B TERMESZETRAJZI FÜZETEK.
A MAGYAR TUDOMÁNYOS AKADÉMIA SEGELYEVEL KIADJA A MAGYAR NEMZETI MUZEUM.
MOCSÁRY SÁNDOR.
HUSZONNEGYEDIK KÓTET. 1901.
HUSZONHÁROM TÁBLÁVAL.
Vol. XXIV. 1901. Cum 28 tabulis.
ZEITSCHRIFT FÜR | JOURNAL DE ZOOLOGIE, | PERIODICAL OF ZOOLOGIE, BOTANIK, MINERA- | DEBOTANIQUE, DEMINÉRALOGIE | ZOOLOGY, BOTANY, MINERALOGY LOGIE UND GEOLOGIE. | ET DE GÉOLOGIE. | AND GEOLOGY. MIT SUBVENTION DER UNGAR. | SUBVENTIONNÉ PAR L'ACADÉMIE | WITH THE SUBVENTION OF THE AKADEMIE D. WISSENSCHAFTEN. | DES SCIENCES DE HONGRIE. HUNG. ACADEMY OF SCIENCES. HERAUSGEGEBEN VOM UNG. | PUBLIÉ PAR LE MUSÉE NAT. | EDITED BY THE HUNG. NAT. NAT. MUSEUM IN BUDAPEST. | HONGROIS A BUDAPEST. MUSEUM AT BUDAPEST.
BUDAPEST.
A MAGYAR NEMZETI MÜZEUM TULAJDONA.
E.
Bernâtsky J. dr.
Borbás V. dr. Brauns H. Dr.
Csiki E. Daday E. Dr.
Dollfuss Adr.
Hendel Fr. Horváth G. Dr.
Kertész C. Dr.
Konow Fr. W. Kraatz G. Dr.
Madarasz Gy. dr.
TARTALOM.
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datok Német- Dj. EM NEN ‘(Bird ae gyüjtése.) — Beitrüge zur Ornis von Deutsch-Neu- Guinea. (Ludwig Bió's Sammelergebnisse. )
Description of two probably new European Birds
Melizophilus rotbrehildi n. sp...
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88
Méhely L.
Schilsky G. Schótt Harald Dr.
Szépligeti Gy.
Tuzson G. dr.
Waisbecker A. dr.
Catalogus Endomychidarum, conscripsit Ernestus Csiki
Adatok az uj-guineai szükszájü békák (Engystoma-
Pag.
tidæ) ismeretéhez. — Beiträge zur Kenntniss der Engystomatiden von Neu-Guinea (Tab. IV—XIL) 169 Apion Horváthi n. sp. aus Russisch-Armenien .. 153 Apterygota von Neu-Guinea und den Sunda-Inseln (Fab. XVI—XIX. . - 2. Tropische Cenocælioniden und Braconiden aus der Sammlung des Ungarischen National-Museums. I. 353 A tarnóezi kóvült fa (Pinus Tarnöcziensis n. sp.) — Der fossile Baumstamm bei Tarnóez (Pinus Tar- nöcziensis n. sp.) (Tab. XIII—XV.) — EMG A bärcs-fajok elterjedései és vegyült fajai Vasvar- megyében. — Die Variationen und Hybriden der Cirsium-Arten des Eisenburger Comitats in Ungarn 332 Appendix. 1—53
Adnotatio.
Partes I—IL (pag. 1—272) edit: sunt die 10 Junii 1901; Partes III—IV. (pag. 273—496) edite sunt die 20 Octobris 1901.
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TERMÉSZETRAJZI FÜZETEK.
XXIV.
MIKROSKOPISCHE SÜSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH- NEU-GUINEA.
(Tab. I—III.) Von Dr. E. von DADAY.
Der seit dem Jahre 1895 in Deutsch-Neu-Guinea sich befindende ungarische Naturforscher Lupwie Bırö hat, ausser vielerlei anderen natur- historischen und ethnographischen Objecten, im Laufe des Jahres 1896 auch mikroskopische Süsswasserthiere gesammelt und dem ungarischen National-Museum eingesandt. Die in dem, an verschiedenartigen Fund- orten und zu verschiedener Zeit gesammelten Material enthaltenen Pro- fozoen hat G. Exrz studiert und beschrieben, * wogegen ich die Nemato- den, Rotalorien, Entomostraken und Hydrachniden bearbeitete ** und nunmehr das gesammte Ergebniss meiner Studien in vorliegender Arbeit zusammenfasse.
Das mir vorliegende und aufgearbeitete Material hat L. BrRÓ theils in Berlinhafen, auf der Insel Seleo, theils aber bei Friedrich-Wilhelms- hafen, insbesondere in den Sümpfen von Lemien gesammelt.
Unter den hier verzeichneten und beschriebenen 100 Arten sind 22 Nematoden, 47 Rotatorien, 4 Gastrotrichen, 9 Copepoden, 11 Clado- ceren, 1 Branchiopode, 3 Ostracoden und 3 Hydrachniden. Unter den > Nematoden sind blos zwei solche, welche ausser Neu-Guinea auch aus anderen geographischen Gebieten bekannt sind. Der grösste Theil der Rotatorien, d. i. &0 Arten, wurden bereits früher und an zahlreichen Punk- ten der Erde gefunden und blos 11 Arten sind es, mit den Gastrotrichen zusammen, welche derzeit für Neu-Guinea charakteristisch sind. Von den Copepoden gehören die 4 Cyclops-Arten zu den Kosmopoliten, wogegen die Canthocamptus- und Nitocra- Arten bisher eine Specialität von Neu- Guinea bilden. Von den Cladoceren sind in erster Reihe die Kosmopoli- ten (Chydorus, Pleuroxus) zu erwühnen, sodann die ausser Neu-Guinea blos aus Ceylon (Duwenhedia, lliocryptus, Ceriodaphnia) oder Afrika (Gri-
* Uj-guineai véglények. (Protozoa.) — Math. term.-tud. Ért. XV. 1897. kk Új-guineai Rotatoriák. Math. term.-tud. Ert. XV. 1897. p. 131. — Uj-guineai
szabadon élő Nematodák. Math. term.-tud. Ért. XVII. 1899. p. 557. — Uj-guineai Entomostrakák és Hydrachnidäk. Math. term.-tud. Ert. XVII. 1900. p. 1.
Természetrajzi Füzetek. XXIV. köt.
2 D: DADAY
maldina, Moinodaphnia) verzeichneten und schliesslich die neuen Arten. Die einzige Branchiopode (Eulimnadia) ist ausser von Neu-Guinea, blos aus Australien bekannt. Die Ostracoden und Hydrachniden sind als eigen- thümliche Arten Neu-Guineas zu betrachten, ebenso wie auch die neuen Gastrotrichen.
Einen ansehnlichen Theil der beschriebenen Arten, besonders die Nematoden und mehrere Rotatorien, habe ich in mikroskopischen Præpa- raten fixirt, wogegen die Entomostraken und Hydrachniden in Spiritus aufbewahrt sind, von einzelnen Arten habe ich jedoch, je nach dem Be- dürfniss, auch mikroskopische Præparate angefertigt.
I. NEMATODA. 1. Aphanolaimus papillatus Dan. Tab. I. Fig. 3, 4.
Der Kórper ist an beiden Enden verjüngt, hinten jedoch weit dün- ner, als vorn. Die Cuticula erscheint ganz glatt und ohne jeglicher Stru- ctur; ich vermochte daran weder Ringe, noch Feldchen wahrzunehmen. Ebenso war keine Seitenmembrane lings des Kórpers zu bemerken. Auf dem Kopfe stehen rings um die Mundóffnung keine Tastborsten, an deren Stelle sich sehr kleine Papillen entwickelten. -(Tab. I. Fig. 3.) Die Mund- öffnung führt unmittelbar in den Oesophagus, dessen inneres Lumen durch eine ziemlich dicke Cuticula begrenzt ist. Der Oesophagus verdickt sich zwar nach hinten allmälig, ist jedoch demungeachtet am Hinterende nicht viel dicker als am Vorderende. Das weibliche Geschlechtsorgan ist paarig, die Ejerstócke sind indessen relativ kurz. Die weibliche Geschlechts- öffnung liegt in der Kórpermitte. Der Schwanz ist verhältnissmässig lang und sehr dünn, fast nadelartig zugespitzt; derselbe enthält im Innern des Basaltheiles eine grosse Drüse. (Tab. I. Fig. 4.)
Es lagen mir blos einige weibliche Exemplare vor, deren Gróssen- verhältnisse folgende sind: Kôrperlänge 1°32 mm.; Oesophaguslänge 0°33 mm.; Schwanzlünge 0:27 mm. ; grósster Durchmesser 0:03 mm.
Diese Art unterscheidet sich von den übrigen Arten des Genus in erster Reihe durch die glatte Cuticula; ein auffallendes Merkmal ist je- doch auch, dass die mundständigen Borsten fehlen und durch Papillen ersetzt sind. Eine charakteristische Eigenthümlichkeit ist auch die aut- fallende Dünnheit des Schwanzes.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien,
MIKROSKOPISCHE SÜSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 2
3. Aphanolaimus fenwis Dan. Tab. I. Fig. 14—16.
Der Kórper ist nahezu fadenfórmig, gegen das vordere und hintere Ende verjüngt, das Hinterende indessen weit dünner als das Vorderende. Die Cuticula ist ganz glatt und sind daran weder Ringe, noch Feldchen wahrzunehmen. Das Kopfende ist auffallend spitzig ; um den Mund stehen weder Tastborsten, noch Papillen. (Tab. I. Fig. 14.) Der Oesophagus ist nach hinten allmálig verdickt; das innere Lumen durch eine dünne Cuti- cula bedeckt. Das weibliche Geschlechtsorgan ist unpaarig und die weib- liche Geschlechtsóffnung liegt in der Nähe des vorderen Körperdrittels. Das Schwanzende beider Geschlechter ist von gleicher Form, relativ kurz, gegen das Ende allmälig verjüngt, spitz endigend und enthält im Innern des Basaltheiles zwei grosse Drüsen. (Tab. I. Fig. 15.) Die Spicula des Männchens ist ganz dolchfórmig, der Grifftheil nur halb so lang, als der Klingentheil, die Spitze abgerundet. (Tab. I. Fig. 16.)
Im Verlauf meiner Untersuchung gelangte ich in den Besitz von einigen Weibchen und eines Männchens, deren Grössenverhältnisse fol- gende sind: Körperlänge 2:61 mm.; Oesophaguslünge 0'5 mm. ; Schwanz- lange 0°26 mm.; grósster Durchmesser 0:04 mm.
Von den bekannten Arten der Gattung gleicht diese Art zumeist der vorhergehenden, an welche dieselbe auch dadurch erinnert, dass das Kopt- ende keine Tastborsten trägt, unterscheidet sich jedoch davon, sowie von den übrigen Arten dadurch, dass das Kopfende ganz glatt ist und nicht einmal Papillen trägt.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
3. Aphanolaimus brachyurus Da». aise itor 17:18.
Der Kórper ist gegen beide Ende verjüngt, indessen nach hinten weit mehr, als vorn. Die Cuticula ist auffallend geringelt, viereckige Feld- chen aber sind nicht wahrzunehmen. Rings um die Mundóffnung erheben sich Tastborsten, welche relativ kurz, in ihrer ganzen Länge gleich dick und im Ganzen genommen stübchenfórmig sind. Hinter der Dasis dieser Stäbchen liegt an der Rückenseite ein kreisfórmiges Organ. (Tab. I. Fig. 17.) Der Oesophagus ist bis zur Mitte nahezu gleich dünn, von da an aber plótzlich verdickt. Der innere Raum des Oesophagus ist mit einer feinen Cuticula ausgelegt. Das weibliche Geschlechtsorgan ist paarig und die weibliche Geschlechtsöffnung liegt in der Kórpermitte. Der Schwanz ist bis gegen das Ende gleichfórmig verjüngt, im Ganzen genommen kreis-
{*
4 D: DADAY
formig, im Innern mit grossen Drüsen; das Ende ist sehr spitzig. (Tab. I. Fig. 18.)
Ich fand blos weibliche Exemplare, deren Grössenverhältnisse fol- gende sind: Körperlänge 0°63 mm. ; Oesophaguslange 0°14 mm. ; Schwanz- länge 0-09 mm.; grósster Durchmesser 0:02 mm. ,
Diese Art unterscheidet sich von den beiden vorigen durch die Rin- gelung der Cuticula, sowie durch die Structur des Kopfes und Oesopha- gus, weicht jedoch durch die Structur des Oesophagus und die Schwanz- form auch von Aphanolaimus attentus de Man und Aphanolaimus aqua- licus Dad. ab, ist indessen durch die Structur der Cuticula und des Kopfes letzteren einigermassen ühnlich.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
4. Monhystera papuana Dar.
Tab. I. Fig. 19., 90.
, Der Kórper ist bis zur Geschlechtsóffnung fast überall gleich dick, von da an aber nach hinten auffallend verjüngt und in einem spitzigen Sehwanze endigend. (Tab. I. Fig. 19.) Die Cuticula ist ganz glatt und ohne Spur von Ringen. Die Mundóffnung erscheint einfach. In der Mund- höhle liegen zwei stecknadelfórmige Cuticularstäbchen, deren kopfloses Ende nach innen, das Kopfende aber nach auswürts blickt und welche zusammen ein V bilden. (Tab. L Fig. 20. Der Oesophagus ist seiner ganzen Länge nach gleich dick. Das unpaarige weibliche Geschlechtsorgan beginnt hinter der Kórpermitte und die Geschlechtsóffnung liegt im hin- teren Kórperdrittel, unweit der Analóffnung. (Tab. I. Fig. 19. Der Schwanz ist verhältnissmässig kurz, gegen das Ende stark verjüngt und spitzig endigend.
Ich fand blos weibliche Exemplare, deren Grössenverhältnisse fol- gende sind: Körperlänge 0°62 mm. ; Oesophaguslänge 0:12 mm. ; Schwanz- lange 0:21 mm. ; grósster Durchmesser 0:015 mm.
Diese Art unterscheidet sich von den übrigen der Gattung durch die Cutieularstäbehen der Mundhöhle; auch ist es kein unwesentliches Merk- mal, dass um den Mund keine Borsten stehen und dass der Schwanz ziem- lich kurz ist. |
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
MIKROSKOPISCHE SÜSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 9
5. Monhystera longicauda Dan. Tab. II. Fig. 3., 4.
Der Kórper ist bis zur Analóffnung fast überall gleich dick, von da an indessen auffallend verjüngt und dünn fadenartig endigend. (Tab. II. Fig. 9.) Die Cuticula ist glatt, ungeringelt. Um die Mundóffnung erheben sich sechs steife, dünne Tastborsten. In der Mundhóhlung liegen zwei, schwach halbmondförmig gekrümmte Cuticularstabchen, welche mit den Enden gegen einander neigen, sonst aber mit einander und mit der Lüngs- achse des Kórpers parallel verlaufen. (Tab. II. Fig. 4.) Der Oesophagus ist seiner ganzen Länge nach gleich dick und trägt am hinteren Ende eine birnfórmige Drüse. (Tab. IL Fig. 3. Das unpaarige weibliche Ge- schlechtsorgan ist sehr kurz und die Geschlechtsóffnung liegt nahezu in der Mitte zwischen dem Kopfende und der Analöffnung. (Tab. II. Fig. 3.) Der Schwanz ist auffallend lang, weit lànger als ein Drittel der Kórper- lànge, gegen Ende ausserordentlich verjüngt und hier nahezu haardünn ; das Innere ist mit gekórntem Protoplasma gefüllt. (Tab. II. Fig. 3.)
In dem untersuchten Material fanden sich blos Weibchen vor, deren Grössenverhältnisse folgende sind: Körperlänge 0:92— 1:00 mm. ; Oeso- phaguslänge 0:2—0:21 mm.; Schwanzlänge 0:26—0:34 mm.; grösster Durchmesser 0:01—0:03 mm. "
Diese Art unterscheidet sich von den übrigen der Gattung durch die Cuticulargebilde der Mundhóhle und durch die auffallende Lànge des Schwanzes.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
6. Tripyla crassicauda Dan. Tab. III. Fig. 8—10.
Der Kórper ist bis zur Analóffnung überall gleich dick, von da an jedoch plôtzlich verjüngt, beziehungsweise zugespitzt. (Tab. III. Fig. 8.) Die Cuticula ist ganz glatt, ungeringelt. Die Mundóffnung erscheint voll- ständig gerandet. In der Mundhöhle liegen zwei kleine, commaförmige Cuticulargebilde, welche mit dem spitzigen Ende einander genähert sind, wührend ihr breiteres Ende sich von einander entfernt und nach auswärts gerichtet is. (Tab. III. Fig. 9.) Der Oesophagus ist in der ganzen Länge gleich dick und an seinem Hinterende liegen drei Drüsen. Die weiblichen Geschlechtsorgane sind paarig. Die weibliche Geschlechtsöffnung liegt hinter der Kórpermitte. Der Schwanz ist relativ kurz, an der Basis breit, mit grossen Drüsen, gegen das Ende allmälig verjüngt, jedoch verhältniss-
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mássig stumpf endigend und erscheint demzufolge im Ganzen genommen als dick. (Tab. IIT. Fig. 10.)
Ich fand blos weibliche Exemplare. Die Grössenverhältnisse dersel- ben sind folgende: Körperlänge 0:92 mm.; Oesophaguslänge 0:15 mm. ; Schwanzlange 0°12 mm. ; grósster Durchmesser 0703 mm.
Diese Art unterscheidet sich von den bisher bekannten der Gattung durch die Cuticulargebilde der Mundhöhle, sowie durch die Structur des Schwanzes.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
7. Ghromadora papuana Dav. BAD AT ETATS:
Der Kôrper ist verhältnissmässig dünn, am Vorderende wenig, am Hinterende, von der Analóffnung an, stark verjüngt. Die Cuticula ist ziem- lich dick und auffallend geringelt. Das Kopfende vom Oesophagus an all- mälig verjüngt. Um die Mundöffnung stehen kleine Papillen. In der Mund- hóhle liegen eigenthümlich gebogene Cuticulargebilde, welche sich in je ein gerades, parallel der Kórperlàngsachse laufendes Züngelchen und je eine S-förmig gekrümmte, vordere Endpartie abtheilen. (Tab. I. Fig. 7.) Am Ende des Kopfes stehen keine Borsten und auch die augenförmigen Pigment- flecke sind nicht wahrzunehmen. Die Oesophagusróhre ist ihrem ganzen Verlaufe nach gleich dick, der Bulbus im Ganzen genommen eifórmig ; der Innenraum bildet eine in der Längsrichtung liegende Hóhlung, de- ren Wandung mit einer ziemlich dicken Cuticula bedeckt ist. (Tab. I. Fig.7.) Das weibliche Geschlechtsorgan ist zweihórnig und die Geschlechts- öffnung liegt in der Körpermitte. Der Schwanz ist ziemlich lang, gegen Ende allmälig verjüngt, im Innern grosse Drüsen enthaltend, an der Spitze mit einem langen, dolchfórmigen Fortsatze. (Tab. I. Fig. 8.)
In dem untersuchten Material fand ich blos weibliche Exemplare mit folgenden Gróssenverhültnisse: Körperlänge 0°76 mm. ; Oesophagus- lange 0711 m.; Schwanzlänge 014mm. ; grósster Durchmesser 0:03 mm.
Diese Art steht von den bekannten Arten der Gattung den Chroma- dora bulbosa Dad. am nüchsten, indem die Cuticulargebilde der Mund- hóhle jenen dieser Art sehr ähnlich sind. Von dieser Art ist sie jedoch dureh die Structur des Oesophagus-Bulbus und des Schwanzes, sowie durch die Grössenverhältnisse verschieden.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
MIKROSKOPISCHE SÜSSWASSERTHIERE AUS DEUT&CH-NEU-GUINEA.
I
8. Pseudochromadora quadripapillata Dan. Tab. II. Fig. 12 —15.
Der Körper ist bis zur Analöffnung überall gleich dick, von der Anal- öffnung an indessen allmälig verjüngt. (Tab. II. Fig. 15.) Die Cuticula ist relativ dick und auffallend geringelt. Das Kopfende ist in der Nähe der Mundöffnung dünner als anderwärts. Um die Mundöffnung stehen weder Papillen, noch Borsten, sondern statt derselben kommen an dem, zum Munde näher liegenden Theile des Kopfendes vier saugnapffórmige War- zen vor, deren Anwesenheit zugleich einen der am meisten ins Auge fal- lenden Charaktere der neuen Gattung bildet. (Tab. II. Fig. 13.) In der Mundhöhle sind keinerlei Cuticulargebilde wahrzunehmen. Der Bulbus ist im Ganzen eiförmig, das hintere Ende breiter als das vordere, das innere Lumen länglich eiförmig und die Wandung mit einer dicken Cuti- cula bedeckt. (Tab. II. Fig. 14.) Das weibliche Geschlechtsorgan ist zwei- hörnig und die weibliche Geschlechtsöffnung liegt in der Kórpermitte. (Tab. II. Fig. 15.) Der Schwanz ist verhältnissmässig sehr kurz, von der Analöffnung an plötzlich verjüngt und in einer kurzen, blattförmigen Spitze endigend; der innere Raum enthält eine grosse, schlauchförmige Drüse. (Tab. IL Fig. 12.)
Ich fand blos weibliche Exemplare mit folgenden Grössenverhält- nissen: Kórperlànge 1:09 mm.; Oesophaguslänge 0°15 mm.; Schwanz- lange 0:07 mm.; grösster Durchmesser 0:05 mm.
Das Pseudochromadora n. gen. steht, wie auch der Name zeigt, der Gattung Chromadora am nächsten, besonders vermóge seines Habitus, sowie die Form und Structur des Bulbus, unterscheidet sich jedoch von derselben dadurch, dass am Kopfende vier saugnapfförmige Warzen stehen und dass in der Mundhöhle keine Cuticulargebilde liegen.
lundort: Berlinhafen, Insel Seleo.
9, Mononchus obtusicaudatus Dan. Tab. III. Fig. 1—3.
Der Kórper ist in der ganzen Länge gleich dick, blos am Hinterende ein wenig zugespitzt. (Tab. III. Fig. 2.) Die Cuticula ist ganz glatt, un- geringelt. Das Kopfende ist kaum etwas dünner als der übrige Theil des Körpers. Um die Mundöffnung stehen zugespitzte Papillen. (Tab. AIT, Fig. 3.) In der Mundhóhle liegen zwei kräftige, bogige Cuticularleisten, welche, vermóge ihrer Anordnung, an eine Leier erinnern, indem dieselben mit dem Hinterende einander genähert, die Vorderenden dagegen weit von einander entfernt sind. (Tab. IIT. Fig. 3.) An der inneren Seite der
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einen Leiste steht ein nach vorn gerichteter, spitziger Zahn, wahrend von den anderen eine bogige Leiste ausgeht, welche sich zu dem Zahnfortsatz der gegenüber liegenden Seitenleiste quer hinüberbeugt. In dem Raum, weleher zwischen den beiden Seitenleisten und der bogigen Querleiste liegt, kommen auch zwei kleine Cuticulargebilde vor, die einigermassen stecknadelfórmig sind. (Tab. III. Fig. 9.) Der Oesophagus ist in seinem ganzen Verlaufe überall fast gleich dick. Das weibliche Geschlechtsorgan ist zweihórnig, die einzelnen Eierstócke sind ziemlich kurz. Die weibliche Geschlechtsóffnung liegt in der Nàhe des hinteren Kórperdrittels. (Tab. HI. Fig. 2.) Der Schwanz ist ausserordentlich kurz, gegen Ende plótzlich ver- jüngt, enthält im Innenraum mehrere Drüsen, deren Ausführungsgang an der Sehwanzspitze sehr auffallend ist. (Tab. III. Fig. 1.)
In dem untersuchten Material fand ich blos weibliche Exemplare mit folgenden Grüssenverhältnissen : Körperlänge 0:9—1:9 mm.; Oeso- phaguslänge 0:19—0:25 mm.; Schwanzlänge 0:03-—0:09 mm.; grösster Durchmesser 0:03—0:09 mm. .
Dieser Art ist von den bekannten Arten der Gattung vermóge der Cuticulargebilde der Mundhóhle einigermassen der Mononchus macro- stoma Bast. ähnlich, unterscheidet sich jedoch von dieser, sowie von den übrigen Arten durch die Gróssenverhültnisse und besonders durch die Kürze, Form und Structur des Schwanzes.
Fundort: Berlinhafen, Insel Seleo.
10. Ironus filicauda Dan. Tab. I. Fig. 1., 9.
Der Kórper ist von dem hinteren Ende des Oesophagus bis zu der Analóffnung gleich dick, von dem hinteren Ende des Oesophagus bis zur Mundöffnung und von der Analöffnung nach hinten verjüngt, insbeson- dere in letzterer Richtung. (Tab. L Fig. 1.) Die Cuticula ist ganz glatt, ungeringelt. Das Kopfende ist ziemlich spitzig. Um die Mundóffnung er- heben sich abgerundete Papillen. In der Mundhóhle liegt am Vorderende des Oesophagus ein bogenartig gekriimmtes, eigenthümliches Cuticular- gebilde, an dessen einer Seite ein etwas angelfórmig gekrümmtes Neben- gebilde wahrzunehmen ist. (Tab. I. Fig. 2.) Der Oesophagus ist nach hinten allmälig verdickt, bildet jedoch keinen Bulbus; das Lumen ist ziemlich geräumig und seine Wandung mit einer dicken Cuticula bedeckt. Das weibliche Geschlechtsorgan ist zweihórnig, die Hórner sind relativ kurz und die weibliche Geschlechtsötfnung liegt in der Körpermitte. Der Schwanz ist von der Analóffnung an plótzlich und stark verjüngt, in der hinteren Hülfte fein fadenfórmig und am Ende zugespitzt. (Tab. T. Fig. 1.)
MIKROSKOPISCHE SÜSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 4
Ich fand blos weibliche Exemplare mit folgenden Grössenverhält- nissen: Körperlänge 1:5 mm. ; Oesophaguslünge 0:26 mm. ; Schwanzlünge 0:49 —0°6 mm.; grósster Durchmesser 0:04 mm.
Diese Art unterscheidet sich von den übrigen der-Gattung durch die Cuticulargebilde der Mundhóhle, sowie dureh den langen und dünnen Schwanz.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
11. Ironus longicollis Dan. Tab. I. Fig. 11—13.
Der Kórper ist vom hinteren Ende des Oesophagus nach vorn und im hinteren Viertel verjüngt, sonst gleich dick. Die Cuticula ist überall ganz glatt und ungeringelt. Das Kopfende ist bedeutend dünner als der Rumpf. Um die Mundóffnung erheben sich kleine, an der Spitze abgerun- dete Papillen. In der Mundhóhle liegen keine selbständigen Cuticular- gebilde, dagegen kommen an deren Stelle zwei dicke Cuticularstäbchen vor, welche sich in der inneren Hülle des Lumen fortzusetzen scheinen. (Tab. I. Fig. 11.) Der Oesophagus ist nach hinten allmälig verdickt, bildet jedoch keinen Bulbus. (Tab. I. Fig. 12.) Das weibliche Geschlechts- organ ist zweihórnig und die Hórner sind ziemlich lang. Die weibliche Geschlechtsöffnung liegt in der Körpermitte. Der Schwanz ist von der Analóffnung an plôtzlich verjüngt, die distale Hälfte sehr dünn, das Ende sehr zugespitzt. (Tab. I. Fig. 13.)
In dem untersuchten Material fanden sich blos weibliche Exemplare mit folgenden Grössenverhältnissen : Körperlänge 2 mm.; Oesophagus- lange 0-4 mm. ; Schwanzlänge 0°25 mm. ; grósster Durchmesser 0:04 mm.
Diese Art unterscheidet sich von den übrigen der Gattung durch die Structur des Mundendes.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
12. Jronus papuanus Dan.
Der Körper ist gegen das Kopfende kaum merklich, dagegen von der Analóffnung an nach hinten auffallend verjüngt. Die Cuticula ist glatt, ungeringelt. Um die Mundóffnung stehen weder Papillen noch Borsten. In der Mundhóhle liegen zwei S-fórmig gekrümmte, starke Cuticularge- bilde, welche mit einem Ende an der Spitze des Oesophagus sitzen, mit dem andern Ende hingegen nach der Mundóffnung blicken; beide Ende sind gebogen und zwar das erstere nach auswürts, das letztere hingegen nach innen und beide keulenfórmig endigend. Der einfache Oesophagus
10 D: DADAY
ist nach hinten allmälig verdickt. Das weibliche Geschlechtsorgan ist paarig und die weibliche Geschlechtsóffnung liegt in der Kórpermitte. Der Schwanz ist hinter der Analóffnung stark verjüngt, im letzten Drittel aber von gleichem Durchmesser.
Die Grössenverhältnisse sind folgende: Körperlänge 0-9 mm.; Oeso- phaguslänge 0:2 mm.; Schwanzlänge 0°16 mm.; grósster Durchmesser 0:04 mm.
Diese Art unterscheidet sich von den übrigen der Gattung haupt- sächlich durch die Cuticulargebilde der Mundóffnung.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
13. Trilobus Birói Dan. Tab. I. Fig. 9., 10.
Der Kórper ist gegen das Kopfende kaum merklich, von der Anal- óffnung an nach hinten dagegen auffallend verjüngt, sonst gleichfórmig dick. Die Cuticula ist ganz glatt, ungeringelt. Am Kopfende, nahe zur Mundóffnung erheben sich Tastborsten. Die Mundóffnung ist einfach, nicht in Papillen gegliedert. Die Mundhöhle ist birnfórmig und sind darin am Ende des Oesophagus querliegende, mehr oder weniger eifórmige Cuticu- largebilde sichtbar. (Tab. I. Fig. 9.) Der Oesophagus ist nach hinten allmälig verdickt, bildet jedoch keinen Bulbus. Das weibliche Geschlechts- organ ist zweihórnig; die Ovarien sind ziemlich lang. Die weibliche Ge- schlechtsóffnung liegt ungeführ in der Kórpermitte. Der Schwanz ist ver- hältnissmässig kurz, von der Analöffnung an verjüngt, ziemlich zugespitzt, im Innern ohne Drüsen. (Tab. I. Fig. 10.)
Das mir zur Verfügung stehende Material enthalt blos weibliche Exemplare mit folgenden Grössenverhältnissen: Körperlänge 1:2—1:5mm.; Oesophaguslänge 0:23— 0:31 mm. ; Schwanzlänge 0:2— 60:9 mm. ; grósster Durchmesser 0:03— 0:04. mm.
Diese Art, welche ich ihrem Entdecker Lupwie Biré zu Ehren be- nannte, unterscheidet sich von den übrigen Arten der Gattung in mehr- facher Hinsicht. Ihre wichtigeren Merkmale sind: die Glátte der Cuticula, die Form der Cuticulargebilde der Mundhóhle, sowie die relative Kürze und die Structur des Schwanzes.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
MIKROSKOPISCHE SUSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. il
14. Prismatolaimus papuanus Dav. Tab. I. Pie. 5.,.6.
Der Körper ist gegen das Kopfende kaum merklich, von der Genital- öffnung an jedoch ziemlich auffallend, aber allmälig verjüngt. Die Cutieula ist ziemlich dick und auffallend geringelt. Das Kopfende ist etwas dünner als der Theil hinter dem Oesophagus. Die Mundöffnung ist einfach, es stehen daran weder Borsten, noch Papillen. In der Mundhöhle liegen zwei eigenthümlich gekrümmte Cutieulargebilde, welche mit der hinteren Spitze einander genähert sind, wogegen die vorderen Spitzen stark von einander abstehen, so dass sie zusammen eine V-Form zeigen. (Tab. I. Fig. 5.) Der Oesophagus ist in der Mitte dicker als an beiden Enden, der Bulbus ist kräftig entwickelt, in geringem Masse eiförmig, beide Enden beinahe gleich breit, im Lumen liegen die zwei Cuticulargebilde quer und bilden mit dem Lumen zusammen ein Kreuz. (Tab. I. Fig. 5.) Der Schwanz ist gegen Ende stark verjüngt, die Spitze ziemlich stumpf, im Innern mit grossen Drüsen. (Tab. I. Fig. 6.) Das weibliche Geschlechtsorgan ist ein- hörnig; die Genitalóffnung liegt in der Körpermitte.
Es fanden sich blos weibliche: Exemplare vor mit folgenden Gróssen- verhältnissen : Kórperlànge 0-8 mm. ; Oesophaguslange 0°15 mm. ; Schwanz- lange 0:19 mm. ; grósster Durchmesser 0:04 mm.
Diese Art ist von den übrigen der Gattung vermóge des Cuticular- gebildes der Mundhöhle leicht zu unterscheiden.
Fundort: Berlinhafen, Insel Seleo.
