kann. Gleichfalls nahe am Hinterende befindet sich das Ameisen¬ organ, eine auf Betastung durch den Ameisenfühler ausstülpbare und sezernierende Drüse. Sie ist bei sehr zahl¬ reichen ameisenhebenden Lycaeniden aus Europa, Indien und Afrika nachgewiesen, und besonders Lamborn, Chapman u. a. haben in neuerer Zeit der Symbiose dieser Tiere viel Aufmerksamkeit zugewandt. Kershaw hat die Lebensgeschichte von Gerydus beschrieben, deren Rp in Blattlauskolonien lebt, zusammen mit Ameisen, und Blattläuse verzehrt. Hinsichtlich der Symbiose von Azanus ubaldus mag auf Bd. 1 der „Großschmetter¬ linge“ S. 294 verwiesen werden; hier findet ein regelrechtes Eskortieren der Rp durch eine Ameisengarde statt. Den Wert einer solchen, den man nicht recht einsah, so lange man die Hauptfeinde der Schmetterlinge und Rpn unter den Vögeln vermutete, schätzt man hoch ein, seitdem man weiß, daß Spinnen, Raubinsekten, be¬ sonders Hemiptera heteroptera, wie Nabis, Pentatoma, Reduviiden etc. den Rpn besonders gefährlich werden.

Die Ppn der Lycaeniden sind meist kurz und gedrungen und sehen zuweilen wie Blattknospen aus. Sie sind in der Regel vermittelst eures Seidenpolsters am Kremaster und eines Gürtels über die Körpermitte der Unterlage aufgeheftet, wo sie mit der meist flachen Bauchseite breit aufliegen. Es kommen aber auch Arten genug vor, wo die Pp schutzlos und frei auf dem Erdboden ruht. Bei afrikanischen und indischen Arten bleibt sie z. T. in der alten Raupenhaut stecken, die wie ein Schirm schützend wirkt und wieder andere Arten wohnen bis zur Entwicklung des Falters bei Ameisen zu Gast.

Die Einteilung der Lycaeniden in Unterabteilungen ist nach verschiedenen Prinzipien versucht worden. Röber hat (in Stau ding er und Schatz, Exot. Tagfalter) zwei Hauptgruppen unterschieden: Lipteninae, Vflgl fast stets mit 12 Adern. Nur afrikanisch; und Lycaeninae, Vflgl fast stets mit nur 11 oder 10 Adern, zu welch letzterer Gruppe sämtliche Arten des indoaustralischen Faunengebiets gehören. Näheres über die Unter¬ schiede dieser Gruppen s. Bd. 13, S. 297.

I. Subfamilie: L<i jphjrimie.

Diese Gruppe weicht so bedeutend von allen übrigen Lycaenidae ab, daß wir sie isoliert behandeln. Nur 1 2 Arten bilden die einzige hierher gehörige Gattung, deren unten gegebene Diagnose darum auch die der Subfamilie ist. Eine bei indo-australischen Lycaenen ganz ungewöhnlich gelbbraune Grundfarbe, ein unge¬ wöhnlich plumper Körper, ein heteroc. erenartiger Flug kennzeichnen die hierhergehörigen Arten genügend. Noch sonderbarer aber sind die Rpn, die schon für sich die Abtrennung und Ausscheidung von den übrigen Lycaeniden rechtfertigen. Ob aber das reduzierte Aeußere dieses Insekt als die tatsächlich primitivste Lycaenide dokumentiert, oder ob nicht vielmehr regressive Prozesse das ursprünglich besser entwickelte Tier rückgebildet haben, diese Frage läßt sich jetzt nicht entscheiden; für letzteres würde eine Beobachtung sprechen, wonach wir es mit einem halb parasitischen Tier zu tun haben. Parasitismus hat stets Verkümmerungsprozesse im Gefolge, und die abweichende, plumpe Rp mit den kümmerlichen Extremitäten ist vielleicht nur das Ergebnis der Aufgabe einer ehemals selbständigen Existenz.

IX

101

802

LIPHYRA. Von Dr. K. Grünberg.