15. Prismatolaimus nodieaudatus Dan. UD LIT
Der Kórper ist fast seiner ganzen Lange nach gleich dick, blos gegen das Kopf- und Schwanzende auffallend verjüngt, u. zw. in letzterer Rich- tung schon hinter der Genitalöffnung. (Tab. IT. Fig. 9.) Die Cuticula ist ziemlich dick, jedoch ganz glatt, ungeringelt. Das Kopfende ist nur in geringem Masse verjüngt. Die Mundóffnung ist einfach und trägt weder Borsten, noch Papillen. In der Mundhöhle zeigen sich spindelförmige, kurze Cuticulargebilde, welche mit ihrer Längsachse parallel der Körper- längsachse liegen. (Tab. II. Fig. 10.) Der Oesophagus ist nach hinten allmalig verdickt, der Bulbus kaum merklich entwickelt, im hinteren Theile desselben liegen Drüsen. Das weibliche, Geschlechtsorgan ist einhórnig und die weibliche Geschlechtsöffnung liegt hinter der Körpermitte. (Tab. II. Fig. 9.) Der Schwanz ist von der Analöffnung an bis ungefähr zum hintern Drittel fast gleich dick, hier aber plötzlich und stark ver-
12 D: DADAY
jüngt. Die Schwanzspitze ist keulenfórmig, im Innern des Schwanzes liegen mächtige Drüsen, deren Ausführungsgang zur ventralen Seite der Schwanz- keule hinzieht. (Tab. IL. Fig. 11.)
In dem zur Verfügung stehenden Material fanden sich blos weibliche Exemplare mit folgenden Grüssenverhältnissen : Körperlänge 1:19 mm. ; Oesophaguslünge 0-3 mm.; Schwanzlänge 0:12 mm.; grósster Durch- messer 0:05 mm.
Diese Art unterscheidet sich von den übrigen der Gattung durch die Structur der Mundóffnung, sowie durch die Form und Structur des Schwan- zes und erhielt auch ihren Namen eben von der Structur des Schwanzes.
Fundort: Berlinhafen, Insel Seleo.
16. Prismatolaimus macrurus Dan. Tab. III. Fig. 11—13.
Der Kórper ist gegen das Kopfende nur in sehr geringem Masse, da- gegen von der Analóffnung an nach hinten auffallend verjüngt, sonst aber gleich diek. (Tab. IIT. Fig. 13.) Die Cuticula ist verhältnissmässig dünn, ganz glatt, ungeringelt. Das Kopfende ist einfach; die Mundöfinung ist weder von Borsten, noch von Papillen umgeben. (Tab. III. Fig. 11, 13.) In der Mundhöhle zeigen sich zwei ziemlich lange, cylindrische Cuticular- stäbchen, welche parallel der Körperlängsachse liegen. (Tab. ILI. Fig. 11.) Der Oesophagus ist nach hinten allmälig verdickt und übergeht un- merklich in den zwiebelfórmigen Bulbus, in dessen Innern blos eine schlauchfórmige kleine Hóhlung wahrzunehmen ist. Am hinteren Ende des Bulbus befinden sich zwei grosse Drüsen. (Tab. III. Fig. 12.) Das weibliche Geschlechtsorgan ist einhörnig und die Genitalöffnung liegt in der Kórpermitte. (Tab. III. Fig. 13.) Der Schwanz ist ziemlich lang, un- weit der Analóffnung plótzlich stark verjüngt, das Ende zugespitzt.
Es fanden sich blos weibliche Exemplare vor mit folgenden Gróssen- verhältnissen : Körperlänge 0°56 mm.; Oesophaguslänge 0°08 mm.; Schwanzlänge 0°18 mm. ; grósster Durchmesser 0:018 mm.
Diese Art unterscheidet sich von den übrigen der Gattung zunächst durch die Cuticularstäbchen der Mundhohle, allein auch die verhältniss- mässige Kürze des Oesophagus, sowie überhaupt die geringen Gróssenver- hältnisse sind wichtige Merkmale.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
MIKROSKOPISCHE SUSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 15
17. Cephalobus longicollis Dav. Tab. II. Fig. 5—8.
Der Kórper ist nach vorn nur in geringem Masse, nach hinten da- gegen auffallend verjüngt. (Tab. II. Fig. 5.) Die Cuticula ist verhältniss- mässig dick, glatt und auffallend geringelt. Das Kopfende ist geringelter als die Oesophaguspartie. Die Mundóffnung erscheint schwach ausgebuchtet. In der Mundhöhle liegen dreierlei Cuticulargebilde, u. zw. in der Nähe der Mundóffnung ein Paar eiförmige Kórperchen, weiter innen ein Paar dickere und kürzere, schliesslich. ganz innen ein Paar dünnere und weit längere Cuticularstäbchen, welch’ letztere in der Oesophagushóhle zu lie- gen scheinen. (Tab. II. Fig. 6.) Der Oesophagus erscheint bis zum Bul- bus gleich dick. Der Bulbus ist gestreckt, wenig eifórmig, die innere Höhlung lang und schmal, die Cuticularleistchen derselben querliegend, das hintere Ende stengelartig gestreckt und in den Magen ragend. (Tab. IT. Fig. 7.) Das weibliche Geschlechtsorgan ist einhórnig und die Genital- óffnung liegt in der Kórpermitte. Der Schwanz ist verhältnissmässig kurz, plôtzlich und stark verjüngt, das Ende ziemlich zugespitzt. (Tab. II. Fig. 8.)
In dem zur Verfügung stehenden Material fanden sich blos weibliche Exemplare mit folgenden Gróssenverhültnissen: Körperlänge 1:24 mm. ; Oesophaguslänge 0:29 mm.; Schwanzlänge 0:18 mm.; grósster Durch- messer 0°03 mm.
Diese Art unterscheidet sich von den übrigen der Gattung haupt- sächlich durch die Structur der Mundhöhle, differirt aber ausserdem auch durch die Grössenverhältnisse, besonders durch die Länge des Oesophagus.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
18. Plectus obtusicaudatus Dan. Tab. III. Fig. 4—7.
Der Kórper ist in seiner ganzen Länge fast gleich dick, das Kopfende und der Schwanz jedoch dünner, insbesondere letzterer. (Tab. III. Fig.-4.) Die Cuticula ist ziemlich dick, glatt und ungeringelt. Das Kopfende geht ziemlich spitz aus. Die einfache Mundóffnung trägt weder Dorsten noch Papillen. In der Mund-, beziehungsweise Oesophagushöhle befinden sich zweierlei Cuticularkórperchen, u. zw. in der Nähe der Mundóffnung zwei Cuticularkügelchen und hinter denselben zwei lange Cuticularstäbchen. Am Hinterende der Cuticularstäbchen stehen einige Cuticularhügelchen und hinter denselben zwei andere Cuticularstübchen, welche etwas kürzer als die beiden ersteren sind. (Tab. III. Fig. 6.) Der Oesophagus
14 D: DADAY
ist nach hinten schwach verdickt, das Lumen von einer ziemlich dicken Cuticula umgeben. Der Bulbus ist breit eifórmig, allein an beiden Enden gleichfórmig abgerundet, im Innern ein bisquitfórmiges Lu- men enthaltend, vom hinteren Ende desselben hängt ein blattfórmiger Stiel herab, welcher mit dem Magen correspondirt. (Tab. LII. Fig. 7.) Das weibliche Geschlechtsorgan ist zweihórnig und die weibliche Geschlechts- öffnung liegt in der Kórpermitte. (Tab. UT. Fig. 4.) Der auffallend kurze Schwanz ist gegen Ende zwar allmälig verjüngt, allein dem ungeachtet ziemlich dick und die Spitze stumpf abgerundet; die Unterseite ist in der Mitte ausgebuchtet, die Oberseite schwach gewölbt, im Innern liegen grosse Drüsen, deren Ausführungsgang an der Schwanzspitze liegt und so- fort ins Auge fällt. (Tab. III. Fig. 5.)
Es fanden sich blos weibliche Exemplare vor, deren Grössenverhält- nisse folgende sind: Körperlänge 0°31 mm.; Oesophaguslänge 0:08 mm. ; Schwanzlänge 0:05 mm. ; grösster Durchmesser 0:02 mm.
Diese Art ist von den übrigen der Gattung durch die Structur der Mundhóhle, sowie durch die Form, Structur und Kürze des Schwanzes leicht zu unterscheiden.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien. '
19. Cylindrolaimus macrurus Dav. Tab. II. Fig. 1—2.
Der Kórper ist gegen beide Enden verjüngt, nach vorn weniger als nach hinten, am dicksten ist derselbe in der Mitte. (Tab. II. Fig. 1.) Die Cuticula ist ziemlich dick, glatt, ungeringelt. Das Kopfende ist weit dün- ner als das Hinterende des Oesophagus. An der einfachen Mundöffnung stehen weder Dorsten noch Papillen. In der Mundhóhle, beziehungsweise in der Höhle des vorderen Oesophagusendes zeigen sich zweierlei Cuticular- körper, u. zw. in der Nähe der Mundöffnung zwei kleine runde Cuticular- kórper und hinter denselben zwei lange, dünne Cuticularstübchen, welche parallel mit einander und mit der Kórperlàngsachse liegen, mit ihrem hinteren. Ende jedoch gegen einander, beziehungsweise nach Innen ge- krümmt sind. (Tab. II. Fig. 2.) Der Oesophagus ist nach hinten allmälig verdickt, bildet jedoch keinen Bulbus. Das weibliche Geschlechtsorgan ist unpaar und die weibliche Geschlechtsóffnung liegt in der Kérpermitte. (Tab. IL Fig. 1.) Der Schwanz ist plötzlich und stark verjüngt, das Ende zugespitzt, im Innern vermochte ich keine Drüsen wahrzunehmen. (Tab. II. Fig. 1.)
In dem untersuchten Material fanden sich blos weibliche Exem- plare mit folgenden Grössenverhältnissen : Körperlänge 1:36 mm. ; Oeso-
MIKROSKOPISCHE SÜSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA, 15
phaguslänge 0:25 mm.; Schwanzlänge 0-3 mm.; grösster Durchmesser 0704 mm.
Diese Art ist von den übrigen der Gattung durch die Structur der Mund-, beziehungsweise Oesophagushóhle, sowie durch die Form und relative Lànge des Schwanzes leicht zu unterscheiden.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
20. Dorylaimus brachyuris d. Max.
Es fanden sich blos weibliche Exemplare mit folgenden Gróssenver- hältnissen : Körperlänge 1—1:2 mm. ; Oesophaguslänge 0:23—0:25 mm. ; Bchwanzlànge 0:09 —0:03 mm. ; grósster Durchmesser 0:03—0:04 mm.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
21. Dorylaimus Birói Dav. Tab. III. Fig. 14., 15.
Der Kórper ist in der ganzen Länge gleich dick und blos das Hinter- ende verjüngt. Die Cuticula ist ganz glatt, ungeringelt. (Tab. III. Fig. 14.) Das Kopfende ist kaum etwas dünner, als der übrige Theil des Kórpers. Die Mundóffnung erscheint einfach, indem daran weder Dorsten, noch Papillen wahrzunehmen sind. Der verhältnissmässig lange Oesophagus ist nach hinten allmälig verdickt, die Cuticularnadel kráftig, doch ziemlich kurz. Das weibliche Geschlechtsorgan ist zweihörnig, die Hörner sind ziemlich lang; die weibliche Geschlechtsöffnung liegt in der Körpermitte. Der Schwanz ist von der Analôffnung bis fast zur Hälfte der Gesammt- lànge allmálig und schwach, dann aber plótzlich verjüngt, zugespitzt, im Ganzen jedoch sehr kurz. (Tab. III. Fig. 15.)
Es fanden sich blos weibliche Exemplare mit folgenden Gróssenver- hältnissen : Körperlänge 1°53 mm. ; Oesophaguslánge 0°34 mm. ; Schwanz- länge 0°05 mm. ; grösster Durchmesser 0:02 mm.
Diese Art, welche ich nach dem Entdecker Lupwıs Bırö benannte, ist von den übrigen Arten der Gattung durch die Form, Structur und Länge des Schwanzes leicht zu unterscheiden.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
39. Dorylaimus filiformis Basr.
In dem zur Verfügung stehenden Material fanden sich sowohl mànn- liche, wie weibliche Exemplare vor, deren Grössenverhältnisse folgende sind :
D: DADAY
Weibchen : Männchen : Korperlatiges 525. 71:59 mm. 1°61 mm. Oesophaguslänge . .. USE vs 0-32 « Schwanzlänge _ . . 034 « 001 « Grósster Durchmesser 005 a 003 :.%e
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
II. ROTATORIA. 23. Rotifer sp.?
Fundort: Das Sagomoor von Lemien. Ich fand einige Exemplare, sie waren aber stark zurückgezogen und deswegen unbestimmbar.
234. Philodina aculeata Eure. *
Fundort: Berlinhafen, Insel Seleo. Die Exemplare sind sämmtlich auf der ganzen Körperoberfläche mit ziemlich kräftigen Dornen besetzt. Die einzelnen Dornen sind sichelförmig schwach gekrümmt und von vorn nach hinten in der Länge zunehmend.
25. Philodina roseola EHRB.
Fundort: Das Sagomoor und die Sümpfe von Lemien.
26. Philodina sp.?
Fundort: Berlinhafen, Insel Seleo.
27. Actinurus neptunius EHRE.
Fundort: Das Sagomoor und die Sümpfe von Lemien. Ich beobach- tete mehrere Exemplare.
38. Asplanchna papuana Da».
Fig. 1.
o
Der Körper ist mehr oder weniger kugel- oder schlauchförmig, was sich jedoch bei den in Formol conservirten Exemplaren nicht sicher feststellen liess. Das Räderorgan vermochte ich nicht völlig wahrzu- nehmen, nach dem Gesehenen zu schliessen, halte ich dasselbe für iden- tisch mit demjenigen anderer Arten. Die Kiefer des Kaumagens sind
MIKROSKOPISOHE SÜSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 17
schlank, in der oberen Hälfte stark geschweift; am Basaltheil fehlt der beiderseitige charakteristische Zahnfortsatz nicht, wogegen statt des nach Innen gerichteten Zahnfortsatzes am Mitteltheil sich blos je eine schmale, dünne Cuticulaplatte zeigt. (Fig. 1.) Die Spitze der Kie- fer ist in zwei kleine Zühne getheilt. Der Oesophagus ist ziemlich lang. Die Pankreasdrüsen sind schlauchfórmig, gestielt und liegen im hinteren Drittel des Oesophagus. Das Ovarium ist cylindrisch, gestreckt, wurstfórmig und in geringem Masse geschweift.
Von den bisher bekannten Arten ist diese Art
der Asplanchna Brightwelli Gosse am ähnlichsten, un- terscheidet sich jedoch von derselben durch die Form SIR und Structur der Kiefer. Die Kiefer von Asplanchna | Brightwelli sind nämlich im Mitteltheil mit einwärts stehenden Zahnfort- sützen versehen, ausserdem sind die Kiefer schwächer bogig geschweift als bei Asplanchna papuanu.
29. Melicerta sp. ?
Fundort: Das Sagomoor von Lemien. 8
30. Megalotrocha semibullata Goss.
Fundorl : Das Sagomoor von Lemien. Diese Art habe ich in meiner Abhandlung «Uj-guineai Rotatoriak (Rotatoria Nov» Guineæ)» unter dem Namen «Megalotrocha binotata» als neu beschrieben.
31. Conochilus sp.?
Fundort: Das Sagomoor von Lemien. Ich fand blos leere Hülsen.
32. Diglena forcipata Enns.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien; ziemlich häufig.
33. Pleurotrocha qibba Burn.
Fundort: Berlinhafen, Insel Seleo. Ich fand blos wenige Exemplare.
34. Furcularia forficula Bare.
Fundort: Sümpfe von Lemien ; nicht häufig.
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Természetrajzi Füzetek. XXIV. köt.
Fundort:
Fundort:
Fundort:
Fundort:
D: DADAY
35. Furcularia gibba ERRE.
Das Sagomoor von Lemien; nur einzelne Exemplare.
36. Rattulus Tigris EHRe.
Das Sagomoor von Lemien; selten.
37. Masligocerca carinala Eure.
Sümpfe von Lemien; ziemlich häufig.
38. Coelopus tenuior H. G.
Das Sagomoor von Lemien, nur vereinzelt,
39. Diplax ornata Dan.
Fig. 2.
Der Kórper ist im Ganzen gestreckt eifórmig, jedoch vorn und hin- ien verengt. Am Vorderrand der Rückénseite ist die Schale gerade abge-
schnitten, der Bauchrand dagegen wellig u. zw. in der Weise, dass eine centrale und zwei seit- liche Wellenspitzen zu unterscheiden sind, welch' letztere weniger hoch und spitz als erstere sind. Der Stirnrand der Rücken- und Bauchseite be- rühren sich beiderseits in einem ziemlich spitzi- gen Fortsatz. Der hintere Rückenrand ist stark zugespitzt und gleicht einem Dreieck, wührend der Dauchrand in der Mitte schwach vertieft ist und demzufolge zwei kleine Erhabenheiten bil- det. Die ganze Oberfläche der Schale ist in Fel- der getheilt, u. zw. am Vorder- oder Stirnrand in fünfeckige, oder unregelmässig viereckige, sonst aber in regelmässige sechseckige Felder. Die ganze Oberfläche aller Felder ist mit unregel- mässig und dicht stehenden kleinen Cuticular- knópfchen bestreut, welche die äussere Erschei-
nung und den Artcharakter des Thieres überhaupt bedeutend erhühen. (Fig. 2.) Die innere Organisation zeigt, insofern ich dies an den mir zu Gebote stehenden, in Formol conservirten Exemplaren zu beobachten
MIKROSKOPISCHE SUSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 19
vermochte, keine auffallende Abweichung von den übrigen Arten der Gat- tung. Der Fuss ist verhältnissmässig kurz, dreigliedrig; das äusserste Glied ist das kürzeste, am Ende verbreitert; die Zehen verhältnissmässig lang, fast zu einem Drittel der Kórperlànge, cylindrisch, stachelfórmig, gegen Ende allmälig verjüngt und ein wenig nach einwürts gebogen. Die Länge ist 0°10 mm.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien; ziemlich häufig.
40. Scaridium longicaudum Kurs.
Fundorte: Die Sümpfe und das Sagomoor von Lemien; sehr häufig.
41. Notops Brachionus Enn».
Fundort: Das Sagomoor von Lemien; nicht häufig.
42. Cathypna luna EHRB.
Fundorte: Berlinhafen, Insel Seleo; das Sagomoor von Lemien; sehr häufig.
43. Cathypna sulcata H. G.
Fundorte: Berlinhafen, Insel Seleo, das Sagomoor von Lemien; sel- tener als die vorige Art.
4A, Colurus uncinalus EHRB.
Fundorte: Berlinhafen, Insel Seleo und das Sagomoor von Lemien ; haufig.
45. Colurus obtusus Huns.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien; selten.
46. Monura Colurus Eure. Fundorte : Berlinhafen, Insel Seleo und das Sagomoor von Lemien ; häufig. 47. Lepadella ovalis Kurs.
Fundort: Die Sümpfe von Lemien ; nicht sehr hàufig.
20 p: DADAY
: 48. Metopidia acuminata Ens.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien, nur vereinzelt.
49. Melopidia Lepadella Ears.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien; häufiger als die vorige Art.
50. Diplois sculplurala Dan.
Fig. 3.
Der Kórper ist von der Seite gesehen im Ganzen eifórmig, etwas zusammengedrückt. Der Vorderrand der Schale im untéren Drittel spitz abgerundet; der Bauch- rand fast gerade, der Hinterrand ist im oberen Drittel nach hinten ziemlich spitzig, während der Rückenrand schwach gewólbt ist. Auf der ganzen Oberfläche der Schale erheben sich dicht verstreute kleine Cutieularknöpfehen, welche das charakteristischeste Merkmal des Thierchens bilden. (Fig. 3.) Das Räderorgan überhaupt trägt den Cha- rakter der Gattung an sich. Der Oesophagus ist ziemlich lang. Die Pankreasdrüsen sind kugelförmig. Der Fuss ist kurz, um so länger aber sind die Zehen, welche eylin- driseh sind und Stacheln gleich sehen. Länge 0:26 mm.
Fig. 3. Diese Art unterscheidet sich von den übrigen der
» Gattung hauptsüchlich durch die Structur der Schale, welche bei den anderen Arten an der Oberfläche ganz glatt ist.
Fundort: Berlinhafen, Insel Seleo. Ich fand nur einige Exemplare.
51. Euchlanis dilatata Kure.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien ; ziemlich häufig.
52. Salpina brevispina Kars.
Fundorte: Die Sümpfe und das Sagomoor von Lemien ; nicht selten.
53. Salpina mucronala EHRB.
Fundort: Die Sümpfe von Lemien ; häufig.
MIKROSKOPISCHE SUSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 21
54. Monostyla lunaris Eure.
Fundorte: Berlinhafen, Insel Seleo und die Sümpfe von Lemien; häufig.
55. Monostyla cornula EHRB.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien ; ziemlich häufig.
56. Monostyla bulla H. G.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien ; nicht so häufig wie die vo- rige Art.
57. Monostyla pygmaea Da». Fig. 4.
Die Körperform erinnert im Ganzen an ein Ei, ist jedoch vorn abge- stutzt, hinten dagegen ziemlich stumpf abgerundet. Der Stirnrand der Rückenseite der Schale ist schwach gewölbt, in der Mitte jedoch vertieft ; der Bauchrand ist ganz gerade und mit ersterem einfach verbunden. Der Hinterrand der Schalenrückenseite ist stumpf abgerundet, jener der Bauchseite hingegen ge- rade abgeschnitten. Fast dieganze Oberfläche der Schale ist ganz glatt, jedoch gehen von dem Stirnrande der Rückenseite sechs scharfe Linien aus, welche beiderseits der Vertiefung zu dritt angeordnet sind und etwas schräg nach aussen und hinten ziehen, ihr Verlauf war jedoch über das erste Viertel der Schale hinaus nicht zu ver- folgen. (Fig. 4.) Der Fuss ist dreigliedrig; die ersten beiden Glieder sind sehr kurz, nahezu
gleich lang und cylindrisch, wogegen das dritte À Glied weit lànger als die vorhergehenden, fast b so lang ist, wie die halbe Kórperlànge, cylin- À drisch, am Ende in der Mitte mit einem stärke- Fig. 4,
ren, làngeren und beiderseits mit je einem kür-
zeren, sehwücheren Dornfortsatz versehen. Die innere Organisation erin- nert im Ganzen an diejenige der verwandten Arten. Die Pankreasdrüsen sind kugelfórmig. Auffallend sind die zwei stübchenfórmigen, etwas gebo- genen, in ihrem Verlauf sich immer mehr genühertem scharfen Leisten, welche nahe zum Stirnrand der Bauchseite entspringen und bis zur Basis
29 D: DADAY
des Fusses hinziehen, deren Natur jedoch nicht festzustellen war. Die Länge beträgt 01 mm. Fundort: Das Sagomoor von Lemien ; nicht selten. - Von den bisher bekannten Arten der Gattung ist diese Art die kleinste, welche vermöge der Structur ihrer Schale von den übrigen leicht zu unter- scheiden ist.
58. Monostyla incisa Dav. Fig. 5.
Der Körper ist im Ganzen genommen eiförmig, vorn abgestutzt, hin- ten ziemlich spitzig abgerundet. Die Schale ist in der Halsgegend verengt, in der Mitte ziemlich auffallend gewölbt, die ganze Oberfläche glatt. Der Stirnrand dér Rückenseite liegt höher als jener der Bauchseite und ist in der Mitte schwach einwärts geschweift, der Stirnrand der Bauchseite dagegen tief eingeschnitten. Der Hin- terrand der Rückenseite ist ziemlich spitzig abge- rundet, jener der Bauchseite hingegen gerade ab- geschnitten. Die ersten zwei Glieder des Fusses sind kurz, zusammen kaum ein Viertel so lang, als das dritte, letzte Glied. Das letzte Fussglied ist eylin- drisch, nahezu so lang, als die halbe Länge des ganzen Körpers, an der Spitze mit einem stärkeren und längeren centralen und ausserdem mit zwei kürzeren und schwächeren seitlichen Dornfortsätzen bewehrt. (Fig. 5.) Die inneren Organe, insofern dies an den in Formol conservirten Exemplaren zu con- statiren war, zeigen keinerlei auffallendere Abwei- chungen, deren Erwühnung geboten oder nóthig würe; dieselben sind mit denjenigen der übrigen | Arten der Gattung völlig übereinstimmend.
Die Lànge betrügt 0:26 mm.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien, ziemlich häufig.
Diese Art ist von den übrigen der Gattung hauptsächlich durch den äusseren Habitus zu unterscheiden, ein wichtiges Merkmal bildet jedoch die Ausbuchtung des Schalenstirnrandes der Rücken- und Bauchseite, welcher sie auch den Namen verdankt.
Co
MIKROSKOPISCHE SUSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 2:
59. Monostyta bicornis Dav. Fig. 6.
Der Körper ist eifórmig, nach vorn verschmälert; nach hinten auf- fallend verbreitert. Die ganze Oberfläche der Schale ist glatt. Der Stirn- rand der Rückenseite endigt in zwei ziemlich kräfti- | gen, hornartigen Fortsätzen, deren Spitze schwach einwärts gegen einander gebogen, ihre Basis dage- gen breit ist; beide werden in der Mitte des Randes durch einen ovalen Einschnitt getrennt. Der Stirn- rand der Bauchseite ist breiter als jener der Rücken- seite, in der Mitte mit einem tiefen, bogigen Ein- schnitte versehen, aus welchem der Rand sich erst steil naeh vorn erhebt, dann aber, nach Bildung eines abgerundeten Hügelchens, flach nach vorn und aussen zieht und beiderseits in je einem kur- zen, spitzigen Zapfen endigt. Der Hinterrand der Rückenseite der Schale ist bogig gerundet, jener der Bauchseite dagegen. gerade abgeschnitten. (Fig. 6.) Die ersten beiden Glieder des dreigliedrigen Fusses . sind sehr kurz, besonders das Basalglied, wogegen das letzte Glied stark gestreckt, cylindrisch und länger ist, als die halbe Körperlänge; an der Spitze erhebt sich in der Mitte ein ziemlich langer, starker und beiderseits je ein kürzerer, schwä- cherer Dorn. Die innere Organisation erinnert im Ganzen an diejenige der verwandten Arten.
Ganze Linge 0°19 mm.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien; ziemlich häufig in Gesell- schaft der vorigen Art.
Diese Art steht von den übrigen der Gattung am nächsten zu Mo- nostyla quadricornis Ehrb., unterscheidet sich jedoch von derselben durch den ganzen Habitus, hauptsächlich aber dadurch, dass der Stirnrand blos zwei hornfórmige Fortsätze aufweist und nebstdem der Stirnrand auch einen ganz anderen Schnitt hat. Den Namen erhielt sie von den beiden Hornfortsätzen des Stirnrandes der Rückenseite.
Fig. 6.
60. Anuraea aculeata Eure.
Fundort: Berlinhafen, Insel Seleo: ziemlich selten.
“a D: DADAY
61. Anuraea stipitata Kars.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien ; nicht selten.
69. Anuraea cochlearis Goss.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien ; nicht häufig.
63. Pterodina patina Ens.
Fundorte: Die Sümpfe und das Sagomoor von Lemien: ziemlich häufig.
64. Noteus quadricornis EHRE.
Fundort: Die Sümpfe und das Sagomoor von Lemien ; häufig.
65. Noteus militaris (EHRE).
Fundorte: Die Sümpfe und das Sagomoor von Lemien : nicht selten.
66. Brachionus mirabilis Dav. Fig. 7.
Die Schale ist von oben gesehen annähernd quadratförmig, beider- seits schwach ausgeschweift, die hinteren Ende gehen in sehr lange, nach hinten und oben gerichtete Fortsätze aus, welche eylindrisch und wenig geschwungen sind. An der Rückenseite des Stirnrandes erheben sich sechs Fortsätze, die centralen zwei derselben sind kürzer als die übrigen, nach auswärts geschwungen und durch eine schmale Vertiefung von einander getrennt. Die beiden nächstfolgenden, mittleren Fortsätze haben eine breite Basis, sind spitzig zulaufend, kürzer als die vorigen und mit der Spitze gerade nach vorn bliekend. Die beiden seitlichen Fortsätze sind ziemlich dünn und spitzig, gegen Ende schwach aus- und vorwärts ge- krümmt. Die centralen Fortsätze sind von den mittleren, diese aber von den seitlichen, durch ziemlich breite, doch seichte Vertiefungen getrennt. Die ganze Oberfläche der Schale ist glatt und der Hinterrand zwischen den hinteren Endfortsätzen bildet einen schwachen Bogen. Der Stirnrand der Bauchseite ist wellig und sind daran sechs Wellenhügel und sieben Wellenthäler wahrzunehmen. Die beiden centralen Wellenhügel sind die höchsten und das beide trennende Wellenthal ist das breiteste. Die Anal- öffnung und beziehungsweise die Fussóffnung der Schale ist scharf be-
MIKROSKOPISCHE SUSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 25
grenzt, an beiden Seiten mit je einem mächtigen, cylindrischen, etwas ge- Des Li EN BEE : Be ey. Ree : schwungenen Fortsatz versehen, welcher ein wenig nach hinten und unten
verlauft. (Fig. 7.)
Die Schale ist von der Seite gesehen sackfórmig, vorn enger als hinten ; die Bauchseite gerade ab- geflacht, die Rückseite vorn flach und etwas gebogen. Die Fussöff- nung liegt von der Rückenseite sehr weit entfernt. Die Pankreas- drüsen sind zweilappig. Die inne- ren Organe sind im Übrigen jenen der anderen Arten der Gattung ähnlich. Structur und Länge des Fusses vermochte ich nicht festzu- stellen, weil derselbe stets in das Innere der Schale zurückgezo- gen war.
Körperlänge 0’15mm.; Länge des Rückenfortsatzes 0°13 mm.: Länge des Analfortsatzes 0:06— 0:09 mm.
Ich fand diese Art in dem Material aus dem Sagomoor von Lemien, es scheint jedoch, dass dieselbe zu den selteneren Arten zählt, indem sich blos zwei Exem- plare vorfanden, deren eines mir gelungen ist, als mikroskopisches Præparat zu fixiren.
Diese Art steht von den übri- gen der Gattung der Brachionus Pala Ehrb. und deren Varietüten am nächsten u. zw. hauptsächlich deshalb, weil sie am Kórperende vier Fortsätze trägt. Dagegen un- terscheidet sie sich von derselben
Rivers
auffallend dadurch, dass der Stirnrand der Rückenseite sechs Fortsätze
zeigt, während jene nur mit vier solchen versehen ist. Ein in die Augen springendes Merkmal ist ausserdem die ausserordentliche Länge, die Anordnung und der Verlauf der hinteren Schalenfortsütze und eben diese
96 : p: DADAY
verleihen ihrem ganzen Habitus ein so auffallendes Gepräge, dass ihr der Name mirabilis wohl mit Recht zukommt.
67. Brachionus papuanus Dav. Fig. 8.
Die Schale ist ganz eifórmig, vorn breiter als hinten. Der Stirnrand der Schalenrückseite ist im Ganzen gewölbt, in der Mitte derselben er- heben sich jedoch zwei kleine Zähne, welche ein wenig einwärts, gegen einander blicken; zwischen den beiden Zähnchen liegt ein ziemlich tiefer Ein- schnitt. Der Stirnrand der Bauchseite ist gleich- falls gewölbt, in der Mitte aber seicht ausgebuchtet und demzufolge in zwei stumpfe Hügelchen abge- sondert. Der Hinterrand der Schale ist einfach ab- gerundet. Die Anal- oder Fussóffnung gleicht einem querliegenden Ei; an beiden Seiten entspringt je ein ziemlich langer, cylindrischer Fortsatz, die beide
Fig. S. stark gebogen sind und mit der. Spitze nach Innen
blicken, beziehungsweise gegen einander gekrümmt
sind. (Fig. 8.) Die Pankreasdrüsen sind kugelfórmig. Die innere Organisa- tion entspricht vollstàndig derjenigen der verwandten Arten.
Die Länge beträgt 0°12 mm.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien, nicht häufig.
Diese Art ist dem Brachionus angularis Goss. und Brachionus caudatus Barr. Dad. am ähnlichsten ; unterscheidet sich jedoch von erste- rer Art dadurch, dass sie an beiden Seiten der Fussöffnung Fortsätze trägt, wodurch sie sich der zweiten Art, dem Brachionus caudatus Bar. Dad. nähert, von derselben jedoch darin abweicht, dass die Fortsätze der Fuss- öffnung weit kürzer und stark gekrümmt sind, wogegen diejenigen der benannten Art sehr lang und nur wenig geschweift erscheinen. Von der letztere Art unterscheidet sich übrigens Brachionus papuanus n. sp. auch dadurch, dass die Schalenoberflüche ganz glatt ist, während jene mit kleinen runden Erhabenheiten geschmückt ist. Im Ganzen ist die neue Art als verbindende Form von Brachionus angularis und Brachionus caudalus zu betrachten.
68. Diarthra Monostyla Dap. Fig. 9.
Le] Gattungsmerkmale : Der Körper ist mit einer biegsamen Cutieula- schicht bedeckt; im vorderen Kórperdrittel beiderseits mit je einem horn-
MIKROSKOPISCHE SÜSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 21
fórmigen, ziemlich langen, flachen, gegen Ende verjüngten Fortsatze, mit einem dreigliedrigen Fusse und einer einzigen, dolehförmigen Zehe.
Der Kórper ist im Ganzen eifórmig, vorn jedoch weit breiter und gerade abgestutzt, nach hinten dagegen allmälig verschmälert und ziem- lich spitzig abgerundet und scheint aus einem vorderen grösseren und einem hinteren kleineren Gliede zusammengesetzt zu sein. Die ganze Körperoberfläche ist mit einer biegsamen und glatten Cuticula bedeckt. Die Stirnöffnung geht bei der Zurückziehung des Räderorgans beiderseits in einen ziemlich spitzigen Zapfen aus, während der- selbe sonstgeradeabgeschnit- ten erscheint. Im vorderen Körperdrittel, gleichsam an der Achsel, erhebt sich bei- derseits auf einem Vorsprung je ein horn-, oder richtiger, flügelfórmiger Fortsatz. Diese Fortsätze sind beweglich, sä- belfórmig, flach, gegen Ende allmälig verschmälert und spitzig endigend; dieselben dienen wahrscheinlich bei Ortsveränderungen als Ru- der. Der Fuss besteht aus drei Gliedern, die ziemlich gleich lang und cy- lindrisch sind, das dritte Glied ist jedoch dünner als die beiden anderen, mit einer einzigen, ganz dolchförmigen, etwas abgeplatteten Zehe. (Fig. 9.) Die innere Organisation erinnert lebhaft an diejenige der Mo- nostyla-Arten. Die Pankreasdrüsen sind kugelförmig. Die Structur des Räderorgans konnte ich an den in Formol conservirten Exemplaren nicht eingehend untersuchen.
Diese Gattung und Art ist eine der interessantesten Rotatorien, welche sich in dem aus Neu-Guinea erhaltenen Material vorfanden. Die ganze Organisation, der àussere Habitus und die Structur des Fusses bringt diese Gattung mit dem Genus Monostyla in Verbindung, wogegen die beider- seitigen Fortsätze, sowie die Biegsamkeit der Körperhülle ihr einen Platz in der Scirtopoda- Gruppe, in der Nähe der Gattung Triarthra anweisen. Die Gliederung der Körperfortsätze mit dem Rumpfe bewog mich, dies Thier zur Scirtopoda- Gruppe zu ziehen und für dasselbe das neue Genus Diarthra aufzustellen, während der ganze Habitus, vornehmlich die Stru- etur des Fusses Veranlassung bot, dasselbe mit dem Artnamen Monostyla zu bezeichnen.
19 o»
D: DADAY
Die Lànge betrágt 0:15 mm.
In dem Material aus dem Sagomoor von Lemien fand ich einige Exemplare dieser, wie es scheint, selteneren Art; eines derselben gelang es mir, als mikroskopisches Præparat zu conserviren.
69. Polyarthra platyptera Eure.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien ; nicht häufig.
II. GASTROTRICHA.
10. Chaetonotus maximus Eun.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien ; nur einzeln.
71. Chaetonotus Larus EHRE.
Fundort: Berlinhafen, Insel Seleo; nicht hàufig.
72. Ghaetonotus ornatus Dan.
Fig. 10.
Der Kórper ist im Ganzen gestreckt, mehr-weniger cylindrisch : der Rücken gewólbt; der Bauch abgeflacht. Das vordere Kórperende ist stumpf abgerundet; die Halsgegend ein wenig stärker eingeschnürt: das hintere Körperende schwach verschmälert und in zwei sichelfórmigen, einwürts gekrümmten Anhängen endigend, welche nach hinten und etwas nach unten gerichtet sind. Die Körperoberfläche ist mit einer gut abgesonderten Cutieulahülle bedeckt, welche auf dem Kopfe ein ziemlich dickes Schild- chen bildet, wogegen der übrige Theil des Körpers, besonders an der Rückenseite, in regelmässige, sechseckige Felder eingetheilt ist, welche einander jedoch nicht decken, sondern einfach an einander gereiht sind. Auf der Rückenseite des vorderen Körperdrittels erheben sich keine Dor- nen, wogegen das hintere Drittel mit Dornen bedeckt ist. Die Dornen wer- ‘den von vorn nach hinten allmälig länger und stärker, an der Basis des Gabelfortsatzes stehen die längsten, zwei derselben sind jedoch dünner als die übrigen. Die ganze Oberfläche der Bauchseite ist von feinen Cilien bedeckt, in wie viel Reihen dieselben jedoch angeordnet sind, gelang mir nicht festzustellen. (Fig. 10.)
Die Mundóffnung ist von einem Cilienkranz umgeben, welcher in eine ziemlich geräumige Mundhöhle führt. Die Wandung des Oesophagus
MIKROSKOPISCHE SUSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 29
ist dick, annähernd bisquitfórmig, nämlich in der Mitte beiderseits ausge- buchtet; am vorderen und hinteren Ende enthält derselbe eine kleine, zwiebelfórmige Hohlung. Hinsichtlich der | inneren Organisation ist diese Art, inso- fern dies an den in Formol conservirten Exemplaren constatirbar war, mit den ver- wandten Arten im Ganzen übereinstim- mend.
In dem Material aus dem Sagomoor von Lemien fand ich einige Exemplare, deren eines als mikroskopisches Præparat zu fixiren gelang.
Diese Art unterscheidet sich von den übrigen der Gattung hauptsächlich da- durch, dass die sechseckigen Cuticular- felder der Rückenseite einander nicht de- cken, ferner, dass sich -blos im hinteren Drittel des Rückens Dornen vorfinden. Vermöge der sechseckigen Cuticularfelder erinnert dieselbean (haelonolus tabulatus Schm., dessen Rücken jedoch überall mit feinen Dornen besetzt ist und dessen Kör- per auch weit gedrungener, breiter und zugleich kürzer ist.
Fig. 10.
73. Lepidoderma Biroi Dav. Fig. 11.
Der Körper ist länglich ; der Rücken gewölbt; der Bauch flach ; das vordere Körperende abgerundet; in der Halsgegend ein wenig eingeschnürt und demzufolge an dieser Stelle etwas dünner, als anderwärts. Der mitt- lere Körpertheil ist etwas dicker als der übrige und die Seitenlinien sind schwach bogig. Das hintere Körperende ist in geringem Masse verschmä- lert und an beiden Seiten in je einem schwanzartigen, gegliederten Fort- satz, welcher die halbe Körperlänge übertrifft, fortgesetzt. Diese Fortsätze gehen von einer breiten Basis aus, entfernen sich gabelförmig von einander und die Anzahl ihrer Glieder schwankt zwischen 20-95. In der Mittel- linie des hinteren Körperendes, also zwischen der Basis der beiden Gabel- fortsätze zeigt sich eine ausgebuchtete Vertiefung und hier befindet sich die Analöffnung. Die Körperhülle besteht aus grossen, rhomboiden Feldern, welche sich insgesammt einfach an einander reihen, ohne dass sich die- selben an irgend einem Punkte decken. (Fie. 11.)
30 v i à D: DADAY
Die Mundóffnung ist von einem Cilienkranz umgeben. Der Oesopha- gus ist ganz bisquitfórmig und enthält in der hinteren Anschwellung eine zwiebelfórmige Hühlung. An der Basis der Gabelfort- sütze zeigt sich je eine birnfórmige, einzellige Kleb- drüse, deren Öffnung sich sicherlich an der Spitze der Gabelfortsätze befindet. Hinsichtlich der inneren Or- ganisation, insofern sich dies an dem einzigen vorlie-
lies, ist diese Art den übrigen der Gattung ähnlich.
Die Körperlänge beträgt 0:369 mm.
* [n dem Material aus dem Sagomoor von Lemien fand ieh ein Exemplar vor, welehes ich als mikrosko- pisches Præparat fixirte.
Diese Art steht von den verwandten Arten am nächsten zu Ichthydiwn | Entzii Dav. und Lepido- derma rhomboides Stock ; unterscheidet sich jedoch von ersterer Art dadurch, dass ihr hücken keine Bor- sten und Dornen trägt, während lehthydium | Entzii auf dem Rücken mit Dornen versehen ist. Von Lepi- doderma rhomboides unterscheidet sich die neue Art hauptsächlich durch die Structur des vorderen Kör- perendes, indem bei Lepidoderma rhomboides an bei- den Seiten des vorderen Kórperendes sich ein kleinerer und ein grósserer, abgerundeter, hinten spitz zulaufen- der Lappen befindet und die rhomboiden Felder ausserdem dreieckige Nebenfelder besitzen. Die neue Art habe ich dem Entdecker derselben, Lupwie BiRó, zu Ehren benannt.
IV. CRUSTACEA. Ordo 1. COPEPODA.
74. Cyclops oithonoides Sans.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien, wo diese Art haufig zu sein scheint; ich fand sie in zahlreichen Exemplaren. Ihre geographische Ver- breitung ist eine sehr grosse, denn sie ist auch aus anderen Welttheilen bekannt.
15. Cyclops serrulatus Fiscn. |
Fundort: Das Sagomoor von Lemien; seltener als die vorige Art und nur in einigen Exemplaren vorgefunden. Im Hinblick auf ihre grosse 8 I 5 geographische Verbreitung ist diese Art als Kosmopolite zu betrachten.
genden, in Formol conservirten Exemplar feststellen
Te
MIKROSKOPISCHE SÜSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 3l
76. Cyclops phaleralus (C. K.).
Fundort: Das Sagomoor von Lemien. Im Verlaufe meiner Unter- suchung fand ich blos einige Exemplare dieser Art, welche gleichfalls zu den Kosmopoliten zu zühlen ist.
77. Cyclops fimbriatus Frscn.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien. Ich fand sowohl Männchen, als auch Weibchen dieser nicht häufigen Art, welche meines Wissens, bis- her ausserhalb des palæarktischen Gebietes von anderwärts nicht be- kannt ist.
78. Canthocamptus papuanus Dan. Fig. 12. a—h.
Der Kórper des Weibchens besteht aus neun Segmenten, der des Männchens dagegen aus zehn; beide sind nach hinten allmälig und in geringem Masse verjüngt. Das erste humpfsegment ist kegelfórmig, beim Weibchen vorn stumpfer, beim Männchen spitziger abgerundet; N 1 der Schnabel ist kaum bemerkbar. / (Fig. 19 a.) Das erste Rumpfseg- (— ment ist blos so lang, wie die da- rauf folgenden zwei zusammen, m während dasselbe beim Männchen die Länge der darnach folgenden drei Segmente erreicht. (Fig. 12 b.)
Von den Abdominalsegmen- ten des Weibchens ist das Genital- E ur segment das làngste. Das vorletzte Abdominalsegment trägt zwei / Kränze kleiner Dornen, wogegen am letzten nur ein solcher Kranz steht; an der Basis der Furcalan- hänge aber erhebt sich gleichfalls ein Dornenkranz. Die Analdecke besteht aus einer verlängerten, abgerundeten Platte, welche am freien Rande mit sechs starken Zähnen bewehrt ist. (Fig. a—c.)
Die Furcalanhänge sind kurz, halb so lang als das letzte Abdominal- segment; sie sind kegelfórmig, ihre äussere Seite ist gerade, trägt zwei
32 D: DADAY
Borsten, die innere derselben schrüg geschnitten. Von den Endborsten ist die mittlere die stärkste und längste, aber nicht länger als ein Kórper- drittel ; die äussere ist dünn und erreicht kaum die halbe Länge der mitt- leren, während die innere nur nahezu ein Viertel so lang ist. (Fig. a—c.)
Das erste Antennenpaar des Weibchens ist siebengliedrig, gegen Ende ziemlich stark verjüngt; das dritte Glied ist am lüngsten, die drei letzten sind gleich lang. (Fig. 12 d.)
Die Greifantennen des Männchens erscheinen sechsgliedrig, die vier Proximalglieder sind sehr dick, am kräftigsten ist das dritte, welches mit dem zweiten und vierten verschmolzen zu sein scheint. (Fig. 12 e.)
Der innere Ast des zweiten Antennenpaares trügt an der Spitze des letzten Gliedes zwei längere und drei kürzere Borsten und ist am Ober- rande mit zwei grösseren und mehreren kleinen Dorsten bedeckt; der äussere Ast ist stübchenfórmig, an der Spitze mit zwei Borsten versehen. (Fig. 12 7.)
Die ersten vier Fusspaare sind an beiden Asten dreigliedrig. Die Structur des dritten männlichen Fusses vermochte ich nicht auszunehmen.
Am fünften Fusspaar besteht der äussere Ast aus einer viereckigen Platte, welche am Distalende eine üussere, kürzere, dünne, eine mittlere und eine innere dünnere, längere Borste trügt. Der innere Ast erreicht mit seinem Ende dasjenige des äusseren nicht und trägt drei gleich starke und grosse End- und zwei Seitenborsten. (Fig. 12 9g.)
Der centrale Theil der weiblichen Genitalöffnung ist annähernd bisquitförmig, die beiden Enden der Genitalöffnung erscheinen keulen- artig und rings um dieselbe ist auch die Vulva verbreitert. An beiden Seiten der Vulva zeigt sich eine kugelfórmige Erhabenheit. Die Sperma- tophoren sind annähernd eiförmig, in der Mitte aber stark aufgedunsen. (Fig. 12 h.)
Die Körperlänge des Weibchens beträgt ohne die Furcalborsten 0-5 mm.; die Körperlänge des Männchens: 0:4 mm.
Fundort: Insel Seleo.
Ein wichtiges Erkennungsmerkmal dieser Art bildet die Structur der Greifantennen des Männchens und des fünften Fusspaares. Durch die
Structur der Analklappe erinnert dieselbe an Canthocamptus Zschokkei Schm.
79. Canthocamptus signalus Dav. Fig. 13. a—k. Der Körper des Weibchens ist nach hinten schwach verjüngt und
besteht aus neun Segmenten. Das Kopfsegment ist am vorderen Ende ziemlich spitzig abgerundet ; der Schnabel fehlt. (Fig. 13 «.) Die drei vor-
MIKROSKOPISCHE SÜSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 33 +
letzten Abdominalsegmente tragen an beiden Seiten, in der Nühe des Hin- terrandes, eine Dornenreihe, welche jedoch an der Rücken- und Bauch- seite unterbrochen ist und keinen Kranz bildet. An der Bauchseite des letzten Abdominalsegmentes erhebt sich an der inneren Seite je eine kleine Borste. (Fig. 13 5, c.)
Die Analklappe ist stark ausgezogen, bogig, durchsichtig und reicht fast bis an die Spitze der Furcalanhänge, sie ist am Rande fein und dicht gezähnt und erscheint, von der Seite gesehen, als aufwürts gekrümmter, spitziger Fortsatz. (Fig. 13 d.)
Die Furcalanhänge sind verhältnissmässig kurz, kaum halb so lang, als das letzte Abdominalsegment; ihre innere Seite ist nahezu gerade, die üussere dagegen abschüssig. Àn der äusseren Seite tragen die- selben drei kleine Borsten, an der inneren eine kleinere und eine gróssere Borste. Von den Endborsten sind blos drei gut entwickelt, die mittlere dersel- ben ist stark und dick, die äus- sere und innere fei, erstere aber länger. Am Ende der Fur- calanhänge, an der Basis der Endborsten ist ein dicker, dorn- artiger Fortsatz, welcher Jedoch blos bei der Seitenansicht wahr- nehmbar ist. (Fig. 13 0, c.)
Das erste Antennenpaar des Weibchens 1st achtgliedrig, gegen Ende verjüngt ; am läng- sten ist das vierte Glied, dessen Riechstäbchen bis zur Spitze des letzten Gliedes reicht. (Fig. 13 e.)
An den Greifantennen des Männehens ist der Stamm und der Arm gut getrennt und sind beide gleich lang. Das letzte Glied des Stammes
trägt ein Riechstäbchen. (Fig. 13 f.)
Die Aste des ersten Fusspaares sind dreigliedrig ; die Glieder des inneren Astes sehr dünn, das letzte Glied entspringt in der Hóhe der Endspitze von dem letzten Gliede des äusseren Astes; das erste Glied ist so lang, wie die zwei Proximalglieder des äusseren Astes, das zweite Glied ist so lang, wie das dritte Glied des üusseren Astes. Ahnlicher Structur ist auch der zweite Fuss. Der üussere Ast des dritten und vierten Fusses ist dreigliedrig, das Endglied so lang, wie die zwei proximalen zusammen,
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Természetrajzi Füzetek. XXIV. köt.
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welche am äusseren Ende je einen starken Dorn tragen. Der innere Ast hat blos zwei Glieder, deren proximales sehr kurz ist; im Ganzen ist die- ser Ast nur so lang, wie die zwei Proximalglieder des äusseren Astes. (Fig. 13 h.)
Die Structur der männlichen Füsse vermochte ich nicht sicher fest- zustellen. Am fünften Fusspaare ist das Protopodit und Endopodit zu- sammengewachsen, das äussere Ende hervorstehend, mit einer Borste ver- sehen. Das Exopodit ist annähernd blattfórmig, an den äusseren Seiten mit zwei kleinen Dornen bewehrt, an der Spitze erheben sich drei Borsten, zwei starke und eine feine, die innere Seite ist mit feinen Harchen besetzt und mit einer längeren Borste bewehrt. Das Endopodit ist an der Spitze und an der inneren Seite mit insgesammt fünf langeren Borsten versehen. (Fig. 13 7.)
Die Gegend der weiblichen Genitalöffnung zeigt eine ziemlich ver- wickelte Structur; am unteren Ende sind klingelfórmige Umrisse sichtbar, wogegen sich in der oberen Hälfte an beiden Seiten V-fórmige, mit den Spitzen nach auswärts gerichtete Gebilde zeigen, an deren einen Schenkel sich gekeulte, kurzstielige Cutieularkörperchen anschliessen. (Fig. 13 /;.)
Die Länge des Weibchens ist, ohne Furcalborsten 1 mm.; die des Männchens 0:7 mm.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
Das hauptsächlichste Charakteristikon dieser Art ist die Structur der Analklappe, hierzu kommt dann die Structur der Füsse und der Furea. Dieselbe erinnert an Canthocamptus staphylinus (Jur) und Ganthocamptus trisptnosus Dnapy.
80. Canthocamptus decoratus Dan. Fig. 14, a—-c.
Der Körper ist nach hinten stärker verjüngt und besteht aus neun Segmenten. Das erste Rumpfsegment ist weit breiter als die übrigen, vorn ziemlich stumpf abgerundet, verhältnissmässig kurz, wenig lànger als die beiden folgenden zusammen. Den Schnabel vermochte ich an dem, auf dem Bauche liegenden Thiere nicht auszunehmen und halte es für wahr- scheinlich, dass derselbe fehlt. Von den übrigen Rumpfsegmenten ist das zweite, dritte und vierte an den hinteren Ecken ziemlich stark zugespitzt, wührend am fünften die hinteren Ecken fast rechteckig erscheinen. (Fig. 14a.)
Die Abdominalsegmente sind am Ende sämmtlich rechteckig, am làngsten ist das letzte, welches fast so lang ist, wie die zwei vorletzten zu- sammen. Die Rumpf- und Abdominalsegmente sind am Hinterrande mit sehr feinen Zühnchen versehen. Auf der Oberfläche des 2—4. Rumpf-
í >>.
MIKROSKOPISCHE SÜSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 39 segments zeigen sich in durchbrochenen Querlinien feine Kérnchen. Auf den letzten drei Abdominalsegmenten steht vor dem Hinterrande je eine Querreihe von Dornen, welche jedoch beiderseits nur bis gegen die Mitte der Rücken- und Bauchseite reicht, hier abbricht und keinen Kranz bildet. (Fig. 14 c.)
Die Analklappe ist eine stumpf abgerundete Platte und am freien Rande mit 12 ziemlich kräftigen Dornen bewehrt. (Fig. 14 c.)
Die Furcalanhänge sind ziemlich breit, um die halbe Länge länger als das ihnen vorangehende Segment, gegen Ende schwach verjüngt: an der inneren Seite tragen sie-eine gróssere und mehrere kleine Borsten. Von den drei Endborsten ist die äussere nur halb so lang und weit dünner, als die mittlere. Die mittlere Apicalborste
mL S Legs der ganze Körper, spärlich behaart. Die FL
ist ziemlich kräftige, fast halb so lang, wie ie A innere Apicalborste ist sehr dünn und kurz, a. /
nur ein neuntel so lang als die mittlere. (Fig. 14 c.)
Das sechsgliedrige erste Antennen- paar ist gegen Ende stark verjüngt; die bei- den Proximalglieder sind weit dicker als die übrigen und bedeutend kürzer als die nachfolgenden. Das dritte Antennenglied ist eines der längsten und nur das letzte
ist länger als dies, welches gegen das Distal- ende schwach verjüngt erscheint, der Bor- stenfortsatz desselben ist so lang, wie das vierte Glied und das hieraus entspringende Riechstäbehen reicht bis zur Spitze des Fig. 14. letzten Gliedes. Das letzte Antennenglied ist auffallend lang, weit länger als die zwei vorhergehenden Glieder zu- sammen und trägt blos ein langes Taststübchen. (Fig. 14 b.)
Die Structur der Füsse war nicht zu erkennen, weil das einzige zur Verfügung stehende Exemplar in dem mikroskopischen Præparate auf der Bauchseite lag.
Die Körperlänge beträgt ohne die Furcalborsten 0*6 min. ; mit den- selben 1-mm.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
Von den bekannten Arten gleicht diese Art zumeist dem Cantho- camplus Wierzejskii Mr&z., besonders durch die Sechsgliederung des ersten Antennenpaares ; unterscheidet sieh jedoch von demselben durch die Seulp- tur der Segmente, sowie durch die Struetur der Analklappe und der Furca.
S D! he
36 Br D: DADAY
81. Canthocamptus longirostris Dan. Fig. 15. a—h.
Der Kórper des Weibchens besteht aus neun, derjenige des Männ- chens aus zehn Segmenten und ist nach hinten ziemlich stark verjüngt. Das erste Rumpfsegment ist so lang, als die nachfolgenden vier zusammen, vorn beide Seiten ziemlich breit und spitzig auslaufend, in der Mitte er- hebt sich ein mächtiger Rüssel, welcher fast halb so lang ist, wie das erste Rumpfsegment. Der Rüssel ist ein wenig nach unten gekrümmt, die Spitze stumpf abgerundet und glatt. Die Rumpfsegmente 2— 5 sind nahezu gleich lang, aber allmälig verschmälert, die hintere Ecke gestreckt, spitzig.
Das erste Abdominalsegment des Weibchens ist so lang, wie die folgenden zwei zusammen, das letzte nur wenig kürzer als das voranstehende, der Hinterrand des- selben trägt an der Basis des Fur- calanhanges einen Dornenkranz. Die Abdominalsegmente des Männ- chens sind gleich gross. (Fig. 15 a.)
Die Furcalanhänge sind et- was länger als das letzte Abdomi- nalsegment, verhältnissmässig sehr breit, das Distalende jedoch schmä- ler als das proximale ; die innere Seite bis zum distalen Viertel schwach bogig, mit feinen Börst-
Fig. 15. chen bedeckt, weiterhin gerade,
glatt; im distalen Viertel der äus-
seren Seite erhebt sich ein kräftiger Dorn, die Oberseite trägt zwei
Borsten. Von den Endborsten ist die mittlere am kräftigsten und längsten,
jedoch nicht länger als ein Drittel der Körperlänge; die äussere Borste
erreicht die halbe Länge der mittleren nicht, die innere dagegen hat nicht einmal eine Viertellànge und ist ausserordentlich fein. (Fig. 15 v.)
Das erste Antennenpaar des Weibchens ist achtgliedrig, deren letztes am längsten ist. Das Riechstäbehen des vierten Gliedes überragt die Borsten des letzten Gliedes an Länge. (Fig. 15 b.)
. Das erste Antennenpaar des Männchens ist dem des Weibehens sehr ähnlich, die acht Glieder sind gut zu unterscheiden, das vierte Glied ist dicker und kräftiger als alle übrigen: das fünfte und sechste bildet das
MIKROSKOPISCHE SÜSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 31
Kniegelenk. Das Riechstäbchen des vierten Gliedes ist sehr gut entwickelt. (Fig. 15 d.)
An der Spitze des zweiten Antennenpaares erheben sich vier gerade Borsten ; der äussere Ast ist verkümmert, stäbehenförmig, an der Spitze mit zwei Borsten bewehrt.
An den ersten vier Fusspaaren sind sämmtliche Äste dreigliedrig. Der Aussenast des ersten Fusspaares ist kurz, die Glieder sind breit, an - der äusseren Seite dornig; der Innenast ist doppelt so lang, als der äussere, die Glieder jedoch dünn; das erste Glied allein ist länger als der Aussen- ast, während die zwei letzten Glieder kaum halb so lang sind, wie das erste. (Fig. 15 e.) Die nachfolgenden Füsse sind gleich lang und kräftig.
Am dritten Fusse des Männchens ist das zweite Glied des Innen- astes lang, annähernd S-förmig und geht in einen spitzigen, dünnen Fort- satz aus, während das dritte, sehr kleine Glied zwei lange Borsten trägt. (Fig. 15 f.)
Beim Weibchen ist der Aussenast des fünften Fusses breit, verhält- nissmässig kurz, an der Aussenseite mit einer làngeren und drei kürzeren, an der Spitze aber mit einer sehr langen und einer kurzen Borste ver- sehen. Der Innenast ist schmäler als der äussere, an der Spitze mit einer längeren mittleren und je zwei inneren und äusseren kürzeren Borsten bewehrt, wogegen an der inneren Seite blos eine Borste steht. (Fig. 15 h.)
Das fünfte Fusspaar des Männchens erinnert einigermassen an das des Weibchens, der Aussenast trägt jedoch nur fünf, der innere blos zwei Dorsten. (Fig. 15 9.)
Die Spermatophoren sind gestreckt sehlauchfórmig, der Hals ziem-
lich lang. Die Länge des Weibchens ist, ohne die Furcalborsten 0:46— 0:6 mm. « set « Männchens « « « « 0:4—0:56 « « « der Furcalborsten ist 0:18—0:2 «
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
Diese Art ist von den übrigen der Gattung durch die auffallende Länge des Rüssels, sowie durch die Structur des fünften Fusspaares und der männlichen Greifantennen leicht zu unterscheiden.
82. Nilocra breviselosa Dan. Fig. 16, a—e.
Der aus zehn Segmenten zusammengesetzte Körper ist nach hinten schwach verjüngt. Das erste Rumpfsegment ist gegen die Stirn etwas ver- schmälert und etwas kürzer, als die darauf folgenden drei Segmente zu- sammen. Das Rostellum ist kurz, dick, gebogen, jedoch spitzig endend,
38 p: DADAY
Von den Abdominalsegmenten ist das zweite am lüngsten, das vorletzte hingegen am kürzesten. Am Hinterrande der letzten drei Segmente liegt ein feiner Dornenkranz. (Fig. 16 «.)
Die Furcalanhänge sind breit, etwas kürzer als das voranstehende Ab- dominalsegment, ihre Basis mit einem Dornenkranz, an der äusseren Seite mit zwei feinen Borsten, an der Innenseite mit feinen Dornen versehen. Von den Endborsten ist die äussere sehr kurz, dornartig, die darauf fol- gende von breiter Basis ausgehend, jedoch’ plótzlieh verjüngt und nicht ganz halb so lang, wie die zu innerst stehende. Die zweite Mittelborste ist sehr dünn und kürzer als die vorige. Die zu innerst stehende Borste ist kräftiger als die bisher erwähnten, ziemlich dick, fein und gedrangt gefie- dert, erreicht jedoch kaum ein Viertel der Kórperlànge. (Fig. 16 c.)
Die ersten Antennen sind achtgliedrig,
MI rriv ety i 3 die Glieder von der Basis an allmälig ver- jüngt, das làngste derselben ist das letzte. Das Riechstäbchen erreicht das Ende des letzten Antennengliedes nicht. (Fig. 16 b.)
Am zweiten Antennenpaar ist das letzte Glied des Innenastes gegen Ende ver- breitert und mit vier Borsten bewehrt, der Aussenast dagegen ist ein schmales Stäb- chen, welches an der Spitze zwei Dorsten trägt.
Fig. 16. Beide Aste der ersten drei Fusspaare
sind dreigliedrig; die Äste der ersten zwei
Paare sind gleich lang, beim dritten dagegen ist der Aussenast länger. Der
Aussenast des vierten Fusspaares ist dreigliedrig, der innere hingegen zweigliedrig und kürzer als ersterer. (Fig. 16 4.)
Am fünften Fusspaare gleicht die Spitze des Aussenastes einer ab- gerundeten Platte und ist mit drei Dorsten und einem kräftigen Dorn be- wehrt. Der Innenast ist etwas schmäler, die Spitze gerade abgeschnitten und trägt eine innere kürzere, sowie eine äussere längere, kräftige, dorn- artige Borste, an der Basis derselben aber einige kurze Borsten. (Fig. 16 e.)
Das Münnchen vermochte ich nicht aufzufinden.
Die Körperlänge beträgt, ohne die Borsten der Furcalanhänge, (r5 mm.
Fundort : Insel Seleo.
Wichtige Merkmale dieser Art sind: die Anzahl der Segmente, die Structur der Füsse und die ausserordentliche Kürze der Endborsten der Furcalanhänge.
T LL]
MIKROSKOPISCHE SUSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 39
83. Chydorus sphaericus (0. F. M.).
Fundort: Das Sagomoor von Lemien. Diese Art ist ziemlich häufig ; eine der gewöhnlichsten Vertreter der kosmopolitischen Arten.
84. Pleuroxus excisus (F1scu).
Fundort : Das Sagomoor von Lemien. Diese Art ist weniger häufig, als vorige; derselben in der geographischen Verbreitung jedoch ziemlich gleichkommend.
85. Pleuroxus hastatus Sars.
Fundort : Das Sagomoor von Lemien. Es fanden sich mehrere Exem- plare vor, welche von europäischen oder ceylonischen durchaus nicht ver-
schieden waren.
86. Dwwenhedia serrata Da».
Fundort: Das Sagomoor von Lemien. Ich erlangte blos einige Exem- plare, welche jedoch mit ceylonischen vollkommen übereinstimmten.
87. Alona macrorhyncha Da». Fig. 17. a—b.
Der Kórper ist einigermassen einem Viereck ähnlich, die Ecken aber sind mehr oder weniger abgerundet. Der Kopf ist ziemlich niedergebogen und endigt in einem auffallend langen Schnabel, welcher gerade nach unten bliekt und unter die Kórpermitte herabreicht. Das Stirnauge hat ge- ringe Linsen und ist mehr oder weniger kugelfórmig. Das Nebenauge ist fast ebenso gross, wie das Stirnauge und diesem dreimal näher liegend, als dem Schnabelende. Der Lippenanhang is keilfórmig, an den Seiten ab- gerundet. (Fig. 17 «.)
Das erste Antennenpaar ist spindelfórmig, ziemlich dünn und halb so lang, als der Schnabel. Das zweite Antennenpaar ist verhältnissmässig schwach, zeigt aber in der Structur keinerlei auffallende Eigenthümlich- keiten.
Die Schale ist an der Bauchseite schwach gewölbt, gegen den Kopf- und Hinterrand fast gleichmässig abgeflacht, Der Hinterrand ist schwach gewólbt, fast gerade und bildet mit dem Rückenrande einen stumpfen Win- kel, ist in der unteren Hälfte mit sehr feinen Börstehen besetzt und be- schreibt mit dem Bauchrande einen stumpf abgerundeten Winkel. Der Bauchrand ist ziemlich vorspringend und stürker abgerundet. Über die
40 D: DADAY
Schalenoberfläche ziehen Rippen hin und dieselben sind dabei feingekörnt. Ein grosser Theil der Rippen läuft parallel mit der Längsachse, am Vorder- theil der Schale aber, besonders in der Nähe des Vorderrandes nach oben gerichtet, schräg laufend. (Fig. 17 «.)
Das Abdomen ist gegen Ende schwach verjüngt, das distale Ende stark zugespitzt. Der innere, beziehungsweise der Vorderrand ist gerade, der hintere oder äussere bei der Afteröffnung gebuckelt, von da an breit gebuchtet, der Länge nach, vom distalen Ende an bis zur Afteróffnung in fast gleicher Entfernung mit 12-14 Randdornen versehen, unter welchen sich auch 1—-2 Seitendornen befinden. An beiden Seiten des Abdomens steht eine Reihe sehr feiner, in Büscheln angeordneter Börst- chen. Am distalen Ende des Abdomens befin-
den sich drei, eine kurze kraftige und zwei kleine Dornen. Die Endkrallen sind verhältnissmässig lang, schwach gebogen, am Hinterrand fein beborstet. Das Thier hat blos eine Neben- kralle. (Fig. 17 b.)