Die Eier legt der Falter von Liph. brassolis an Sarcocephalus cordatus, einzeln oder zu zweien; nach Dodd aber an solche Stämme, auf denen Kolonien der grünen Laubameise ( Oecophylla smaragdina ) sich befinden. Das Ei weicht von dem fast aller Lycaenidae ab, nur mit dem der Gerydinen- Gattung Logania hat es Aehnlich- keit. Es ist ziemlich groß, griin, weiß überstäubt und sieht ungefähr aus wie der Abschnitt einer dorischen Säule. Auf der Kuppe befindet sich ein hexagonales Netzwerk; Seiten mit etwa 45 Längsrippen, die hie und da anastomosieren. Die Rp erinnert in ihrer Gestalt etwas an die gewisser Limacodiden so z. B. an che der austra¬ lischen Mecytha infrequens Scott, wie sie bei Sydney nicht selten an Eucalyptus-Blättern sitzt, oder an die von Narosa cidala Moore aus Indien. Man könnte sie für eine Blattgalle halten, da sie einen halbkugeligen, glatten Höker darstellt, von dem ungefähren Aussehen einer riesigen Schildlaus. Von den Segmenteinschnitten ist von oben nichts mehr zu sehen, als drei verstrichene Querfalten. Auch auf der Unterseite sieht man kerne Ring¬ teilungen mehr; sie bietet vielmehr eine ebene oder etwas eingezogene Fläche, in deren Mitte sich stark ver¬ kümmerte Gliedmaßen und ein ganz versteckter Kopf finden. Verpuppt sich das Tier, so bleibt die Rpnliaut als eine Decke über der Pp, und dies ist nötig, da das Tier in Ameisennestern lebt und man beobachtet hat, daß che Ameisen es anfallen ; aber che schildartige Rpnhaut ist so zähe, hart und glatt, daß che Kiefern der atta- quierenden Ameisen abgleiten, wie am Panzer einer Getonia aurata oder einer Clythra quadripunctata, che man in einem Ameisenhaufen wirft, und denen die wüthenden Ameisen durchaus nichts anhaben können. Die Falter von Liphyra schlüpfen nach ca. 3 Wochen; sie sollen in der Dämmerung fliegen, wofür auch ihr Kolorit, che plumpe Gestalt und ihr an gewisse dämmerungsliebende Hesperiden (Isrnene) erinnernder Flug sprechen; andere Beobachter sahen sie in der Sonne fliegen. Ein Hauch aus weißen Schuppen, der beim Auskriechen der Falter über Vflgl und Thorax ausgebreitet ist, zerstäubt, sobald der Schmetterling che Figl entfaltet. Die Subfamilie verbreitet sich von Nord-Indien über den malayischen Archipel bis nach Australien; che Falter sind selten (Dr. Seiiz).

1. Gattung: Liphyra Ww.

Die Gattung Liphyra repräsentiert wohl den primitivsten Typus unter ahen heute lebenden Lycaeniden. Beschränkt auf das indo-australische Gebiet, in dem so manche Gestalt aus längst vergangenen Zeiten erhalten gehheben ist, che sich der heutigen Tierwelt nicht mehr recht einfügen will und sich gewissermaßen selbst über¬ lebt hat, seit je zu den größten Seltenheiten gerechnet und nur in 2 Arten bekannt, von denen che eine erst kürz¬ lich beschrieben wurde, machen die großen robusten Liphyra viel eher den Eindruck von Castiniden als von Lycaeniden, unter denen man che zartesten Tagfalter zu sehen gewohnt ist. Verstärkt wird cheser Eindruck noch durch che stumpfen Farben, che Zeichnung und che teilweise ganz auffällig großen breiten Schuppen, wie sie eben für die Castniiden so charakteristisch sind. Wenn wir unter den Famihenvertretern nach näheren Verwandten suchen, so müssen wir Liphyra in che Nähe der Gattung Amblypodia stellen. Auch che afrikanische Gattung Hewitsonia (vgl. Bd. 13, S. 359), che ja ebenfalls Arten von beträchtlicher Größe umfaßt, steht Liphyra nahe.

Die Vertreter der Gattung Liphyra, che eine Figlspannung von über 80 mm erreichen können, sind che größten heute lebenden Lycaeniden. Der Körper ist sehr kräftig, kurz und gedrungen, die Fühler sind von der Mitte an allmählich und gleichmäßig keulenförmig verdickt. Taster schlank, leicht aufgebogen, che Stirn nur wenig überragend. Vflgl mit vollständigem Geäder, ziemlich breit, Vrd ganz leicht gebogen, Spitze scharf, fast rechtwinklig, Außenrd an der Ader 4 einen stumpfen Winkel bildend. Hflgl sehr breit, Außenrd stark gerundet, kreisförmig, Vrd beim $ ganz geradlinig gegen den Außenrd winklig abgesetzt, Ircl tief eingebuchtet ; Unterseite am Vrd und auf der basalen Mittelpartie mit sehr großen breiten Schuppen besetzt. Beine kräftig, kurz und gedrungen.