Die Körperlänge beträgt 077 mm.; die Farbe ist gelblichweiss.
Fundort : Berlinhafen.
Diese Art steht von den bisher bekannten am nächsten zu Alona latissima Kurz, unterscheidet sich jedoch von derselben durch die Struetur der Schale und des Abdomens : besonders charakteristisch ist die Bedor- nung des letzteren.
88. Lhocryptus Halyi Bray.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien. Es fanden sich mehrere Exem- plare vor, welche von ceylonischen in nichts verschieden waren.
89. Grimaldina Brazzai Rien. Fig. 18.
RrcHaRD: Grimaldina Brazzai, Guernella Raphaelis, Moinodaphnia Mocquereysi,
Cladocéres nouveaux du Congo. — Mém. Societ. Zool. de France. 1892. p. 214.
Fig. 1—3.
Die untersuchten Exemplare aus Neu-Guineu sind hinsiehtlieh der allgemeinen Charaktere zwar identisch mit denen aus Congo, in den De- tails aber zeigen sich dennoch einige Abweichungen.
Bei den Exemplaren aus Neu-Guinea ist der Banchrand der Schale
MIKROSKOPISCHE SUSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 41
sägeförmig, in den Lücken zwischen den Zähnen stehen im vorderen Drittel des Randes abwechselnd kürzere und längere Dornen, im hinteren Drittel dagegen ziemlieh lange Borsten. Im unteren Schalenwinkel reihen sich stärkere kurze, am Hinterrande sehr feine und gedrängt stehende Dornen an einander.
Die Schalenoberfliche ist durch querlau- fende und einander berührende Linien in Fel- der getheilt. Diese Felder sind fein granulirt.
Der hintere und beziehungsweise rücksei- tige Abdominalrand ist einfach stumpf abgerun- det, im oberen Theile ohne Vertiefung ; mit sehr femen Randdornen bedeckt. Die Endkrallen sind glatt. Die Nebenkralle ist sehr klein.
Körperlänge : 0°45—0°55 mm.; breite; 0:3 — 0:45 mm.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
Diese Art war bisher blos aus dem franzósichen Congostaat, von den Fundorten Mayoumba und Caca-Mueca bekannt.
90. Moinodaphnia Mocquereyst Rrcn.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien. Ich fand nur wenige Exem- plare dieser Art, welche bisher blos aus dem französichen Congostaat be- kannt war.
91. Ceriodaphnia cornmuta Sars.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien. Ich untersuchte mehrere Exemplare, welehe hinsichtlich des Habitus dieselbe Variabilitat, wie die aus Ceylon, zeigten.
92. Diaphanosoma Sarsi RICH. Hic. 19,8; b.
RicHARD J.: Revision des Cladoceres. — Annal. de Seiene. Natur. 7. ser. Tom. 18. Des20D. Pl. i Pie. 1..8.
Die mir vorliegenden zahlreichen Exemplare sind hinsichtlich des allgemeinen Habitus des Kórpers und der Structur der Schale mit den von J. Ricaarn beschriebenen typischen Exemplaren vollständig übereinstim- mend, in der Struetur des Abdomens jedoch zeigten sich wiehtige Ab- weichungen.
An beiden Seiten des Abdomens erheben sich nämlich bei den von
49 D: DADAY
mir untersuchten Exemplaren in Gruppen angeordnete sehr feine Dornen in 2— 3 Längsreihen, deren Anwesenheit in der Abbildung und Beschrei- bung von J. Rrcgmagp weder erwähnt, noch ersichtlich ist. Die Nebenkrallen ; der Endkrallen werden in abwärts gehen- der Reihenfolge immer länger, am kürzes- ten ist die obere, am lüngsten die untere.
oe, (Fig. 19 a.)
LI ^
Eo M y K . Pc y NE ES Wenn die feinen Dornbüschel an bei- 7 SSR RR MAR: > :
ASIA den Seiten des Abdomens bei den Exem- 4 ét cu se? 9 :
CARD M plaren RıcHarp’s in der That fehlen, so
x sind die von mir untersuchten Exemplare
Fig. 19. Vertreter einer neuen Art, zumindest einer
Varietat.
Sehr interessant sind auch die Eier der Exemplare aus Neu-Guinea, indem sich an der Oberflüche ihrer Hülle zahlreiche fingerfórmige Fort- sütze erheben, wodurch die Eier das Aussehen erhalten, als wären sie dornig. (Fig. 19 b.)
Fundort: Berlinhafen, beziehungsweise das Sagomoor von Lemien.
93. Pseudosida papuana Dan. Fig. 90. a—d.
Der Kórper erscheint gestreckt und ist viel lànger als breit. Der Kopf ist mehr als zweimal kürzer als der Rumpf und ist zwischen beiden nur eine kaum merkliche Vertiefung vorhanden. Der Kopf gleicht im Gan- zen einem stumpf abgerundeten Kegel; die Rückenseite ist abschüssig, blos in der Mitte schwach erhaben, die Stirn ziemlich spitzig abgerundet, die Bauchseite absehüssig und bildet einen geraden, sehr stumpfen und erossen Rüssel. (Fig. 20 a.)
Das Stirnauge liegt sehr nahe zur Stirn, ist oval, die zahlreichen Linsen sind verhältnissmässig klein. Der Pigmentfleck ist klein und rund. (Fig. 20 «.)
Das erste Antennenpaar ist verhältnissmässig kurz, stabchenformig, eylindrisch, überall gleich dick, an der Spitze erheben sich neben der Tast- geissel sechs Riechstäbchen. (Fig. 20 b.)
Am zweiten Antennenpaar ist der Stamm auffallend dick, am dista- len Ende die äussere Spitze mit zwei, die innere Spitze mit einem krafti- gen, dornartigen Fortsatz versehen. In der Nàhe der Basis steht eine zwei- gliedrige Tastborste. Das erste Glied des zweigliedrigen Antennenastes ist mit 7—8 Fiederborsten und am äusseren distalen Ende mit einem geraden und einem krummen Dorn bewehrt. Beim zweiten Gliede stehen an den
MIKROSKOPISCHE SUSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 45
Seiten neun, an der Spitze zwei zweigliedrige Fiederborsten und zwei gerade Dornen. Das mittlere Glied des dreigliedrigen Antennenastes ist mehr als doppelt so lang, wie das proximale und das distale Glied, und trägt einen Enddorn, sowie eine Fiederborste ; das letzte Glied ist mit vier Fieder- borsten bewehrt. (Fig. 20 «.)
Die Rumpfschale ist auf der Rückenseite bald stärker, bald schwächer gewölbt und bildet mit dem Hinterrande einen kleinen, vorstehenden Winkel. Der Hinterrand ist im Ganzen genommen spitzig abgerundet und übergeht unbemerkt in den Bauchrand, im unteren Viertel stehen auf vor- stehenden Fortsátzen 2—6 Borsten, oberhalb derselben Dornenbüschel und fernerhin dem ganzen Rand entlang sehr kleine, gedrängt gestellte Börstehen. Der Bauchrand ist seiner ganzen Länge nach aufgerollt, in der Mitte unbeborstet, vorn mit einzelnen,
auf Fortsätzen stehenden, langen Fieder- Ber . . a ONT borsten besetzt, deren Reihe in kurze ae | un Dornen übergeht, im hinteren Drittel SENA p b treten wieder die Borsten auf. Die ganze Pin za € À, CRT A E Oberflàche der Schale erscheint gekórnt. T
(Fig. 20 a.)
Das Abdomen ist im Ganzen keil- formig, gegen das distale Ende schwach verschmälert. Am Ober- und beziehungs- weise Hinterrande reihen sich 12— 15 Dornbüschel aneinander, welche aus je 9.4 Dornen bestehen. Die Seiten des
Abdomens sind mit 3——4 Reihen sehr feiner, in Làngsreihen und dann bogig Fig. 90.
angeordneten Dornen geschmiickt. In der Nähe der Basis der Endkrallen erheben sich drei grosse, dornartige Borsten, deren distale am lüngsten ist, wogegen die beiden anderen all- mälig kürzer werden ; diesen gegenüber stehen 3 4 kurze, feine Borsten. Die Endkrallen sind schwach bogig, fast gerade, an der Aussenseite des proximalen Drittels mit 5 6 kräftigen Dornen versehen, am Hinterrande mit einer Reihe feiner Dornen bedeckt, ebenso auch der Vorderrand der Endspitzen. (Fig. 20 d.)
Körperlänge : 1:7—2 mm. Die in Spiritus conservirten Exemplare sind braun.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien. Es lagep mir mehrere Exem- plare vor.
Diese Art erinnert von den übrigen der Gattung durch den äusseren Habitus zumeist an Pseudosida Szalayi Dan. : unterscheidet sich jedoch
4A. Dr DADAY
von derselben, sowie von Pseudosida bidentata Herr. durch die Structur der Schale, des ersten Antennenpaares und des Abdomens, sowie dureh die Form und Lage des Stirnauges.
94. Eulimnadia Dahli Sans.
Fundort: Die Insel Seleo. Es lagen mir zahlreiche Exemplare vor, welche sich von den durch G. ©. Sars beschriebenen in nichts unter- scheiden.
95. Cypridella dubiosa Dan.
Fig. 91. a—g.
Die Schalen sind von der Seite gesehen nierenfórmig. Der Vorder- rand der Schale ist hóher als der hintere, im Ganzen stumpf abgerundet, im oberen Drittel erscheint derselbe jedoch ein wenig gebuckelt, der freie tand ist von einem feinen und stumpf gezähnten schmalen Cuticulasaum begrenzt, innerhalb dessen ein breiter Porenkanalgürtel folgt. Die Poren- kanäle sind sämmtlich gerade, ihr Gürtel innen und aussen gezackt. An der äusseren Offnung der Porenkanäle erhebt sich je eine Borste, aber auch ausserdem ist der ganze Schalenrand mit zahlreichen feinen Borsten be- deckt. Der hintere Schalenrand ist in der Mitte stark gewölbt und geht fast gleichmässig abschüssig in den vorderen und hinteren Endrand über, gegen den vorderen indessen etwas steiler. Der hintere Endrand ist nied- riger als der vordere, spitzig abgerundet, ohne Porenkanalgürtel, aber dicht beborstet. Der Bauchrand ist in der Mitte schwach gebuchtet mit einem Cutieulasaum und ziemlich breitem Porenkanalgürtel versehen und in der ganzen Länge mit Borsten dicht besetzt. (Fig. 91 «.)
Von oben gesehen sind die Schalen sehr breit eifórmig, an dem Vorderende spitzig, am Hinterende dagegen breit abgerundet, allein in der Mitte etwas vertieft, im hinteren Viertel am breitesten. (Fig. 21 b.)
Die Oberfläche der Schalen erscheint etwas rauh und granulirt, dicht behaart.
Die Anzahl der Muskeleindrücke betrügt vier und sind dieselben ziemlich eng zu einander gruppirt. Der oberste Muskeleindruck ist grósser als alle übrigen und nierenfórmig. Unter demselben steht ein eifórmiger Muskeleindruck allein, unter welchem zwei derart liegen, dass sie den vo- rigen hinten abschliessen. (Fig. 21 c.)
Am zweiten Antennenpaar überragt das Sehwimmborstenbüschel die Endkrallen nur um weniges. Das Rieehstübchen ist ziemlich lang.
Am Taster der Mandibeln befindet sich, ausser den aufgedunsenen, steif gefiederten Tastborsten, auch ein blattfórmiger, feinbehaarter Tastanhang.
MIKROSKOPISCHE SÜSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 15
An den Maxillen ist der Tasterfortsatz länger als die Kaufortsätze, am Ende des distalen Gliedes ist eine Borste kräftiger als die übrigen, krallenförmig. An der Spitze des ersten Kaufortsatzes sind zwei der Borsten zu Dornen-erstarkt, zweigliedrig, an den Seiten mit 2—3 Paar Zähnchen bewehrt, wie bei den Æucypris-Arten. (Fig. 21 d.)
Der Taster des zweiten Maxillen-, resp. des Maxillarfusspaares ist eingliedrig, eylindrisch, kräftig entwickelt, die mittlere Endborste doppelt so lang, als die beiden anderen, glatt, die innere Borste selten gefiedert, die Fiedern sind sehr lang. Der Kiemenanhang ist ein sehr gut entwickel- ter Lappen mit sechs Dorsten. (Fig. 91 e.)
Das erste Fusspaar ist im Ganzen fünfgliedrig; die End- kralle ist ausserordentlich lang, so lang, wie die vorangehen- den vier Fussglieder zusammen und sichelfórmig gekrümmt.
Das Ende des zweiten Fusspaares zeigt ganz dieselbe Structur, wie das der Kucypris- Arten; die Endkralle ist ver- hältnissmässig lang, stark ge- krümmt, fein behaart und am distalen Ende angelfórmig. — (Fig. 21 f.)
Die Furcalanhänge sind ziemlich lang, jedoch auffallend schmal. Die Seitenborste ist entwickelt, ebenso die beiden Fig. 91.
Endkrallen und die Endborste, |
welch’ letztere sehr kurz ist, so dass sie kaum ein Neuntel der Lange der vorderen Endkralle erreicht. Die vordere Endkralle ist kraftig, sehr lang, nur wenig kürzer als die Furcallamellen. Die hintere Endkralle ist borstenfórmig, dünn, fast halb so lang, als die Furcalanhänge. (Fig. 21 4.)
Die Hepatopankreasdrüse ist gut entwickelt und in den Schalenraum ziemlich tief hineinragend. (Fig. 21 a.)
Das Ovarium ist sehr lang, in der distalen Hälfte zweimal verschlun-
e
gen. (Fig. 21 a.)
Die Länge der Schalen : 0:45— 0:6 mm. ; die Höhe : 0:35 —074 mm. ; der grösste Durchmesser 0:4 —0:5 mm. Die Farbe der in Spiritus conser- virten Exemplare erscheint grünlich.
46 D: DADAY :
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
Diese Art erinnert durch den Habitus ihrer Schalen lebhaft an Cypridopsis globulus Sars. und Cypridopsis minna (King), welche V. VÁVRA neuerlich als Glieder des Genus Pionocypris betrachtet. Hinsichtlich der Structur der Furcalanhänge stimmt diese Art jedoch mit Cypridopsis glo- bulus überein. Einen sehr wichtigen Unterschied zwischen den genannten beiden Arten und dieser neuen Art, bildet indessen der Mangel der Kiemen- anhänge des zweiten Maxillenpaares bei jenen und die volle Entwickelung derselben bei der neuen Art. Dies bewog mich, diese Art von den erwähn- ten abzusondern und sie sogar als Repräsentantin eines anderen Genus zu betrachten, denn ich kann nicht voraussetzen, dass ein so hervorragen- der Forscher auf dem Gebiete der Entomostraceen, wie G. O. Sans, die Kiemenanhänge der zweiten Maxille nicht gesehen haben sollte, wenn dieselben thatsächlich vorhanden gewesen wären. Für den Fall aber, als weitere Untersuchungen die Anwesenheit der Kiemenanhänge der zweiten Maxille bei Cypridopsis globulus und den von V. VAvra zu dem Genus Pionocypris Vavr. gezogenen übrigen Arten nachweisen sollten, so wäre das Genus Pionocypris Vávr. gänzlich einzuziehen und würde ich vor- schlagen, die Arten desselben in das Genus Cypridella Vavr. zu stellen, wodurch dann Cypridella dubiosa n. sp. in ein sehr nahes Verhältniss zu Cypridopsis (Pionocypris recte Cypridella) minna Wine) käme, eventuell als Synonym derselben zu betrachten sein würde.
96. Eucypris fabaeformis Dav. Fig. 22. a—c.
Die Schalen sind, von der Seite gesehen, einigermassen mit Bohnen vergleichbar, an beiden Enden fast gleich breit. Der vordere Schalenrand ist ziemlich stark abgerundet, gegen die Rückenseite jedoch etwas ab- schüssig sich erhebend und in dieselbe, wie auch in den Bauchrand un- merklich übergehend, hier aber bogig bleibend. Der obere Schalenrand ist nur in sehr geringem Masse gebogen, fast gerade, gegen den Vorderrand stiirker, gegen den Hinterrand aber kaum merklich abschüssig. Der hin- tere Endrand ist starker und spitziger abgerundet als der vordere, zugleich auch etwas schmäler und übergeht unmerklich in den Rücken- und Bauch- rand. Der Bauchrand ist im vorderen Drittel ziemlich auffallend gebuch- tet, vorn stärker, hinten ganz wenig gebogen. An den beiden Endrändern, wie auch am Bauchrande, zeigt sich keine Spur yon Porenkanälen, die Randborsten aber gehen von kleinen Vorsprüngen aus und an der äusser- sten Grenze des Schalenrandes zieht ein sehr schmaler, durchsichtiger Cutieulagürtel hin. (Fig. 22 a.)
MIKROSKOPISCHE SÜSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA. 47
Die Schalen sind, von oben betrachtet, schmal kahnförmig, an bei- den Enden gleich spitzig, am breitesten in der Mitte. (Fig. 29 0.)
Die innere Saumlamelle der Schalen ist in der Nähe des vorderen Endrandes ziemlich schmal, mit demselben parallel laufend, neben dem Hinterrande dagegen weit breiter, in der Mitte des Innenrandes buckel- artig vorspringend. (Fig. 22 «.)
Die Wandung der Schalen besteht aus einer sehr biegsamen Cuti- cula, enthält wenig oder gar keinen Kalk und ist an der Oberfläche spär- lich behaart.
Am zweiten Antennenpaar ist das Schwimmborstenbündel kaum linger als das distale Ende der Endkrallen. Am ersten Gliede des :
Innenastes ist das Riechstäbchen verhältnissmässig lang und dünn.
Am ersten Kaufortsatz der Maxille sind zwei Borsten kräfti- ger und länger als die übrigen, zweigliedrig, am distalen Gliede beiderseits gezühnt.
Die Endkralle des ersten Fusspaares ist sehr lang und dünn. Die Endkralle am letzten Gliede des zweiten Fusspaares ist lang, dünn, schwach gekrümmt. (Fig. 99 e.)
Die Furcalanhänge sind ver- hältnissmässig breit, nahezu ge- rade, das distale Ende aber etwas nach hinten, das proximale hingegen nach vorn gekrümmt; am Hinter- rande erhebt sich eine Reihe feiner Dornen. Die Endborste ist beinahe so lang, wie die vordere Endkralle und sehr fein. Die vordere. Endkralle ist auffallend kräftig, gerade, stark gezähnt, die hintere dagegen S-förmig gekrümmt und gleichfalls stark gezühnt. Der Seitendorn ist sehr kurz, mit feinen Bürstchen versehen und der Basis der hinteren Endkralle gena- hert. (Fig. 22 d, e.)
Länge der Schalen 1:3 mm.; Höhe 0-45. 0'5 mm.; Breite 0715 0:2 mm.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
Die Art ist der Æucypris major (Barry) = Kucypris Malconsont Brapy) am ühnlichsten, von derselben jedoch durch den Habitus der Scha- len und die Structur des Abdomens unterschieden. Ein charakteristisches
Fig. 92.
48 Dr DADAY " -
Merkmal dieser Art ist der Mangel der Porenkanäle und die übereinstim- mende Structur der Furcalanhänge.
97. Cypricercus affinis Dav. Fig. 23. a—g.
Weibchen: Fig. 23 a, b, c, q.
Die Schalen sind, von der Seite gesehen, annähernd nierenfórmig.. Der vordere Schalenrand ist ziemlich stumpf abgerundet, übergeht fast gleichmässig in den Rücken- und Bauchrand und ist breiter als der Hinter- rand. Der hückenrand ist gewölbt und fällt vorn steil, hinten mässig ab- schüssig herab. Der hintere Endrand ist in der Mitte kegelförmig zuge- spitzt und spitzig abgerundet und geht mit gleichmässigem Abfall in den Rücken- und Bauchrand über. Der Bauchrand ist in der Mitte schwach gebuchtet. Die rechte Schale ist kleiner als die linke und ist besonders der hintere Endrand kürzer. Am vorderen und hinteren Endrand, sowie am Bauchrand zeigt sich kein Porenkanal, sämmtliche Ränder sind spärlich behaart und von einem schmalen Cuticulasaum begrenzt. (Fig. 23 a.)
Von oben gesehen sind die Schalen annähernd eiförmig, das Vorder- ende spitziger als das hintere, am breitesten sind dieselben in der Mitte, (Fig. 23 b.)
Die Obertläche der Schalen ist spärlich behaart und zeigt keinerlei Sculptur.
Die Muskeleindrücke sind nahe zu einander gruppirt, die oberste ist getheilt, darunter liegen in einer Reihe zwei, deren einer der Länge nach getheilt ist und neben daran zeigt sich noch ein kleiner Nebeneindruck. Der unterste Muskeleindruck ist von Allen der grösste, in der Mitte ge- theilt und folgen unter demselben zwei kleine Nebeneindrücke. (Fig. 23 c.)
Am zweiten Antennenpaar ist der Schwimmborstenbündel ziemlich lang, die Endkrallen überragend.
An den Maxillen ist der Taster dünn, länger als die Kaufortsätze. Zwei Dornen des ersten. Kaufortsatzes sind krüftiger als die übrigen, er- scheinen jedoch glatt.
Die Endkralle des ersten Fusspaares ist lang, dünn, sichelförmig, halb so lang, wie die letzten drei Fussglieder zusammen.
Die Endkralle des zweiten Fusspaares ist ziemlich kurz, dick und sichelfórmig, schwach gebogen.
Die Furcalanhänge sind säbelförmig gekrümmt, verhältnissmässig schmal, der Hinterrand fein behaart, eine Seitenborste fehlt. Die Endborste ist dünn, halb so lang, als die vordere Endkralle, welche kräftig, schwach
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gebogen und fein gezähnt ist. Die hintere, glatte Endkralle ist gerade, borstenfórmig, wenig kürzer als die vordere. (Fig. 23 q.)
Männchen : Fig. 23 d—f, h.
Die Schalen gleichen, von der Seite gesehen, im Ganzen denen des Weibchens, die Endründer aber sind fast gleichmüssig. Der Hinterrand ist nämlich nicht kegelfórmig hervorstehend, wie beim Weibchen, sondern stumpf abgerundet. (Fig. 25 d.)
Von oben gesehen zeigen die Schalen dieselbe Form, wie diejenigen des Weibchens, auch hinsichtlich der Anzahl und Anordnung der Muskel- eindrücke herrscht kein grosser Unterschied.
Hinsichtlich der Structur der Antennen und Mandibeln stimmen die Männchen mit den Weibchen völlig überein.
Bei der zweiten rechten Maxille steht an dem Basalglied des Tasters ein Riech- stäbchen, das Endglied ist sichelfórmig stark gekrümmt, die Basis sehr breit, ge- gen Ende verjüngt. Bei der zweiten linken Maxille geht das distale innere Ende des ersten Tastergliedes in einen Fortsatz aus, unterhalb welchem ein Riechstäbchen ent- springt; das zweite Glied ist lang, sichel- fórmig, fast der ganzen Länge nach gleich dick, an der Basis mit einer Borste. Àn bei- den Tasterenden stehen feine Riechgebilde. (Fig. 93 e, f.)
Die Furcalanhänge sind, hinsichtlich der Structur, jener des Weibchens ühnlich, jedoch etwas mehr gekriimmt.
Die Hoden zeigen den die Gattung charakterisirenden Verlauf. Der Ductus eja- culatorius erinnert an jenen des Genus Eucypris. Das Begattungsorgan ist im Ganzen pyramidenfórmig, der proximale Theil breiter, an einer Spitze abgerundet, am anderen zugespitzt; der Innenrand ist bogig, der Hinterrand gebuchtet; an den Nebenlamellen ist die eine Spitze abgerun- det, die anderen zwei sind zühnig. Das Vas deferens bildet mehrere Schlin- gen. (Fig. 23 h.)
Länge der Schalen 0:45—0:6 mm.; Höhe 0:25— 0:2 mm.; Breite 0:15—0:18 mm. Das Weibchen ist nur wenig grösser als das Männchen.
Fundort: Die Insel Seleo.
Diese Art ist von den beiden anderen der Gattung, Cypricercus cu- nealus Sars. und Cypricercus reliculatus Dav. durch den Habitus der
4 Természetrajzi Füzetek. XXIV .kót. 4
50 p: DADAY
Schalen, sowie durch die Structur der Taster der zweiten Maxillen und des Begattungsorgans des Männchens verschieden. Dieselbe steht übrigens nahe zu Cypricercus cunealus Sars. durch die Form der Schalen des Weibchens, unterscheidet sich jedoch von derselben durch die Form der Schalen des Männchens.
V. HYDRACHNIDAE.
98. Atax multiporus Dav. Fig. 24. a—h.
Der Körper erscheint von oben im Ganzen kugelförmig, ist aber vorn breit und stumpf abgerundet, fast gerade abgeschnitten; die Seiten sind bogig, nach hinten zu jedoch immer mehr einander genähert, demzufolge der Kórper hinten viel breiter und hier gebuchtet ist. An beiden Seiten der Stirn sitzen die antenniformen Borsten auf ziemlich grossen Vorsprüngen. In der Nühe des hinteren Kórperendes entspringen beiderseits auf je einem grósseren und je einem kleineren Vorsprung lange Schwimmborsten. Auf der Rückenseite stehen der Länge nach drei Borstenpaare. (Fig. 24 a.) Wenn man das Thier, von der Seite betrachtet, ist an der vierten Epi- mera desselben ein spitziges Hügelchen wahrzunehmen. (Fig. 24 b.)
Die Palpen sind im Verhältniss kurz, dünn, das zweite und dritte Glied fast gleich dick und lang, an der äusseren distalen Spitze des dritten Gliedes steht ein krüftiger, langer Dorn; das vierte Glied ist nicht viel langer als die vorhergehenden, allein weit dünner, in der Mitte und in der Nähe des distalen Endes mit einem Vorsprung, von welchem eine feine Borste ausgeht. Das letzte Glied ist ziemlich kurz, am Ende dreizühnig. (Fig. 24 d.)
Die ersten zwei Fusspaare sind etwas dicker als die übrigen; das dritte Paar ist das kürzeste von Allen; das vierte Paar aber ist etwas làn- ger als alle übrigen. Die Glieder des ersten Fusses tragen krüftige, dicke Borsten u. zw. das zweite Glied 1, das dritte 2, das vierte und fünfte je 5. (Fig. 24 e.) Die Borsten des zweiten Fusspaares sind schwücher als die des ersten u. zw. stehen auf dem zweiten und dritten Gliede je 2, auf dem vierten und fünften je 4, an der Innenseite des fünften Gliedes zeigen sich sehr feine Härchen. (Fig. 24 f.) Beim dritten Fusspaare erheben sich auf dem zweiten Gliede 3, auf dem dritten 2, auf dem vierten 3 und auf dem fünften 7 krüftige Borsten, von welchen die am inneren distalen Ende sitzende gezáhnt ist; das vierte und fünfte Glied ist mit 5—6 Schwimm- borsten versehen. (Fig. 24 g.) Am vierten Fusspaar ist das zweite Glied blos mit einer grossen Borste bewehrt, am dritten Glied stehen an der
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Innenseite 5, am vierten Gliede 9 und am fünften 11 krüftige kurze Dor- nen; auch am dritten, vierten und fünften Gliede stehen Schwimmborsten, deren Anzahl beim dritten Gliede am grössten, beim fünften am gering- sten ist. Sehr charakteristisch ist am vierten Fusspaar das sechste, letzte Glied, indem es in der Mitte verschmälert und sichelférmig gekriimmt ist. Die Fusskrallen sind einfach. (Fig. 24 h.)
Von den Epimeren ist das vierte Paar am umfangreichsten, welches beinahe viereckig, in der ganzen Länge gleich breit ist und dessen Hälften mit den inneren Enden sich berühren, in der Mittellinie hervorragen, die inneren Winkel dagegen abgerundet sind. Das dritte Epimerenpaar ist lànger als breit und die inneren Enden von dessen Hälften be- rühren sich nicht. Die Ober- fläche sämmtlicher Epimeren- paare ist mit spärlich verstreu- ten, kurzen, weissen Härchen besetzt. (Fig. 24 b.)
Die Genitalöffnung befin- det sich auf einem nach hinten gerichteten Hügelchen und ist annähernd herzförmig. In der Mitte der Genitalóffnung ist ein kleiner, hyaliner Vorsprung, an den beiden Seiten des Hügels aber stehen je 8 Dornen. Die äusseren Genitalplatten liegen zwischen dem vierten Epime- renpaar und dem Genitalhü- gelchen, u. zw. beiderseits des letzteren in einem Bogen. Jede Genitalplatte ist ziemlich breit, gleicht einem gebogenen Bande und ist mit zahlreichen kleinen Poren bedeckt, zwischen denen mehrere Borsten
entspringen. (Fig. 24 b, c.)
Körperlänge 1*1 mm.; grösste Breite 11 mm. Das in Spiritus con- servirte einzige Exemplar ist gelblich weiss gefärbt.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
Diese Art unterscheidet sich von den übrigen der Gattung in mehr- facher Hinsicht. Ein charakteristisches Merkmal bildet der allgemeine Habitus des Körpers; allein noch weit wichtigere Charaktere sind: das Hervorragen des vierten Epimerenpaares, die hügelartige Erhebung der Genitalóffnung, die Gestalt, Structur und Anordnung der Genitalplat-
4x
52 D: DADAY
ten, sowie die sichelförmige Krümmung des letzten Gliedes am vierten Fusspaar. 99. Curvipes Piersigi Dan. Fig. 25. a—g.
Weibchen : Fig. 25 a, b.
Der Kórper ist eifórmig, vorn spitziger, hinten stumpfer abgerundet; die Haut fein punktirt, ebenso die Extremitätenoberfläche.
Die Taster sind im Verhältniss kurz, aber ziemlich dick, besonders das zweite proximale Glied. Das vorletzte Glied ist fast so lang, wie die ihm vorangehenden zwei zusammen, ist jedoch weit dünner als diese und trägt in der Mitte zwei, innen am distalen Ende aber ein Hügelchen, von welchen feine Tastborsten aus- gehen. Das letzte Glied ist drei- zähnig. (Fig. 25 b.)
Die Füsse sind verhültniss- mässig dünn, der erste kürzer als die übrigen, das vierte Paar lün- ger als alle übrigen und sind bei
, diesem die zwei letzten Glieder auffallend verlàngert und verjüngt.
Die Epimeren sind gut ent- wickelt. Am ersten Epimerenpaar sind die unteren Enden einander genähert und vom äusseren Win- kel geht ein Fortsatz nach hinten und aussen. Zischen der rechter und linker Hälfte des dritten und vierten Epimerenpaares ist eine ziemlich bedeutendeLücke. Am dritten Epimeren- paar ist der obere Rand in der Mitte auffallend gebuchtet, so, dass das äussere Ende sich nach vorn neigt, das innere Ende ist senkrecht gerade geschnitten. der obere Winkel jedoch abgerundet. Das vierte Epimerenpaar verbreitert sich stark von innen nach aussen dringend, das innere Ende ist gerade geschnitten, der untere Rand auffallend zugespitzt, so, dass die einzelnen Epimeren fünfeckig erscheinen; das äussere Ende derselben ist für die Aufnahme des ersten Fussgliedes stark ausgehöhlt. (Fig. 25 a.)
Die Genitalóffnung ist eine lange Vertiefung mit einem ellyptischen Hof. Die äusseren Genitalplatten tragen zehn, fast gleiche Poren, welche, mit Ausnahme von 1— 92, sich dem Aussenrand der Platten entlang, lagern. Zwischen den Genitalplatten und dem letzten Epimerenpaare óffnet sich beiderseits je ein Porus. (Fig. 95 a.)
Körperlänge 1:2 mm.; grösste Breite 1 mm.
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Männchen : Fig. 25 c—e.
Die Form des Kórpers und die Structur der Haut ist derjenigen des Weibchens ähnlich ; auch die Palpen sind von jenen des Weibchens nicht verschieden.
Die Epimeren bedecken zwei Drittel der Bauchseite fast vollständig und schmiegen sich so an einander, dass zwischen dem zweiten und dritten Paare nur ein ganz kleiner Raum frei bleibt. Das zweite Epimerenpaar ist grósser als das erste, keilfórmig, nach auswürts verbreitert. Das dritte Epimerenpaar gleicht einem schmalen, schief liegenden Bande, die beiden Hälften berühren sich am inneren Ende nicht, der obere innere Winkel ist abgerundet. Das vierte Epimerenpaar ist allein fast so lang, wie die drei ersten Paare zusammen, die beiden Hälften sind mit dem inneren Ende einander stark genähert, so, dass zwischen denselben nur ein ganz schmaler Raum übrig bleibt; der obere Rand ist von aussen nach innen abschüssig, der hintere Rand dagegen von innen nach aussen und dabei etwas bogig; der Aussenrand in der Mitte, zur Aufnahme des ersten Fuss- oliedes, zugespitzt und bildet derselbe mit dem unteren Rande einen spitzigen Winkel. (Fig. 25 c.)
Die ersten drei Fiisse sind dünn, der vierte hingegen ziemlich dick. Das letzte Glied des dritten Fusspaares ist gegen das distale Ende auf- fallend verdickt, am freien Ende mit einer stark gekrümmten Doppelkralle und über derselben mit einer geisselfórmigen, dicken Borste versehen.
Die äussere Genitalöffnung liegt in unmittelbarer Nähe des vierten Epimerenpaares, ihre Umgebung ist dreilappig. Die äusseren Genitallappen sind gerade, nach aussen gerichtete, breite Lamellen mit zahlreichen, in Gestalt und Grösse verschiedenen Poren unregelmässig bestreut. Auf dem schmalen Raume zwischen den Geschlechtsplatten und dem letzten Epi- merenpaare liegen je zwei Poren. (Fig. 25 c, e.)
Körperlänge 1 mm.; grösste Breite 0-8 mm.
Die Larve unterscheidet sich von derjenigen der übrigen Arten nicht wesentlich. Ein charakteristisches Merkmal ist es, dass das distale Ende des letzten Fussgliedes in der Nähe der Krallen ziemlich gedunsen ist und dass an den bisquitförmigen Lamellen beiderseits der Genitalóffnung je zwei grosse, kreisfórmige Poren und je drei Borsten stehen. (Fig. 25 f, 9.)
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.- £
Diese Art, welche ich dem hervorragenden Hydrachnologen, R. PrenstG, zu Ehren benannte, bildet in gewisser Hinsicht einen Übergang zu Curvi- pes conglobatus, Curvipes disparilis und Gurvipes rolundatus, unter- scheidet sich jedoch von denselben durch die Structur der Haut, die Form der Genitallappen, sowie durch die Anzahl der Poren.
54 D: DADAY
100. Arrenurus Koenikei Dan. Fig. 96. a—e.
Der Kórper ist leicht kenntlich in den Rumpf und Sehwanz abge- theilt. Der Rumpf gleicht einem etwas gestreckten, fast regelmässigen Acht- eck; die vordere Seite ist schwach gebuchtet, die beiden mittleren Seiten sind etwas länger als die übrigen und sind ganz wenig gebogen. Der Rückenbogen ist vorn ziemlich gerundet und verläuft, ohne einen auffallen- deren Winkel zu beschreiben, in den Schwanz; in der Mitte zeigen sich zwei grössere und zwei kleinere, seitliche, winzige Vorsprünge, auf welchen je eine Borste steht. Der Schwanz ist in der ganzen Länge gleich breit, die Seiten gerade und bildet das hintere Ende zwei Hügelchen, auf welchen sich je eine lange Borste erhebt; in der Nähe des distalen Endes zeigt sich ein ziemlich breites Hügelchen, von welchen beiderseits je eine Borste ent- springt. (Fig. 26. «.)
Von der Seite gesehen ist der Rücken- theil des Rumpfes stumpf gewölbt und läuft mit ziemlich steiler Abflachung zum Schwanz herab. Das distale Ende des Schwanzes ist schräg geschnitten, wellig, das obere Endeziemlich gross, auf den Wel- lenhügeln erheben sich Borsten. (Fig. 26 b.)
Die Palpen sind verhältnissmässig klein und zeigen, hinsichtlich der Structur und der Beborstung, nichts Erwähnenswerthes. (Fig. 26 e.)
Von den Fusspaaren ist das vierte weit länger als die übrigen, am distalen inneren Ende des vierten Gliedes ist der Cuticulafortsatz ziemlich lang; am entsprechenden Punkte des fünften Gliedes steht ebenfalls ein Cutieulafortsatz, dessen Spitze mit zwei kräftigen Dornen bewehrt ist. Sämmtliche Glieder aller Füsse tragen ziemlich viele kräftige Dornen, der erste Fuss ist jedoch nicht mit Schwimmborsten versehen.
Von den Epimeren ist das vierte Paar am grössten. Die ersten Epi- meren stehen ziemlich entfernt von einander und berühren sich blos mit der unteren Spitze.
Die Genitalöffnung ist klein; die Genitallappen haben die Form von schmalen Bändern, welche mit zahlreichen kleinen Poren versehen sind. (Fig. 26 b.)
Kórperlànge 1 mm. Die Farbe ist dunkelgrün.
Fundort: Das Sagomoor von Lemien.
Diese Art, welche ich dem hervorragenden Hydrachnologen, F. Kor- NIKE, zu Ehren benannte, kommt durch den Habitus dem Arrenurus cau-
CANNE T.
MIKROSKOPISCHE SUSSWASSERTHIERE AUS DEUTSCH-NEU-GUINEA.
59
datus, durch die Structur der distalen Schwanzspitze aber annähernd dem Arrenurus securiformis gleich, unterscheidet sich jedoch von beiden durch die Structur des vierten Fusses und andere Merkmale.
Erklàrung der Abbildungen.
"Basel
Uo
1. D'onus filicauda Dan. Reich. Oc. 5. Obj. 3. 9. « « Vorderende. Reich. Oc. 5. Obj. 7. 3. Aphanolaimus papillatus Dav. Vorderende. Reich. Oc. 5. Obj. 5. 4. « « Hinterende. Reich. Oe. 5. Obj. 5. 5. Prismatolaimus papuanus Dap. Vorderende. Reich. Oc. 5. Obj. 7. 6. « « Hinterende. Reich. Oe. 5. Obj. 7. 7. Ghromadora papuana Dan. Vorderende. Reich. Oc. 5. Obj. 7. S. « « Hinterende. Reich. Oc. 5. Obj. 7. 9. Trilobus Biroi Dav. Vorderende. Reich. Oc. 5. Obj. 7. 10. « « Hinterende. Reich. Oc. 5. Obj. 7. 11. Jromus longicollis Dap. Vorderende. Reich. Oc. 5. Obj. 9. 12. « € « « Reich. Oe. 5. Obj. 3. 13. « « « Hinterende. Reich. Oc. 5. Obj. 3. 14. Aphanolaimus tenuis Dap. Vorderende. Reich. Oc. 5. Obj. 3. 15. « « ?. Hinterende. Reich. Oc. 5. Obj. 3. 16. « « d. « Reich. Oe. 5, Obj. d 17. Aphanolaimus brachyurus Dap. Vorderende. Reich. Oc. 5. Obj. 9. 18. « « Hinterende. Reich. Oc. 5. Obj. 7. 19. Monhystera papuana Dav. Reich. Oc. 5. Obj. 5. 90. « « . Vorderende. Reich. Oe. 5. Obj. 9. Tab, IT. 1. Cylindrolaimus macrurus Dap. Reich. Oc. 5. Obj. 3. 9. « « Vorderende. Reich. Oe. 5. Obj. 7. 3. Monhystera longicauda Dap. Reich. Oc. 5. Obj. 5. 4, « « Vorderende. Reich. Oc. 5. Obj. 7. 5. Cephalobus longicollis Dap. Reich. Oc. 5. Obj. 3. 6. « « Vorderende. Reich. Oc. Obj. 7. 7% « « Bulbus. Reich. Oe. 5. Obj. 7. S « « Hinterende. Reich. Oc. 5. Obj. 7. 9. Prismatolaimus nodicaudatus Dap. Reich. Oc. 5. Obj. 3. 10. « « Vorderende. Reich. Oc. 5. Obj. In « « Hinterende. Reich. Oc. 5. Obj. 12. Pseudochromadora quadripapillata Dap, Hinterende. Reich. Oc. : Obj. 7. 13 « « Vorderende. Reich. Oc.
Obj:*7.
56 p: DADAY
Fig. 14. Pseudochromaroda quadripapillata Dap. Bulbus. Hinterende. Oc. 5
Obj. 7. x 19; « > « Reich. Oc. 5. Obj. zt Tab. III. Fig. 1. Mononchus obtusicaudatus Dan. Hinterende. Reich. Oc. 5. Obj. 3. Au. MADE" « Reich. Oc. 5. Obj. 1. «7 3. « « Vorderende. Reich. Oc. 5. Obj. 7. « 4. Plectus obtusicaudatus Dap. Reich. Oc. 5. Obj. 3. We ER: « « Hinterende. Reich. Oc. 5. Obj. 7. £y 6: « « Vorderende. Reich. Oe. 5. Obj. 7. t... « « Bulbus. Reich. Oc. 5. Obj. 7. « 8. Tripyla erassicauda Dap. Reich. Oc. 5. Obj. 3. PAU D « « Vorderende. Reich. Oc. 5. Obj. 7. « 10. « « Hinterende. Reich. Oe. 5. Obj. 7. a 11. Prismatolaimus macrurus Dap. Vorderende. Reich. Oc. 5. Obj. 9. a? cle: « « Bulbus. Reich. Oc. 5. Obj. 9. «C519: « « Reich. Oc. 5. Obj. 5. « 14. Dorylaimus Birói Dap. Reich. Oc. 5. Obj. 3. sU Mb. « « ?. Sehwanzende. Reich. Oc. 5. Obj. 7.
(Separatim editum. est die 1. . Novembris 1900.)
XXIV. TERMÉSZETRAJZI FÜZETEK. 1901.
| NEUE CHALASTOGASTRA-ARTEN (Hym.).
Beschrieben von Fn. W. Koxow in Teschendorf.
Herr A. Mocsínv hat die Güte gehabt, die interessanten Schätze, welche das Ungarische National-Museum an exotischen Chalaslogaslra besitzt, mir zur Bestimmung, beziehungsweise zur Beschreibung anzuver- trauen, wofür ich demselben hiermit meinen verbindlichsten Dank sage. Arten, von denen nur singuläre Exemplare vorliegen, pflege ich nicht zu beschreiben, so dass einige Arten noch unbestimmt im Besitz des National- Museum bleiben müssen, bis sich reichlicheres Material findet. Dagegen habe ich mir erlaubt, der Vollständigkeit wegen, die Beschreibung weniger Arten hinzuzufügen, die sich in meiner eigenen Sammlung befinden.
1. Gen. Chalinus Kxw.
In Természetrajzi Füzetek, Vol. XX 1897 p. 605 habe ich die Gattung Chalinus gegründet, ohne eine bestimmte Gattungs-Diagnose aufstellen zu kónnen. Da das Ungarische National-Museum ein weibliches Exemplar des Ch. plumicornis Gur. besitzt, so kann ich hier folgende Gattungsdiagnose nachträglich geben :
Corpus elongatum, cylindricum ; caput magnum, thorace latius: fronte non nisi inferne supra antennas acute marginata, medio 2 carinis longitudinalibus antice convergentibus ornata; carinis debilibus, in media orbita interiore orientibus; frontis dimidia parte superiore utrobique 5 tu- bereulis maioribus, acutis ornata, superne subcrenulato-cristata et oculos longius superante, medio depressa; clypeo occulto; antennis crassis, pilo- sis; ocellis superioribus in oculorum orbita longius sub linea oculos tan- gente positis ; seutellum sulco debili a mesonoto separatum; tibiæ postic:e postice denticulate ; alarum stigma breve, latitudine sua parum longius, radium e medio emittens; cellula discoidali subcostam attingente ; cubito pone nervum medium fere interrupto ; area humerali petiolata.
2. Gen. Labidarge Kxw.
Von L. Braunsi habe ich in Entom. Nachrichten 1899 p. 311 nur das 9 beschreiben können. Das National-Museum besitzt ein Männchen
58 FR. W. KONOW.
dieser Art, das dem Weibchen entspricht und nur etwas dunkler gefarbt ist: die Mitte des Pronotum und der Mittellappen des Mesonotum vorne zur Hälfte, die Vorderbrust, die Metapleuren und der hintere Theil der Mesopleuren, sowie die Hüften und Trochanteren sind schwarz ; Flügel- schuppen und Mittelbrust schwarzbraun; die Fühler sind etwas lànger als der Hinterleib. Von der ähnlichen L. geniculata Kr. & unterscheidet sich dies Männchen durch viel längere und dickere Hintertibien, sowie durch die rothen Schenkel, die bei geniculata bis auf die Knie schwarz sind.
3. Gen. Stelidarge n. g.
Argidum genus. Corpus elongato-ovatum; caput mediocre, pone oculos non angustatum; palpis maxillaribus minus elongatis, crassiusculis; clypeo a fronte discreto ; facie infera medio carinata ; antennis longis, gra- cilibus, femin: undique pilosis; fronte suleo utrobique acute marginato ornata ; ocello inferiore in linea oculos tangente posito; pronotum postice profunde et anguste excisum ; alæ mediocres : omnes cellula appendiculata præditæ ; superiores 4 cellulis eubitalibus instructæ ; cellula secunda eubi- tali 3° longiore; nervo discoidali parum a cubiti origine remoto, a nervo primo mediali minus divergente; nervo 2° mediali fere interstitiali; area humerali petiolata; tibiæ posteriores crassiusculæ, longa spina supraapi- cali ornate ; feminz vagina mediocris; fere forcipiformis.
1. St. diptycha n. sp. 9. — Dilute rufa; capite, abdominis apice, pedum posteriorum genibus, tibiis, tarsis nigris; tarsis anticis nigricantibus; alis fuscis ; inferioribus medio dilutioribus, fere limpidis; venis nigris; stigmate nigricante, basi magis minusve lutescente.
Elongato-ovata; capite nigro-, mesonoto fusco-, mesopleuris luteo- pilosulis ; hoc pone oeulos non angustato; clypeo brevi, depresso, postice acute marginato; antennis abdomen longitudine æquantibus, nigro-pilo- sulis; artieulo tertio apicem versus subdilatato et subeompresso; vertice longitudine sua fere duplo latiore; tibiis tarsisque posterioribus migro- pilosis; vagina eano-pilosa. — Long. 9 —10 mm.
Patria: Brasilia. (Mus. Hung.)
Die neue Gattung fällt in meiner Argiden-Tabelle (Entom. Nach- richten, 1899 p. 319 ff.) sub Nr. 3 und steht in der Mitte zwischen Labid- arge und Arge. Dieselbe ist von beiden verschieden durch das gestielte Humeralfeld ; der Brachius ist am Grunde einfach, nicht gespalten; von Labidarge ausserdem verschieden durch anderen Dau der Stirn und die beim 9 nicht zweireihig behaarten Fühler, von Arge durch die niedriger stehenden Ocellen.
NEUE CHALASTOGASTRA-ARTEN. au
3. Gen. Arge SCHRANK.
1. A. compar n. sp. 2. — Atro-cœrulea; alis obscure fuscis; venis et stigmate nigris.
Elongato-ovata; capite, mesonoto, mesopleuris brevissime fusco- pilosulis ; capite lato, pone oculos maris rotundato-angustato, feminæ sub- dilatato; facie inferiore obtuse carinata ; antennis longis, abdomen longi- tudine maris superantibus, feminæ »quantibus; articulo tertio gracili, maris apicem versus attenuato et fere acuminato, feminæ vix compresso, fere rotundato, antiee obtuse carinato, apicem versus subincrassato; ver- tice longitudine sua vix plus quam duplo latiore. — Long. 8—-10 mm.
Patria: Japonia (Yokohama) et China (Shanghai, Bokiang, Hg. Chan.).
Der A. similis VoLLENH. sehr ähnlich und bisher offenbar damit ver- wechselt, aber durch die Form der Fühler sicher verschieden. Beim & von similis sind die Fühler gleichdick und nur am áussersten Ende etwas ver- schmälert; beim 9 sind sie viel dicker, von der Mitte an stark verdickt, deutlich comprimiert, vorne mit scharfem Kiel und jederseits fein und schwach gekielt. Von unserer A. enodis L. sind beide. durch viel längere und kräftigere Fühler verschieden.
4. Gen. Cibdela Knw.
1. C. scita n. sp. 9. — Atro-violacea; alis dilute fuscis, violascentibus ; basi limpidis, sub stigmate fusco-lituratis ; venis et stigmate nigris.
Subelongata, nitida; sincipite, pronoto, mesonoto, pedum tibiis fusco-, facie inferiore et mesopleuris albido-pilosulis ; capite pone oculos non an- gustato; clypeo apice subemarginato; facie inferiore non carinata ; antennis brevioribus, caput una eum thorace longitudine vix æquantibus; articulo tertio subcompresso, apicem versus subdilatato, antice acute carinato; fronte inter antennas breviter suleatim impressa, sub ocello inferiore fere plana; vertiee longitudine sua fere triplo latiore. — Long. 11—12 mm.
Patria: Celebes (Bua Hræng), Lombok (Sapit) (Mus. Hung.).
Der C. janthina Kr. nahe verwandt, aber viel grósser; die Fühler verhältnismässig kürzer und weniger verdickt; ferner reicht die tiefe Stirnfurche bei janthina bis zum unteren Nebenauge, und der Kopf ist bei janthina hinter den Augen mehr-weniger gerundet-verschmälert. Bei jan- thina ist manchmal das ganze Ende der Vorderflügel leicht bräunlich ver- dunkelt; manehmal aber ist das Ende der Flügel wasserklar, und es bleibt nur der braune Substigmaticalfleck, der sich im Radial- und Cubitalfelde mehr weniger weit ausbreitet. Diese kaum nennenswerthe Abänderung be- schreibt CAMERON als besondere Species unter dem Namen Hylotoma maculi-
60 FR. W. KONOW.
pennis. Die C. poecilotricha Kxw. von Borneo hat ganz dunkelbraune Flügel ohne Substigmaticalfleck und viel dickere Fühler, als die beiden anderen Arten.
5. Gen. Eriglenum n. g.
Argidum genus. Corpus oviforme; caput breve; oculis magnis, pro- minentibus; antennis maris bifurcis, feminæ simplicibus, longius pilosis; ocellis superioribus in linea oculos tangente positis; ale mediocres; su- periores 4 cellulis cubitalibus instructæ, quarum 2" et 3" nervos mediales excipiunt; area radiali appendiculata, apice fere rotundata, costa post- stigmaticali apice fortiter curvata; nervo discoidali a eubiti origine longius remoto ; nervo brachiali accessorio prope pone medii originem sito; area humerali petiolata ; ale inferiores cellula appendiculata carentes, sed nervo humerali instructe ; area humerali brevi; brachio duplo longiore; pedum tibia posteriores spina supraapicali non instructæ, crassiusculie, pilose ; feminæ vagina parva, apice hians.
1. E. crudum n..sp.% 9. — Nigrum; mesonoto cum scutello et mesopleu- - rorum majore parte. rubris; mesonoti macula anteriore et tegulis nigris aut fuscis ; pedum coxis et trochanteribus rufis; femoribus et tibiis anterioribus ob- scure fuscis, magis minusve rufescentibus ; alis nigricantibus; venis nigris; stig- mate fusco.
Ovatum, subdepressum ; capite et thorace brevissime nigro-pilosulis ; hoc pone oculos angustato; clypeo et labro fusco-pilosis, apice truncatis ; antennis caput una cum thorace longitudine æquantibus, medioeribus ; fe- mine articulo tertio elongato-fusiformi, dense nigro-piloso; fronte inter antennas angustissima, super antennas fovea punctiformi ornata, sub ocello inferiore impressa; vertice longitudine sua sesqui latiore; alarum nervo tertio cubitali valde eurvato ; cellula tertia cubitali ad cubitum versus fortiter angustata; feminæ vagina tibie posticæ medium crassitudine vix æquante ; valvulis tenuibus, apice subincurvis. — Long. 8—8,5 mm.
Patria: Brasilia (Mus. Hung.).
Auffällig ist bei dieser Art der etwas schráge Humeralnerv in beiden Flügeln, wie ich ihn bei anderen Argini gesehen zu haben nicht erinnere. Da aber bei fünf vorliegenden Exemplaren (1c? und 49) die Flügel alle gleicherweise und in gleicher Lage diesen Nerv aufweisen, so ist eine blos individuelle Abnormität nicht wahrscheinlich. Die Art muss der mir unbe- kannten Plilia soror Kirey täuschend ähnlich sein, ist aber durch die Gat- tungsmerkmale vóllig verschieden.
Das neue Genus fallt in meiner Argiden-Tabelle unter Nr. 9 und un- terscheidet sich von den Gattungen Dieloceros Curtis und Braunsiola durch den Brachialnerv, von der letzteren ausserdem durch die Anhangs-
NEUE CHALASTOGASTRA-ARTEN. 61
zelle der Vorderflügel, von der ersteren durch die Lage der Medialnerven, die bei Dieloceros beide in die zweite Cubitalzelle münden. Von der Asu- MEAD'schen Gattung Gymmiopterus, falls diese überhaupt eine Gattung ist, würde sich Æriglenum dadurch unterscheiden, dass bei jener der Discoidal- nerv nicht vom Ursprung des Cubitus entfernt ist, und dass dieselbe im Hinterflügel kein Humeralfeld besitzen soll.
6. Gen. Plilia LEP.
1. Pt. albipes n. sp. 9. — Nigra; abdomine et pedum coxis posterioribus rufis ; abdominis apice inde à segmento 79 nigro; coxis anticis nigricantibus ; pedibus — coxis exceptis — albis; unguiculis fuscis; alis obscure fuscis, medio subfusco-hyalinis ; venis et stigmate nigris.
Elongata, nitida ; capite cano-, thorace nigro-pilosulis ; hoe pone ocu- los rotundato-angustato ; palpis nigris; clypeo a fronte vix discreto, apice emarginato ; antennis brevioribus, caput una cum thorace longitudine non æquantibus ; articulo tertio apicem versus subangustato ; fronte vix sulca- tim impressa; tuberculo interantennali fortius elato, acuto; ocellis su- perioribus in linea oculos tangente positis; vertice longitudine sua fere quadruplo latiore ; pedum tibiis tarsisque breviter albo-pilosis; vagina crassa, tibiæ latitudinem apicalem crassitudine æquante, apice emarginato- truncata et fusco-pilosa. — Long. 8-—9,5 mm.
Patria: Brasilia (Espirito Santo) (Mus. Hung.).
Die Art kónnte für H. elegans Kr. gehalten werden, welche wahr- scheinlich eine Ptilia ist; aber nach Krvce's Beschreibung müssen bei dieser die Beine schwarz und nur die Schenkel gelb sein.
7. Gen. Acidiophora Kxw.
Die A. decora ist in Ent. Nachrichten, 1899, XXV, p. 261 nur im männlichen Geschlechte beschrieben worden. Das National-Museum besitzt auch das entsprechende Weibchen, nach welchem die Gattungsdiagnose dahin zu berichtigen ist, dass bei dem 9 die oberen Ocellen entschieden unter der Augentangente stehen, und dass hier auf dem Riickenschildchen ein kleines Spitzchen nicht wahrnehmbar ist.
Bei dem vorliegenden Weibchen von A. decora KNw. sind Pronotum und Flügelsehuppen dunkel rothbraun; die äusserste Basis der Vorder- flügel, sowie die Nähte der Brust, besonders die hautige Stelle unter den Flügeln hellroth; die Flügel sind noch (dunkler gefärbt als beim 7; der helle Fleck im Brachialfelde verschwindet fast ganz ; und der helle binden-
62 FR. W. KONOW.
artige Fleck unter dem Stigma ist mehr weniger bráunlich getrübt. Im übrigen stimmt das ? mit dem anderen Geschlecht vóllig überein.
8. Gen. Selandria LEAcH. 1. S. mica n. sp. ?. — Nigra; coxarum apice, trochanteribus, femorum basi, genibus, tibiarum annulo medio, tarsorum basi albicantibus ; alis cinereo- hyalinis, apicem versus subtiliter obscuratis.
Parva, nitida; eapite et mesopleuris cano-, mesonoto fusco-pubescen- tibus; hoc pone oculos fortiter angustato; temporibus fere nullis, postice immarginatis ; antennis tenuibus, filiformibus, abdomine longioribus; ar- ticulo tertio 4° sesqui longiore, nono duos præcedentes longitudine fere æquante ; fronte subrugulosa; area frontali obsoleta; ocellis superioribus in linea oculos tangente positis; vertice brevi, longitudine sua duplo latiore; alarum nervo primo cubitali deficiente aut obsoleto ; unguiculis fere bifidis; vagina parva, subexserta, apice fusco-pilosula, a latere invisa apice late truncata. — Long. 9—4 mm.
Patria: Singapore (Mus. Hung.).
9. Gen. Stromboceros KNw.
‘
1. Str. Mocsáryi n. sp. 2. — Niger, nitidus ; labro elypeique apice albidis; pronoto, mesonoto — macula apicali elongata nigra excepta — scutello, meso- pleurorum superiore parte, coxis anterioribus, genuum tibiarumque anticorum latere antico, ventris basi rufescentibus vel albicantibus ; coxis intermediis nigro- lituratis ; alis flavescentibus; stigmate et venis substigmaticalibus flavis; ceteris venis nigris; area intercostali — apice excepto — nigra; alarum apice et supe- riorum fascia brevi nervum discoidalem nigrum tegente fuscis.
Elongatus ; capite pone oculos fortiter angustato ; temporibus brevi- bus; clypeo apice truncato-rotundato; antennis gracilibus, truncum longi- tudine fere æquantibus; nigro-pilosulis, medio subincrassatis, apice atte- nuatis; articulo tertio 4° breviore, quintum longitudine æquante; area pentagona impressa, ovata, antice aperta; vertice longitudine sua fere duplo latiore; alarum cellula tertia cubitali elongata, 2 anteriores longi- tudine fere æquante, apicem versus subdilatata; cubito mox supra basin fracto et ad nervelli instar producto; vagina subexserta, crassiuscula, bre- viter nigro-pilosula. — Long. 10—11 mm.
Patria: Peru (Callanga) (Mus. Hung.).
Durch die auffällige Zeichnung der Flügel unter allen bisher be- kannten Arten dieser Gattung sehr ausgezeichnet. Leider hat an den vor- liegenden Exemplaren die Fürbung der hellen Kórpertheile durch Cyankali
am
NEUE CHALASTOGASTRA-ARTEN. 65 gelitten, so dass dieselbe nicht mehr sicher erkannt werden kann. Wahr- scheinlieh sind Pronotum und Mesonotum róthlichgelb, die hellen Stellen an Mund und Vorderbeinen aber weiss.
2. Str. nobilis n. sp. 9. — Dilute flavus; antennarum flagello, sincipite, mesonoti vitta antica in lobo medio sita, lobis lateralibus, scutello, postscutello, pectore medio, abdominis apice inde à segmento septimo, tibiarum posticarum apice, tarsis posticis nigris; alis medio flavescentibus; apice poststigmaticali et superiorum fascia lata suprabasali nigro-fuscis; venis medio cum stigmate flavis, basi apiceque fuscis.
Elongato-ovatus, nitidus ; sincipite et mesonoto fusco-, facie et meso- pleuris luteo-pilosulis ; eapite pone oculos angustato ; mandibularum apice brunneo ; clypeo apice rotundato ; antennis fusco-pilosis, medio subincras- satis, abdomine multo longioribus ; artieulis 2 basalibus flavis, tertio fusco ; articulis 5°—8° apice subtus tuberculatim productis; ultimo tenui; fronte subelata, medio non impressa sed utrobique fovea profundiore determinata ; ocellis superioribus in linea oculos tangente positis; vertice longitudine sua fere duplo latiore; alarum cubito supra basin curvato; vagina parva, exserta, fusco-pilosa. — Long. 9—10 mm.
Patria: Brasilia et Chiriqui (Mus. Hung.).
3. Str. normatus n. sp. 9. — Niger; palpis pallidis; labro, clypeo, pro- thorace, tegulis, mesopleuris, scutelli apice, metathorace, adomine — apice excepto — pedum coxis, trochanteribus, femoribus pallide flavis; tibis anticis pallidis; abdominis apice inde a segmento 6° aut 7° nigro; segmentis dorsalibus 19— 30 sæpe medio magis minusve fusco-fasciatis vel lituratis ; alis pallide flavis ; apice poststigmaticali fusco ; superiorum macula maiore aream mediam et are costalis et brachialis cellulæque discoidalis partem tegente nigro-fusca; venis et stigmate flavis; his apice fuscescentibus ; costa, subcosta, medio, nervo discoidali, quoad macula basali obtinentur, nigris.
. Elongatus, angustus, nitidus; sincipite et mesonoto fusco-, facie et mesopleuris cano-pubescentibus ; capite pone oculos fortiter angustato ; temporibus brevissimis ; clypeo apice truncato-rotundato ; antennis obscure cano-pilosulis, medio incrassatis, abdomine multo longioribus; fronte vix elata, utrobique fovea minus profunda determinata; ocellis superioribus prope sub linea oculos tangente positis; vertice longitudine sua duplo latiore; alarum cubito prope supra basin fracto; angulo acuto producto ; tibiis tarsisque posterioribus nigro-pilosis ; vagina parva, exserta, apice fere acuta et breviter cano-pilosula. — Long. 9 mm.
Patria: Venezuela (Mus. Hung.).
4. Str. trigemmis n. sp. o. — Niger; tegulis et scutello flavis ; postscutello obscuriore; palpis pallidis; maxillaribus basi apiceque nigris; pedibus flavis; femoribus tibiisque anterioribus subtus fusco-striatis vel lituratis; tarsis anterio-
64 FR. W. KONOW.
ribus fuscis ; pedum posticorum femoribus nigris, apicem versus dilutioribus ; alis dilute ochraceis; venis fuscis ; costa et stigmate flavis.
Elongatus, nitidus ; sincipite et mesonoto fusco-, facie et mesopleuris cano-pilosulis ; capite pone oculos non angustato ; clypeo depresso, longius fusco-piloso ; antennis validis, nigro-pilosis, medio inerassatis, abdomen longitudine fere superantibus; fronte late sulcatim impressa; vertice fere quadrato: alarum cubito super basin arcuato ; vagina crassiuscula, breviter cano-pilosa. — Long. 10 mm.
Patria: Brasilia (Mus. Hung.)
5. Str. farctus n. sp. ?. — Niger; pronoti lobis lateralibus, tegulis, alarum nodulis, postscutello, abdomine — apice excepto —, pedum genibus latis ex al- bido flavis ; abdominis apice inde a segmento 7° nigro; alis fusco-nigricantibus ; venis et stigmate nigris.
Brevis et crassus, nitidus; capite, mesonoto, mesopleuris breviter fusco-pilosis; hoc crasso, pone oculos vix angustato ; labro et elypeo lon- gius fusco-pilosis; illo apice truncato-rotundato ; antennis crassiusculis, brevissime fusco-pilosulis, medio subincrassatis, abdomen longitudine equantibus; fovea supraantennali transversa et profunda; fronte sub ocello inferiore late impressa; ocellis superioribus fere supra lineam ocu- los tangentem positis ; vertice longitudine sua sesqui latiore ; alarum cubito supra basin curvato; vagina exserta, apice rotundata et fusco-pilosula, — Long. 11 mm.
Patria: Ecuador.
6. Str. congener n. sp. ?. — Niger; labro, pronoti margine posteriore, tegularum parte exteriore, episternis, coxarum apice, trochanteribus, genibus, tibiarum anteriorum latere exteriore, tibiis posticis — apice excepto — albis; tibiarum anteriorum latere interiore basin versus angustius, tibiarum posticarum tertia parte apicali et tarsis fuscis; abdominis segmento primo dorsali medio albo-marginato ; femin:e segmento ultimo dorsali medio albicante; alarum dimi- dio basali limpido, apicali fusco-hyalino; venis et stigmate nigro-fuscis; costæ basi albicante.
Elongatus, nitidus; capite et mesopleuris cano-, mesonoto fusco- pilosulis ; hoc pone oculos fortius angustato ; temporibus brevibus ; palpis elongatis, medio magis minusve albieantibus; antennis tenuibus, medio incrassatis, brevissime nigro-pilosulis, maris abdomen longitudine super- antibus, femin: abdomine brevioribus; articulo tertio 4° parum longiore ; fronte sub ocello anteriore vix impressa; fovea supraantennali fere obso- leta ; ocellis superioribus in linea oculos tangente positis ; vertice quadrato ; sulcis verticinis subtilibus, postice fere deletis; alarum anticarum cubito prope super basin fracto, extus angulum acutum efficiente; feminæ vagina vix exserta, angusta, apice nigro-pilosa. — Long. 7,5 —9 mm.
NEUE CHALASTOGASTRA-ARTEN. 65
Patria: Lombok (Sapit) (Mus. Hung.). Dem Str. fuscinervis Cam. sehr ähnlich, durch dünnere Fühler, kür- zeren Scheitel, kürzere Schlüfen u. s. w. verschieden.
7. Str. albicomus n. sp. CES Nigro-violaceus ; abdominis medio (segmentis 2—6) luteo; pedum trochanteribus tibiarumque basi albidis; alarum dimidio basali limpido, apicali fuscescente.