Ueber Lebensweise und Entwicklung siehe oben. Der Flug ist langsam, zögernd, durchaus nicht tag¬ falterartig. Das Ei ist groß, grün mit weißem Ueberzug, breiter als hoch und stumpf kegelförmig, gerippt, am oberen Ende regelmäßig gefeldert. Die Annahme Hollands, daß che Rpn Fleischfresser sind, beruht auf einer ziemlich künstlichen und vorläufig unkontrollierbaren Kombination.

brassolis. L. brassolis Wie. (142 a). <$: Vflgl oberseits schwarzbraun, die Zehe und che basale Partie zwischen

den Adern 2 4 intensiver dunkel, vor dem Ircl ein langgestreckter breiter pfeilspitzenähidicher braungelber Fleck, von der Wurzel bis über che Mitte des Irds reichend; am Zehenende ein kleiner braungelber Fleck. Hflgl mit graugelber Vrdpartie und braungelbem, von 4 zusammenhängenden schwarzen Flecken unterbrochenem Mittelfeld, Saumpartie breit schwarzbraun, der Ird bräunlich grau. LTnterseite bräunlichgrau, im Vflgl ein mit der intensiver dunkel gefärbten Partie der Oberseite sich deckender schwarzbrauner Fleck. Körperbeschup- pung graubraun. $: Oberseite beider Figl rötlich ockergelb mit breitem schwarzbraunem Saum, der im Vflgl bis zur Mitte cles Irds, im Hflgl bis zum Analwinkel reicht; Vflgl mit scharfem schwarzen Mittelfleck von der¬ selben Form und Ausdehnung wie beim rf, der che Figlwurzel und den dunkeln Saum nicht erreicht; Hflgl mit 3 5 schwarzen Flecken auf der Mitte. Verbreitet von Nordindien üder che Sunda-Inseln bis zu den Molukken. major. subsp. major Rothsch. ist eine nur im ^-Geschlecht bekannte, durch ihre viel beträchtlichere Größe ausgezeichnete Form von Queensland, mit bis 46 mm langem Vflgl und besonders scharf begrenzter Zeichnung; der oben und

GER YD INA E. Von H. Frtthstorfer.

803

unten gleich scharf markierte Mittelfleck des Vflgls zusammenhängend, die 3 schwarzen Flecke der Hflgl- oberseite isoliert. - subsp. robusta Fldr. ( 1 42 a) von Halmaheira unterscheidet sich durch die Form des Mittelflecks robusta. im Vflgl der basalwärts bis zur Wurzel reicht und saumwärts durch 3 schmale Zacken mit der schwarzbraunen Ranclbincle in Verbindung tritt und durch die Verlängerung der letzteren längs des Irds bis zur Wurzel; Hflgl mit 5 schwarzen Flecken. Bei abbreviata Strand von Sumatra, vielleicht nur eine Lokalrasse von robusta , dbbreviaia. mit der sie sonst übereinstimmt, erreicht die Saumbinde nur die Mitte des Irds.

L. castnia Strand (142 a). $ oberseits schwarz mit tiefschwarzer Saumlinie in beiden Flgln und bräun- caslnia.

liehen Saumschuppen; Vflgl mit bräunlichem Vrd und hinter der Mitte zwischen den Adern 2 11 mit breiter lebhaft rötlich gelber, auf der mittleren Partie et was verschmälerter Querbinde. Unterseite der Vflgl auf der Basalhälfte schwarz mit hellerem Ird, Außenhälfte schwärzlich violett mit zerstreuten, an der Spitze etwas dichter stehenden hellen Schuppen; eine helle Binde wie oben, aber schmäler, weniger scharf, wie aus mehreren zusammenhängenden Flecken gebildet. Hflgl schwarz mit violettem Schimmer, zerstreuten hellen Schuppen und unscharfen hellen Wischen vor dem Saum ; in der Zelle bildet die schwarze Färbung einen intensiven, außen scharf rechtwinklig begrenzten Fleck. Neu-Guinea (Kaiser Wilhelms -Land).