Elongato-ovatus, nitidus; capite et thorace longius albido-pilosis ; hoc pone oculos angustato; antennis crassiusculis, medio subincrassatis, fusco-pilosis, caput una cum thorace longitudine non :equantibus ; articulo tertio 4» longiore: fronte plana; ocellis superioribus in linea oculos tan- gente positis; vertice fere quadrato, utrobique linea vix impressa determi- nato; alarum cubito supra basin breviter arcuato; pedum tibiis tarsisque eano-pilosis; femin:e vagina vix exserta, apice fusco-pilosula. -— Long. 8—9 mm.
Patria: Malacca (Perak) (Mus. Hung.).
Dem Str. pilicornis Cam. ähnlich, aber viel kleiner, und durch die lange weisse Behaarung, die hóher stehenden Ocellen und den viel kür- zeren Scheitel verschieden. Der letztere ist bei pilicornis mehr als doppelt so lang als breit, seitlich kaum begrenzt. ;
10. Gen. G«nonias n. g.
(zavoviag = procerus.)
Selandriadum genus. Corpus tenue, valde elongatum ; palpi maxil- lares longi, tenues ; clypeus apice emarginatus ; antennæ graciles; articulo secundo fere quadrato; tertio 49 multo breviore; alæ angustæ, abdomen vix superantes, 4 cellulis cubitalibus instructz ; costa ante stigma subdila- tata ; area intercostali angustissima ; cubito basi curvato; nervo discoidali prope ante cubiti originem sito; area humerali mox pone medium nervo breviore subobliquo divisa; ale inferiores 2 cellulis mediis ocelusis præ- dite; pedes tenues; unguiculis apice bifidis; tibiarum posticarum spinis brevibus, tarsi articulum 2™ longitudine æquantibus; metatarso elongato, tarsum reliquum longitudine multo superante; feminæ vagina brevis, occulta.
1. €. inopinus n. sp. 9. — Nigro-violaceus; antennarum 2-artieulis basa- libus et tertii basi, tegulis, mesopleurorum angulo superiore, metapleurorum parte, ventris basi, pedum trochanteribus, genibus, tibiis, tarsorum posteriorum basi, tarsis anticis totis albidis, magis minusve flavescentibus; tibiis posti- eis postice fusco-lituratis ; segmento 2° dorsali undique albido-marginato ; alis limpidis, apice subcinereo-hyalinis ; venis et stigmate nigris.
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Elongatus, fere bacilliformis, nitidus; capite et thorace vix pubescen- tibus ; hoc pone oculos angustato; palpis maxillaribus elongatis, basi nigris, medio albis, apice fuscis; antennis gracilibus, subtilissime et brevissime pilosulis, apicem versus attenuatis, abdomen longitudine superantibus ; articulo primo apice incrassato ; tertio basi et subtus albido, superne fusco, sextum longitudine æquante ; ceteris nigris; quarto longissimo, et 3° et 5° longiore; quinto 3° sesqui longiore; 2 ultimis inter se equilongis; area frontali discreta, utrobique acute marginata, medio cum fovea supraanten- nali confluente; ocellis sub linea oculos tangente positis, vertice sub- depresso, medio carinato, utrobique sulcis latis et profundis determinato, longitudine sua duplo latiore. — Long. 8—9 mm.
Patria: Java (Mus. Hung.).
Diese Gattung kommt im Flügelgeäder ziemlich mit der zweiten Ab- theilnng der Gattung Taxonus überein, ist aber durch die langen, dünnen, spitzen Fühler und besonders durch das ungewöhnlich kurze dritte Fühler- glied sehr verschieden. In Ansehung des ganzen Körperbaues ist dieselbe als nächste Verwandte der Gattung Stromboceros zu bezeichnen.
11. Gen. Kriocampa Hrc.
Von der in Wien. Ent. Zeitung, 1896 p. 51 beschriebenen £. bilanæx 9 besitzt das National-Museum das Männchen von Bolivia (S. Antonio). Das- selbe entspricht dem 9 völlig und unterscheidet sich nur durch seinen schmalen Kórper, sowie durch die Geschlechtstheile.
12. Gen. Emphytoides Kxw.
1. E. scurrilis n. sp. c. — Nigro- et pallide flavo-variegatus ; ore, antenna- rum articulis 2 basalibus, orbitis, verticis parte posteriore, temporum fascia supero-posteriore, pronoti marginibus et angulis posterioribus, tegulis, scutello : cum pteropegis, mesopleurorum tridente, metanoti partibus elatis, ventris parte anteriore, segmentorum dorsalium limbo posteriore, ex albo flavidis; pedibus anterioribus fuscis ; trochanteribus, coxarum et femorum latere superiore, tibiis tarsisque anticis antice, tibiarum intermediarum basi pallide flavidis; pedibus posticis nigris ; trochanteribus posticis maxima parte pallidis ; alis hyalinis ; area radiali fusca, basin versus dilutiore ; venis obscure fuscis ; stigmate et costæ basi obscure testaceis.
Elongatus, parum nitidus ; capite et thorace cano-pubescentibus ; hoc crasso, pone oculos angustato; oculis magnis, subprominentibus ; palpis basi pallidis; apicem versus fuscis; clypeo apice late et profunde emargi- nato, angulis acutis; antennis abdomen longitudine æquantibus ; articulo
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2° superne magis minusve fuscescente; tertio 4° longiore et quinto fuscis ; quarto testaceo; ceteris nigris; fronte rugulosa, super antennas vix im- pressa; ocellis sub linea oculos tangente positis; vertice latitudine sua longiore; scutello quadrilateraliter pyramidato, acutiusculo; medipectoris lateribus tuberculatim elatis. — Long. 8— 9,5 mm.
Patria: Java. (Mus. Hung.)
Das noch fehlende Weibehen wird an den plastischen Merkmalen leicht erkannt werden kónnen.
13. Gen. Allantus Jun.
1. A. largifasciatus n. sp. o. — Niger; palpis nigris, maxillaribus medio albis; mandibularum latere exteriore, clypeo, pronoti angulis posterioribus, segmentorum abdominalium limbo posteriore, pedum anteriorum latere anteriore, posticorum coxis trochanteribusque albidis; alis fusco-hyalinis, superiorum area brachiali et radiali — basi excepta — et areæ cubitalis superiore parte obscure fuscis ; venis nigris ; costa et stigmate e fusco rufescentibus.
Elongatus, subnitidus; capite et mesonoto sparsius et brevissime, mesopleuris densius cano-pilosulis; capite et mesonoto crassius et spar- sius, mesopleuris densius punctatis; capite crasso, pone oculos non an- gustato ; labro nigro aut piceo, longius albo-piloso; clypeo antice emargi- nato; antennis thoracem una cum segmento primo dorsali longitudine æquantibus ; articulo tertio 4° fere duplo longiore, apice subincrassato, ceteris clavam fusiformem efficientibus, inter se longitudine decrescenti- bus ; articulo ultimo conico ; vertice longitudine sua parum latiore ; scutello toriformiter elato; alarum nervo radiali medio fortiter curvato: tibiis albo- pubescentibus: vagina vix exserta, cano-pilosa. — Long. 15—16 mm.
Patria: Jidia or. (Sikkim) (Mus. Hung.).
Dem A. primoris Kxw. ähnlich, aber hauptsächlich durch das nicht pyramidenfórmig, sondern nur polsterfórmig erhabene Rückenschildchen, sowle durch die grobe Punktirung auf Kopf und Thorax verschieden. Der A. serobiculatus Knw. von Assam ist kleiner, viel dunkler gefärbt, mit breiterem Scheitel.
Analytische Tabelle der Subtrib. Lobocerotides.
1. Fühler 6-gliedrig ; Vorderflügel mit 3 Cubitalzellen — Fühler 7—10-gliedrig 2. Körper kurz eiförmig ; Fühlergeissel er deutlich dünner als die beje
Basalglieder; das 2. Fühlerglied héchstens um die Hälfte liinger als dick: 1. gen. Acorduleceros Bax.
Ww bo
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— Körper lang gestreckt; Basalglieder der Fühler nicht dicker als die Geissel; das zweite Glied mindestens doppelt so lang als dick: — 2. gen. Thulea Sax.
3. Fühler Z-clednes e te M. 2 482 ai teed pn E VERRE
— Fühler 8—10-gliedrig _ __ +:
4. Kôrper lang gestreckt ; Fühler dicht und lang ‘pohaarks nur E Mitteltibien mit Supraapicalsporn ; Vorderflügel mit 4 Cubitalzellen :
3. gen. Loboceros Key. — Körper eiförmig ; Fühler fein und kurz behaart ; die 4 hintern Tibien mit oder
ohne Supraapicalsporn 3 5.
|. 5. Radialfeld ohne Anhangszelle ; 3 Cubitalzellen ; alle Tibien ohne Supraapieal- sporn - .. 4. gen. Haplostegus n. g.
— Radialfeld mit Anhangszelle; n Cubitalsellon- AS 6.
6. Körper klein ; Fühlergeissel beim d gegen das Ende n dis letzte Glied
kugelig __ 5. gen. Corynophilus Kırzy.
— Kôrper über 10 mm. lang . Fühlergoissel haarig, gleichdick ; letztes Glied län- ger als dick k EN 6. gen. Incalia Cam.
7. Fühler 9—10-gliedrig 2 Les Mr à
— Fühler 8-gliedrig de af as 3:
8. Fühler 9-gliedrig ; Hinterschenkel beim stark verdickt:
7. gen. Aulacomerus Spin. — Fühler 10-gliedrig ; Hinterschenkel nicht verdickt: ^ 8. gen. Cerealces Kirsy. - 9. Hintertibien mit Supraapicalsporn 9. gen. Phylaeteophaga Froae. — Tibien unbewehrt 22 BEAT LE 10. gen. Paralypia KIRpY.
1. Gen. Acorduleceros Sax. *
Man vergleiche über diese Gattung: Entom. Nachrichten, 1898, * p. 250 ff.
9. Gen. Thulea Say.
In diese Gattung gehören ausser nigra Say. auch die Perantherix bimaculata Cam. und P. fatima Kinay, sowie folgende neue Art:
1. Th. nigriceps n. sp. 9. — Lutea; capite — palpis exceptis — nigro; antennarum articulis basalibus subtus luteis; abdominis lateribus et ano nigri- aliscantibus ; tarsis anterioribus superne fuscis ; posticorum articulo ultimo nigro ; alis cinereo-hyalinis ; venis fuscis ; costa et stigmate luteis.
Elongata ; capite nigro-, mesonoto fusco-, mesopleuris luteo-pilosulis; capite pone oculos angustato; temporibus brevissimis; oculis maximis ; clypeo apice truncato; antennis thoracem longitudine superantibus, abdo- mine multo brevioribus, filiformibus, longius nigro-pilosis ; articulo secundo 19 duplo longiore ; articulo sexto precedente fere breviore ; fronte levi, cum genis confluente, medio vix impressa ; ocellis longe infra lineam oculos tan- gentem positis; vertice lato et longo, longitudine sua fere duplo latiore,
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vage determinato; tibiarum posteriorum spina supraapicali brevi, tenui, prope supra apicem sita; vagina vix exserta, tibim basin crassitudine æquante, apice rotundata. — Long. 7—8 mm.
Patria: Brasilia (S. Leopoldo).
3. Gen. Loboceros Kırpy.
1. L. retusicornis n. sp. ? — Flavus ; capite — ore et facie inferiore an- tennarumque 2 articulis basalibus exceptis —, mesonoti 3 vittis magis minusve confluentibus, scutelli macula, abdominis vitta dorsali antice decurtata, postice cum ano nigro late confluente, tibiarum posticarum dimidio apicali, tarsis posti- cis totis nigris; metanoti medio, tarsorum anticorum apice, tarsis intermediis fere totis fuscis; alis flavescenti-hyalinis; apice poststigmaticali fusco ; venis et stigmate flavis, his apice fuscis.
Elongato-ovatus ; capitis parte superiore et mesonoto breviter nigro- pilosulis ; facie inferiore et mesopleuris flavo-pilosulis; capite pone oculos angustato ; clypeo antice rotundato-truncato; antennis longius nigro-pilosis; caput una cum thorace longitudine :equantibus, apicem versus subincras- satis; articulo septimo 6° multo breviore, apice late oblique truncato; ver- tice longitudine sua sesqui latiore ; vagina subexserta, nigro-pilosa, superne invisa basi crassa, apicem versus celeriter angustata, fere acuminata. — Long. 9—10 mm.
Patria: Peru (Mus. Hung.).
Dem L. Hippolyte Kirpy sehr ähnlich ; aber dieser hat längere, gegen das Ende nicht verdickte Fühler, deren letztes Glied so lang ist, wie das vorletzte und der Scheitel ist doppelt so breit als lang.
2. L. gibbifrons n. sp. 9. — Testaceus; capite — ore et frontis parte cir- cumantennali e luteo albicantibus exceptis —, ano, tarsis intermediis. pedum posticorum tibiis tarsisque nigris; tarsis anticis et tibiis intermediis fuscis; alis lutescenti-hyalinis, apice late fuscescentibus; venis fuscis; costa — apice ante- stigmaticali excepto — nigra, crassa, dense nigro-pilosa; stigmate et venarum parte substigmaticali pallide flavis.
Elongatus : capitis parte superiore nigro-, thoracis dorso fusco-, me- sopleuris luteo-pilosulis ; eapite pone oculos angustato ; clypeo apice rotun- dato-truncato ; antennis crassiusculis, longius nigro-pilosis, nigris, basi vix dilutioribus, caput una cum thorace longitudine fere æquantibus : articulo tertio minus crasso, apicem versus subincrassato, 4° sesqui longiore: ar- ticulo septimo 6° vix breviore, apice oblique truncato ; frontis parte anten- nas sustinente tuberculatim prominente; sub ocello anteriore fronte im- pressa; vertiee longitudine sua fere duplo latiore; tibiis et tarsis posticis
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crassiusculis; dense fusco-pilosis; vagina ut in specie precedente. — Long. 10 mm.
Patria: Bolivia.
Anmerkung. — Bisher sind aus der Gattung Loboceros nur Weibchen be- kannt. Das National-Museum besitzt aber ein Männchen aus Brasilien; und da in dieser Gattung beide Geschlechter sehr wahrscheinlich verschieden gefärbt sind, so vermuthe ich, dass dies Männchen der Species L. Hippolyte Kırsy angehört, da es sieh durch plastische Merkmale von derselben nicht zu unterscheiden scheint. Die Grundfarbe des Kórpers ist dieselbe, wie beim 9; aber schwarz sind: der ganze Kopf mit seinen Anhüngen, der Rücken des Thorax und der obere Theil der Mesopleuren sowie die Flügelschuppen, der After und an den Beinen die Tibien und Tarsen; die Vordertibien nur vorn schwarz gestreift; die Flügel sind ganz schwärzlich mit schwarzem Geäder und Stigma. Charakteristisch für die Männchen ist es, dass das 7. Fühlerglied am Ende nicht abgestutzt ist, sondern gerundet. Die Fühler sind bei dem vorliegenden Männchen etwas länger als Kopf und Thorax zusammen; und die Körperlänge beträgt 8 mm.
4. Gen. Haploslegus n. g.
Corpus crassiusculum, oviforme ; palpi maxillares breviores, 6-articu- lati; articulo ultimo subelongato, præcedente longiore; antennæ 7-articu- latæ, non pilos: ; articulo secundo brevi, 1° breviore; tertio apicem versus subincrassato ; ceteris crassiusculis ; ultimo apice subtruncato ; ocelli prope sub linea oculos tangente positi; vertex crassiusculus ; alarum area radialis non appendiculata, inferiorum ale apicem attingens; cellule cubitales tres, nervo primo cubitali deficiente ; nervo 2° mediali sive secundæ cellule cubitali inserto, sive interstitiali ; pedum tibi: spina supraapicali carentes ; feminæ vagina apice hians.
1. H. epimelas n. sp. ? ? . — Superne maxima parte niger, subtus flavus ; capite et prothorace nigris ; illo lateraliter magis minusve flavo-marginato; meso- thorace, ventris parte anteriore, pedibus flavis; mesonoti 3 maculis magis mi- nusve confluentibus, scutelli interdum litura, abdominis lateribus apiceque nigris ; abdominis dorso medio et postscutello e luteo fuscis; tarsorum anteriorum et femin:e tibiarum posticarum apice tarsisque posticis fuscis ; mari tibiarum posti- carum dimidio apicali et tarsis posticis nigris ; alis einereo-hyalinis; venis fuscis ; stigmate obscure testaceo, extra fusco-marginato.
Elongato-ovatus, nitidus; capite pone oculos vix angustato; clypei apice rotundato-truncato; antennis caput una cum thorace longitudine vix æquantibus ; flagello subcompresso ; articulo tertio 4° fere sesqui longiore ; articulo septimo apice recte truncato, maris precedente vix longiore, fe- mine tertium longitudine fere :wquante; fronte supraantennali subelata, medio longitudinaliter sulcata et prope super antennas transversim im- pressa; vertice longitudine sua parum latiore; maris segmento 8° dorsali
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apice emarginato ; femin: vagina crassiuscula, tibiæ posticæ medium cras- situdine æquante ; apice pilosa et latius hiante; lateribus fere ad forcipis instar curvatis. — Long. 8—10 mm.
Patria: Brasilia (Minas Geræs, Espirito Santo) (Mus. Hung.)
2. H. cataphractus n. sp. 9. — Niger; mesonoto — scutello excepto — et tegulis rufis ; scutello, mesopleuris, pronoti lateribus, antennarum apice, pedi- bus fuscis, magis minusve rufescentibus ; alis cinereo-hyalinis; venis et stigmate fuscis.
Breviter ovatus, nitidus; capite pone oculos subangustato ; clypeo truncato; antennis thorace fere brevioribus; articulo tertio 49 fere duplo longiore; articulis 4°, 5°, 6° inter se fere æquilongis, brevibus, fere trian- gularibus; articulo septimo 3? vix breviore, apice truncato; fronte supra antennas foveolatim impressa ; vertice longitudine sua fere duplo latiore; alarum superiorum nervo 2? mediali fere interstitiali; vagina vix exserta, tibiæ posticæ medium crassitudine æquante, apice hiante, breviter cano- pilosula. — Long. 5,5—6 mm.
Patria: Brasilia (Pernambuco).
3. H. clitellarius n. sp. ? . — Niger; mesonoti lobis lateralibus et lobi medii apice rufis; tegulis, mesopleuris, scutello e fusco nigricantibus ; alis fuscis, apicem versus dilutioribus, apice hyalinis; venis et stigmate fuscis.
Ovatus, nitidus ; capite pone oculos subangustato ; antennis thoracem longitudine æquantibus: articulo tertio 4° vix longiore, 7? fere breviore ; artieulis 49— 6° inter se fere :equilongis; ultimo apice oblique truncato ; fronte vix impressa; vertice quadrato; vagina vix exserta, apice hiante et breviter cano-pilosula. — Long. 5 mm.
Patria: Amazon (Itaituba).
5. Gen. Corynophilus Kingy.
Krva nannte diese Gattung: «Cephalocera». Ausser dem C. pumilus Ku. d aus Brasilien ist noch ein C. ruficollis Cam. von Panama beschrie- ben worden.
6. Gen. Incalia Cam.
Nur eine Art dieser Gattung ist bisher bekannt, die I. hirlicornis Cam. von Südamerika. Der Autor beschrieb nur das Weibchen. Das zuge- hörige Männchen ist dem andern Geschlecht unähnlich. Die Flügel sind viel heller gefärbt, lichtbräunlich getrübt; Geäder und Stigma gelbbraun ; Costa und Subcosta schwarzbraun ; die erstere sehr dick, das Intercostal- feld fast ganz ausfüllend; Körper breit, mit stark deprimirtem Hinterleib,
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schmutziggelb ; Kopf bis-auf den Mund schwarz, hinter den Augen ver- schmälert; Fühler dick und kurz, kaum so lang wie der Thorax; das zweite Glied etwas kürzer als das erste; das dritte doppelt so lang als das vierte; das siebente etwas länger als das vorletzte, am Ende gerundet zu- gespitzt; Stirn furchenartig vertieft; Ocellen ziemlich tief unter der Augen- tangente; Scheitel nach vorne verschmälert, um die Hälfte breiter als lang. Mesonotum grósstentheils schwarz; die Seiten und ein mit dem gleichfar- bigen Schildchen zusammenhängender Fleck gelb: der After, die Endhälfte der Hintertibien und ihre Tarsen schwarz; das äusserste Ende der Mittel- tibien und ihre Tarsen braun: Hintertarsen etwas comprimirt; Tibien- -sporne kurz und dick. — Länge 11 mm.
Das Exemplar meiner Sammlung stammt von Coary im Amazonen- slrom- Gebiete. Das National-Museum besitzt das Weibchen.
* + *
Die Gattungen Aulacomerus SPINOLA von Guyana, Cerealces KIRBY und Phylacteophaga FRoGG. von Australien sowie Paralypia Kiggy von Brasilien sind mir bisher nieht bekannt geworden.
(Separatim editum est die 1. Novembris 1900.)
XXIV. TERMÉSZETRAJZI FÜZETEK. 1901.
ADATOK NÉMET-UJ-GUINEA ORNISZÁHOZ. (Biró Lajos gyűjtése.)
Közli Dr. Maparisz Gxvra.
BEITRÄGE ZUR ORNIS DEUTSCH-NEU-GUINEA.
(Ludvig Biró's Sammelergebnisse.)
Mitgetheilt von Dr. J. v. Mapanász.
Brré Lasos a múlt esztendőben Német-Uj-Guineában a Sattelbergen töltött néhány hónapot, a hol egyéb gyüjtései közben meglehetős számú madárnak a birtokába jutott. Az apró madarak közűl az érdekesebbeknek látszó és újaknak vélt 22 fajt 40 példányban azonnal, még pedig postán, útnak indította, hogy az esetleg új fajoknak bizonyulók leírása késedelmet ne szenvedjen. E kis küldeményt, melyben tényleg öt új faj volt, az «Ornith. Monatsb.» 1900. (VIII. évf.) januáriusi füzetében ismertettem. Az ott felso- rolt új és nevezetesebb fajok a következők :
1. Poecilodryas salvadorii, Man. 11. Pseudogerygone wahnesi, Mry.
2. Monarcha frater, Scat. 12. Gerygone placida, Man.
3. Rhipidura hyperythra, G. R. Gr. 13. Aethomyias spilodera (G. R. Gr.) 4. Piezorhynchus reichenowi, Man. 14. Melanocharis bicolor, Rams.
5. Arses orientalis, SaLv. 15. Zosterops chrysolaema, Say.
6. Microeca flavovirescens, Gray. 16. Melilestes iliolophus, Sarv.
7. Pachycephala salvadorii, Rorusch. 17. Xanthotis polygramma (G. R. Gr.)
8. Pachycephalopsis hypopolia, Sary. 18. Ptilotis proxima, Man. 9. Pinarolestes megarhynchus (Q. &G.) 19. Aleyone lessoni, Cass. 10. Pinarolestes dissimilis, Msn.
Biré Lasos-nak legutóbbi küldeménye folyó évi május havában ert rendeltetési helyére. Tartalma az 1899. év második felében, vagyis május- tól deczember végéig gyűjtött madarak. Hogy előbbi gyűjtése, vagyis a Sat- telbergen gyűjtött és visszamaradt madarak mindeddig meg nem érkez- tek, valószínűvé teszik azt, hogy útközben elvesztek. Ez a sajnos körülmény annál bizonyosabbnak látszik, mivel Brnó Új-Guineát egy időre elhagyván, összes gyűjtését annak idején haza küldötte. S ha az 1899. év második felé-
74 D: MADARÁSZ
ben gyűjtött tárgyak május havában már kezeink közt voltak, úgy az elób- bieknek, vagyis a sattelbergieknek, már régebben meg kellett volna érkez- niök. Bırö Lasos jegyzetei, melyek postán jöttek, még mintegy 80 drb sat- telbergi madárról, köztök 11 drb Trichoparadisea-rol, tesznek tanuságot.
Bırö legutóbbi küldeménye 45 fajt (86 példányban) tartalmazott, s ezek között egy új és tiz még általa nem gyűjtött faj volt és pedig a kó- . vetkezők :
1. Geoffroyus orientalis, Mry.
MEYER, Abh. & Ber. kgl. Zool. Anthrop. Mus. Dresden 1890—91 No 4. p. 4 (1891), SALVADORI, Cat. B. Br. Mus. vol. XX. p. 618 (1891), SHARPE, Hand-List. II. p. 28 (1900).
1—2. «Nr. 614. 2 c (Here 5 mm.); Simbang 1899 jul. 29. Long. tot. 25, al. 16, 5, caud. 7, 5— 8, rostr. 2, culm. 2:4, tarsi 2 em. Iris szalmasárga. A felső káva piros (mint a pofatollak), vége (horga) sárga ; alsó káva barnás fekete; a láb piszkos almazöld.»
3. Nr. 625 9 (a peték közt 3 nagyobb, a legnagyobb 20 mm.), Simbang 1899 aug. 4. Long tot. 27, 5, ale 15, caud. 7:5, rostr. 1:8, culm. 9-1, tarsi 2 em. Iris. . . . , csőr szarübarna, lábai zóldesbarnák. Gyomra és begye tömve vad Ficus gyümólesdarabokkal, torkig jóllakva. Igen kövér volt, bőre alatt vastag szalonnával.
2. Cyclopsittacus amabilis, Rercw.
REICHENow, Journ. f. Orn. XXXIX. p. 432 (1891); Sarvaponr, Cat. B. Br. Mus. XX. p. 617 (1891); SHARPE, Hand-List. II. p. 9 (1900).
Egy him példány Simbang-böl. E madarat Biré következő jegyzete kiséri: ad (here 2 mm.) Simbang 1899 julius 26; Long. tot. 13, ale 7*5, caud. 3, spatii 1, rostr. 1:2, culm. 1"3, tars. 1:2 em. Iris vöröses sötétbarna, csőre fekete, tarsus piszkos almazóld, körme szarüszin.»
3. Cyclopsittacus macilwraithi, hornscn.
RorascxiLp, Bull, B. O. Club. Nr. XLIX. p. 21 (1897), SHARPE, Hand-List. II. p. 9 (1900).
Ez újabban báró Rornscnrnp által leírt ritka fajból BrRó egy szép him példányt küldött a Sattelbergről (300 mt.) E példány teljesen megfelel a «Novitates Zoologicæ» (Vol. v. 1898 pl. XVIII. 2.) rajzával. SALvADORI gróf, kinek példányunkat tanulmány végett elküldóttem, ezt a madarat a Cyclo- psitlacus amabilis Reaw. tojójának tartja. Azt hiszem azonban, hogy itt tényleg egy jó fajjal van dolgunk, a mit Bırö-nak lelkiismeretes följegy- zesei is bizonyítani látszanak. Brnó ugyanis majdnem minden madárnak
I or
ADATOK NÉMET-UJ-GUINEA ORNISZÁHOZ.
belsejét megvizsgálja, arról pontos jegyzeteket tesz. A madarak heréit és petefészkét nemcsak fôlemliti, hanem még azoknak mértékeit is megadja.
Biré így e madárról a következőket jegyzi :
«Nr. 596.? Cyclopsittacus. Neve a benszülöttek szerint gimigiimi (jabim) & (Here 3 mm.). Termöhelye : Katika falu fölött útban a Sattelberg- ről lefelé, mintegy 300 mt. magasban. 1899 május 20. Long tot. 145, ale 8, caud. 3:5, rostr. 1:3, eulm. 1:3, tarsi 1 cm. Iride nigro, rostro, nigro, pe- dibus sordide viridibus.»
4. Graucalus melanops, Larn.
Egy d péld. Simbangból 1899. jul. 28. Eddig csak FENICHEL S. küldött szintén egy fiatal hímet Új-Guineából, még pedig Bongúból (1. Aguila I. 1894 p. 92.)
5. Monarcha melanopsis, VIEILL.
Muscicapa melanopsis, VIEILL. N. Dict. d'Hist. Nat. XXI. p. 450 (1818). Monarcha melanopsis, (VıEILL.) SHARPE, Cat. B. Br. Mus. IV. p. 430 (1879). — SALVADORI Orn. Pap. II. p. 16 (1881).
1. Nr. 645 ¢. (Here 2 mm.) Finschhafen, Molu falunal 1899. aug. 27. Egész hossza 19:5, szárnya 9*8, farka 8; szárnya végétől farka hegyéig 4, csőre 2:6, ormója 1*8 tars. 2 em. Iris fekete (nigra) csőr és lábak hamvaskékes (cinereo-ccerulescentes.)»
9. «Nr. 646. a . (Here 2 mm.) Finschhafen, Molu falunál 1899 aug. 27. Egész hossza 19; szárnya 9-5, farka 7:5, szárnya végétől a fark hegyéig 4, esőre 2-4, ormója 1*6, tars. 2 cm.
6. Pachycephala dubia, Rams.
Ramsay, Proc. Linn. Soc. N. S. W. IV. p. 99:(1879). Gapow, Cat. B. Br. Mus. VIII. p. 219 (1883). |
1. «Nr. 602. 2 (pete mäkszemnyi). Simbang, 1899 jul. 25. Long. tot. 15:5, ale 77, caud. 62, spatii 3:5, nostr. 177, culm. 1:2, tars. 2 cm. Iris feketésbarna, csőr sötét vörösesbarna, ormója és hegye feketésbarna, lába világosbarna, szája és nyelve halvány okkersárga. |
9. «Nr. 644. c (here 1 mm.) Finschhafen, Molu falu, 1899 aug. 27. Egész hossza 15:5, szárnya 7-8, farka 6/3, szárnya végétől a fark hegyéig >, csőre 1:9, ormója 1°3, tarsus 2 cm. Iris fekete (nigro); csőre barna, hegye feketés (rostro brunneo apice nigricante); szája sárgásfehér (ore flavido- albo); lábak hamvaskékek (cinereo-cyaneis).»
76 D: MADARÁSZ
7. Mimeta szalayi n. sp.
c? M. striatae Qu. & G. similis ; sed minor, omnino pallidior et rostro nigro distincta. Long. tot. cire. 25, al. 19:6, caud. 10:5, rostr. (a fr.) 2°8, tars. 9:3 em. Termóhelye: Finschhafen, Madang falu kórnyéke; lóvetett 1890
augusztus 26.
Ez új fajt a Magyar Nemzeti Múzeum érdemes igazgatójának, SZALAY
Imrk-nek tiszteletére neveztem el.
8. Chalcococcyx plagosus, LATH.
E fajból Brnó egy hím példányt lőtt Simbangban 1899 jul. 28. Fenr- cHEL annak idején szintén egy hím példányt szerzett Bongúnál. (1. Aqu. I. 1894 p. 100).
9. Casuarius picticollis, Scrr.
SCLATER, Rep. Brit. Assoc. 1874 p. 138. Sarvaponr, Cat. B. Br. Mus. XXVII. p. 600 (1895), SHARPE, Hand-List. I. p. 4 (1899).
«Nr. 507. d (bal here 5 em., jobb here 6*5 em.) Sattelberg 1898 szept. 27; neve a benszülöttek szerint: Bela (kai nyelven), Kesszud (jabim ny.). Long. tot. 118 cm., leghosszabb szárnytüskéje 24 em., feje hossza 17, rostr. 22:7, culm. 6, sisak 4 cm magas, hátulsó lejtője 6*5 em. hosszú, 4-5 széles, lábszár 41 cm., tars. 30 em. Iris világos gesztenyeszinü, kifelé halványabb, feje a szájszóglettól a sisak hátsó tövéig vont vonalig fénytelen fekete, csőre is ilyen, nyaka egészben véve kék, torkán és nyaka felső részén violaszínű, elül tojásdad húsveres folt, két oldalt ugyanolyan (14-X5 cm.) nagy hus- veres folt van, lába szarüszinü». B.
-1 I
BEITRÄGE ZUR ORNIS VON DEUTSCH-NEU-GUINEA.
Im vorigen Jahre hat Lupvic Bırö einige Monate auf dem Sattelberg in Deutsch-Neu-Guinea zugebracht, wo er beim Sammeln sonstiger Thiere auch in den Besitz einer ziemlichen Anzahl von Vögeln gelangt ist. Von den kleineren derselben hat er die interessanter scheinenden und für neu gehal- tenen 22 Arten in 40 Exemplaren alsbald und zwar mittels Post abgesandt, damit die Beschreibung derjenigen Arten, welche sich als neu erweisen soll- ten, keinen Aufschub erleide. Diese kleinere Sendung, welche fünfneue Arten enthielt, habe ich im Januarhefte der «Ornith. Monatsb.» 1900 (VIIT. Jahrg.) besprochen. Die dort aufgezáhlten neuen und bemerkenswertheren Arten sind folgende :
7
1. Poecilodryas salvadorii, Mav. 11. Pseudogerygone wahnesi, Mey.
2. Monarcha frater, Scrat. 12. Gerygone placida, Ma».
3. Rhipidura hyperythra, G. R. Gr. 13. Aethomyias spilodera (G. R. Gr.) 4. Piezorhynchus reichenowi, Mav. 14. Melanocharis bicolor, Rams.
5. Arses orientalis, SaLv. 15. Zosterops chrysolaema, Sav.
6. Microeca flavovirescens, Gray. 16. Melilestes iliolophus, Sarv.
7. Pachycephala salvador, Roruscu. 17. Xanthotis polygramma (G. R. Gr.) 8. Pachycephalopsis hypopolia, Sauv. — 18. Ptilotis proxima, Mav.
9. Pinarolestes megarhynchus (Q.& G.) 19. Aleyone lessoni, Cass. 10. Pinarolestes dissimilis, Map.
Die jüngste Sendung von LupwiG Brré ist im Mai 1. J. an ihrem Be- stimmungsorte angelangt. Den Inhalt derselben bilden die, in der zweiten Hälfte des Jahres 1899, d.i. von Mai bis Ende December gesammelten Vógel. Dass das frühere Sammelergebniss, d. i. die auf dem Sattelberg ge- sammelten, rückstándigen Vógel bisher nicht anlangten, lässt als wahr- scheinlich vermuthen, dass die Sendung unterwegs in Verlust gerieth. Die- ser bedauerliche Umstand erscheint umso wahrscheinlicher, als Bırö Neu- Guinea für einige Zeit verlassen und seine gesammten Sammlungen vor- her nach Budapest abgesandt hatte. Nachdem nun die in der zweiten Hälfte des Jahres 1899 gesammelten Gegenstände im Mai 1. J. uns bereits zu Handen gekommen waren, so hätten die früheren, d. i. die vom Sattel- berg schon vorher eintreffen müssen. Laut den mittels Post gesandten No- tizen Bırö’s hat die Sattelberger Sendung 80 Vögel, darunten 11 Tricho- paradisea enthalten.
Die neueste Sendung Bırö’s enthält 45 Arten (in 86 Exemplaren) und hierunter eine neue und zehn von ihm bisher noch nicht gesammelte Arten u, Z. die folgenden:
-2 on
p: J. MADARÁSZ
1. Geoffroyus orientalis, Mey.
Meyer, Abh. u. Ber. kgl. Zool. Anthrop. Mus. Dresden 1890—91. Nr. 4 p. 4 (1891). SALVADORI, Cat. B. Br. Mus. Vol. XX. p. 618 (1891), SHARPE, Hand-List. II. p. 28 (1900).
1—2. «Nr. 614. ¢ c (Hode 5 mm.) Simbang 29. Juli 1899. Long. tot. 25, al. 16:5. caud. 7, 5—8, rostr. 2. culm. 2-4, tarsi 2 mm. Iris strohgelb, Oberschnabel roth (wie die Wangenfedern) das Ende (der Haken) gelb; Unterschnabel schwarzbraun, Füsse schmutzig apfelgrün.»
3. Nr. 625. 9 (Eierstock in Entwickelung, das grösste Ei 20 mm.), Sim- bang 4. August 1899. Long. tot. 27, 5, alæ 15, eaud. 7:5, rostr. 1'8, culm. 9-1, tarsis 2 em. Iris . . . . , Schnabel hornbraun, Füsse grünlichbraun. Ma- gen und Kropf gefüllt mit Stücken der Frucht des wilden Ficus, bis zum Halse vollgestopft, wie ein Sack. Sehr fett, unter der Haut dicker Speck.»
2. Cyclopsittacus amabilis, Reicuw.
REICHENOW, Journ. f. Orn. XXXIX. p. 431 (1891), Sazvaport, Cat. B. Br. Mus. XX. p. 617 (1891), SHARPE, Hand-List. II. p. 8 (1900).
Ein Männchen aus Simbang. Uber diesen Vogel giebt Bırö folgende Notizen: a (Hoden 2 mm.), Simbang 26. Juli 1899. Long. tot. 13, ale 7:5, caud. 2, spatii 1, rostr. 1:2, culm. 1:2, tars. 1:2 cm. Iris róthlieh dunkel- braun, Schnabel schwarz, Tarsus schmutzig apfelgrün, Krallen hornfarbig.»
3. Cyclopsittacus macilwraithi, Roruscu.
RoruscnrLp, Bull. B. O. Club. XLIX. p. 21 (1897), Sarre, Hand-List. II. p. 9 (1900).
Von dieser erst jüngst von Baron Rornscuinp beschriebenen seltenen Art hat Brré auf dem Sattelberg (300 m.) ein schónes Männchen erlegt. Dasselbe stimmt mit der Abbildung in den «Novitates zoologice» (Vol. V. 1898 pl. VIII. 2.) vollständig überein. Graf Sazvaporr, dem ich unser Exem- plar behufs Studiums übersandt, hält diesen Vogel für das Weibchen von Gyelopsittaeus amabilis, Rercaw. Ich bin jedoch der Meinung, dass wir es hier thatsächlich mit einer guten Art zu thun haben, was auch Bırö’s ge- wissenhafte Aufzeichnungen zu beweisen scheinen. BiRó untersucht näm- lich fast bei jedem Vogel das Innere und giebt hierüber genaue Notizen. Die Hoden und Eierstöcke der Vögel werden von ihm nicht nur erwähnt, sondern auch die Masse derselben aufgezeichnet. Über diesen Vogel nun bemerkt Bırö folgendes:
«Nr. 596. ? Cyclopsitlacus. Die Eingeborenen (Jabim) nennen ihn Gimigimi. a (Hoden S mm.) Fundort: oberhalb des Dorfes Katika, auf dem
BEITRÄGE ZUR ORNIS VON DEUTSCH-NEU-GUINEA. 4
Wege vom Sattelberg herab, in der Hóhe von ca. 300 m. 20. Mai 1899. Long. tot. 14-5, ale 8, eaud. 3:5, rostr. 1°3, culm. 1:3, tarsi 1 cm. Iride nigro, rostro nigro, pedibus sordide viridibus.»
4. Graucalus melanops, Laru.
Ein d aus Simbang vom 29. Juli 1899. Bisher hat blos FENICHEL ein ebenfalls junges Männchen aus Neu-Guinea, u. z. aus Bongu gesandt (s. Aquila I. 1894 p. 92.)
5. Monarcha melanopsis, VIEILL.
Muscicapa melanopsis, VIEILL. N. Dict. d'Hist. Nat. XXI. p. 450 (1818). Monarcha melanopsis, VIEILL., SHARPE, Cat. B. Br. Mus. IV. p. 430 (1879), SALva- DORI, Orn. Pap. II. p. 16 (1881).
1. «Nr. 645. 4 (Hoden 2 mm.), Finschhafen, beim Dorf Molu, 27. Aug. 1899. Totallänge 19:5, Flügel 9:8, Schwanz 8, vom Flügelende bis zur Schwanzspitze 4, Schnabel 2:6, Bug 1:8. Tarsus 2 cm. Iris schwarz (nigro), Schnabel und Füsse aschblau (cinereo-ccerulescentes.)
9. «Nr. 646. ? (Hoden 2 mm.), Finschhafen, beim Dorfe Molu, 27. Aug. 1899. Totallänge 19; Flügel 9:5. Sehwanz 7:5, vom Flügelende bis zur Sehwanzspitze 4, Schnabel 2:4, Bug 1:6, Tarsus 2 cm.
6. Pachycephala dubia, Rams.
Ramsay, Proc. Linn. Soc. N. S. W. IV. p. 99 (1879), Gapow, Cat. B. Br. Mus. VIII. p. 219 (1883)
1. «Nr. 602. 9 (Eier im Ovarium, mohnkorngross), Simbang, 25. Juli 1899. Long. tot. 15:5, ale 7:7, eaud. 6:2, spatii 3°5, rostr. 177, culm. 172, Tars. 9 em. Iris schwärzlichbraun, Schnabel dunkel róthlichbraun, Bug und Spitze schwärzhchbraun, Füsse lichtbraun, Mund und Zunge blass ockergelb.»
9. «Nr. 644.5 (Hoden 1 mm.), Finsehhafen, Dorf Molu, 27. August 1899. Totallànge 15:5, Flügel 7:8, Schwanz 6-3, vom Flügelende bis zur Sehwanzspitze 3, Schnabel 1:9, Bug 1:2, Tarsus 2 em. Iris schwarz (nigro), Sehnabel braun, die Spitze sehwürzlich (rostro brunneo, apice nigricante), Mund gelblich weiss (ore flavido albo), Füsse aschblau (cinereo-cyaneis).»
80 D: J. MADARÁSZ
7. Mimeta szalayi, n. sp.
cf M. striatae, Q. & G. similis, sed minor, omnino pallidior et vostro nigro distincta. Long. tot. circa 25, al. 12:6, caud. 10:5, rostr. (a fr.) 2*8, tars. 2°3 em. Fundort: Finschhafen, Umgebung des Dorfes Madang ; am 26. Aug. 1899 erlegt. Diese neue Art habe ich dem verdienstvollen Director des Ungari- schen National-Museums, Emericx v. Szaray zu Ehren benannt.
5. Chalcococcyx plagosus, LATH.
Von dieser Art hat Brré am 28. Juli 1890 bei Simbang ein Männchen erlegt. FENICHEL hat seiner Zeit gleichfalls ein Männchen bei Bongu erwor- ben. (s. Aquila I. 1894 p. 100).
9. Casuarius picticollis, Scrr.
SCLATER, Rep. Brit. Assoc. 1874 p. 138, Sazvaport, Cat. B. Br. Mus. XXVII. p. 600 (1895), SHARPE, Hand-List. I. p. 4 (1899).
«Nr. 507. c (linke Hode 5 cm., rechte Hode 6:5 em.), Sattelberg, 27. September 1898, von den Eingeborenen Bela (Kái-Sprache) und Kessud (Jabim-Sprache) genannt. Long. tot. 118 em., langster Flügelstumpf 24 em., Länge des Kopfes 17, Rostr. 22:7, Culm. 6, Helm 4 em. hoch, die hintere Abflachung 6:5 em. lang, 45 breit, Tibia 41 em., Tarsus 30 em. Iris licht kastanienbraun, nach aussen blasser; der Kopf in einer, vom Mundwinkel zur hinteren Basis des Helms, gezogenen Linie glanzlos schwarz, Sehnabel ebenso, Hals im Ganzen blau, an der Kehle und dem obern Theile des Halses ins Violette übergehend, vorn ein ovaler fleischrother Fleck, an bei- den Seiten ein ebensolcher (14 x 5 em.) grosser fleischrother Fleck ; Füsse hornfarbig.» B.
x (Separatim editum est die 1. Novembris 1900.)
XXIV. TERMÉSZETRAJZI FÜZETEK. 1901
ZWEI NEUE EPHYGROBIA-ARTEN VON SINGAPORE.
Beschrieben von Dr. C. KERTÉSZ.
Aus Süd-Asien ist bis jetzt noch keine /7pliygrobia-Art bekannt ge- worden. In der Sendung Binó's von Singapore fand ich zwei Arten dieser Gattung, die ich für neu halte. Die Arten kónnen leicht unterschieden wer- den nach der Beschaffenheit des Untergesichts.
Untergesicht ohne jeder Bestäubung — … Singaporensis n. sp. Untergesicht an den Seiten mit gräulicher Bestüubung . pollinosa n. sp.
1. Ephygrobia singaporensis n. sp.
Metallischgrün glänzend. Fühler bräunlich gelb ; drittes Glied 21/2-mal so lang als das zweite, gegen das Ende zugespitzt, an der Oberkante aus- geschnitten; die Spitzenhälfte ist braun. Die Borste ist braun, mit neun Kammstrahlen. Untergesicht schwärzlich metallischgrün, ohne jeder Be- stäubung. Im ersten Drittel der Gesichtshöhe, vom Mundrande aus gerech- net, steht je eine Borste ; unter dieser Hauptborste stehen noch 2—3 schwä- chere. Die starke Borste mitten auf den Backen unter den Augen ist gleich- falls vorhanden. Der Hinterleib glänzt fast goldgrün. Beine schwarz, etwas glänzend ; die mittleren und hinteren Tarsen gelb, das letzte Glied schwarz. Flügel schwach gelbbräunlich gefärbt; Schwinger gelblichweiss. Länge 2 mm.
Singapore, Brré, 1898,
2, Ephygrobia pollinosa n. sp.
Diese Art stimmt in den meisten Merkmalen mit der vorher beschrie- benen Art überein, doch giebt es Unterschiede, die sie von ihr trennen und wesshalb sie als eigene Art aufgefasst werden muss.
Das dritte Fühlerglied ist oval, auffallend kürzer, kaum 1!/»-mal so lang als das zweite und am Oberrande nicht ausgeschnitten; das Unter- gesicht ist mehr gewólbt und an den Seiten gegen die Backen zu graulich bestäubt. — Lange 1:5 mm.
Singapore, Biró, 1898.
(pag. 81.)
(Separatim editwm est die 15. Janwarii 1901.)
Termeszetrajzi Füzetek. XXIV. köt. 6
XXIV. TERMÉSZETRAJZI FÜZETEK. 1901.
; UBER INDO-AUSTRALISCHE LONCHAEIDEN.
Von Dr. Cotoman KERTÉSZ.
In der dipterologischen Ausbeute von L. BrRó befinden sich auch einige Lonchaea-Arten, die ich einer eingehenden Untersuchung unter- warf. Das Resultat derselben lege ich in dieser kleinen Arbeit vor.
Die indo-australischen Arten sind gleich den europäischen ziemlich schwierig auseinander zu setzen, da die Merkmale oft sehr minutiös sind.
In van DER Wurp’s Catalogue of the described Diptera from South Asia, p. 195 sind nur vier Arten aufgezählt, sämmtliche von WALKER be- schrieben. Soweit möglich, habe ich mich bemüht, diese Arten zu enträth- seln, doch glaube ich kaum, dass auch nur eine einzige derselben in die Gattung Lonchæa im jetzigen Sinne gehöre. Dies liesse sich jedoch nur nach Besichtigung der Typen feststellen.
In die nachfolgende Bestimmungstabelle habe ich die WALKER sechen Arten aus dem Grunde eingereiht, damit, wenn dieselben wirklich in diese Gattung gehören, sie leichter aufgefunden werden können.
Bestimmungstabelle der Arten.
1(6). Fühlerborste nackt oder kaum wahrnehmbar pubescent.
2(5). Schwinger schwarzbraun.
3(4). Fühler kürzer als das Untergesicht metatarsata n. sp. 4(3). Fühler länger als das Untergesicht | megacera n. sp. 5(2). Schwinger weiss | consentanea Warx.
6(1). Fühler deutlich pubes’ ^n bebe 7(12,13) Flügel schwarzbraun tingirt.
8(9). Die Fühler reichen bis zum Mundrande … … atratula Wark. 9(8). Die Fühler reichen nicht bis zum Mundrande. 10(11). Schüppchen weiss und ebenso bewimpert .. albisguama n. sp. 11(10). Schüppchen braun, schwarz gerandet, braun be-
wimpert " A Birói n. sp.
12(7,13). Flügel mit einem schwarzen Punkt am Vorderr ande punctipennis WaLK. 13(7, 12). Flügel farblos oder gelblich tingirt. 14(15). Glänzend schwarze Art mit rothbraunem Schild- chen 3 V LT CPE, 17 NDS AVE 14). Schildchen nicht rothbraun. Stahlblaue Art ohne jeder Bestäubung _ cyuneonitens n. sp.
UBER INDO-AUSTRALISOHE LONCHÆIDEN. 85
17(16). Thoraxrücken und Schildchen oder nur das letz-
. tere bestäubt. 18(19). Thoraxrücken und Schildchen bestäubt | .. pollinosa n. sp. 19(18). Thoraxrücken glänzend, Schildchen bestäubt excisa n. sp.
. Lonchaea metatarsata n. sp. 9 .
Glänzend grün. Die den vierten Theil der Kopfbreite erreichende Stirne ist mattschwarz, mit zwei an der Basis der Fühler beginnenden, divergirenden, bis zur Orbitalborste reichenden Làngseindrücken ; ein wei- terer unpaariger Längseindruck fángt unter den Ocellen an und reicht bis zur Lunula. Durch diese drei Eindrücke entstehen in der Stirnmitte zwei wulstartige Sehwielen. Das Untergesicht ist schwarz, am Mundrand schwarz- braun, graulichweiss bestäubt. Taster breit, fast halbkreisfórmig, schwarz. Fühler etwas über die Hälfte des Untergesichtes reichend, schwarzbraun, graulich bestäubt; Borste kaum wahrnehmbar pubescent. Die Behaarung des Thoraxrückens und des Hinterleibes ist ziemlich dicht, kurz, schwarz. Beine schwarzbraun, Metatarsen — ausgenommen die Spitze — braungelb.
Flügel gelblich, besonders am Vorderrande, Adern gelb. Schwinger schwarzbraun. Schüppchen gelblich und ebenso bewimpert. Linge (sammt Legeróhre) 4-5—5 mm.
Zwei Weibehen aus Neu- Guinea: Friedrieh-Wilhelmshafen (Brnó, 1896).
2. Lonchaea megacera n. sp. 9.
Glänzend blauschwarz. Stirne glänzend schwarz, mit zwei an der Fühlerbasis entspringenden, divergirenden Lángseindrücken, die aber nicht so tief als bei der vorigen Art sind, und ein mattes, graubestáubtes Dreieck einfassen ; in diesem Dreieck — unter den Ocellen — ist nur ein seichter, rundlicher Eindruck vorhanden. Die Stirnbreite beträgt etwas über !/s der Kopfbreite. Untergesicht glänzend schwarz, mit silberweissem Schimmer. Taster schwarz, breit. Fühler etwas länger als das Untergesicht, dunkel- braun matt, gräulich bestäubt ; Borste kaum wahrnehmbar pubescent, fast nackt, an der Basis lichtbraun, sonst dunkelbraun. Thoraxrücken und Hinterleib kurz schwarz behaart. Beine sehwarzbraun, Metatarsus bräun- liehgelb. Flügel gelblich tingirt, besonders am Vorderrande; Adern gelb. Schwinger schwarzbraun. Schüppchen fast weiss und ebenso gewimpert. Lange 4—4-2 mm.
Zwei Weibchen aus Neu- Guinea: Sattelberg, Huon-Golf (1898. XI.) und Erima, Astrolabe Bay (1896. X.) (Bırö).
Das aus Erima stammende Exemplar gehört möglicherweise einer
6*
84 D: C. KERTÉSZ
andern Art an, indem die Fühler etwas kürzer und die Flügel nicht so intensiv gelb gefärbt sind, wie bei dem Exemplar vom Sattelberg. Bis mir nicht reichlicheres Material zur Verfügung steht, will ich sie nicht von einander trennen.
3. Lonchaea consentanea Warx. Lonchaeu ? consentanea, WALK. Proc. Linn. Soc. IV, 146, 166 (1860); VI. 12, 41 (1862).
Wenn diese Art wirklich eine Lonchaea 1st, wird sie nach der Bestim- mungstabelle leicht zu erkennen sein. Ich füge die WALKER sche Beschrei- bung her zu:
«Foem. Nigra, nitens, arista nuda, abdomine eyanescente-nigro, alis einerels, halteribus albis.
Female. Black, shining ; antennz black, nearly reaching the epistoma ; 3-rd joint linear, about thrice the length of the 2-nd ; arista simple ; abdo- men bluish black; wings grey; veins black, testaceous at the base ; discal transverse vein straight, upright, parted by less than its length from tha border and by more than twice its length from the præbrachial transverse ; halteres white. Length of the body 2 lines; of the wings 3!/» lines.»
Macassar, Gilolo.
4. Lonchaea atratula Warx. Lonchaea atratula WALK. Proc. Linn. Soc. IV. 146, 167 (1860).
«Foem. Atra, pubescens, antennis epistoma attingentibus, arista plu- mosa, abdomine subovato, alis nigricantibus.
Female. Deep black, pubescent, not shining; antenne reaching the epistoma ; 3-rd joint linear, rounded at the tip, about four times the length of the 2 nd ; arista plumose; abdomen somewhat oval, a little boarder but hardly longer than the thorax; wings blackish; veins black; discal trans- verse vein straight, upright, parted by less than its length from the border, and by about twice its length from the præbrachial transverse. Length of the body 2 lines; of the wings 3!/» lines.»
Macassar.
3
5. Lonchaea albisquama n. sp. ©
Die Stirne nimmt fast '/s Theil der Kopfbreite ein; sie ist matt schwarz, nur der Theil von der Orbitalborste und das Scheiteldreieck sind glànzend schwarz. Die Fühler, sowie die kurz behaarte Borste sind braun ; das dritte Fühlerglied reicht fast bis zum Mundrande, Untergesicht schwarz-
# ÜBER INDO-AUSTRALISCHE LONCHÆIDEN. 85 braun, wenig glänzend, etwas gräulich bestäubt. Taster dunkelbraun. Tho- rax und Schildchen schwarzgrün glänzend, ohne jeder Bestáubung; die Behaarung des Thoraxrückens ist kurz, braun. Hinterleib glänzend schwarz, mit kurzer schwarzbrauner Behaarung. Beine dunkelbraun. Flügel braun tingirt, an der Spitzenhälfte am Vorderrande intensiver. Schüppchen fast weiss und ebenso bewimpert. Schwinger schwarzbraun, der Stiel an der Basis lichtbraun. Länge: 4 mm.
Zwei Weibchen aus Neu-(ruinea : Seleo, Berlinhafen. (Bird, 1896).
6. Lonchaea Birói n. sp. d .
Die mattschwarze Stirne nimmt den !/5 Theil der Kopfbreite ein. Die zwei ersten Fühlerglieder sind braun, das diitte, den Mundrand nicht er- reichende ist schwarzbraun, matt; Borste an der Basis lichtbraun, sonst dunkelbraun, kurz behaart. Untergesicht schwarz, kaum etwas glànzend, mit graulichem Schimmer. Taster schwarzbraun. Thorax und Schildchen schwarzgrün glänzend, ohne jeder Bestäubung. Thoraxrücken mit ziemlich langer, schwarzer Behaarung. Der Hinterleib ist metallisch violett glän- zend, kurz sehwarz behaart. Beine dunkelbraun. Flügel schwärzlich tingirt besonders am Vorderrande. Schiippchen braun, schwarz gerandet und braun bewimpert. Schwinger schwarzbraun. Länge : 43 mm.
Ein Männchen aus Neu- Guinea: Seleo, Berlinhafen. (Bırö, 1896).
Von den hier beschriebenen Arten ist dies die einzige, die ein dunkles Schüppchen besitzt und schon dadurch von den übrigen leicht unterschie- den werden kann.
7. Lonchaea punctipennis Warx. Lonchaea ? punctipennis WALK. Proc. Linn. Soc. IV. 145. 165. (1860).
«Foem. Nigra, nitens, capite antico argenteo, antennarum articulo 3° longe-conico, arista plumosa, tarsis halteribusque piceis, alis cinereis basi nigris puncto costali nigro.
Female. Black, shining, whit several stout bristles; head silvery in front; face flat; antennæ short; third joint elongate-connieal, arista very plumose; abdomen oval, convex, a little shorter and narrower than the thorax; tarsi and halteres piceous; wings grey, black at the base, with a black costal at the tip of the subeostal vein ; weins yellowish, black at the base; costal vein black ; discal transverse vein straight, upright, parter by less than its length from the border, and by nearly twice its length from the præ- brachial transverse. Length of the body 21/4 lines; ofthe wings 41/2 lines.»
Macassar.
86 D: C. KERTÉSZ
8. Lonchaea inops Warx.
Lonchaea ? inops WALK. Proc. Linn. Soc. III. 110. 120. (1859); VII. 219. 82 et 237. 36. (1864).
«Mas et Foem. Nigra, nitens, antennis piceis arista plumosa scutello ferrugineo, tibiis, tarsis halteribusque fulvis, alis subeinereis.
Male and Female. Black, shining. Antennæ piceous, third joint short, arista plumose ; scutellum somewhat ferruginous ; tibiæ, tarsi and halteres tawny; wings slightly greyish, veins pale, discal transverse vein parted by much less than its length from the border and by nearly twice its length from the flexure of the præbrachial. Length of the body 11/2 line; of the wings 3 lines.»
Aroe, Mysol, Ceram.
9. Lonchaea cyaneonitens n. sp. 9.
Metallischblau glänzend. Die Stirne nimmt fast den !/s Theil der Kopfbreite ein, sie ist schwarz, etwas glànzend, doch von der Orbitalborste bis zum Scheitel ist der Augenrand breit metallischblau glänzend. Eine Lángsfurche, die unter dem Ocellendreieck beginnt und bis zur Lunula herunterzieht, ist an den Seiten von zwel abgekürzten minder tiefen Làngs- furchen begleitet. Die Lunula schimmert weissgrau. Fühler schwarzbraun, matt bestäubt; das dritte Glied erreicht den Mundrand ; Borste kurzgefiedert, braun, an der Basis lichtbraun. Untergesicht glänzend schwarz, kaum merkbar graulich bestäubt. Taster gross, breit, schwarzbraun. Thoraxrücken bis über die Mitte ziemlich dicht, kurz schwarz behaart. Hinterleib zer- streut schwarz behaart. Beine fast schwarz, glànzend, die Tarsen braun be- haart. Flügel intensiv gelb tingirt, alle Adern gelb. Schüppchen gelblich- weiss, bräunlich bewimpert. Schwinger dunkelbraun. Liinge: 47 mm.
Ein Weibchen aus Neu- Guinea : Sattelberg, Huon-Golf. (BiRó, 1896. IX. 20—30.)
10. Lonchaea pollinosa n. sp. d 2.
Die Stirne des Mànnchens nimmt !/;, die des Weibchens über !/s der Kopfbreite ein, in beiden Geschlechtern matt schwarz, ohne Furchen (an einem Weibchen blos angedeutet) nur der Augenrand von der Orbital- borste bis zum Scheitel ist breit glànzend schwarz. Fühler dunkelbraun, grau bestaubt; das dritte Glied erreicht eben den Mundrand ; Borste sehr kurz behaart, braun, an der Basis lichter. Untergesicht mattschwarz, grau- lich bestäubt. Taster gross, breit, schwarzbraun. Thorax schwarzgrün, etwas graulich bestäubt, mit sehr kurzer, schwarzer Behaarung. Das ebenfalls
ÜBER INDO-AUSTRALISCHE LONCH.EIDEN. 87
sehwarzgrüne Schildchen ist stärker und auffallender grau bestäubt als der Thoraxrücken und es fehlt an ihm die Behaarung. Hinterleib glàn- zend sehwarz, mit zerstreuter kurzer schwarzer Behaarung. Deine dunkel- braun. Flügel gelblich tingirt, besonders an der Basis, weniger intensiv am Vorderrande ; die Adern sind gelb. Das Schüppchen und dessen Bewim- perung hat die Farbe der Flügelbasis. Schwinger sehwarzbraun, der Stiel lichter. Länge: 3°5—4°5 mm.
Ein Männchen und drei Weibehen aus Neu- Guinea : Seleo, Berlin- hafen. (Bird, 1896).
11. Lonchaea excisa n. Bp. g'e.
Die Stirne des Männchens nimmt !/;, die des Weibchens !/s der Kopf- breite ein, in beiden Geschlechtern mattschwarz, ohne Furchen, nur der Augenrand von der Orbitalborste bis zum Scheitel ist breit glänzend schwarz. Die braunen, graubestäubten Fühler reichen etwas über den Mundrand ; die Borste ist an der Basis licht, sonst dunkelbraun, kurz be- haart. Untergesicht mattschwarz, graulich bestüubt. Taster breit, gross, dunkelbraun. Thorax glünzend schwarz, sehr kurz schwarz behaart. Das Sehildehen sehr auffallend grünlichgrau bestäubt. Hinterleib schwarz, we- nig glänzend, schwarz behaart; der 4. und 5. Ring des Männchen ver- schmolzen, so dass nur 4 hinge sichtbar sind. Der vierte Ring ist so lang als der 2. und 3. zusammen und hinten sehr tief kielfórmig ausgeschnitten. Beine schwarzbraun. Flügel gelblich tingirt, alle Adern gelb. Das Schüpp- chen und dessen Bewimperung von der Farbe der Flügelbasis. Schwinger schwarzbraun, der Stiel lichter. Lange: 2:5 —4-2 mm.
Ein Männchen und zwei Weibchen aus Singapore (Bird, 1898).
Ich besitze eine ähnliche Art aus Neu-Guinea, Friedrich Wilchelms- hafen, die ich von der eben beschriebenen nicht trennen kann, obzwar sie höchst wahrscheinlich verschieden ist. Die Farbe des Thorax zieht mehr ins bläuliche und die Flügel sind fast wasserklar, nur die Adern sind gelb. Von dieser Art liegen mir nur Weibchen, und zwar ein reifes ausgefärbtes und drei unreife vor. Sie steht sehr nahe zu excisa m., und wird sich wahrscheinlich im männlichen Geschlecht von dieser leicht unterscheiden lassen.
(Separatim editum est die 15. Januarii 1901.)
XXIV. TERMÉSZETRAJZI FÜZETEK. 1901.
NÖVENYÖKOLOGIAI MEGFIGYELÉSEK LUSSIN SZIGETE DÉLI RÉSZÉN.
Irta: BERNATSKY J. dr.
PFLANZENOKOLOGISCHE BEOBACHTUNGEN AUF SÜD- LUSSIN.
Von: Dr. J. BERNATSKY.
Lussin-sziget a sajátságos, örökké zöldelö flórájával,a mennyire az Lussin-piccolo, Lussin-grande és Chiunschi vidékén megfigyelhető, az igazi mediterrán flóravidékhez tartozik.
Quercus Ilex, Arbutus Unedo, Pistacia Lentiscus, Erica arborea, Olea europaea, Myrtus communis, Smilax aspera, Hedera Helix, Cycla- men repandum stb. tömegesen fordulnak elő ; a városok utezáin sétálónak a Citrus Aurantium meg Citrus medica-nak a sötétzöld lombból elóesil- lanó varázslatos gyümölcse tünik fel; a temetóknek s köztereknek pedig . a sudar Cupressus semperivens mellett a Pinus Pinea, a feketélló, impo- záns alakjával, a legszebb dísze.
Az a botanikus, a ki tisztan a fajok determinálásával, rendszerbe szedésével és földrajzi elterjedésével foglalkozik, azaz a flórista, Lussin szigetén kevés új adatot lelne. A nóvényókologusnak azonban annál több kutatni valója akad rajta. Lussin szigetének a flórája nem ismeretlen. Meg- állapításán és ismertetésén főleg TOMMASINI, MARCHESETTI es Haracıc dolgoz- tak.* De még mai nap is sok új megfigyelni való van a szigeten, persze nem annyira florisztikai, mint inkább növényökologiai szempontból és részletes növényföldrajzi adatokra is van még szükség, hogy a sziget növényzetét kellően ismerhessük. Miután alkalmam nyilt a sziget növényzetét több hé-
* Cav. Muzro TomMASINI a Quarnero flórájának egyik legjobb ismerője volt. Herbariuma a triesti városi természettudományi múzeumban van («Museo civ. di Storia Naturale in Trieste»). E herbarium alapján ismertette Dr. C. MARCHESETTI, a nevezett múzeum vezetője, Lussin flóráját.
Behatóan foglalkozik a sziget nóvényzetével A. Haracıc a «Sulla vegetazione dell isola di Lussin»czímü, a lussin-piccoloi nautikus iskola évi értesítőiben folyta- tólagosan megjelenő műben.
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ten keresztül megfigyelni és a Quarneroban való háromszori tartózkodásom alkalmával más, Lussinhoz kózel esó vidékek nóvényzetét is szemtól-szembe láthattam, azt találtam, hogy érdemes volna déli Lussin növényzetét növényföldrajzi és különösen nóvényókologiai szempontból ismertetni. Is- mertetésemben egyes-egyedül saját megfigyeléseimre támaszkodom. Azért dolgozatom nem nyújt kimerítő, mindent összefoglaló kerek munkát, csak biztos adatokat foglal magában. A tárgynál fogva kénytelen voltam hely- lyel-közzel általános érdekű ökologiai fejtegetésekbe bocsátkozni.
Déli Lussinon jártunkban a növényzeten a következő jelenségek fog- nak leginkább szemünkbe ótleni: az örökzöld növényzet általános fellepte; egyirányú erős szél hatása ; a napsugár intenziv hatása; legelő állatok be- folyása a növényzet alakulására.
A) Az örökzöld növényzet.