II. Subfamilie: Gerydinae.

Die hierzu gehörigen drei Gattungen bilden eine scharf umgrenzte Gruppe, welche durch zwei Merk¬ male von allen übrigen Lycaeniclen und überhaupt allen bekannten Rh opaloceren ohne weiteres mit Sicherheit abgetrennt werden kann. Es ist dies zunächst die Form des Unkus, welcher bei einigen Arten schon äußerlich sichtbar fahnenartig aus dem Abdomen hervortritt und manchmal die halbe Länge des Hlbs erreicht. Des weiteren kommen die langen Schenkel der Hinterbeine in Betracht, vielfach in Verbindung mit breiten, platten, spatelförmigen Tarsen. Die plattgedrückten Tarsen zeigen nicht allein die verkümmerten Vorderfüße der GS ' und $$, sondern bei der Gattung Gerydus auch die Mittel- und Hinterfüße. Aber während die Proportionen der Beine bei einzelnen Artengruppen wechseln, bleibt der Ausbau der Klammerorgane bei allen bekannten Species durchaus analog. Der LTncus besteht aus zwei chitinösen Platten, deren messerförmige Teile dorsal und basal durch einen kurzen, schmalen Steg miteinander verbunden sind. Der Rücken der beiden Platten ist stets etwas sattelförmig eingedrückt, deren dorsales Ende abgerundet, der ventrale Teil zeigt eine stumpfe Spitze. An der ventralen Partie trägt jede Platte je ein ungefähr in der Mitte entspringendes proximal gerich¬ tetes und an der Spitze stark gekrümmtes griffelförmiges Häckchen . Letzteres ist bei allen Species vorhanden und ziemlich gleichmäßig in seinen Größenverhältnissen. Der LTncus selbst wechselt etwas in der Form des muldenförmigen Eindrucks am Rücken, in der Länge und der mehr oder minder schlanken distalen Spitze.

Im Gegensatz zum LTncus und auch im Kontrast zu den meisten Lycaenidengattungen ist die Valve verkümmert. Die Valve selbst erscheint gleichfalls ungewöhnlich schlank, manchmal mit scharfer, gelegent¬ lich auch stumpfer Spitze.

Die Palpen sind auffallend schmal, dünn, und schwach beschuppt, das Endglied fast so lang wie das Mittelglied, fein zugespitzt und etwas nach vorne gebeugt.

Bei einer Artengruppe sind die Tibien am vorderen Ende auffallend verdickt.

Die Struktur der drei anerkannten Genera der Subfamilie ist analog den Klammerorganen durchaus homogen. Charakteristisch und allen gemeinsam ist das Fehlen der vorderen Discocellulare der Vflgl. Der zweite Subcostalast kann dem Zellapex genähert oder etwas nach innen gerückt sein. Bei Gerydus ist die Zelle relativ schmal, bei Logania kurz und breit. Die mittlere und hintere Discocellulare in der Regel ganz steil, strichförmig, nur bei Gerydus ist letztere schwach konkav.

Bei einigen Arten tritt als tertiär sexuelles Merkmal eine Verdickung des Ursprungs der vorderen Mediane in Erscheinung.

Macromalayana ist zweifelsohne der LTrsprungsherd der Gerydinae, insbesondere ist Borneo ein Zentrum und der Fundort stetig auftauchender Neuheiten. Dabei ist der äußerste Norden und der Osten der Insel noch fast unbekannt. Dennoch aber ist der Anteil Borneos nicht so optimistisch zu beurteilen, wie es Moultox 1911 begeistert darstellte, der glaubte daß 33 Arten auf Borneo leben und darunter 18 Arten, die sonst nirgends vorkämen. Zunächst hat Borneo kaum über 30 Arten, und davon sind nur 5 oder 6 endemisch, während die übrigen „Species“ sich als Lokalrassen wreit verbreiteter oder wenigstens in ganz Makromalayana heimische Kollektivarten erwiesen haben. Auf dem Kontinent finden sich nur wenige endemische Arten, zu denen ich eine völlig isoliert stehende Species in Tonicin zu entdecken das Glück hatte. Wir kennen nunmehr aus Indien 5, Birma 13, Tonkin 3, Perak 16, Borneo 29, Sumatra 24, Java 15, Celebes 9, Philippinen 14, Molukken 2, Neu- Guinea 5 Species. Die Artenzahl der Philippinen, von Celebes, besonders aber von Tonkin und der Malayischen Halbinsel werden noch Zuwachs bekommen. Namentlich von letzterer ist noch eine ganze Anzahl der bisher nur aus Sumatra bekannten Species zu erwarten.

Die Kenntnis der Eiform verdanken wir Doherty. Das Ei ist oben und unten flach, manchmal gekielt und mit zartem Netzwerk überzogen. Das Ei von G. boisduvali ist nach einer Abbildung von Kershaw * ganz

* Butt. Hongkong, t. 6 a, f. 19, 1907.