A Lussinnal szomszédos vidékeken, különösen messzebb észak felé, a növényzet nem annyira örökzöld, mint Lussinon. A Recino és Draga völ- gye Fiumenál egy fokkal sem esik tovább északra, mint Lussin; sem a tengerszin feletti magasságban nincs lényeges különbség, sem a földrajzi hosszuságban nincs számbavehető eltérés, úgy hogy a prioria két hely vegetácziója között semmi nevezetesebb eltérést nem tennénk fel. Pedig a lussini és a recinovölgyi növényzet között sokkal lényegesebb a különb- ség, mint pl. Magyarország legdélibb és legészakibb pontjainak a vegetá- cziója között. Ha egy lussini tartózkodás után a Recino völgyében járunk, a mediterrán flóravidékból a középeurópai flóravidékbe, az örökzöld nö- vényzetből a mesophyta lombhullató erdők * növényzetébe áthelyezve ta- láljuk magunkat. Itt a Quercus sessiliflora és Quercus pubescens,** Gar- pinus Betulus *** és Ostrya carpinifolia ***, Tilia grandifolia +, Acer, Fraxinus, Cornus stb. lombhullató fák, illetőleg cserjék alkotnak erdőt ; az erdő alját a mi Orchideáink (Orchis fusca, O. morio), Smyrnium
* Matisz JAnos a «Fiume és környékének nóvényzete» cz. mű 10. lapján kóvetkezóképen nyilatkozik: «Fiume kórnyékén nagyobb erdók ninesenek, a kisebb ligetekben pedig a fák alacsonyak, tórzseik vékonyak; a nagy, terebélyes fákat hiába keressük». Ez lehet hogy véletlenül áll Fiume határán belül, de a mint azon túl lépünk, a völgyekben, igen szép erdei vegetäcziöba jutunk, nagyon is nagy, tere- bélyes fákkal, így különösen Orehovicza község táján.
. ** A «Monte Terzatto» oldalán nagyobb példányok állanak, mint a budai hegységben. , *** A Recino völgyében 1895 nyarán gyümólesesel megrakott ágakat gyüjtöt- tem, szépen kifejlődött nagy fákról. + Különösen szép példányokat Orehovicza mellett találtam.
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perfoliatum, Alliaria officinalis és más, tipikus erdei mesophyták tarkitják ; a mediterrán nóvényzetból ellenben csak elemeket találunk itt, többnyire olyanokat, melyek a tengertől messze eső, pl. a temes- vagy krassószörény- megyei flórában is bőségesen fellelhetők, minő a Hedera Helix, Ruscus aculeatus, Celerach officinarum. Még az ültetett fák is javarészt a mieink- kel egyfajuak; sem Olea europaea-ra sem Cilrus-ra nem igen akadunk. A Lussinban száz számra előforduló örökzöld fás növények elmaradása, meg a Lussinban ritkaság számba menő lombhullató fajok tömeges elő- fordulása a Recino völgyében igen figyelemreméltó jelenség, mert azt jelenti, hogy e két, egymáshoz oly közel eső hely között húzódik a medi- terrán meg a középeurópai nagy flóravidékek határa. A különbség a fiumei öböl északibb pontjainak a vegetácziója meg a délibb, tenger közepén fekvő lussini növényzet között oly könnyen észlelhető, mint pl. a Magas- Tátrában a lúczfenyő-régió meg a törpefenyő-régió közötti éles határ. Ha télnek idején az istriai vagy a magyar-horvát tengerpartról kiindulunk, Cherso szigete mellett északról jövet délnek hajózunk Lussinig, akkor eleintén a lombjahullott, barnaágú tölgyek megszokott téli tájképe kinál- kozik figyelő szemünknek; de lejebb, Lussinhoz közeledtünkkor, a zöld macchia-foltok a szürke kőtalajon egészen más, északi lakosnak szokatlan, sajátságos képet nyujtanak.
Lussin sziget örökzöld növényzete a nagy területeket borító mach- chiákban, az egész hegyoldalakat és völgyeket elfoglaló olajkertekben, a házak udvaraiban s utezakon található czitromfélékben s egyéb kultur- növényekben, végül egy és más, a tenger partján, útmentén, mezőn, kert- ben előforduló dudvában, kóróban nyilatkozik.
I. A macchidk* és a macchia-alkoto növények.
Lussin-szigetén kétféle macchiát lehet megkülönböztetni. Az egyik eserjékból és cserjealakú fákból áll, főleg Quercus [lex-ból. A másikat egész alacsony, földhöz lapuló növények alkotják, főleg Myrtus communis.
1. A Quercus Iex-macchnia. Fak és magas cserjék alkotta macchia a nehezen hozzáférhető helyeken van, a városokon, legelőkön, művelt földe- ken, ültetvényeken kívül. Macchiára emlékeztet Lussin-grande közelében, a lussin-piecoloi út mellett, az elhagyatott hegyoldalak bozótos növényzete. De ez nem tipikus macchia ; a cserjealakú Quercus Ilex, a Pistacia Lentis- cus stb. inkább csak menedéket találnak a kiálló sziklák alján, a meredek
* A német botanikai irodalomban nem annyira az olasz «macchia», hanem inkább a franczia «maquis« elnevezés dívik. A magyar szívesebben a «macchia», magyarosan makkiá-nak hangzó szót veszi fel beszédében, mint az utolsó szótagját hangsúlyozandó «maquis» szót. Különben magyarul a latin «frutices semperviren- tes»-re emlékeztetóen «órókzóld cseres erdók»-nek lehetne nevezni a maechiát,
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hegyoldalakban, zugokban és mélyedésekben, a hol véletlenül összetalálkoz- nak. Macchiáknak induló, bozontos, tüskés-bokros ligetek és berkek több he- lyen akadnak, a hol az illető növényeknek sziklák, magas kőfalak, bemélye- dések stb. némi védelmet nyujtanak. Egy ilyen szép berek a Val d'Arche mélyén van. Itt pompázik a virágzásakor (márczius végén, április elején) gyönyörű, üde benyomású Erica arborea, a vele egyidőben és szintén fehéret virító, de ekkor még a tavalyi fémfényű gyömölcseit is magán viselő Viburnum Tinus, meg a fekete gyümölcsű Myrtus communis. Ilyen helyen
Arbutus Unedo Quercus Ilex. Erica arborea Myrtus communis Viburnum Tinus Cistus villosus Viburnum Tinus.
1. Quercus-Ilex-macchia a Bocca falsa-nal Lussin szigetén.
nem maradhat el a pirosbogyós boróka (Juniperus Oxycedrus) ; ez a cserje az említett időben tele van rakva nagy, sötétvörös bogyókkal, vagy pedig épen virágzik. E cserjékbe belekapaszkodik az ugyancsak pirosbogyós Smilax aspera, mig árnyékvető sziklafalon Viburnum Tinus-bokrok aljá- ban a borostyán (Hedera Helix) terjeng; közéje fonódik a fénylő fekete bogyós Rubia peregrina és a tüskés nyúlárnyék (Asparagus acutifolius). Mindezek aljában egy-két aprólevelü haraszt, Ceterach officinarum és Aspleniwm Trichomanes, ritkábban Asplemum Adiantum nigrum, meg moha között egynehány tavaszszal virágzó dudva van. A cserjék nem állnak tómótten. A Viburnum Tinus szabadabb helyen a nagyobb Erica
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arborea vagy Juniperus Oxycedrus mögé húzódik ugyan, de egymagában . is el van ; a Jumperus Oxycedrus meg, valamint a Myrtus communis épen- séggel nem szorul más nóvény védelmére. Az ilyen liget vagy berek, hol a eserjék nem egymás hegyén-hátán nónek, egymásban nem nyernek védel- met, hanem inkább csak az adott kedvező viszonyoknál fogva nőnek fel kisebb-nagyobb számban, nem tekinthető igazi macchianak; ámbátor egy fejlődésnek induló macchia kiinduló pontja lehet. Hogy ha ilyen helyen valami ritkaságot találunk, akkor az illető fajt nem szabad a macchia ren- des képviselőjének tekinteni. A Val d’Arche-ban pl. találtam egy-két szál Juniperus communis-t, a mi az Adria és az egész középtenger partvidékére nézve ritkaság. Déli Istriában, Horvátországban és Dalmátiában a Juni- perus communis-nak alsó határa van (lásd : NEILREICH Vegetationsverhält- nisse von Croatien és AscHERSON-GRAEBNER, Synopsis der mitteleuropäi- schen Flora).
Tipikus macchiat találhatunk Lussinpiccolo közvetlen környékén a Bocca falsa közelében, észak-keleti hegylejtőn ; azután a Monte Asino dél- keleti oldalán a Forte Asino alatt. Nagy területet borít a macchia Chiun- schi táján. :
A kép, melyet a macchia nyújt, élénken emlékeztet a nálunk ismere- tes cserékre, melyek erdővágás következtében fejlődnek. Azonban, mig a mi cseréinkben csupa tőhajtásos fa, cserje és bokor van, addig a macchiá- ban rendes növésű cserjék és alacsony fák vannak. A másik különb- ség meg az, hogy a mi cseréinkben a cserjék nem állanak szorosan egymás mellett és az esetleges sűrűséget a fás növények közé tolakodó sok mindenféle fű, kóró, dudva és giz-gaz okozza; ellenben a macchiában a közbeeső szabad tért is fás növények t. i. alacsonyabb cserjék foglalják el, úgy hogy a dudvás növényeknek aránylag kevés hely jut.
A macchia főnövénye a Quercus Illex. Ez a növény fa, nem cserje, mert jól kifejlődött törzse szokott lenni, de cserjének látszik, mert rende- sen már legalul, tövénél lombosodik s ezért széles piramis alakot ölt. Ha a macchiában álló Quercus [lex az alján agatlan-lombtalan, akkor tövét más növények veszik körül, egyik oldalról a szomszédos példány, másik oldalról valamely Pistacia Lentiscus-bokor, harmadik oldalon egy Cistus villosus borul reá. A Quercus Ilex-hez hasonló alakú az Erica arborea, melyet a Bocca falsa-nál meg Chiunschi mellett macchia-alkotónak talál- tam; de a Monte Asino-ra való kirándulásaim alkalmával nem akadtam reá. A Quercus Ilex sűrűn, tömötten szeret állani, egymagában álló fat ritkán látni s minél többedmagával van, annál erősebben tartja magát. Azért igazi egyesületképző növény ; az egyesület fennállása első sorban neki köszönhető és egyuttal az egyes példány egyesülethez kötve van. Azokon a szabad, a bórának kitett helyeken magányos Quercus Ilex nehezen tudna
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megnoni, de az egyesült nóvények egymast megvédik. Más az Erica arborea. E növény az egyesületképzésben nem elsőrendű, a közeli szomszédot kerüli. Hanem azért mégis folkeresi az egyesületet; hogy miért, arra feleletet adhatunk, ha meggondoljuk, hogy ez a növény szereti a nagyobbfokú nedvességet, melyet pl. üde levegőjű völgykatlanban, vagy pedig erdőben, más fák és cserjék közelében talál. Tehát az Erica arborea mint nóvényegyesületi tag más megitélés alá esik, mint a Quercus Iex. Ez az utóbbi viszontszolgáló tag; * a beárnyékolást bizonyos határig megtüri és a szorosan egymáshoz való simulást megengedi. Az Erica arborea első sorban élvező tag; az egyesületben uralkodó kedvezőbb viszonyok csalo- gatják ide; de ő maga a többi, vele egyenlő nagyságú tagnak nem nyújt számbamenő védelmet. Mindazonáltal az ő aljában egy és más növény csak meghuzódik, pl. valamely Pistacia Lentiscus, Cistus villosus, vagy Viburnum Tinus. A Quercus Ilex és Erica arborea-val vetekedik az Arbutus Unedo, a maechiának az Erica-nal is állandóbb és sürübbben előforduló tagja. Ez a cserje a Quercus Ilex állandó kiséróje, még talán a macchián kívül is. Magassága változik aszerint, hogy a (Quercus milyen magas; valamivel alacsonyabb nálánál s szorosan hozzá simul, úgy hogy a Quercus alkotta piramis által szabadon hagyott tért valamelyik oldalon kitölti. Az Arbutus Unedo ugyanis épen megfordítva piramisalakú, olyan mint valamely umbellifera inflorescentiája, tehát ernyósalaku. Tövénél két-három egyenlő vastagságú ággá oszlik el; az egyes ágak (a függélyeshez vett) hegyes szög alatt felfelé irányulnak, bizonyos magas- ságban elágaznak s a másodrendű, majd harmad-, negyed- stb. rendű ágak mind újból hegyes szög alatt felfelé nőnek. Az utolsó galyak közelítőleg mind egy magasságban állanak. A sűrűn elhelyezett, szintén hegyes szög alatt felfelé irányuló levelek csoportja egy-egy galyon szintén ernyős ala- kot ölt. A fás növények ernyős alakja a trópusok alatt gyakori.** Alakjánál fogva az Arbutus Unedo a mediterrán flórának egy igen érdekes tagja, mert a tipikusan ernyős alakú fás növény a mediterrán flórában még nem gyakori. Az Arbutus Unedo alakja nem egészen állandó, némelykor a koronája kerülete középmagasságban a legnagyobb. A nálunk található fák közül az Ailanthus glandulosa mutat hasonló jelenséget ; hol tipiku- san ernyős alakú, t. i. a koronája legfölül a legszélesebb, máskor meg gömbölyded koronájú fával találkozunk, rendesen a szerint, hogy többed- magával, vagy pedig egész szabadon áll-e. Úgyszintén az Arbutus Unedo is
* Az egyesületi tagok minemüségéról lásd a «A Crocus reticulatus Stev. mint nóvényegyesület tagja» ezimü dolgozatomat is. (Természettudományi Közlöny, XLVII-ik Pótfüzet, 1898. p.: 170.)
** Lásd; HABERLANDT, Eine botanische Tropenreise, p.: 85.
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a sürü macchián belül, a hol Quercus Ilex, Viburnum Tinus vagy ugyan- csak Arbutus Unedo veszi körül, jellemzően ernyős alakú szokott lenni ; ha szabad helyen nő, nagyobb magasságot ér el és koronája inkább kike- rekedik. Az Arbutus Unedo azért az egyesületben kitünő szolgálatot tesz. Igaz, hogy rászorul az egyesületre, de hozzája is alkalmazkodik, a mennyi- ben ernyős alakot ölt, minélfogva a szomszédos, jobban hegyesedő fákhoz szorosan hozzásimul. Arbutus Unedo és Quercus Ilex közé szorul egy cserje, a Pistacia Lentiscus. Se ennek, se amannak a magasságát el nem éri, hanem meghuzódik a fák-cserjék aljában, miáltal csak sűrűbbé és járhatatlanabbá teszi a macchiát. A Pistacia Lentiscus jellemző növény- egyesületi tag; sűrű macchián kívül alig találni és e tekintetben az Arbu- lus Unedo-nál is rátartósabb. A Pistacia Lentiscus, úgy látszik, főleg a szél ellen keres védelmet; az egyesületnek viszontszolgálatjára 1s van, a mennyiben a macchia alját benövi, szinte alsóbb emeletet alkotva. Hozzá hasonló a Viburnum Tinus, csakhogy ez a bokor sokkal önállóbb és a macchián kívül is fellelhető. Szivesebben huzódik magányosabban álló cserje, pl. Erica arborea mellé, a hol elegendő szabad napsugár éri, mert a beárnyékoltatásnak nem barátja. Mig az eddig emlegetett növények levelei jobbadára sötétzöld fényben ragyognak, addig a Cistus villosus nevű növényben egy kis gömbölyű, földön fekvő bokrot találunk, mely színre nézve a mellette fekvő szürke fénytelen mészkődarabtól alig külön- bözik. A Cistus villosus bolyhos, szélálló leveleivel nem igazi egyesü- let alkotó növény. Igaz, hogy nincs macchia Cistus nélkül, de e növény inkább csak ott terjed el, a honnan más cserjét durva erőszak, pl. tépő vihar vagy ember keze távolított el. Sokkal kisebb, semhogy egyesület főnövénye lehessen és mind leveleinek bolyhossága, mind sűrű olajtartalma (illó olaj), mind a nagy kerek, messzire elragyogó virágja azt árulják el, hogy minél több szabad levegőt és szabad napsugarat kiván meg. Azért a maga- sabb cserjét, fát kerüli. A macchiában igaz hogy talál hébe-korba neki való helyet, de csak a szélén, utak mentén, sziklás, köves helyen. Annál sürübben fordul elő a macchian kívül. Inkább gaznak tekinthető, mely alkalom adtán elszaporodik és nagy területeket elfoglalva, valamely vidékre igen jellemző képet varázsolhat, melyet aztán formácziónak igen, de egyesületnek nem nevezhetünk.* A Quercus [lex-macchiäba vetődik a Myrtus communis is, meg a Juniperus Oxycedrus. Mindakettó a Cistus villosus-hoz hasonlóan úgyszólván mindenütt található, macchian kívül
* A «nóvényegyesület» fogalma, azt hiszem, még nem tisztult eléggé. Jelen dolgozatomban a növényegyesülethez kötöm azt a feltételt, hogy benne a növények egymás védelmére, egymás hasznára vannak. A hol a növények egymásra nincsenek befolyással, ott «egyesületról» nem lehet szó.
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és belül. A Myrtus communis hozzásímul más növényekhez és sűrűt képez, de csak alig egy fél méter magasságig, tehát a Pistacia Lentiscus- szal egyenrangú az egyesületben. A Juniperus Oxycedrus némileg az Erica arborea-hoz hasonlít ; tojásalakú, középmagasságú cserje és önálló, szabad helyet szeret, bár némi árnyékot is megtűr. A Cistus villosus-hoz hasonlóan elhagyatott, puszta területeket egymaga is benő.
Az emlitett fajok a Quercus llex-macchia legjellemzőbb, örökzöld növényei. A macchiában persze sok mindenféle más, örökzöld meg át nem telelő is van, olyanok, melyek a fák, cserjék, bokrok között, vagy bennök és rajtuk ütnek tanyát. Az örökzöldek közül felemlíthető a sehol sem hiányzó Smilax aspera. árnyékosabb helyen, nedvesebb talajon a Hedera Helix. A Smilax társaságában gyakori az Asparagus acutifolius meg a Rubia peregrina, nemkülönben a Lonicera implexa. Az összbenyomás azonban, melyet a macchia képe a szemlélőre tesz, első sorban csak a nevezett magasabb fák s cserjék sűrű egyvelegéből ered. Minél jobban közeledünk hozzá, annál jobban veszszük észre, hogy mégis különböző elemekből áll és minél tovább nézzük, annál több érdekes vonást találunk benne. Hol egy impozáns Asphodelus ramosus magasba emelkedő virág- jain, hol a fehér — közepén sárga — virágú Narcissus Tazzetla esoportjain, hol a szúrós Ruscus aculeatus piros bogyóin, vagy valamely Arum sűrű zöldjén akad meg szemünk, ha ugyan valami keskeny kis ösvényt vágtak, melyen a macchián keresztül haladhatunk.
2. Más az a macchia, melynek fónóvénye a Myrtus communis. A Myr- lus communis-macchiat legszebben kifejlödve Maria d'Annunziata-nál, a scirocco-nak kitett, lankás hegyoldalon, meg Lussinpiccolo mögött, a bó- rának kitett széles hegyháton láttam.
Maria d'Annunziata-nál, azonkívül a sziget több más pontján, pl. a Boeca-knál, a Myrtus communis-macchia egy nagy területet szakadat- lanul bevonó, sűrűn egymásba fonódó és kapaszkodó alacsony cserjék alkotta chaosból áll, mely alig egy fél méter magasságban, mintha le volna nyírva, olyan síma tetejű. A növények benne úgy össze vannak gaba- lyodva és oly sűrű, hogy e macchiát fajilag elemezni alig lehet. Legtöbb benne a Myrtus communis ; van még Pislacia Lentiscus, Viburnum Timus és Cistus villosus. A Cislus legszívesebben a macchia szélén terjed és ott uralkodóvá is válik. A Smilax aspera-nak is jut nevezetes szerep ; az 6sz- szegabalyodást, a keresztül-kasul egymásba kapaszkodást csak fokozza. A macchia szélén épült kőfalon egyik-másik növény új tanyát lel és ott szebben megnő, mint a macchián belül. Különösen a Myrtus communis szokta ellepni az olajfakertek kókerítéseit, de a Smilax «aspera is gyakori rajtuk.
Az egy tömegben összefüggő, járatlan Myrtus communis-macchiánál
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ritkább az, mely nyomáson, legelőkön fejlődik ki, mint pl. Lussinpiccolo mógótt.* Szintén cserjék óssze-visszafonott tómkelegéból áll, de nem alkot összefüggő tömeget, hanem hosszabb-révidebb csikokat, melyek kó- zött bőven van szabad tér. A hol kiáll egy kő, ott a széltől védett oldalon meglapul egy-egy Myrtus-bokor. E bokor mögé másik bokor huzódik, e mögé ismét más kerül és így tovább. Az egymás mögött álló bokrok ágai egymásba kapaszkodnak, össze-visszakúszálódnak és így hosszú tömött csik keletkezik. Rajta végig fúj a bóra. Az erős, metsző szél két oldalt úgy lenyirbälja a bokoresikot, hogy se jobbra, se balra nem tud nőni, hanem símára leborotválva, mint egy hosszú törpe szénakazal, úgy áll ottan, sokadmagával, mind egy párhuzamos irányban. A csik magassága, széles- sége és hossza az előörsként szolgáló kő- vagy szikladarab nagyságától meg a hegyoldal hajlásától függ. A szél a tenger felől jön. A Myrtus-töm- keleg a kő hátában oly magasra nő, a meddig a kő a szél ellen megvédi. A csíkok hol sűrűbben, hol ritkábban állanak egymás szomszédságában, néhol el is ágaznak s mélyedésben vagy a hegyháton túl össze is olvadnak egymással. Osszetételében minden csik szakasztott olyan, mint a többi. Azt lehetne mondani; tisztára két növényből állanak : Myrtus communis- ból és Sinilax aspera-ból. A Smilda aspera hozzájárul ahhoz, hogy az egyes csik egy erősen összefüggő, nagyfokú mechanikai ellentállást kifejtő szívós tömeggé alakuljon: a Myrlus ágai közé fonódik s a töméntelen sok ágat mind behálózza és egymáshoz fűzi. A csik mögé menekül sokszor egy-egy Pistacia Lentiscus-bokor, mely az egyik oldalával a Myrtus-hoz szorul, de másik oldala szabad, s napfényben fürdik. E három növény közül a Myrtus communis meg a Smilax aspera mint kitünő egyesületalkotó fajok szerepelnek. A Myrtus olyan ura az egyesületnek, mint máshol a Quercus Ilex. A hol a Myrtus communis tanyát üt, ott hozzászegódik a Smilax meg a Pistacia. A Myrlus azonban egymagában, saját magával egyesülve is tért hódít. Nem mindig bújik kő mögé, hanem saját erejéből is megküzd a széllel. Vannak olyan csikok, melyek nem kő mögött kezdődnek, hanem egész szabadon. Ez esetben a kezdő bokrok lombtalanok s a meg- maradó száraz ágak s galyak, mind a szél irányában meghajolva és meg- törve, kopáran, mint megannyi erős tű, úgy borúlnak egymásra s törik meg a szél erejét. Az ilyen csikok nem ritkán elől a legalacsonyabbak, azután rézsút fölemelkednek és hátul a legmagasabbak. A Smilax aspera a Myrlus communis között nemcsak menedéket lel, hanem az egyesület-
* Nehezen hozzáférhető hely. Hozzájutni úgy, hogy a lussin-piecoloi temetó- től balra fordulunk, az olajkertek alatt, későbben azok falain át, megkerüljük a Monte San Martino-t; mire egy kőkereszthez érünk, mely a tenger partjától vagy 200 lépésnyire van, a csíkos Myrtus macchia közepében vagyunk.
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nek hasznára is van, a mennyiben az egyesület szilárdságát öregbíti s azonkívül szúros voltánál fogva a legelő állatok ellenében is megvéd. A Smilax aspera-t mint szúrós növényt kerülik az állatok, és a mit e növény behálóz, ahhoz állat nem igen fér. Kérdés azonban, vajjon a fen- forgó esetben a Myrtus commums magamagában nem talál-e védelmet legelő állat ellenében, illatos voltánál fogva. A Pislacia Lenliscus az egyesületnek élvező, de nem viszontszolgáló tagja.
Meredekebb hegyoldalakon, köves-kavicsos talajon a csíkos macchiá- hoz hasonlóan egyes csoportokban, de nem hosszirányú, hanem kerek foltokban megjelenő macchia van. Ilyet déli Lussinon nem találtam jellemzően kifejlődve, de nagy területet borít Cherso szigetén Ossero-nal és S.-Giovanni környékén meg a Monte Ossero alján északi Lussinon.*
2. Olea europaea a Val oscuro-ban, Lussin-grande határában,
II. Az olajfakertek.
Az olajfakertek déli Lussin általános képét nagyban befolyásolják. Madártávlatból az egész vidék Lussingrande-tól Lussinpiccolo-ig és innen Cigale-ig meg a Monte Asino-ig egy rengeteg olajkertnek látszanék. Ez a vidék sajátságos benyomást tesz az emberre. A talaj vörös agyag volna, de több a szikla és kő, mint az agyag. A sziklás vagy agyagos földön, hegyen-völgyön keresztül, hol alacsonyabb, hol magasabb, majd keske- nyebb, majd szélesebb kőfalak húzódnak keresztül-kasul, néhol egyenesen, másutt kigyözva. A kőfalakkal egymástól elválasztott tagokban szegényes aljnövényzet fölé emelkednek a szürke, deres olajfák, az egész vidéknek
* Hajóról való megfigyelés alapján.
Termeszetrajzi Füzetek. XXIV. köt,
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végtelen egyhanguságot kölcsönözve. Úgy kora tavaszszal a Val d'Arche hidjaröl nyugat felé, a völgybe tekintve, szinte megdöbbentő kép tárul elénk: egy széles völgy két oldalát tisztára olajkertek foglalják el; az ember szeme előtt a meszes, agyagos, a fáktól gyéren beárnyékozott föld meg a sok egyforma, szürke lombozatú fa sajátságos, lehangoló szürkeséggé olvad össze, mely semmi vidítót, semmi kecseset nem nyújt. A botanikus persze nem éri be a természeti kép csodálatával, hanem számba veszi a jelenséget, a mely a képben kinálkozik. Az olajkertek is felébresztik érdek-
3. Olea europaea a Privlaka-nál Lussin-piccolo mellett.
lődését és tünődve kérdi, hogy mi lehet az oka annak, hogy az emberek e vidéken erdőt irtanak, legelővel felhagynak és erdő, legelő helyén nagy kőfalakat hordanak össze s olajfákat ültetnek ezer meg ezer számra. E kér- dés botanikai megoldása nagyon egyszerű, de egyúttal nagyon figyelemre- méltó is. A földmivelö ember hosszú idők tapasztalatain okulva, ónkénte- lenül kitalálja, hogy melyik növény melyik vidéken válik be legjobban kulturnóvénynek; ezzel együtt azt is, hogy melyik növénynek mik az ökologiai sajátságai és hogy melyik növényt mi módon kell művelni, azaz ökologiai alkalmazkodását mi módon kell elősegíteni, hogy valamely vidé- |
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ken az adott ókologiai viszonyok között legjobban helyt álljon. Tekintettel arra, hogy a kulturnövények az ember kezelése alatt mily nagy tért foglal- nak el, ki lehet mondani, hogy a mívelt földek képében valamely vidék növényföldrajzi és növényökologiai viszonyai visszatükröződnek. Tehát a mívelt földekből az illető vidék természetes nóvényzetére következtetni lehet. Valamint Magyarország növényzeti viszonyainak egyik legjellem- zőbb vonása az alföld körül fekvő hegyes-dombos vidéken a szőlők elter- jedese és az ország növényökologiai viszonyaira az itt dívó szölömüvelesi módból lehet némileg következtetni, úgy a dél-lussini növényzetet jel- lemzi az olajfának mint kulturnövénynek való gyakorisága és némely növényökologiai viszonyra az olajfák sajátságos művelési módja vet vilá- got. Az olajkertek először 1s az örökzöld növényzet klimáját hirdetik. Ha Fiumeből elindulnánk és reggel Lussin szigetén Cigale partján vagy a Val d'Arche-ban az olajkertek előtt kötnénk ki, jogosan következtethetnénk arra, hogy itt már a macchia birodalmában vagyunk. Az olajkertekben azonkívül a klima zordsága — nyári forróság és;aszály meg szárasztó sze- lek — is kifejezést nyer. Mert az olajfa tipikus szklerophyll nóvény ; levele nem üde zóld, nem afféle kónnyen hervadó, vékony, átsugárzó levél, hanem pikkelyektól szürke, kemény s inkább törne, mintsem szakadna; szövetét elfásodott sejtek járják keresztül-kasul. A levélnek az állása is feltünő Lapja nem horizontális sikban fekszik, hanem hegyével égnek mered ; mi- nek következtében a perzselő napsugarak nem igen akadnak meg a lom- bozaton, hanem szinte akadálytalanul lesiklanak a földre. Talán a lombozat szürkés színén kívül a gyenge árnyékvetés teszi azt az ismeretes, lehangoló benyomást.* Az olajfa sokat árul el a vidék növényökologiai viszonyaiból, mert a szélálló növények prototipusa. A fája szerkezetében, az ágak elhaj- lásában s kanyarodásában, a levél anatomiai bélyegeiben (4. és 5. kép), a vi- rág és gyümölcs szerkezetében, szóval a fa minden részében a szélhez való kitűnő alkalmazkodási képesség rejlik. Egy-egy ága pl. többször is meghajlik a hosszában; eleinten talán. egyenesen égnek nő, azután hirtelen kitér jobbra, majd a földhöz közeledik, ismét felkanyarodik, újból oldalt hajlik. A mely fa állandó irányú erős szélnek, a bórának van kitéve, az úgy segit magán, hogy a szél irányát követi növésében. Azért sok helyen, kiváltkép a tengerparton, pl. a Bocca falsa felé vezető úton vagy Lussingrande és Lussinpiccolo között, nagyjából Fomes lucidus vagy valami Pleurotus alakját utánozó, fura állású, félrefordult, hosszú alacsony koronájú olaj- fákat találunk. E fák nemcsak annak köszönik alakjukat, hogy a törzs meg
* Az olajkertek kietlensége kora tavaszszal a legnagyobb. Virágzáskor s akkor, ha a fák gyümölesesel tele vannak -rakva, élénkebb színűek és sűrűbb árnyékot vetnek,
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az ágak mind egy oldal felé nóttek, hanem annak is, hogy a sürü, egy oldal felé álló koronát a metszó szél lesimitja, megnyirbálja. Az elül levó galya- kat lombozatuktól a vihar megfosztja, de a kopasz galyak sokasága védel- mül szolgál, a szél ereje megtórik rajtuk s mógóttük a fa koronája bantat-
4, Keresztmetszeti részlet az Olea europaea leveléből. Feltünteti a tömött levélszóvetet, a többrétegű paliszad szövetet, a szivacsos szövet legalsó rétegének a paliszádszerű elváltozását, a számos keresztül-kasul járó szklereidet, a vastagfalú epidermiszt és a lélegzőnyilások fölött elterülő pikkelyeket. Csekély nagyítás.
lanul kifejlődhetik, t. 1. a szél irányá-
ban tovább nőhet, de se két oldalra, se fölfelé korlátlanul nem nőhet, mert a szél lekopasztja.* A szélhez való alkalmazkodásnak megfelelően az olajfaszabad helyen nem nő magasra, csak a szél irányában terjeszkedhetik s némelykor a koronája csúcsával földre támaszkodik. Ez szembeötlően mutatja a szélnek ama hatását, hogy az útját álló, vele megküzdő növény kénytelen alacsony, földhöz lapuló termetet fölvenni. — Az olajfa műve- lésében nevezetes szerep jut a kőfalak összehordásának és rendbentartásá- nak. A falak a fák szélálló képességét öregbítik. Gyakran látni, hogy milyen kitünő védelmet találnak az olajfák az előttük emelt kófalban; a fal ma- gasságáig nőnek meg, de azon túl föl
felé nem, a korona a faltól kezdve egy lejtős, nem ritkán a hegyoldal haj- lásával párhuzamos irányban haladó tömött chaost képez. A korona ez
5. Keresztmetszeti részlet az Olea europaea
alsó levélepidermiszéból. A pikkelyszór és
lélegzónyilás viszonylagos helyzetét erósebb nagyitas mellett tünteti fel.
irányban hosszúra elnyúlik s úgy mint a Myrtus communis- Smilax aspera-csikok, a széltól oly simara meg van nyirbalva, hogy az ember elsó pillanatban mesterséges megnye- sésre gondolna.
Az olajkertekben majd juhot tartanak, majd kerti palantat ül- tetnek, hol pedig egészen magukra hagyják. Legelőknek használt olajker-
* A «bórától a part felé fésült koronájú Oleák között talán legjellemzőbbek azok, a melyek a Val oscuro-ban láthatók. Egy sort képeznek azok az olajfák le- felé fésült koronákkal, melyek együttesen mintegy természetes lugost alkotnak», írja nekem valaki, a ki a sziget tarmészeti viszonyait jól ismeri,
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tekben a mediterrán legelők növényei szaporodnak el; egyebek közt gya- kori bennök a Juniperus Oxycedrus, ritkább a Juniperus phoenicea ; sűrűn találni Cistus villosus-t. A falakon Myrtus communis, Smilax aspera, Hedera Helix, Rubia peregrina hatalmasodik el. Árnyékoldalukban Cele- rach officinarum és Asplentum Trichomanes nő. Néha rengeteg Cyclamen repandum