804

GERYDINAE. Von H. Fruhstorfer.

flach mit vier Rändern und ebensoviel Rillen und sieht aus wie eine zusammengelegte japanische Papier¬ lampe.

Rp durch Kershaw entdeckt, behn Auskriechen nahezu cylindrisch, erst später eine nacktschnecken¬ artige Form annehmend. Farbe zuerst hellgelb mit einer deutlichen purpurnen Dorsallinie und einigen feinen Haaren am braunen Kopf und am letzten Segment. Im letzten Stadium wird die Rp grünlichgelb mit purpur¬ braunen Streifen, das zweite Segment schwillt an, so daß der Kopf leicht darunter versteckt werden kann, was fast immer der Fall ist, wenn die Rp ruht. Die Rp frißt Blattläuse, wozu einige Bisse genügen. Nach dem Mahl lecken sich die Larven die Füße ab, genau so wie es auch Mantiden zu tun pflegen. Die Aphiden werden beim Verzehren gegen die Pflanze 'gepreßt oder frei in die Luft gehalten, manchmal sorgsam ausgesucht und anschei¬ nend nach dem Geruch auf ihre Preßbarkeit hin untersucht. Die Aphiden selbst kennen die Gefahr, welche ihnen von den Gerydus- Rpn droht, nicht, denn manchmal klettern sie über die Rpn hinweg oder krabbeln um sie herum.

Die Eier des Schmetterlings werden inmitten einer Masse von Aphiden abgelegt und mit ihrer völlig flachen Unterseite festgeklebt, so daß ein Abrutschen oder Entfernen durch die Aphiden unmöglich ist. Ehe sich die Rpn einpuppen, verlieren sie ihre spärlichen Haare, sie beginnen ihre schneckenhafte Trägheit für einige Zeit zu verlieren und wandern ruhelos umher. Wenn sie dann einen zusagenden Ort gefunden haben, spinnen sie einige Fäden in der Nähe des Kopfes und Schwanzes ; manchmal machen sie sich auch einen Gürtel. Die Spitze des Abdomens ist abgeplattet, eine Scheibe, und bildet somit einen guten Stützpunkt. An jeder Seite des siebenten Segments ist ein kleiner Vorsprung. Die Ppnruhe dauert in der Regenzeit ungefähr 10 Tage, das Rpnstadium in derselben Periode etwa 15 Tage. Der Falter durchläuft in Hongkong ehre vollkommene Entwicklung während jedes Monats des Jahres, mit Ausnahme des kalten Januars und Februars.

Der Falter selbst hat grüne Augen und bevorzugt schattige und feuchte Plätze unter großen Bäumen mit vernachlässigtem Unterholz. Wenngleich er den ganzen Tag unterwegs ist, tritt er doch gegen Abend am häufigsten auf.

Das $ legt seine Eier gegen Abend, kurz ehe die Nacht völlig hereinbricht, auf Zweige und Blätter, die von Aphiden bewohnt sind und über welche zwei Species Ameisen, Polyrachis dives Sm. und Dolichoderus bitu- berculatus Mayr, hinweglaufen. Sowohl die Aphiden wie auch die Ameisen nähren sich von dem Saft der Pflanze, während die Ameisen außerdem noch die Aphiden als Melkkühe benützen. Ehe das $ seine Eier ablegt, fliegt es unbestimmt auf und ab, hier und dort in den Blättern herum wandernd, bis es endlich zwei oder drei Versuche macht, inmitten der Ameisen und Aphiden ein einzelnes Ei abzusetzen. Es erhebt sich dann und saugt einige Zeit von dem Pflanzensaft, den GS und sehr lieben, so daß man manchmal 5 6 beisammen sitzen sieht.

Die Ameisen kümmern sich weder um die Schmetterlinge noch um die Eier, noch um die Rpn der Gerydinae. Es scheint, daß sie mit den Aphiden zu sehr beschäftigt sind und sich nicht um die Wohlfahrt der Rpn kümmern können, wie sie es bei jenen von Spindasis lohita und Ogyris tun (Kershaw).

Die Imagines sind schattenliebende Falter, welche es niemals wagen, sich den direkten Sonnenstrahlen auszusetzen. Die seltneren Arten verlassen überhaupt niemals den dichten Wald und nur häufigere Species, wie G. horsfieldi, biggsi und G. symethus halten sich am Waldrande auf. Man sieht letztere ruhelos zwischen niederen Büschen herumfliegen, wo sie Blattläuse aufsuchen. Sie sind aber dennoch schwache Flieger, nur verstecken sie sich eilends im Walde, wenn sie verfolgt werden. (Martin und de Niceville, Journ. Asiat. Soc. Beng. 1895, p. 446). Nach Bingham (Fauna of Brit. Inclia, Butt. 1907, p. 287 88) fliegen die $$ am Unterholz und an niederen Kräutern am Waldrande. Die GS dagegen sitzen stets auf der Oberseite der Blätter oder am Ende abstehender Zweige und machen von dieser überlegenen Stellung aus kurze, schnelle Runclfliige, um dann zum selben oder einem benachbarten Blatte zurückzukehren. Sie sitzen stets, den Kopf nach außen, ins Freie und nicht gegen den Baumstamm zu gerichtet.

Ich selbst habe in Annam beobachtet, daß einige Falter rasenden Fluges an mir vorbeieilten, so daß ich nicht wußte, ob Heteroceren oder Satyriden dahinstürmten. Nachdem ich einige der eiligen Geschöpfe im Netze hatte, stellte sich heraus, daß ich Gerydus croton und boisduvali vor mir hatte.

Diese Lycaeniden fliegen in der Ebene langsam und bewegen sich stets dicht am Erdboden. Oben auf den Bergen mit den stets wehenden heftigen Winden aber scheint es, daß sie gezwungen sind, ihre Flug- muskehi zu stärken und sich den neuen Verhältnissen anzupassen, was ihnen in überraschendster Weise ge¬ lungen ist. (Fruhstorfer, Tagebuch d. Weltreise, p. 292 -93.)

A. horsfieldi wurde von Oberst Barrow in Birma beobachtet, dem auffiel, daß die Falter so lange an einer Stelle verweilten. Aber ehe sie sich definitiv zur Ruhe niederließen, setzten sich die Tierchen nur auf einige Augenblicke und wiederholten dieses Ab- und Zufliegen vielleicht zwanzigmal. Barrow interessierten auch die langen Beine der Allotinus und er fand, daß diese sehr geeignet seien, um es den A. horsfieldi zu ermög¬ lichen, über einer großen Menge von Aphiden zu sitzen. Die horsfieldi kitzeln nach seinen Beobachtungen die Aphiden mit ihren Beinchen, genau wie es die Ameisen mit ihren Fühlern tun, und scheinen sich von ihren Absonderungen zu ernähren. Häufig sitzen bei den Aphiden bereits Ameisen. Aber auch diese überdecken die Allotinus mit ihren Stelzbeinen, und selbst große Ameisen beachten die horsfieldi entweder gar nicht oder

LOGANIA. Von H. Frutistorfer.

805

betrachten sich nur für eine Weile deren Schenkel, gleichsam um zu erkennen wer da sei. Barrow hat aber nie beobachtet, daß die Ameisen horsfieldi angreifen. (Angaben übersetzt aus Bingha.m I. c.)

Nach Moulton hat Shelford im Botanischen Garten von Singapore auf einem großen Blatt einige Ameisen um ein $ von G. symethus sich bewegen sehen. Bei näherer Untersuchung ergab sich, daß sowohl der Gerydus wie auch die Ameisen die Absonderung des Afters kleiner Larven von Fulgoriden oder .Jassiden auf¬ saugten. Die Larven blieben ganz ruhig, so lange die Gäste an ihnen saugten, sie sprangen aber vom Blatte, als sie durch Siielford gestört wurden. Nach Moulton wurden auch Gerydus ancon, A. nivalis, Logania sriwa, L. drucei und L. staudingeri auf Homopterenlarven angetroffen. Da nun die Logania keine langen Beine haben, so ist deren Vorhandensein nicht nötig, um das Besaugen der Aphiden oder Homopteren zu ermöglichen.

In Tijds. v. Ent. 1912 p. 17 meldet Prof. Courvoisier, daß nach einer Mitteilung von Edw. Jakobson Gerydus boisduvali myrmekoph.il ist und sich von Schildläusen ernährt, welche durch die Ameisenart Doli- choderus bituberculatus Mayr gezüchtet werden.

1. Gattung: Slogan ia List.

Das Genus wurde von seinem Autor nach der einzigen 1887 bekannten Species L. malayica, der Type der Gattung, von Gerydus und Allotinus abgetrennt wegen der verdickten Tibien Wenngleich nun bei vielen Arten die Tibienanschwellung kaum zu bemerken ist, wird das Genus hier dennoch aufrecht erhalten und soll eine Artengruppe umschreiben welche die kleinsten Gerydinae umfaßt.

Die Figl sind rundlicher als bei den meisten Gerydmae, deren Ränder (auch jene der Vflgl) schärfer gezackt. Strukturelle Kennzeichen von besonderer Bedeutung sind kaum hervorzuheben. Doch sind die beiden vor dem Zellende befindlichen Subcostaläste der Vflgl weiter von einander entfernt und steiler gestellt als bei Allotinus und die Zelle erscheint küizer und breiter.

Der Uncus ist etwas kürzer, dorsal schwächer konkav wie bei Allotinus und Gerydus. die Valve etwas breiter. Die Unterseite fast aller Arten ist vorwiegend weiß nur in einem Falle ( drucei ) schwärzlich aber dicht rotbraun oder schwärzlich beschuppt. Manchmal zeigen sich Anhäufungen von großen braunen Flecken, welche sich deutlich von der fein marmorierten Oberfläche abheben aber sich niemals zu kompletten Binden wie bei Gerydus vereinigen.

Die Logania sind echte Waldschmetterlinge; sie fliegen um die Spitzen niederer Büsche und nach Martin entschieden schneller als die echten Gerydus. Sie bewohnen hauptsächlich die Niederungen und finden sich das ganze Jahr über. Eine Art beobachtete ich auf Celebes auf ca. 1500 m Erhebung. Vorkommen von Assam an südwärts in ganz Makromalayana, wo Borneo mit sieben Species den Löwenanteil wegnimmt. Beobachtet aber nicht gefangen wurde eine Art auf Sumbawa. Celebes beheimatet zwei Arten, von den Philip¬ pinen kennen wir 3 4 Species und neuerdings wurde das Vorkommen von zwei Arten auch für Neu- Guinea nachgewiesen.

Zwei Artengruppen :

a) Logania Dist. Beine einfarbig. Apex der Vflgl verlängert.

b) M a 1 a i s Doh. Beine schwarz geringelt. Apex der Vflgl rundlich.

a) Artengruppe Logania.

L. malayica die stolzeste Art des Genus. Oberseite milchig blauweiß, Vflgl mit breitem schwarzem Distal¬ gebiet. Hflgl nur mit zarter, schmaler brauner Distallinie. Unterseite dicht rotbraun gesprenkelt. L malayica ist die einzige Species mit schräg abgeschnittener Vrdpartie und darüber zipfelartig vorspringendem Apex der Vflgl. malayica Dist. (141 f ) findet sich in Makromalayana mit Ausschluß von Java. Moulton erwähnt malayica. sie von Sandakan und Pnlo-Laut. subura Frühst, bewohnt die südlichen Philippinen. Habituell ist sie kleiner subura. als die Namenstype. Unterseite beim $ ohne die bräunliche Apicalfleckung, welche $$ aus Nord- Ostsumatra meiner Sammlung deutlich aufweisen. Von Sibulan auf Mindanao, Flugzeit Dezember. Type in der Sammlung Semper.

b) Artengruppe Malais.

L. sriwa Dist. (141 f.) findet sich im Makromälayischen Gebiet ohne jedoch auf Java überzugehen, sriua Grundfarbe wie bei L. malayica, der schwarze Distalsaum der Vflgl nach innen schärfer abgegrenzt. Die Zähn- chen der Hflgl zart schwarz betupft. Unterseite besonders am Costalsaum der Vflgl abwechselnd schwärzlich und weiß gestrichelt. Hflgl bemerkenswert durch eine von braunen Schuppen freibleibende weiße bandartige Zone. Von der Malayischen Halbinsel, Nordost- Sumatra, Sarawak und Pulo-Laut. Moulton hat sriwa im süd¬ lichen Borneo beobachtet. Sie ist eine gut geschützte Art, wenn sie mit gefalteten Flgln auf der Oberseite der Blätter sitzt. Wenn sie etwa 5 8 Fuß hoch zwischen den Bäumen auffliegt, gewährt sie einen prächtigen

806

LOGANIA. Von H. Fruhstorfer.

Anblick, entschwindet aber dem Jäger, wenn sie sich setzt. Dabei hilft der weiße Streifen der Hflgl-Unterseite den Umriß des Falters zu brechen und ihn dadurch noch unsichtbarer zu gestalten.

regina. L. regina Druce kommt auf Borneo neben L. sriiva vor und ist von sriwa nach Angaben von H. H. Drtjce

dadurch differenziert, daß die innere marginale Zone der Vflgl-Unterseite weiß bleibt. Es sind nur wenige Exemplare bekannt. Die Type, ein <$, befindet sich in der Godman- Sammlung des Britisch-Museum. Mottl¬ ton erwähnt regina auch von den Inseln Mehkop, Banguey sowie von Labuan.

lahomius. L. lahomius Kheil ist selten auf Nias. oben weiß mit breitem schwarzem Distalsaum der Vflgl. Die Hflgl

mit grau angeflogenem Costal- und Terminalrand. Unterseite braun, weiß gesprenkelt. Nach Ivheil von L. regina durch das Vorherrschen des schwärzlichen Außenrds der Vflgl, insbesondere aber die stark geschwärz¬ ten Hflgl wohl zu trennen. Name nach Lahomi, einem Dorf auf Nias.

L. luca scheint die vorige Art in Perak, auf Sumatra und Borneo zu ersetzen. Es sind nur ganz we¬ nig Exemplare bekannt und de Niceville berichtet, daß er nur 2 $$ aus Sumatra und 2 9$ aus Perak empfangen luca. habe. Eine Cotype aus Sumatra von luca Nicev. befindet sich jetzt in meiner Sammlung. Das $ gleicht ober- seits L. lahomius Kheil <J, doch ist der Distalsaum der Hflgl noch ausgedehnter braun bedeckt. FTnterseite vorwiegend weißlich mit einer scharf gezackten schwarzen Anteterminalbinde beider Figl. Im Discus der Hflgl befindet sich eine braune ringförmige Zeichnung inmitten zarter blaugrauer und brauner Marmorierung. staudingeri. staudingeri Druce. Das $ hat eine schmälere schwarze Randpartie beider Figl als das luca-Q. Das <$ ist oberseits schwärzlich mit ausgedehntem blauweißem Distalgebiet der Vflgl. Die Unterseite durchweg bräunlich, mit schwarz umgrenzten Bindenrudimenten. Am Kina-Balu aut ca. 4000, am Berg Matang in ca. 2000 Fuß Höhe.

evora. L. evora spec. nov. steht oberseits L. regina, L. sriiva (141 f) und L. luca nahe, durchweg weiß mit aus¬

gedehntem schwarzen Apicalsaum der Vflgl. Die Unterseite erinnert an L. sriiva. Vflgl basalwärts jedoch weiß, nur der Apicalteil braun marmoriert. Die Hflgl zeigen statt des freibleibenden weißen Streifens von L. sriwa, ein weißes rundliches Discalfeld. Der übrige Teil der Figl zart braun meliert. Sula-Inseln, Type in der Sammlung Semper im Senckenberg-Museum in Frankfurt.

L. marmorata, eine unscheinbare aber weit verbreitete Art. Ihre Ausläufer erreichen im Norden die Philippinen und wir begegnen ihr von Tenasserim an durch ganz Makr omalay ana. Der gesamte Basalteil der Vflgl weißlich oder blaugrau je nach der Lokalität, der Apicalsaum breit schwarz. Bei der Namenstype und einer Rasse des nördlichen Borneo ist auch der Hflgl blaugrau aufgehellt, die übrigen Inselformen führen schwarze marmorata. Hflgl. marmorata Moore (141 f ) die hellste Abzweigung der Gesamtart. Vflgl des $ fast weiß, zart violett angeflogen, beim das mir aus Singapore vorliegt, trüb kreideweiß. Hflgl mit blaß blaugrauer Basalzone, welche die Mittelzone noch umfaßt. Unterseite grau mit weißlichen Wischflecken, schwärzlichen submarginalen Schuppenanhäufungen und undeutlichen braunen Makeln der vorwiegend silbergrau gesprenkelten Hflgl. Type aus dem Mergui- Archipel, weitere Exemplare sind aus den Shan- Staaten, Burma, Perak bekannt. Ein ivaisoniana. £ fand Dr. Martin in Singapore. watsoniana Nicev. übertrifft L. marmorata in der Größe. Sie wird als deren Trockenzeitform aufzufassen sein; $ mit je einem weißen Discalfleck beider Figlpaare, die gesamten Hflgl und die Basalzone der Vflgl hell grauviolett. Das 9 hat zudem durchweg violette Oberseite der Hflgl. Unter¬ seite der Vflgl weiß mit braunem Distalsaum. Sehr selten, nur aus den Shan- Staaten und den Karen-Hills in hilaeira. Birma bekannt. hilaeira Frühst., eine hervorragend differenzierte Inselrasse. Beide Geschlechter ohne Spur eines grauen oder weißlichen Anfluges auf den matt schwarzbraunen Hflgln. Auch das wei߬ liche Basalgebiet der Vflgl verdunkelt, wie mit einem grauen Schleier überdeckt. Flugzeit hauptsächlich